Wer ist Mr Satoshi?

Wer ist Mr Satoshi?

Softcover
3.29
LiebesromanElternGeheimnisBbc

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Description

»Dieses Päckchen ist für Mr Satoshi. Wenn wir seine Adresse herausfinden.« So lauten die letzten Worte von Foss‘ Mutter, während sie liebevoll einen abgeschabten Schuhkarton mit rätselhaftem Inhalt tätschelt. Und so entschließt sich der von Panikattacken heimgesuchte Fotograf, den rästelhaften Mr Satoshi zu finden. Seine Reise führt ihn in die ebenso schrille wie geheimnisvolle Welt Japans. Bei seiner Suche entdeckt Foss, dass die Vergangenheit seiner Mutter mit einem Ereignis im Jahr 1946 verwoben ist. Aber weshalb will keiner darüber reden? Unterstützt von der Japanerin Chiyoko und einem pensionierten Sumoringer mit einer Vorliebe für Dolly Parton, deckt Foss die Lebens- und Liebeslügen seiner Eltern auf – und kommt der Frage, was im Leben wirklich zählt, ein ganzes Stück näher.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
320
Price
10.30 €

Author Description

Jonathan Lee, geboren 1981 in Surrey, studierte englische Literatur, lebte eine Zeitlang in Südamerika und arbeitete in einer Anwaltskanzlei in London City. 2007 wurde er nach Tokio versetzt. Zurück in England ließ er sich beurlauben und schrieb »Wer ist Mr Satoshi?«, der Leser und Presse gleichermaßen begeisterte. Inzwischen lebt Jonathan Lee in New York City. Seine Texte und Geschichten erscheinen unter anderem in A Public Space, Granta, Tin House & Narrative, im Guernica Magazine und The Paris Review Daily. Der Guardian nennt Jonathan Lee »eine bedeutende neue Stimme der englischen Literatur«.

Posts

3
All
4.5

Ein einzigartiges Buch über das Zurückfinden in sein Leben; ins Jetzt. Die Bilder, welche durch diese Worte gezeichnet wurden, waren teilweise so tragisch und bizarr, wie auch wunderschön. Keine Lektüre für alleinige Unterhaltung. Lädt einem jedoch fordernd dazu ein selbst zu hinterfragen, wie und mit wem man eigentlich leben möchte. Denn unsere Zeit ist begrenz.

3

Ein kleines sprachliches Kleinod. Der unglaublich starke Einstieg und die Problematisierung des Anfangskonflikts leiden unter der Kürze des Romans, der gut 200 Seiten mehr vertragen könnte. Größter Konflikt des Buches: die Sucht und die Panikattacken des Protagonisten Foss. Mr Satoshis später Auftritt wird nur noch von Becketts "Warten auf Godot" getoppt. Großartige Anspielungen auf englische, klassische Lyriker durch die quirlige Japanerin, die Foss durch den steten Fluss in Japan verhilft. Ihre gemeinsame Suche erinnerte mich stark an Murakamis "Mr. Aufziehvogel". Solides Romandebüt.

3

"Wer ist Mr. Satoshi?", ich hatte erwartet, dass dieses Buch etwas mysteriös sein würde und keine Klischee-Story mit Happy End haben würde. Von daher gab es keine großen Überraschungen. Das Cover ist wunderschön. So hat das Buch direkt meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Geschichte dreht sich um Foss, der seit einer Tragödie mit Angstzuständen und Neurosen kämpft, und sich nach dem Tod seiner Mutter in der Pflicht sieht ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Natürlich spielt auch seine eigene Neugierde dabei eine Rolle. Ganz so einfach ist das ganze aber nicht, er steht vor einigen Herausforderungen. Es geht um Überwindung, Einsicht, Nähe, Einsamkeit, die Zukunft und vor allem aber um die Vergangenheit. Ich finde die Charaktere gut aufgebaut. Auch wie ihre Geschichten erzählt werden. Stück für Stück, während sie versuchen dem großen Rätsel des Mr. Satoshi auf die Spur zu kommen. Im Endeffekt bleiben viele Fragen offen. Das Ende ist, wie gesagt, kein typisches Happy End, trotzdem lässt es einen nicht unzufrieden zurück. Auch wenn das Buch zu Ende ist, für die Charaktere geht es weiter. Sie wissen nicht was kommt, aber es ist okay so für sie, vielleicht zum ersten Mal seit langem. Sie alle tragen ihr Päckchen im Leben und müssen damit klar kommen, das wissen sie spätestens am Ende der Geschichte auch. In dem Sinne ist das Ende es trotz aller offenen Fragen doch ein guter Abschluss für das Buch. Mir hat die Geschichte gut gefallen. Sie hat mich nicht mitgerissen, aber ein wenig mitgefühlt habe ich schon. Vor allem ließ sie sich gut lesen und war spannend. Ich finde das Buch mischt die britische und japanische Erzählweise sehr gut. Und das passt perfekt zur Geschichte.

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