River of Stars

River of Stars

Softcover
4.14

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Description

In his critically acclaimed novel Under Heaven, Guy Gavriel Kay told a vivid and powerful story inspired by China's Tang Dynasty. Now, the international bestselling and multiple award-winning author revisits that invented setting four centuries later - a world inspired this time by the glittering, decadent Song Dynasty.Ren Daiyan was still just a boy when he took the lives of seven men while guarding an imperial magistrate of Kitai. That moment on a lonely road changed his life-in entirely unexpected ways, sending him into the forests of Kitai among the outlaws. From there he emerges years later-and his life changes again, dramatically, as he circles towards the court and emperor, while war approaches Kitai from the north.Lin Shan is the daughter of a scholar, his beloved only child. Educated by him in ways young women never are, gifted as a songwriter and calligrapher, she finds herself living a life suspended between two worlds. Her intelligence captivates an emperor-and alienates women at the court. But when her father's life is endangered by the savage politics of the day, Shan must act in ways no woman ever has.In an empire divided by bitter factions circling an exquisitely cultured emperor who loves his gardens and his art far more than the burdens of governing, dramatic events on the northern steppe alter the balance of power in the world, leading to events no one could have foretold, under the river of stars.

Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
656
Price
14.00 €

Posts

2
All
4

Sehr atmosphärische Historical Fiction

"Die Quellen von Flüssen sind für gewöhnlich schwer auszumachen. Und die großen Ereignisse und Veränderungen entstehen allzu häufig ähnlich unbemerkt, ihr Ursprung wird nur von jenen aufgedeckt, die sich die Mühe machen, in die Vergangenheit zu blicken. Dies ist ein weiteres Bild, das jeder kennt: Erst indem wir zurückblicken, sehen wir wirklich klar." Mit "Am Fluss der Sterne" liefert uns Guy Gavriel Kay den zweiten Teil seiner großen Kitai-Saga, die inspiriert ist von Personen und Ereignissen der Nördlichen Song-Dynastie Chinas. Es ist ein Roman, in dem Historisches mit Fiktion zu einem großen Werk verschmilzt. "Am Anfang standen die Träume eines Jungen, und dann ..." Seit Kitai in großen Teilen an die Barbaren des Nordens gefallen ist, ist die einst wunderschöne Stadt Xi'an mehr und mehr verfallen, der Glanz des alten Kaiserhofs verblasst und Es herrscht Angst in den Straßen. Das Land ist gespalten und wird von einem Kaiser beherrscht, der sich mehr für die Poesie interessiert, als fürs Regieren. Und so findet er großen Gefallen an Lin Shan. Die wunderschöne, wenn auch teils gefährliche Gedichte schreibt und die so ganz anders ist, als Frauen des Reiches sein sollten. Lin Shan hat einen messerscharfen Verstand, den sie auch einzusetzen weiß. Der Junge Ren Daiyan hat wie viele Jungen den Traum das Reich Kitai wieder zu altem Glanz und Größe zu führen. Einer der Helden der Vergangenheit zu sein. Doch im Dienste des kaiserlichen Magistrats werden Dinge in Gang gesetzt, die ihn erst zum Geächteten machen, ehe er zu einem großen Heerführer und zu einer fast schon mysthischen Gestalt wird. "Es war möglich, dass Menschen ins eigene Leben traten, eine Rolle darin spielten und dann wieder verschwanden. Wenn man allerdings Jahre später auf einem Pferd unter tropfenden Blättern saß und über das nachdachte, was sie einem erzählt hatten, waren sie dann wirklich verschwunden?" Guy Gavriel Kay besticht mich auch in diesem Buch mit seiner außergewöhnlich tollen Sprache und seiner bildgewaltigen Erzählung, die uns ins Reich der Mitte katapultiert. Geprägt ist dieser Roman von politischem Kalkül und Intrigen, Ehre und Loyalität, Liebe und Verrat. Besonders überzeugend sind hier auch die Konversationen, die man schon fast kunstvoll nennen kann. Hier wird respektvoll intrigiert und beleidigt - das ist schon köstlich zu lesen. Die ganze Geschichte wird getragen von einem Gefühl von Erhabenheit und Größe. Ich kann dieses Gefühl gar nicht so richtig in Worte fassen. Das einzige Manko an diesem Buch ist, dass mir etwas die Nähe zu den Figuren fehlte - was bei dieser Geschichte allerdings nicht so sehr ins Gewicht fällt. Fazit: Tolle Historical-Fiction, die sich durch politische Raffinesse mit einem Hauch Mythologie und Volksglauben auszeichnet. Für mich hätte es gerne etwas mehr Volksglaube und Mythologie sein dürfen, aber das war schon okay so. (Zwischen dem ersten und dem zweiten Buch liegen gut 1000 Jahre, daher kann man beide auch unabhängig voneinander lesen - wie ich finde.)

Sehr atmosphärische Historical Fiction
4

𝐀𝐦 𝐅𝐥𝐮𝐬𝐬 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞 ist der zweite Band der sogenannten Kitay Dilogie von Guy Gavriel Kay. Beide Bücher beschäftigen sich mit der Tang und der Song Dynastie im alten China. Guy Gavriel Kay verblendet hier tatsächliche historische Ereignisse mit fiktiven. Er erfindet Figuren, die es historisch belegt nicht gab, aber gegeben haben könnnte. Der zweite Band in diesem Zyklus spielt lange nach den Ereignissen von Band 1. Das chinesische Machtzentrum sitzt in einer anderen Metropole. Das alte Xi'an ist Tummelplatz für Archäologen und Legendenjägern geworden. Aber es sind immer noch die nördlichen Steppenreiter, die das chinesische Reich bedrohen. Alter Glanz perlt schon lange ab. Das Regime ist fett und faul und korrupt geworden. Die Jungen träumen von glorreichen Taten a la "Make Kitay great again". "𝐓𝐡𝐞 𝐰𝐨𝐫𝐥𝐝 𝐢𝐬 𝐧𝐨𝐭 𝐬𝐨𝐦𝐞𝐭𝐡𝐢𝐧𝐠 𝐭𝐨 𝐛𝐞 𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐬𝐭𝐨𝐨𝐝. 𝐈𝐭 𝐢𝐬 𝐯𝐚𝐧𝐢𝐭𝐲, 𝐢𝐥𝐥𝐮𝐬𝐢𝐨𝐧 𝐭𝐨 𝐞𝐯𝐞𝐧 𝐭𝐫𝐲." Ich liebe grundsätzlich historische und politische Fantasy, wobei der phantastische Anteil hier nur noch homöopathisch zu spüren ist. Das Buch wird beworben mit "Game of Thrones meets China" und diesem Vergleich kann ich tatsächlich mal etwas abgewinnen. Ich bin ein grosser Fan des Konzepts "die erste Hand des Königs" und das sehen wir hier in Form eines ersten Ministers, in dessen Händen sich enorme Macht ballt. Ich liebe Political Intrigue und das bekommt man vor allem in diesem zweiten Buch zur Genüge. Sprachlich erinnert mich Kay ein bischen an die Art von Tad Williams. Er hat so einen unaufgeregten, ausgeschmückten, intellektuellen Erzählstil, den ich ehrlich gesagt sehr mag. Beide Bücher der Reihe waren für mich total solide. Highlights im Sinne von Herzklopfen und aufgeregtem Umblättern waren sie jedoch nicht.

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