Joy
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Description
Book Information
Author Description
Jonathan Lee, 1981 in Surrey, England, geboren, studierte Literatur, lebte eine Zeit lang in Südamerika und arbeitete sieben Jahre in einer Anwaltskanzlei in London. Inzwischen lebt er in New York, wo er sich nach Stationen bei renommierten Verlagen der Arbeit an Romanen und Drehbüchern widmet. Der ›Guardian‹ nennt Jonathan Lee »eine bedeutende neue Stimme der englischen Literatur«.
Posts
Gute Idee, sprachlich grandios umgesetzt und doch zu gewollt!
**** Worum geht es? **** Joys Leben scheint mit Mitte dreißig gänzlich erfüllt, doch diese möchte auf dem Pfad nicht weiter wandeln. Anstatt die Partnerschaft anzunehmen, bereitet sie ihren Abgang vor. Aber doch nicht im freien Fall aus dem 10. Stock des Kanzleigebäudes oder? **** Mein Eindruck **** Eine Erzählung die sich zynisch, gewitzt, offen, ehrlich und schlagfertig entfaltet und dabei immer wieder mit ihren Thesen und der Direktheit überrascht. Wie immer wieder einer drauf gesetzt wird, von dem eigentlichen Thema aufgrund der eigenen Belange abgelenkt und damit insgesamt ein neues Thema definiert wird, dass im Ringschluss zum ursprünglichen Plot zurückführt, fand ich literarisch bewundernswert, aber manchmal auch zu sehr gewollt. Ein geistreiches Spiel mit der Leserschaft, dass ich teils sehr genießen konnte. Ein Zwiegespräch, in dem der Leser immer nur die eine Rolle liest oder zynisch formuliert, die andere Rolle einnimmt ohne sich dafür bewusst entschieden zu haben. Dennoch war es nicht einfach mit den vielen Wechseln mitzukommen, sich auf die unterschiedlichen Gesprächspartner einzulassen und gänzlich aufmerksam zu bleiben. Grade die Erzählung rund um Joys Tagesablauf bekam für mich immer wieder gewisse Längen, die mich das Buch beiseite legen ließen. Die anfängliche pure Begeisterung konnte nicht aufrechterhalten bleiben und das Buch wurde eher ernüchtert geschlossen. **** Empfehlung? **** Ein anspruchsvolles Buch, dass man nicht mal eben von der Hand lesen kann. Zunächst überzeugend und dann doch zu gewollt. Vielleicht siehst du das anders, ein Versuch ist es alle mal Wert, da das Buch literarisch viel bereithält.
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Jonathan Lee, 1981 in Surrey, England, geboren, studierte Literatur, lebte eine Zeit lang in Südamerika und arbeitete sieben Jahre in einer Anwaltskanzlei in London. Inzwischen lebt er in New York, wo er sich nach Stationen bei renommierten Verlagen der Arbeit an Romanen und Drehbüchern widmet. Der ›Guardian‹ nennt Jonathan Lee »eine bedeutende neue Stimme der englischen Literatur«.
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Gute Idee, sprachlich grandios umgesetzt und doch zu gewollt!
**** Worum geht es? **** Joys Leben scheint mit Mitte dreißig gänzlich erfüllt, doch diese möchte auf dem Pfad nicht weiter wandeln. Anstatt die Partnerschaft anzunehmen, bereitet sie ihren Abgang vor. Aber doch nicht im freien Fall aus dem 10. Stock des Kanzleigebäudes oder? **** Mein Eindruck **** Eine Erzählung die sich zynisch, gewitzt, offen, ehrlich und schlagfertig entfaltet und dabei immer wieder mit ihren Thesen und der Direktheit überrascht. Wie immer wieder einer drauf gesetzt wird, von dem eigentlichen Thema aufgrund der eigenen Belange abgelenkt und damit insgesamt ein neues Thema definiert wird, dass im Ringschluss zum ursprünglichen Plot zurückführt, fand ich literarisch bewundernswert, aber manchmal auch zu sehr gewollt. Ein geistreiches Spiel mit der Leserschaft, dass ich teils sehr genießen konnte. Ein Zwiegespräch, in dem der Leser immer nur die eine Rolle liest oder zynisch formuliert, die andere Rolle einnimmt ohne sich dafür bewusst entschieden zu haben. Dennoch war es nicht einfach mit den vielen Wechseln mitzukommen, sich auf die unterschiedlichen Gesprächspartner einzulassen und gänzlich aufmerksam zu bleiben. Grade die Erzählung rund um Joys Tagesablauf bekam für mich immer wieder gewisse Längen, die mich das Buch beiseite legen ließen. Die anfängliche pure Begeisterung konnte nicht aufrechterhalten bleiben und das Buch wurde eher ernüchtert geschlossen. **** Empfehlung? **** Ein anspruchsvolles Buch, dass man nicht mal eben von der Hand lesen kann. Zunächst überzeugend und dann doch zu gewollt. Vielleicht siehst du das anders, ein Versuch ist es alle mal Wert, da das Buch literarisch viel bereithält.






