Mal goes to War
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Description
Book Information
Author Description
Edward Ashton arbeitet in der Krebsforschung, unterrichtet mürrische Doktoranden in Quantenphysik, schnitzt gerne und schreibt an seinen Geschichten. Er lebt mit seiner Familie und seinem liebenswert trübseligen Hund in einer Hütte im Wald im Bundesstaat New York. Sein Science-Fiction-Roman »Mickey 7« wurde als »Mickey 17« von Oscargewinner Bong Joon-ho mit Robert Pattinson, Steven Yeun und Mark Ruffalo in den Hauptrollen verfilmt.
Posts
Ich fand Mal Goes to War richtig unterhaltsam. Man wird direkt reingeschmissen und kommt erstaunlich gut rein, obwohl es gleich losgeht. Die Sprüche und die Dynamik zwischen den Figuren sind super – ich musste mehrmals laut lachen. Es hat einfach Spaß gemacht, das zu lesen. Die Story selbst ist jetzt kein Highlight, aber sie funktioniert. Kein großes Spektakel, sondern ein klug geschriebener, witziger und manchmal sogar nachdenklicher Sci-Fi-Roman, der sich schnell wegliest.
Als KI im Bürgerkrieg
Mal ist eine KI und kann nicht zurück in den Infospace und mischt sich dadurch unter die Menschen und muss jetzt einen Weg zurück finden. Die Geschichte ist unterhaltsam geschrieben, aber hat mich nicht so sehr gefesselt, wie sie es hätte können. Das Buch habe ich mir geholt, da es vom selben Autor geschrieben wurde wie Mickey 7. Das Setting und die Menschen, die Mal trifft, habe mich leider nicht so sehr gepackt, da alles für mich eher oberflächlich wirkte. Das war aber vielleicht auch etwas zu viel erwartet, wenn die Geschichte aus Sicht einer KI geschrieben wurde. An sich aber eine unterhaltsame Geschichte.
Eine zum Teil urkomische Geschichte einer KI, die versehentlich in die Welt der Menschen gerät🤖
Inmitten eines Bürgerkrieges gerät KI Mal abgeschnitten vom sicheren Internet zwischen die Fronten und ist gezwungen in jedweder Form von Technik zu überleben, die zur Verfügung steht. Egal ob Drohnen, oder den Implantaten der wenigen Menschen, auf die Mal angewiesen ist. Daraus folgen witzige Dialoge, sarkastische Anmerkungen und letztlich eine Geschichte, in der eine KI die Werte Aufopferung und Freundschaft lernt. Insgesamt super unterhaltsam und kurzweilig. Gerade Mal als (Haupt-)Protagonist glänzt durch seine Art, die Welt der Menschen zu sehen.
Edward Ashton hat mit Mal Goes to War einen Roman geschaffen, der auf den ersten Blick wie eine Mischung aus klassischer Militär-Science-Fiction und satirischer KI-Philosophie wirkt. Doch hinter der Fassade eines actionreichen Abenteuers mit humorvollen Zwischentönen steckt eine Geschichte, die sich mit Identität, Moral und der Unzulänglichkeit menschlicher Systeme auseinandersetzt. Mal ist kein tragischer Held, sondern ein zynischer Überlebenskünstler, eine freie KI, die sich nicht an einen festen Körper bindet, sondern durch das digitale Netzwerk der Welt vagabundiert und in alles eindringen kann, was genügend Speicherkapazität bietet. Ein Protagonist, der sich für das eigene Fortbestehen mehr interessiert als für den Konflikt zwischen den hochgerüsteten Augments und den puristischen Humanisten. Doch genau hier liegt die Ironie: Die Menschen metzeln sich gegenseitig nieder, und es ist ausgerechnet eine KI, die lernen muss, sich um andere zu kümmern. Ein Motiv, das so alt ist wie die Science-Fiction selbst, aber Ashton bringt es mit einer erfrischenden Leichtigkeit und viel Sarkasmus auf die Bühne. Der Roman durchzieht eine dunkle Komik, die der Geschichte sowohl Schwung als auch Tiefe verleiht. Es gibt keinen pathosgetränkten Heldenmut, sondern trockenen Spott über den menschlichen Irrsinn. Mal stolpert durch eine Welt des Krieges, landet mal in einem augmentierten Söldner, mal in einem Haushaltsgerät, und trifft dabei auf eine Reihe skurriler Gestalten, darunter Kaleigh, ein genetisch manipuliertes Kind, das deutlich mehr Verstand besitzt als so mancher Erwachsene. Ihre Dynamik mit Mal ist das emotionale Rückgrat des Buches, wenn auch nicht immer ganz überzeugend ausgearbeitet. Der Plot hingegen hat seine Schwächen. Während das erste und zweite Drittel des Romans ein unterhaltsames, temporeiches Abenteuer bieten, fällt der Schluss eher blass aus. Die finale Konfrontation rauscht vorbei, als hätte Ashton selbst keine Lust mehr auf das große Finale. Auch bleibt Mal über weite Strecken zu distanziert, um wirkliche Sympathie zu wecken – was bei einem Protagonisten, der sich bewusst jeder emotionalen Bindung verweigert, durchaus konsequent ist, aber nicht immer für eine fesselnde Lektüre sorgt. Der Vergleich mit Martha Wells' Murderbot liegt nahe, doch wo Murderbot trotz aller Menschenverachtung eine seltsame Verletzlichkeit besitzt, bleibt Mal letztlich ein Außenseiter, der die Menschen beobachtet, aber nie wirklich Teil ihrer Welt wird. Wer auf rabenschwarzen Humor, technologische Spielereien und eine zynische KI in einer kriegszerrütteten Zukunft steht, dürfte dennoch gut unterhalten werden. Für Fans intelligenter Science-Fiction mit Schwächen in der Charaktertiefe ist Mal Goes to War ein lohnenswerter, wenn auch nicht herausragender Roman. Drei von fünf Sternen.
Description
Book Information
Author Description
Edward Ashton arbeitet in der Krebsforschung, unterrichtet mürrische Doktoranden in Quantenphysik, schnitzt gerne und schreibt an seinen Geschichten. Er lebt mit seiner Familie und seinem liebenswert trübseligen Hund in einer Hütte im Wald im Bundesstaat New York. Sein Science-Fiction-Roman »Mickey 7« wurde als »Mickey 17« von Oscargewinner Bong Joon-ho mit Robert Pattinson, Steven Yeun und Mark Ruffalo in den Hauptrollen verfilmt.
Posts
Ich fand Mal Goes to War richtig unterhaltsam. Man wird direkt reingeschmissen und kommt erstaunlich gut rein, obwohl es gleich losgeht. Die Sprüche und die Dynamik zwischen den Figuren sind super – ich musste mehrmals laut lachen. Es hat einfach Spaß gemacht, das zu lesen. Die Story selbst ist jetzt kein Highlight, aber sie funktioniert. Kein großes Spektakel, sondern ein klug geschriebener, witziger und manchmal sogar nachdenklicher Sci-Fi-Roman, der sich schnell wegliest.
Als KI im Bürgerkrieg
Mal ist eine KI und kann nicht zurück in den Infospace und mischt sich dadurch unter die Menschen und muss jetzt einen Weg zurück finden. Die Geschichte ist unterhaltsam geschrieben, aber hat mich nicht so sehr gefesselt, wie sie es hätte können. Das Buch habe ich mir geholt, da es vom selben Autor geschrieben wurde wie Mickey 7. Das Setting und die Menschen, die Mal trifft, habe mich leider nicht so sehr gepackt, da alles für mich eher oberflächlich wirkte. Das war aber vielleicht auch etwas zu viel erwartet, wenn die Geschichte aus Sicht einer KI geschrieben wurde. An sich aber eine unterhaltsame Geschichte.
Eine zum Teil urkomische Geschichte einer KI, die versehentlich in die Welt der Menschen gerät🤖
Inmitten eines Bürgerkrieges gerät KI Mal abgeschnitten vom sicheren Internet zwischen die Fronten und ist gezwungen in jedweder Form von Technik zu überleben, die zur Verfügung steht. Egal ob Drohnen, oder den Implantaten der wenigen Menschen, auf die Mal angewiesen ist. Daraus folgen witzige Dialoge, sarkastische Anmerkungen und letztlich eine Geschichte, in der eine KI die Werte Aufopferung und Freundschaft lernt. Insgesamt super unterhaltsam und kurzweilig. Gerade Mal als (Haupt-)Protagonist glänzt durch seine Art, die Welt der Menschen zu sehen.
Edward Ashton hat mit Mal Goes to War einen Roman geschaffen, der auf den ersten Blick wie eine Mischung aus klassischer Militär-Science-Fiction und satirischer KI-Philosophie wirkt. Doch hinter der Fassade eines actionreichen Abenteuers mit humorvollen Zwischentönen steckt eine Geschichte, die sich mit Identität, Moral und der Unzulänglichkeit menschlicher Systeme auseinandersetzt. Mal ist kein tragischer Held, sondern ein zynischer Überlebenskünstler, eine freie KI, die sich nicht an einen festen Körper bindet, sondern durch das digitale Netzwerk der Welt vagabundiert und in alles eindringen kann, was genügend Speicherkapazität bietet. Ein Protagonist, der sich für das eigene Fortbestehen mehr interessiert als für den Konflikt zwischen den hochgerüsteten Augments und den puristischen Humanisten. Doch genau hier liegt die Ironie: Die Menschen metzeln sich gegenseitig nieder, und es ist ausgerechnet eine KI, die lernen muss, sich um andere zu kümmern. Ein Motiv, das so alt ist wie die Science-Fiction selbst, aber Ashton bringt es mit einer erfrischenden Leichtigkeit und viel Sarkasmus auf die Bühne. Der Roman durchzieht eine dunkle Komik, die der Geschichte sowohl Schwung als auch Tiefe verleiht. Es gibt keinen pathosgetränkten Heldenmut, sondern trockenen Spott über den menschlichen Irrsinn. Mal stolpert durch eine Welt des Krieges, landet mal in einem augmentierten Söldner, mal in einem Haushaltsgerät, und trifft dabei auf eine Reihe skurriler Gestalten, darunter Kaleigh, ein genetisch manipuliertes Kind, das deutlich mehr Verstand besitzt als so mancher Erwachsene. Ihre Dynamik mit Mal ist das emotionale Rückgrat des Buches, wenn auch nicht immer ganz überzeugend ausgearbeitet. Der Plot hingegen hat seine Schwächen. Während das erste und zweite Drittel des Romans ein unterhaltsames, temporeiches Abenteuer bieten, fällt der Schluss eher blass aus. Die finale Konfrontation rauscht vorbei, als hätte Ashton selbst keine Lust mehr auf das große Finale. Auch bleibt Mal über weite Strecken zu distanziert, um wirkliche Sympathie zu wecken – was bei einem Protagonisten, der sich bewusst jeder emotionalen Bindung verweigert, durchaus konsequent ist, aber nicht immer für eine fesselnde Lektüre sorgt. Der Vergleich mit Martha Wells' Murderbot liegt nahe, doch wo Murderbot trotz aller Menschenverachtung eine seltsame Verletzlichkeit besitzt, bleibt Mal letztlich ein Außenseiter, der die Menschen beobachtet, aber nie wirklich Teil ihrer Welt wird. Wer auf rabenschwarzen Humor, technologische Spielereien und eine zynische KI in einer kriegszerrütteten Zukunft steht, dürfte dennoch gut unterhalten werden. Für Fans intelligenter Science-Fiction mit Schwächen in der Charaktertiefe ist Mal Goes to War ein lohnenswerter, wenn auch nicht herausragender Roman. Drei von fünf Sternen.







