Nackt war ich am schönsten

Nackt war ich am schönsten

Hardback
3.513

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Description

In diesem berührenden Roman voll skurrilem Humor kehrt eine Frau in das Dorf ihrer Kindheit zurück, um sich ihrer Vergangenheit zu stellen und den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten. Dabei entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft.

«Veronika Peters’ so unwahrscheinliches wie einleuchtendes Figurengespann ist eine helle Freude!» Mariana Leky

In Veronika Peters neuem Roman Nackt war ich am schönsten kehrt Antonia Bachmann, genannt Toni, aus der Bretagne in ihr oberhessisches Heimatdorf zurück, nachdem sie das alte Haus ihrer Mutter am Waldrand geerbt hat. Das Verhältnis zur Mutter war angespannt, Toni taucht erst zwei Wochen nach der Beerdigung in Lindbach auf, mit dem Ziel, das Haus schnellstmöglich loszuwerden. Doch wer ist diese extravagant gekleidete alte Frau, die sich im Gartenatelier eingerichtet und offensichtlich auf Toni gewartet hat? Sie stellt sich als Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven vor, eine exzentrische Dada-Künstlerin, die einst heftige Debatten über weibliche Selbstermächtigung auslöste.

Klug und mit hinreißendem Witz erzählt dieser Roman von einer in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Freundschaft und von Frauen aus drei Generationen, die sich, ob tot oder lebendig, viel zu sagen haben.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Hardback
Pages
320
Price
24.70 €

Author Description

Veronika Peters, 1966 in Gießen geboren, verbrachte ihre Kindheit in Deutschland und in der heutigen Republik Kongo sowie in der Elfenbeinküste. Nach einer heilpädagogischen Ausbildung arbeitete sie als Erzieherin in einem psychiatrischen Jugendheim. Mit Anfang zwanzig stieg sie für einige Jahre aus dem sogenannten bürgerlichen Leben aus und trat in eine Kommunität von Benediktinerinnen ein, wo sie unter anderem als Gärtnereigehilfin, Restauratorin und Buchhändlerin tätig war. Seit dem Jahr 2000 lebt sie als freiberufliche Autorin in Berlin. Veronika Peters ist verheiratet mit dem Schriftsteller Christoph Peters und hat eine Tochter. Im März 2024 erschien im Kindler Verlag ihr achter Roman, «Nackt war ich am schönsten», eine Geschichte über die zu Unrecht vergessene Dada-Künstlerin Elsa von Freytag-Loringhoven.

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NACKT WAR ICH AM SCHÖNSTEN Veronika Peters Antonia Bachmann, von allen nur Toni genannt, erhält auf Umwegen in ihrer Wahlheimat Frankreich einen Brief, der ihr mitteilt, dass ihre Mutter verstorben und letzte Woche beigesetzt wurde. Hals über Kopf macht sie sich auf den Weg nach Lindbach, ihrem oberhessischen Heimatdorf. Damals, vor zwanzig Jahren, hatte sie das „Waldhaus“ verlassen. Genau an dem Tag, als ihre Großmutter tot im Garten lag und ihre stockbesoffene Mutter es verpasste, ihrer eigenen Mutter das Leben zu retten. Ihre Mutter, eine brotlose Künstlerin, die an der Flasche hing, hatte sich nie um sie gekümmert. Von ihrer Großmutter hatte sie Apfelkuchen backen, den saisonalen Baumschnitt und den Umgang mit dem Stichbohrer gelernt. Großmutter stand mit ihr alle Krankheiten durch und tröstete später den ersten Herzschmerz. Sie war eine starke Frau. Im Dorf nannte man sie Emma eins, denn ihre uneheliche Tochter, die Trinkerin, war Emma zwei. Als Emma zwei damals schwanger ihre Lehre abbrach und wieder nach Hause zurückkehrte, zerriss sich das ganze Dorf das Maul und nannte das Waldhaus die „Bastardbude“. Doch als Toni in Lindbach zum ersten Mal seit ihrer damaligen Abreise im Waldhaus ankommt, wird sie von einer älteren Dame in Empfang genommen. Diese behauptet Baronesse Elsa von Freytag-Loringhoven zu sein. Eine Dame, die vor 130 Jahren in Swinemünde geboren wurde. Aber nicht nur das ist seltsam, sondern auch, dass die Bewohner des Dorfes Emma zwei als eine Frau mit einer wichtigen Rolle in der Dorfgemeinschaft beschreiben. Wie das jetzt alles zusammen passt, könnt ihr selber herausfinden. Ach, herrje, wäre ich doch bloß nicht so eine Cover-Kaüferin und hätte die Beschreibung gelesen. Mit Leuten, die bereits tot und dann auch noch besserwisserisch und gewöhnlich sind, habe ich meine Probleme. Und ich mag auch keine Leute, die andauernd irgendwelche englische Floskeln sagen und anschließend weiter auf Deutsch reden. „Never mind. Folgendes …“ (S. 134) oder „Was nicht so bald der Fall sein wird, trust me. Du musst …“ (S. 184). Auf mich wirkt das affektiert und aufgesetzt. Wie kann sich die fast 50-jährige Protagonistin im Beisein der Baronesse zu einem unmündigen Kind verwandeln? Und diese nicht enden wollenden Lebensgeschichten der Baronesse! Auch wenn diese Dame historisch ist, so hat ihre Biografie irgendwie nicht ins Buch gepasst. Hätte man nicht besser über die vergangenen Jahre der Mutter reden sollen? Schade, der Part der Toni gefiel mir sehr und der wäre sicherlich ausschmückbar gewesen und vielleicht hätte ihr eine 80-Jährige als Vertraute bessergestanden, als eine Tote. Leider keine Leseempfehlung von mir. 2/ 5

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4.5

Humorvoll und Einzigartig

Eine dadaistische Fürstin, eine von zuhause geflohene Restauratorin. Ein Waldhaus und ein umstrittenes Atelier. Zwei Emmas ohne Kindsväter. Eine Geschichte so einzigartig, dass es nicht möglich ist sie in einer Rezension akkurat darzustellen. Meine wärmste Leseempfehlung für verwinkelte Familiendramen, viel Fantasie und Herz.

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