Reservoir Bitches

Reservoir Bitches

Hardback
4.354

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Description

»Reservoir Bitches« erzählt hart, klug und mit viel schwarzem Humor aus dem Leben mexikanischer Frauen, die kämpfen, tricksen, lügen und töten, die alles tun, um zu überleben.

Ob Narco-Braut, Hausfrau oder Influencerin in Luxury Fashion, ob Auftragskillerin, Prostituierte oder Kleinkriminelle, ob reich oder arm – Dahlia de la Cerdas Heldinnen in »Reservoir Bitches« sind Frauen, die jede Opferrolle ablehnen und die Lösung ihrer Probleme selbst in die Hand nehmen. Ihr Leben ist alles, nur nicht moralisch – aber Dahlia de la Cerdas Literatur will auch gar nicht moralisierend sein. Sie katapultiert uns beim Lesen in eine weit entfernte, aber sehr reale und oft gewalttätige Umgebung.

Die kompromisslosen Stimmen der sehr unterschiedlichen Protagonistinnen verbinden sich in de la Cerdas faszinierendem Debüt zu einem wilden, vielschichtigen, immer wieder auch überraschend zärtlichen Porträt der mexikanischen Gesellschaft aus weiblicher Sicht.

»›Reservoir Bitches‹ ist bitterböse Gesellschaftskritik und schwarze Komödie in einem – und das unüberhörbare Debüt einer der spannendsten neuen Autorinnen Mexikos« (Readings).

Nominiert für den International Booker Prize 2025

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
184
Price
22.70 €

Author Description

Dahlia de la Cerda, geboren 1985, ist eine mexikanische Autorin. Sie hat einen Abschluss in Philosophie und in einem Callcenter, einer Bar, einer Süßwarenfabrik sowie als Nachrichtenredakteurin und Straßenverkäuferin gearbeitet. Für »Reservoir Bitches« wurde Dahlia de la Cerda mit dem Premio Nacional de Cuento Joven Comala ausgezeichnet, und das Buch wurde für den International Booker Prize 2025 nominiert. Sie ist Mitbegründerin der feministischen Organisation Morras Help Morras und lebt in Aguascalientes, Mexiko.

Posts

13
All
5

Ein literarischer Tritt in die patriarchalen Eier – »RESERVOIR BITCHES« ist ein Manifest. Eine Ohrfeige. Eine Rebellion. De la Cerda schreibt, als hätte sie mit jedem Satz die Waffe schon geladen.

In »RESERVOIR BITCHES« schleudert uns Dahlia de la Cerda mitten hinein in die dunklen, brutalen Alltage mexikanischer Frauen. In 13 Stories begegnen wir Frauen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten: Influencerin mit Lippenfiller und Hermès-Tasche, Hausfrau, sexarbeitende Transfrau, Narco-Braut oder Auftragskillerin – sie alle wehren sich, sie lügen, sie kämpfen, mit Gewalt, mit List, mit Witz. Sie alle wollen überleben. »RESERVOIR BITCHES« von Dahlia de la Cerda ist ein Roman in Storys, die mehr oder weniger miteinander verbunden sind. Storys, die das Mexiko zeigen, in dem weibliche Körper Zielscheiben sind – und in den Frauen auch zurückschlagen. Dahlia de la Cerda schreibt über eine Realität, die weh tut: In Mexiko wird alle dreieinhalb Stunden eine Frau ermordet. Jeden Tag 7 Frauen! De la Cerda ignoriert diese Realität nicht – sie zerpflückt sie. Ihre Protagonistinnen sind Produkte dieses Systems: Sie wachsen in Armut auf, erleben Missbrauch, verlieren Freundinnen durch Männergewalt oder landen im Gefängnis, weil sie sich gewehrt haben. Sie werden misshandelt und getötet.

4.5

Was war das für ein Buch Die einzelnen Kurzgeschichten behandeln jeweils eine starke Persönlichkeit, genauer gesagt: das Schicksal einer Frau in Mexiko. Dabei werden alle möglichen Gesellschaftsschichten beleuchtet und wie diese Frauen meist von Männern behandelt werden. Obwohl es einzelne Geschichten sind, schafft es die Autorin ein gesamtes Bild darzustellen, was nichts für schwache Nerven ist. BITTE UNBEDINGT LESEN

4.5

Tales of survival

It sure is an interesting read. Badass and all. Sad too. Some of them had it coming, I guess.

5

Canta no llores!

In den zwei Jahren, die ich in Mexiko leben durfte, wurde ich (unfreiwillig) Zeugin der Art und Weise, wie man mit Frauen dort umgeht - leider auch am eigenen Leib Dahlia de la Cerda hat mich einmal mehr daran erinnert wie wichtig es ist, als Frauen zusammen zu halten und meine Träume zu leben, denn auch Deutschland wird zunehmend frauenfeindlicher.

4

In den 13 Kurzgeschichten kommen mexikanische Frauen aus allen Gesellschaftsschichten zu Wort. Die meisten Geschichten werden durch einen anderen Blickwinkel in einer späteren Geschichte wieder aufgegriffen. Die witzig, manchmal flapsige oder schnoddrige Erzählweise der Protagonistinnen steht dabei sehr im Kontrast zu der Brutalität, Gewalt oder verstörenden Erlebnissen, bei denen wir sie begleiten. Femizide, Abtreibungen und Rache sind Themen der Geschichte und nicht immer leicht zu verdauen. Insbesondere die letzte Geschichte beschreibt die Verstümmelung und das Grauen, was (Trans-)Frauen erlebe müssen sehr schonungslos. Ein starkes Buch, was ich ohne meinen Online Lesekreis wohl nicht gelesen hätte.

4.5

Ein Buch über mexikanische Frauen aus dem Subproletariat. Das sich mit Welten und Problemen beschäftigt, bei dem die Probleme der üblichen Gegenwartsliteratur schnell verblassen. Das Buch findet aber auch ein literarische Form, die dem Inhalt angemessen ist und es nicht vulgär werden lässt. Es sind oft Sittenskizzen, die nur lose miteinander zusammenhängen und daher wenig Handlungsgetrieben sind. Dennoch eine große Empfehlung.

3

Puh. Wirklich schwierig zu bewerten. Wie es bei Kurzgeschichtensammlungen häufig der Fall ist, ist auch dieser Roman qualitativ durchwachsen. Vieles wurde richtig gemacht, aber es gibt auch eindeutige Schwächen. Einerseits gefällt mir, wie unsentimental und nüchtern Themen wie Femizid, sexuelle Gewalt und Abtreibung behandelt werden. Besonders die letzte Geschichte (La Huesera) ist ein Schlag in die Eingeweide und berichtet voller sprachlicher Gewalt von Frauen und Mädchen die verschwinden und irgendwann tot und misshandelt auftauchen - ein Problem, das in Mexiko immer größer wird. Ein signifikanter Teil der derzeit etwa 130.000 vermissten Personen dort ist weiblich. Alle 10 Stunden wird eine Frau ermordet. Wäre der Rest des Romans so wirkungsvoll wie diese Geschichte, wäre das für mich Pflichtlektüre geworden. Andererseits überwiegen die schwachen Geschichten leider - von 12 Kapiteln über 12 unterschiedliche Frauen haben mir nur 3 wirklich gefallen. Abgehoben haben sich die erste Geschichte über eine Abtreibung (Parsley and Coca-Cola), eine vampiristische Rache-Story (The Smile) und die letzte, die ich bereits erwähnt habe. Der Rest fühlt sich wie Einheitsbrei an. Obwohl von Narco Chefin, Influencerin, Auftragskillerin und Prostituierte alles dabei ist, haben sich die Frauen oft nur wie Varianten des gleichen Charakters angefühlt. Mir fehlt es auch schlicht an menschlicher Tiefe, die Charaktere sind auf persönlicher Ebene etwa so tiefgründig wie Kylie Jenners Instagram Account. Die Lebensumstände als solche stehen mir viel zu sehr im Vordergrund. Insgesamt scheitert der Roman deshalb für mich größtenteils daran, die Vielfältigkeit unterschiedlicher weiblicher Perspektiven im zeitgenössischen Mexiko darzustellen oder das Problem systemischer, misogyner Gewalt aufzuzeigen - dafür sind die restlichen Geschichten zu schwach. Übrigens: Wer das Buch lesen möchte, sollte es auf keinen Fall auf Deutsch lesen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das auch nur annähernd so gut ist wie die Englische Übersetzung. Am besten wäre natürlich Spanisch.

5

Storys die zu einem Ganzen werden

Mexiko ist ein frauenfressendes Monster! Was für ein ungewöhnlich, grandioser Roman. Was am Anfang nach einzelnen Geschichten aussieht, fügt sich nach und nach zu einem zusammenhängenden Roman zusammen. Bei meinen Notizen haben in den ersten 9. Storys die Frauen eine eigene Farbe bekommen. Immer wenn eine der Frauen in einer anderen Story auftauchte, gab ich ihre Farbe dazu. Es war ein kleinwenig wie ein Rätsel. Dann gab es keine Farbe mehr...oder doch...SCHWARZ. Farbe der Trauer. Farbe des Todes.

5

A literary debut with the force of a grenade!

In twelve stories, Dahlia de la Cerda exposes Mexico beyond the postcard idyll in “Reservoir Bitches”: drug cartels, Instagram filters and the fist of the patriarchy reign here. But her heroines? Not victims. They trick, lie and shoot. The short stories portray Mexican women from all social classes - narco-brides, influencers, contract killers - who struggle to survive in a violent, patriarchal society. An influencer stages her luxury lifestyle among piles of corpses, a housewife transforms kitchen knives into tools of rebellion. Central themes include female agency, structural violence, class differences and the abysses of neoliberal Mexico. De la Cerda writes like a woman possessed. Her style is raw, poetic and unforgiving. Amidst all the harshness, there are always flashes of dry humor and the author destroys clichés without appearing bold. Some of the stories are interlinked, and they are all held together by anger at a system that not only dehumanizes women, but degrades them to the status of disposable commodities. It begins incredibly brutal with a self-performed abortion. The absolute highlight, however, is the last short story in the volume, “La Huesera”, one of the best (and most violent) I have read in recent years. The fact that the book didn't make it onto the International Booker Prize shortlist is actually a bit of a letdown. For fans of Fernanda Melchor and Mariana Enriquez who love dystopian social portraits. If you're looking for literature that hits like a punch in the solar plexus - here it is.

A literary debut with the force of a grenade!
3

Ganz schön makabere Kurzgeschichten, welche sich teils zwar gut ergänzen, aber zumindest von der Schreibweise her etwas mehr Abwechslung vertragen könnten. Und irgendwie auch etwas oberflächlich konzipiert.

3.5

Durch dieses Buch bin ich nur so durchgeflogen obwohl es an vielen Stellen sehr brutal ist. Das Thema ist extrem wichtig und ich habe gerade nochmal gelesen, dass alle 10Minuten eine Frau ermordet wird. Unglaublich! Gut hat mir auch gefallen, dass die Frauen nicht als Opfer dargestellt worden sind. Müsste nochmal Tarantinos Reservoir Dogs schauen um die Titelanlehnung zu verstehen.

3.5

We discussed this in my bookclub, most of the others said they really liked the first half when the stories were still connected and then in the second half they were a bit put off by the violence described in so much detail and without content warning – which I get! But I still think it has its place there. It’s terrible to read things like that, the listed news about kidnapped and killed women and children were almost too much (for me)… but it’s reality. And it’s important to talk about it without glossing over it.

5

Reí y lloré. Chistoso, pero rudo. Huesera <3

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