Leuchtfeuer
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Description
Eine Sommernacht 1985: In einem Vorort von New York steigen drei betrunkene Teenager in ein Auto - und nichts ist mehr wie zuvor. Die Geschwister Sarah und Theo zerbrechen fast an der Last des Geheimnisses, das sie seitdem teilen, und selbst 20 Jahre später bestimmt es ihr Leben. Auch ihr Vater Ben, ein pensionierter Arzt, hadert mit seiner Rolle in jener denkwürdigen Nacht. Doch als Bens Begegnung mit dem zehnjährigen Nachbarsjungen Waldo eine Kette von Ereignissen in Gang setzt, droht das Geheimnis zu platzen und ihrer aller Leben in ungeahnte Bahnen zu lenken.
Book Information
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* Das Leben ist überall, immer *
Ein harmloses Buch und doch unheimlich gewaltig. Ein ruhiges Buch und doch hat es so wahnsinnig viel zu sagen. Nur ein Roman, aber dennoch eine Geschichte über das Leben. Wortgewaltig, detailliert, aus jeder Perspektive beleuchtet. Wie kann ein Geschehniss dein Leben beeinflussen, ist es das Erlebte selbst oder der Umgang damit? Beeindruckendes Buch mit einem permanenten Zeit und Personenwechsel und immer wieder die Frage, was wäre wenn. Absolut lesenswert !

Sehr ergreifende und emotionale Geschichte. Man lernt verschiedene Personen zu unterschiedlichen Zeiten ihres Lebens kennen. Das Buch macht sehr nachdenklich. Ist aber auch so geschrieben, dass ich es in einem durchlesen wollte ohne Unterbrechungen. Am besten hat mir die Vorstellung gefallen, was aus uns wird, wenn wir Tod sind. Einfach schön das zu glauben…. Absolute Leseempfehlung.
Für mich war es ein Highlight. Ein Buch über Liebe, Familie, Geschwister, Verlust, Ängste, das Leben in all seinen Facetten. Wie lebt man mit der Schuld am Tod eines Menschen? Wie , wenn man unter Alkohol stand, ein Jugendlicher war und noch nie ,Auto gefahren ist? Wie lebt man als ein Vater, wenn man keinen Zugang zu seinem Sohn bekommt? Wie lebt es sich mit einer Frau, die an Alzheimer erkrankt? Das sind nur ein paar der Themen, die sich in den 285 Seiten zeigen. Es gibt viele Zeitsprünge und daran muss man sich gewöhnen-auch, dass man aus vielen unterschiedlichen Sichten den Roman erzählt bekommt. Mich hat es zeitweise zu Tränen gerührt und viel zum nachdenken gebracht. Große Leseempfehlung.
Berührend, bedrückend, hoffnungsgebend und schön.
Wie aus falschen Entscheidungen Ereignisse entstehen die das ganze Leben prägen und beeinflussen. Wie unausgesprochene Schuldgefühle das Leben und Beziehungen erschweren. Über neue Chancen, Freundschaften, Verlust, Trauer und vieles mehr... Vielleicht schon fast zu viel für so ein kurzes Buch, einige Themen und Charaktere kamen mir zu kurz vor. Einen Kritikpunkt habe ich auch am Aufbau des Buches, durch die ständig Zeitsprünge konnte mich das Buch nicht so emotional erreichen wie es die Geschichte verdient hätte. Die wechselde Perspektiven fand ich gut, manche kommen wie gesagt zu kurz oder man hätte sie auch ganz weglassen können. Aber im großen und ganzen ist das ein schönes Buch zum lesen, ich denke zum hören nicht so gut geeignet wegen den ständigen Zeitsprüngen.

Eine Geschichte über zwei Familien und die Frage, wie geht man auf lange Sicht damit um, wenn man Schuld auf sich geladen hat. Das Buch springt durch verschiedene Zeitebenen. Am Anfang hatte ich meine Schwierigkeiten, weil die Wechsel nicht chronologisch waren. Insgesamt aber ein empfehlenswertes Buch.
Leichtigkeit und Tiefe zugleich
Das 3. Newton- Gesetz: ,,Jede Aktion in der Natur löst eine ebenso große und entgegengesetzte Aktion aus.“ Ausgangspunkt dieses Romans ist ein Autounfall, in den die Geschwister Sarah (alkoholisiert) und Theo Wilf (Fahrer noch ohne Fahrerlaubnis) schuldhaft verstrickt sind, dabei kommt die auf dem Beifahrersitz sitzende Freundin ums Leben. Dieses Ereignis überschattet fortan die Leben aller vier Familienmitglieder, denn durch eine Verstrickung von Ereignissen können und müssen die Kinder keine Verantwortung für den Unfall übernehmen, es wird nicht thematisiert und dadurch entsteht ein Buckel aus Geheimnissen und Schuld in der bis dato funktionalen Familie. Schräg gegenüber der Familie wohnt Familie Shenkman mit ihrem ungewöhnlichen, genial begabten Sohn Waldo, dessen Lebensweg sich an verschiedenen Punkten mit dem der Familie Wilf kreuzt. Es wird in wechselnden Perspektiven und Zeitsprüngen erzählt, für die Leser aber gut verständlich und nachvollziehbar, dadurch offenbaren sich viele Facetten derselben Vorkommnisse. Auch wenn Schicksalsschläge nicht verhindert werden können, ist doch entscheidend, wie damit umgegangen wird, welche Verantwortlichkeiten, welche Aufarbeitungen erfolgen und ob Gefühle zugelassen und gelebt werden. Diese Roman hat mich soghaft in seinen Bann gezogen und völlig gefesselt – klare Leseempfehlung!
✨Große Leseempfehlung!✨ der Bestseller aus den USA, mehrfach ausgezeichnet, von zahlreichen Medien zu einem der besten Bücher des Jahres gekürt ZWEI FAMILIEN. EINE NACHT. EINE ENTSCHEIDUNG, DIE IHRE LEBEN FÜR IMMER VERÄNDERT. Amerikanischer Familienroman über Liebe, Schmerz und Heilung Mein Leseeindruck: Wir lernen den kleinen Waldo kennen, ein kleiner Nerd, der von seinem Vater nicht beachtet wird und welcher sich schwer tut mit seinem Sohn und mit seinen eigenen Dämonen beschäftigt ist und einer langsam zerbrechenden Ehe. Und dann gibt es die Nachbarn in der Division Street, ein passionierter pensionierter Arzt und seine in die Demenz gleitende Ehefrau, die er einst so sehr liebte und seine drei Kinder, die jeder für sich ihre Themen haben. Belastet von einer ereignisreichen Sommernacht im Jahre 1985, die alles verändert hat. Doch als Ben Wilf dem zehnjährigen Waldo begegnet wird eine Kette neuer Ereignisse in Gang gesetzt, die aller Leben in ungeahnte Bahnen lenkt. Ein Roman, der mich Ende letzten Jahres sehr beschäftigt hat und den ich euch als Geschenk zu Weihnachten ans Herz gelegt habe. Ich denke noch immer gerne an diesen Roman, und da die Geschichte im April dieses Jahres im TB-Format erschienen ist, ein Grund mehr ihn heute nochmal vorzustellen. Für Freunde amerikanischer Literatur und Kultur ein Muss zu Lesen, wie ich finde. Wer also noch eine schöne, spannende, einzigartige Lektüre sucht ist hier richtig! Dieser Roman hat mich sehr berührt, ist voll tiefgreifender Wahrheiten. Tolles Cover und gute Übersetzung. Fazit: Selten wird so mitreißend, intelligent und mitfühlend über Familie, Liebe, Schmerz und Heilung geschrieben, wie es Dani Shapiro gelungen ist.

Berührend „Leuchtfeuer“ von Dani Shapiro wollte ich schon seit einer ganzen Weile lesen und habe es zunächst mit dem Hörbuch versucht.Das hat für mich leider überhaupt nicht funktioniert. Ich kam nicht rein, war verwirrt, weil die Autorin wirklich sehr wild durch die Zeiten springt und mich auf ihrem Weg irgendwo verloren hat. Jetzt wollte ich es nochmal wissen und habe mir das Buch besorgt. Das war eine gute Idee. Beim eigenen Lesen hatte ich mit dem Wechseln der Personen und der verschiedenen Zeitebenen überhaupt keine Probleme mehr. Im Gegenteil, ich fand die Sprünge richtig toll. Zum Inhalt: Das Buch beginnt mit einem tragischen Autounfall im Jahr 1985. Sarah und ihr 15jöhriger Bruder Theo machen gemeinsam mit Sarah‘s Klassenkameradin Misty eine Spritztour mit dem Auto ihrer Eltern. Da Sarah getrunken hat, fährt Theo verbotenerweise und verliert die Kontrolle über das Fahrzeug. Bei dem Unfall verstirbt Misty. Vielleicht war sie direkt tot, vielleicht hat aber auch das Eingreifen von Theo‘s Vater Ben den Tod verursacht. Als Arzt hätte er wissen müssen, dass man bei Verdacht auf Genickbruch, das Unfallopfer auf keinen Fall leichtfertig bewegen sollte. Theo‘s Unfallfahrt wird vertuscht, es gibt keine strafrechtlichen Folgen und die Familie beschließt, dass über den Vorfall nie wieder geredet wird. Die seelischen Folgen bestimmen natürlich trotzdem den weiteren Lebensweg aller Beteiligten. Verwoben wird die Geschichte dieser Familie Wilf mit einer Nachbarfamilie und deren Sohn Waldo. Der hochbegabte Junge hat einen schweren Stand bei seinem Vater und kann dessen Erwartungen überhaupt nicht erfüllen. Keiner versteht ihn, bis auf Dr. Ben Wilf von gegenüber, dem er sich öffnen kann und der ihm wirklich zuhört. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Besonders mochte ich Waldo und Ben, die alle beide große Sympathieträger des Romans sind. Die Autorin beschreibt die Gefühlslagen ihrer Charaktere so gut, dass man sich in jeden Einzelnen sehr gut hineindenken kann. Man erfährt hier sehr gut, wie belastend ein Familiengeheimnis sein kann. In den knapp 300 Seiten werden allerdings noch eine Menge weiterer Themen behandelt. Es gab so 1-2 esoterische Stellen, die hätte ich nicht gebraucht, man kann aber auch gut darüber weglesen. Insgesamt empfehle ich das Buch gerne weiter. Ich mochte es wirklich sehr.
Ein leiser Roman mit Tiefe
Der Roman überzeugt mit facettenreichen Charakteren und einer gelungenen Verflechtung ihrer Geschichten. Durch Perspektiv- und Zeitsprünge entsteht ein stimmiges Bild, das zum Nachdenken anregt. Besonders gegenwärtig ist die Botschaft, den Moment wertzuschätzen und das Hier und Jetzt bewusster wahrzunehmen. Auch wenn es an klassischer Spannung fehlt und das gewisse Etwas vermisst wurde, bleibt der Roman gut lesbar und inhaltlich stark. Kein Pageturner – aber definitiv ein Buch, das einen beschäftigt. "Aber niemand sagt dir, wie lange es dauert, bis der Mensch, den du geliebt hast, in deiner Erinnerung wieder der wird, der er war, bevor er krank wurde, bevor er dahinsiechte."
Und dann gibt es da noch die große Eiche in der Straße, die allen Schicksalen strotzt und weiter wächst.
Leuchtfeuer - Dani Shapiro 288 Seiten @hanserblau Zitate: "Die Katerstimmung nach seiner Wut ist stets schlimmer, als die Welt selbst." "Das Sterben eines Sterns dauert Millionen Jahren." Inhalt: 1985 - 3 Jugendliche steigen in ein Auto. Theo, der jüngste, fährt. Einer der Teenager stirbt. Das Leben der Familie Wilf gerät aus der Bahn und der Unfall begleitet sie wie ein Schatten. Theos Schwester Sarah, nimmt damals alle Schuld auf sich und danach wird nie wieder darüber gesprochen. Nicht untereinander, nicht mit den Eltern, nicht mit sonst irgendjemand. Familie Schenkerman wohnt in der gleichen Straße und in jener Schicksalhaften Nacht passiert auch dort etwas, dass das Leben aller verändert. Und dann gibt es da noch die große Eiche in der Straße, die allen Schicksalen strotzt und weiter wächst. Inhalt: Eine Geschichte über große Erwartungen, Träume und Anfängen. Aber auch vom Scheitern, Verlust, letzte Male und all die Hoffnung dazwischen. Ein Roman der sehr nah geht, weil er so echt ist. Ein sehr melancholisch gestimmtes Buch, das zum Nachdenken anregt. Eine Erzählperspektive hätte mich in dieser Geschichte noch ganz besonders interessiert, die leider nicht zu Wort kommt. Mehr zu meiner Meinung findet ihr auf Youtube im Lesemonat April. Kennt ihr das Buch?
Lebt die Seele nach dem Tod weiter? Eine Frage, die in dem Buch immer wieder gestellt wird.
Leuchtfeuer hat mich aufgrund des wunderschönen Covers immer wieder angesprochen. Weiterhin fand ich den Klappentext einfach super spannend. Das Buch hat sich für mich jedoch in einer komplett andere Richtung entwickelt, wie ich es erwartet habe. Ich dachte, dass es eher in die Richtung Spannungsroman evtl. mit Thriller-Anteil geht. Aber nein, es ist eine tiefgründige, berührende Geschichte über zwei Familien. Die einzelnen Charaktere wurden wunderschön gezeichnet. Insbesondere Waldo mit seinem Autismus fand ich sehr berührend. Bei Sarah und Theo konnte ich sehr gut nachempfinden, wie sie mit ihrer Vergangenheit gehadert haben. Und auch Ben und der Vater von Waldo hatten jeweils ihre ganz eigenen Charakterzüge, die gut nachvollziehbar gezeichnet wurden. Das Buch spielt auf verschiedenen Zeitebenen und kehrt immer mal wieder in einer Zeitebenen zurück. Besonders spannend fand ich, dass immer wieder das Leben in der Zukubft eines Protagonisten gezeichnet wird, aber eben auch die Rückschau sehr gut dargestellt wird. Insgesamt geht es in dem Buch sehr viel um das Thema Einsamkeit und Tod. Aber auch um eine wunderschöne Freundschaft zwischen zwei Menschen, die auf dem ersten Blick sehr unterschiedlich sind. Obwohl meine Erwartungen und die Realität sehr weit auseinander gehen, muss ich sagen, dass das Buch genau richtig so ist, wie es ist. Triggerwarnung ⬇️: Autounfall mit Todesfolge eines Teenagers, Autismus, Krebs, Alkoholismus, Alzheimer mit Todesfolge
Ein ruhiger, nachdenklicher Roman, der mich total gepackt hat. Es geht um eine Familie, deren Leben nach einem tragischen Unfall nie wieder ganz zur Ruhe kommt. Die Geschichte springt zwischen den Zeiten und zeigt, wie Schuld, Schweigen und Liebe sich über Jahrzehnte ziehen können. Der Schreibstil von Dani Shapiro ist einfach wunderschön. „Es sieht aus, als wäre das Meer mit Abertausenden flimmernden Sternen gefüllt. Vielleicht ist jeder einzelne das, was von jeder Seele bleibt, die je gelebt hat; vielleicht ist Zeit kein Kontinuum, sondern Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft entfalten sich immer und ewig.“ „Mit jeder Entscheidung verändern sich die Schleifen unseres Lebens – und unserer Zukunft; jeden Tag schreiben wir den Verlauf unserer Geschichte von Neuem, nur das, was hinter uns liegt, kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden.“
"Alles ist miteinander verbunden" Ein kluger, wortgewandter, warmer und emotionaler Roman über Familie, Verlust und Schuld. Geschrieben aus verschiedenen Perspektiven mit Zeitsprüngen, das mag zunächst anstrengend erscheinen, ist es aber ganz und gar nicht. Gerade das macht es so fesselnd und facettenreich. Hat es in die Jahreshighlights geschafft ✨
Sehr berührend und ohne viel Schnick Schnack
„Leuchtfeuer“ von Dani Shapiro hat mich zutiefst berührt und mitgerissen. Die miteinander verbundenen Schicksale der Figuren, ihre alltäglichen Sorgen, Hoffnungen und Verluste, sind so fein und eindringlich geschildert, dass ich beim Lesen wirklich mindestens alle zehn Seiten weinen musste. Es ist erstaunlich, wie es Shapiro gelingt, eine Geschichte mit nur wenig dramatischen Wendungen oder verrückten Überraschungen so bewegend und fesselnd zu gestalten. Die Charaktere erscheinen vollkommen echt und greifbar und gerade diese Bodenständigkeit, gepaart mit der emotionalen Tiefe, haben mich vollkommen in den Bann gezogen. Besonders gut gefallen hat mir der Erzählstil mit den Zeitsprüngen und verschiedenen Perspektiven. Diese Struktur hat die Geschichte lebendig und facettenreich gemacht und zugleich Einblicke in die Entwicklung der Figuren und ihre inneren Kämpfe gegeben. Einzig der Teil während der Pandemie 2020 hat mich ein wenig irritiert – ich bin wohl einfach noch nicht bereit, mich in der Literatur mit dieser Zeit auseinanderzusetzen. Doch das ist eher mein persönliches Problem und mindert nicht die Qualität des Romans. Am Ende fügt Shapiro noch einen leicht mystischen, esoterischen Aspekt hinzu, was mich zunächst überrascht hat. Doch selbst dieser Teil fügt sich wunderbar in die Erzählung ein und verleiht ihr eine zusätzliche, tiefere Bedeutung. Ich kann „Leuchtfeuer“ jedem empfehlen, der Geschichten schätzt, die das (leider zumindest in großen Teilen) Alltägliche auf so berührende Weise darstellen. Ein wirklich bemerkenswertes Buch, das mich nachhaltig bewegt hat.
Ein berührendes Buch, das - trotz der zum Teil verwirrenden Zeitsprünge - flüssig und stimmig geschrieben ist. Der Frage "Was wäre, wenn ich damals nicht....?" wird hier beispielhaft anhand einer greifbaren, sehr lebensnahen Familie nachgegangen. Das hat mich wirklich gecatcht. Womit ich mich leider etwas schwer tat, waren die spirituellen Motive in der Geschichte. Das mag anderen Leser*innen aber durchaus gefallen. Lest ruhig selbst rein... es lohnt sich auf jeden Fall.
Achtung, es folgt eine Lobeshymne… auf dieses wundervolle, traurig-schöne, großartige Buch.
Leuchtfeuer hat eine Weile auf meinem SUB verbracht und im Nachhinein verstehe ich überhaupt nicht mehr, weshalb ich das Buch zweimal angefangen habe und wieder weggelegt. Nach den ersten Seiten hat es mich beim dritten Versuch so hineingezogen und ich habe die Story in zwei Tagen verschlungen. Ich bin Hin und Weg von so viel Tiefgang, stark ausgearbeiteten Charakteren und so vielen schönen, philosophisch anmutenden Passagen, ohne dass es in Gefasel ausartet. Es lehrt auf eindringliche Weise, dass alles auf dieser Welt miteinander in Verbindung steht und wie wichtig zwischenmenschliche Beziehungen für uns alle sind. Die Handlungsstränge sind extrem gelungen und ich mochte auch die Zeitsprünge und Perspektivenwechsel sehr. Dani Shapiro beherrscht es meisterhaft, mit Worten zu malen und trotzdem eine glaubwürdige, realistische Geschichte zu erzählen. Auf Anhieb fallen mir keine Kritikpunkte ein, ich bin einfach nur begeistert und will dieses Buch ausnahmslos jedem empfehlen!

Wie sehr können uns Geheimnisse zerstören? Und wie ist das mit der Schuldfrage? Ein Werk,was noch lange nachhallen wird und bei dem ich die Protagonisten sehr ins Herz geschlossen habe. Dani Shapiro beginnt die Geschichte mit einer Sommernacht im Jahr 1985. Die beiden Geschwister Theo und Sarah sind zusammen mit einer Freundin betrunken im Auto unterwegs. Es kommt zu einem Unfall und die Freundin der beiden wird diesen nicht überleben. Noch Jahre später scheinen sie nicht über diese Tragödie hinweggekommen zu sein. Die Autorin schreibt die Gefühle so detailliert auf,dass ich beim lesen eben diesen Schmerz empfunden habe,die auch die Protagonisten erlebt haben. Zeitsprünge zu unterschiedlichen Jahren aus unterschiedlichen Perspektiven geben noch einmal mehr Tiefe. Zwei Familien,die jahrelang nebeneinander gewohnt haben,sind auf erschreckende Weise immer wieder miteinander verbunden. Genauso wie Raum und Zeit. Die Schicksale haben mich bewegt,traurig gemacht und zum Nachdenken angeregt. Spannend fand ich,dass z.B bereits im Jahr 2010 angekündigt wurde,was 2020 passieren wird,der Charakter aber natürlich noch nicht wissen konnte. Um so zu veranschaulichen,wie der Werdegang der Person ist und wie alles miteinander verbunden ist. Eine sehr bewegende Geschichte,die ich wärmstens empfehlen kann.

Berührend und vielschichtig. Große Empfehlung!
Eine Geschichte, die sich von 1970 bis in die Corona-Zeit erstreckt. Als Mimi und Ben Wilf 1970 in einem New Yorker Vorort ihr Haus beziehen, ahnen sie noch nicht, wie schicksalhaft sie ihr Leben lang mit diesem Ort verbunden sein werden. Sie bekommen zwei Kinder, Sarah und Theo, und leben eine glückliches Familienleben. Doch ein Tag im Jahr 1985 ändert alles. Die Teenagerkinder sind nach einer Party mit dem Auto unterwegs. Sarah betrunken und Theo hinter dem Steuer. Mit im Auto sitzt Misty, ein Mädchen, das in der gleichen Straße wohnt. Ein tragischer Unfall ändert alles im Leben der Familie. Denn es wird nicht über diesen Tag gesprochen. Und so wird dieses Erlebnis zum lebenslangen Trauma. Schuldgefühle, Selbsthass, Abhängigkeit, Bindungsangst. Und diese ewige Sprachlosigkeit. Ein zweiter Strang nimmt Familie Shenkmann in den Blick. Shenkmann, seine Frau Alice und deren Sohn Waldo. Shenkmann hadert mit seinem Leben und findet nur schwer Zugang zu seinem Sohn, denn Waldo ist ein ganz besonderer Junge. Und obwohl sich die Familien kaum kennen, sind sie doch auf ganz besondere Weise seit Waldos Geburt miteinander verbunden. Dieser Roman hat mich sehr berührt. Shapiro zeichnet jede einzelne Figur so gut, dass ich glaube, sie zu kennen. In vielen Zeitsprüngen und Erzählperspektiven erfahre ich in ergreifender Sprache, wie ihre Leben durch die Sprachlosigkeit beeinflusst werden, wie besonders Verbindungen sein können. Große Leseempfehlung.
Der Einstieg in die Geschichte ist ein guter Schocker. Darauf folgt ein Cliffhanger - nach dem ersten Kapitel könnte eigentlich erstmal alles passieren. Die Story verliert dann aber irgendwie an Fahrt. Es werden viele Zeitebenen und Perspektiven aufgemacht. Den Überblick zu behalten gelingt recht gut. Dabei finden viele stereotype Bilder zu Männlichkeit und der Rolle der Frau in der Gesellschaft und Familie statt. Dazu gibt es auch Gegenspieler, die allerdings aus meiner Sicht eher schwach aufwiegen. Neben den normschönen und gesellschaftlich etablierten Bildern sticht Waldo hervor - laut IQ-Test ein Genie. Aber darum geht es nicht so dehr. vielmehr sieht Waldo über den Horizont der erwachsenen hinaus, spürt starke Verbindungen mit seinem Umfeld und setzt die Zeit „außer Gefecht“. Um diese Thematik der Zeit - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - dreht sich auch der ganze Roman. Vor dem Hintergrund sind die Zeitsprünge und Perspektivwechsel natürlich perfekt um zu untermauern: alles ist miteinander verbunden und Zeit ist relativ.
»Alles ist miteinander verbunden. Alles. Wie Teile eines galaktischen Superhaufens.«
Zwei Familien. Eine Nacht. Eine Entscheidung, die ihre Leben für immer verändert. In “Leuchtfeuer” wird aus verschiedenen Perspektiven und zu verschiedenen Zeiten (teilweise in 30-Jahre-Sprüngen) eine Geschichte erzählt, die zwei Familien über Generationen hinweg verbindet. Der Schreibstil hat mir unfassbar gut gefallen, stellenweise sehr poetisch, aber gleichzeitig auch sehr nüchtern, obwohl einige tragische Erlebnisse stattfinden. Obwohl der Klappentext vermuten lässt, dass es ein Sommerbuch ist, passt es eigentlich in jede Jahreszeit, da durch die Zeitsprünge auch die Monate wechseln und sich nicht alle Handlungsstränge im Sommer abspielen. Die Themen sind wirklich sehr emotional, das Buch hat aber leider keine Triggerwarnungen. Daher, wen das Thema “Elterntod, Sucht, Krebs, Demenz oder toxisches Eltenteil” euch triggert, dann lieber nicht lesen.

Der Einstieg ist heftig. Es passiert eine Tragödie, die das Leben einer Familie komplett auf den Kopf stellt.
Man spürt sofort die Schuldgefühle und die Schwere, die über allem liegt. Ein hochemotionaler Start. Was mir an Dani Shapiros Schreibstil besonders gefallen hat, ist, wie sie mit kurzen Sätzen und Aufreihungen die Personen charakterisiert. Sie spult in deren Leben vor und zurück, was sie unglaublich fassbar macht. Das ist so gestrafft verdichtet, dass es mich an den Anfang vom Pixar-Film Oben erinnert hat. Das hat beim Lesen echt Spaß gemacht. Im Mosaikroman spielen Ben (76) und der jungen Nachbarn Waldo eine große Rolle. Die beiden tauschen sich über das Leben aus, über Sternenbilder und wie klein der Mensch im Kosmos ist. Diese Beziehung der beiden unterschiedlichen Charaktere hat mich sehr fasziniert. Die Beschreibung einer langjährigen Erkrankung in der Familie hat mich sehr berührt. Das fühlte sich absolut echt an, genau wie ich es selbst in der Familie erlebt habe. Fazit Das Buch bringt die Handlungen immer wieder auf so unterschiedliche Weise zusammen – mal traurig, mal schön. Es hat Spaß gemacht, ich habe es schnell verschlungen. Empfehlenswert.
Ein Puzzle aus Personen
Mehrere Personen, Familien werden fein verwoben zu einer ganz besonderen Geschichte. Die einzelnen Charaktere sind fein und tief gezeichnet, jeden sieht man vor sich, fühlt ihn. Das alles wird zu einer Geschichte voller Kraft und Hoffnung. Das Buch hat mich sehr berührt, Tränen, Gänsehaut. Nicht weil es laut ist, es ist die Tiefe und die Stille der Geschichte. Wenn es noch in deinem Regal oder auf deinem wtr ist, lese es in einem ruhigen Moment. Ein dünneres Buch mit dickem Inhalt.
Trotz des vielversprechenden Klappentextes und euphorischer Rezensionen: kein Highlight
Ein interessanter Aufhänger...wie ein paar schicksalhafte Sekunden das Leben einer ( bzw. zweier ) Familien nachhaltig beeinflussen und nicht überwindbare Traumata verursachen kann. Zeitensprünge sind keine Neuerfindung, trotzdem haben sie den Lesefluss in dieser Geschichte m.E. erschwert..." In welchem Jahr sind wir jetzt ? ...10 Jahre, 20 Jahre nach dem Unfall " ? ... Waldo mit all seinen Facetten berührt sicher die Herzen aller Leser. Jedoch ist die nächtliche schicksalschafte Begegnung der an Altheimer erkrankten Mimi und dem jungen Weltraum - Enthusiasten und Sternenfreund Waldo in einer Spielhütte in der Einkaufs Mall, doch recht dick aufgetragen... Es wundert mich nicht, dass der Roman ( als Serie?) verfilmt werden soll - ich habe mich beim Lesen tatsächlich oft gefühlt wie in einem amerikanischen Film. Unterhaltsam, aber keine wirklich große Literatur. P.S. Theo war mein 'favourite character"
Laut Klappentext hatte ich etwas anderes erwartet. 3 Jugendliche steigen ins Auto, eine betrunken, der andere ohne Führerschein. Am Ende wird ein Unfall stehen, bei dem ein Teenager ums Leben kommt. Falsche Entscheidungen, die das Leben vieler Menschen zum Schlimmsten ändert. Der Roman springt zwischen Protagonisten und Zeitebenen wild hin und her. Obwohl inhaltlich sehr berührend, kam ich mit dem Ganzen nur schwer klar.
Ein Buch, dass das Leben zwei miteinander verwobener Familien zeigt. In dem es oft um die Frage der Schuld, der Sprachlosigkeit und Traumata in Familien geht. Dramatische Ereignisse, die sie verbinden und ihr Umgang damit. Jedes Kapitel erzählt aus der Sicht eines anderen und das ganze über mehrere Jahrzehnte. Kein Highlight, aber ein am Ende versöhnliches Buch, das einen zum Nachdenken anregt.
Mir hat der Stil des Buches grundsätzlich gut gefallen, auch die Charaktere der Familien Wilf und Shenkman, die sich in diesem Roman verflechten. Ebenso mag ich es, wenn ein Buch in mehreren Zeitebenen spielt und abwechselnd aus der Perspektive der verschiedenen Charaktere erzählt wird. Dennoch hat mir „das gewisse Etwas“ gefehlt, um mehr als solide 4 Punkte zu vergeben.
Es gibt Romane, die wie ein Leuchtfeuer über dem Meer an Büchern herausstechen - dieses hier ist so eines. Was Dani Shapiro in "Leuchtfeuer" zu Papier gebracht hat, ist das pure Leben. Es sind Zeilen, die tief unter die Haut gehen und sich in deinem Gedächtnis verankern. Die dich zu Tränen rühren, dich traurig und glücklich zugleich stimmen. Die dir Geschichten erzählen, die von der Launenhaftigkeit des Lebens geprägt sind. Menschen porträtieren, die miteinander verbunden sind, ohne einander wirklich wahrzunehmen. Mithilfe unterschiedlicher Zeitebenen erzählt Shapiro vom Leben zweier Familien, die Shenkmanns und die Wilfs. Beide haben auf der Division Street im Städtchen Avalon ein Haus, sind quasi Nachbarn. Und stehen trotzdem kaum miteinander in Kontakt. Durch die Geburt von Waldo Shenkmann sind beide Familien miteinander verbunden. Waldo, der dank Dr. Ben Wilf bei der Geburt nur knapp dem Tod entkommt, wird ein dünner schlaksiger Junge, der anders ist als die anderen und für den die Sterne alles bedeuten. Weil er sich von seiner Familie unverstanden fühlt, flüchtet er in die Tiefen der Nacht. Die Sternbilder am Nachthimmel schenken ihm die Ruhe und Geborgenheit, die ihm seine Familie nicht geben kann. Sie legen sich besänftigend auf seine geplagte Seele. Glück und Unglück steht in den Lebensgeschichten beider Familien nah beieinander. Es haftet an ihnen, überträgt sich auf die alte Eiche, die majestätisch an der Ecke von Division und Birch Street und damit zwischen ihren Häusern steht und Schauplatz einer Tragödie wird. 25 Jahre später treffen die an Demenz erkrankte Mimi Wilf und der Ausreisser Waldo aufeinander und bringen zusammen, was über Jahre auseinandergeklafft ist. "Vielleicht ist jeder einzelne das, was von jeder Seele bleibt, die je gelebt hat; vielleicht ist Zeit kein Kontinuum, sondern Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft entfalten sich immer und ewig."

Hat mich nicht gefesselt. Gab Schöne Momente, viel trauriges, tragisches. Aber für mich fehlte die Tiefe zu den Figuren.
Der Inhalt lässt sich im Groben wie folgt erklären: Mehrere Familien sind durch mehrere Schicksschläge einander verbunden. Manchmal für einzelne Familienmitglieder nicht offensichtlich, dennoch das Leben lang. Kennt ihr das Sprichwort mit dem Flügelschlag des Schmetterlings, der am anderen Ende der Welt einen Sturm entfacht? Dieser Style begleitet uns in diesem Buch. Ein paar philosophische Ansätze gibt es auch in diesem Buch. Für mich allerdings nicht sehr gut umgesetzt. Es gibt an mehreren Stellen sehr unglückliche Momente, die tragische Folgen haben. Eigentlich sehr nach meinen Geschmack, aber das Buch konnte mich nicht wirklich abholen. Bonuspunkt für eine tragende Rolle einer behinderten Person in der Story. Kritisch sehe ich hier allerdings die fehlende Recherche zur Hintergrundstory.

Am Anfang braucht man ein wenig Geduld.
Der Einstieg in das Buch war mit kleinen Hürden, da man aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven liest und denen auch in verschiedenen Zeiten immer wieder begegnet. Allerdings wird dort in der Zeit ordentlich hin und her gesprungen. Hat man sich allerdings mal reingefuchst dann wird’s richtig gut. Es war zwar nicht das was ich erwartet hab, als ich den Klappentext gelesen hab, dafür anders gut. Der Schreibstil ist ein wenig anspruchsvoller, lässt sich aber dennoch gut lesen.
Berührend und absolut emotional trotz ruhigem Setting
Leuchtfeuer Dani Shapiro „Vielleicht hat jeder Mensch ein unzerstörbares Herz, das hundert Milliarden Mal stärker ist als Stahl.“ (Waldo Shenkman) Klappentext: ine Sommernacht 1985: In einem Vorort von New York steigen drei betrunkene Teenager in ein Auto – und nichts ist mehr wie zuvor. Die Geschwister Sarah und Theo zerbrechen fast an der Last des Geheimnisses, das sie seitdem teilen, und selbst 20 Jahre später bestimmt es ihr Leben. Auch ihr Vater Ben, ein pensionierter Arzt, hadert mit seiner Rolle in jener denkwürdigen Nacht. Doch als Bens Begegnung mit dem zehnjährigen Nachbarsjungen Waldo eine Kette von Ereignissen in Gang setzt, droht das Geheimnis zu platzen und ihrer aller Leben in ungeahnte Bahnen zu lenken. Leseeindruck: Einige Male habe ich nun in verschiedenen Rezensionen lesen können, Dani Shapiros Leuchtfeuer wäre „leicht zu lesen“, andere verreißen diesen Roman und sprechen ihm den nötigen Tiefgang ab, bemängeln das (ja 😢) fehlende, einschlagende Aufwachen der Protagonisten und damit ein Happy End. Ich möchte mich keiner dieser beiden so grundsätzlich verschiedenen Meinungen anschließen. Weder war dieses Buch für mich leicht zu lesen - hey, ich war gefühlt aller 20 Seiten am Heulen - noch fehlte mir hier der Tiefgang. Vielleicht ist es so, wie eine der Hauptfiguren im Buch sagt: Man kann viele „falsche“ Menschen in seinem Leben haben - verschiedenster Art: Eltern, Lehrer, Freunde - aber wenn es zwei oder drei gibt, die dich *wirklich* sehen können, bist du mehr als reich beschenkt. Mist, ich heule schon wieder 😢 Kurz: Danke an Dani Shapiro für diesen ruhigen, emotionalen, ganz besonderen und mit so vielen verschiedenen Gefühlen, die alle auf mehr oder weniger „richtigen“ Entscheidungen beruhen - du hast mir ein ganz besonders Gefühl verschafft und dieses Buch wird eins meiner Highlights in diesem Jahr bleiben. Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

So bewegend!
Ich hatte lange kein Buch mehr, bei dem ich so viel Gänsehaut beim Lesen hatte. Dieses Buch und die Geschichte haben mich so sehr berührt. Zwei Familien, deren Leben und Geschichten so unterschiedlich sind und doch sind sie über so lange Zeit mit einander verbunden. Nach einem einschneidenden Erlebnis wird in diesem Buch aus verschiedenen Perspektiven und mit einigen Zeitsprüngen zwischen 1970 und 2020 in einem tollen, teilweise auch recht nüchternen Schreibstil erzählt, was die Familienmitglieder erleben und fühlen. Von der Geburt bis über den Tod hinaus, gibt es in diesem Buch einige emotionale Themen, die aufgegriffen werden (mögliche Trigger: Tod, Sucht, Elternwut, Demenz, Krebserkrankung). „Leuchtfeuer“ hat mich ab dem ersten Kapitel gecatchted und auch wenn ich erst nicht wusste, in welche Richtung sich dieser Roman entwickelt, konnte ich das Buch schlecht zur Seite legen. So viel Tragik, Realität & besänftigende Momente in einem. Ich hab mich manchmal gefühlt, als wäre ich in die Leben der beiden Familien abgetaucht und konnte genau miterleben, wie sie leben. Wie hier über den Tod und „alles darüber hinaus“ geschrieben wird, fand ich grandios.

Alles ist miteinander verbunden
Diese Lebens-Erzählung zweier Familien wird durch Schicksalsschläge begleitet. Doch trotz der tragischen Ereignisse hat das Buch eine schöne Botschaft: Alles ist miteinander verbunden und alles ist gleichzeitig, auch wenn wir mal nicht mehr da sind. Dieser eigentlich komplexe Gedanke wird sehr gelungen beschrieben und in die Erzählung eingearbeitet. Bei den beiden Geschwistern hätte ich mir aber noch mehr Tiefe gewünscht.
Alles ist miteinander verbunden, kein Anfang, kein Ende. Leuchtfeuer von Dani Shapiro ist ein leiser, tiefgründiger Roman, der sich mit den Schatten der Vergangenheit und den unsichtbaren Verbindungen zwischen Menschen beschäftigt. Zwei Familien, deren Leben auf unerwartete Weise miteinander verwoben sind, stehen im Mittelpunkt – gezeichnet von Verlust, Schuld und der Suche nach einem Platz in der Welt. Ein dramatisches Ereignis in der Jugend von Theo und Sarah prägt ihr weiteres Leben. Jahre später kreuzt sich ihr Schicksal mit Waldo, einem besonderen Jungen, der auf der Suche nach Halt ist. Als er und Mimi, eine ältere Frau aus seiner Nachbarschaft, gleichzeitig verschwinden, entfaltet sich eine Geschichte, die nicht nur von der Suche nach ihnen erzählt, sondern auch von den Spuren der Vergangenheit, die sich nicht einfach abschütteln lassen. Was Leuchtfeuer auszeichnet, sind die Figuren. Besonders Waldo hinterlässt mit seiner Perspektive und seinen klugen, oft poetischen Gedanken einen bleibenden Eindruck. Doch auch Sarah ist eine vielschichtige Figur, die nach außen als stark gilt, während sie innerlich mit einer tiefen Verletzlichkeit ringt. Die Erzählstruktur des Romans ist ungewöhnlich: Die Geschichte nimmt sich Zeit, bis die zentralen Fragen wirklich in den Fokus rücken. Theos intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit kommt erst spät – für manche Leser*innen vielleicht zu spät. Auch überrascht das Buch mit einer langen Weitererzählung nach dem vermeintlichen Höhepunkt. Das ist ein spannender Kniff, aber auch eine Herausforderung für die Geduld der Lesenden. Trotz der berührenden Themen bleibt Leuchtfeuer nicht völlig neu – es greift bekannte Motive auf und variiert sie. Wer eine tiefgreifende psychologische Auseinandersetzung erwartet, könnte sich daran stören, dass einige Konflikte nur angedeutet werden. Auch die Hörbuchfassung konnte mich persönlich nicht überzeugen, was aber Geschmackssache ist. Letztlich bleibt Leuchtfeuer ein Buch über das, was im Leben ungesagt bleibt, über Erinnerungen, die nicht verblassen, und über die Frage, ob es möglich ist, sich mit der eigenen Vergangenheit auszusöhnen. Wer bereit ist, sich auf das langsame Erzähltempo und die überzeugenden Figuren einzulassen, wird mit einer nachdenklichen und melancholischen Geschichte belohnt.
Im Sommer 1985 verändert sich das Leben dreier Jugendlicher in einem Vorort von New York dramatisch, als sie betrunken in ein Auto steigen. Die Geschwister Sarah und Theo Wilf leiden immer noch unter dem Geheimnis dieser Nacht, das auch ihren Vater Ben, einen ehemaligen Arzt, schwer belastet. Als Ben auf den Nachbarsjungen Waldo trifft, beginnt eine Reihe von Ereignissen, die das Geheimnis zu bedrohen scheinen und das Leben aller Beteiligten auf unerwartete Weise beeinflussen. "Leuchtfeuer" von Dani Shapiro ist eine eindringliche Erzählung über die Macht von Geheimnissen und die Auswirkungen eines einzigen tragischen Moments auf das Leben einer Familie. Mit ihrer nüchternen Sprache umgeht Shapiro das Sentimentale und zieht ihre Leserschaft von Anfang an in die Geschichte hinein. Durch die mehrdimensionale Erzählweise und die Vielzahl an Perspektiven entfaltet sich ein fesselndes Panorama von Geheimnissen, Tragödien und unerwarteten Wendungen. Geschickt webt Shapiro die Komplexität menschlicher Beziehungen und die Suche nach Vergebung in die Handlung ein. Dabei legt sie eine Erzählkraft an den Tag, die mich mit ihrer Tiefe und Leichtigkeit gleichermaßen fasziniert hat. Eine absolut lesenswerte, einfühlsam erzählte Familiengeschichte über das Leben, die Verbindung der Menschen zueinander und die Hoffnung, die selbst aus den dunkelsten Momenten hervorgehen kann. Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann.

Leuchtfeuer, ein Fixpunkt in der bewegten Welt
Alles kann ein Leben verändern. Eine Entscheidung, eine Handlung, eine Sekunde. Alles ist miteinander verbunden. Das Jetzt mit der Vergangenheit und der Zukunft, mein Leben mit deinem Leben und das Universum mit uns Allen. Der Autor spielt sehr passend mit Zeitsprüngen und schafft es die Gefühle sehr einfühlsam darzustellen. Die Liebe der Eltern zu ihren Kindern, die Angst, die Herausforderungen, die Ohnmacht, alles kommt zur Geltung. Ein intensives und feinfühliges Buch, mit einem ausgesprochen angenehmen Schreibstil. Absolut lesenswert.
Eine hinreißende Geschichte? „Leuchtfeuer“ lässt mich unschlüssig zurück.
„Leuchtfeuer“ hat grundsätzlich eine tragisch-fesselnde Story mit Potenzial, das sich allerdings nicht voll entfalten kann. Die Zeitsprünge und Perspektivwechsel zwischen den Protagonisten gelingen leider nicht sanft, sondern können vielmehr an der ein oder anderen Stelle verwirrend sein. Viele Aspekte der Story werden an der Oberfläche angekratzt, es fehlt dennoch der Tiefgang auf der Zielgeraden. Es wirkt ein bisschen so, als hätte Dani Shapiro zu viele Facetten in eine zu kurze Geschichte verwoben. Die Sprache ist melancholisch, zuweilen fast schon geschwollen. Meinen Geschmack trifft es nicht, es wirkt phasenweise zu aufgesetzt. Die Stärke dieser Geschichte sind für mich die Themen. Sie sind aus dem Leben gegriffen, können sich allerdings leider nicht voll entfalten. Insgesamt ein solides Buch, für mich aber keine große Literatur.
Die Geschichte fand ich bis fast am Ende als größtenteils eines: traurig. Als ob jemand über all das Schlimme, das Menschen passieren kann (Krankheit, Sucht etc.), schreibt. Niederschmetternd. Gegen Ende wurde es dann etwas hoffnungsvoller. Aber trotzdem hat mich diese Traurigkeir beim Lesen nicht losgelassen. Schön fand ich hingegen die Vorstellung, wie alles miteinander verbunden ist und wie die Vergangenheit in der Zukunft fortwirkt. Allerdings hat genau das, sehr viele Zeitsprünge, das Lesen teilweise anstrengend gemacht.
Ein ergreifender und emotionaler Roman mit Sogwirkung, der zum Nachdenken anregt. Ich mochte es, dass man in die verschiedenen Perspektiven der Protagonist:innen eintaucht und diese in mehreren Zeiten ihres Lebens begleitet. Es geht um das Leben mit all seinen Facetten, wie sich falsche Entscheidungen drauf auswirken und dies prägen, aber auch um neue Chancen. Es konnte mich gut unterhalten. Eine absolute Leseempfehlung!
Ganz anders als ich erwartet hatte. Nach dem Text hinten auf dem Buch,dachte ich,dass es so ein bisschen krimimäßig wäre und hauptsächlich um den Unfall geht. Und das tut es auch aber auf eine so andere und so wunderbare Weise als ich vorher dachte. Bedrückend,traurig und am Ende aber auch hoffnungsvoll und leuchtend. Wenn man sich darauf einlässt lässt es einen mit einem warmen aber auch sehr nachdenklichen Gefühl zurück und der Erkenntnis,dass alles miteinander verbunden ist.
2 Familien, die Wilfs und die Shenkmans, 2 Dramen und eine unbekannte Gemeinsamkeit.
Gibt es für euch Bücher, wo ihr das Cover erst zum Ende des Buches verstanden habt? Auf der Suche nach belletristischer Literatur bin ich auf dieses Buch gestoßen und war beim ersten Anblick des Covers verzaubert. Zum Ende des Buches habe ich verstanden, es steht für Hoffnung! »Sie ist hinreißender denn je, doch es ist ihre Traurigkeit, die sie von innen leuchten lässt. Sie ist strahlend in ihrer Trauer. Er sieht das — und er weiß, dass er der Einzige ist, der es sieht.« Ein fesselnd emotionaler Familienroman, über die Frage was Familie ist, ausmacht und über deren Erwartungshaltungen. Was mit Familien passiert die nicht miteinander sprechen und mit Geheimnissen kämpfen. Ein Buch über Auswirkungen von Entscheidungen und Handlungen, von der Vergangenheit über die Gegenwart bis in die Zukunft. Der Schreibstil ist fesselnd, schmerzhaft und zudem feinfühlig. Die Kapitel wirkten wie Momentaufnahmen der einzelnen Charaktere, Gefühle, Sorgen und Gedanken werden nahe gebracht. Trotz der verschiedenen Zeitebenen, fand ich gut zur Geschichte und zu den Charakteren. Charaktere die alle ihr eigenes Päckchen zu tragen haben. Besonders verbunden gefühlt habe ich mich zu Waldo, Theo und Mimi. Aber auch die Beziehung zwischen Ben und Waldo war emotional dargestellt. Es werden extrem wichtige Themen wie Unfall und Unfalltod, Demenz, Sucht und die Problematik von Außenseitern angesprochen. Ein weiterer Schicksalsschlag schafft es die Familien wieder zusammen zuführen. Dieses Buch klärt darüber auf, wie wichtig es ist miteinander zureden, aufeinander einzugehen, über Liebe und Freundschaft und das nach Regen immer Sonnenschein kommt! Für mich ein Roman der gesellschaftlich wichtig ist, zum nachdenken anregt und emotional macht.

Description
Eine Sommernacht 1985: In einem Vorort von New York steigen drei betrunkene Teenager in ein Auto - und nichts ist mehr wie zuvor. Die Geschwister Sarah und Theo zerbrechen fast an der Last des Geheimnisses, das sie seitdem teilen, und selbst 20 Jahre später bestimmt es ihr Leben. Auch ihr Vater Ben, ein pensionierter Arzt, hadert mit seiner Rolle in jener denkwürdigen Nacht. Doch als Bens Begegnung mit dem zehnjährigen Nachbarsjungen Waldo eine Kette von Ereignissen in Gang setzt, droht das Geheimnis zu platzen und ihrer aller Leben in ungeahnte Bahnen zu lenken.
Book Information
Posts
* Das Leben ist überall, immer *
Ein harmloses Buch und doch unheimlich gewaltig. Ein ruhiges Buch und doch hat es so wahnsinnig viel zu sagen. Nur ein Roman, aber dennoch eine Geschichte über das Leben. Wortgewaltig, detailliert, aus jeder Perspektive beleuchtet. Wie kann ein Geschehniss dein Leben beeinflussen, ist es das Erlebte selbst oder der Umgang damit? Beeindruckendes Buch mit einem permanenten Zeit und Personenwechsel und immer wieder die Frage, was wäre wenn. Absolut lesenswert !

Sehr ergreifende und emotionale Geschichte. Man lernt verschiedene Personen zu unterschiedlichen Zeiten ihres Lebens kennen. Das Buch macht sehr nachdenklich. Ist aber auch so geschrieben, dass ich es in einem durchlesen wollte ohne Unterbrechungen. Am besten hat mir die Vorstellung gefallen, was aus uns wird, wenn wir Tod sind. Einfach schön das zu glauben…. Absolute Leseempfehlung.
Für mich war es ein Highlight. Ein Buch über Liebe, Familie, Geschwister, Verlust, Ängste, das Leben in all seinen Facetten. Wie lebt man mit der Schuld am Tod eines Menschen? Wie , wenn man unter Alkohol stand, ein Jugendlicher war und noch nie ,Auto gefahren ist? Wie lebt man als ein Vater, wenn man keinen Zugang zu seinem Sohn bekommt? Wie lebt es sich mit einer Frau, die an Alzheimer erkrankt? Das sind nur ein paar der Themen, die sich in den 285 Seiten zeigen. Es gibt viele Zeitsprünge und daran muss man sich gewöhnen-auch, dass man aus vielen unterschiedlichen Sichten den Roman erzählt bekommt. Mich hat es zeitweise zu Tränen gerührt und viel zum nachdenken gebracht. Große Leseempfehlung.
Berührend, bedrückend, hoffnungsgebend und schön.
Wie aus falschen Entscheidungen Ereignisse entstehen die das ganze Leben prägen und beeinflussen. Wie unausgesprochene Schuldgefühle das Leben und Beziehungen erschweren. Über neue Chancen, Freundschaften, Verlust, Trauer und vieles mehr... Vielleicht schon fast zu viel für so ein kurzes Buch, einige Themen und Charaktere kamen mir zu kurz vor. Einen Kritikpunkt habe ich auch am Aufbau des Buches, durch die ständig Zeitsprünge konnte mich das Buch nicht so emotional erreichen wie es die Geschichte verdient hätte. Die wechselde Perspektiven fand ich gut, manche kommen wie gesagt zu kurz oder man hätte sie auch ganz weglassen können. Aber im großen und ganzen ist das ein schönes Buch zum lesen, ich denke zum hören nicht so gut geeignet wegen den ständigen Zeitsprüngen.

Eine Geschichte über zwei Familien und die Frage, wie geht man auf lange Sicht damit um, wenn man Schuld auf sich geladen hat. Das Buch springt durch verschiedene Zeitebenen. Am Anfang hatte ich meine Schwierigkeiten, weil die Wechsel nicht chronologisch waren. Insgesamt aber ein empfehlenswertes Buch.
Leichtigkeit und Tiefe zugleich
Das 3. Newton- Gesetz: ,,Jede Aktion in der Natur löst eine ebenso große und entgegengesetzte Aktion aus.“ Ausgangspunkt dieses Romans ist ein Autounfall, in den die Geschwister Sarah (alkoholisiert) und Theo Wilf (Fahrer noch ohne Fahrerlaubnis) schuldhaft verstrickt sind, dabei kommt die auf dem Beifahrersitz sitzende Freundin ums Leben. Dieses Ereignis überschattet fortan die Leben aller vier Familienmitglieder, denn durch eine Verstrickung von Ereignissen können und müssen die Kinder keine Verantwortung für den Unfall übernehmen, es wird nicht thematisiert und dadurch entsteht ein Buckel aus Geheimnissen und Schuld in der bis dato funktionalen Familie. Schräg gegenüber der Familie wohnt Familie Shenkman mit ihrem ungewöhnlichen, genial begabten Sohn Waldo, dessen Lebensweg sich an verschiedenen Punkten mit dem der Familie Wilf kreuzt. Es wird in wechselnden Perspektiven und Zeitsprüngen erzählt, für die Leser aber gut verständlich und nachvollziehbar, dadurch offenbaren sich viele Facetten derselben Vorkommnisse. Auch wenn Schicksalsschläge nicht verhindert werden können, ist doch entscheidend, wie damit umgegangen wird, welche Verantwortlichkeiten, welche Aufarbeitungen erfolgen und ob Gefühle zugelassen und gelebt werden. Diese Roman hat mich soghaft in seinen Bann gezogen und völlig gefesselt – klare Leseempfehlung!
✨Große Leseempfehlung!✨ der Bestseller aus den USA, mehrfach ausgezeichnet, von zahlreichen Medien zu einem der besten Bücher des Jahres gekürt ZWEI FAMILIEN. EINE NACHT. EINE ENTSCHEIDUNG, DIE IHRE LEBEN FÜR IMMER VERÄNDERT. Amerikanischer Familienroman über Liebe, Schmerz und Heilung Mein Leseeindruck: Wir lernen den kleinen Waldo kennen, ein kleiner Nerd, der von seinem Vater nicht beachtet wird und welcher sich schwer tut mit seinem Sohn und mit seinen eigenen Dämonen beschäftigt ist und einer langsam zerbrechenden Ehe. Und dann gibt es die Nachbarn in der Division Street, ein passionierter pensionierter Arzt und seine in die Demenz gleitende Ehefrau, die er einst so sehr liebte und seine drei Kinder, die jeder für sich ihre Themen haben. Belastet von einer ereignisreichen Sommernacht im Jahre 1985, die alles verändert hat. Doch als Ben Wilf dem zehnjährigen Waldo begegnet wird eine Kette neuer Ereignisse in Gang gesetzt, die aller Leben in ungeahnte Bahnen lenkt. Ein Roman, der mich Ende letzten Jahres sehr beschäftigt hat und den ich euch als Geschenk zu Weihnachten ans Herz gelegt habe. Ich denke noch immer gerne an diesen Roman, und da die Geschichte im April dieses Jahres im TB-Format erschienen ist, ein Grund mehr ihn heute nochmal vorzustellen. Für Freunde amerikanischer Literatur und Kultur ein Muss zu Lesen, wie ich finde. Wer also noch eine schöne, spannende, einzigartige Lektüre sucht ist hier richtig! Dieser Roman hat mich sehr berührt, ist voll tiefgreifender Wahrheiten. Tolles Cover und gute Übersetzung. Fazit: Selten wird so mitreißend, intelligent und mitfühlend über Familie, Liebe, Schmerz und Heilung geschrieben, wie es Dani Shapiro gelungen ist.

Berührend „Leuchtfeuer“ von Dani Shapiro wollte ich schon seit einer ganzen Weile lesen und habe es zunächst mit dem Hörbuch versucht.Das hat für mich leider überhaupt nicht funktioniert. Ich kam nicht rein, war verwirrt, weil die Autorin wirklich sehr wild durch die Zeiten springt und mich auf ihrem Weg irgendwo verloren hat. Jetzt wollte ich es nochmal wissen und habe mir das Buch besorgt. Das war eine gute Idee. Beim eigenen Lesen hatte ich mit dem Wechseln der Personen und der verschiedenen Zeitebenen überhaupt keine Probleme mehr. Im Gegenteil, ich fand die Sprünge richtig toll. Zum Inhalt: Das Buch beginnt mit einem tragischen Autounfall im Jahr 1985. Sarah und ihr 15jöhriger Bruder Theo machen gemeinsam mit Sarah‘s Klassenkameradin Misty eine Spritztour mit dem Auto ihrer Eltern. Da Sarah getrunken hat, fährt Theo verbotenerweise und verliert die Kontrolle über das Fahrzeug. Bei dem Unfall verstirbt Misty. Vielleicht war sie direkt tot, vielleicht hat aber auch das Eingreifen von Theo‘s Vater Ben den Tod verursacht. Als Arzt hätte er wissen müssen, dass man bei Verdacht auf Genickbruch, das Unfallopfer auf keinen Fall leichtfertig bewegen sollte. Theo‘s Unfallfahrt wird vertuscht, es gibt keine strafrechtlichen Folgen und die Familie beschließt, dass über den Vorfall nie wieder geredet wird. Die seelischen Folgen bestimmen natürlich trotzdem den weiteren Lebensweg aller Beteiligten. Verwoben wird die Geschichte dieser Familie Wilf mit einer Nachbarfamilie und deren Sohn Waldo. Der hochbegabte Junge hat einen schweren Stand bei seinem Vater und kann dessen Erwartungen überhaupt nicht erfüllen. Keiner versteht ihn, bis auf Dr. Ben Wilf von gegenüber, dem er sich öffnen kann und der ihm wirklich zuhört. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Besonders mochte ich Waldo und Ben, die alle beide große Sympathieträger des Romans sind. Die Autorin beschreibt die Gefühlslagen ihrer Charaktere so gut, dass man sich in jeden Einzelnen sehr gut hineindenken kann. Man erfährt hier sehr gut, wie belastend ein Familiengeheimnis sein kann. In den knapp 300 Seiten werden allerdings noch eine Menge weiterer Themen behandelt. Es gab so 1-2 esoterische Stellen, die hätte ich nicht gebraucht, man kann aber auch gut darüber weglesen. Insgesamt empfehle ich das Buch gerne weiter. Ich mochte es wirklich sehr.
Ein leiser Roman mit Tiefe
Der Roman überzeugt mit facettenreichen Charakteren und einer gelungenen Verflechtung ihrer Geschichten. Durch Perspektiv- und Zeitsprünge entsteht ein stimmiges Bild, das zum Nachdenken anregt. Besonders gegenwärtig ist die Botschaft, den Moment wertzuschätzen und das Hier und Jetzt bewusster wahrzunehmen. Auch wenn es an klassischer Spannung fehlt und das gewisse Etwas vermisst wurde, bleibt der Roman gut lesbar und inhaltlich stark. Kein Pageturner – aber definitiv ein Buch, das einen beschäftigt. "Aber niemand sagt dir, wie lange es dauert, bis der Mensch, den du geliebt hast, in deiner Erinnerung wieder der wird, der er war, bevor er krank wurde, bevor er dahinsiechte."
Und dann gibt es da noch die große Eiche in der Straße, die allen Schicksalen strotzt und weiter wächst.
Leuchtfeuer - Dani Shapiro 288 Seiten @hanserblau Zitate: "Die Katerstimmung nach seiner Wut ist stets schlimmer, als die Welt selbst." "Das Sterben eines Sterns dauert Millionen Jahren." Inhalt: 1985 - 3 Jugendliche steigen in ein Auto. Theo, der jüngste, fährt. Einer der Teenager stirbt. Das Leben der Familie Wilf gerät aus der Bahn und der Unfall begleitet sie wie ein Schatten. Theos Schwester Sarah, nimmt damals alle Schuld auf sich und danach wird nie wieder darüber gesprochen. Nicht untereinander, nicht mit den Eltern, nicht mit sonst irgendjemand. Familie Schenkerman wohnt in der gleichen Straße und in jener Schicksalhaften Nacht passiert auch dort etwas, dass das Leben aller verändert. Und dann gibt es da noch die große Eiche in der Straße, die allen Schicksalen strotzt und weiter wächst. Inhalt: Eine Geschichte über große Erwartungen, Träume und Anfängen. Aber auch vom Scheitern, Verlust, letzte Male und all die Hoffnung dazwischen. Ein Roman der sehr nah geht, weil er so echt ist. Ein sehr melancholisch gestimmtes Buch, das zum Nachdenken anregt. Eine Erzählperspektive hätte mich in dieser Geschichte noch ganz besonders interessiert, die leider nicht zu Wort kommt. Mehr zu meiner Meinung findet ihr auf Youtube im Lesemonat April. Kennt ihr das Buch?
Lebt die Seele nach dem Tod weiter? Eine Frage, die in dem Buch immer wieder gestellt wird.
Leuchtfeuer hat mich aufgrund des wunderschönen Covers immer wieder angesprochen. Weiterhin fand ich den Klappentext einfach super spannend. Das Buch hat sich für mich jedoch in einer komplett andere Richtung entwickelt, wie ich es erwartet habe. Ich dachte, dass es eher in die Richtung Spannungsroman evtl. mit Thriller-Anteil geht. Aber nein, es ist eine tiefgründige, berührende Geschichte über zwei Familien. Die einzelnen Charaktere wurden wunderschön gezeichnet. Insbesondere Waldo mit seinem Autismus fand ich sehr berührend. Bei Sarah und Theo konnte ich sehr gut nachempfinden, wie sie mit ihrer Vergangenheit gehadert haben. Und auch Ben und der Vater von Waldo hatten jeweils ihre ganz eigenen Charakterzüge, die gut nachvollziehbar gezeichnet wurden. Das Buch spielt auf verschiedenen Zeitebenen und kehrt immer mal wieder in einer Zeitebenen zurück. Besonders spannend fand ich, dass immer wieder das Leben in der Zukubft eines Protagonisten gezeichnet wird, aber eben auch die Rückschau sehr gut dargestellt wird. Insgesamt geht es in dem Buch sehr viel um das Thema Einsamkeit und Tod. Aber auch um eine wunderschöne Freundschaft zwischen zwei Menschen, die auf dem ersten Blick sehr unterschiedlich sind. Obwohl meine Erwartungen und die Realität sehr weit auseinander gehen, muss ich sagen, dass das Buch genau richtig so ist, wie es ist. Triggerwarnung ⬇️: Autounfall mit Todesfolge eines Teenagers, Autismus, Krebs, Alkoholismus, Alzheimer mit Todesfolge
Ein ruhiger, nachdenklicher Roman, der mich total gepackt hat. Es geht um eine Familie, deren Leben nach einem tragischen Unfall nie wieder ganz zur Ruhe kommt. Die Geschichte springt zwischen den Zeiten und zeigt, wie Schuld, Schweigen und Liebe sich über Jahrzehnte ziehen können. Der Schreibstil von Dani Shapiro ist einfach wunderschön. „Es sieht aus, als wäre das Meer mit Abertausenden flimmernden Sternen gefüllt. Vielleicht ist jeder einzelne das, was von jeder Seele bleibt, die je gelebt hat; vielleicht ist Zeit kein Kontinuum, sondern Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft entfalten sich immer und ewig.“ „Mit jeder Entscheidung verändern sich die Schleifen unseres Lebens – und unserer Zukunft; jeden Tag schreiben wir den Verlauf unserer Geschichte von Neuem, nur das, was hinter uns liegt, kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden.“
"Alles ist miteinander verbunden" Ein kluger, wortgewandter, warmer und emotionaler Roman über Familie, Verlust und Schuld. Geschrieben aus verschiedenen Perspektiven mit Zeitsprüngen, das mag zunächst anstrengend erscheinen, ist es aber ganz und gar nicht. Gerade das macht es so fesselnd und facettenreich. Hat es in die Jahreshighlights geschafft ✨
Sehr berührend und ohne viel Schnick Schnack
„Leuchtfeuer“ von Dani Shapiro hat mich zutiefst berührt und mitgerissen. Die miteinander verbundenen Schicksale der Figuren, ihre alltäglichen Sorgen, Hoffnungen und Verluste, sind so fein und eindringlich geschildert, dass ich beim Lesen wirklich mindestens alle zehn Seiten weinen musste. Es ist erstaunlich, wie es Shapiro gelingt, eine Geschichte mit nur wenig dramatischen Wendungen oder verrückten Überraschungen so bewegend und fesselnd zu gestalten. Die Charaktere erscheinen vollkommen echt und greifbar und gerade diese Bodenständigkeit, gepaart mit der emotionalen Tiefe, haben mich vollkommen in den Bann gezogen. Besonders gut gefallen hat mir der Erzählstil mit den Zeitsprüngen und verschiedenen Perspektiven. Diese Struktur hat die Geschichte lebendig und facettenreich gemacht und zugleich Einblicke in die Entwicklung der Figuren und ihre inneren Kämpfe gegeben. Einzig der Teil während der Pandemie 2020 hat mich ein wenig irritiert – ich bin wohl einfach noch nicht bereit, mich in der Literatur mit dieser Zeit auseinanderzusetzen. Doch das ist eher mein persönliches Problem und mindert nicht die Qualität des Romans. Am Ende fügt Shapiro noch einen leicht mystischen, esoterischen Aspekt hinzu, was mich zunächst überrascht hat. Doch selbst dieser Teil fügt sich wunderbar in die Erzählung ein und verleiht ihr eine zusätzliche, tiefere Bedeutung. Ich kann „Leuchtfeuer“ jedem empfehlen, der Geschichten schätzt, die das (leider zumindest in großen Teilen) Alltägliche auf so berührende Weise darstellen. Ein wirklich bemerkenswertes Buch, das mich nachhaltig bewegt hat.
Ein berührendes Buch, das - trotz der zum Teil verwirrenden Zeitsprünge - flüssig und stimmig geschrieben ist. Der Frage "Was wäre, wenn ich damals nicht....?" wird hier beispielhaft anhand einer greifbaren, sehr lebensnahen Familie nachgegangen. Das hat mich wirklich gecatcht. Womit ich mich leider etwas schwer tat, waren die spirituellen Motive in der Geschichte. Das mag anderen Leser*innen aber durchaus gefallen. Lest ruhig selbst rein... es lohnt sich auf jeden Fall.
Achtung, es folgt eine Lobeshymne… auf dieses wundervolle, traurig-schöne, großartige Buch.
Leuchtfeuer hat eine Weile auf meinem SUB verbracht und im Nachhinein verstehe ich überhaupt nicht mehr, weshalb ich das Buch zweimal angefangen habe und wieder weggelegt. Nach den ersten Seiten hat es mich beim dritten Versuch so hineingezogen und ich habe die Story in zwei Tagen verschlungen. Ich bin Hin und Weg von so viel Tiefgang, stark ausgearbeiteten Charakteren und so vielen schönen, philosophisch anmutenden Passagen, ohne dass es in Gefasel ausartet. Es lehrt auf eindringliche Weise, dass alles auf dieser Welt miteinander in Verbindung steht und wie wichtig zwischenmenschliche Beziehungen für uns alle sind. Die Handlungsstränge sind extrem gelungen und ich mochte auch die Zeitsprünge und Perspektivenwechsel sehr. Dani Shapiro beherrscht es meisterhaft, mit Worten zu malen und trotzdem eine glaubwürdige, realistische Geschichte zu erzählen. Auf Anhieb fallen mir keine Kritikpunkte ein, ich bin einfach nur begeistert und will dieses Buch ausnahmslos jedem empfehlen!

Wie sehr können uns Geheimnisse zerstören? Und wie ist das mit der Schuldfrage? Ein Werk,was noch lange nachhallen wird und bei dem ich die Protagonisten sehr ins Herz geschlossen habe. Dani Shapiro beginnt die Geschichte mit einer Sommernacht im Jahr 1985. Die beiden Geschwister Theo und Sarah sind zusammen mit einer Freundin betrunken im Auto unterwegs. Es kommt zu einem Unfall und die Freundin der beiden wird diesen nicht überleben. Noch Jahre später scheinen sie nicht über diese Tragödie hinweggekommen zu sein. Die Autorin schreibt die Gefühle so detailliert auf,dass ich beim lesen eben diesen Schmerz empfunden habe,die auch die Protagonisten erlebt haben. Zeitsprünge zu unterschiedlichen Jahren aus unterschiedlichen Perspektiven geben noch einmal mehr Tiefe. Zwei Familien,die jahrelang nebeneinander gewohnt haben,sind auf erschreckende Weise immer wieder miteinander verbunden. Genauso wie Raum und Zeit. Die Schicksale haben mich bewegt,traurig gemacht und zum Nachdenken angeregt. Spannend fand ich,dass z.B bereits im Jahr 2010 angekündigt wurde,was 2020 passieren wird,der Charakter aber natürlich noch nicht wissen konnte. Um so zu veranschaulichen,wie der Werdegang der Person ist und wie alles miteinander verbunden ist. Eine sehr bewegende Geschichte,die ich wärmstens empfehlen kann.

Berührend und vielschichtig. Große Empfehlung!
Eine Geschichte, die sich von 1970 bis in die Corona-Zeit erstreckt. Als Mimi und Ben Wilf 1970 in einem New Yorker Vorort ihr Haus beziehen, ahnen sie noch nicht, wie schicksalhaft sie ihr Leben lang mit diesem Ort verbunden sein werden. Sie bekommen zwei Kinder, Sarah und Theo, und leben eine glückliches Familienleben. Doch ein Tag im Jahr 1985 ändert alles. Die Teenagerkinder sind nach einer Party mit dem Auto unterwegs. Sarah betrunken und Theo hinter dem Steuer. Mit im Auto sitzt Misty, ein Mädchen, das in der gleichen Straße wohnt. Ein tragischer Unfall ändert alles im Leben der Familie. Denn es wird nicht über diesen Tag gesprochen. Und so wird dieses Erlebnis zum lebenslangen Trauma. Schuldgefühle, Selbsthass, Abhängigkeit, Bindungsangst. Und diese ewige Sprachlosigkeit. Ein zweiter Strang nimmt Familie Shenkmann in den Blick. Shenkmann, seine Frau Alice und deren Sohn Waldo. Shenkmann hadert mit seinem Leben und findet nur schwer Zugang zu seinem Sohn, denn Waldo ist ein ganz besonderer Junge. Und obwohl sich die Familien kaum kennen, sind sie doch auf ganz besondere Weise seit Waldos Geburt miteinander verbunden. Dieser Roman hat mich sehr berührt. Shapiro zeichnet jede einzelne Figur so gut, dass ich glaube, sie zu kennen. In vielen Zeitsprüngen und Erzählperspektiven erfahre ich in ergreifender Sprache, wie ihre Leben durch die Sprachlosigkeit beeinflusst werden, wie besonders Verbindungen sein können. Große Leseempfehlung.
Der Einstieg in die Geschichte ist ein guter Schocker. Darauf folgt ein Cliffhanger - nach dem ersten Kapitel könnte eigentlich erstmal alles passieren. Die Story verliert dann aber irgendwie an Fahrt. Es werden viele Zeitebenen und Perspektiven aufgemacht. Den Überblick zu behalten gelingt recht gut. Dabei finden viele stereotype Bilder zu Männlichkeit und der Rolle der Frau in der Gesellschaft und Familie statt. Dazu gibt es auch Gegenspieler, die allerdings aus meiner Sicht eher schwach aufwiegen. Neben den normschönen und gesellschaftlich etablierten Bildern sticht Waldo hervor - laut IQ-Test ein Genie. Aber darum geht es nicht so dehr. vielmehr sieht Waldo über den Horizont der erwachsenen hinaus, spürt starke Verbindungen mit seinem Umfeld und setzt die Zeit „außer Gefecht“. Um diese Thematik der Zeit - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - dreht sich auch der ganze Roman. Vor dem Hintergrund sind die Zeitsprünge und Perspektivwechsel natürlich perfekt um zu untermauern: alles ist miteinander verbunden und Zeit ist relativ.
»Alles ist miteinander verbunden. Alles. Wie Teile eines galaktischen Superhaufens.«
Zwei Familien. Eine Nacht. Eine Entscheidung, die ihre Leben für immer verändert. In “Leuchtfeuer” wird aus verschiedenen Perspektiven und zu verschiedenen Zeiten (teilweise in 30-Jahre-Sprüngen) eine Geschichte erzählt, die zwei Familien über Generationen hinweg verbindet. Der Schreibstil hat mir unfassbar gut gefallen, stellenweise sehr poetisch, aber gleichzeitig auch sehr nüchtern, obwohl einige tragische Erlebnisse stattfinden. Obwohl der Klappentext vermuten lässt, dass es ein Sommerbuch ist, passt es eigentlich in jede Jahreszeit, da durch die Zeitsprünge auch die Monate wechseln und sich nicht alle Handlungsstränge im Sommer abspielen. Die Themen sind wirklich sehr emotional, das Buch hat aber leider keine Triggerwarnungen. Daher, wen das Thema “Elterntod, Sucht, Krebs, Demenz oder toxisches Eltenteil” euch triggert, dann lieber nicht lesen.

Der Einstieg ist heftig. Es passiert eine Tragödie, die das Leben einer Familie komplett auf den Kopf stellt.
Man spürt sofort die Schuldgefühle und die Schwere, die über allem liegt. Ein hochemotionaler Start. Was mir an Dani Shapiros Schreibstil besonders gefallen hat, ist, wie sie mit kurzen Sätzen und Aufreihungen die Personen charakterisiert. Sie spult in deren Leben vor und zurück, was sie unglaublich fassbar macht. Das ist so gestrafft verdichtet, dass es mich an den Anfang vom Pixar-Film Oben erinnert hat. Das hat beim Lesen echt Spaß gemacht. Im Mosaikroman spielen Ben (76) und der jungen Nachbarn Waldo eine große Rolle. Die beiden tauschen sich über das Leben aus, über Sternenbilder und wie klein der Mensch im Kosmos ist. Diese Beziehung der beiden unterschiedlichen Charaktere hat mich sehr fasziniert. Die Beschreibung einer langjährigen Erkrankung in der Familie hat mich sehr berührt. Das fühlte sich absolut echt an, genau wie ich es selbst in der Familie erlebt habe. Fazit Das Buch bringt die Handlungen immer wieder auf so unterschiedliche Weise zusammen – mal traurig, mal schön. Es hat Spaß gemacht, ich habe es schnell verschlungen. Empfehlenswert.
Ein Puzzle aus Personen
Mehrere Personen, Familien werden fein verwoben zu einer ganz besonderen Geschichte. Die einzelnen Charaktere sind fein und tief gezeichnet, jeden sieht man vor sich, fühlt ihn. Das alles wird zu einer Geschichte voller Kraft und Hoffnung. Das Buch hat mich sehr berührt, Tränen, Gänsehaut. Nicht weil es laut ist, es ist die Tiefe und die Stille der Geschichte. Wenn es noch in deinem Regal oder auf deinem wtr ist, lese es in einem ruhigen Moment. Ein dünneres Buch mit dickem Inhalt.
Trotz des vielversprechenden Klappentextes und euphorischer Rezensionen: kein Highlight
Ein interessanter Aufhänger...wie ein paar schicksalhafte Sekunden das Leben einer ( bzw. zweier ) Familien nachhaltig beeinflussen und nicht überwindbare Traumata verursachen kann. Zeitensprünge sind keine Neuerfindung, trotzdem haben sie den Lesefluss in dieser Geschichte m.E. erschwert..." In welchem Jahr sind wir jetzt ? ...10 Jahre, 20 Jahre nach dem Unfall " ? ... Waldo mit all seinen Facetten berührt sicher die Herzen aller Leser. Jedoch ist die nächtliche schicksalschafte Begegnung der an Altheimer erkrankten Mimi und dem jungen Weltraum - Enthusiasten und Sternenfreund Waldo in einer Spielhütte in der Einkaufs Mall, doch recht dick aufgetragen... Es wundert mich nicht, dass der Roman ( als Serie?) verfilmt werden soll - ich habe mich beim Lesen tatsächlich oft gefühlt wie in einem amerikanischen Film. Unterhaltsam, aber keine wirklich große Literatur. P.S. Theo war mein 'favourite character"
Laut Klappentext hatte ich etwas anderes erwartet. 3 Jugendliche steigen ins Auto, eine betrunken, der andere ohne Führerschein. Am Ende wird ein Unfall stehen, bei dem ein Teenager ums Leben kommt. Falsche Entscheidungen, die das Leben vieler Menschen zum Schlimmsten ändert. Der Roman springt zwischen Protagonisten und Zeitebenen wild hin und her. Obwohl inhaltlich sehr berührend, kam ich mit dem Ganzen nur schwer klar.
Ein Buch, dass das Leben zwei miteinander verwobener Familien zeigt. In dem es oft um die Frage der Schuld, der Sprachlosigkeit und Traumata in Familien geht. Dramatische Ereignisse, die sie verbinden und ihr Umgang damit. Jedes Kapitel erzählt aus der Sicht eines anderen und das ganze über mehrere Jahrzehnte. Kein Highlight, aber ein am Ende versöhnliches Buch, das einen zum Nachdenken anregt.
Mir hat der Stil des Buches grundsätzlich gut gefallen, auch die Charaktere der Familien Wilf und Shenkman, die sich in diesem Roman verflechten. Ebenso mag ich es, wenn ein Buch in mehreren Zeitebenen spielt und abwechselnd aus der Perspektive der verschiedenen Charaktere erzählt wird. Dennoch hat mir „das gewisse Etwas“ gefehlt, um mehr als solide 4 Punkte zu vergeben.
Es gibt Romane, die wie ein Leuchtfeuer über dem Meer an Büchern herausstechen - dieses hier ist so eines. Was Dani Shapiro in "Leuchtfeuer" zu Papier gebracht hat, ist das pure Leben. Es sind Zeilen, die tief unter die Haut gehen und sich in deinem Gedächtnis verankern. Die dich zu Tränen rühren, dich traurig und glücklich zugleich stimmen. Die dir Geschichten erzählen, die von der Launenhaftigkeit des Lebens geprägt sind. Menschen porträtieren, die miteinander verbunden sind, ohne einander wirklich wahrzunehmen. Mithilfe unterschiedlicher Zeitebenen erzählt Shapiro vom Leben zweier Familien, die Shenkmanns und die Wilfs. Beide haben auf der Division Street im Städtchen Avalon ein Haus, sind quasi Nachbarn. Und stehen trotzdem kaum miteinander in Kontakt. Durch die Geburt von Waldo Shenkmann sind beide Familien miteinander verbunden. Waldo, der dank Dr. Ben Wilf bei der Geburt nur knapp dem Tod entkommt, wird ein dünner schlaksiger Junge, der anders ist als die anderen und für den die Sterne alles bedeuten. Weil er sich von seiner Familie unverstanden fühlt, flüchtet er in die Tiefen der Nacht. Die Sternbilder am Nachthimmel schenken ihm die Ruhe und Geborgenheit, die ihm seine Familie nicht geben kann. Sie legen sich besänftigend auf seine geplagte Seele. Glück und Unglück steht in den Lebensgeschichten beider Familien nah beieinander. Es haftet an ihnen, überträgt sich auf die alte Eiche, die majestätisch an der Ecke von Division und Birch Street und damit zwischen ihren Häusern steht und Schauplatz einer Tragödie wird. 25 Jahre später treffen die an Demenz erkrankte Mimi Wilf und der Ausreisser Waldo aufeinander und bringen zusammen, was über Jahre auseinandergeklafft ist. "Vielleicht ist jeder einzelne das, was von jeder Seele bleibt, die je gelebt hat; vielleicht ist Zeit kein Kontinuum, sondern Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft entfalten sich immer und ewig."

Hat mich nicht gefesselt. Gab Schöne Momente, viel trauriges, tragisches. Aber für mich fehlte die Tiefe zu den Figuren.
Der Inhalt lässt sich im Groben wie folgt erklären: Mehrere Familien sind durch mehrere Schicksschläge einander verbunden. Manchmal für einzelne Familienmitglieder nicht offensichtlich, dennoch das Leben lang. Kennt ihr das Sprichwort mit dem Flügelschlag des Schmetterlings, der am anderen Ende der Welt einen Sturm entfacht? Dieser Style begleitet uns in diesem Buch. Ein paar philosophische Ansätze gibt es auch in diesem Buch. Für mich allerdings nicht sehr gut umgesetzt. Es gibt an mehreren Stellen sehr unglückliche Momente, die tragische Folgen haben. Eigentlich sehr nach meinen Geschmack, aber das Buch konnte mich nicht wirklich abholen. Bonuspunkt für eine tragende Rolle einer behinderten Person in der Story. Kritisch sehe ich hier allerdings die fehlende Recherche zur Hintergrundstory.

Am Anfang braucht man ein wenig Geduld.
Der Einstieg in das Buch war mit kleinen Hürden, da man aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven liest und denen auch in verschiedenen Zeiten immer wieder begegnet. Allerdings wird dort in der Zeit ordentlich hin und her gesprungen. Hat man sich allerdings mal reingefuchst dann wird’s richtig gut. Es war zwar nicht das was ich erwartet hab, als ich den Klappentext gelesen hab, dafür anders gut. Der Schreibstil ist ein wenig anspruchsvoller, lässt sich aber dennoch gut lesen.
Berührend und absolut emotional trotz ruhigem Setting
Leuchtfeuer Dani Shapiro „Vielleicht hat jeder Mensch ein unzerstörbares Herz, das hundert Milliarden Mal stärker ist als Stahl.“ (Waldo Shenkman) Klappentext: ine Sommernacht 1985: In einem Vorort von New York steigen drei betrunkene Teenager in ein Auto – und nichts ist mehr wie zuvor. Die Geschwister Sarah und Theo zerbrechen fast an der Last des Geheimnisses, das sie seitdem teilen, und selbst 20 Jahre später bestimmt es ihr Leben. Auch ihr Vater Ben, ein pensionierter Arzt, hadert mit seiner Rolle in jener denkwürdigen Nacht. Doch als Bens Begegnung mit dem zehnjährigen Nachbarsjungen Waldo eine Kette von Ereignissen in Gang setzt, droht das Geheimnis zu platzen und ihrer aller Leben in ungeahnte Bahnen zu lenken. Leseeindruck: Einige Male habe ich nun in verschiedenen Rezensionen lesen können, Dani Shapiros Leuchtfeuer wäre „leicht zu lesen“, andere verreißen diesen Roman und sprechen ihm den nötigen Tiefgang ab, bemängeln das (ja 😢) fehlende, einschlagende Aufwachen der Protagonisten und damit ein Happy End. Ich möchte mich keiner dieser beiden so grundsätzlich verschiedenen Meinungen anschließen. Weder war dieses Buch für mich leicht zu lesen - hey, ich war gefühlt aller 20 Seiten am Heulen - noch fehlte mir hier der Tiefgang. Vielleicht ist es so, wie eine der Hauptfiguren im Buch sagt: Man kann viele „falsche“ Menschen in seinem Leben haben - verschiedenster Art: Eltern, Lehrer, Freunde - aber wenn es zwei oder drei gibt, die dich *wirklich* sehen können, bist du mehr als reich beschenkt. Mist, ich heule schon wieder 😢 Kurz: Danke an Dani Shapiro für diesen ruhigen, emotionalen, ganz besonderen und mit so vielen verschiedenen Gefühlen, die alle auf mehr oder weniger „richtigen“ Entscheidungen beruhen - du hast mir ein ganz besonders Gefühl verschafft und dieses Buch wird eins meiner Highlights in diesem Jahr bleiben. Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

So bewegend!
Ich hatte lange kein Buch mehr, bei dem ich so viel Gänsehaut beim Lesen hatte. Dieses Buch und die Geschichte haben mich so sehr berührt. Zwei Familien, deren Leben und Geschichten so unterschiedlich sind und doch sind sie über so lange Zeit mit einander verbunden. Nach einem einschneidenden Erlebnis wird in diesem Buch aus verschiedenen Perspektiven und mit einigen Zeitsprüngen zwischen 1970 und 2020 in einem tollen, teilweise auch recht nüchternen Schreibstil erzählt, was die Familienmitglieder erleben und fühlen. Von der Geburt bis über den Tod hinaus, gibt es in diesem Buch einige emotionale Themen, die aufgegriffen werden (mögliche Trigger: Tod, Sucht, Elternwut, Demenz, Krebserkrankung). „Leuchtfeuer“ hat mich ab dem ersten Kapitel gecatchted und auch wenn ich erst nicht wusste, in welche Richtung sich dieser Roman entwickelt, konnte ich das Buch schlecht zur Seite legen. So viel Tragik, Realität & besänftigende Momente in einem. Ich hab mich manchmal gefühlt, als wäre ich in die Leben der beiden Familien abgetaucht und konnte genau miterleben, wie sie leben. Wie hier über den Tod und „alles darüber hinaus“ geschrieben wird, fand ich grandios.

Alles ist miteinander verbunden
Diese Lebens-Erzählung zweier Familien wird durch Schicksalsschläge begleitet. Doch trotz der tragischen Ereignisse hat das Buch eine schöne Botschaft: Alles ist miteinander verbunden und alles ist gleichzeitig, auch wenn wir mal nicht mehr da sind. Dieser eigentlich komplexe Gedanke wird sehr gelungen beschrieben und in die Erzählung eingearbeitet. Bei den beiden Geschwistern hätte ich mir aber noch mehr Tiefe gewünscht.
Alles ist miteinander verbunden, kein Anfang, kein Ende. Leuchtfeuer von Dani Shapiro ist ein leiser, tiefgründiger Roman, der sich mit den Schatten der Vergangenheit und den unsichtbaren Verbindungen zwischen Menschen beschäftigt. Zwei Familien, deren Leben auf unerwartete Weise miteinander verwoben sind, stehen im Mittelpunkt – gezeichnet von Verlust, Schuld und der Suche nach einem Platz in der Welt. Ein dramatisches Ereignis in der Jugend von Theo und Sarah prägt ihr weiteres Leben. Jahre später kreuzt sich ihr Schicksal mit Waldo, einem besonderen Jungen, der auf der Suche nach Halt ist. Als er und Mimi, eine ältere Frau aus seiner Nachbarschaft, gleichzeitig verschwinden, entfaltet sich eine Geschichte, die nicht nur von der Suche nach ihnen erzählt, sondern auch von den Spuren der Vergangenheit, die sich nicht einfach abschütteln lassen. Was Leuchtfeuer auszeichnet, sind die Figuren. Besonders Waldo hinterlässt mit seiner Perspektive und seinen klugen, oft poetischen Gedanken einen bleibenden Eindruck. Doch auch Sarah ist eine vielschichtige Figur, die nach außen als stark gilt, während sie innerlich mit einer tiefen Verletzlichkeit ringt. Die Erzählstruktur des Romans ist ungewöhnlich: Die Geschichte nimmt sich Zeit, bis die zentralen Fragen wirklich in den Fokus rücken. Theos intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit kommt erst spät – für manche Leser*innen vielleicht zu spät. Auch überrascht das Buch mit einer langen Weitererzählung nach dem vermeintlichen Höhepunkt. Das ist ein spannender Kniff, aber auch eine Herausforderung für die Geduld der Lesenden. Trotz der berührenden Themen bleibt Leuchtfeuer nicht völlig neu – es greift bekannte Motive auf und variiert sie. Wer eine tiefgreifende psychologische Auseinandersetzung erwartet, könnte sich daran stören, dass einige Konflikte nur angedeutet werden. Auch die Hörbuchfassung konnte mich persönlich nicht überzeugen, was aber Geschmackssache ist. Letztlich bleibt Leuchtfeuer ein Buch über das, was im Leben ungesagt bleibt, über Erinnerungen, die nicht verblassen, und über die Frage, ob es möglich ist, sich mit der eigenen Vergangenheit auszusöhnen. Wer bereit ist, sich auf das langsame Erzähltempo und die überzeugenden Figuren einzulassen, wird mit einer nachdenklichen und melancholischen Geschichte belohnt.
Im Sommer 1985 verändert sich das Leben dreier Jugendlicher in einem Vorort von New York dramatisch, als sie betrunken in ein Auto steigen. Die Geschwister Sarah und Theo Wilf leiden immer noch unter dem Geheimnis dieser Nacht, das auch ihren Vater Ben, einen ehemaligen Arzt, schwer belastet. Als Ben auf den Nachbarsjungen Waldo trifft, beginnt eine Reihe von Ereignissen, die das Geheimnis zu bedrohen scheinen und das Leben aller Beteiligten auf unerwartete Weise beeinflussen. "Leuchtfeuer" von Dani Shapiro ist eine eindringliche Erzählung über die Macht von Geheimnissen und die Auswirkungen eines einzigen tragischen Moments auf das Leben einer Familie. Mit ihrer nüchternen Sprache umgeht Shapiro das Sentimentale und zieht ihre Leserschaft von Anfang an in die Geschichte hinein. Durch die mehrdimensionale Erzählweise und die Vielzahl an Perspektiven entfaltet sich ein fesselndes Panorama von Geheimnissen, Tragödien und unerwarteten Wendungen. Geschickt webt Shapiro die Komplexität menschlicher Beziehungen und die Suche nach Vergebung in die Handlung ein. Dabei legt sie eine Erzählkraft an den Tag, die mich mit ihrer Tiefe und Leichtigkeit gleichermaßen fasziniert hat. Eine absolut lesenswerte, einfühlsam erzählte Familiengeschichte über das Leben, die Verbindung der Menschen zueinander und die Hoffnung, die selbst aus den dunkelsten Momenten hervorgehen kann. Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann.

Leuchtfeuer, ein Fixpunkt in der bewegten Welt
Alles kann ein Leben verändern. Eine Entscheidung, eine Handlung, eine Sekunde. Alles ist miteinander verbunden. Das Jetzt mit der Vergangenheit und der Zukunft, mein Leben mit deinem Leben und das Universum mit uns Allen. Der Autor spielt sehr passend mit Zeitsprüngen und schafft es die Gefühle sehr einfühlsam darzustellen. Die Liebe der Eltern zu ihren Kindern, die Angst, die Herausforderungen, die Ohnmacht, alles kommt zur Geltung. Ein intensives und feinfühliges Buch, mit einem ausgesprochen angenehmen Schreibstil. Absolut lesenswert.
Eine hinreißende Geschichte? „Leuchtfeuer“ lässt mich unschlüssig zurück.
„Leuchtfeuer“ hat grundsätzlich eine tragisch-fesselnde Story mit Potenzial, das sich allerdings nicht voll entfalten kann. Die Zeitsprünge und Perspektivwechsel zwischen den Protagonisten gelingen leider nicht sanft, sondern können vielmehr an der ein oder anderen Stelle verwirrend sein. Viele Aspekte der Story werden an der Oberfläche angekratzt, es fehlt dennoch der Tiefgang auf der Zielgeraden. Es wirkt ein bisschen so, als hätte Dani Shapiro zu viele Facetten in eine zu kurze Geschichte verwoben. Die Sprache ist melancholisch, zuweilen fast schon geschwollen. Meinen Geschmack trifft es nicht, es wirkt phasenweise zu aufgesetzt. Die Stärke dieser Geschichte sind für mich die Themen. Sie sind aus dem Leben gegriffen, können sich allerdings leider nicht voll entfalten. Insgesamt ein solides Buch, für mich aber keine große Literatur.
Die Geschichte fand ich bis fast am Ende als größtenteils eines: traurig. Als ob jemand über all das Schlimme, das Menschen passieren kann (Krankheit, Sucht etc.), schreibt. Niederschmetternd. Gegen Ende wurde es dann etwas hoffnungsvoller. Aber trotzdem hat mich diese Traurigkeir beim Lesen nicht losgelassen. Schön fand ich hingegen die Vorstellung, wie alles miteinander verbunden ist und wie die Vergangenheit in der Zukunft fortwirkt. Allerdings hat genau das, sehr viele Zeitsprünge, das Lesen teilweise anstrengend gemacht.
Ein ergreifender und emotionaler Roman mit Sogwirkung, der zum Nachdenken anregt. Ich mochte es, dass man in die verschiedenen Perspektiven der Protagonist:innen eintaucht und diese in mehreren Zeiten ihres Lebens begleitet. Es geht um das Leben mit all seinen Facetten, wie sich falsche Entscheidungen drauf auswirken und dies prägen, aber auch um neue Chancen. Es konnte mich gut unterhalten. Eine absolute Leseempfehlung!
Ganz anders als ich erwartet hatte. Nach dem Text hinten auf dem Buch,dachte ich,dass es so ein bisschen krimimäßig wäre und hauptsächlich um den Unfall geht. Und das tut es auch aber auf eine so andere und so wunderbare Weise als ich vorher dachte. Bedrückend,traurig und am Ende aber auch hoffnungsvoll und leuchtend. Wenn man sich darauf einlässt lässt es einen mit einem warmen aber auch sehr nachdenklichen Gefühl zurück und der Erkenntnis,dass alles miteinander verbunden ist.
2 Familien, die Wilfs und die Shenkmans, 2 Dramen und eine unbekannte Gemeinsamkeit.
Gibt es für euch Bücher, wo ihr das Cover erst zum Ende des Buches verstanden habt? Auf der Suche nach belletristischer Literatur bin ich auf dieses Buch gestoßen und war beim ersten Anblick des Covers verzaubert. Zum Ende des Buches habe ich verstanden, es steht für Hoffnung! »Sie ist hinreißender denn je, doch es ist ihre Traurigkeit, die sie von innen leuchten lässt. Sie ist strahlend in ihrer Trauer. Er sieht das — und er weiß, dass er der Einzige ist, der es sieht.« Ein fesselnd emotionaler Familienroman, über die Frage was Familie ist, ausmacht und über deren Erwartungshaltungen. Was mit Familien passiert die nicht miteinander sprechen und mit Geheimnissen kämpfen. Ein Buch über Auswirkungen von Entscheidungen und Handlungen, von der Vergangenheit über die Gegenwart bis in die Zukunft. Der Schreibstil ist fesselnd, schmerzhaft und zudem feinfühlig. Die Kapitel wirkten wie Momentaufnahmen der einzelnen Charaktere, Gefühle, Sorgen und Gedanken werden nahe gebracht. Trotz der verschiedenen Zeitebenen, fand ich gut zur Geschichte und zu den Charakteren. Charaktere die alle ihr eigenes Päckchen zu tragen haben. Besonders verbunden gefühlt habe ich mich zu Waldo, Theo und Mimi. Aber auch die Beziehung zwischen Ben und Waldo war emotional dargestellt. Es werden extrem wichtige Themen wie Unfall und Unfalltod, Demenz, Sucht und die Problematik von Außenseitern angesprochen. Ein weiterer Schicksalsschlag schafft es die Familien wieder zusammen zuführen. Dieses Buch klärt darüber auf, wie wichtig es ist miteinander zureden, aufeinander einzugehen, über Liebe und Freundschaft und das nach Regen immer Sonnenschein kommt! Für mich ein Roman der gesellschaftlich wichtig ist, zum nachdenken anregt und emotional macht.























































