Mutabor

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Hardback
4.03

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Description

NORBERT SCHEUERS GROSSER NEUER ROMAN

Die junge, elternlose Nina Plisson weiß nicht, was aus ihrer Mutter geworden ist und auch nicht, wer ihr Vater war. Wissen andere in ihrer kleinen Heimatstadt Kall mehr? Was wird ihr vorenthalten?
Nachdem das vereinsamte und widerspenstige Mädchen lange Zeit große Schwierigkeiten hatte, lesen und schreiben zu erlernen, wird sie sich, angeleitet von der pensionierten Lehrerin Sophia Molitor, grundlegend verändern. Sie beginnt, Erinnerungen aus ihrer frühen Kindheit aufzuschreiben, vom Liebhaber ihrer verschollenen Mutter, in der Gestalt eines schwarzen Storches, von der Reise mit Großvaters Opel Kapitän ins sagenhafte Byzanz, zum Palast der Störche, und später dann, von ihrer großen, zunächst vergeblichen Liebe zu Paul Arimond. Für Nina verwandelt sich das Urftland mehr und mehr in einen Ort voller Märchen und Mythen, wie sie auf den Bierdeckeln von Evros, dem griechischen Gastwirt, stehen. Immer näher kommt sie einem Geheimnis, das ihr all die Jahre beharrlich verschwiegen wurde. Einfühlsam und spannend erzählt Norbert Scheuer in seinem neuen Roman mit dem ihm eigenen poetischen Ton von der Suche einer einsamen jungen Frau nach ihrer Geschichte, nach Zugehörigkeit und Glück.

Eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Herkunft Eine Waise wird zur Autorin ihrer eigenen Geschichte

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
192
Price
22.70 €

Author Description

Norbert Scheuer, geboren 1951, lebt als freier Schriftsteller in der Eifel. Er erhielt zahlreiche Literaturpreise und veröffentlichte zuletzt die Romane "Die Sprache der Vögel" (2015), der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war, "Am Grund des Universums" (2017) und "Winterbienen" (2019), das auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand, zum Bestseller sowie außerdem in viele Sprachen übersetzt wurde. Er erhielt dafür den Wilhelm-Raabe-Preis 2019 und den Evangelischen Buchpreis 2020.

Posts

1
All
4.5

Ich werde mich verändern

Ein rätselhafter Text mit einer rätselhaften Protagonistin, die selbst das Rätsel ihrer Herkunft zu lüften versucht. Denn Nina weiß nicht, wer ihr Vater ist und wohin ihre Mutter verschwand. Doch auf der Suche nach Antworten, stößt sie bei den „Grauköpfen“ in ihrem Heimatort Kall auf beharrliches Schweigen und Schuld. Norbert Scheuers Text ist von einer beeindruckenden Dichte und stilistischer Vielfalt geprägt. Wir wechseln nicht nur zwischen den Erzählperspektiven, sondern auch zwischen mythischen Episoden und erleuchtenden Rückblicken, Wahrheit und Verdrängung. Alles ist wichtig und gleichzeitig so verschnörkelt und rätselhaft, dass man eigentlich Notizen machen muss, um den Durchblick zu behalten. Protagonistin Nina gibt einem dabei Einblicke in eine traumatische Kindheit und schemenhafte Erinnerungen, die sie selbst nicht deuten kann, und schlägt einem dann wieder die emotionale Tür vor der Nase zu. Mich haben die mehrschichtigen Bilder, deren Norbert Scheuer sich bedient, um das Innenleben seiner Protagonistin zu veranschaulichen, wirklich begeistert, denn so etwas habe ich noch nie gelesen. Diese Lektüre eignet sich super zum gemeinsamen Lesen, rätselraten und mutmaßen. Dass der Roman in eine Erzählwelt eingebettet ist, in der auch die meisten anderen Romane von Norbert Scheuer spielen, macht das Leseerlebnis noch interessanter.

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