Schatten Eis

Schatten Eis

Paperback
3.83

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Description

»Der Anngiaq ist ein böser Geist. Er riecht Geheimnisse, fühlt sich magisch davon angezogen. Er schleicht sich in dein Leben und vergiftet es langsam. Wie der Kadaver eines verwesenden Tieres, der oben in einem Bachlauf liegt und das Wasser vergiftet, das man unten schöpft und durstig trinkt.« Ein altes Geheimnis, tief verborgen in Grönlands Geschichte. Wer es ans Licht bringt, muss sterben. So besagt es ein alter Fluch. Marit Rauch Iversen war noch ein Kind, als der Anngiaq ihre Familie in Grönland tötete. Heute arbeitet sie als Super-Recognizerin für die Polizei in Kopenhagen. Den Fluch von damals hat sie längst vergessen. Bis eine Reihe grausamer Morde die dänische Hauptstadt erschüttert.

Book Information

Main Genre
Thriller
Sub Genre
Serial Killer
Format
Paperback
Pages
496
Price
18.50 €

Author Description

Anne Nørdby ist das Pseudonym der deutschen Autorin Anette Strohmeyer, die 1975 in Göttingen geboren wurde. In ihrer Wahlheimat Dänemark schreibt sie Thriller und Krimis und unter ihrem Klarnamen veröffentlich sie Romane, die sich dem New Nature Writing widmen. Auf ihren Reisen durch Skandinavien sammelt sie Anregungen und Ideen, die sie in ihre Bücher einfließen lässt. Ihre zweite Leidenschaft gilt dem Schreiben im Team, den sogenannten Writers’ Rooms, in denen sie gemeinsam mit deutschen und dänischen Autoren Serienstoffe und -konzepte entwickelt.

Posts

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All
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Allein das Cover hat entschieden, dass ich diesen Thriller unbedingt lesen muss, weil es eine ganz starke Atmosphäre ausstrahlt. Der dazu interessante und mystisch wirkende Klappentext hat zudem ein Match vermuten lassen. Das Eintauchen in die Geschichte fiel mir leicht und deshalb konnte ich schnell ganz in das Buch eintauchen. Anne Nørdby hat es geschafft, mich zu fesseln, denn die Story ist durch und durch spannend. Zwischendurch musste ich immer mal wieder durchatmen, denn wir haben es hier mit einem tiefgründigen und grausamen Fall zu tun. Marit war mir von Anfang sympathisch und ich konnte eine enge Verbindung zu ihr aufbauen. Dies hat für mich das Lesen intensiviert, weil ich nah an ihrer Seite war und mich größtenteils in sie hineinversetzen konnte. Ihre besondere Art und Begabung haben mich fasziniert. Leider, und dies ist meine einzige Kritik, hatte ich teilweise Probleme mit den gewählten Namen und Bezeichnungen. Natürlich passen sie perfekt zu dieser dänischen Region, trotzdem hätte ich es mir ein wenig anders gewünscht. Anne Nørdby punktet extrem mit der erschaffenen Atmosphäre, die ich als durchweg bedrückend empfand. Die psychologische Kombination hat den konstant hohen Spannungsbogen zusätzlich verstärkt. Die Ermittlungsarbeit stockte an keiner Stelle und ich wollte immer wissen, wie es weitergeht. Das Ende hat mich eiskalt erwischt. Es rundet diese wendungsreiche und breit angelegte Geschichte großartig ab. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass eine nächste Fortsetzung manches vielleicht noch einmal aufgreift. „Schatteneis“ hat mir wahnsinnig gut gefallen und war bestimmt nicht das letzte Buch, welches ich von Anne Nørdby gelesen habe. Sie gehört nun zu meinen tollen Neuentdeckungen aus diesem Jahr. Lesenswert! 4/5 ⭐️ Happy Reading! Jasmin ♡

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3.5

Mit „Schatten Eis“, das im Gmeiner Verlag erschienen ist, erschafft Anne Nordby, eine deutsche Autorin, die unter einem Pseudonym schreibt, einen düsteren Nordic-Noir-Thriller, der klassische Ermittlungsarbeit mit grönländischer Mythologie verbindet. Statt auf pausenlose Action zu setzen, entwickelt der Roman seine Spannung langsam und bedrückend. Bei 24 % hatte die Geschichte sich immer noch nicht entfaltet. Eine kalte, unheilvolle Stimmung, die sich konsequent bis zum Ende hält, legt sich jedoch früh über der Handlung. Im Mittelpunkt steht Marit Rauch Iversen, eine Ermittlerin bei der Polizei in Kopenhagen, die über die seltene Fähigkeit verfügt, Gesichter außergewöhnlich präzise wiederzuerkennen. Diese besondere Begabung macht sie sofort zu einer interessanten Hauptfigur, weil sie sich angenehm von den üblichen Thriller-Ermittlern unterscheidet. Gleichzeitig trägt Marit schwere Erinnerungen aus ihrer Kindheit mit sich. Der Verlust ihrer Familie in Grönland und die Geschichten über den unheilvollen Anngiaq – eine dunkle Erscheinung aus der grönländischen Mythologie – verfolgen sie bis in die Gegenwart. Gerade diese Verbindung aus persönlichem Trauma und aktuellen Ermittlungen verleiht der Figur viel Tiefe. Die Handlung entwickelt sich rund um mehrere grausame Morde in Kopenhagen, die politischen Hintergrund haben, und die offenbar mit einem lange verborgenen Geheimnis aus Grönland zusammenhängen. Besonders gelungen ist dabei, wie Anne Nordby Realität und Mythos miteinander verschwimmen lässt. Lange bleibt unklar, ob tatsächlich etwas Übernatürliches hinter den Ereignissen steckt oder ob die eigentliche Gefahr von Menschen ausgeht. Dadurch entsteht eine permanente Unsicherheit, die den Spannungsaufbau verstärkt. Der Roman lebt weniger von schnellen Wendungen als von unterschwelliger Bedrohung und psychologischem Druck. Allerdings bringt genau dieser starke Fokus auf grönländische Kultur und Sprache auch Probleme mit sich. Viele Namen, Begriffe und Bezeichnungen wirken für deutschsprachige Leser zunächst sehr fremd und unterbrechen den Lesefluss teilweise erheblich. Zwar enthält das Buch ein Glossar mit Übersetzungen und Erklärungen aus grönländischen und dänischen, doch gerade im E-Book ist das ständige Nachschlagen umständlich und reißt immer wieder aus der Handlung heraus. Hinzu kommt, dass sich viele grönländische und dänische Namen optisch stark ähneln und deshalb nicht immer leicht auseinanderzuhalten sind. Besonders bei Nebenfiguren sorgt das schnell für Verwirrung, was den Zugang zur Geschichte unnötig erschwert und stellenweise den Lesespaß bremst. Trotz dieser Schwächen bleibt „Schatten Eis“ ein ungewöhnlicher Thriller, der sich durch seine mythologischen Elemente und die bedrückende Atmosphäre deutlich von vielen anderen Romanen unterscheidet. Wer langsame, psychologisch geprägte Spannung und nordische Schauplätze mag, findet hier eine intensive Geschichte mit einer faszinierenden Grundidee.

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Vielen Dank an den gmeiner Verlag und Netgalley für die zur Verfügungsstellung des Ebooks Inhalt Der Anngiaq ist ein böser Geist. Er riecht Geheimnisse, fühlt sich magisch davon angezogen. Er schleicht sich in dein Leben und vergiftet es langsam. Wie der Kadaver eines verwesenden Tieres, der oben in einem Bachlauf liegt und das Wasser vergiftet, das man unten schöpft und durstig trinkt.« Ein altes Geheimnis, tief verborgen in Grönlands Geschichte. Wer es ans Licht bringt, muss sterben. So besagt es ein alter Fluch. Marit Rauch Iversen war noch ein Kind, als der Anngiaq ihre Familie in Grönland tötete. Heute arbeitet sie als Super-Recognizerin für die Polizei in Kopenhagen. Den Fluch von damals hat sie längst vergessen. Bis eine Reihe grausamer Morde die dänische Hauptstadt erschüttert. Meinung Ich mochte den Schreibstil der Autorin, das Buch war fesselnd und wendungsreich. Die Protagonisten waren gut gezeichnet. Vieles, was ich in diesem Buch beschrieben ist, hat es bedauerlicherweise tatsächlich gegeben. illegale Adoptionen und Zwangssterilisierungen im Zuge der »Spiralkampagne«. Denn So auch die länger als nötig angewandte Praxis der Lobotomie bei psychisch Kranken in Dänemark. Oder die Zwangsverlegungen von psychisch kranken Grönländern in Anstalten in Dänemark. Der Absturz eines B-52-Bombers 1968 vor der Thule Air Base, bekannt unter dem Namen »Thuleulykken« (deutsch: »Thuleunglück«), ist gleichermaßen wahr wie auch die geheime Absprache über Atomwaffenlagerung in Grönland. Große Lese Empfehlung

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