Origin 06

Origin 06

Softcover
3.54

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Description

Origin ist anders. Härter, smarter. Er gibt vor, ein Mensch zu sein, doch das ist er nicht. Er ist ein Roboter, ein Prototyp. DER Prototyp. Origin. Im Namen seines Erbauers sucht er unter den Bewohnern Tokyos nach seinen Brüdern und Schwestern. Mit einer klaren Botschaft: Wenn ihr zu vielen Menschen schadet, bekommt ihr es mit eurem großen Bruder zu tun. Doch die anderen acht Roboter scheinen ihm in vielerlei Hinsicht überlegen. Obendrein haben sie sich verbündet ...

Book Information

Main Genre
Manga
Sub Genre
Seinen
Format
Softcover
Pages
192
Price
7.80 €

Posts

1
All
2

Laut, brutal und technisch stark – aber inhaltlich erschreckend leer

🔥 Action satt, aber wieder wenig Substanz Als ich nach meiner Enttäuschung mit Band 5 erneut zu Band 6 gegriffen habe, hatte ich gehofft, endlich ein bisschen mehr erzählerische Tiefe zu bekommen – vielleicht mehr über Origins inneren Konflikte, vielleicht ein paar echte Antworten. Was ich wieder bekam, war vor allem eines: noch mehr Action. Und so viel davon, dass fast alles andere wieder in den Hintergrund rückt. Schon im Einstieg wird wieder gnadenlos zugeschlagen: Origin metzelt sich einmal mehr durch Legionen von identischen GON-Bots, während sein eigener Körper langsam an seine Grenzen gebracht wird. Dann taucht mit GON PRIME eine noch mächtigere Bedrohung auf, und plötzlich geht es weniger um irgendetwas wie Charakterentwicklung, sondern nur noch ums nächste große Gemetzel. Die Zeichnungen sind wie gewohnt technisch beeindruckend – knallhart, kontrastreich, jede Explosion inszeniert mit maximaler Wucht. Aber genau das ist mein Problem: Trotz des hohen Tempos und der bombastischen Panels gelingt es mir erneut nicht, wirklich in diese Welt einzutauchen. Die Atmosphäre bleibt kühl und distanziert; die Sci-Fi-Elemente fühlen sich weiterhin eher wie ein Schauplatz für Effekte an als wie ein glaubhaftes Universum, in dem ich mitfühlen könnte. Ich beobachte alles nur von außen, ohne emotional wirklich eingebunden zu werden. Zwar gibt es diesmal einen Hauch von Priorität: Origin scheint tatsächlich mehr darauf bedacht zu sein, Mai Hirose zu beschützen, was sein Verhalten ein bisschen nuancierter wirken lassen soll. Aber so richtig greifbar wird diese Entwicklung – wie schon bei Band 5 – nicht. Die inneren Konflikte, das Ringen um Menschlichkeit, das alles bleibt diffus und oberflächlich, während Gewalt und Explosionen erneut im Vordergrund stehen. Am Ende setzt auch dieser Band den Trend fort: Er bereitet weitere Auseinandersetzungen vor, hebt eine neue, übermächtige Figur aufs Spielfeld und verschiebt wieder Machtverhältnisse. Ein narrativer Abschluss oder sonstige befriedigende Auflösung? Fehlanzeige. Was hängen bleibt, ist vor allem das Bild eines technisch beeindruckenden Sci-Fi-Action-Produkts – emotional berührt hat mich das wieder kaum.

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