Lisa

Lisa

Hardback
2.68
Virtuelle WeltSerienmörderinGegenwartsliteraturLisa

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Description

Lisa, eine Schwerkriminelle, begeht auf der ganzen Welt rätselhafte Verbrechen. Die Zeichen mehren sich, dass ein Mann ihr nächstes Opfer wird: Sie ist bereits in seine Wohnung eingebrochen. Doch sie bleibt unsichtbar, außer ihrer DNA gibt es keine einzige Spur. Verschanzt in einem verlassenen Landhaus, mit reichlich Whiskey und Koks, spricht der Mann jeden Abend per Internet-Radio zu einem virtuellen Publikum. Komisch bis zum bitteren Ende erzählt Thomas Glavinic aus Österreich vom unsichtbaren Grauen der virtuellen Welt. "Lisa" ist ein Meisterwerk zwischen Humor und Horror, ein Psychogramm des Grauens. Denn Lisa ist überall.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
208
Price
18.40 €

Author Description

Thomas Glavinic wurde 1972 in Graz geboren. 1998 erschien sein Debüt Carl Haffners Liebe zum Unentschieden. Es folgten u.a. Die Arbeit der Nacht (2006), Das bin doch ich (2007), Das Leben der Wünsche (2009) und Das größere Wunder (2013). Seine Romane Der Kameramörder (2001) und Wie man leben soll (2004) wurden fürs Kino verfilmt. Thomas Glavinic erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Seine Romane sind in 18 Sprachen übersetzt. Er lebt in Wien.

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Was Thomas Glavinic seinen Leser*innen hier anbietet ist die Studie eines Menschen, der in seiner eigenen Echokammer sitzt, den niemand aus seiner Paranoia und dem sich immer weiter zuspitzenden Wahnsinn befreien kann, da es einfach niemand anderen gibt. Tom, der Protagonist, dessen Monologe in ein Internetradio, bei dem er gar nicht weiß, ob überhaupt irgendjemand zuhört, wir Leser*innen erleben, lässt sich über Sex, Politik und Religion aus und liefert dabei immer Punkte, bei denen man ihm zustimmen möchte, nur um im nächsten Moment wieder vor den Kopf zu stoßen. So ungefähr wie die Theorie von Lisa also, eine Killerin, die an allen möglichen Orten auf der Erde unterwegs ist, die grausamsten Verbrechen begeht, die aber niemand gesehen haben will, bei der aber vorhandene DNA-Beweise eine (scheinbar) deutliche Sprache, ob ihrer Existenz sprechen. Man fragt sich zwar schlussendlich was man aus ,,Lisa" mitnehmen soll, eine unterhaltsame, irritierende Generalabrechnung mit der Moderne ist Thomas Glavinic allerdings auf jeden Fall gelungen.

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