Norwegian Wood
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Schwierig
Das war nun mein zweiter Murakami. Und ich fühle mich hin und her gerissen zwischen Begeisterung und Abscheu. Murakamis Schreibstil lässt einen schnell in seine surreale Welt absinken. Er schreibt sehr spannend, obwohl alles doch so ruhig und unaufgeregt bleibt. Die Spannung kommt eher von seiner seltsamen Erzählart als von Twists und Geschehnissen. Die Ruhe die er vermittelt rührt von seinen bildlichen Beschreibungen her. Was mich aber so abschreckt ist Murakamis Bild von Frauen und Sexualität. Weibliche Charaktere sind immer sexualisiert, stupide und einfach unrealistisch in ihrem Verhalten. Ebenso wie die Frauen sich vor dem Protagonisten verhalten. Das geht schon in Richtung Perversität und ich bekam oft sehr unangenehme Vibes beim lesen. Der Autor ist nicht misogyn aber definitv sexistisch und hat dahingehend ein Rad ab. Wäre Murakamis besondere Erzählweise nicht so gut, hätte ich schon im ersten Drittel abgebrochen.

"Women written by a man"
... abgesehen davon, hat es mir sehr viel Spaß gemacht, Norwegian Wood zu lesen!! (Bei manchen Gespräche dachte ich nur: so würde ich vermutlich nie mit meinen männlichen Freunden reden, aber hey es ist Ende der 60er Jahre und sehr amüsant) Es war mein erstes Buch von Murakami und selbst wenn er es selbst, als ein "normaleres" Buch von ihm ansieht, hat mir sein träumerischer Schreibstil sehr gut gefallen. Die Liebesgeschichte zwischen Watanabe und Naoko bzw. Midori hat mir sehr gut gefallen. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Werke von Murakami nun lesen, da sein Schreibstil sehr besonders ist :)

„Naokos Lächeln“ war mein erstes (und nicht letztes) Buch von Murakami und eines seiner realistischen Werke. Das Buch ist in einem schlichten, gut lesbaren Stil geschrieben und handelt zentral von Liebe und Einsamkeit, Depression und Verlust sowie der Identitätssuche. „Naokos Lächeln“ wirkte bei mir vor allem nach dem Lesen noch lange nach, vieles bleibt offen oder zweideutig und Raum für eigene Interpretationen und stimmt nachdenklich. Erwähnenswert ist Murakamis deutlich patriarchal geprägtes Frauenbild, welches sich auch im Roman zeigt. Aufgrund dessen, was das Buch in Bezug auf das Thema psychische Probleme in mir ausgelöst hat, bleibt es jedoch bei der 5-Sterne-Bewertung.
Auch wenn Murakami polarisiert, ich kann nicht leugnen, dass sein einfühlsamer, melancholischer Stil mein Herz berührt, meine Seele streichelt, mir all die wichtigen Tugenden vor Augen führt und zum Nachdenken anregt. Naomis Lächeln ist seiner Zeit voraus, geht es doch um psychische Krankheiten, tiefe Trauer und den Sprung ins Erwachsenenalter. Wir Lesenden lernen, was wirklich zählt im Leben und das Ehrlichkeit sich selbst und seine Liebsten gegenüber diese verdammte Grübelei beiseitigt. Ein Buch, das ich gerne in meiner eigenen depressiven Episode nur zu gerne gelesen hätte.
Mein erster Roman von Haruki Murakami und ich war echt begeistert. Habe es als Hörbuch gehört und David Nathan liest es einfach perfekt. Die Geschichte dreht sich um Tōru, einen jungen Studenten, der mit dem Verlust eines Freundes klarkommen muss. Er trifft Naoko wieder, die auch trauert, und später lernt er Midori kennen, die ganz anders ist: offen, lebendig und direkt. Der Roman ist ruhig, manchmal traurig und an manchen Stellen auch etwas skurril. Den Hauptcharakter fand ich extrem sympathisch und hätte gern noch mehr aus seinem Leben verflogt. Hat mir super gefallen :)
Zwischen Stille und Leben
Der besondere Reiz von Naokos Lächeln liegt im inneren Zwiespalt zwischen Naoko und Midori. Naoko steht für Verletzlichkeit, Erinnerung und eine Liebe, die von Verlust überschattet ist – ruhig, tief und schmerzhaft. Midori hingegen verkörpert Lebendigkeit, Direktheit und die Verheißung eines offenen, ungezwungenen Lebens. Zwischen diesen beiden Polen schwankt Watanabe ständig: zwischen Pflichtgefühl und Begehren, zwischen Vergangenheit und Zukunft. Genau dieser Konflikt macht den Roman so berührend, weil er zeigt, wie schwer es ist, loszulassen, ohne sich selbst zu verlieren.

|Liest man, was alle anderen auch lesen, kann man auch nur das denken, was alle anderen denken.|
Dieses Buch hat mich wirklich unerwartet berührt. Ich möchte gar nicht so viel auf Handlung eingehen, weil ich finde das sich dieser Roman vor allem durch das Wie auszeichnet, also wie Haruki Murakami mit seinem Worten Figuren erschafft, die viel tiefe haben. Eigentlich hatte mich der Titel gar nicht so angesprochen, aber ich bin sehr froh es gelesen zu haben. Ich hatte mir vorgenommen mehr aus meiner Komfortzone zu gehen und mich mehr auf Autoren oder Büchern einzulassen, die ich sonst nicht lesen würde. Und da Haruki Murakami in wirklich vielen Bücherforen erwähnt wurde, war es an der Zeit. Was er mit Sprache erschafft ist einfach wahnsinnig genial und ich hätte permanent stellen im Buch markieren können. Er schafft so vor allem auf das Thema Einsamkeit, Isolation, Anonymität in der Stadt einzugehen, sowie psychische Erkrankungen und das Erwachsenen werden. Ab hier minimal Spoiler: Ich war tatsächlich ab hadern, ob ich 4 oder 5 Sterne vergebe, da ich finde,dass manche Themen besser eingeordnet werden müssen. Die Thematik in der eine 31 Jährige und eine Minderjährige ein Verhältnis hatten wurde nicht gut aufgearbeitet. Außerdem hat es mich extrem genervt dass die weibliche Sexualität nicht besonders viel Beachtung geschenkt wurde. Es viel zu oft der Satz "Männer haben andere Bedürfnisse" usw. Ich habe mich trotzdem für 5 Sterne entschieden, weil alleine das Nachdenken und Reden über diese Themen das Buch geschafft hat. Ich kann aber noch nicht sagen, ob er diese Themen beabsichtigt "provokativ" geschrieben hat oder es einfach der Zeitgeist war. Ich bin auf jeden Fall gespannt aufs nächste Buch, was ich von ihm lesen werde.
„Naokos Lächeln“ von Haruki Murakami ist das erste Werk, das ich von ihm gelesen habe. Es hat mich völlig begeistert. Murakamis Schreibweise – träumerisch, ausdrucksstark und sinnlich – konnte mich, obwohl das Buch keinen klassischen Spannungsbogen hat, in seinen Bann ziehen. In diesem Buch geht es um die Verbindung zwischen Toru und Naoko. Torus Leben wird durcheinandergebracht, als sein Freund in jungen Jahren Selbstmord begeht – ebenso wie das Leben von Naoko, der Freundin seines Freundes. Beide treffen sich später in Tokio wieder, und es entsteht eine Liebesgeschichte, die alles andere als einfach ist. Der Kontakt zu Naoko ist von viel Ernsthaftigkeit und Düsternis geprägt. Zugleich lernt Toru die lebenslustige und sich selbst nicht zu ernst nehmende Midori kennen. Auch zwischen den beiden entwickelt sich eine besondere Verbindung. Im gesamten Verlauf des Buches werden die Figuren immer wieder mit dem Thema Tod konfrontiert und in ihrer persönlichen Entwicklung davon geprägt. Dabei gelingt es Haruki Murakami zugleich, auch die alltäglichen Herausforderungen eines jungen Studenten einzufangen. Zusammenfassend ist „Naokos Lächeln“ für mich ein beeindruckendes Buch. Ich werde wohl noch öfters zu Murikami greifen.

Meh
Lese das Buch nachdem ich Murakamis „Kafka on the Shore“ gelesen hatte. Wurde sehr enttäuscht: wenig Handlung, keine Denkanstöße und insgesamt etwas langweilig. Es wird die tragische/melancholische Liebesgeschichte eines erwachsen werdenden Mannes erzählt. Im Grunde ist damit der Inhalt erfasst. Mehr passiert nicht.
Mein erster Murakami. Gut und anders.
Dies ist mein erster Murakami und war wirklich gespannt. Ich war auf der Suche nach einem traurigen Buch, hab dann diese Empfehlung bekommen. Zudem ist das Hörbuch von David Nathan vertont. Also ging es damit los. Es ist eine traurige Geschichte und ja es ist im weiten eine Liebesgeschichte. Nur eine Liebesgeschichte passt für mich nicht ganz. War für mich mehr Drama und eine traurige Geschichte. Dachte emotional kann es mich mehr mitnehmen und auch wie Murakami die Frauen beschreibt ist einzigartig. Bin mir nicht schlüssig ob ich die Frauencharaktere seltsam finde oder einfach nur anders. Dennoch war es schön die Geschichte zu verfolgen und dass es sich um eine ältere Geschichte handelt, merkt man in dem Art zum kommunizieren. Hier werden noch Briefe geschrieben und das fand ich toll, bekomme auch gerne Postkarten oder etwas handgeschriebenes. Irgendwie nostalgisch ✉️
Eine Liebesgeschichte die keine ist
Es geht in diesem Buch zwar um einen Mann, der einen Rückblick in sein Leben wagt, zu vergangenen Liebschaften. Aber die Botschaft, die dieses Buch beinhaltet, geht meiner Meinung nach über eine Liebesgeschichte hinaus. Es ist auch ein Fingerzeig auf die Kultur, die nicht nur in Japan gepflegt wird, sondern weltweit die Menschen dazu drängt, suizidale Gedanken zu haben und diese Tätigkeit auch auszuführen. Den ersten Selbstmord dürfen wir relativ am Anfang der Geschichte erleben, wo seine erste Jugendgefährtin den Freitod wählt den zweiten dürfen wir dann bei der Hauptakteurin beobachten. Die Charaktere in diesem Buch gestalten sich außerordentlich interessant und Figuren wie Midori geben dem Buch eine positive Note. Zu einer ansonsten tiefgründigen Geschichte, die zum nachdenken anregen sollte. Ein großes Meisterwerk von Murakami, der es versteht, eine Botschaft zu überbringen, ohne das Thema beim Namen zu nennen. Großartig.
Das Buch erzählt die Geschichte von Toru Watanabe. Ein Junge aus Tokio im Jahre 1960. Nach dem Tot seines besten Freundes Kizuki, verliert er sich in seine Gedanken aber er ist nicht alleine damit. Nach einiger Zeit trifft er auf eine alte Freundin - Naoko -, welche die Exfreundin des verstorbenen Freundes war. Somit hatten beide das selbe Leid, wobei Naoko mehr darunter litt. Toru und Naoko kreierten eine besondere Beziehung zueinander welche von langen nächtlichen Spaziergänge und Gesprächen begleitet war. Eine Geschichte über Liebe, Verlust, Entscheidungen und Jugend.
Fand das Buch spitze! War auf der Suche nach einem Buch das ich mit meiner Freundin zusammen lesen konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nie wirklich viel gelesen aber „Norwegian Wood“ zeigte mir die Freude daran. Hatte nie so starke und viele Emotionen beim lesen wie bei diesem Buch. Bislang eindeutige mein Lieblingsbuch!! ❤️
This is the script where everything begins in my life. It was 2005, I was moving from Madrid to Málaga, a suitcase full of uncertainty, and there it was, this book, this whispering storm. A coming-of-age classic that transports you to 1960s Tokyo, following Toru Watanabe’s journey through love, loss, and self‑discovery. With haunting prose and emotional depth, Murakami crafts a melancholic romance that clings to your skin like the smell of rain on an old vinyl sleeve.
Listen… this isn’t lightweight fluff—it’s a deep dive into the tender scars of youth. Murakami’s strength lies in brevity: moments of raw emotion conveyed with surgical precision. The love between Toru and Naoko is beautifully fragile, but the narrative can drag in quieter stretches—some readers may find themselves craving momentum. Still, the descriptions of Tokyo’s music, coffeehouses, and late‑night trains are pure poetry. I’m a fan of weighty thrillers, but this quiet introspection hit me in the gut, no explosions, no battles, just the echo of a heart learning how to mourn. A novel that doesn’t shout, it lingers. It follows you from city to city, from chapter to chapter of your own life. Will it change your story? It changed mine. 💭
Norwegian Woods is about youth, growing up with pain and having to deal with death but also finding joy in the little moments. The book felt authentic and real, showing life with all its little stories and changes and being realistically unpredictable. There was no clear storyline, no clear topic, just being in love, finding your way and trying to deal with what life throws at you, changing plans and going different paths, and a looot of sex. The writing style had something refreshing and funny including little life lessons along in dialogues and letters and it was just beautifully written. Watanabe was a relatable character, caring about the people he met throughout his life, having casual deep conversations about music, books and life, and generally just floating around and writing letters. The book is nothing extremely catchy, more relaxing when you can't concentrate on something complex. The end was strange, sad, and somewhat disappointing. Generally, I liked the book since Murakami is a talented writer but I'm sure Murakami he has better stories.
Viele Gefühle, aber..
In dieser Geschichte folgen wir Touru Watanabe durch sein Leben als junger Student und dessen Verwirrungen mit Liebesaffären und Schicksalsschlägen. Ich hatte das Buch bereits zwei Jahre zuvor angefangen und konnte dann nach dem ersten Drittel nicht mehr weiterlesen, weil es unerträglich war. Unerträglich langweilig. Irgendwie schaffte ich es, vor ein paar Wochen das Buch erneut aufzunehmen, mit dem Ziel es zuende zu lesen. Es war auf jeden Fall im Endeffekt besser als ich es in Erinnerung hatte und die Handlung nahm ebenfalls schneller mehr Fahrt auf. Was mir besonders auffiel war die verschrobene japanische Sicht auf Liebesbeziehungen und sexuelle Affären, die mit Sicherheit nicht jedermanns Sache ist. Dieses Thema war recht häufig Mittelpunkt der Geschichte. Vielleicht könnte man aber auch sagen, dass genau das sehr authentisch ist für junge Männer Anfang 20? 😄 Aber genau das war auch das Positive an diesem Werk Murakamis. Die Authentizität. Dialoge wirkten durchaus sehr echt und roh. Dinge wurden gesagt, die vielleicht jeder von uns schon einmal gesagt hat. Gefühle wurden beschrieben, mit denen sich auch fast jeder identifizieren kann und somit war es dann doch möglich mit den Protagonisten mitzufühlen. Zwar nicht immer, aber doch oft. Diese echten Stellen im Buch haben mir besonders gefallen!
Wie man aus Trauma und mentalen Krankenheiten bei Frauen einen Fetisch macht - eine Anleitung.
Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Das Buch liest sich wie eine einzige kranke Sexfantasie eines alten Mannes, der noch nie eine reale Interaktion mit einer Frau hatte. Alle Frauen sind mental höchst instabil, haben irgendeine Form von Trauma oder mentaler Krankheit und äußern diese in Form von Sex ... Mit dem Protagonisten. Der nicht mehr als mit einem Satz antworten kann und Frauen wie Dreck behandelt. Die Frauen bestehen nur aus ihrem mentalen Trauma und Brüsten. Mehr nicht. Sie sind leere, objektifizierte Hüllen, mit denen der Protagonist Sex hat und ihre Körper ständig mit denen kleiner Kinder und Mädchen vergleicht. Es ist ekelhaft. Die unnötige, sehr explizite Beschreibung einer sexuellen Handlung zwischen einer über 30 jährigen Frau und einem 13 jährigen Mädchen?? Wtf. Für die Geschichte vollkommen unnötig, hat nichts zum Plot oder der Charakterisierung beigetragen, sondern liest sich nur wie eine seeeehr, seeehr schlechte Pornofantasie, die sich jemand in seinem dunklen Zimmer ausgedacht und beim masturbieren aufs Papier gekritzelt hat. Das Buch las sich wie ein Fiebertraum - auf eine schlechte Art und Weise. Ich habe das Buch gelesen, weil mir Murakami mehrmals als Genie der modernen Literatur empfohlen wurde. Nach diesem Buch, und nachdem ich einige weitere Rezensionen zu anderen seiner Werke gesehen habe, scheint die Darstellung von Frauen ein durchgehendes Problem seiner Werke zu sein und ich werde aufgrund dessen nichts mehr von ihm lesen. Das passt einfach nicht zusammen, ich kann darüber nicht hinweg sehen.
Große Murakami-Liebe ❤️
Und ein weiterer Murakami, der mich absolut überzeugt hat! 😍 Der Autor schafft es mit „Naokos Lächeln“ ganz ohne großen Kitsch und Schnörkel eine magisch berührende Liebesgeschichte zu zeichnen. In seinem Roman beschreibt er den schmerzlichen Prozess des Erwachsenwerdens gepaart mit den Themen Liebe, Sexualität, Freundschaft, Schmerz und Tod. Mit seinen bemerkenswerten feinfühligen und leichten Schreibstil hat er mich mal wieder gefesselt. 🥰 Kurzum: Ich bin begeistert! Und daher eine ganz klare Leseempfehlung von mir an euch. 🫶🏻
Typisch Murakami
Murakami beschriebt hier die Beziehung Tōrus zu Naoko und Midori, zwei sehr unterschiedlichen Frauen, die aber beide ihre Probleme haben, und beide aus zerrütteten Familien kommen. Sie spielt primär im Tokio Ende der 60er Jahre und Umgebung. Die Hauptfigur begleiten wir während seinem Studium im Übergang zum Erwachsenwerden. Zu Beginn hatte ich etwas Mühe in die Geschichte hineinzukommen, da es gewisse Zeitsprünge gibt, die teilweise etwas verwirrend sind. Wird aber dann klarer, mit sehr persönlichen und auch humoristischen Dialogen. Eine typische Murakami - Geschichte. Sprich; Musik, Rauchen und Sexualität sind prominent vertreten. Das mystische Element ist hier gar nicht vertreten. Nicht mein Lieblingsbuch Murakamis, aber dennoch gewohnt immersiv und spannend geschrieben. Murakami-Qualität - also 5 Sterne!
Eine berührende Erzählung, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt und die großen Themen des Lebens behandelt: das Leben, die Liebe und den Tod
Ich finde angenehm, dass auf liebevolle und respektvolle Art gezeigt wird, wie zerbrechlich der Mensch sein kann und wie Schicksalsschläge einen mit formen und zu dem machen, der man ist. Keine der handelnden Personen in dieser Geschichte kann man als normal bezeichnen und doch wachsen sie einem ans Herz - obwohl man sich schon auch mal wundert. Sie wirken vielleicht manchmal widersprüchlich, aber genau dadurch werden sie mehrdimensional und wirken echter. Ich betrachte dieses Buch wie eine Collage aus Eindrücken und Gefühlen, aus Bildern und Charakteren, Orten und Jahreszeiten. Manches erscheint mir verständlich und stimmig, anderes seltsam und fremd. Kein Wohlfühlroman - aber voller Tiefe und Schönheit
Der Tod und die japanische Jugend
"Naokos Lächeln" ist wunderschön geschrieben, mühelos kommt Atmosphäre auf und man reist zurück in die späten 60er Jahre. Es zu lesen ist allerdings ein bisschen, wie in der Tram neben jemandem zu sitzen, der zwar unglaublich gut aussieht, sich aber unangenehm aufdringlich verhält. Ich habe eigentlich keinen übermäßig hohen feministischen Anspruch an meine Bücher, ich lese schließlich oft Klassiker und kann sie in ihren Zeitkontext einordnen. Von einem Buch, das keine 40 Jahre alt ist, erwarte ich aber doch ein gewisses Minimum an (Reflexion über) Gleichberechtigung. Dass ausnahmslos jede (!) weibliche Figur mit Tōru schläft oder ihn heiraten will oder soll kann man ja noch ganz amüsant finden und mit Protagonisten-Syndrom erklären. Aber dass auch jede von ihnen sich selbst im Gegensatz zu ihm als dumm und unverständig bezeichnet hat mich dann doch gestört. Bei ein paar kann Dummheit oder fehlendes Selbstvertrauen ja gerne zum Charakter gehören, aber doch nicht bei allen! Junge Mädchen interessieren sich nicht für Gerechtigkeit? Glaub ich ja nicht. Natürlich kann man das alles als bloße, vielleicht sogar kritische, Beschreibung der japanischen Gesellschaft sehen, aber so fühlt es sich nicht an. Trotzdem insgesamt ein schönes Buch, ich habe es aber glaube ich im falschen Alter gelesen. Näher am Alter der Protagonisten, so zwischen 16 und 24, hätte es mir wohl besser gefallen, und ich kann mir vorstellen, auch wieder ab dem Alter Tōrus in der Rahmenhandlung, mit dem nötigen Abstand zur Jugend.

Left me feeling melancholic
I flew through the pages of this book. The writing style is simple, yet it conveys emotion with surprising depth. At times, the novel feels strange - especially the conversations between Midori and Watanabe - but I didn’t mind. It’s difficult to explain what makes this book so extraordinary, but I think it lies in its matter-of-fact narration. There is no pathos here, even though the story contains heart-wrenching events that would easily justify a more florid narrator. The unheeded, almost indifferent description of both heavy and light scenes is deeply intriguing and left me feeling numb. A silent story about love, loneliness and the difficulty of moving on from what‘s left behind.
Verstörend... Etwas anderes erwartet..
Also mal abgesehen davon, dass das Buchcover überhaupt nichts mit der Story inside zu tun hat, ist auch der deutsche Titel etwas misslungen und irreführend. Ich hatte tatsächlich etwas anderes erwartet, als mir da serviert wurde. Und von Naokos Lächeln fehlte jede Spur in der Geschichte. Stattdessen wurde ich mit ganz schwerer Kost und ernsten Themen konfrontiert, wie Depressionen und Suizid, was mich stutzig gemacht & dazu veranlasst hat, hinterher näher zu recherchieren. Wieder was Neues gelernt. Das und die wunderschöne Beschreibung Japans, was mir Japan als Reiseziel schmackhaft gemacht hat, sind die einzigen positiven Aspekte, die ich zu diesem Buch nennen kann.

Meinung: Mein dritter Murakami und ich muss sagen, ich bin enttäuscht. Im Gegensatz zu den anderen Büchern waren mir die Charaktere hier überhaupt nicht sympathisch, was die Geschichte für mich natürlich extra erschwert hat. Das typisch fantastische von ihm fehlt hier auch komplett, der Untertitel sagt tatsächlich aus, was es ist: Nur eine Liebesgeschichte. Und wirklich sonst gar nichts. Zwar eine sehr tragische aber trotzdem. Die Handlung zieht sich, es passiert kaum mal was spannendes, geschweige denn etwas unerwartetes. Irgendwann weiß man auch schon genau wie das Buch enden wird. Ob man das dann als gutes oder schlechtes Ende bezeichnen würde, ist wohl Ansichtssache. Für mich war es ein gutes. Die Themen, die am meisten angesprochen wurden, waren Suizid, Depression und Sex. Beim Lesen gleicht das einer Achterbahnfahrt. Nur der typische Schreibstil von Murakami war ab und zu erkennbar, weswegen ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen habe. Fazit: Sollte man sich für Bücher von dem Autor interessieren: Nicht dieses hier als erstes lesen! Er kann es eindeutig besser. Das Buch hat mich leider enttäuscht.
Meine Gefühle über dieses Buch sind sehr verwirrt und durcheinander.
Nach dem ersten Lesen lässt sich von meiner Seite aus so viel sagen: Ich weiß nicht, was ich von der Geschichte halten soll. Haruki Murakamis Schreibstil ist wahnsinnig schön und bildlich. Das war ein großer großer Pluspunkt beim Lesen & vermutlich eine der wenigen Dingen, die mich an das Buch gefesselt haben. Zur Geschichte kann ich nicht viel sagen. Es ist eine Coming-out-of-age Story und ich glaube, mir hat es massiv an Vorwissen zu den japanischen Studentenaufständen und alles geschichtliche drumherum gefehlt, um wirklich tiefgehende Verständnis für die Charaktere und ihre Lebensweisen zu haben. Ich glaube, diese Verbindung zur Geschichte des Landes macht einen Großteil des Plots tatsächlich aus. Zu den Charakteren: Sie sind mir alle auf die Nerven gegangen und ich fand die Art und Weise, wie Frauen darin dargestellt worden sind - Naoko, Reiko, Midori und auch Hatsumi äußerst befremdlich und auch frauenfeindlich. Ich hab mich immer wieder daran erinnern müssen, dass das Buch in einer anderen Zeit spielt, aber es hat nichts geholfen. Toru Watanabe ist nicht einmal ansatzweise der gute Junge/Gentleman für den er sich hält. Und obwohl ich die Charakter während des Lesens verachtet habe, komme ich nicht drumherum, immer wieder über sie nachzudenken. Ich weiß nicht, ob das, das Mitleid ist. Die vielen tragischen Lebenszustände, wie der Suizid von Kizuki, der zu all dem geführt hat und die Krankheiten um Midoris Familie waren sehr rührend, aber ich hab während des Lesens irgendwann gemerkt, dass mich der Inhalt selbst ein bisschen herunterzieht. Also Vorsicht beim Lesen! Offizie Triggerwarnungen zum Thema Suizid und tödliche Krankheiten und Trauerverarbeitung wären vielleicht hilfreich gewesen (ich weiß, sehr unrealistisch für ein so altes Buch, aber ja). Seid vorsichtig!
Ein Buch über die Liebe, Tod, Einsamkeit, Beziehungen zu Menschen und Freundschaft.
Im Ganzen betrachtet ein sehr schönes Buch, was tiefgründig die Geschichte um den Protagonisten die Liebe zu zwei Frauen beschreibt. Dazu dreht sich viel um den Tod, wo Verlust und Einsamkeit einhergehen. Dieses Buch schafft erst nach zwei Dritteln mich zu überzeugen. Denn im mittleren Teil stockte ein wenig die Handlung und drohte zu kippen.
Murakami ist ein Schriftsteller, der mich sowohl als Mensch als auch im Hinblick auf seine Roman sehr interessiert. Bisher hat er mich auch noch kein einziges Mal enttäuscht. Warum mir „Naokos Lächeln“ so gefallen hat? Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht so genau. Es ist sehr melancholisch, sehr traurig und düster. Ich mag sowas. Inhaltlich geht es um den Studenten Toru Watanabe, der sich in Japan der 60er Jahre in ein Mädchen namens Naoko verliebt. Ihre Beziehung ist jedoch schon von vornherein durch viele Umstände belastet. Als er dann auch noch Midori kennenlernt, muss sich Toru nicht nur einmal zwischen eines der beiden Mädchen entscheiden. Toru und Naoko hören „Norwegian Wood“ von den Beatles und obwohl ich die Beatles nie gehört oder besonders gemocht habe, versprüht das Buch förmlich jede Art von „Norwegian Wood“. Eventuell mag ich das Lied seitdem irgendwie doch. Es hat sich so angefühlt, als würde ich eine Reise nach Japan machen, die mich aber so mitnimmt, dass ich mich endgültig leer fühle. Es hat mich so traurig gemacht, aber gleichzeitig hat es mich wirklich fasziniert. Es ging viel um Sex und Liebe, wie der Titel eben auch vermuten lässt. Für manch einen könnte dies womöglich unpassend sein, aber meiner Meinung nach hat es perfekt in diese wehmütige Stimmung gepasst. Für diejenigen, die Murakami mögen, für diejenigen, die gerne Liebesgeschichten lesen und gerne einmal mit Murakami beginnen möchten und für diejenigen, die eher düstere und traurige Geschichten mögen, sollte dieses Buch genau das Richtige sein!
Eine unkonventionelle Liebesgeschichte — Lustig, Herzerwärmend, Verstörend, und Deprimierend.
Das Buch „Norwegian Wood“ (auf Deutsch „Naokos Lächeln“) von Haruki Murakami – benannt nach dem Song Norwegian Wood (This Bird Has Flown) von The Beatles – ist für mich eine herzzerreißende Geschichte über Toru Watanabe. Ich möchte dabei nicht weiter auf die Handlung eingehen, sondern mich ausschließlich auf die Gefühle und die Erfahrung konzentrieren, die ich beim Lesen gemacht habe. Das Buch wird Kapitel für Kapitel besser – vermutlich, weil einem die Figuren immer mehr ans Herz wachsen und ihr Leid, aber auch ihr Glück, mit der Zeit immer wichtiger wird. Die Geschichte behandelt ernste und düstere Themen wie Suizid und Liebe, vor allem aber die Frage, was der Abschied aus dieser Welt mit den Hinterbliebenen macht. Obwohl die Grundthematik so schwer ist, hat das Buch einen äußerst amüsanten Humor. Die Charaktere wirken natürlich und kaum aufgesetzt, wodurch man sie schnell ins Herz schließt. Das Ende fand ich ehrlich gesagt ziemlich eigenartig. Besonders die Sache mit Reiko geht mir gegen den Strich und hat es für mich teilweise ruiniert. Trotzdem war das Buch – und auch das Ende (abgesehen davon) – insgesamt sehr stark, und ich freue mich schon auf mein nächstes Buch von Haruki Murakami.
Es hätte so gut sein können, und dann kam das Ende. 🙈
Eigentlich das gesamte Buch über empfand ich diese Geschichte als eine von Murakamis besseren - die Charaktere haben mich berührt, vor allem Naoko, die Geschichte an sich fand ich faszinierend, und ich konnte den inneren Zwiespalt von Toru sehr gut nachvollziehen. Manche der Gedankengänge über den Tod und das, was danach bleibt, fand ich faszinierend und bewegend. Was mich sehr gestört hat, war der Sex in diesem Buch. Ich meine nicht die unsicheren Szenen zwischen Toru und Naoko, nicht einmal Midoris Fantasien (obwohl das teilweise schon grenzwertig war), sondern gerade das Ende, das Torus ganze Enthaltsamkeit und die ganze Beziehung zwischen Toru und Reiko in ein anderes, schwieriges Licht gerückt hat oder sogar bedeutungslos gemacht hat. Ohne das Ende hätte ich das Buch bestimmt mit 4-4.5 Sternen bewertet, aber das Ende macht mMn sehr viel kaputt, was zuvor aufgebaut wurde.

Gut aber Verrückt
[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘] 𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Naokos Lächeln 𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Haruki Murakami 𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: btb Taschenbücher 𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch 𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Ursula Gräfe (aus dem Japanischen) 𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Mögt ihr Bücher mit offenem Ende? 𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙: EigentlichGanzSchön - Verrückt - Gut 𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥: Naoko ist Toru Watanabes erste Liebe. Doch die beiden verbindet auch eine tragische Vergangenheit. Als die eigenwillige Midori in sein Leben tritt muss er sich zwischen Vergangenheit und Zukunft entscheiden. 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘: Da ist er. Mein zweiter Murakami. Und ich fand es eigentlich ganz gut. 😊 Allerdings musste ich dafür doch das schreckliche Frauenbild (das hoffentlich doch daran liegt, dass das Buch schon einige Jahre alt ist) ausblenden. 😂 Der Protagonist Toru Watanabe war mir nicht wirklich sympathisch und auch sonst konnte ich mich wenig in die Charaktere hineinversetzen. Trotzdem konnte ich mitfiebern und habe mich immer gefragt, was nun mit den Leuten geschieht. 🧐 Manche Szenen waren fast ein wenig verstöhrend, andere wieder echt süß. Also ziemlich abwechslungsreich. Es wird auf relativ viele Details eingegangen. Und ihr könnt mich für verrückt halten, aber diese Detailverliebtheit erinnert mich extrem an BEE. 😂 Aber alles in allem auf jeden Fall keine schlechte Unterhaltung. 𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? Ach wieso denn nicht. 😊 𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

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Das war nun mein zweiter Murakami. Und ich fühle mich hin und her gerissen zwischen Begeisterung und Abscheu. Murakamis Schreibstil lässt einen schnell in seine surreale Welt absinken. Er schreibt sehr spannend, obwohl alles doch so ruhig und unaufgeregt bleibt. Die Spannung kommt eher von seiner seltsamen Erzählart als von Twists und Geschehnissen. Die Ruhe die er vermittelt rührt von seinen bildlichen Beschreibungen her. Was mich aber so abschreckt ist Murakamis Bild von Frauen und Sexualität. Weibliche Charaktere sind immer sexualisiert, stupide und einfach unrealistisch in ihrem Verhalten. Ebenso wie die Frauen sich vor dem Protagonisten verhalten. Das geht schon in Richtung Perversität und ich bekam oft sehr unangenehme Vibes beim lesen. Der Autor ist nicht misogyn aber definitv sexistisch und hat dahingehend ein Rad ab. Wäre Murakamis besondere Erzählweise nicht so gut, hätte ich schon im ersten Drittel abgebrochen.

"Women written by a man"
... abgesehen davon, hat es mir sehr viel Spaß gemacht, Norwegian Wood zu lesen!! (Bei manchen Gespräche dachte ich nur: so würde ich vermutlich nie mit meinen männlichen Freunden reden, aber hey es ist Ende der 60er Jahre und sehr amüsant) Es war mein erstes Buch von Murakami und selbst wenn er es selbst, als ein "normaleres" Buch von ihm ansieht, hat mir sein träumerischer Schreibstil sehr gut gefallen. Die Liebesgeschichte zwischen Watanabe und Naoko bzw. Midori hat mir sehr gut gefallen. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Werke von Murakami nun lesen, da sein Schreibstil sehr besonders ist :)

„Naokos Lächeln“ war mein erstes (und nicht letztes) Buch von Murakami und eines seiner realistischen Werke. Das Buch ist in einem schlichten, gut lesbaren Stil geschrieben und handelt zentral von Liebe und Einsamkeit, Depression und Verlust sowie der Identitätssuche. „Naokos Lächeln“ wirkte bei mir vor allem nach dem Lesen noch lange nach, vieles bleibt offen oder zweideutig und Raum für eigene Interpretationen und stimmt nachdenklich. Erwähnenswert ist Murakamis deutlich patriarchal geprägtes Frauenbild, welches sich auch im Roman zeigt. Aufgrund dessen, was das Buch in Bezug auf das Thema psychische Probleme in mir ausgelöst hat, bleibt es jedoch bei der 5-Sterne-Bewertung.
Auch wenn Murakami polarisiert, ich kann nicht leugnen, dass sein einfühlsamer, melancholischer Stil mein Herz berührt, meine Seele streichelt, mir all die wichtigen Tugenden vor Augen führt und zum Nachdenken anregt. Naomis Lächeln ist seiner Zeit voraus, geht es doch um psychische Krankheiten, tiefe Trauer und den Sprung ins Erwachsenenalter. Wir Lesenden lernen, was wirklich zählt im Leben und das Ehrlichkeit sich selbst und seine Liebsten gegenüber diese verdammte Grübelei beiseitigt. Ein Buch, das ich gerne in meiner eigenen depressiven Episode nur zu gerne gelesen hätte.
Mein erster Roman von Haruki Murakami und ich war echt begeistert. Habe es als Hörbuch gehört und David Nathan liest es einfach perfekt. Die Geschichte dreht sich um Tōru, einen jungen Studenten, der mit dem Verlust eines Freundes klarkommen muss. Er trifft Naoko wieder, die auch trauert, und später lernt er Midori kennen, die ganz anders ist: offen, lebendig und direkt. Der Roman ist ruhig, manchmal traurig und an manchen Stellen auch etwas skurril. Den Hauptcharakter fand ich extrem sympathisch und hätte gern noch mehr aus seinem Leben verflogt. Hat mir super gefallen :)
Zwischen Stille und Leben
Der besondere Reiz von Naokos Lächeln liegt im inneren Zwiespalt zwischen Naoko und Midori. Naoko steht für Verletzlichkeit, Erinnerung und eine Liebe, die von Verlust überschattet ist – ruhig, tief und schmerzhaft. Midori hingegen verkörpert Lebendigkeit, Direktheit und die Verheißung eines offenen, ungezwungenen Lebens. Zwischen diesen beiden Polen schwankt Watanabe ständig: zwischen Pflichtgefühl und Begehren, zwischen Vergangenheit und Zukunft. Genau dieser Konflikt macht den Roman so berührend, weil er zeigt, wie schwer es ist, loszulassen, ohne sich selbst zu verlieren.

|Liest man, was alle anderen auch lesen, kann man auch nur das denken, was alle anderen denken.|
Dieses Buch hat mich wirklich unerwartet berührt. Ich möchte gar nicht so viel auf Handlung eingehen, weil ich finde das sich dieser Roman vor allem durch das Wie auszeichnet, also wie Haruki Murakami mit seinem Worten Figuren erschafft, die viel tiefe haben. Eigentlich hatte mich der Titel gar nicht so angesprochen, aber ich bin sehr froh es gelesen zu haben. Ich hatte mir vorgenommen mehr aus meiner Komfortzone zu gehen und mich mehr auf Autoren oder Büchern einzulassen, die ich sonst nicht lesen würde. Und da Haruki Murakami in wirklich vielen Bücherforen erwähnt wurde, war es an der Zeit. Was er mit Sprache erschafft ist einfach wahnsinnig genial und ich hätte permanent stellen im Buch markieren können. Er schafft so vor allem auf das Thema Einsamkeit, Isolation, Anonymität in der Stadt einzugehen, sowie psychische Erkrankungen und das Erwachsenen werden. Ab hier minimal Spoiler: Ich war tatsächlich ab hadern, ob ich 4 oder 5 Sterne vergebe, da ich finde,dass manche Themen besser eingeordnet werden müssen. Die Thematik in der eine 31 Jährige und eine Minderjährige ein Verhältnis hatten wurde nicht gut aufgearbeitet. Außerdem hat es mich extrem genervt dass die weibliche Sexualität nicht besonders viel Beachtung geschenkt wurde. Es viel zu oft der Satz "Männer haben andere Bedürfnisse" usw. Ich habe mich trotzdem für 5 Sterne entschieden, weil alleine das Nachdenken und Reden über diese Themen das Buch geschafft hat. Ich kann aber noch nicht sagen, ob er diese Themen beabsichtigt "provokativ" geschrieben hat oder es einfach der Zeitgeist war. Ich bin auf jeden Fall gespannt aufs nächste Buch, was ich von ihm lesen werde.
„Naokos Lächeln“ von Haruki Murakami ist das erste Werk, das ich von ihm gelesen habe. Es hat mich völlig begeistert. Murakamis Schreibweise – träumerisch, ausdrucksstark und sinnlich – konnte mich, obwohl das Buch keinen klassischen Spannungsbogen hat, in seinen Bann ziehen. In diesem Buch geht es um die Verbindung zwischen Toru und Naoko. Torus Leben wird durcheinandergebracht, als sein Freund in jungen Jahren Selbstmord begeht – ebenso wie das Leben von Naoko, der Freundin seines Freundes. Beide treffen sich später in Tokio wieder, und es entsteht eine Liebesgeschichte, die alles andere als einfach ist. Der Kontakt zu Naoko ist von viel Ernsthaftigkeit und Düsternis geprägt. Zugleich lernt Toru die lebenslustige und sich selbst nicht zu ernst nehmende Midori kennen. Auch zwischen den beiden entwickelt sich eine besondere Verbindung. Im gesamten Verlauf des Buches werden die Figuren immer wieder mit dem Thema Tod konfrontiert und in ihrer persönlichen Entwicklung davon geprägt. Dabei gelingt es Haruki Murakami zugleich, auch die alltäglichen Herausforderungen eines jungen Studenten einzufangen. Zusammenfassend ist „Naokos Lächeln“ für mich ein beeindruckendes Buch. Ich werde wohl noch öfters zu Murikami greifen.

Meh
Lese das Buch nachdem ich Murakamis „Kafka on the Shore“ gelesen hatte. Wurde sehr enttäuscht: wenig Handlung, keine Denkanstöße und insgesamt etwas langweilig. Es wird die tragische/melancholische Liebesgeschichte eines erwachsen werdenden Mannes erzählt. Im Grunde ist damit der Inhalt erfasst. Mehr passiert nicht.
Mein erster Murakami. Gut und anders.
Dies ist mein erster Murakami und war wirklich gespannt. Ich war auf der Suche nach einem traurigen Buch, hab dann diese Empfehlung bekommen. Zudem ist das Hörbuch von David Nathan vertont. Also ging es damit los. Es ist eine traurige Geschichte und ja es ist im weiten eine Liebesgeschichte. Nur eine Liebesgeschichte passt für mich nicht ganz. War für mich mehr Drama und eine traurige Geschichte. Dachte emotional kann es mich mehr mitnehmen und auch wie Murakami die Frauen beschreibt ist einzigartig. Bin mir nicht schlüssig ob ich die Frauencharaktere seltsam finde oder einfach nur anders. Dennoch war es schön die Geschichte zu verfolgen und dass es sich um eine ältere Geschichte handelt, merkt man in dem Art zum kommunizieren. Hier werden noch Briefe geschrieben und das fand ich toll, bekomme auch gerne Postkarten oder etwas handgeschriebenes. Irgendwie nostalgisch ✉️
Eine Liebesgeschichte die keine ist
Es geht in diesem Buch zwar um einen Mann, der einen Rückblick in sein Leben wagt, zu vergangenen Liebschaften. Aber die Botschaft, die dieses Buch beinhaltet, geht meiner Meinung nach über eine Liebesgeschichte hinaus. Es ist auch ein Fingerzeig auf die Kultur, die nicht nur in Japan gepflegt wird, sondern weltweit die Menschen dazu drängt, suizidale Gedanken zu haben und diese Tätigkeit auch auszuführen. Den ersten Selbstmord dürfen wir relativ am Anfang der Geschichte erleben, wo seine erste Jugendgefährtin den Freitod wählt den zweiten dürfen wir dann bei der Hauptakteurin beobachten. Die Charaktere in diesem Buch gestalten sich außerordentlich interessant und Figuren wie Midori geben dem Buch eine positive Note. Zu einer ansonsten tiefgründigen Geschichte, die zum nachdenken anregen sollte. Ein großes Meisterwerk von Murakami, der es versteht, eine Botschaft zu überbringen, ohne das Thema beim Namen zu nennen. Großartig.
Das Buch erzählt die Geschichte von Toru Watanabe. Ein Junge aus Tokio im Jahre 1960. Nach dem Tot seines besten Freundes Kizuki, verliert er sich in seine Gedanken aber er ist nicht alleine damit. Nach einiger Zeit trifft er auf eine alte Freundin - Naoko -, welche die Exfreundin des verstorbenen Freundes war. Somit hatten beide das selbe Leid, wobei Naoko mehr darunter litt. Toru und Naoko kreierten eine besondere Beziehung zueinander welche von langen nächtlichen Spaziergänge und Gesprächen begleitet war. Eine Geschichte über Liebe, Verlust, Entscheidungen und Jugend.
Fand das Buch spitze! War auf der Suche nach einem Buch das ich mit meiner Freundin zusammen lesen konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nie wirklich viel gelesen aber „Norwegian Wood“ zeigte mir die Freude daran. Hatte nie so starke und viele Emotionen beim lesen wie bei diesem Buch. Bislang eindeutige mein Lieblingsbuch!! ❤️
This is the script where everything begins in my life. It was 2005, I was moving from Madrid to Málaga, a suitcase full of uncertainty, and there it was, this book, this whispering storm. A coming-of-age classic that transports you to 1960s Tokyo, following Toru Watanabe’s journey through love, loss, and self‑discovery. With haunting prose and emotional depth, Murakami crafts a melancholic romance that clings to your skin like the smell of rain on an old vinyl sleeve.
Listen… this isn’t lightweight fluff—it’s a deep dive into the tender scars of youth. Murakami’s strength lies in brevity: moments of raw emotion conveyed with surgical precision. The love between Toru and Naoko is beautifully fragile, but the narrative can drag in quieter stretches—some readers may find themselves craving momentum. Still, the descriptions of Tokyo’s music, coffeehouses, and late‑night trains are pure poetry. I’m a fan of weighty thrillers, but this quiet introspection hit me in the gut, no explosions, no battles, just the echo of a heart learning how to mourn. A novel that doesn’t shout, it lingers. It follows you from city to city, from chapter to chapter of your own life. Will it change your story? It changed mine. 💭
Norwegian Woods is about youth, growing up with pain and having to deal with death but also finding joy in the little moments. The book felt authentic and real, showing life with all its little stories and changes and being realistically unpredictable. There was no clear storyline, no clear topic, just being in love, finding your way and trying to deal with what life throws at you, changing plans and going different paths, and a looot of sex. The writing style had something refreshing and funny including little life lessons along in dialogues and letters and it was just beautifully written. Watanabe was a relatable character, caring about the people he met throughout his life, having casual deep conversations about music, books and life, and generally just floating around and writing letters. The book is nothing extremely catchy, more relaxing when you can't concentrate on something complex. The end was strange, sad, and somewhat disappointing. Generally, I liked the book since Murakami is a talented writer but I'm sure Murakami he has better stories.
Viele Gefühle, aber..
In dieser Geschichte folgen wir Touru Watanabe durch sein Leben als junger Student und dessen Verwirrungen mit Liebesaffären und Schicksalsschlägen. Ich hatte das Buch bereits zwei Jahre zuvor angefangen und konnte dann nach dem ersten Drittel nicht mehr weiterlesen, weil es unerträglich war. Unerträglich langweilig. Irgendwie schaffte ich es, vor ein paar Wochen das Buch erneut aufzunehmen, mit dem Ziel es zuende zu lesen. Es war auf jeden Fall im Endeffekt besser als ich es in Erinnerung hatte und die Handlung nahm ebenfalls schneller mehr Fahrt auf. Was mir besonders auffiel war die verschrobene japanische Sicht auf Liebesbeziehungen und sexuelle Affären, die mit Sicherheit nicht jedermanns Sache ist. Dieses Thema war recht häufig Mittelpunkt der Geschichte. Vielleicht könnte man aber auch sagen, dass genau das sehr authentisch ist für junge Männer Anfang 20? 😄 Aber genau das war auch das Positive an diesem Werk Murakamis. Die Authentizität. Dialoge wirkten durchaus sehr echt und roh. Dinge wurden gesagt, die vielleicht jeder von uns schon einmal gesagt hat. Gefühle wurden beschrieben, mit denen sich auch fast jeder identifizieren kann und somit war es dann doch möglich mit den Protagonisten mitzufühlen. Zwar nicht immer, aber doch oft. Diese echten Stellen im Buch haben mir besonders gefallen!
Wie man aus Trauma und mentalen Krankenheiten bei Frauen einen Fetisch macht - eine Anleitung.
Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Das Buch liest sich wie eine einzige kranke Sexfantasie eines alten Mannes, der noch nie eine reale Interaktion mit einer Frau hatte. Alle Frauen sind mental höchst instabil, haben irgendeine Form von Trauma oder mentaler Krankheit und äußern diese in Form von Sex ... Mit dem Protagonisten. Der nicht mehr als mit einem Satz antworten kann und Frauen wie Dreck behandelt. Die Frauen bestehen nur aus ihrem mentalen Trauma und Brüsten. Mehr nicht. Sie sind leere, objektifizierte Hüllen, mit denen der Protagonist Sex hat und ihre Körper ständig mit denen kleiner Kinder und Mädchen vergleicht. Es ist ekelhaft. Die unnötige, sehr explizite Beschreibung einer sexuellen Handlung zwischen einer über 30 jährigen Frau und einem 13 jährigen Mädchen?? Wtf. Für die Geschichte vollkommen unnötig, hat nichts zum Plot oder der Charakterisierung beigetragen, sondern liest sich nur wie eine seeeehr, seeehr schlechte Pornofantasie, die sich jemand in seinem dunklen Zimmer ausgedacht und beim masturbieren aufs Papier gekritzelt hat. Das Buch las sich wie ein Fiebertraum - auf eine schlechte Art und Weise. Ich habe das Buch gelesen, weil mir Murakami mehrmals als Genie der modernen Literatur empfohlen wurde. Nach diesem Buch, und nachdem ich einige weitere Rezensionen zu anderen seiner Werke gesehen habe, scheint die Darstellung von Frauen ein durchgehendes Problem seiner Werke zu sein und ich werde aufgrund dessen nichts mehr von ihm lesen. Das passt einfach nicht zusammen, ich kann darüber nicht hinweg sehen.
Große Murakami-Liebe ❤️
Und ein weiterer Murakami, der mich absolut überzeugt hat! 😍 Der Autor schafft es mit „Naokos Lächeln“ ganz ohne großen Kitsch und Schnörkel eine magisch berührende Liebesgeschichte zu zeichnen. In seinem Roman beschreibt er den schmerzlichen Prozess des Erwachsenwerdens gepaart mit den Themen Liebe, Sexualität, Freundschaft, Schmerz und Tod. Mit seinen bemerkenswerten feinfühligen und leichten Schreibstil hat er mich mal wieder gefesselt. 🥰 Kurzum: Ich bin begeistert! Und daher eine ganz klare Leseempfehlung von mir an euch. 🫶🏻
Typisch Murakami
Murakami beschriebt hier die Beziehung Tōrus zu Naoko und Midori, zwei sehr unterschiedlichen Frauen, die aber beide ihre Probleme haben, und beide aus zerrütteten Familien kommen. Sie spielt primär im Tokio Ende der 60er Jahre und Umgebung. Die Hauptfigur begleiten wir während seinem Studium im Übergang zum Erwachsenwerden. Zu Beginn hatte ich etwas Mühe in die Geschichte hineinzukommen, da es gewisse Zeitsprünge gibt, die teilweise etwas verwirrend sind. Wird aber dann klarer, mit sehr persönlichen und auch humoristischen Dialogen. Eine typische Murakami - Geschichte. Sprich; Musik, Rauchen und Sexualität sind prominent vertreten. Das mystische Element ist hier gar nicht vertreten. Nicht mein Lieblingsbuch Murakamis, aber dennoch gewohnt immersiv und spannend geschrieben. Murakami-Qualität - also 5 Sterne!
Eine berührende Erzählung, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt und die großen Themen des Lebens behandelt: das Leben, die Liebe und den Tod
Ich finde angenehm, dass auf liebevolle und respektvolle Art gezeigt wird, wie zerbrechlich der Mensch sein kann und wie Schicksalsschläge einen mit formen und zu dem machen, der man ist. Keine der handelnden Personen in dieser Geschichte kann man als normal bezeichnen und doch wachsen sie einem ans Herz - obwohl man sich schon auch mal wundert. Sie wirken vielleicht manchmal widersprüchlich, aber genau dadurch werden sie mehrdimensional und wirken echter. Ich betrachte dieses Buch wie eine Collage aus Eindrücken und Gefühlen, aus Bildern und Charakteren, Orten und Jahreszeiten. Manches erscheint mir verständlich und stimmig, anderes seltsam und fremd. Kein Wohlfühlroman - aber voller Tiefe und Schönheit
Der Tod und die japanische Jugend
"Naokos Lächeln" ist wunderschön geschrieben, mühelos kommt Atmosphäre auf und man reist zurück in die späten 60er Jahre. Es zu lesen ist allerdings ein bisschen, wie in der Tram neben jemandem zu sitzen, der zwar unglaublich gut aussieht, sich aber unangenehm aufdringlich verhält. Ich habe eigentlich keinen übermäßig hohen feministischen Anspruch an meine Bücher, ich lese schließlich oft Klassiker und kann sie in ihren Zeitkontext einordnen. Von einem Buch, das keine 40 Jahre alt ist, erwarte ich aber doch ein gewisses Minimum an (Reflexion über) Gleichberechtigung. Dass ausnahmslos jede (!) weibliche Figur mit Tōru schläft oder ihn heiraten will oder soll kann man ja noch ganz amüsant finden und mit Protagonisten-Syndrom erklären. Aber dass auch jede von ihnen sich selbst im Gegensatz zu ihm als dumm und unverständig bezeichnet hat mich dann doch gestört. Bei ein paar kann Dummheit oder fehlendes Selbstvertrauen ja gerne zum Charakter gehören, aber doch nicht bei allen! Junge Mädchen interessieren sich nicht für Gerechtigkeit? Glaub ich ja nicht. Natürlich kann man das alles als bloße, vielleicht sogar kritische, Beschreibung der japanischen Gesellschaft sehen, aber so fühlt es sich nicht an. Trotzdem insgesamt ein schönes Buch, ich habe es aber glaube ich im falschen Alter gelesen. Näher am Alter der Protagonisten, so zwischen 16 und 24, hätte es mir wohl besser gefallen, und ich kann mir vorstellen, auch wieder ab dem Alter Tōrus in der Rahmenhandlung, mit dem nötigen Abstand zur Jugend.

Left me feeling melancholic
I flew through the pages of this book. The writing style is simple, yet it conveys emotion with surprising depth. At times, the novel feels strange - especially the conversations between Midori and Watanabe - but I didn’t mind. It’s difficult to explain what makes this book so extraordinary, but I think it lies in its matter-of-fact narration. There is no pathos here, even though the story contains heart-wrenching events that would easily justify a more florid narrator. The unheeded, almost indifferent description of both heavy and light scenes is deeply intriguing and left me feeling numb. A silent story about love, loneliness and the difficulty of moving on from what‘s left behind.
Verstörend... Etwas anderes erwartet..
Also mal abgesehen davon, dass das Buchcover überhaupt nichts mit der Story inside zu tun hat, ist auch der deutsche Titel etwas misslungen und irreführend. Ich hatte tatsächlich etwas anderes erwartet, als mir da serviert wurde. Und von Naokos Lächeln fehlte jede Spur in der Geschichte. Stattdessen wurde ich mit ganz schwerer Kost und ernsten Themen konfrontiert, wie Depressionen und Suizid, was mich stutzig gemacht & dazu veranlasst hat, hinterher näher zu recherchieren. Wieder was Neues gelernt. Das und die wunderschöne Beschreibung Japans, was mir Japan als Reiseziel schmackhaft gemacht hat, sind die einzigen positiven Aspekte, die ich zu diesem Buch nennen kann.

Meinung: Mein dritter Murakami und ich muss sagen, ich bin enttäuscht. Im Gegensatz zu den anderen Büchern waren mir die Charaktere hier überhaupt nicht sympathisch, was die Geschichte für mich natürlich extra erschwert hat. Das typisch fantastische von ihm fehlt hier auch komplett, der Untertitel sagt tatsächlich aus, was es ist: Nur eine Liebesgeschichte. Und wirklich sonst gar nichts. Zwar eine sehr tragische aber trotzdem. Die Handlung zieht sich, es passiert kaum mal was spannendes, geschweige denn etwas unerwartetes. Irgendwann weiß man auch schon genau wie das Buch enden wird. Ob man das dann als gutes oder schlechtes Ende bezeichnen würde, ist wohl Ansichtssache. Für mich war es ein gutes. Die Themen, die am meisten angesprochen wurden, waren Suizid, Depression und Sex. Beim Lesen gleicht das einer Achterbahnfahrt. Nur der typische Schreibstil von Murakami war ab und zu erkennbar, weswegen ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen habe. Fazit: Sollte man sich für Bücher von dem Autor interessieren: Nicht dieses hier als erstes lesen! Er kann es eindeutig besser. Das Buch hat mich leider enttäuscht.
Meine Gefühle über dieses Buch sind sehr verwirrt und durcheinander.
Nach dem ersten Lesen lässt sich von meiner Seite aus so viel sagen: Ich weiß nicht, was ich von der Geschichte halten soll. Haruki Murakamis Schreibstil ist wahnsinnig schön und bildlich. Das war ein großer großer Pluspunkt beim Lesen & vermutlich eine der wenigen Dingen, die mich an das Buch gefesselt haben. Zur Geschichte kann ich nicht viel sagen. Es ist eine Coming-out-of-age Story und ich glaube, mir hat es massiv an Vorwissen zu den japanischen Studentenaufständen und alles geschichtliche drumherum gefehlt, um wirklich tiefgehende Verständnis für die Charaktere und ihre Lebensweisen zu haben. Ich glaube, diese Verbindung zur Geschichte des Landes macht einen Großteil des Plots tatsächlich aus. Zu den Charakteren: Sie sind mir alle auf die Nerven gegangen und ich fand die Art und Weise, wie Frauen darin dargestellt worden sind - Naoko, Reiko, Midori und auch Hatsumi äußerst befremdlich und auch frauenfeindlich. Ich hab mich immer wieder daran erinnern müssen, dass das Buch in einer anderen Zeit spielt, aber es hat nichts geholfen. Toru Watanabe ist nicht einmal ansatzweise der gute Junge/Gentleman für den er sich hält. Und obwohl ich die Charakter während des Lesens verachtet habe, komme ich nicht drumherum, immer wieder über sie nachzudenken. Ich weiß nicht, ob das, das Mitleid ist. Die vielen tragischen Lebenszustände, wie der Suizid von Kizuki, der zu all dem geführt hat und die Krankheiten um Midoris Familie waren sehr rührend, aber ich hab während des Lesens irgendwann gemerkt, dass mich der Inhalt selbst ein bisschen herunterzieht. Also Vorsicht beim Lesen! Offizie Triggerwarnungen zum Thema Suizid und tödliche Krankheiten und Trauerverarbeitung wären vielleicht hilfreich gewesen (ich weiß, sehr unrealistisch für ein so altes Buch, aber ja). Seid vorsichtig!
Ein Buch über die Liebe, Tod, Einsamkeit, Beziehungen zu Menschen und Freundschaft.
Im Ganzen betrachtet ein sehr schönes Buch, was tiefgründig die Geschichte um den Protagonisten die Liebe zu zwei Frauen beschreibt. Dazu dreht sich viel um den Tod, wo Verlust und Einsamkeit einhergehen. Dieses Buch schafft erst nach zwei Dritteln mich zu überzeugen. Denn im mittleren Teil stockte ein wenig die Handlung und drohte zu kippen.
Murakami ist ein Schriftsteller, der mich sowohl als Mensch als auch im Hinblick auf seine Roman sehr interessiert. Bisher hat er mich auch noch kein einziges Mal enttäuscht. Warum mir „Naokos Lächeln“ so gefallen hat? Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht so genau. Es ist sehr melancholisch, sehr traurig und düster. Ich mag sowas. Inhaltlich geht es um den Studenten Toru Watanabe, der sich in Japan der 60er Jahre in ein Mädchen namens Naoko verliebt. Ihre Beziehung ist jedoch schon von vornherein durch viele Umstände belastet. Als er dann auch noch Midori kennenlernt, muss sich Toru nicht nur einmal zwischen eines der beiden Mädchen entscheiden. Toru und Naoko hören „Norwegian Wood“ von den Beatles und obwohl ich die Beatles nie gehört oder besonders gemocht habe, versprüht das Buch förmlich jede Art von „Norwegian Wood“. Eventuell mag ich das Lied seitdem irgendwie doch. Es hat sich so angefühlt, als würde ich eine Reise nach Japan machen, die mich aber so mitnimmt, dass ich mich endgültig leer fühle. Es hat mich so traurig gemacht, aber gleichzeitig hat es mich wirklich fasziniert. Es ging viel um Sex und Liebe, wie der Titel eben auch vermuten lässt. Für manch einen könnte dies womöglich unpassend sein, aber meiner Meinung nach hat es perfekt in diese wehmütige Stimmung gepasst. Für diejenigen, die Murakami mögen, für diejenigen, die gerne Liebesgeschichten lesen und gerne einmal mit Murakami beginnen möchten und für diejenigen, die eher düstere und traurige Geschichten mögen, sollte dieses Buch genau das Richtige sein!
Eine unkonventionelle Liebesgeschichte — Lustig, Herzerwärmend, Verstörend, und Deprimierend.
Das Buch „Norwegian Wood“ (auf Deutsch „Naokos Lächeln“) von Haruki Murakami – benannt nach dem Song Norwegian Wood (This Bird Has Flown) von The Beatles – ist für mich eine herzzerreißende Geschichte über Toru Watanabe. Ich möchte dabei nicht weiter auf die Handlung eingehen, sondern mich ausschließlich auf die Gefühle und die Erfahrung konzentrieren, die ich beim Lesen gemacht habe. Das Buch wird Kapitel für Kapitel besser – vermutlich, weil einem die Figuren immer mehr ans Herz wachsen und ihr Leid, aber auch ihr Glück, mit der Zeit immer wichtiger wird. Die Geschichte behandelt ernste und düstere Themen wie Suizid und Liebe, vor allem aber die Frage, was der Abschied aus dieser Welt mit den Hinterbliebenen macht. Obwohl die Grundthematik so schwer ist, hat das Buch einen äußerst amüsanten Humor. Die Charaktere wirken natürlich und kaum aufgesetzt, wodurch man sie schnell ins Herz schließt. Das Ende fand ich ehrlich gesagt ziemlich eigenartig. Besonders die Sache mit Reiko geht mir gegen den Strich und hat es für mich teilweise ruiniert. Trotzdem war das Buch – und auch das Ende (abgesehen davon) – insgesamt sehr stark, und ich freue mich schon auf mein nächstes Buch von Haruki Murakami.
Es hätte so gut sein können, und dann kam das Ende. 🙈
Eigentlich das gesamte Buch über empfand ich diese Geschichte als eine von Murakamis besseren - die Charaktere haben mich berührt, vor allem Naoko, die Geschichte an sich fand ich faszinierend, und ich konnte den inneren Zwiespalt von Toru sehr gut nachvollziehen. Manche der Gedankengänge über den Tod und das, was danach bleibt, fand ich faszinierend und bewegend. Was mich sehr gestört hat, war der Sex in diesem Buch. Ich meine nicht die unsicheren Szenen zwischen Toru und Naoko, nicht einmal Midoris Fantasien (obwohl das teilweise schon grenzwertig war), sondern gerade das Ende, das Torus ganze Enthaltsamkeit und die ganze Beziehung zwischen Toru und Reiko in ein anderes, schwieriges Licht gerückt hat oder sogar bedeutungslos gemacht hat. Ohne das Ende hätte ich das Buch bestimmt mit 4-4.5 Sternen bewertet, aber das Ende macht mMn sehr viel kaputt, was zuvor aufgebaut wurde.

Gut aber Verrückt
[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘] 𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Naokos Lächeln 𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Haruki Murakami 𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: btb Taschenbücher 𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch 𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Ursula Gräfe (aus dem Japanischen) 𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Mögt ihr Bücher mit offenem Ende? 𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙: EigentlichGanzSchön - Verrückt - Gut 𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥: Naoko ist Toru Watanabes erste Liebe. Doch die beiden verbindet auch eine tragische Vergangenheit. Als die eigenwillige Midori in sein Leben tritt muss er sich zwischen Vergangenheit und Zukunft entscheiden. 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘: Da ist er. Mein zweiter Murakami. Und ich fand es eigentlich ganz gut. 😊 Allerdings musste ich dafür doch das schreckliche Frauenbild (das hoffentlich doch daran liegt, dass das Buch schon einige Jahre alt ist) ausblenden. 😂 Der Protagonist Toru Watanabe war mir nicht wirklich sympathisch und auch sonst konnte ich mich wenig in die Charaktere hineinversetzen. Trotzdem konnte ich mitfiebern und habe mich immer gefragt, was nun mit den Leuten geschieht. 🧐 Manche Szenen waren fast ein wenig verstöhrend, andere wieder echt süß. Also ziemlich abwechslungsreich. Es wird auf relativ viele Details eingegangen. Und ihr könnt mich für verrückt halten, aber diese Detailverliebtheit erinnert mich extrem an BEE. 😂 Aber alles in allem auf jeden Fall keine schlechte Unterhaltung. 𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? Ach wieso denn nicht. 😊 𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️






















































