Liebten wir

Liebten wir

Softcover
4.157
FreundschaftLebensgeschichteTangoSommer

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Description

»Fotos verraten alles. Sie zeigen das, was gezeigt werden soll – aber darüber hinaus zeigen sie die Lücken in den Familien, die schadhaften Stellen am Haus.« Verstohlene Blicke, versteckte Gesten, die Abgründe hinter lächelnden Mündern: Fotografin Mo sieht durch ihre Linse alles. Wenn sie der Welt ohne den Filter ihrer Kamera begegnen soll, wird es kompliziert. Mit ihrer Schwester hat sie sich zerstritten, von ihrem Vater entfremdet. Umso mehr freut sich Mo auf das Familienfest ihres Freundes Leon. Doch das endet in einer Katastrophe. Mo reicht es. Gemeinsam mit Aino, Leons eigensinniger Großmutter, flieht sie nach Finnland. Eine Reise mit vielen Umwegen für die beiden grundverschiedenen Frauen. Als Mo in Helsinki Ainos geheime Lebensgeschichte entdeckt, ist sie selbst ein anderer Mensch.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Softcover
Pages
560
Price
10.30 €

Author Description

Nina Blazon, geboren 1969, studierte Slawistik und Germanistik in Würzburg und lebt inzwischen in Stuttgart, wo sie als freie Journalistin, Autorin und Trainerin für kreatives und therapeutisches Schreiben arbeitet. Nina Blazon ist Autorin zahlreicher Jugendromane. Zu ihren großen Erfolgen zählen "Faunblut", "Totenbraut" und "Der Winter der schwarzen Rosen". Ihr Roman "Liebten wir" wurde von der Presse hymnisch besprochen.

Posts

10
All
4

Eine tolle, ungewöhnliche Geschichte!

Ich bin begeistert! So viel Tiefgang hätte ich nicht erwartet. Ein ungewöhnlicher, ungeplanter finnischer Roadtrip zweier unterschiedlicher Frauen, die sich kaum kennen, wobei Jede ihre Geheimnisse verbirgt.

5

TW: häusliche Gewalt, Krieg Ein absolutes Highlight! Es war einfach nur eine schöne und super spannende Geschichte über zwei ungleiche Frauen, die sich vielleicht doch ähnlicher sind als gedacht. Zwei Familiengeschichten werden erzählt und die Charaktere lernen und wachsen so sehr. Außerdem hat dieses Buch meine bereits vorhandene Liebe zu Finnland nochmal neu entfacht. Großes Kino!

3.5

An manchen Stellen etwas langatmig. Auch Moira war mir am Anfang nicht sehr sympathisch. Aber am Ende machte alles einen Sinn.

3.5

Eigentlich hatte ich keine Lust auf das Buch, der Anfang hat mich dann allerdings doch sehr gepackt. Dadurch vergingen die ersten 100-150 Seiten wie im Flug. Prinzipiell ist es eine gute Geschichte, mit einer interessanten Protagonistin. Allerdings hat es mich in der Mitte sehr verloren. Da zog es sich sehr und ich wusste nicht, wo dieses Buch hin möchte. Das weiß ich auch jetzt noch nicht. Schlussendlich ist es ein "okayishes" Buch gewesen, das allerdings keinen Stammplatz im Bücherregal erhält.

5

Dieses Buch hat mich gleichermaßen berührt wie begeistert. Die junge Mo und die Großmutter Aino treffen zufällig aufeinander und arbeiten gemeinsam ihre Vergangenheiten auf. So kommen tragische, schockierende aber auch romantische Enthüllungen ans Licht, die auch in der Gegenwart eine Rolle spielen. Mir hat die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden sehr gefallen. Anfangs eher distanziert und unsicher und gegen Ende dann so vertraut und freundschaftlich, dass man dem Ende sehr wehmütig entgegen liest.

4

Der erste Roman in diesem Genre von Nina Blazon hat mich überrascht. Zwar ist es zwischendurch etwas langatmig und Mojra ist mir nicht sehr sympatisch mit ihrem "Problemchen" , aber der Roman entwickelte sich in eine Richtung mit vielen Plottwist, die ich nicht erwartet habe. Die Geschichte wird nach hinten hin immer stärker. und am Ende blieben auch keine Fragen offen (so was mag ich ja gar nicht). daher 4 von 5 Sternen

5

TW: häusliche Gewalt, Krieg Ein absolutes Highlight! Es war einfach nur eine schöne und super spannende Geschichte über zwei ungleiche Frauen, die sich vielleicht doch ähnlicher sind als gedacht. Zwei Familiengeschichten werden erzählt und die Charaktere lernen und wachsen so sehr. Außerdem hat dieses Buch meine bereits vorhandene Liebe zu Finnland nochmal neu entfacht. Großes Kino!

3

An sich ist das Buch eine wirklich schöne, wenn auch sehr melancholische Lektüre für Zwischendurch. Mich persönlich könnte sie aber nicht so ganz abholen. Einzig mit Mo's Leidenschaft für Fotografie konnte ich mich identifizieren und deshalb so Interesse weiterzuleiten. Wäre das nicht gewesen, wäre es kein Buch für mich gewesen.

3

Ein leises Echo der Vergangenheit, das zwischen Poesie und Stillstand schwankt.

Nina Blazon beweist in diesem Werk erneut ihre Meisterschaft für einen poetischen, atmosphärisch dichten Schreibstil, der den Leser in eine Welt voller Nuancen entführt. Das Setting ist geprägt von einer melancholischen Schönheit, wobei die Autorin es versteht, die Umgebung fast wie einen eigenen Charakter mitfühlen zu lassen. Beim Lesen entsteht ein tiefes Gefühl der Sehnsucht, da die Sprache sehr bildhaft und emotional aufgeladen ist. Der Einstieg gelingt durch die feinsinnige Wortwahl mühelos, auch wenn das sehr ruhige, fast schon statische Tempo der Geschichte viel Geduld abverlangt und den Lesefluss bereits zu Beginn merklich entschleunigt. Die Charakterkritik offenbart eine tiefgreifende psychologische Auseinandersetzung mit den Protagonisten, deren Handeln tief in der eigenen Vergangenheit verwurzelt ist. Die Dynamik zwischen den Figuren ist gezeichnet von ungesagten Worten, wirkt jedoch phasenweise so festgefahren, dass die Authentizität unter der mangelnden Kommunikation leidet. Manche Figuren wirken in ihrer passiven Sturheit regelrecht anstrengend, was zwar ihre menschliche Gebrechlichkeit unterstreicht, die Identifikation aber erschwert. Die emotionale Verletzlichkeit wird ohne Kitsch beschrieben, doch die Entwicklung der Beziehungen tritt über weite Strecken auf der Stelle, was die psychologische Spannung leider etwas verwässert. Der Lesespaß ergibt sich primär aus der wunderschönen Sprache, wird jedoch durch massive Längen im Mittelteil getrübt, in denen die ständigen Reflexionen der Charaktere die eigentliche Handlung fast vollständig zum Erliegen bringen. Das emotionale Resümee bleibt dadurch zwiespältig, da die Geschichte zwar universelle Fragen nach Liebe und Verlust stellt, aber nicht immer die nötige erzählerische Kraft findet, um den Leser bis zum Ende emotional zu binden. Ich empfehle diesen Roman Lesern, die literarische Sprachkunst über einen rasanten Plot stellen und sich gerne von einer melancholischen Stimmung tragen lassen, ohne eine schnelle Auflösung zu erwarten. Wissenswertes Nina Blazon, die vor allem für ihre preisgekrönten Fantasy-Jugendbücher bekannt ist, zeigt mit „Liebten wir“ ihre Stärke im Bereich der zeitgenössischen Belletristik für Erwachsene. Der Roman thematisiert die Komplexität von Lebensentscheidungen und familiären Bindungen, wobei die Autorin geschickt verschiedene Zeitebenen miteinander verknüpft. Das Werk lässt sich dem Genre des psychologischen Beziehungsromans zuordnen und besticht durch die für Blazon typische Recherchegenauigkeit und sprachliche Eleganz.

4

Ich bin überrascht davon, wie gut mir die Geschichte gefallen hat. Dass Nina Blazon deren Autorin ist, hatte mich mehr dazu bewegt, "Liebten Wir" eine Chance zu geben, als der Klappentext an sich. Eine junge Fotografin fährt mit der Großmutter ihres Freunds nach Helsinki, wo diese aufgewachsen ist, um ungeklärten Fragen ihrer Vergangenheit nachzugehen. Meine ursprüngliche Erwartung also: ich bekomme eine rührselige, herzerweichende Geschichte, die so ein bisschen vor sich hin plätschern wird. Ist diese erfüllt worden? Nur in dem Sinn, dass Moira und Aino wirklich mein Herz ein bisschen zum Schmelzen gebracht haben. Davon abgesehen, hat sich die Geschichte anders entwickelt, als ich es erwartet habe. Aino ist nicht gerade das stereotypische Exemplar einer melancholischen, sanften Großmutter und auch Moira ist nicht gerade eine Person, die es immer leicht in ihrem Leben hatte. Beide haben ihr Päckchen zu tragen und lernen nur nach und nach, miteinander umzugehen und ein Team zu bilden. An dieser Reise teilhaben zu dürfen, hat mir viel Spaß gemacht, gab es nämlich häufig Momente, die mich entweder zum Schmunzeln, Lachen oder innerlichen Schluchzen gebracht haben. Die Dynamik zwischen den beiden eingemantelt vom Flair Helsinkis inklusive der Nebencharaktere sowie dem Kennenlernen der Vergangenheit der beiden Frauen hat einen Sog auf mich ausgeübt, dem ich mich schwer entziehen konnte. Die Spannung blieb während der gesamten Story erhalten, weil Nina Blazon die vielen bruchstückhaften Einblicke in Ainos oder Moiras Vergangenheit so gekonnt dosiert hat, dass gleichzeitig genug, aber nicht zu viel durch sie preisgegeben wurde. Insgesamt wirkt die Geschichte wahnsinnig authentisch, auch wenn die Rahmenhandlung, wie sie im Klappentext angegeben ist, eher Potenzial für zu viel Kitsch und übertriebene Melancholie zu versprechen scheint. Dadurch wuchsen mir die Figuren sehr ans Herz und ich war ziemlich traurig, als ich mich letztendlich von ihnen verabschieden musste.

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