Piraten
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Description
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – Was wir alle von den Piraten lernen können
Das Schauspiel sagenumwobener Piraten, ihrer Königreiche, Gräueltaten und anarchistischen Utopien erregte im 18. Jahrhundert in der ganzen Welt Aufsehen. Gerüchte verbreiteten sich wie ein Lauffeuer, schockierten und inspirierten die europäischen Eliten. Piraten und Freibeuter schufen die wirklich revolutionären Ideen für eine offene Weltgemeinschaft. Dieses utopische Potential elektrisierte David Graeber und lässt seine intellektuellen Funken auf seine Leser überspringen.
David Graeber, der bedeutendste Anthropologe unserer Zeit, wagt eine provokative These: Der Westen belügt sich und die Welt über seine Geschichte, seinen Eurozentrismus, seinen Rassismus und seine kapitalistische Ideologie. Wechseln wir die Perspektive, wird Geschichte mit einem Schlag wieder lebendig, denn hier geht es um Menschen, um ihre Freiheit und ihren riskanten Alltag. Mit David Graeber tauchen wir ein in die ›andere‹, anarchistische Geschichte von Magie, Lügen, Seeschlachten, Sklavenaufstände, Menschenjagden, Königreichen, Spionen und Juwelendieben. Die Welt der Abenteuer verbindet sich mit historischen Fakten und literarischer Phantasie. Am Rand der Welt – in Madagaskar, in der Karibik oder im Orient – spüren wir dem Ursprung von Freiheit, Anarchie und Demokratie nach, die nicht im Westen entdeckt, sondern von ihm gekapert wurden. Mitreißend erzählt David Graeber diese Gegengeschichte und entdeckt souverän »nie begangene Wege« für unsere aus den Fugen geratene Welt.
Book Information
Author Description
David Graeber (1961–2020) war Professor für Anthropologie an der London School of Economics und Autor der Weltbestseller »Schulden«, »Bullshit Jobs« und »Bürokratie« und Vordenker von »Occupy Wall Street«. Völlig überraschend starb David Graeber am 2. September 2020 in Venedig. Sein letztes großes Werk »Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit« erschien postum im Frühjahr 2022 bei Klett-Cotta.
Posts
Interessante Prämisse - bleibt aber hinter den Erwartungen zurück
Graebers Prämisse ist spannend: auf den Schiffen der Piraten und ihren Siedlungen auf Madagascar entstanden die Ideen der modernen Demokratie lange vor der französischen Revolution. Zu Beginn beschreibt Graeber die Organisation und den Mikrokosmos auf Hochseeschiffen im 17. Jhd., mit besonderem Augenmerk auf Piratenschiffe. Hier überzeugt er mit stringenter Argumentation und interessanten Hinweisen. Später konzentriert er sich auf die madagassischen Inseln und beschreibt die Ankunft der Piraten zunächst aus europäischer ("piratischer") Sichtweise und danach aus indigener. Dabei erfahren wir viel Zusätzliches über diese Zeit (gerade die Rollen der Frauen werden sehr differenziert und reflektiert dargestellt), aber er verliert etwas den roten Faden und die Prämisse aus den Augen. So überzeugt er denn auch am Ende nicht vollends mit seinen Schlussfolgerungen. Hält nicht ganz was es verspricht, aber Graeber zeigt eine sehr hohe Kompetenz in differenzierter und reflektierter Argumentation.
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Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – Was wir alle von den Piraten lernen können
Das Schauspiel sagenumwobener Piraten, ihrer Königreiche, Gräueltaten und anarchistischen Utopien erregte im 18. Jahrhundert in der ganzen Welt Aufsehen. Gerüchte verbreiteten sich wie ein Lauffeuer, schockierten und inspirierten die europäischen Eliten. Piraten und Freibeuter schufen die wirklich revolutionären Ideen für eine offene Weltgemeinschaft. Dieses utopische Potential elektrisierte David Graeber und lässt seine intellektuellen Funken auf seine Leser überspringen.
David Graeber, der bedeutendste Anthropologe unserer Zeit, wagt eine provokative These: Der Westen belügt sich und die Welt über seine Geschichte, seinen Eurozentrismus, seinen Rassismus und seine kapitalistische Ideologie. Wechseln wir die Perspektive, wird Geschichte mit einem Schlag wieder lebendig, denn hier geht es um Menschen, um ihre Freiheit und ihren riskanten Alltag. Mit David Graeber tauchen wir ein in die ›andere‹, anarchistische Geschichte von Magie, Lügen, Seeschlachten, Sklavenaufstände, Menschenjagden, Königreichen, Spionen und Juwelendieben. Die Welt der Abenteuer verbindet sich mit historischen Fakten und literarischer Phantasie. Am Rand der Welt – in Madagaskar, in der Karibik oder im Orient – spüren wir dem Ursprung von Freiheit, Anarchie und Demokratie nach, die nicht im Westen entdeckt, sondern von ihm gekapert wurden. Mitreißend erzählt David Graeber diese Gegengeschichte und entdeckt souverän »nie begangene Wege« für unsere aus den Fugen geratene Welt.
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David Graeber (1961–2020) war Professor für Anthropologie an der London School of Economics und Autor der Weltbestseller »Schulden«, »Bullshit Jobs« und »Bürokratie« und Vordenker von »Occupy Wall Street«. Völlig überraschend starb David Graeber am 2. September 2020 in Venedig. Sein letztes großes Werk »Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit« erschien postum im Frühjahr 2022 bei Klett-Cotta.
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Interessante Prämisse - bleibt aber hinter den Erwartungen zurück
Graebers Prämisse ist spannend: auf den Schiffen der Piraten und ihren Siedlungen auf Madagascar entstanden die Ideen der modernen Demokratie lange vor der französischen Revolution. Zu Beginn beschreibt Graeber die Organisation und den Mikrokosmos auf Hochseeschiffen im 17. Jhd., mit besonderem Augenmerk auf Piratenschiffe. Hier überzeugt er mit stringenter Argumentation und interessanten Hinweisen. Später konzentriert er sich auf die madagassischen Inseln und beschreibt die Ankunft der Piraten zunächst aus europäischer ("piratischer") Sichtweise und danach aus indigener. Dabei erfahren wir viel Zusätzliches über diese Zeit (gerade die Rollen der Frauen werden sehr differenziert und reflektiert dargestellt), aber er verliert etwas den roten Faden und die Prämisse aus den Augen. So überzeugt er denn auch am Ende nicht vollends mit seinen Schlussfolgerungen. Hält nicht ganz was es verspricht, aber Graeber zeigt eine sehr hohe Kompetenz in differenzierter und reflektierter Argumentation.




