Sexistischer Zyniker verkackt sich alles
Das Buch handelt eigentlich nur von dem schrecklich langweiligen Job als Postbote, wobei Chinaski (Bukowski) dauernd nur ans trinken denkt und an weibliche Körperteile. Ausschließlich Körperteile. Er reduziert Frauen das ganze Buch lang auf ihr Äußeres und sexualisiert sie dabei permanent. Weil er so ein zynisches Stück Elend ist, bricht er im Laufe des Buchs jede Beziehung und jeden Job ab, mit Ausnahme des Saufens. Alle paar Seiten gibt es mal eine gesellschaftskritische Textpassage. Dabei ist alles super oberflächlich und verläuft nach dem Motto „Alles ist voll egal, ich hasse meinen Job eh, das einzige tolle im Leben ist saufen und bumsen“. Das damit auf eine realistische & morbide Art die Absurdität des entfremdeten Arbeitslebens gezeigt wird, stimmt zwar, bietet aber aus der Perspektive Chinaskis keinen wirklichen Mehrwert. Statt einem revolutionären Gedanken oder einer Art Selbstverwirklichung ausserhalb des Berufslebens, erlebt Chinaski keinerlei Persöhnlichkeitsentwicklung und bleibt einfach ein pessimistisches Arschloch. Den einzigen Wert den ich in diesem Buch finden kann ist, dass man nicht so verbittert enden möchte wie das Alter Ego von Bukowski und das kapitalistische Stiefellecker Vollidioten sind. Aber vielleicht ist das ja auch schon was.







