Maigret kämpft um den Kopf eines Mannes

Maigret kämpft um den Kopf eines Mannes

Hardback
4.64
KommissarGefängnisausbruchQuai Des OrfevresLa Santé

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Description

Eine amerikanische Diplomatenwitwe und ihre Zofe wurden grausam ermordet. Schwer verdächtig ist Joseph Heurtin, der 27-jährige Laufbursche eines Blumenhändlers. Heurtin schweigt und wird zum Tode verurteilt. Nur Maigret ist von seiner Unschuld überzeugt und greift zu drastischen Ermittlungsmethoden: Er inszeniert Heurtins Flucht aus dem Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses La Santé und lässt ihn von seinen Männern beschatten. Als die Befreiungsaktion ans Licht kommt, gerät der Kommissar unter Druck - wie noch nie in seiner Karriere. Maigret erklärt, dass er den Mörder innerhalb von zehn Tagen finden werde, andernfalls trete er zurück. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...Maigrets 5. Fall spielt in Paris und im nahen Saint-Cloud.

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
208
Price
19.40 €

Author Description

Georges Simenon, geboren am 13. Februar 1903 im belgischen Liège, ist der »meistgelesene, meistübersetzte, meistverfilmte, mit einem Wort: der erfolgreichste Schriftsteller des 20. Jahrhunderts« (Die Zeit). Seine erstaunliche literarische Produktivität (75 Maigret-Romane, 117 weitere Romane und über 150 Erzählungen), seine Rastlosigkeit und seine Umtriebigkeit bestimmten sein Leben: Um einen Roman zu schreiben, brauchte er selten länger als zehn Tage, er bereiste die halbe Welt, war zweimal verheiratet und unterhielt Verhältnisse mit unzähligen Frauen. 1929 schuf er seine bekannteste Figur, die ihn reich und weltberühmt machte: Kommissar Maigret. Aber Simenon war nicht zufrieden, er sehnte sich nach dem »großen« Roman ohne jedes Verbrechen, der die Leser nur durch psychologische Spannung in seinen Bann ziehen sollte. Seine Romane ohne Maigret erschienen ab 1931. Sie waren zwar weniger erfolgreich als die Krimis mit dem Pfeife rauchenden Kommissar, vergrößerten aber sein literarisches Ansehen. Simenon wurde von Kritiker*innen und Schriftstellerkolleg*innen bewundert und war immer wieder für den Literaturnobelpreis im Gespräch. 1972 brach er bei seinem 193. Roman die Arbeit ab und ließ die Berufsbezeichnung »Schriftsteller« aus seinem Pass streichen. Von Simenons Romanen wurden über 500 Millionen Exemplare verkauft, und sie werden bis heute weltweit gelesen. In seinem Leben wie in seinen Büchern war Simenon immer auf der Suche nach dem, »was bei allen Menschen gleich ist«, was sie in ihrem Innersten ausmacht, und was sich nie ändert. Das macht seine Bücher bis heute so zeitlos.

Posts

3
All
4

Sehr unterhaltsamer Kriminalroman um Kommissar Maigret.

5

Bereits während der Lektüre meines ersten Maigrets war mir klar, dass mir dieser Kommissar gefällt. Doch wie sehr, wurde mir erst bewusst, als ich "Maigret kämpft um den Kopf eines Mannes" las. Eigentlich wollte ich ja den zweiten Teil der Reihe in Angriff nehmen, aber den hat die Bibliothek leider nicht im Sortiment. Also griff ich einfach zum nächsten Titel der chronologischen Reihenfolge, der dort erhältlich ist. Da mir dieser jedoch so gefallen hat, mache ich mir nun Sorgen, dass alle weiteren Maigret-Romane in seinem Schatten stehen werden. War ich bereits bei meinem ersten Maigret etwas verwirrt, so war dieser Band in jeder Hinsicht noch viel kurioser. Er beginnt nämlich mit einem Ausbruch aus dem Gefängnis - organisiert von keinem Geringeren als Maigret selbst! Da musste ich gleich auf den ersten Seiten leer schlucken (nein, ich hatte den Rückentext extra nicht gelesen!). Dann erfahren wir Schritt für Schritt, was Maigret zu diesem Schritt bewogen hat. Bewegend fand ich dabei, dass wir feststellen, dass auch der Held dieser Reihe nicht unfehlbar ist. Aber er steht dafür gerade, wenn es sein muss, auch mit seiner Karriere. Dies machte mir diesen sanften Hünen von Kommissar nur noch sympathischer und viel zu schnell neigte sich das Buch dem Ende zu. Auch hier war ich am Ende wieder total überrascht, weil ich aus den Geschehnissen selber gar nicht wirklich klug geworden bin. Ob Simenon seine Romane extra so schreibt? Vielleicht habe ich noch nicht genug seiner Bücher gelesen, um aus diesen Fragmenten wirklich etwas herauspicken zu können. Da ich aber sicherlich noch mehr Simenon lesen werde, hoffe ich, mir diese Fähigkeit irgendwann aneignen zu können. Ein eindrücklicher Krimi, wundervoll erzählt von einem talentierten Wortakrobaten und ausgestattet mit einem Kommissar, der sich auf seine ganz eigene Art und Weise durch das herbstliche Paris schlägt.

4.5

Einer der besten Maigrets. Spannend von Anfang bis Ende. Besonders interessant: Maigret exponiert sich, riskiert sein Amt. Wenn er nicht innert zehn Tagen den wahren Mörder einer Witwe und einer Haushälterin findet, verliert er seinen Job. Kurze, hektische Sprache zu Beginn. Herrlich monologisierend, analysierend gegen Ende. Ein echter Antipode, ein zynisch-intellektueller Kaffeetrinker aus dem Osten, bringt Maigret beinahe zur Verzweiflung. Das ist hervorragend geschrieben, vor allem die Charakterstudie des Mörders mit der genialen Abschlussszene mit dem Ausrutscher vor dem Schafott. Band Nr. 5 von 75, hier hat sich Simenon noch eine echte Story überlegt.

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