Der Kameramörder

Der Kameramörder

Softcover
3.160
MörderGegenwartsliteraturMordFernsehen

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Description

Mit seiner Lebensgefährtin besucht der Erzähler ein befreundetes Paar in der Steiermark. In den Medien wird über einen Doppelmord an zwei Kindern berichtet, den der Mörder mit einer Videokamera aufgenommen haben soll. Und während die vier Freunde zwischen Fernseher und Kartenspiel, Küche und Gesprächen hin und her pendeln, wird ganz in ihrer Nähe fieberhaft nach dem Mörder gesucht.


»Wo Glavinic steht, das wissen wir nach diesem Buch: in der ersten Reihe der deutschsprachigen Literatur.«
Daniel Kehlmann, Literaturen

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Classic
Format
Softcover
Pages
160
Price
13.40 €

Author Description

Thomas Glavinic wurde 1972 in Graz geboren. Sein erster Roman ›Carl Haffners Liebe zum Unentschieden‹ erschien 1998. Danach folgten u.a. die Romane ›Der Kameramörder‹, der mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet wurde, ›Wie man leben soll‹ und ›Die Arbeit der Nacht‹. ›Das bin doch ich‹ stand 2007 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Zuletzt erschienen die Romane ›Das größere Wunder‹ und ›Der Jonas-Komplex‹. Zahlreiche seiner Romane wurden für die Bühne adaptiert und verfilmt. Seine Werke sind in 20 Sprachen übersetzt.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
N/A
N/A
20%
N/A
1%
N/A
12%
N/A
N/A
N/A

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
17%
15%
N/A
N/A

Pace

Fast0%
Slow100%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%

Posts

5
All
1

Was war das denn

Hat mir leider garnicht gefallen. Es gibt keine Kapitel in dem Buch, das bedeutet man unterbricht immer in den völlig belanglosen Sätzen, die zur genüge beschrieben wurden. Es interessiert echt niemanden, wie das Federballspiel ausging, oder was dort zum 10. mal gegessen wurde. Es wurde überhaupt keine Spannung aufgebaut und war absolut mühsam zu lesen. Definitiv keine Empfehlung

3

Ich schätze Thomas Glavinic sehr, weil er ein mutiger, innovativer Literat ist. Seine Texte sind immer speziell, einfallsreich, drüber, fordernd und nachhallend. Er spielt mit Gedanken und experimentiert mit literarischen Genres. „Der Kameramörder“ hat mir noch gefehlt und hat all das eingelöst: Zwei befreundete Pärchen wollen gemeinsam ein angenehmes verlängertes Osterwochenende in der Steiermark verbringen. Doch schnell wird ihre Ausgelassenheit durch einen abscheulichen Mord an zwei Kindern ganz in der Nähe ihres Ferienhauses gestört. Die Aufarbeitung dieses Falles verfolgen sie in Funk und Fernsehen, bis die Ermittlungen immer dichger auf sie zukommen. Ist der Kameramörder in ihrer Nähe?! Nun könnte man meinen, man hat es mit einem Krimi zu tun: Jein. Glavinic verbindet Krimi-Elemente mit denen eines Gesellschaftsromans. Über die Grausamkeit des Falles zeigt er den Voyeurismus der Medien einerseits, aber auch des Publikums andererseits auf. Kurz gesagt: Mord und Todschlag fasziniert die Menschen. Dieses gesellschaftliche Thema ist aktueller denn je. True-Crime-Podcasts und -Serien gehen durch die Decke. Je grausamer Artikel im Netz anmuten, desto mehr Clicks bekommen sie. Glavinic deckt genau das in seiner Novelle auf. Wer sind die(Mit-)Täter*innen? Mit dieser Frage spielt die Novelle bis zum letzten Satz. Nicht nur inhaltlich ist der kurze Text schwer zu ertragen. Der Ich-Erzähler berichtet von diesem Wochenende in einem nüchternen, bürokratischen, soziopathischen Ton. Diesen Ton treibt Glavinic so sehr auf die Spitze, dass der ganze Text satirisch und unrealistisch daherkommt. Das hat mich beim Lesen genervt und letztendlich hat Glavinic mich auch nicht erwischt. Ich wurde nicht Teil des Voyeurismus. Grundsätzlich kann ich mich von True-Crime-Faszination freisprechen. Der Plottwist zum Ende ist stark, kam aber auch nicht ganz unerwartet für mich. Und trotzdem: Glavinic lohnt immer!

1

I hated this book so much, if i could i would give it zero stars but i am forced to give it one star. The book doesn't have any chapters, it's one big chunk of pages, which i am not a fan of. I literally had to skip 30 pages towards the end because it was so boring. The ending didn't make any sense to me. I'll ask Chat GPT later. I wish this book was never written.

2

Sehr interessante Story und wirklich nette Kritik an Medien, sowie Seitenhiebe auf den Klerus. Alles in allem allerdings etwas langwierig (obwohl schnell) zu lesen, weil der Schreibstil für mich auf die Länge gewöhnungsbedürftig war. Die Formulierungen sind zwar oft sehr spielerisch, aber grundsätzlich klingt es wie ein Nicht-Schriftsteller (oder sehr schlechter Reporter), der minutiös die Geschehnisse dokumentiert. Meiner (bestätigten) Vermutung nach, ist dies allerdings so beabsichtigt. :) Ein interessantes Konzept, aber ich bin froh, dass der Roman nicht dicker bzw. länger ist.

3

Den Schreibstil des Romans fand ich gewöhnungsbedürftig, da er komplett im Konjunktiv gehalten ist. Auch ist die Sprache etwas altmodisch und geschwollen. Das passt aber wiederum, da die Geschichte komplett vom Ich-Erzähler wiedergegeben wird und zu einer früheren Zeit spielt. Inhaltlich hatte das Buch meiner Meinung nach, keinen großartigen Spannungsaufbau. Dennoch war das Ende für mich sehr überraschend und gelungen.

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