Protokoll eines Verschwindens

Protokoll eines Verschwindens

Hardback
4.263

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Description

Gabriel verlässt Rio, um zu seiner Schwester Isabella nach Deutschland zu ziehen. In Hamburg läuft für ihn zunächst alles nach Plan: Er findet Arbeit in einer IT-Firma und verliebt sich. Doch dann verschwindet er spurlos. Für Isabella beginnt eine verzweifelte Suche in einem Land, das ihr immer fremder wird.
Zur gleichen Zeit versucht der Pfleger Fabio, sein unauffälliges Leben weiterzuführen, bis er nicht mehr ignorieren kann, was in seinem Gästezimmer liegt: eine seit Monaten verwesende Leiche.

Den Fakten treu, gleichzeitig zutiefst menschlich, rekonstruiert Alexander Rupflin die erschütternden Details eines Verbrechens. Er gibt den Angehörigen eine Stimme und taucht in das Selbstbild eines Täters ein, der noch immer seine Unschuld beteuert.

» Protokoll eines Verschwindens « ist eine Geschichte vom Streben nach Glück, der Suche nach Wahrheit, dem Gefühl der Verlorenheit und den Abgründen unserer Triebe.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
288
Price
24.70 €

Author Description

Alexander Rupflin, geboren 1991, lebt in Hamburg. Als Kriminalreporter schreibt er für die ZEIT und das Magazin ZEIT Verbrechen. Er studierte Jura an der Universität Augsburg, verfasste und inszenierte zugleich teils prämierte Theaterstücke. Zudem ist er Mitgründer der Autorenagentur Hermes Baby, die sich der literarischen Reportage widmet.

Posts

21
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5

In Gedenken an Matheus Jose Gabriel Amaro 💔

✨Rezensionsexemplar✨ Das war mein erstes Buch des Autors und es handelt sich dabei um die Aufarbeitung eines Hamburger True Crime Falls: Gabriel ist von Rio zu seiner Schwester nach Deutschland gezogen, sie ist Medizinerin, er arbeitet bei der IT. Alles ist gut, bis Gabriel spurlos verschwindet… Ich habe mit Absicht nichts im Internet nachgeschlagen und habe mich komplett auf das Buch eingelassen, was richtig schwer war, aber sich gelohnt hat. Man findet online wie ich jetzt weiß wirklich nur rudimentäre Informationen, wohingegen das Buch von Herrn Rupflin absolut detailliert zunächst das Verschwinden von und dann das Verbrechen an Gabriel beleuchtet und aufarbeitet. Das Buch war sehr interessant, schrecklich und traurig zugleich. Es hat mir Gänsehaut bereitet und mich zu Tränen gerührt. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen, denn Gabriels Geschichte darf nicht vergessen werden. Der Schreibstil ist sehr sensibel und respektvoll, dabei dennoch ehrlich und roh, man kann sich in die Familie des Opfers hineinversetzen. Überhaupt fokussiert sich die Erzählung zum Großteil auf das Opfer, was ich sehr gut und richtig finde. Die Gegenseite findet natürlich ebenfalls vielfach Erwähnung, Verständnis kann man nicht aufbringen, im Gegenteil wird einem eiskalt, wenn man sich da zu tief hineindenkt. Ein ganz tolles Buch! Lest es unbedingt! RIP Matheus Jose Gabriel Amaro (†29) 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

In Gedenken an Matheus Jose Gabriel Amaro 💔
5

Was für ein Buch!!! 👀

Der Autor schreibt hier über einen wahren Kriminalfall. Er hat jahrelang recherchiert und mit allen Beteiligten gesprochen. Er lässt uns (den Leser) daran teilhaben. Mir hat das Buch gut gefallen. Ich bin immer noch total schockiert, wie er mit dem Opfer umgegangen ist. Der Täter hat einfach weitergelebt und bis zum Schluss gehofft, dass er nicht ins Gefängnis muss. Er hat ja nichts getan! Der Schreibstil ist flüssig, spannend und trotzdem sehr angenehm zu lesen. Es ist aber auch an keiner Stelle langweilig. Einmal angefangen konnte ich es nur schwer wieder weglegen. Von mir eine Leseempfehlung!

Was für ein Buch!!! 👀
5

Mehr als True Crime - ein Blick in Abgründe und Gefühle

Das Buch erzählt die Geschichte von Gabriel, der aus Brasilien nach Deutschland kommt, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch dann verschwindet er spurlos. Seine Schwester Isabella kämpft darum, die Wahrheit herauszufinden – in einem Land, das ihr fremd bleibt und in dem sie immer wieder an Grenzen stößt. Parallel dazu begleitet man Fabio, der in Hamburg lebt und auf erschütternde Weise in den Fall verwickelt wird. Ich lese leidenschaftlich gerne True Crime und bin ein großer Fan von Zeit Verbrechen. Schon Artikel von Alexander Rupflin haben mich beeindruckt, aber dieses Buch hat alles übertroffen. Es ist mit einer Intensität und Genauigkeit geschrieben, die mich tief berührt hat. Besonders stark fand ich, dass der Autor es schafft, alle Seiten sichtbar zu machen: nicht nur die psychologische Dimension des Täters, sondern auch die Gefühle der Hinterbliebenen. Das macht das Buch so vielschichtig und emotional. Ich war oft gefesselt, manchmal angeekelt, aber immer tief betroffen. Man merkt, mit wie viel Herzblut Rupflin recherchiert und geschrieben hat. Seine Sprache ist klar, aber niemals sensationslüstern. Das Buch geht unter die Haut und zeigt, wie real und brutal das Verschwinden eines Menschen für alle Beteiligten ist. „Protokoll eines Verschwindens“ ist kein leichter Stoff, aber genau das macht es so wertvoll. Es ist spannend, aufwühlend und menschlich. Für mich eines der besten True-Crime-Bücher der letzten Zeit – ein Werk, das noch lange nachhallt. Absolute Empfehlung!

4.5

Ein Kriminalfall der nachhallt

„Protokoll eines Verschwindens“ erzählt einen wahren Kriminalfall, der sich 2019 in Hamburg ereignete und damals Deutschland erschütterte. Im Mittelpunkt steht das Verschwinden eines jungen Brasilianers – ein Fall, der vor allem deshalb so fassungslos machte, weil der Täter nach der Tat noch vier Monate lang mit der Leiche zusammenlebte. Diese verstörende Tatsache legt von Beginn an einen dunklen Schatten über die Geschichte und macht klar, dass es hier nicht um bloße Sensationslust, sondern um menschliche Abgründe geht. Besonders eindrücklich ist die Erzählweise aus verschiedenen Blickwinkeln. Das Buch wechselt zwischen der Perspektive des Täters und der der Schwester des Opfers, die unermüdlich nach ihrem Bruder sucht. Vor allem die Sicht des Täters ist unheimlich intensiv und beklemmend nah – man ist gezwungen, seine Gedanken und Rechtfertigungen mitzuerleben, was das Lesen stellenweise sehr schwer, aber auch unglaublich eindringlich macht. Gleichzeitig eröffnet die Geschichte tiefe Einblicke in das Leben der Schwester, deren Liebe, Verzweiflung und Trauer sich wie ein roter Faden durch das Buch ziehen und emotional stark belasten. Die quälende Ungewissheit darüber, was mit dem Vermissten geschehen ist, wird dabei besonders greifbar. Getragen von einem unvernünftigen, aber zutiefst menschlichen Funken Hoffnung klammert sich die Schwester an jede Möglichkeit – selbst dann, wenn die Zeichen längst dagegen sprechen. Obwohl man als Leser*in das tragische Ende kennt, bleibt jede Seite von Spannung und Emotionen durchzogen. Darüber hinaus hinterfragt „Protokoll eines Verschwindens“ auch das Justizsystem und dessen Umgang mit dem Fall. Das Buch ist damit weit mehr als eine nüchterne True-Crime-Erzählung: Es ist ein intensiver, emotionaler Blick auf ein reales Verbrechen, auf Verlust, Schuld und das, was bleibt, wenn ein Mensch einfach verschwindet.

5

Ein schockierender True-Crime-Fall

Ein schockierender Kriminalfall, True Crime, erzählt im Romandebüt von Alexander Rupflin. Der Brasilianer Gabriel verschwindet plötzlich spurlos. Seine Schwester Isabella beginnt verzweifelt nach ihm zu suchen. Gleichzeitig versucht der Italiener Fabio, seinen Alltag fortzusetzen, obwohl in seinem Gästezimmer seit Monaten eine Leiche verwest. Ein Buch, das fassungslos macht. Alexander Rupflin hat ein erschreckendes Verbrechen nach gründlicher Recherche in Romanform rekonstruiert. Der Schreibstil ist flüssig und zu keiner Zeit langatmig. Die Geschichte hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Immer wieder musste ich mir vor Augen führen, dass es sich nicht um einen fiktiven Thriller handelt, sondern um einen realen Fall. Die Schilderungen sind teilweise nichts für schwache Nerven. Man fühlt mit den Angehörigen mit. Durch Gespräche und den Nachforschungen des Autors erhält man Einblicke in das Leben des Opfers, der Familie und auch des Täters, der von seiner Unschuld überzeugt ist. Ich muss gestehen, diesen Kriminalfall muss man erst einmal verarbeiten. Ein sehr emotionaler, gut geschriebener und kaum fassbarer Fall. Ich kann dieses Buch definitiv weiterempfehlen, besonders natürlich True-Crime-Liebhabern.

Ein schockierender True-Crime-Fall
5

Ich bin so verwirrt. Es ist ein gut geschriebenes Buch. Energie, Atmosphäre – alles war gut an dem Buch. Gleichzeitig bin ich erstaunt. Es ist so ungerecht. Warum??? Warum ist das passiert? So ungerecht.

3.5

In „Protokoll eines Verschwindens“ von Alexander Rupflin ist eigentlich schon früh klar: Gabriel ist verschwunden und tot. Aber paradoxerweise macht genau das die Lektüre so beklemmend.

Was mich an der Geschichte wirklich gecatcht hat, ist dieser schleichende Prozess, wenn jemand urplötzlich verschwindet. In den ersten Tagen denkt man als Angehöriger ja noch: „Wo steckt er denn? Was macht er gerade?“ Aber dann bricht das Normale weg. Er reagiert nicht auf Anrufe, keine Antworten auf Textnachrichten. Die Wochen verstreichen, und man hängt völlig in der Luft. Was mich extrem mitgenommen hat, war diese absolute Ohnmacht – auch gegenüber der Polizei, die anfangs nicht mal richtig helfen kann, weil ein erwachsener Mensch rein rechtlich eben tun und lassen kann, was er will. Wie hält man das aus, bis man endlich traurige Gewissheit hat? Zu sehen, was die Schwester und später die Mutter da alles auf die Beine stellen, fand ich wahnsinnig stark. Objektiv ist das Buch extrem gut und akribisch recherchiert. Man merkt sofort, dass Alexander Rupflin Journalist ist und diesen wahren Fall sehr gut dokumentiert und beleuchtet. Subjektiv muss ich aber sagen: Genau das hat mich auf Distanz gehalten. Mir war das stellenweise einfach zu journalistisch aufbereitet. Ich bin wohl einfach nicht die Zielgruppe für diese True-Crime-Formate, ich höre ja auch keine Verbrechen-Podcasts. Der Stil hat einfach nicht richtig zu mir gepasst. Fazit: Ein hartes, wichtiges Buch über einen wahren Fall. Wer gut aufbereitete, sachliche True-Crime-Fälle mag, bekommt hier eine klare Leseempfehlung.

5

Was geht in Menschen vor? Hier beschreibt der Autor einen wahren Fall und spricht mit den Angehörigen des Opfers, sowie mit dem Täter. Das Buch ist spannend gestaltet und regt die eigenen Gedanken an. Ich konnte es gar nicht weglegen. Ich habe mich immer wieder gefragt was in den Köpfen und auch Herzen vorgehen muss. Man spürt die Verzweiflung der Angehörigen. Auch der Täter kommt zu Wort. Es ist einfach nur traurig und erschreckend. Das Buch ist absolut lesenswert.

4.5

Sehr guter True-Crime-Roman

4

Zwei Leben - eine Leiche

Alexander Rupflin ist Kriminalreporter, er schreibt für die ZEIT und für das Magazin ZEIT Verbrechen. Mit seinem Roman geht er dem Verschwinden von Gabriel nach, der Rio verlässt und zu seiner Schwester Isabella nach Deutschland zieht. Er findet einen Job und fühlt sich wohl in Deutschland. Eines Tages verschwindet er spurlos und die Suche nach ihm beginnt. Zur selben Zeit versucht Fabio, Krankenpfleger, sein Leben unauffällig weiterzuführen und zu vergessen, was in seinem Gästezimmer liegt. Da ich True-Crime gerne lese oder auch als Podcast höre, habe ich mich natürlich für das Buch von Alexander entschieden. Auf beeindruckende und sehr nahbare Weise rekonstruiert er das Verschwinden von Gabriel. Was geschah in der Zeit vor seinem Verschwinden? Wie lebte er, wie verhielt er sich? Bei seinen Recherchen setzt er sich intensiv mit den Familienangehörigen und auch mit dem Täter auseinander. Er stösst immer wieder auf Episoden, die teils auf unterschiedlichen Versionen beruhen und sich zugleich widersprechen. Die Geschichte hat mich tief bewegt, zumal ich mir überhaupt nicht vorstellen kann wie es ist, wenn eine geliebte Person spurlos verschwindet. Was macht es mit den Angehörigen? Wie sehr Isabella kämpfen musste, bis die Polizei sich auf die Suche gemacht hat, ist erschreckend und hat mich teilweise sprachlos hinterlassen. Gleichzeitig frage ich mich immer wieder, was im Inneren des Täters vor sich geht. Wie kann man monatelang mit einer Leiche in der Wohnung leben und durchs Leben gehen als wäre nichts passiert? Alexander erzählt Gabriels Verschwinden auf eine besonders eindringliche und ebenso einfühlsame Weise. Er verbindet seine Recherche mit emotionaler Nähe und zeigt unterschiedliche Perspektiven auf das Verbrechen. Ein Must-read für True-Crime-Fans und ein Buch das mich noch länger beschäftigen wird.

Zwei Leben - eine Leiche
5

True Crime mit Feingefühl

Was für ein beeindruckendes Buch! Ich habe es nahezu in einem Rutsch gelesen, weil Alexander Rupflin es meisterhaft versteht, eine spannende Geschichte aufzubauen. Das liegt vor allem daran, dass er sie nicht chronologisch erzählt, sondern wir ständig die Zeitachse und auch die Perspektive wechseln. "Protokoll eines Verschwindens" ist kein nüchterner Bericht eines Verbrechens, sondern vielmehr der Versuch, Menschlichkeit in eine Geschichte zu bringen, die neben den Abgründen unserer Triebe, in ihrer Basis eigentlich auf zutiefst menschlichen Grundbedürfnissen beruht – dem Wunsch, gesehen, geliebt und gebraucht zu werden. Ich finde, mit seiner unglaublich detaillierten und feinfühligen Ausarbeitung gibt der Autor Gabriel eine Stimme und irgendwo auch das letzte bisschen Würde zurück, das jedem Menschen zustehen sollte. Große, große Leseempfehlung – nicht nur für True Crime Fans!

True Crime mit Feingefühl
5

Wahrer Pageturner

True Crime Story Deluxe! Absolut grandios recherchiert. Es geht in diesem Buch nicht nur um Opfer und Täter - nein, die ganze Familie, Freunde, das Leben von „Gabriel“ wird hier dargestellt und ausgeleuchtet. Während des Lesens schwankt man zwischen Ekel und Unglaube, aber auch Kopfschütteln, Wut und Trauer. Man kann und will dieses Buch nicht aus der Hand legen. 5 Sterne verdient

4.5

Er gibt dem Opfer eine Stimme

Ein wahnsinnig gut erzählter True Crime Fall. Statt wie oft üblich nur dem Täter eine Stimme zu geben, schafft es der Autor, dem Opfer und seiner Familie viel Raum zu geben. Und das auf respektvolle Weise. Die Sprünge in den Zeiten und Personen fand ich toll, denn so hat sich die Geschichte und das Gesamtbild nach und nach ergeben. Frustrierend ist, dass der Täter scheinbar nie wahrheitsgemäß zum Sachverhalt ausgesagt hat. Aber dafür kann der Autor schließlich nichts. Die immer wieder auftauchenden Protokolle haben das ganze noch runder gemacht. Ein Blick in die menschlichen Bedürfnisse und deren Abgründe. Spannend, erschreckend und absolut lesenswert.

3

Eher Podcast als Buch & daher für mich zu langatmig

Protokoll eines Verschwindens von Alexander Rüpflin (bekannt von Zeit Verbrechen) basiert auf einem echten Fall: Ein Mann aus Brasilien, der in Deutschland lebt, verschwindet spurlos. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und genau da lag für mich das Problem. Es hatte extrem starke Podcast-Vibes. An sich nichts Schlechtes, aber für mich hat es sich dadurch einfach gezogen. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl: Das hätte auch ein einstündiger Podcast sein können, statt eines mehrstündigen Hörbuchs. Inhaltlich ist der Fall natürlich interessant, aber die Umsetzung hat mich nicht wirklich gepackt. Es war mir zu langatmig und konnte meine Aufmerksamkeit nicht konstant halten. Ich habe es letztlich nur beendet, weil es im Buchclub gelesen wurde. Vielleicht ist das Ganze als gelesenes Buch nochmal eine andere Erfahrung, als Hörbuch hat es mich leider nicht überzeugt.

2

Mehr Seiten als Inhalt

So grausam der Fall auch ist, mich hat das Buch leider kaum gepackt. Ich fand die Geschichte für ein ganzes Buch zu dünn erzählt und oft unnötig in die Länge gezogen. Die vielen ausführlichen Personenbeschreibungen wirkten auf mich übertrieben und haben den Lesefluss eher gebremst als bereichert. Auch der Schreibstil war einfach nicht meins. Am Ende blieb bei mir das Gefühl, dass deutlich weniger Seiten gereicht hätten.

5

Aufwühlend, schockierend, mitreißend.

Dieses Buch ist nichts für nebenbei. Es schildert einen realen Fall so nüchtern und detailliert, dass genau diese Sachlichkeit schockiert. Gerade weil nichts beschönigt wird, trifft der Inhalt mit voller Wucht. Beim Lesen wird klar: Das hier ist keine dramatisierte Geschichte, sondern Realität – und genau das macht sie schwer auszuhalten. Die Darstellung wirkt beklemmend, fast erdrückend, und zwingt einen immer wieder, das Buch zur Seite zu legen, um emotional Abstand zu gewinnen. Nicht aus Langeweile, sondern aus Überforderung. Wer glaubt, True Crime sei bloß spannend oder unterhaltsam, wird hier eines Besseren belehrt. Ein intensives, verstörendes Buch, das nachhallt und zeigt, wie grausam echte Fälle sein können. Eindrucksvoll, aber emotional fordernd.

5

Der Autor hat mich begeistert mit der Schilderung dieses Verbrechens, dass der Täter hier mit seiner Sichtweise geschildert wird hat mir besonders gut gefallen weil es dadurch ein ganz anderes Licht ergibt. Erschreckend zu was Menschen fähig sind!

4

Spannend, schockierend, emotional, wahr

Diese wahre Kriminalgeschichte wird abwechselnd aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Die Verzweiflung und Hilflosigkeit der Angehörigen ist spürbar, die Sicht des Täters unfassbar. Das Buch hat mir sprachlich gut gefallen, als Hörbuch würde ich es nicht unbedingt empfehlen. Die Stimme des Autors empfinde ich als recht monoton, sie wird der teils emotionalen Geschichte nicht gerecht.

3

Wie ein echtes Protokoll

Der Titel hält tatsächlich, was er verspricht – das Buch ist wirklich wie ein Protokoll geschrieben. Genau das war für mich aber auch der größte Kritikpunkt: Es war mir insgesamt zu sachlich und distanziert, sodass ich emotional kaum Zugang zur Geschichte gefunden habe. Dadurch habe ich ungewöhnlich lange gebraucht, um das Buch zu lesen, weil es mich einfach nicht richtig in den Bann ziehen konnte. Es passiert zwar einiges, aber durch die nüchterne Erzählweise blieb vieles für mich eher auf Abstand. Keine schlechte Idee und sicherlich bewusst so umgesetzt – aber für meinen Geschmack hat einfach die Spannung und das Mitfiebern gefehl

Wie ein echtes Protokoll
5

Gelungene Aufarbeitung

Wie viele andere auch habe ich eine True-Crime-Faszination. Woran das liegt, darüber wird viel spekuliert, Eigenschutz, Voyeurismus, den Täter verstehen wollen? Im vorliegenden Debüt von Alexander Rupflin fällt auf jeden Fall auf, dass die Opferperspektive bzw. die der Hinterbliebenen toll herausgearbeitet sind. Oftmals liegt viel Augenmerk auf dem Täter und der Tat selbst, wobei die eigentlichen Schrecken der Angehörigen und Zurückgelassenen ins Hintertreffen geraten. Der Schreibstil ist eingängig, leicht zu verstehen und doch tiefgreifend und zum Teil poetisch. Der Autor schafft es, dass man fast jede Perspektive der Geschichte nachvollziehen kann. Vieles, außer die Tat selbst, wird hier sehr detailliert herausgearbeitet, die vielen verschiedenen Rechercheansätze sind beeindruckend. Ich kann diesen Debütroman jedem ans Herz legen, es ist eine tragische und schockierende Geschichte, die durch das Ende doch auch ein wenig hoffnungsvoll macht, dass man lernen kann, mit Trauer umzugehen.

3

Als Hörbuch gehört

Als Buch bestimmt besser. Als Hörbuch leider wie ein extrem langatmiger Podcast. Liegt auch daran dass es eine Autorenlesung ist. Teilweise wurden mir unwichtige Dinge zu lang beschrieben, Zeitsprünge haben mich immer wieder verwirrt. Wer einen Roman erwartet wird wahrscheinlich enttäuscht. Es ist eher eine sehr ausführlicher Tatsachenbericht. Die Geschichte ist auf jedenfall super recherchiert und es ist erschreckend wie wenig getan wird, wenn ein Erwachsener verschwindet. Oder wie einfach es ist, als notorischer Lügner durch das Leben zu kommen. Spannend, weil es ein echter Fall ist.

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