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Platzspitzbaby

4.1(32)
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About the book

Michelle Halbheers Mutter gehört der Platzspitz-Generation an; schwerst drogenabhängig, vernachlässigte und gefährdete sie nicht nur sich selber, sondern auch ihr Kind. Michelle ist knapp zehn, als sich ihre Eltern scheiden lassen und sie in die Obhut ihrer heroin- und kokainabhängigen Mutter kommt. Die folgenden Jahre werden für das Mädchen derart bedrohlich, dass es nur knapp überlebt. Das Elend dringt, auch über den besorgten Vater, immer wieder nach draußen. Aber Behörden, Ärzte, Polizeibeamte und zufällig involvierte Erwachsene bleiben untätig. Als Michelle endlich über das Unfassbare spricht, ist sie bereits ein Teenager. Sie wird umplatziert. Doch der Neuanfang bei den Pflegeeltern gerät, im dort streng religiösen Umfeld, zu einer weiteren Katastrophe. Als Michelle mit sechzehn ihr Leben selbst in die Hand nimmt, weiß sie noch immer nicht, was Normalität bedeutet. Etwas anderes jedoch weiß sie ganz genau: dass sie niemals so enden will wie ihre Mutter. Mit großer Willensanstrengung setzte die heute Dreißigjährige in den folgenden Jahren um, was viele andere Kinder aus Drogenfamilien leider nicht schaffen: Sie machte eine Ausbildung – und sie blieb suchtfrei. Mit ihrem Buch will Michelle allen anderen »vergessenen Kindern«, die noch heute zu Tausenden in Suchtfamilien aufwachsen, eine Stimme geben. Ihre.

Editions (4)

ISBN9783037633045
PublisherWörterseh
Publication Date05/01/15
Pages224

Reviews & Ratings

32 ratings

7 reviews

4.1

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  • _sarina_
    _sarina_

    149 Followers

    4.0

    📚 Inhalt Michelle Halbheer erzählt in ihrer Biografie vom Leben mit ihrer drogenabhängigen Mutter, zur Platzspitz-Zeit. Der Platzspitz war die offene Drogenszene in Zürich. Michelle ist dort teilweise mit aufgewachsen und der Anblick von Nadeln, Spritzen oder Joints war für sie nichts Besonderes. Halbheer spricht offen über die ambivalenten Gefühle, die sie ihrer Mutter gegenüber hat oder hatte und dem Versuch, ihre «normale» Familienfassade aufrecht zu halten, bevor alles zusammenbrach. 📖 Meinung Eine schwierige Biografie einer erwachsenen Frau, die als Kind in der Drogenszene aufgewachsen ist. Bevor ich das Buch las, habe ich den Film mit meinen Eltern und meiner Schwester im Kino gesehen. Das war seit Jahren das erste Mal, dass wir zu viert im Kino waren, da wir alle interessiert am Leben von Michelle Halbheer waren. Und ja, es ist kein leichter Film. Man sieht ein Kind, welches teilweise in die Rolle der Erwachsenen gedrängt wird, da sie schnell Verantwortung für ihre Mutter übernehmen muss. Spätestens als sich ihre Eltern trennen, liegt enorm viel Last auf den kleinen Schultern und Michelle ist doppelt und dreifach belastet: Schule, Haushalt, Sorgen um ihre Mutter und so zu tun, als wäre alles in bester Ordnung. Gerade beim Buch bringt die Autorin ihre Gedanken natürlich auf einer viel tieferen Ebene rüber. Ich finde es unfassbar traurig, dass Kinder so eine schwere Last auf sich tragen müsse, hingegen finde ich es wahnsinnig stark, dass Michelle Halbheer alles so gut verarbeiten konnte und stärker aus der Situation rausgegangen ist. Da das Buch ziemlich dünn ist, konnte ich es sehr schnell lesen. Ich hatte zwischendurch ein wenig Mühe mit dem Schreibstil, da ich die Sätze manchmal nicht so flüssig fand und man den Schweizer Einschlag gut rausgelesen hat. Obwohl ich selber Schweizerin bin, stört mich das in der Literatur sehr und ich hoffe, dass man in meinen Sätzen nicht bemerkt, dass ich aus der Schweiz komme.

    Jun 7, 2025

  • lesley
    lesley

    52 Followers

    4.0

    Berührende Geschichte über ein Kind das leider durch das Netz viel und sich zu einer beeindruckenden Frau weiterentwicklet hat.

    Sep 30, 2023

3 of 7 reviews

Author

About Michelle Halbheer

Michelle Halbheer wuchs bei einer schwer drogenabhängigen Mutter auf, die Ende der Achtzigerjahre auf dem Zürcher Platzspitz verkehrte, der als »Needle Park« traurige internationale Berühmtheit erlangte. Ihre Kindheit überlebte die heute Dreißigjährige nur knapp. Mit ihrem Buch möchte sie auf das Schicksal der vergessenen Kinder aufmerksam machen, denn das Problem ist aktueller denn je: In Deutschland leben gegenwärtig vierzig- bis sechzigtausend Mädchen und Jungen in Familien, in denen zumindest ein Elternteil harte Drogen konsumiert. In der Schweiz spricht man von rund viertausend Kindern. Hilfe bekommen die wenigsten. Michelle Halbheer sagt: »Christiane F. wurde ihr Sohn weggenommen. Ein Glück, das viele andere Kinder nicht haben.«

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