Keine Reue
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Description
Ellen Sandberg. Jeder Roman ein fesselndes Leseerlebnis.
Eigentlich könnte man Barbara Maienfeld beneiden. Sie lebt in einer schönen Stuttgarter Altbauwohnung, mit dem Mann, den sie seit Studententagen liebt. Niemand ahnt, dass ein Verrat ihrem Glück zugrunde liegt. Doch nun stehen die Maienfelds kurz davor, alles zu verlieren. Und der einzige Weg, der sie retten kann, stößt die Tür zu ihrer Vergangenheit auf – mit der sie längst abgeschlossen hatten. Damals, Ende der 80er Jahre, wohnten die Maienfelds mit ihren Kindern zurückgezogen in der Eifel. Scheinbar genossen sie dort die ländliche Idylle – doch tatsächlich versteckten sie sich vor dem Verfassungsschutz. Bis zu einem verhängnisvollen Tag.
Jetzt – Jahrzehnte später – erkennt Barbara, dass das Vergangene nie wirklich vorbei ist. Und schon bald balancieren die Maienfelds zum zweiten Mal in ihrem Leben am Rande eines Abgrunds …
Book Information
Author Description
Ellen Sandberg arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete – mit riesigem Erfolg: Ihre psychologischen Spannungs- und Familienromane, die stets monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stehen und denen immer ein wichtiges Thema unserer deutschen Vergangenheit zugrunde liegt, bewegen und begeistern zahllose Leserinnen und Leser – wie zuletzt »Die Schweigende«, »Das Geheimnis« und »Das Unrecht«. 2022 wurde ihr der Verfassungsorden des Freistaats Bayern verliehen. Unter ihrem bürgerlichen Namen Inge Löhnig veröffentlicht sie erfolgreiche Kriminalromane.
Posts
Nicht ganz mein Geschmack
Es war ein absoluter Zufallskauf vor etwa einem Jahr. Einfach weil die Autorin meinen Vornamen hat 😂 Ohne den Klappentext zu lesen oder eine Ahnung zu haben, was mich erwartet, bin ich völlig unvoreingenommen in die Geschichte gestartet. Der Einstieg ist absolut gelungen: Die Erzählweise ist flüssig und über weite Strecken fand ich die Handlung wirklich spannend. Leider konnte das Niveau nicht ganz bis zum Ende gehalten werden. Besonders im letzten Drittel verlor die Geschichte für mich merklich an Fahrt und wirkte stellenweise etwas langgezogen. Da zudem einige Entwicklungen recht vorhersehbar waren, blieb der große Überraschungseffekt leider aus. Insgesamt ist es ein ordentliches Buch für zwischendurch, das gut unterhält.
Das war leider nichts
Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Wäre es mein erstes Buch von Ellen Sandberg gewesen, hätte ich keine weiteren von ihr gelesen. Sie kann schreiben, bisher hat sie mich auch immer überzeugt, aber was hier in diesem Roman abging, hat mir gar nicht gefallen. Das Thema RAF wird eigentlich nur am Rande gestreift, vertieft wird es nicht. Geschichtlich kann man nichts mitnehmen. Aber dann sind auch noch die Charaktere so dermaßen unsympathisch, dass ich mich eher durchs Buch gequält habe. Ben ging ja noch. Seine Amnesie und der Handlungsstrang mit Charlie waren zwar sehr konstruiert, aber darüber hätte ich hinwegsehen können. Wer mich richtig wütend gemacht hat, waren Barbara und Gernot. So dermaßen Egoisten, die ihre Kinder gehasst haben müssen, auch wenn sie ständig das Gegenteil behaupten. Der Plot zieht sich in die Länge, eigentlich passiert nicht viel und das Ende ist derart unbefriedigend. Schade, die Geschichte an sich klang wirklich interessant, aber es ist einfach nicht gut umgesetzt worden.
Entfaltet nach und nach sein Potenzial.
Inhalt: Eben noch wollte Ben Maienfeld zu seiner Joggingrunde aufbrechen, jetzt liegt er verletzt im Krankenhaus. Von Kommissarin Charlotte Bodmer erfährt Ben was passiert ist. Selbst hat er keine Erinnerung mehr an den Vorfall. Sehr zum Leidwesen von Charlotte. Die hat nämlich mit dem mutmaßlichen Täter noch eine Rechnung offen...... Leseeindruck: Im Gegensatz zum Klappentext, in dem es um Bens Mutter Barbara Maienfeld gehen soll, handelt die Geschichte in "Keine Reue" zum größten Teil von ihrem Sohn. Allerdings werden durch ihn und seine Erinnerungen, die er langsam wiedererlangt, die damaligen Geschehnisse aufgerollt. Der Schreibstil ist flüssig. Trotzdem hatte ich am Anfang etwas gebraucht, um mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Was vor allem an der Hintergrundstory gelegen hat. Es ging in eine politische Richtung, die nicht unbedingt mein Lieblingsthema ist. Allerdings wurde nur das wichtigste dazu erklärt. Damit konnte ich dann schließlich auch leben. Nach und nach konnte mich der Roman fesseln. Am Ende fiel es mir schwer ihn aus der Hand zu legen. Neben Bens Erzählstrang, der durch seine Aktion in Gefahr schwebt, gibt es noch den von seiner Mutter Barbara und einen von seinem Onkel Lukas, der vor Jahren im Untergrund verschwunden ist. Ben scheint etwas zu verdrängen. Denn immer wenn es einen schlimmen Vorfall gibt, blendet er sein Gedächtnis daran aus. Kommissarin Charlotte versucht alles, um seine Erinnerungen zurückzuholen. Schließlich hat sie noch eine Rechnung offen. Mit dem was am Ende in eine ganz andere Richtung herauskommt, hat aber auch sie nicht gerechnet. Barbara erschien mir von Anfang an kühl. Je mehr ich über sie und ihr Leben erfahren habe, desto mehr wurde ich bestätigt. Am besten hat mir der Erzählstrang um Lukas gefallen. Das hat dem ganzen den letzten Schliff gegeben. Fazit: "Keine Reue" braucht ein bisschen, um sein ganzes Potenzial zu entfalten. Aber dann konnte ich den Roman kaum noch aus der Hand legen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, gefiel mir der Aufbau der Geschichte richtig gut. Denn was Ben beim Überfall passiert, hat mit den Ereignissen in der Vergangenheit nichts zu tun. Ist aber der Auslöser, dass der erwähnte Verrat aus dem Klappentext aufgeklärt wird und man außerdem erfährt, warum Kommissarin Charlotte Bodmer noch eine Rechnung offen hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

Die Bücher von Ellen Sandberg lese ich gerne und freue mich auf jede Neuerscheinung. Manches mal habe ich bemängelt, dass sich die Geschichten zu sehr ähneln. Das ist bei „Keine Reue“ keineswegs der Fall. Die Grundidee fand ich ausgesprochen interessant. Das Ehepaar Barbara und Gernot lebt heute ein wohlsituiertes Leben, doch in ihrer Jugend waren sie Mitglieder der RAF. Das fand ich so spannend, dass ich in nächster Zeit noch mehr über die RAF lesen möchte. In „Keine Reue“ bleibt alles recht oberflächlich und fiktiv. In geschichtlicher Hinsicht kann man sich aus diesem Buch nicht wirklich etwas mitnehmen. In der Gegenwart dreht sich die Handlung um Ben, den Sohn von Barbara und Gernot. Nachdem er Opfer einer Messerstecherei wurde, leidet er, was den Tathergang betrifft, an Amnesie. Ein Zustand, der ihm bei traumatischen Ereignissen schon öfter passiert ist. Polizistin Charlotte versucht ihm zu helfen, sich an die Geschehnisse zu erinnern. In einem parallelen Handlungsstrang werden Barbara und Gernot von der Vergangenheit eingeholt und dabei geht es wirklich ausgesprochen kunterbunt zu, so dass man sich nur immer wieder über diese irgendwie skurril anmutende Kaltblütigkeit und Gewalt wundern kann. Generell sind Barabara und Gernot extreme Unsympathen, die exklusiv an sich selber denken. Ben war im Vergleich dazu der deutlich nettere Protagonist. Allerdings fragte ich mich immer wieder, was denn nun der rote Faden der Geschichte sein soll und was diese Handlungsstränge miteinander zu tun haben. Insgesamt fand ich das Buch in Ordnung, teilweise etwas langweilig und oberflächlich. Mit hat der Zusammenhang zwischen den Ereignissen gefehlt. Für mein Empfinden ist dies leider das bisher schlechteste Buch von Ellen Sandberg.

In Keine Reue beschäftigt sich Ellen Sandberg mit der 3. Generation der RAF. Wie gewohnt, sind die geschichtlichen Hintergründe super recherchiert und werden von ihr toll eingearbeitet. An Schreibstil und Verlauf habe ich auch überhaupt nichts auszusetzen, das hat sie einfach drauf. Mir war nur leider die Story an manchen Stellen viel zu weit hergeholt und übertrieben und die Handlung generell hat mir einfach nicht so gefallen. Was natürlich an den furchtbar unsympathischen Figuren lag, die es aber halt gebraucht hat, um alles gut abzurunden. Für mich der schwächste Roman, den ich bislang von ihr gelesen habe.
Ellen Sandberg gehört zu meinen Lieblingsautoren. Bisher war ich von all ihren Büchern total begeistert. Das war bei diesem Buch nicht so. Es liegt wohl hauptsächlich am Thema, aber auch an den Charakteren. Ich wurde mit niemanden so richtig warm. Besonders die Eltern Barbara und Gernot fand ich sehr unsympathisch. Trotzdem war der Schreibstil wie gewohnt klasse und die Geschichte ist spannend geschrieben. Empfehlenswert ,vor allem wenn man sich für das Thema RAF interessiert . Mir haben nur ihre anderen Bücher besser gefallen.
Komplex und informativ gelungen
Hallo zusammen, das Buch hab ich mir im Urlaub auf Mallorca gekauft, weil ich die Autorin sehr gerne ,aufgrund ihrer Bücher, gelesen habe. Das Buch „Keine Reue“ geht um die RAF. Es war wirklich schön, etwas von dieser Schattenwelt zu lesen und zu erfahren. Was mich etwas gestört hat, war, dass es manchmal zu ungenaue Zeitsprünge in neue Situationen/Gedanken kam. Etwas irritierend, ansonsten sehr gelungen! Nehmt euch gerne etwas zu trinken und naschen und fangt an die Bücher von Ellen Sandberg zu lesen, damit ihr versteht, warum Menschen handeln, wie sie handeln. LG 😎

"Keine Reue" ist wieder ein absoluter Pageturner aus der Feder von Ellen Sandberg aka Inge Löhnig. Die Bücher von Ellen Sandberg umfassen allesamt spannende Thematiken und auch diesmal ist ihr wieder ein fesselnder Roman gelungen über die RAF-Zeit und deren Geschehnisse. Besonders spannend fand ich die Passagen in der Vergangenheit. Ich kann mich noch gut an die 80er Jahre und die Berichterstattungen über die RAF erinnern. Durch sehr gute Recherche konnte die Autorin die jeweiligen Zusammenhänge gut vermitteln. Ich habe bisher alle Romane von Ellen Sandberg gelesen und bin immer wieder überrascht, dass das jeweilige neue Buch mich dermaßen begeistert, so dass ich gar nicht sagen kann welches ihr bester Roman ist. Sie sind allesamt ganz große Leseempfehlungen!
Wieder verknüpft die Autorin zwei Zeit - und Handlungsstränge miteinander und baut gekonnt die Spannung auf. Ich konnte nach leichten Anfangsschwierigkeiten gut in die einzelnen Geschehen eintauchen. Da ich mich mit der ganzen RAF Thematik nicht so befasst habe , war es interessant hier Einblicke zu bekommen. Erschütternd war für mich die Beschreibung der familiären Verhältnisse in der Familie Maienfeld. Alles in allem wieder ein Buch, für das ich alles andere liegen lassen musste, um es hintereinander durchzulesen. Unbedingte Empfehlung !

Darum geht es: Barbara und Gernot Maienfeld sind jenseits der Sechzig. Sie leben in einer noblen Stuttgarter Altbauwohnung. Sie haben drei erwachsene Kinder. Ben, Luise und Leon sind allesamt keine Wunschkinder. Das Ehepaar kennt und liebt sich seit Studententagen. Wenn man Barbaras Leben betrachtet, könnte man sie beneiden. Doch ihr Leben und ihr Glück liegen einem Verrat zugrunde. Nun stehen die Maienfelds kurz davor, alles zu verlieren. Als letzter Ausweg, als allerletzte Rettung setzen sie sich mit ihrer Vergangenheit in Verbindung, und das hat gefährliche und fatale Folgen. Mein Leseeindruck: Jeder Roman von Ellen Sandberg ist ein neues, spannendes und fesselndes Leseerlebnis. In ihrem neuen Roman thematisiert sie die Strukturen, Denkweisen und Machenschaften der RAF. Damit hat Frau Sandberg ein interessantes Thema aufgegriffen. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, 2019 und 1988. Die Kapitel werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Hauptsächlich aus Sicht von Barbara, dem ältesten Sohn Ben und seinem Onkel Lukas. Man bekommt tiefe Einblicke in dessen Gedankenwelt. Die Autorin hat authentische, einmalige und sehr besondere Protagonisten skizziert. Schicksale werden lebendig und haben mich sprachlos gemacht. Ich bekomme noch jetzt eine Gansehaut, wenn ich an Barbara Maienfeld denke. Zusammen mit ihrem Mann waren und sind sie radikale Linke und RAF-Sympathisanten. Ihre Kinder hatten Keinen Platz in ihrem Leben. Die Beschreibungen der Vernachlässigungen waren für mich aufwühlend und herzbewegend. Ein herausragender, gut recherchierter Familienroman mit fiktiven Figuren und einer realen Vergangenheit mit politischen Ideologien und RAF-Verbrechen. Die Fäden wurden gekonnt miteinander verknüpft. Fazit: 4,5/5⭐️ Hochinteressantes Thema, sehr gut verknüpft und fesselnd umgesetzt.

Spannend!
Ich bin erst vor Kurzem über die Bücher von Ellen Sandberg gefallen und habe mittlerweile in kürzester Zeit das dritte Buch verschlungen. Über die Zeit der RAF habe ich mich bisher noch überhaupt nicht befasst und muss sagen, dass die Geschichte mein Interesse an der Geschichte geweckt hat. Auch interessant war in diesem Buch die Thematik, dass man Dinge so vergessen kann, dass es unheimlich schwierig ist, sie wieder an die Oberfläche zu holen. Ich bin begeistert und kann das Buch empfehlen.
Die Erzählweise ist wie immer flüssig und ich bin nur so durch die Seiten geflogen, denn die Autorin versteht ihr Handwerk, Spannung aufzubauen. Die Familienkonstellation und wie zerrüttet die Verhältnisse sind, war auch besonders gut dargestellt. Auch die politischen Gegebenheiten waren spannend geschildert und aus verschiedenen Sichten bedeutet. Alles in Allem hat mir die Geschichte zwar gefallen, nur war für mich der Fokus falsch gelegt, wodurch leider etwas die Spannung verloren gegangen ist. 3⭐

Wie in jedem ihrer Bücher verarbeitet die Autorin auch hier einen Teil Deutscher Geschichte. In "Keine Reue" geht es um die Zeit, als die RAF und ihre Sympathisanten das Deutsche Recht und die Ordnung im Land mit Entführungen, Attentaten und Erpressung zu verändern suchten. Barbara und Gernot waren Teil dieser Bewegung. Jahre später fliegt ihnen alles um die Ohren. Spannend wie immer, gut zu lesen, in sich abgeschlossen und gut recherchiert.
Spannender Pageturner, fast ein Politthriller
Die frühen 80iger Jahre, RAF, Terror, Bomben, Anschläge Ein raffinierter und wohl durchdachter Roman. Diese Eltern Maienfeld wünscht man seinen ärgsten Feind nicht. Barbara Maienfeld arbeitet als Anwältin für die Armen, ihr Mann Gernot geht mit seinem Verlag pleite. Durch eine Erbschaft kaufen sie sich eine Mühle irgendwo im Nichts. Ihre Kinder, Ben und die Zwillinge Leon und Luise können tun und lassen was sie wollen. Immer unter dem Deckmantel der antiautoritären Erziehung. Barbara stören die Kinder. Auch später der Umzug nach Stuttgart löst die familiären Probleme nicht. Es wird immer schlimmer. Die Kinder werden mit 18 aus der gemeinsamen Wohnung geworfen und müssen sich selbst durchkämpfen. Doch dann brauchen die Eltern finanzielle Hilfe und fragen bei den Kindern an. Die wollen und können nicht helfen. Durch einen verhinderten Mordanschlag und die Bekanntschaft mit einer Polizistin kommt Ben nach und nach seiner Vergangenheit auf die Spur. Die Spannung in dem Buch ist fast greifbar und nimmt dabei fast gar nicht ab. Das Rätseln ist nicht notwendig, vieles bekommt man gleich als Antwort. Dieses Buch besticht durch seine Raffinesse.
Die Bücher von Ellen Sandberg haben mich noch nie enttäuscht. Und auch dieses war mega spannend. Ich mag ihren Schreibstil und wie sie ihre Charaktere zeichnet wahnsinnig gerne. Barbara und Gernot habe ich richtig gehend gehasst und hätte ihnen gewünscht, dass die Gerechtigkeit siegt... Das Ende war etwas abrupt und es blieben ein paar Fragen offen. Darum ein halber Stern Abzug. Ansonsten absolute Leseempfehlung!
⭐️⭐️⭐️(⭐️)
Barbara und Gernot sind ein Vorzeige-Ehepaar. Er Journalist, sie Anwältin, eine hübsche Eigentumswohnung in Stuttgart. Doch der Schein trügt. Denn warum brauchen die beiden plötzlich Geld, damit ihnen nicht die Wohnung unterm Hintern weggepfändet wird? Auch ihre 3 Kinder, zu denen sie kaum Kontakt haben, finden es äußerst merkwürdig, dass die Eltern sie plötzlich um Geld bitten. Doch sie ahnen auch nicht, was ihre Eltern ihnen seit Jahrzehnten verschweigen... Nach und nach kommt die Wahrheit ans Licht. Die Autorin hat es mir insbesondere mit Barbara nicht leicht gemacht. Eine Frau, der ihre Überzeugungen schon immer wichtiger waren als ihre Kinder. Die ihre Defizite mit Scheinargumenten schönredet - so eine Protagonistin hatte ich lange nicht und ich muss zugeben, ich hätte das Buch sicher immer wieder beiseite gelegt, wenn ich es nicht im BuddyRead gelesen hätte (danke, @moneslesecouch !) Wer sich für die 70er/80er Jahre in der BRD und die Geschehnisse rund um die RAF interessiert, dem sei das Buch wärmstens empfohlen. Mit der Geschichte taucht man ein in das Umfeld der sogenannten "3. Generation" und erfährt einiges zu den Hintergründen. Der Roman und die Handlung selbst konnte mich nicht in allen Facetten überzeugen, einiges erschien mit zu konstruiert. Ich bin aber auch kein passionierter Leser politischer Stoffe - wenn man das ist, kann das Buch möglicherweise überzeugen.

Roman zum „Deutschen Herbst“
Nachdem ich bislang alle Bücher von Ellen Sandberg bzw. Inge Löhnig gelesen habe, musste es natürlich auch ihr neuester Roman sein. In dieser spannenden Geschichte der Familie Maienfeld führt sie uns tief in die politischen Geschehnisse der Endachtziger Jahre, einer Zeit des RAF-Terrors im Westen Deutschlands. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven der Mutter Barbara, des Sohnes Ben und des Onkels Lukas erzählt und spielt sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit. Alles beginnt mit Ben, der während seines morgendlichen Joggens überfallen und verletzt wird und an Erinnerungslücken leidet, die es ihm unmöglich machen den Mörder einer Frau zu identifizieren. Als die Kripobeamtin Charlie den Fall aufgreift, wird schnell klar, dass sie hier auch persönlich stark involviert ist. Auf dem anderen Erzählstrang erfahren wir viel über Ben, seine Kindheit und seine Familie. Seine Eltern haben als RAF-Sympathisanten sowie Linksalternative eine sehr liberale Erziehung ihren drei Kindern angedeihen lassen und Ben hat schon sehr früh Verantwortung für seine Geschwister übernommen. Halt und ein Vorbild fand er bei seinem Onkel Lukas, der aber ganz plötzlich aus seinem Leben verschwand. Als die Eltern – mittlerweile im Bürgertum angekommen – dringend Geld benötigen, greifen sie auf alte Kontakte aus der Szene zurückgreifen, kommt es zur Eskalation. Ein Roman, der irgendwo zwischen einem Politikthriller und Familienroman anzusiedeln ist. Ich habe ihn gern gelesen, aber so ganz konnte er mich trotz des wirklich interessanten Hintergrunds nicht packen. Es war mir ein wenig zu viel reingepackt und an mancher Stelle doch sehr konstruiert und die Charaktere – insbesondere die höchst unsympathische Mutter Barbara – waren für mich teilweise schwer verständlich. Trotzdem empfehle ich das Buch all jenen, die sich für jüngere zeitpolitische Geschichte insbesondere der 80er Jahre im Westen Deutschlands interessieren und ein wenig hinter die Kulissen der 3. Generation der RAF blicken möchten.
Dieses Buch lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück. Seit meiner Kindheit ist die RAF mir ein Begriff, erinnere mich noch an die Fahndungsplakate die überall hingen. Aber es gehörten damals ja noch viel mehr Personen im Umkreis dazu, auch Unterstützer im Geist. Was ist aus ihnen heute geworden? Buch las sich gut durch ständig wechselnde Handlungsorte, - Zeiten und - Personen. Ich konnte mich gut in den Sohn hineinversetzen. Punktabzug, weil die Eltern unerträglich für mich waren
Erstaunlich, mit was für unterschiedlichen Themen Ellen Sandberg mich in ihren Romanen fesseln kann. In ihrem neuesten Roman wirft sie einen Blick hinter die Kulissen der Szene der RAF-Sympathisanten, deren politischen Fanatismus wie auch deren Egoismus und Gefühlskälte gegenüber ihrer Familie sie sprachlich brillant bloßstellt.
Lange Zeit habe ich kein Buch mehr von Ellen Sandberg gelesen. Doch diesen Krimi habe ich von meiner Kollegin bekommen. In diesem Buch geht es um die Familie Maienfeld, die Eltern Gernot und Barbara sind frühere RAF Sympathisanten und haben ihre Kinder komplett ohne Erziehung und Regeln aufwachsen lassen. Ihre drei Kinder haben ihre Kindheit komplett unterschiedlich erlebt und kein so gutes Verhältnis zu ihren Eltern. Als ihr ältestes Sohn versucht, einen Mord zu verhindern, gerät ins Visier eines Clans. Daraufhin schaltet sich die Kripo München mit ein, und während sie versuchen, aus dem Zeugen etwas über die Mord an der Frau zu bekommen, kommen so allerhand Taten der Eltern, Barbara und Gernot zum Vorschein. Insgesamt war der Krimi spannend erzählt, wenn mich auch das Ende etwas unbefriedigt zurückgelassen hat.
Nicht ihr bestes Buch, aber trotzdem super.
Diesmal hat sich Ellen Sandberg dem Thema RAF gewidmet. Der Einstieg fiel mir nicht ganz so leicht wie bei ihren letzten Büchern, aber nach ein paar Seiten hat es mich dann doch gepackt. Eine interessante Mischung war auf jedenfall die Polizistin, die unbedingt jemand ins Gefängnis bringen will und Ben, der scheinbar unter Amnesie leidet und sich an einiges, auch aus seiner Kindheit, nicht erinnern kann Das Ende ist offen gehalten, ich hätte schon gerne noch gewusst wie es Gernot und Barbara ergeht..
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Ellen Sandberg. Jeder Roman ein fesselndes Leseerlebnis.
Eigentlich könnte man Barbara Maienfeld beneiden. Sie lebt in einer schönen Stuttgarter Altbauwohnung, mit dem Mann, den sie seit Studententagen liebt. Niemand ahnt, dass ein Verrat ihrem Glück zugrunde liegt. Doch nun stehen die Maienfelds kurz davor, alles zu verlieren. Und der einzige Weg, der sie retten kann, stößt die Tür zu ihrer Vergangenheit auf – mit der sie längst abgeschlossen hatten. Damals, Ende der 80er Jahre, wohnten die Maienfelds mit ihren Kindern zurückgezogen in der Eifel. Scheinbar genossen sie dort die ländliche Idylle – doch tatsächlich versteckten sie sich vor dem Verfassungsschutz. Bis zu einem verhängnisvollen Tag.
Jetzt – Jahrzehnte später – erkennt Barbara, dass das Vergangene nie wirklich vorbei ist. Und schon bald balancieren die Maienfelds zum zweiten Mal in ihrem Leben am Rande eines Abgrunds …
Book Information
Author Description
Ellen Sandberg arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete – mit riesigem Erfolg: Ihre psychologischen Spannungs- und Familienromane, die stets monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stehen und denen immer ein wichtiges Thema unserer deutschen Vergangenheit zugrunde liegt, bewegen und begeistern zahllose Leserinnen und Leser – wie zuletzt »Die Schweigende«, »Das Geheimnis« und »Das Unrecht«. 2022 wurde ihr der Verfassungsorden des Freistaats Bayern verliehen. Unter ihrem bürgerlichen Namen Inge Löhnig veröffentlicht sie erfolgreiche Kriminalromane.
Posts
Nicht ganz mein Geschmack
Es war ein absoluter Zufallskauf vor etwa einem Jahr. Einfach weil die Autorin meinen Vornamen hat 😂 Ohne den Klappentext zu lesen oder eine Ahnung zu haben, was mich erwartet, bin ich völlig unvoreingenommen in die Geschichte gestartet. Der Einstieg ist absolut gelungen: Die Erzählweise ist flüssig und über weite Strecken fand ich die Handlung wirklich spannend. Leider konnte das Niveau nicht ganz bis zum Ende gehalten werden. Besonders im letzten Drittel verlor die Geschichte für mich merklich an Fahrt und wirkte stellenweise etwas langgezogen. Da zudem einige Entwicklungen recht vorhersehbar waren, blieb der große Überraschungseffekt leider aus. Insgesamt ist es ein ordentliches Buch für zwischendurch, das gut unterhält.
Das war leider nichts
Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Wäre es mein erstes Buch von Ellen Sandberg gewesen, hätte ich keine weiteren von ihr gelesen. Sie kann schreiben, bisher hat sie mich auch immer überzeugt, aber was hier in diesem Roman abging, hat mir gar nicht gefallen. Das Thema RAF wird eigentlich nur am Rande gestreift, vertieft wird es nicht. Geschichtlich kann man nichts mitnehmen. Aber dann sind auch noch die Charaktere so dermaßen unsympathisch, dass ich mich eher durchs Buch gequält habe. Ben ging ja noch. Seine Amnesie und der Handlungsstrang mit Charlie waren zwar sehr konstruiert, aber darüber hätte ich hinwegsehen können. Wer mich richtig wütend gemacht hat, waren Barbara und Gernot. So dermaßen Egoisten, die ihre Kinder gehasst haben müssen, auch wenn sie ständig das Gegenteil behaupten. Der Plot zieht sich in die Länge, eigentlich passiert nicht viel und das Ende ist derart unbefriedigend. Schade, die Geschichte an sich klang wirklich interessant, aber es ist einfach nicht gut umgesetzt worden.
Entfaltet nach und nach sein Potenzial.
Inhalt: Eben noch wollte Ben Maienfeld zu seiner Joggingrunde aufbrechen, jetzt liegt er verletzt im Krankenhaus. Von Kommissarin Charlotte Bodmer erfährt Ben was passiert ist. Selbst hat er keine Erinnerung mehr an den Vorfall. Sehr zum Leidwesen von Charlotte. Die hat nämlich mit dem mutmaßlichen Täter noch eine Rechnung offen...... Leseeindruck: Im Gegensatz zum Klappentext, in dem es um Bens Mutter Barbara Maienfeld gehen soll, handelt die Geschichte in "Keine Reue" zum größten Teil von ihrem Sohn. Allerdings werden durch ihn und seine Erinnerungen, die er langsam wiedererlangt, die damaligen Geschehnisse aufgerollt. Der Schreibstil ist flüssig. Trotzdem hatte ich am Anfang etwas gebraucht, um mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Was vor allem an der Hintergrundstory gelegen hat. Es ging in eine politische Richtung, die nicht unbedingt mein Lieblingsthema ist. Allerdings wurde nur das wichtigste dazu erklärt. Damit konnte ich dann schließlich auch leben. Nach und nach konnte mich der Roman fesseln. Am Ende fiel es mir schwer ihn aus der Hand zu legen. Neben Bens Erzählstrang, der durch seine Aktion in Gefahr schwebt, gibt es noch den von seiner Mutter Barbara und einen von seinem Onkel Lukas, der vor Jahren im Untergrund verschwunden ist. Ben scheint etwas zu verdrängen. Denn immer wenn es einen schlimmen Vorfall gibt, blendet er sein Gedächtnis daran aus. Kommissarin Charlotte versucht alles, um seine Erinnerungen zurückzuholen. Schließlich hat sie noch eine Rechnung offen. Mit dem was am Ende in eine ganz andere Richtung herauskommt, hat aber auch sie nicht gerechnet. Barbara erschien mir von Anfang an kühl. Je mehr ich über sie und ihr Leben erfahren habe, desto mehr wurde ich bestätigt. Am besten hat mir der Erzählstrang um Lukas gefallen. Das hat dem ganzen den letzten Schliff gegeben. Fazit: "Keine Reue" braucht ein bisschen, um sein ganzes Potenzial zu entfalten. Aber dann konnte ich den Roman kaum noch aus der Hand legen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, gefiel mir der Aufbau der Geschichte richtig gut. Denn was Ben beim Überfall passiert, hat mit den Ereignissen in der Vergangenheit nichts zu tun. Ist aber der Auslöser, dass der erwähnte Verrat aus dem Klappentext aufgeklärt wird und man außerdem erfährt, warum Kommissarin Charlotte Bodmer noch eine Rechnung offen hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

Die Bücher von Ellen Sandberg lese ich gerne und freue mich auf jede Neuerscheinung. Manches mal habe ich bemängelt, dass sich die Geschichten zu sehr ähneln. Das ist bei „Keine Reue“ keineswegs der Fall. Die Grundidee fand ich ausgesprochen interessant. Das Ehepaar Barbara und Gernot lebt heute ein wohlsituiertes Leben, doch in ihrer Jugend waren sie Mitglieder der RAF. Das fand ich so spannend, dass ich in nächster Zeit noch mehr über die RAF lesen möchte. In „Keine Reue“ bleibt alles recht oberflächlich und fiktiv. In geschichtlicher Hinsicht kann man sich aus diesem Buch nicht wirklich etwas mitnehmen. In der Gegenwart dreht sich die Handlung um Ben, den Sohn von Barbara und Gernot. Nachdem er Opfer einer Messerstecherei wurde, leidet er, was den Tathergang betrifft, an Amnesie. Ein Zustand, der ihm bei traumatischen Ereignissen schon öfter passiert ist. Polizistin Charlotte versucht ihm zu helfen, sich an die Geschehnisse zu erinnern. In einem parallelen Handlungsstrang werden Barbara und Gernot von der Vergangenheit eingeholt und dabei geht es wirklich ausgesprochen kunterbunt zu, so dass man sich nur immer wieder über diese irgendwie skurril anmutende Kaltblütigkeit und Gewalt wundern kann. Generell sind Barabara und Gernot extreme Unsympathen, die exklusiv an sich selber denken. Ben war im Vergleich dazu der deutlich nettere Protagonist. Allerdings fragte ich mich immer wieder, was denn nun der rote Faden der Geschichte sein soll und was diese Handlungsstränge miteinander zu tun haben. Insgesamt fand ich das Buch in Ordnung, teilweise etwas langweilig und oberflächlich. Mit hat der Zusammenhang zwischen den Ereignissen gefehlt. Für mein Empfinden ist dies leider das bisher schlechteste Buch von Ellen Sandberg.

In Keine Reue beschäftigt sich Ellen Sandberg mit der 3. Generation der RAF. Wie gewohnt, sind die geschichtlichen Hintergründe super recherchiert und werden von ihr toll eingearbeitet. An Schreibstil und Verlauf habe ich auch überhaupt nichts auszusetzen, das hat sie einfach drauf. Mir war nur leider die Story an manchen Stellen viel zu weit hergeholt und übertrieben und die Handlung generell hat mir einfach nicht so gefallen. Was natürlich an den furchtbar unsympathischen Figuren lag, die es aber halt gebraucht hat, um alles gut abzurunden. Für mich der schwächste Roman, den ich bislang von ihr gelesen habe.
Ellen Sandberg gehört zu meinen Lieblingsautoren. Bisher war ich von all ihren Büchern total begeistert. Das war bei diesem Buch nicht so. Es liegt wohl hauptsächlich am Thema, aber auch an den Charakteren. Ich wurde mit niemanden so richtig warm. Besonders die Eltern Barbara und Gernot fand ich sehr unsympathisch. Trotzdem war der Schreibstil wie gewohnt klasse und die Geschichte ist spannend geschrieben. Empfehlenswert ,vor allem wenn man sich für das Thema RAF interessiert . Mir haben nur ihre anderen Bücher besser gefallen.
Komplex und informativ gelungen
Hallo zusammen, das Buch hab ich mir im Urlaub auf Mallorca gekauft, weil ich die Autorin sehr gerne ,aufgrund ihrer Bücher, gelesen habe. Das Buch „Keine Reue“ geht um die RAF. Es war wirklich schön, etwas von dieser Schattenwelt zu lesen und zu erfahren. Was mich etwas gestört hat, war, dass es manchmal zu ungenaue Zeitsprünge in neue Situationen/Gedanken kam. Etwas irritierend, ansonsten sehr gelungen! Nehmt euch gerne etwas zu trinken und naschen und fangt an die Bücher von Ellen Sandberg zu lesen, damit ihr versteht, warum Menschen handeln, wie sie handeln. LG 😎

"Keine Reue" ist wieder ein absoluter Pageturner aus der Feder von Ellen Sandberg aka Inge Löhnig. Die Bücher von Ellen Sandberg umfassen allesamt spannende Thematiken und auch diesmal ist ihr wieder ein fesselnder Roman gelungen über die RAF-Zeit und deren Geschehnisse. Besonders spannend fand ich die Passagen in der Vergangenheit. Ich kann mich noch gut an die 80er Jahre und die Berichterstattungen über die RAF erinnern. Durch sehr gute Recherche konnte die Autorin die jeweiligen Zusammenhänge gut vermitteln. Ich habe bisher alle Romane von Ellen Sandberg gelesen und bin immer wieder überrascht, dass das jeweilige neue Buch mich dermaßen begeistert, so dass ich gar nicht sagen kann welches ihr bester Roman ist. Sie sind allesamt ganz große Leseempfehlungen!
Wieder verknüpft die Autorin zwei Zeit - und Handlungsstränge miteinander und baut gekonnt die Spannung auf. Ich konnte nach leichten Anfangsschwierigkeiten gut in die einzelnen Geschehen eintauchen. Da ich mich mit der ganzen RAF Thematik nicht so befasst habe , war es interessant hier Einblicke zu bekommen. Erschütternd war für mich die Beschreibung der familiären Verhältnisse in der Familie Maienfeld. Alles in allem wieder ein Buch, für das ich alles andere liegen lassen musste, um es hintereinander durchzulesen. Unbedingte Empfehlung !

Darum geht es: Barbara und Gernot Maienfeld sind jenseits der Sechzig. Sie leben in einer noblen Stuttgarter Altbauwohnung. Sie haben drei erwachsene Kinder. Ben, Luise und Leon sind allesamt keine Wunschkinder. Das Ehepaar kennt und liebt sich seit Studententagen. Wenn man Barbaras Leben betrachtet, könnte man sie beneiden. Doch ihr Leben und ihr Glück liegen einem Verrat zugrunde. Nun stehen die Maienfelds kurz davor, alles zu verlieren. Als letzter Ausweg, als allerletzte Rettung setzen sie sich mit ihrer Vergangenheit in Verbindung, und das hat gefährliche und fatale Folgen. Mein Leseeindruck: Jeder Roman von Ellen Sandberg ist ein neues, spannendes und fesselndes Leseerlebnis. In ihrem neuen Roman thematisiert sie die Strukturen, Denkweisen und Machenschaften der RAF. Damit hat Frau Sandberg ein interessantes Thema aufgegriffen. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, 2019 und 1988. Die Kapitel werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Hauptsächlich aus Sicht von Barbara, dem ältesten Sohn Ben und seinem Onkel Lukas. Man bekommt tiefe Einblicke in dessen Gedankenwelt. Die Autorin hat authentische, einmalige und sehr besondere Protagonisten skizziert. Schicksale werden lebendig und haben mich sprachlos gemacht. Ich bekomme noch jetzt eine Gansehaut, wenn ich an Barbara Maienfeld denke. Zusammen mit ihrem Mann waren und sind sie radikale Linke und RAF-Sympathisanten. Ihre Kinder hatten Keinen Platz in ihrem Leben. Die Beschreibungen der Vernachlässigungen waren für mich aufwühlend und herzbewegend. Ein herausragender, gut recherchierter Familienroman mit fiktiven Figuren und einer realen Vergangenheit mit politischen Ideologien und RAF-Verbrechen. Die Fäden wurden gekonnt miteinander verknüpft. Fazit: 4,5/5⭐️ Hochinteressantes Thema, sehr gut verknüpft und fesselnd umgesetzt.

Spannend!
Ich bin erst vor Kurzem über die Bücher von Ellen Sandberg gefallen und habe mittlerweile in kürzester Zeit das dritte Buch verschlungen. Über die Zeit der RAF habe ich mich bisher noch überhaupt nicht befasst und muss sagen, dass die Geschichte mein Interesse an der Geschichte geweckt hat. Auch interessant war in diesem Buch die Thematik, dass man Dinge so vergessen kann, dass es unheimlich schwierig ist, sie wieder an die Oberfläche zu holen. Ich bin begeistert und kann das Buch empfehlen.
Die Erzählweise ist wie immer flüssig und ich bin nur so durch die Seiten geflogen, denn die Autorin versteht ihr Handwerk, Spannung aufzubauen. Die Familienkonstellation und wie zerrüttet die Verhältnisse sind, war auch besonders gut dargestellt. Auch die politischen Gegebenheiten waren spannend geschildert und aus verschiedenen Sichten bedeutet. Alles in Allem hat mir die Geschichte zwar gefallen, nur war für mich der Fokus falsch gelegt, wodurch leider etwas die Spannung verloren gegangen ist. 3⭐

Wie in jedem ihrer Bücher verarbeitet die Autorin auch hier einen Teil Deutscher Geschichte. In "Keine Reue" geht es um die Zeit, als die RAF und ihre Sympathisanten das Deutsche Recht und die Ordnung im Land mit Entführungen, Attentaten und Erpressung zu verändern suchten. Barbara und Gernot waren Teil dieser Bewegung. Jahre später fliegt ihnen alles um die Ohren. Spannend wie immer, gut zu lesen, in sich abgeschlossen und gut recherchiert.
Spannender Pageturner, fast ein Politthriller
Die frühen 80iger Jahre, RAF, Terror, Bomben, Anschläge Ein raffinierter und wohl durchdachter Roman. Diese Eltern Maienfeld wünscht man seinen ärgsten Feind nicht. Barbara Maienfeld arbeitet als Anwältin für die Armen, ihr Mann Gernot geht mit seinem Verlag pleite. Durch eine Erbschaft kaufen sie sich eine Mühle irgendwo im Nichts. Ihre Kinder, Ben und die Zwillinge Leon und Luise können tun und lassen was sie wollen. Immer unter dem Deckmantel der antiautoritären Erziehung. Barbara stören die Kinder. Auch später der Umzug nach Stuttgart löst die familiären Probleme nicht. Es wird immer schlimmer. Die Kinder werden mit 18 aus der gemeinsamen Wohnung geworfen und müssen sich selbst durchkämpfen. Doch dann brauchen die Eltern finanzielle Hilfe und fragen bei den Kindern an. Die wollen und können nicht helfen. Durch einen verhinderten Mordanschlag und die Bekanntschaft mit einer Polizistin kommt Ben nach und nach seiner Vergangenheit auf die Spur. Die Spannung in dem Buch ist fast greifbar und nimmt dabei fast gar nicht ab. Das Rätseln ist nicht notwendig, vieles bekommt man gleich als Antwort. Dieses Buch besticht durch seine Raffinesse.
Die Bücher von Ellen Sandberg haben mich noch nie enttäuscht. Und auch dieses war mega spannend. Ich mag ihren Schreibstil und wie sie ihre Charaktere zeichnet wahnsinnig gerne. Barbara und Gernot habe ich richtig gehend gehasst und hätte ihnen gewünscht, dass die Gerechtigkeit siegt... Das Ende war etwas abrupt und es blieben ein paar Fragen offen. Darum ein halber Stern Abzug. Ansonsten absolute Leseempfehlung!
⭐️⭐️⭐️(⭐️)
Barbara und Gernot sind ein Vorzeige-Ehepaar. Er Journalist, sie Anwältin, eine hübsche Eigentumswohnung in Stuttgart. Doch der Schein trügt. Denn warum brauchen die beiden plötzlich Geld, damit ihnen nicht die Wohnung unterm Hintern weggepfändet wird? Auch ihre 3 Kinder, zu denen sie kaum Kontakt haben, finden es äußerst merkwürdig, dass die Eltern sie plötzlich um Geld bitten. Doch sie ahnen auch nicht, was ihre Eltern ihnen seit Jahrzehnten verschweigen... Nach und nach kommt die Wahrheit ans Licht. Die Autorin hat es mir insbesondere mit Barbara nicht leicht gemacht. Eine Frau, der ihre Überzeugungen schon immer wichtiger waren als ihre Kinder. Die ihre Defizite mit Scheinargumenten schönredet - so eine Protagonistin hatte ich lange nicht und ich muss zugeben, ich hätte das Buch sicher immer wieder beiseite gelegt, wenn ich es nicht im BuddyRead gelesen hätte (danke, @moneslesecouch !) Wer sich für die 70er/80er Jahre in der BRD und die Geschehnisse rund um die RAF interessiert, dem sei das Buch wärmstens empfohlen. Mit der Geschichte taucht man ein in das Umfeld der sogenannten "3. Generation" und erfährt einiges zu den Hintergründen. Der Roman und die Handlung selbst konnte mich nicht in allen Facetten überzeugen, einiges erschien mit zu konstruiert. Ich bin aber auch kein passionierter Leser politischer Stoffe - wenn man das ist, kann das Buch möglicherweise überzeugen.

Roman zum „Deutschen Herbst“
Nachdem ich bislang alle Bücher von Ellen Sandberg bzw. Inge Löhnig gelesen habe, musste es natürlich auch ihr neuester Roman sein. In dieser spannenden Geschichte der Familie Maienfeld führt sie uns tief in die politischen Geschehnisse der Endachtziger Jahre, einer Zeit des RAF-Terrors im Westen Deutschlands. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven der Mutter Barbara, des Sohnes Ben und des Onkels Lukas erzählt und spielt sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit. Alles beginnt mit Ben, der während seines morgendlichen Joggens überfallen und verletzt wird und an Erinnerungslücken leidet, die es ihm unmöglich machen den Mörder einer Frau zu identifizieren. Als die Kripobeamtin Charlie den Fall aufgreift, wird schnell klar, dass sie hier auch persönlich stark involviert ist. Auf dem anderen Erzählstrang erfahren wir viel über Ben, seine Kindheit und seine Familie. Seine Eltern haben als RAF-Sympathisanten sowie Linksalternative eine sehr liberale Erziehung ihren drei Kindern angedeihen lassen und Ben hat schon sehr früh Verantwortung für seine Geschwister übernommen. Halt und ein Vorbild fand er bei seinem Onkel Lukas, der aber ganz plötzlich aus seinem Leben verschwand. Als die Eltern – mittlerweile im Bürgertum angekommen – dringend Geld benötigen, greifen sie auf alte Kontakte aus der Szene zurückgreifen, kommt es zur Eskalation. Ein Roman, der irgendwo zwischen einem Politikthriller und Familienroman anzusiedeln ist. Ich habe ihn gern gelesen, aber so ganz konnte er mich trotz des wirklich interessanten Hintergrunds nicht packen. Es war mir ein wenig zu viel reingepackt und an mancher Stelle doch sehr konstruiert und die Charaktere – insbesondere die höchst unsympathische Mutter Barbara – waren für mich teilweise schwer verständlich. Trotzdem empfehle ich das Buch all jenen, die sich für jüngere zeitpolitische Geschichte insbesondere der 80er Jahre im Westen Deutschlands interessieren und ein wenig hinter die Kulissen der 3. Generation der RAF blicken möchten.
Dieses Buch lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück. Seit meiner Kindheit ist die RAF mir ein Begriff, erinnere mich noch an die Fahndungsplakate die überall hingen. Aber es gehörten damals ja noch viel mehr Personen im Umkreis dazu, auch Unterstützer im Geist. Was ist aus ihnen heute geworden? Buch las sich gut durch ständig wechselnde Handlungsorte, - Zeiten und - Personen. Ich konnte mich gut in den Sohn hineinversetzen. Punktabzug, weil die Eltern unerträglich für mich waren
Erstaunlich, mit was für unterschiedlichen Themen Ellen Sandberg mich in ihren Romanen fesseln kann. In ihrem neuesten Roman wirft sie einen Blick hinter die Kulissen der Szene der RAF-Sympathisanten, deren politischen Fanatismus wie auch deren Egoismus und Gefühlskälte gegenüber ihrer Familie sie sprachlich brillant bloßstellt.
Lange Zeit habe ich kein Buch mehr von Ellen Sandberg gelesen. Doch diesen Krimi habe ich von meiner Kollegin bekommen. In diesem Buch geht es um die Familie Maienfeld, die Eltern Gernot und Barbara sind frühere RAF Sympathisanten und haben ihre Kinder komplett ohne Erziehung und Regeln aufwachsen lassen. Ihre drei Kinder haben ihre Kindheit komplett unterschiedlich erlebt und kein so gutes Verhältnis zu ihren Eltern. Als ihr ältestes Sohn versucht, einen Mord zu verhindern, gerät ins Visier eines Clans. Daraufhin schaltet sich die Kripo München mit ein, und während sie versuchen, aus dem Zeugen etwas über die Mord an der Frau zu bekommen, kommen so allerhand Taten der Eltern, Barbara und Gernot zum Vorschein. Insgesamt war der Krimi spannend erzählt, wenn mich auch das Ende etwas unbefriedigt zurückgelassen hat.
Nicht ihr bestes Buch, aber trotzdem super.
Diesmal hat sich Ellen Sandberg dem Thema RAF gewidmet. Der Einstieg fiel mir nicht ganz so leicht wie bei ihren letzten Büchern, aber nach ein paar Seiten hat es mich dann doch gepackt. Eine interessante Mischung war auf jedenfall die Polizistin, die unbedingt jemand ins Gefängnis bringen will und Ben, der scheinbar unter Amnesie leidet und sich an einiges, auch aus seiner Kindheit, nicht erinnern kann Das Ende ist offen gehalten, ich hätte schon gerne noch gewusst wie es Gernot und Barbara ergeht..












































