Junge mit schwarzem Hahn

Junge mit schwarzem Hahn

Hardback
4.1223
MitgefühlHistorischer RomanMutSchicksal

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Description

Der elfjährige Martin besitzt nichts bis auf das Hemd auf dem Leib und seinen schwarzen Hahn, Behüter und Freund zugleich. Die Dorfbewohner meiden den Jungen, der zu ungewöhnlich ist. Viel zu klug und liebenswürdig. Sie behandeln ihn lieber schlecht, als seine Begabungen anzuerkennen. Als Martin die Chance ergreift und mit dem Maler zieht, führt dieser ihn in eine schauerliche Welt, in der er dank seines Mitgefühls und Verstandes widerstehen kann und zum Retter wird für jene, die noch unschuldiger sind als er.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
224
Price
22.70 €

Author Description

Stefanie vor Schulte, 1974 in Hannover geboren, ist studierte Bühnen- und Kostümbildnerin. Sie lebt mit ihrem Mann und vier Kindern in Marburg. Ihr erster Roman, ›Junge mit schwarzem Hahn‹, wurde 2021 mit dem Mara-Cassens-Preis für das beste deutschsprachige Debüt ausgezeichnet.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
44%
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Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
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Pace

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Writing Style

Simple0%
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Moderate100%
Bildhaft (100%)Poetisch (100%)

Posts

57
All
5

Ein Märchen, welches die Schatten betont

Man könnte sich, da es in dieser aussergewöhnlichen Geschichte um den 11 jährigen Martin und seinen ihn stets begleitenden schwarzen Hahn geht, ein nettes Märchen für Kinder vorstellen. Weit gefehlt. Die schonungslose Brutalität einer mittelalterähnlichen Welt, in die wir hier hineingeworfen werden, taugt wenig für Kinder. Martin wächst ohne Familie auf, weil sein Vater, als Martin 4 Jahre alt war, seine ganze Familie hingeschlachtet hat, während der Junge anwesend war und sich noch gut an dieses Szenario erinnern kann. Dennoch zeichnet den Jungen eine Reinheit und von Mitgefühl geprägte Wesensart aus, zudem ist er äusserst intelligent und trägt bereits in seinen jungen Jahren eine tiefe Weisheit mit sich. Also auch dies sehr märchenhaft? Wir begleiten Martin auf seinem Weg zu seiner Bestimmung, auf dem er mit Willkür, Machtmissbrauch sowie der Gewalt des Stärkeren auf Basis von nacktem Überleben immer wieder herausgefordert wird. Dennoch erliegt er nicht der Versuchung, seine gutwillige Art aufgrund der so anderen Gepflogenheiten seiner Umgebung anzupassen. Es wirkt wie eine Entscheidung, zu sich und einer empathischen Zuwendung zu anderen zu stehen. Dem gegenüber zeigt es aber auch auf, wie schnell sich die Mehrheit der Mitmenschen ganz anders entscheidet. Dies ist ernüchternd und holt die nach Märchen anmutende Geschichte bald in die rohe Realität. Es ist das Erstlingswerk von Stefanie von Schulte, die beinahe eine selbstverständliche, klare Sprache anwendet, die zudem aber die Begabung hat, aus dieser Klarheit so viel mehr zu machen, beinahe poetisch und doch ohne Schnörkel diese Geschichte zu einem Genuss werden lässt. Zudem macht Robert Stadlober, der so passend als Vorleser dieses Hörbuchs ausgewählt ist, den Genuss perfekt

5

Dieser kurzweilige Roman „Junge mit schwarzem Hahn“ hat mich emotional mitgenommen – ich konnte mit Martin (11 Jahre, Waisenkind) mitfiebern. Seine Andersartigkeit, seine Verletzlichkeit und der schwarze Hahn als Symbol für Treue und Mut machen die Geschichte sehr berührend. Ich fand besonders schön, wie Martin trotz des Leids und der Härte in seiner Welt nie aufgibt und sein Ziel nie aus dem Herzen verliert: das Gute zu tun und Unschuld zu schützen. Der Roman hat eine fast märchenhafte Stimmung, gleichzeitig mit düsteren Farben – ein Mix, der bei mir gewirkt hat. Manche Szenen sind erschütternd, manche Figuren sind einfach böse oder ungerecht, aber das hebt Martin mit seiner inneren Stärke wieder auf. Eine sehr schöne und starke Geschichte über Mut, Mitgefühl und den Glauben daran, dass ein reines Herz auch in dunkelster Umgebung einen Unterschied machen kann. Für mich war es eine wertvolle Lektüre, von der ich gern weitererzähle.

4.5

Der Junge mit dem schwarzen Hahn ist eine sehr düstere, fast märchenhafte Geschichte. Der Leser wird in eine kalte Welt voller Krieg, Hass und Krankheit geführt, die auf den ersten Blick hoffnungslos wirkt. Dennoch bleibt die Erzählung nicht nur bedrückend. Durch die Perspektive des jungen Protagonisten Martin erlebt man diese Welt auf eine besondere Weise. Sein Blick ist ehrlich, mitfühlend und von einer stillen Wärme geprägt. Gerade diese kindliche Sicht macht die Geschichte trotz ihrer Schwere berührend und menschlich. Zwischen den Zeilen übt der Text deutliche gesellschaftliche Kritik. Themen wie Ausgrenzung, Gewalt und Angst werden angesprochen und lassen sich gut auf unsere heutige Gesellschaft übertragen. Dabei wirkt die Geschichte nie belehrend, sondern regt sanft zum Nachdenken an. Insgesamt ist Der Junge mit dem schwarzen Hahn eine außergewöhnliche Erzählung, die durch ihre dunkle Atmosphäre und zugleich durch ihre Menschlichkeit überzeugt. Tolles Buch.

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4.5

Ein grausames wie wunderbares Märchen 🥺🥰

Ein Märchen so grausam und wüst wie die Märchen aus längst vergangen Zeiten, Aber gleichsam auch so schön und herzergreifend, wie eine Liebesgeschichte. Einfach nur wunderschön 💕🍀

Ein grausames wie wunderbares Märchen 🥺🥰
5

Ein kluges Märchen über Menschlichkeit im Dunkeln

Die Geschichte hat mich tief beeindruckt. Es liest sich wie ein Märchen, karg in der Sprache, dicht in der Erzählung und dabei von großer Intensität. Die Geschichte ist klug, weil ihr Protagonist klug ist: Martin begegnet der Welt mit Witz und Scharfsinn, ohne je überheblich zu wirken. Seine Beobachtungen über Menschen und seine Zeit sind präzise und treffen ins Mark. Besonders berührt haben mich die Begegnungen. Die Beziehungen, die er aufbaut, sind leise, ehrlich und von großer Tiefe. Gerade in einer Welt, die ihn ebenso gut hätte verbittern können. Trotz der Kürze ist die Geschichte erstaunlich dicht erzählt. Nichts wirkt überflüssig, nichts fehlt – jede Szene trägt zum Ganzen bei. Die Düsternis des Romans ist spürbar, fast durchgehend. Umso stärker wirkt das Ende: kein einfaches Happy End, sondern ein verdienter Hoffnungsschimmer in einer kargen, oft grausamen Welt. Ein stilles, kluges und sehr besonderes Buch. Klare Empfehlung.

4

Das Buch wie ein Märchen. Als ich es begonnen habe, wusste ich überhaupt nicht, was auf mich zukommt, umso positiver hat mich die Geschichte über Martin überrascht.

5

Ein eher dunkles, historisches „Märchen“. Sehr intensiv in der Sprache. Man ist findet sich recht schnell mitten drin in der Geschichte.

4

Ein Junge mit Mut

Der mutige Junge mit dem Hahn mit einem positiven Blick auf die Welt und einem großen Herzen stellt sich gegen die böse Fürstin. Für mich eine kleine Geschichte mit viel Herz.

5

Junge mit schwarzem Hahn von Stefanie vor Schulte ist ein berührender und fesselnder Roman, der die Leser in die bewegende Welt des elfjährigen Martin entführt. Mit seinem schwarzen Hahn an seiner Seite, der nicht nur sein treuer Begleiter, sondern auch sein Schutzengel ist, entfaltet sich eine Geschichte über Freundschaft, Mut und die Kraft des Mitgefühls. Martin, der in einem Dorf lebt, das ihn aufgrund seiner Andersartigkeit ablehnt, wird von der Autorin sowohl als verletzlicher Junge als auch als aussergewöhnlich kluger Charakter dargestellt. Vor Schulte gelingt es meisterhaft, die innere Stärke und die emotionalen Kämpfe des Protagonisten zu skizzieren, was den Leser sofort in seinen Bann zieht. Die Abneigung der Dorfbewohner gegenüber Martin wirft ein Licht auf die Schwierigkeiten, die Menschen mit besonderen Fähigkeiten oft erleben, und regt zum Nachdenken über Vorurteile und Akzeptanz an. Die Wendung, als Martin die Möglichkeit erhält, mit einem Maler zu ziehen, eröffnet eine schauerliche, aber gleichzeitig faszinierende Welt, in der er seine Fähigkeiten und seinen Verstand einsetzen muss, um nicht nur sich selbst, sondern auch andere zu retten. Die bildreiche Sprache der Autorin und die tiefgründige Charakterentwicklung machen das Lesen zu einem echten Erlebnis. Die Beziehung zwischen Martin und seinem schwarzen Hahn ist besonders herzergreifend und symbolisiert die unerschütterliche Treue und den Schutz, den wahre Freundschaft bieten kann. Stefanie vor Schulte schafft es, komplexe Themen wie Isolation, Selbstfindung und das Streben nach Anerkennung auf eine einfühlsame Weise zu behandeln. Junge mit schwarzem Hahn ist nicht nur eine fesselnde Geschichte über das Aufeinandertreffen von Gut und Böse, sondern auch eine inspirierende Erzählung über die Kraft des Mitgefühls und den Mut, für das Richtige einzustehen. Diese Lektüre ist ein absolutes Muss für alle, die Geschichten lieben, die das Herz berühren und zum Nachdenken anregen. Vor Schulte hat mit diesem Werk ein kleines Meisterwerk geschaffen, das lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleibt.

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4

Der 11 jährige Waise Martin, klug und gutherzig, verlässt mit dem Maler sein Dorf, auf der Suche nach den entführten Kindern. Immer dabei Martins Hahn. Eine schön geschriebene Geschichte, märchenhaft und poetisch, manchmal düster und melancholisch und doch hoffnungsvoll. Mir hat die Erzählung gut gefallen. Typisch Märchengeschichte, in der trotz der boshaften Menschen und Gräueltaten die gutherzige Seite des Jungen bestehen bleibt und das Gute am Ende „siegt“. Vielleicht klingt das etwas kitschig, aber im Märchen ist alles möglich.

3

Seltsam, ulkig, aber irgendwie interessant

4

In ihrem Debütroman nimmt uns die Autorin mit in eine alte, längst vergangene Zeit. Wir lernen den elfjährigen Martin kennen, der ganz allein, nur mit seinem schwarzen Hahn, am Rand des Dorfes lebt. In seiner Familie scheint sich etwas Furchtbares zugetragen zu haben, von dem wir erst später noch Näheres erfahren. Zuerst lernen wir drei Dorfbewohner kennen. Es sind drei Männer, die sich durch ihre Einfältigkeit hervortun. Als ein Maler ins Dorf kommt, um in der Kirche ein Bild zu malen, ist der Schlüssel zur Kirchentür verschwunden, und die drei Männer haben keinen Plan, was sie tun könnten. Als der Maler seinen Auftrag beendet hat und weiterziehen möchte, schließt sich Martin ihm an, denn im Dorf geht es ihm nicht wirklich gut. Wie man später in der Geschichte erfährt, hat er auch einen Auftrag zu erfüllen bzw. sich selbst ein Versprechen gegeben, das er einlösen muss. Es folgen viele Begegnungen und Erfahrungen, die Martin auf seiner Reise machen muss. Die Welt, wie sie im Buch dargestellt wird, ist grausam und schlecht, und Martin sticht durch seine liebenswerte Art, durch seine Herzensgüte und auch durch seine Intelligenz hervor. Martin erlebt viel Tragisches. Aber er lässt sich nicht beirren und verfolgt sein hehres Ziel mit Entschlossenheit. Es sind düstere, manchmal makabre aber ausdrucksstarke Bilder, welche die Autorin hier zeichnet. Da mir einige Szenen widersprüchlich erscheinen bzw. unrealistisch sind, beispielsweise der sprechende Hahn, ordne ich diese Geschichte eher in den Bereich Märchen und Sagen ein, worauf auch der starke Kontrast zwischen gut und böse hinweist, denn gerade diese Schwarz-Weiß-Malerei ist ja oft typisch für Märchenerzählungen. Sprachlich ist der Roman außergewöhnlich, einerseits von kurzen, einfachen Sätzen geprägt, dann wiederum sehr bildhaft und mit zahlreichen Metaphern ausgeschmückt. Für mich war dies ein besonderes Leseerlebnis, und die Geschichte hallt noch nach. Es ist kein sonderlich dickes Buch, aber der Inhalt hat es in sich und bietet reichlich Stoff zum Nachdenken.

3

Wundervoll poetische Sprache mit vielen märchenhaften Elementen Der erste Teil des Buches hat mich absolut gefesselt und sehr begeistert, aber leider änderte sich das dann auf der Reise zur Burg und vor allem dann auf der Burg selbst Hier bin ich beim Lesen gedanklich leider immer wieder abgedriftet und hab so den Faden immer wieder verloren Ich weiß nicht genau, woran es liegt, wird die Geschichte im Laufe der Zeit zu skurril, war ich nicht in der richtigen Stimmung und zu unkonzentriert, ist die zweite Hälfte einfach schwächer als die erste..... Vielleicht muss man das Buch auch mindestens zwei Mal lesen, um alles mitnehmen zu können... Auf jeden Fall ein sprachlicher Hochgenuss, auch wenn mich die Geschichte irgendwann etwas verloren hat

3.5

Ein Junge der auszog um der Grausamkeit der Welt zu trotzten. So viele positive Bewertung zu diesem Buch und trotzdem ist der Funken bei mir nicht übergesprungen. Ich mochte den märchenhaften Schreibstil und die kurzen Sätze, die Protagonisten und die Story selbst, die um sie herum gesponnen wurde, war für mich aber zu keiner Zeit greifbar. Schade, aber manchmal soll es wohl einfach nicht sein.

4

Sprachlich großartig, hätte aber im Sinne der Story gerne 100 Seiten länger sein dürfen.

4

🐓 Ein Auszug davon läuft mir im Corona-Sammelbändchen "Nur Mut" des Diogenes Verlag über den Weg und hält sich auf eigentümliche Weise in mir fest. Also lese ich das Buch über den einsamen Jungen Martin und seinen (sprechenden) Hahn. Die gewählte Erzählform des Märchens im Präsenz, die kurzen Sätze, die einfache Wortwahl (das Dorf, die Kirche, der Maler) ist wunderlich-Neugierde weckend. Schnell geht es hinein und es wird roh, brutal, aber auch rührend und weise. Es herrscht Krieg in dem durch Leid, Hunger und Hoffnungslosigkeit feudalistischen Land. Und Martin und sein Hahn ziehen als wundersame Helden durch die Geschichte und verbreiten auf ihre Art Gutes unter den Menschen. Am Ende findet er, wonach er sich die ganze Zeit gesehnt hat. Ich klappe das Buch zu. Meine Ratlosigkeit ist laut.

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4.5

Der Roman spielt in einer vergangenen Zeit und zeigt uns das Menschsein in all seinen Facetten, mitunter auch sehr düster. Dabei leuchten Martin, sein Hahn und sein Ziel durch dieses Buch. Sehr schön!

2

Ich musste bei dem Buch immer an das Gedicht "Wer reitet so spät durch Nacht und Wind, es ist der Vater mit seinem Kind" denken. Das Buch hat etwas märchenhaftes an sich, ist aber dennoch düster. Ich glaube aber, dass ich das Buch zur falschen Zeit gelesen habe, da ich es an manchen Stellen etwas verwirrend fand und mich manchmal erwischt habe, wie ich beim Lesen abgeschweift bin.

4.5

Gesellschaftskritik in einer düster und packenden, gefühlsvoll und märchenhaften, auch sonderbar, grausamen und manchmal wunderlichen Erzählung.

4

Ich muss sagen, ich habe es sehr genossen, ein Schauermärchen zu lesen, auch wenn nicht Halloween ist. Stefanie vor Schulte erschafft eine mystische Landschaft, geprägt von den Grausamkeiten einer Fürstin. Kinder verschwinden, ganze Dörfer verarmen, Kriege gebären zu viele Leichen. Dagegen steht Martin mit dem gütigen Blick eines Engels und dem Teufel auf der Schulter - zumindest laut den Dorfbewohnern. Doch der schwarze Hahn ist nach dem Mord an seiner Mutter und den Geschwistern durch den eigenen Vater Martins bester Freund und teuer Gefährte. Die beiden auf ihrem Weg durch die Geschichte zu begleiten, bereitete mir große Freude und ich würde am liebsten mein gestriges Gedächtnis löschen und von vorn beginnen.

4

Der 11-jährige Martin wird den Dorfleuten durch seine Güte, Klugheit und Bedächtigkeit unbequem, spiegelt dieses reine Wesen ihnen doch Ihre eigene Dummheit und Unzulänglichkeit. Im Dorf wird er nicht bleiben, das weiß Martin, und als wieder mal einer der schwarzen Reiter ein Kind entführt, hat er eine Aufgabe: Herauszufinden, was mit den entführten Kindern geschieht und sie, wenn möglich, zu retten. Mit seinem schwarzen, sprechenden Hahn als treuen Begleiter macht er sich mit seinem neuen Freund, dem Maler, auf den Weg durch eine apokalyptische Welt. Den vielen lobpreisenden Stimmen für Stefanie vor Schultes Debütroman "Junge mit schwarzem Hahn" kann ich mich nur anschließen. Das märchenhaft anmutende Werk erzählt ganz klassisch von einem Außenseiter, der trotz all dem Bösen auf der Welt seine Güte und seine Hoffnung nicht aufgibt. Klingt klischeebeladen. Sollte man meinen und vielleicht ist dieser Einschlag auch der Fitzel, der mich von einer 5-Sterne-Bewertung abgehalten hat. Dennoch fand ich die Themen von der Autorin ganz besonders umgesetzt. Eine einzigartige Sprache, kurz und prägnant mit leicht altertümlichen Nuancen und dennoch poetisch und tiefsinnig. Die großen Fragen des Lebens werden nicht ausexerziert, sondern entfalten sich in bildgewaltigen Szenen, die im Kopf verhaftet bleiben und tiefe Wahrheiten beherbergen. Ein kleiner Geniestreich!

4

Berührend und bewegend.

Eine kurze und unterhaltsame Geschichte über die Suche eines Waisenjungen nach seinem Platz im Leben zur Zeit der Pest. Wunderbare Beschreibungen über Begegnungen, Freund und Feind und dem beharrlichen Festhalten an den eigenen Überzeugungen. Mit dem Schreibstil konnte ich mich jedoch bis zum Ende nicht wirklich anfreunden.

5

Martin, der 11jährige Junge, erlitt in seiner frühen Kindheit ein furchtbares Schicksal. Nur er blieb von der Familie übrig, nach dem der Vater sie alle umbrachte. Obwohl allein, meiden ihn die Dorfbewohner. Sie halten seinen treuen Gefährten, den schwarzen Hahn, für den Teufel. Das hält sie jedoch nicht davon ab, sein reines Herz und seinen wachen Verstand für ihre Zwecke auszunutzen. Schließlich verläßt Martin mit dem Maler den Ort, um seiner Bestimmung zu folgen.Er will einem immer wiederkehrenden, schrecklichen Geschehen ein Ende setzen. Er zieht aus, um gegen Unrecht und Bosheit zu kämpfen! Wie durch ein Wunder bewahrte der Junge sein sonniges Gemüt. Er ist eine wahre Lichtgestalt in all dem Dreck, Gestank, in dem allgegenwärtigen Aberglauben vor Dämonen und Geistern, in der Unwissenheit bis zu der unvorstellbaren Dummheit. Auf seinem Weg lernt er die Folgen des Krieges, das Verderben, die Verrohung, die abgrundtiefe Gemeinheit der Menschen kennen. Sein verläßlichster Vertrauter, seine Zuflucht, sein ein und alles auf all seinen Wegen ist für ihn der schwarze Hahn, der auch sprechen kann. Durch seine natürliche Intelligenz und Gewitztheit kämpft sich das Kind durch all das Elend. Er beobachtet, analysiert und ordnet ein! Martin ist genial. Der Debütroman von Stefanie vor Schulte begeistert mich. Die Erzählweise gefällt mir. Sie kommt daher wie im Stil der alten Märchen. Die Geschichte hat etwas Besonderes, verbindet das Alte mit dem Neuem, irgendwie zeitlos, obwohl scheinbar im Mittelalter verortet, anwendbar auch im Hier und Heute. Sie ist sehr metaphorisch, sinnbildlich. Die Gegensätze zwischen gut und böse, schön und häßlich u.s.w. sind hier sehr deutlich herausgearbeitet. Die Autorin erzählt Martins Geschichte ausdrucksstark in kurzen, prägnanten Sätzen. Die Charaktere sind zum großen Teil skurril (besonders die Fürstin, der Thomanns). Der Roman hat nicht viele Seiten, aber wurde sehr kreativ geschrieben und läßt vielfältige Interpretationen zu. Immer wieder sind mir Bezüge u. a. zu bekannten Märchen aufgefallen. Fazit: Das ist eine Erzählung, die ich in erster Linie als Märchen verstanden habe, mit Elementen aus Fabel, Legende, Parabel und in enger Symbiose mit diesen. „Junge mit schwarzem Hahn“ beinhaltet eine Menge an Symbolik und Metaphern, dass es sich meiner Meinung nach lohnt, das Büchlein immer mal wieder zu lesen. Ich habe die Geschichte zwar aufmerksam verfolgt, aber ich bin mir sicher, dass ich nicht alles an Feinheiten erfaßt habe.

5

Ein Highlight für mich. Wir begegnen dem 11- jährigen Martin in einem Dorf einer dunklen Zeit. Er hat keine Familie, wird als Außenseiter behandelt und sein treuester Begleiter ist sein Hahn. Martin verlässt mit einem Maler und seinem schwarzen Hahn dieses Dorf und folgt einer Bestimmung. Dieser kurze Text besticht durch sehr einfache, klare und gleichzeitig bildhafte Sprache. Trotz des Sonnenscheins draußen hat es die Autorin geschafft, dass sich in meinem Kopf nach und nach diese sehr düstere Szenerie aufgebaut hat. Und dennoch schien dieses Licht… immer wärmer…. immer heller und sehr viel intelligenter als die Erwachsenen, die ihn umgeben…. Martin. Eine großartige Figur, die ebenso märchenhaft, wie authentisch ist. Für mich hat der Text einen gewissen Sog entwickelt, dem ich mich hin und wieder entziehen musste, damit ich mir diese Geschichte noch etwas aufsparen konnte. Ein großartiges Debüt der Autorin, welches ich sehr spät entdeckt , aber dafür extrem geliebt habe. Interpretationsmöglichkeiten und Metaebenen kann man hier sicherlich viele entdecken und es macht Spaß in viele Richtungen zu denken. Am Ende hat es aber einfach auch ganz simpel mein Herz berühren können, weil es schon immer viele Lichter in Menschengestalt da draußen in der Welt gibt. Und in der dunkelsten Zeit leuchten sie am allerhellsten ❤️. Großartiges Buch

4.5

Düster wie ein Märchen.

Martin ein 11 jähriger Junge ist engelsgleich, gütig und klug. Das unterscheidet ihn diametral von den anderen Dorfbewohner*innen, die dumpf und kaltblütig sind. Martin schafft es mit seinem wachen Verstand ein grausames Rätsel zu lösen und trägt so zum Glück mancher Menschen bei. Dazu muss er sich auf eine weite und lange Reise begeben. Mir hat das Buch, dass im Mittelalter spielt, sehr gefallen. Die Sprache ist schnörkellos. Das fand ich gut und hat die Form der Kommunikation im Mittelalter aus meiner Sicht gut getroffen. Es gibt grausame Stellen, die wenig aufgeregt geschildert werden. Zu der Zeit waren Tod, Krankheit und Grausamkeit gegen Kinder und Schwächere wahrscheinlich an der Tagesordnung und gehörte zum Leben dazu. Eine Leseempfehlung von mir!

Düster wie ein Märchen.
4.5

JUNGE MIT SCHWARZEM HAHN Stefanie vor Schulte Der 11-jährige Martin ist Waise. Damals musste er miterleben, wie sein Vater in ihrer Hütte seine ganze Familie mit der Axt erschlug. Nur ihn verschonte er. Das Dorf nahm sich seiner nicht an. Im Gegenteil, fast wäre er verhungert. Sie haben Angst vor ihm, sagen, dass er mit dem Teufel im Bunde sei. Dabei ist es kein Teufel, den er immer auf seiner Schulter trägt, sondern nur ein schwarzer Hahn. Dass dieser sprechen kann, verschweigt Martin geflissentlich. Dieser Hahn schützt ihn vor den Dorfbewohnern. Doch immer öfter rücken die ungebildeten Dorftölpel ihm zu Leibe. Eines Tages wird er sein Dorf verlassen müssen, denn nur der Stärkere kann überleben. Als eines Tages ein Maler in sein Dorf kommt, beschließt Martin, mit ihm das Dorf zu verlassen. Auf dem ersten Blick, so scheint es, haben sie kein konkretes Ziel, doch Martin möchte das Geheimnis lüften und dorthin gehen, wohin die schwarzen Reiter die Kinder bringen, die bereits seit Jahren von ihnen entführt werden. Stefanie vor Schulte hat hier ein besonderes Märchen geschrieben. Aus der Sicht des jungen Martins in einer wunderbar passenden Sprache erzählt, scheint sie uns in eine Zeit zurück zu katapultieren, die höchstwahrscheinlich im Mittelalter spielt. Ich habe das Buch gerne gelesen. Der kleine Martin ist mir mit seinem Hahn ans Herz gewachsen und ich bin froh, das Buch endlich von meinem Sub befreit zu haben, auf dem es viel zu lange lag. 4½/ 5

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5

• JUNGE MIT SCHWARZEM HAHN • Dieser Roman hat mich inhaltlich wirklich sehr überrascht. Bereits der Klappentext verweist auf eine außergewöhnliche Geschichte rund um den Jungen Martin. Martin ist ein sonderbare Person, die tunlichst in seinem Heimatdorf gemieden wird. Die Dorfbewohner sind ihm sehr skeptisch gegenüber, denn er ist intelligent, mutig und ein Waise. Niemand kümmert sich um ihn nur ein schwarzer Hahn ist sein Weggefährte. Als ein Maler das Dorf erreicht, sieht Martin endlich die Chance mit ihm gemeinsam seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Martin ist tatsächlich eine besondere Figur. Er wächst ohne Eltern, Liebe und Erziehung auf. Trotzdem hat er ein reines Herz und offene Augen. Obwohl die Dorfbewohner ihn schikanieren und ignorieren ist er stets freundlich zu ihnen. Martin hält dem Dorf immer wieder den Spiegel vor und dennoch ändern sie ihr Verhalten nicht. Der Hahn begleitet ihn, macht ihm Mut ist und sein Weggefährte. Mehr möchte ich auch gar nicht über die Handlung erzählen, denn sie ist wirklich besonders und nicht vorhersehbar. Teilweise erinnert es mich an ein Märchen mit einer tiefen Moral. Martin muss sich mit Themen wie Tod, Krieg, Hunger, Gewalt und Eitelkeit auseinandersetzen. Die Kapitel sind kurz und der Schreibstil ist wirklich sehr gut lesbar. Insgesamt ist die Stimmung düster und verwunschen. Doch die dunkle Schreibweise wird immer wieder durch kleine Lichtblicke gebrochen, was ich sehr gelungen fand. Das Interview am Ende des Buches mit der Autorin war sehr informativ.

3

Ein historisches Settig, eine Dorfgemeinschaft, die den Protagonisten aufgrund seiner Intelligenz ablehnt und ein Hahn, der der einzige Beschützer unseres Jungen ist. Daraus hat die Autorin ein Gesellschaftsportrait gezeichnet mit dem Protagonisten als Gewissen. Er ist ohne Falsch, emotional intelligent wie kein anderer und rettet auf seinem Weg raus aus seinem Dorf/ Leid so ziemlich alle denen er begegnet. Die Sprache ist der Zeit, in der die Geschichte spielt sehr angepasst, mutet also teilweise etwas altmodisch an, was mich aber nicht gestört hat. Meine einzige Kritik ist, dass ich leider den Figuren nicht sehr nah kam und die Welt doch sehr in schwarz und weiß eingeteilt wurde.. liest man die Geschichte eher als Märchen/ Parabel auf die Menschheit, macht alles einen Sinn. Daher 3,5 Sterne von mir.

5

Wie ein düsteres Märchen, sprachlich einfach nur toll!

Auf Empfehlung hin habe ich das Buch gelesen und wusste gar nicht was mich erwartet. Ich hätte jedenfalls nicht gedacht, dass ich es so toll finden würde. Sprachlich ist es wirklich so ziemlich das Beste, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Und die Geschichte um Martin und seinen Hahn hat mich wirklich mitgerissen. Ich wollte schon länger mal wieder ein düsteres Märchen lesen und ganz unerwartet hab ich genau das mit diesem Buch auch bekommen. Ich hoffe man wird noch einiges von der Autorin hören, ein tolles Debüt 😊

5

Düsteres Märchen für Erwachsene mit poetischem, klarem Blick auf die Welt!

In Stefanie vor Schultes Debütroman "Junge mit schwarzem Hahn" geht es um den Jungen Martin, der nicht mehr besitzt als das, was er trägt - und einen schwarzen Hahn. Zusammen mit einem Maler verlässt er eines Tages das Dorf, in dem er lebt, in dem die Menschen ihn meiden und nicht als Menschen wertschätzen, der er ist. Seine Reise führt ihn in eine schauderliche Welt, in der er aber dank seines Mutes, Mitgefühs und Verstandes überleben kann und zum Retter all derer wird, die noch unschuldiger sind als er. Dieser Roman ist ein düsteres Märchen für Erwachsene, ohne Teile der Realität aus den Augen zu verlieren. Es gibt nichts zwischen Schwarz und Weiß, aber das muss es in dieser Geschichte auch nicht. Stefanie vor Schulte entführt uns mit ihrer glasklaren, aber eingehenden Poesie in eine Welt, in der man an dem Glauben festhält, dass das Gute stets gewinnt. Es wird nichts verschönert, aber die Autorin verzichtet auf vulgäre Sprache oder Brutalität. Diese liegt subtil in ihren Worten und erreicht einen auch ohne Blutvergießen. Beim Lesen wurde ich in einen Sog gerissen, aus dem ich mich schwer lösen konnte. Gut so, denn sonst hätte ich dieses außergewöhnliche Werk nie gelesen! Mehr schreibe ich nicht dazu, denn man muss das Buch einfach gelesen haben, um die ganze Kraft der Worte spüren zu können! Dafür reichen meine Worte nicht! Große Empfehlung!

Düsteres Märchen für Erwachsene mit poetischem, klarem Blick auf die Welt!
2

Es war ganz ok, bin froh das es nach all den negativen Ereignissen doch noch ein schön-gutes Ende gab.

4

Perfekt für den Herbst! Düster, grausig, großartige Sprache.

3

aus der Zeit gefallen - aber eine schöne Geschichte-

3

Ein Junge, der außer seinem schwarzen Hahn niemanden mehr hat, dem nichts gehört und dazu noch intelligent ist – es ist schwer für den 11-jährigen Martin in seinem Dorf. Er ist ein Außenseiter und doch lässt es ihn nicht verbittern, sondern hilfsbereit und freundlich bleiben. Als ob das Schicksal noch mehr für ihn bereit hielte… Stefanie vor Schulter hat als Erzählform für ihr Debüt das Märchen gewählt. Das macht sie gut, es ist gut erzählt und die Spannung steigt im Laufe der Geschichte an. Die Geschichte ist irgendwo in einer dunklen Zeit mit Krieg angesiedelt, die Menschen sind sehr abergläubisch und beäugen alles und alle, die anders sind, sehr kritisch. Die Geschichte ist ungewöhnlich und man merkt gleich, dass da noch mehr hinter steckt, als es auf den ersten Blick scheint. Man ist sich nie ganz sicher, ob nicht doch noch etwas Furchtbares hinter der nächsten Ecke lauert und die Spannung steigert sich im Laufe der Geschichte. Die Autorin verwendet kurze, knappe Sätze, die den Figuren entsprechen. Es sind einfache Menschen, die sie beschreibt, denen es um die nächsten Dinge, das nackte Überleben geht. Die Idee ist gut und in der zweiten Hälfte kommt die Handlung auch so richtig in Gang und ab da war ich dann auch mitten drin in der Geschichte. Leider hat es bis dahin gedauert und ich habe also fast die Hälfte des Buchs gebraucht, um hinein zu finden, deshalb bin ich auch nur halb begeistert, was sehr schade ist, denn der zweite Teil ist wirklich fesselnd. Empfehlen würde ich es trotzdem, denn vielleicht bin ja nur ich diejenige, die den ersten Teil etwas schleppend empfunden hat. Ich bin gespannt, was von Stefanie vor Schulter noch kommen wird, denn „Junge mit schwarzem Hahn“ ist ein nicht uninteressantes Debüt. Es erinnert mich streckenweise an „Krabat“ von Otfried Preußler, ein dunkles, geheimnisvolles Setting, vieles liegt im Dunkeln und es schwebt ein Hauch von Zauberei zwischen den Zeilen.

5

"Und da weiß Martin, dass er den Maler eines Tages verlassen muss. Und es tut ihm weh. Der Maler schnarcht und schläft seinen Rausch aus, während Martin noch lange in die Nacht starrt und nun erkennt, dass erst die Liebe zu jemandem den Weg für Schmerz und Angst ermöglicht." Ich liebs ja, von Büchern überrascht zu werden. Recht kurz kommt die Geschichte daher und vermag doch soviel zu erzählen. Es ist mehr wie eine Fabel, ein Märchen und hat mich an Krabat erinnert. Etwas düster, unheimlich, aber immer auf den Punkt gebracht, ohne groß drumherum zu reden. Hat mir wirklich gut gefallen!

4

4,5⭐️ Grotesk, märchenhaft, unterhaltsam, liebevoll, brutal- ein wunderbarer Schreibstil mit viel Moral Es gibt Hoffnung zwischen all den Bekloppten!

5

Märchenhaft, eindrücklich, traurig und zuversichtstrahlend. Ein kurzes, aber volles Buch!

Martin ist ein Waisenkind mit gütigen Augen, der ein Ziel hat: das Stehlen von Kindern soll aufhören. Dafür begibt er sich auf eine Reise, die alle menschlichen Abgründe aufzeigt. Das Buch spielt in der Vergangenheit, zur Zeit des Dahinraffens durch die Pest. Aber es ist aktueller denn je, denn die menschliche Art, der Egoismus, die Feigheit, die Lüsternheit, das Verlangen nach Macht, die ändert sich seit Jahrhunderten nicht. Ein Buch, was zum Nachdenken anregt, aber auch Hoffnung schenkt und ein Wohlgefühl auslöst.

5

Moderner Klassiker

Mir hat Junge mit schwarzem Hahn super gefallen. Es enthält einen fantastischen Protagonisten mit dem es leicht fällt mitzufühlen und zu hoffen. Die Handlung und Schauplätze wissen zu überzeugen. Nach der Lektüre wird die Fantasie angeregt, wie das Leben Martins weitergehen könnte. Anfang und Ende weisen Ähnlichkeiten auf, es ist eine Vielzahl von Anspielungen, Metaphern und Symbolen enthalten, die von einer klugen Autorin zeugen. Empfehlung für alle Klassiker- und Romanfans, die gute Figuren lieben

3

Junge mit schwarzem Hahn ist der Debütroman von Stefanie von Schulte. Sprachlich fand ich das Buch ganz großartig und in der ersten Hälfte konnte es mich auch wirklich inhaltlich überzeugen. Doch als ich das Buch am zweiten Abend wieder in die Hand nahm, hatte ich irgendwie das Gefühl, plötzlich ein ganz anderes Buch zu lesen. Ich fand die Handlung auf der Burg doch sehr befremdlich und konstruiert und konnte mich gar nicht mehr mit der Geschichte anfreunden. Und dann am Schluss das Happy End. Trotz allem habe ich das Buch gerne gelesen und halte die Autorin für sehr talentiert. 3,5 von 5 Sternen.

4

Der Junge, dessen Vater seine Familie bis auf ihn getötet hat, erleidet Abneigung und Respektlosigkeit von den Dorfbewohner. An seiner Seite ein Hahn und ein Maler, auf der Suche nach Rettung verschwundener Kinder. Martin ist der schlaueste Junge, aus der ganzen Geschichte, und im Kampf gegen die Trottel, mit Hilfe seiner Freunde, lässt sich die Geschichte wie ein Märchen mit sejr vielen Emotionen weglesen.

3.5

Wie in einem Märchen erzählt die Autorin die Geschichte des elfjährigen Martin, der nichts besitzt, bis auf die Kleider, die er trägt und einen schwarzen Hahn. Er fällt auf, ist irgendwie anders, weswegen die anderen Bewohner*innen im Dorf ihn meiden. Martin ist "[v]iel zu klug und liebenswürdig. Sie behandeln ihn lieber schlecht, als seine Begabungen anzuerkennen", heißt es auf dem Klappentext. Als eines Tages ein Maler ins Dorf kommt, zieht Martin mit ihm fort und gelangt "in eine schauerliche Welt, in der er dank seines Mutes, Mitgefühls und Verstandes [...] zum Retter wird für jene, die noch unschuldiger sind als er." (Ebd.) Der Debütroman von Stefanie vor Schulte hat sich vor allem durch seine Sprache in mein Gedächtnis gebrannt und in mein Herz gemogelt. Martin und sein Hahn wirken wie Märchenfiguren in einer Welt, die irgendwie nicht die unsere ist, irgendwie aber unsere sein könnte. Düster ist es dort und irgendwie kühl, aber der Hahn ist immer da, Freund und Beschützer und das wirkt irgendwie surreal, gleichzeitig zauberhaft und besonders. Die knapp 200 Seiten habe ich sehr schnell und sehr gerne gelesen. Ich habe aber auch das Gefühl, dass mir irgendwas entgangen ist. Ich fand den Text wenig greifbar, irgendwie abstrakt. Das ist keine Kritik, lediglich Feststellung und ich kann und möchte ihn breit empfehlen. Ein bisschen wie "Das Parfüm", ein bisschen "Mio, mein Mio" für Erwachsene. Wild. Anders. Das ist "Junge mit schwarzem Hahn".

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Seit der Vater die gesamte Familie und dann sich selbst getötet hat, ist der elfjährige Martin vollkommen allein auf der Welt. Geblieben sind ihm nur die Kleider am Leib und der schwarze Hahn auf seiner Schulter. Den Dorfbewohnern ist der Junge unheimlich, weil er trotz des schrecklichen Erlebnisses immer noch gütig und freundlich ist. Doch anstatt sich um ihn zu kümmern, verspotten und quälen sie Martin. Als ein reisender Maler das Dorf besucht, beschließt der Junge, mit ihm in ein neues Leben zu ziehen. Aber die Welt da draußen wartet ebenfalls nicht mit Freundlichkeit auf ihn… „Junge mit schwarzem Hahn“ ist das Debüt der Schriftstellerin Stefanie vor Schulte. Die Handlung wird von einem auktorialen Erzähler in der Er-Form geschildert und weist viele Elemente eines klassischen Märchens auf. Martin ist ein Waisenkind und besitzt einen herausragenden loyalen und klugen Charakter. Aus seinem alten Leben macht er sich in ein neues auf und am Ende der Reise wartet eine große Aufgabe auf ihn. Immer an seiner Seite ist der schwarze Hahn, der ab einem bestimmten Punkt im Roman auch zu sprechen beginnt und das Märchenhafte noch unterstreicht. Die Sprache des Romans ist kunstvoll und poetisch, das Geschehen selbst jedoch nur schwer in einer bestimmten Zeit zu verorten – vielleicht, weil es sich um eine universelle Geschichte handeln soll, über Unschuld und darüber, über sich hinaus zu wachsen, wenn das Leben anderer auf dem Spiel steht. Die Autorin schickt ihren Protagonisten dabei durch so manches düstere Tal, stellenweise sind die Ereignisse wirklich tragisch und dunkel. Dabei hat mir gut gefallen, dass Martin als Kind nichts Übermenschliches leistet und nicht auf einmal zum Erwachsenen wird. An sein Ziel gelangt er durch List und seinen scharfen Verstand – und manchmal möchte er auch einfach nur weinen und umkehren. „Junge mit schwarzem Hahn“ ist ein faszinierender Roman wie ein großartiges, märchenhaftes Gemälde. An diese Thematik knüpft der Titel bewusst an und auch in der Handlung selbst spielt Kunst in Schlüsselszenen immer wieder eine Rolle. Ein besonderes Buch, das sicherlich zu meinen Jahreshighlights gehören wird.

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„Der elfjährige Martin besitzt nichts bis auf das Hemd auf dem Leib und seinen schwarzen Hahn, Behüter und Freund zugleich. Die Dorfbewohner meiden den Jungen, der zu ungewöhnlich ist. Viel zu klug und liebenswürdig. Sie behandeln ihn lieber schlecht, als seine Begabungen anzuerkennen. Als Martin die Chance ergreift und mit dem Maler zieht, führt dieser ihn in eine schauerliche Welt, in der er dank seines Mitgefühls und Verstandes widerstehen kann und zum Retter wird für jene, die noch unschuldiger sind als er.“ (Klappentext) Viel mehr kann und will ich zu dem Inhalt dieses Lesehighlights gar nicht erzählen, denn es wäre garantiert nicht spoilerfrei. Nur so viel sei gesagt: Die Autorin entführt den Leser in eine nicht näher datierte Zeit, in der es noch Burgfräulein, Gaukler, Hexen und Fabelwesen gibt und entspinnt eine in sich so runde, schlüssige und wunderbar phantastische Geschichte, wie man sie als Debütroman nur sehr selten antrifft. Eine kleine Perle, die zu lesen ein unwahrscheinliches Vergnügen bereitet hat und die man jedem nur dringend ans Herz legen kann!

2.5

Für ein Märchen nicht schlecht, aber doch recht brutal… mit hat vor allem die zeitliche Angabe gefehlt also wie lange die einzelnen Abschnitte der Handlung gedauert haben ^^ der Schreibstil ließ sich zwar flüssig lesen, ist aber nicht so ganz meins… war mir irgendwie zu hart und abrupt

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Von der ersten Seite an konnte ich mich des Gefühls nicht erwehren, ich würde noch einmal so etwas Großartiges lesen wie Otfried Preußlers »Krabat«. Ein düsteres Märchen, das mich als Kind schon begeisterte, dann noch mal als Jugendliche, später als Erwachsene. Und wie ich im Internet sehe, bin ich beileibe nicht die Einzige, die sich an diesen Klassiker der Jugendliteratur erinnert fühlt! Die Atmosphäre ist mal malerisch, mal bedrückend, dann wieder gefriert einem das Blut in den Adern; doch immer entstehen vor dem inneren Auge Bilder, die man so schnell nicht vergisst. Der Autorin genügen kurze Sätze, um die Welt des Buches eindrucksvoll zum Leben zu erwecken, in all ihrer kindgerechten Schrecklichkeit. Doch das Märchenhafte sollte erwachsene Leser:innen nicht abschrecken, denn es hält sich die Waage mit durchaus realistischen Aspekten. Kurz gesagt: Die Geschichte ist keineswegs trivial oder ohne tiefere Bedeutung. Es ist eine harte Welt, in der Armut, Hunger und Krieg ihren Tribut fordern. Und im Zentrum der Geschichte steht Martin, ein kleiner Junge, der zu gut ist, zu reinen Herzens, zu tapfer und mitfühlend, um von seiner abergläubischen Dorfgemeinschaft akzeptiert zu werden. Soviel Güte ist ihnen nicht geheuer, denn ihre Wahrheit besteht darin, dass sich in Notzeiten jeder selbst der Nächste ist. Das Kind ist eine stete Erinnerung daran, wie schmerzlich sie selbst es an Mitgefühl und Menschlichkeit mangeln lassen. »Eines Tages«, flüstert der Hahn. »Eines Tages wirst du hier gewesen sein. Eines Tages wirst du wissen, wie alles ausgegangen sein wird. Eines Tages magst du Albträume haben, denn alles wird entsetzlich gewesen sein. Aber du wirst auch erzählen können, wie einfach es gewesen sein wird. Und dass nur du es konntest.« »Einfach«, flüstert Martin und kneift die brennenden Augen zusammen. (Zitat) Als der Junge noch sehr klein war, tötete sein Vater die ganze Familie, nur ihn nicht. Das war den Dörflern so unheimlich, dass sie dem Knirps stillschweigend jede Hilfe versagten; mit seinem Überleben rechnete im Grunde niemand. Das einzige Lebewesen, das ihm stets zur Seite stand, war der im Titel erwähnte schwarze Hahn, der kurzerhand zum Teufel oder Dämon erklärt wird, um die eigene Schuld notdürftig zu vertuschen. Warum muss er wissen, dass die Menschen selbst schlimmer sind als alle Dämonen, vor denen sie sich grausen? Es sind Aspekte wie diese, die den Sprung vom Märchenhaften in unsere Realität schaffen: Die Ablehnung all dessen, was nicht dem eigenen Lebensmodell entspricht ist Grundlage allzu vieler “-ismen”. Die Art und Weise, wie so mancher Mensch sich selber in die Tasche lügt, um die eigenen Fehler und Charakterschwächen nicht wahrnehmen zu müssen, ist vielleicht der hartnäckigste Selbstbetrug. Aber wie es im Märchen eben so ist, muss der Held in die Welt hinausziehen und sich Prüfungen stellen. In Martins Dorf erzählt man sich schon seit langem von einem schwarzen Reiter, der Kinder entführt. Als er selber eine solche Entführung beobachtet, aber nicht verhindern kann, beschließt er, die Rettung der entführten Kinder zu seinem Lebenssinn zu machen – obwohl er selber noch ein kleiner Junge ist. »Alle gilt es zu retten, aber alle sind verloren. Doch Martin denkt anders. Ein gerettetes Leben ist alle Leben.« (Zitat) Schon bald bewegt sich Martin durch eine gnadenlose, vom Krieg gebeutelte Welt, in der fast niemand sich Mitgefühl erlauben kann. Dennoch blitzt durchaus immer wieder ein wenig Humor durch, der mal an die Schildbürger, mal an Till Eulenspiegel erinnert. Martin ist eine Lichtgestalt, die im Kontrast menschliche Abgründe nur umso deutlicher erkennen lässt, aber gleichzeitig auch für genug Hoffnung, Freude und Menschlichkeit sorgt, um zu zeigen: Es kann auch anders gehen. »Und da fragt sich [der Maler], ob er damit leben könnte, wenn es nichts Grausames mehr gäbe, was sich mit Farbe auf Leinwand abbilden ließe. Dann würde er wohl für immer den Jungen malen. Nur mehr ihn, und er bräuchte dafür keine andere Farbe mehr als Gold.« (Zitat) Die märchenhaften Eigenschaften des Romans wirken sich sowohl auf den Aufbau der Handlung als auch auf die Charakterzeichnung aus. Die Geschichte folgt der archetypischen Struktur einer klassischen Heldenreise, mit den dazugehörigen Leitmotiven und Figuren; unter den Charakteren finden sich Variationen des weisen Narren, des Hüters der Schwelle, der bösen Hexe. Doch trotz einer gewissen zwangsläufigen Klischeehaftigkeit, zeigt sich bei den wichtigsten Charakteren eine unerwartete Tiefe – wann man bereit ist, zwischen den Zeilen zu lesen. Lediglich der “bösen Hexe” (nicht im wörtlichen Sinne) hätte ich etwas mehr Realismus gewünscht, ihre Motivation wird nur oberflächlich präsentiert, auf das “Böse” reduziert. Obwohl Leser:innen erahnen können, dass dahinter durchaus eine persönlich Tragödie stecken könnte, wird aus der Hexe kein Mensch, mit dem mensch wenigstens ansatzweise mitfühlen könnte. Aber das Gesamtpaket dieses großartigen Märchens, das sich jetzt schon wie ein Klassiker liest, konnte mich voll und ganz überzeugen. Fazit Stefanie vor Schulte erzählt ein bildgewaltiges, düsteres Märchen, das wie aus der Zeit gefallen wirkt und mich dennoch auch als moderne Leserin begeistern konnte. Wie die alten Märchen, die die Jahrhunderte überdauert haben, ist es eine Geschichte voller Abgründe, voller Grausamkeit, deren Schatten man mit leisem Unbehagen in der eigenen Realität erahnt. Für nötige Balance sorgt ein kindlicher Held, der dem Elend und Leid seiner Welt mutig Liebe und Hoffnung entgegensetzt. Die Sprache ist großartig, intensiv und beschwörend, die Geschichte verwebt ihre Spannungsfelder und Schlüsselcharaktere in den einfachen Rahmen einer Völksmär. Die Atmosphäre erinnerte mich streckenweise an »Krabat« von Otfried Preußler, doch »Junge mit schwarzem Hahn« ist beileibe kein Abklatsch, sondern etwas ganz Eigenes. Diese Rezension erschien zunächst auf meinem Buchblog: https://wordpress.mikkaliest.de/stefanie-vor-schulte-junge-mit-schwarzem-hahn

5

Wunderschöner Roman über einen Jungen, der trotz aller Widrigkeiten gütig und liebend bleibt. Tief bewegende Geschichte mit vielen Momenten, die schlucken lassen.

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Eine märchenhafte Geschichte, in der schwarze Reiter Kinder stehlen, um sie der Königin zu bringen und mitten in diesem mittelalterlichen Setting lebt Martin mit seinem schwarzen Hahn, der für ein böses Ohmen gehalten wird. Martin ist ganz anders als die einfältigen Dorfbewohner und hat daher auch keine Furcht vor Aberglaube und Mythen,die die Menschen damals beherrschten. Ein absolut gelungenes Debüt, mit einem besonderen Schreibstil! Zwar sehr kurz und knackig, aber nicht weniger bildgewaltig und ausdrucksstark! Sehr direkt und schonungslos erzählt und dabei trotzdem zum wegträumen. Es könnte eine neue Lieblingsautorin werden.

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„Der Maler kennt diese Frauen, die schneller als ein Wiesel zu den Nachbarn rennen, um über andere zu lästern, sich lustig zu machen, über jemanden, der ihnen nicht passt, weil er allein schon durch seine Existenz, wie der Junge, ihre ganze schweinchenhafte Zufriedenheit in Frage stellt.“ Der junge Martin wurde in eine grausame Welt geboren, im der Krieg herrscht, und er kämpft um seinen Platz selbiger, lebt von der Hand in den Mund und hat nur einen Freund in dieser armseligen Welt: seinen schwarzen Hahn. Seine Familie ist tot; der Vater hat in einem Wahn die gesamte Familie mit einem Beil erschlagen. Martin ist schlau. Martin ist sensibel. Martin ist besonnen. Martin ist empathisch. Martin ist alles, was die tölpeligen Dorfbewohner*innen nicht sind. Und das gefällt ihnen nicht. Eine einzige zugewandte hat er, Franzi, die im Wirtshaus arbeitet. Eines Tages kommt ein Maler in Martin’s Dorf, um ein Gemälde für die Kirche zu malen. Neben Franzi ist der Maler der einzige, der das Gute in Martin sieht. Sieht, wie offen, großherzig und klug er ist. Doch Martin wird von den Leuten nur ausgenutzt. Als er eines Tages mit einer Alten und ihren beiden Kindern unterwegs ist, werden sie von einem schwarzen Reiter überrumpelt, der der Alten die junge Tochter entreißt und mit ihr auf und davon reitet. Ein Schicksal, das schon viele Kinder getroffen hat. Alle im Dorf sind überzeugt, dass Martin und sein Hahn daran schuld sind. Der Hahn ist der Teufel. Anders kann es nicht sein. Martin jedoch zieht mit dem Maler von dannen, denn er möchte die entführten Kinder wiederfinden. Dies ist seine Bestimmung. Koste es was es wolle. Und so macht er sich auf einen furchtbaren, unbeständigen Weg und erlebt Dinge, die kein Kind erleben sollte. Fazit: Als ich den Klappentext gelesen habe, hat es mich berührt, aber ich hätte nicht gedacht, dass es mich derart in den Bann ziehen würde. Stefanie vor Schulte spielt gekonnt mit Gut und Böse. Während Martin gutherzig und unvoreingenommen ist, sind die Menschen, die er trifft meist nur abscheulich, tiefgründig böse und auch dumm. Martin schaut in seinen jungen Jahren über den Tellerrand. Er hat die Gabe die Menschen zu lesen und ihnen doch nichts Böses zu wollen, trotz seiner Hindernisse im Leben. Den schwarzen Hahn, der Martin nie von der Seite weicht, symbolisiert sich für mich als „das Gewissen“. Er steht Martin loyal zur Seite und bringt ihn immer auf den richtigen Weg. Die Sprache ist sehr reduziert, trotzdem sprachgewaltig, doch teilweise auch poetisch. Es liest sich viel auch zwischen den Zeilen und das ist es, was diese Sogwirkung in die Geschichte auslöst. Es fesselt! Die Stimmung der Geschichte ist düster, unheimlich, teilweise auch schaurig. Ich bin geflasht und liebe die Art, wie die Autorin diametral Dinge aufzeigt, mit Widersprüchlichkeiten spielt. Spielt mit Gesellschaftskritik, mit dem Verhalten von Menschen, das auch heute oft an Dummheit, Überheblichkeit und Eigennutz nicht zu überbieten ist. Damit skizziert sie Moral sowie gute und böse Charaktere, die ein tiefes Spiegelbild unserer Gesellschaft zeigen. Ich freue mich auf das nächste Buch der Autorin! Großartiges Buch!! Leseempfehlung! 5/5 Sternen.

So ein Buch, von dem man hofft, dass es guttut. Dass es etwas so Besonderes ist wie die Buchmenschen fast einstimmig behaupten. Dass es genau das mit einem macht, etwas Magisches, das man immer so sucht zwischen den Zeilen. Leider hat es nicht gefunkt zwischen uns beiden. Und das ist okay. Ich sehe viel, dass die Leute verrückt sind nach dem Magischen, nach dem Sanften und Ungewöhnlichen, das Stefanie vor Schulte hier gibt und gibt und gibt. Dieses starke Geben, ich möchte es nicht Bemühen nennen, war mir zu viel oder nicht genug oder beides. Was ich sehr spannend finde. Das bedeutet, dass es etwas tut mit uns. Etwas Besonderes ist und sein kann. Aber mit Büchern ist es doch oft wie mit Menschen, oder? Bei manchen weiß man nach zwei Sekunden, du bist einer für mich, ich will dich um mich haben und deine Nähe tut mir unheimlich gut. Und manche Menschen sind intuitiv nicht so, ohne dass es unbedingt begründbar wäre. Deswegen: Vielleicht verliebt ihr euch leidenschaftlich in den Jungen mit Schwarzem Hahn. Ich würde es nachvollziehen können. Aber er ist nicht meine Gangart, keine große Liebe und keine langjährige Freundschaft. Eine Bekanntschaft vielleicht. Ein flüchtiges Lächeln. Hattet ihr das auch zuletzt mal mit einem Buch? Finde ich ein total spannendes Phänomen! • /Rezensionsexemplar

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