Origin 09

Origin 09

Softcover
3.03

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Description

Origin ist anders. Härter, smarter. Er gibt vor, ein Mensch zu sein, doch das ist er nicht. Er ist ein Roboter, ein Prototyp. DER Prototyp. Origin. Im Namen seines Erbauers sucht er unter den Bewohnern Tokyos nach seinen Brüdern und Schwestern. Mit einer klaren Botschaft: Wenn ihr zu vielen Menschen schadet, bekommt ihr es mit eurem großen Bruder zu tun. Doch die anderen acht Roboter scheinen ihm in vielerlei Hinsicht überlegen. Obendrein haben sie sich verbündet ...

Book Information

Main Genre
Manga
Sub Genre
Shonen
Format
Softcover
Pages
192
Price
7.80 €

Posts

1
All
2.5

Technisch stark und visuell intensiv, aber erzählerisch im immer gleichen Kreislauf aus Kampf und Upgrade gefangen – Charaktertiefe bleibt auf der Strecke.

🔥 Kampfspirale statt Charaktertiefe – Origin Band 9 Als ich Band 8 hinter mir ließ, setzte ich erneut auf eine spürbare Weiterentwicklung – emotional, erzählerisch, wenigstens kleine Atempause zwischen all den Gefechten. Stattdessen geht es auch in Band 9 weiter im gleichen Hamsterrad: Kampf, Upgrade, Kampf, Upgrade… ohne dass ich den Eindruck habe, dass Origin wirklich innerlich wächst. Das düstere, technisch geprägte Setting bleibt stark – eine Welt, in der Maschinen über Schicksale bestimmen, und Origin durch eisige Landschaften und unterirdische Bunker jagt. Aber kaum habe ich einen Kampf verdaut, steht der nächste bevor, und die Eskalationsspirale dreht sich erbarmungslos weiter. In diesem Band wird Origins emotionaler Antrieb zwar erneut betont und es gibt Ereignisse, die eigentlich tiefgreifende Auswirkungen auf ihn haben müssten – Momente, die nach innerer Erschütterung und echter Entwicklung verlangen. Doch statt diesen Raum wirklich auszuleuchten, dient alles wieder primär als Zündfunke für die nächste Eskalationsstufe. Gefühle werden angerissen, aber kaum vertieft. Visuell hat der Band wie gewohnt einiges zu bieten – Boichis Detailverliebtheit in technischen Designs und Kampfszenen erzeugt eine beeindruckende, rohe Intensität. Doch genau das ist auch sein größtes Problem: Die visuelle Wucht überlagert jede Chance auf echte Charakterentwicklung. Ich ertappe mich dabei, wie ich mich bei den vielen Aufeinandertreffen nicht mehr auf Origin als Figur, sondern nur noch auf seine nächste Zerstörungswelle konzentriere. Emotionale Nuancen, innere Konflikte oder tiefere Bindungsarbeit? Fehlanzeige. Hier gibt es wieder: Kampf nach Kampf, Upgrade nach Upgrade. Was mich besonders frustriert: Viele der Dialoge und innere Monologe wiederholen sich so oft, dass sie eher wie ein Loop klingen, der sich um dieselben Phrasen dreht, statt echte Entwicklung zu liefern. Die wiederkehrenden Versprechen und Selbstbekräftigungen verlieren dadurch an Gewicht – sie werden zu Mustern, die sich mechanisch wiederholen. Am Ende tauchen zwar wieder Hinweise auf größere Zusammenhänge und eine schiere Übermacht der verbliebenen Roboter auf, aber selbst diese Enthüllungen stehen im Schatten der Daueraction, statt ihnen Raum zu geben, wirklich zu wirken. Langsam zeichnet sich zwar eine finale Konfrontation ab, doch momentan hinterlässt mich Band 9 eher mit einer gewissen Erschöpfung als mit Vorfreude auf Band 10.

Technisch stark und visuell intensiv, aber erzählerisch im immer gleichen Kreislauf aus Kampf und Upgrade gefangen – Charaktertiefe bleibt auf der Strecke.
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