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Was macht ein alternder, homosexueller Schriftsteller, der sein Talent für mittelmässig hält und für sein letztes Werk nicht einmal einen Verleger findet, wenn seine jahrelange Affäre jemand anderen heiratet? Verzweifeln? Arthur Less ist immer wieder nahe daran, als er unterschiedliche Arrangements in verschiedenen Ländern annimmt, die ihn auf eine Weltreise führen. Aber eigentlich flieht er, wendet sich ab vom Schmerz des Verlassenseins, von Selbstzweifeln geschüttelt, auf der Suche nach einer neuen Bedeutung seines Lebens. Das klingt alles sehr ernst und schwer. Andrew Sean Greer macht daraus aber eine sehr humorvolle, slapstickhafte Reise, schillernd bunt und mit vielen Einblicken in den Kopf eines Autoren. Nach kurzer Zeit liebt man Less, erlebt mit ihm die Irrungen und Wirrungen auf der Suche nach sich selbst und einem Sinn. Der Ton dieser Erzählung ist fasziniert, Less scheint von aussen betrachtet beschrieben zu werden, wenn wir auch gleichzeitig fast im Kopf des Autoren zu Gast zu sein scheinen, sehr nahe, sehr nachvollziehbar und nahezu intim. Es taucht im Verlauf der Geschichte immer wieder nur kurz ein Ich-Erzähler auf, der aber als Person zunächst nicht aufzutreten scheint. Erst gegen Schluss wird dieser Person enttarnt, was eine faszinierende Atmosphäre schafft. Muss man als Leser selbst „gay“ oder „queer“ sein, um ganz andocken zu können? Muss man wohl nicht, aber es kann helfen. ;-) Mir hat das Buch sehr gefallen, es bescherte mir viele heitere Lesestunden, ohne dabei Tiefe vermissen zu lassen
Jul 11, 2026
Was macht ein alternder, homosexueller Schriftsteller, der sein Talent für mittelmässig hält und für sein letztes Werk nicht einmal einen Verleger findet, wenn seine jahrelange Affäre jemand anderen heiratet? Verzweifeln? Arthur Less ist immer wieder nahe daran, als er unterschiedliche Arrangements in verschiedenen Ländern annimmt, die ihn auf eine Weltreise führen. Aber eigentlich flieht er, wendet sich ab vom Schmerz des Verlassenseins, von Selbstzweifeln geschüttelt, auf der Suche nach einer neuen Bedeutung seines Lebens. Das klingt alles sehr ernst und schwer. Andrew Sean Greer macht daraus aber eine sehr humorvolle, slapstickhafte Reise, schillernd bunt und mit vielen Einblicken in den Kopf eines Autoren. Nach kurzer Zeit liebt man Less, erlebt mit ihm die Irrungen und Wirrungen auf der Suche nach sich selbst und einem Sinn. Der Ton dieser Erzählung ist fasziniert, Less scheint von aussen betrachtet beschrieben zu werden, wenn wir auch gleichzeitig fast im Kopf des Autoren zu Gast zu sein scheinen, sehr nahe, sehr nachvollziehbar und nahezu intim. Es taucht im Verlauf der Geschichte immer wieder nur kurz ein Ich-Erzähler auf, der aber als Person zunächst nicht aufzutreten scheint. Erst gegen Schluss wird dieser Person enttarnt, was eine faszinierende Atmosphäre schafft. Muss man als Leser selbst „gay“ oder „queer“ sein, um ganz andocken zu können? Muss man wohl nicht, aber es kann helfen. ;-) Mir hat das Buch sehr gefallen, es bescherte mir viele heitere Lesestunden, ohne dabei Tiefe vermissen zu lassen
Jul 11, 2026







