Kind, versprich mir, dass du dich erschießt

Kind, versprich mir, dass du dich erschießt

Softcover
3.922
KriegsgenerationKriegsenkelFluchtDemmin

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Description

»Eines der besten historischen Bücher des Jahres 2019« The Times
Monatelang brandete 1945 eine Selbstmordwelle durch Deutschland, die Tausende – Frauen, Männer und Kinder – in den Untergang riss. In welchen Abgrund hatten die Menschen geblickt, dass sie angesichts der Befreiung vom Dritten Reich nur im Tod einen Ausweg sahen? Aus der Sicht derer, die das unfassbare Geschehen selbst miterlebt haben, erzählt der Historiker Florian Huber von dem größten Massenselbstmord der deutschen Geschichte und seiner Verdrängung durch die Überlebenden – ein fesselnder Blick auf die Gefühle der kleinen Leute, die in ihren Untergang marschierten.

Eine unerzählte Geschichte – ein bis heute währendes Tabu

»Huber hat die Selbstlüge aufgedeckt, die zur Katastrophe geführt hat: während des ›Dritten Reichs‹, am Ende des Krieges, in der Nachkriegszeit.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

»In den letzten Kriegsmonaten zwischen Januar 1945 und der Kapitulation am 8. Mai brandete eine beispiellose Suizidwelle durch Deutschland. Entlang der Frontlinie und überall dort, wo die Rote Armee vorrückte, nahmen sich Zehntausende Deutsche das Leben. [...] Der Historiker Florian Huber schildert die Hintergründe der Tragödie. Auf der Grundlage von Tagebüchern, Erinnerungen und Berichten rollt er ein bisher unerzähltes und verdrängtes Kapitel deutscher Zeitgeschichte auf.«, ARD titel, thesen, temperamente,

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
History & Archaeology
Format
Softcover
Pages
304
Price
14.40 €

Author Description

Florian Huber, geboren 1967, promovierte als Historiker zur Besatzungspolitik der Briten in Deutschland. Er ist der Autor von historischen Büchern wie Meine DDR. Leben im anderen Deutschland und Schabowskis Irrtum. Das Drama des 9. November. Als Filmemacher hat er preisgekrönte Dokumentarfilme zu zeitgeschichtlichen Stoffen produziert, darunter der Mauerfall, das mysteriöse Ende des Dichters Antoine de Saint-Exupéry sowie die Olympischen Spiele von 1936. Im Berlin Verlag erschienen Hinter den Türen warten die Gespenster. Das deutsche Familiendrama der Nachkriegszeit und sein Bestseller Kind, versprich mir, dass du dich erschießt. Der Untergang der kleinen Leute 1945, der in zahlreiche Sprachen übersetzt und von der Times unter die besten historischen Bücher des Jahres 2019 gewählt wurde.

Posts

8
All
4

Wichtiges Buch über die NS Zeit und die Selbstmorde

Das erste Drittel besteht aus einer Faktenaufzählung. Das war anstrengend zu lesen, auch wenn es sehr interessant war. Alles, was danach kommt, ist absolut interessant und wichtig. Für mich eine neue Perspektive über MV, Deutschland und den Nationalsozialismus.

3.5

Ein beeindruckendes und zugleich erschreckendes Buch über die (Nach)Kriegszeit in Deutschland. Wir starten in Demmin 1945. Die Stadt wird nach dem Untergang des Dritten Reichs von einer Selbstmordwelle überrollt. Der Autor berichtet sachlich aus der Sicht einzelner Schicksale über die Geschehnisse in Demmin und an anderen Orten in Deutschland. Ab knapp der Hälfte springen wir in die frühen 1930er Jahre und verfolgen auch hier die Geschichte verschiedener Personen bis zum Kriegsende und der Entnazifizierung. Die Stärke des Buches ist seine Sachlichkeit und die gut recherchierten Fakten. Deswegen ist es nicht weniger emotional. Alles beruht auf wahren Schicksalen und Niederschriften. Ich konnte hier mein Wissen über die Zeit des Dritten Reichs definitiv erweitern und mich besser in die Sichtweise einer damals in Deutschland lebenden Person versetzten. Dadurch, dass es sich um ein Sachbuch handelt, gab es natürlich Spannung. Somit hat sich das Buch etwas gezogen und einige Stellen waren ein wenig repetitiv. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich gerne mal an einem Sachbuch probieren möchte.🕊

4

Interessantes Buch über die Zeit des NS Regimes vor-, während- und nach dem Krieg. Im Profil sind die „kleinen“ Leute.

5

Beeindruckendes Buch mit vielen Hintergrundinformationen von den letzten Tagen des Krieges und danach . Vieles hat mich sehr traurig gemacht . Absolut lesenswert

3

3,75⭐️ Ein Blick auf die Heimat der Nachkriegszeit

Demmin 1945: Hunderte Menschen entschließen sich nach dem Untergang des Dritten Reiches zum Suizid. Sie erhängen sich, benutzen den Revolver, beißen auf eine Zyankalikapsel, gehen in die Peene. Florian Huber zitiert aus den Tagebüchern trauriger Einzelschicksale der Tage des Frühlings 1945. Dabei wird die Sinnlosigkeit des Weiterlebens der Menschen nach Hitlers Tod und dem Einmarsch der Rotarmisten deutlich. Für sie gibt es nur eine Option. Huber geht aber auch eine Schritt zurück und analysiert die Ursachen für die Suizidwelle. So skizziert er die wachsende und fast schon fanatische Anhängerschaft des Führers ab 1933. Der Führerkult veranlasste Menschen, zu ignorieren, welch menschenverachtende Ausmaße die Ideologie des Dritten Reiches implizierte. Hitler gab den Menschen nach dem ersten Weltkrieg und dem Versailler Vertrag nämlich das, wonach sich die Menschen sehnten: finanzielle Sicherheit, Hoffnung auf ein glorreiches Deutschland, Leidenschaft für das eigene Land, ein nie dagewesenes Gemeinschaftsgefühl. Gleichsam charakterisiert Huber das Bild der Deutschen nach dem Untergang des Dritten Reiches. Die Menschen sprachen nicht darüber, konnten ihren Gefühlen weder Ausdruck verleihen noch aus der Lähmung ihrer Gefühle entkommen. So arbeiteten die Deutschen 24/7 am Aufbau ihres zerstörten Landes, um sich nicht mit der Fehlbarkeit des Regimes auseinandersetzen zu müssen. Die ersten 80 Seiten flogen nur so dahin! Die Perspektive des Unterganges aus heimatlicher Sicht war unfassbar spannend und schockierend. Die ätiologische Analyse war für mich nichts Neues, weshalb sich dieser Teil (der längste wohlgemerkt!) etwas zog. Der Schluss, also der Ausblick auf Nachkriegsdeutschland ab 1946 bis zur Entnazifizierung war auch ganz interessant. Alles in allem: hochinteressantes Wissen aus ländlicher Perspektive!

3,75⭐️
Ein Blick auf die Heimat der Nachkriegszeit
4

Kind, versprich mir, dass du dich erschießt

Bedrückend, erschreckend und doch so wichtig. Aktuell hat man zunehmend den Eindruck, dass Deutschland nicht aus seinen Fehlern der Vergangenheit gelernt oder schlicht und einfach vergessen hat, was einst aus einer gefährlichen Mischung aus Dummheit und Hass passiert ist. Daher ist es umso wichtiger, dieses immer und wieder zu thematisieren und es nicht erneut soweit kommen zu lassen. Dieses Buch beschäftigt sich hauptsächlich mit den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges und der suizidalen Welle aus Angst vor Kapitulation, Gewalt und schlimmeres. Ein sehr dunkles Kapitel der deutschen Geschichte, welches eindrucksvoll dokumentiert und wiedergegeben wird und zur Warnung vor erneuten Fehlern ermahnt.

Kind, versprich mir, dass du dich erschießt
5

Aus Gründen (siehe Profil) gibt es meine Rezension nur noch auf dem Blog https://tintenhain.de/2016/06/06/florian-huber-kind-versprich-mir-dass-du-dich-erschiesst-rezension/

3

Teilweise sehr verwirrend den einzelnen Strängen zu folgen.

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