Ismael
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Description
Book Information
Author Description
Daniel Quinn, ein ehemailger Trappistenmönch, hat fünfzehn Jahre an dem Roman "Ismael" gearbeitet und wurde 1991 dafür mit dem Ted Turner Award, dem höchstdotierten Literaturpreis Amerikas, ausgezeichnet. Er lebt in Houston, Texas.
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Warum wir vielleicht das größte Problem dieser Erde sind
Dieses Buch hat mich ehrlich gesagt ziemlich erwischt. Ich habe nicht einfach nur eine Geschichte gelesen – ich wurde zum Nachdenken gezwungen. Und zwar über Dinge, die man im Alltag viel zu selten hinterfragt. Ismael stellt Fragen, die unbequem sind: Warum sehen wir Menschen uns als Krone der Schöpfung? Wer hat uns dieses Recht eigentlich gegeben? Und warum verhalten wir uns so, als würde die Welt uns gehören? Beim Lesen hatte ich immer wieder dieses Gefühl: „Verdammt, da ist was dran.“ Gerade diese Selbstverständlichkeit, mit der wir die Natur ausbeuten, wird hier komplett auseinandergenommen. Und unsere Standard-Ausrede – dass wir eben nicht perfekt sind – wirkt plötzlich ziemlich schwach. Die Idee mit dem Gorilla als Lehrer fand ich erst ungewöhnlich, fast ein bisschen absurd. Aber genau das macht es so stark. Dieser Perspektivwechsel hat bei mir wirklich etwas ausgelöst. Man schaut plötzlich von außen auf die Menschheit – und das ist teilweise ziemlich ernüchternd. Besonders hängen geblieben ist mir die Unterscheidung zwischen „Lassern“ und „Nehmern“. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich mich gefragt habe, wo wir heute eigentlich stehen – und ob wir überhaupt noch wissen, wie ein Leben im Einklang mit der Natur aussehen könnte. Zwei Gedanken aus dem Buch lassen mich seitdem nicht mehr richtig los: „Wir leben doch, als wollten wir die Schöpfung beenden. Wenn wir so weitermachen, wird es keinen Nachfolger des Menschen geben und keinen Nachfolger des Schimpansen, des Orang Utans oder Gorillas - überhaupt keine Nachfolger jetzt lebender Geschöpfe. Alles wird mit uns zu Ende sein. Die Nehmer müssen die Schöpfung beenden, um ihre Geschichte wahr zu machen und leider sind sie auf dem besten Weg dazu.“ Und: „Solange die Menschen deiner Kultur überzeugt sind, die Welt gehöre Ihnen und es sei ihr von den Göttern bestimmtes Schicksal, sie zu erobern und zu beherrschen, werden sie natürlich weiter das tun, was sie seit 10.000 Jahren tun. Sie werden die Erde weiter so behandeln, als sei sie menschliches Eigentum, und sie werden sie weiter erobern, als sei sie ein Gegner. So etwas kann man nicht durch Gesetze ändern. Man muss das Denken der Menschen ändern.“ Das klingt erstmal hart, vielleicht sogar übertrieben – aber genau das ist der Punkt. Dieses Buch rüttelt wach. Es ist unbequem, manchmal fast schon provokant, aber genau deshalb so wichtig. Für mich ist Ismael kein Buch, das man einfach liest und dann ins Regal stellt. Es bleibt im Kopf… und irgendwie auch im Gewissen!

Der Protagonist unterhält sich mit dem Gorilla Ismael über den Zustand der Welt. Wie ist der Mensch an diesen Punkt gelangt, an dem er sich selbst zu zerstören droht? So viel sei verraten: Einen entscheidenden Wendepunkt beschreibt die biblische Geschichte von Kain und Abel. Auch andere mythologische Geschichten werden aufgegriffen, wie beispielsweise der Sündenfall. Spannend konstruiert vom Autor! Das Buch hinterlässt mich allerdings zwiegespalten. Es gibt viele großartige Impulse mit, ist aufrüttelnd und beschreibt tatsächlich ein riesiges Problem, vor dem die Menschheit steht. Allerdings bekommt man oft das Gefühl, dass der Protagonist (und damit der Leser) für ziemlich dumm gehalten wird. Oft wird er von Ismael darauf hingewiesen, dass er nicht richtig zuhöre. Alles wird haarklein hergeleitet und oft wiederholt. Zudem ist das Menschenbild des (modernen) Menschen schon sehr negativ mit nur mäßigem Lösungsansatz. Aber für die im Buch präsentierten Ideen hat sich das Lesen definitiv gelohnt. Vielleicht hätte es mir als reines Sachbuch aber noch besser gefallen.
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Daniel Quinn, ein ehemailger Trappistenmönch, hat fünfzehn Jahre an dem Roman "Ismael" gearbeitet und wurde 1991 dafür mit dem Ted Turner Award, dem höchstdotierten Literaturpreis Amerikas, ausgezeichnet. Er lebt in Houston, Texas.
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Warum wir vielleicht das größte Problem dieser Erde sind
Dieses Buch hat mich ehrlich gesagt ziemlich erwischt. Ich habe nicht einfach nur eine Geschichte gelesen – ich wurde zum Nachdenken gezwungen. Und zwar über Dinge, die man im Alltag viel zu selten hinterfragt. Ismael stellt Fragen, die unbequem sind: Warum sehen wir Menschen uns als Krone der Schöpfung? Wer hat uns dieses Recht eigentlich gegeben? Und warum verhalten wir uns so, als würde die Welt uns gehören? Beim Lesen hatte ich immer wieder dieses Gefühl: „Verdammt, da ist was dran.“ Gerade diese Selbstverständlichkeit, mit der wir die Natur ausbeuten, wird hier komplett auseinandergenommen. Und unsere Standard-Ausrede – dass wir eben nicht perfekt sind – wirkt plötzlich ziemlich schwach. Die Idee mit dem Gorilla als Lehrer fand ich erst ungewöhnlich, fast ein bisschen absurd. Aber genau das macht es so stark. Dieser Perspektivwechsel hat bei mir wirklich etwas ausgelöst. Man schaut plötzlich von außen auf die Menschheit – und das ist teilweise ziemlich ernüchternd. Besonders hängen geblieben ist mir die Unterscheidung zwischen „Lassern“ und „Nehmern“. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich mich gefragt habe, wo wir heute eigentlich stehen – und ob wir überhaupt noch wissen, wie ein Leben im Einklang mit der Natur aussehen könnte. Zwei Gedanken aus dem Buch lassen mich seitdem nicht mehr richtig los: „Wir leben doch, als wollten wir die Schöpfung beenden. Wenn wir so weitermachen, wird es keinen Nachfolger des Menschen geben und keinen Nachfolger des Schimpansen, des Orang Utans oder Gorillas - überhaupt keine Nachfolger jetzt lebender Geschöpfe. Alles wird mit uns zu Ende sein. Die Nehmer müssen die Schöpfung beenden, um ihre Geschichte wahr zu machen und leider sind sie auf dem besten Weg dazu.“ Und: „Solange die Menschen deiner Kultur überzeugt sind, die Welt gehöre Ihnen und es sei ihr von den Göttern bestimmtes Schicksal, sie zu erobern und zu beherrschen, werden sie natürlich weiter das tun, was sie seit 10.000 Jahren tun. Sie werden die Erde weiter so behandeln, als sei sie menschliches Eigentum, und sie werden sie weiter erobern, als sei sie ein Gegner. So etwas kann man nicht durch Gesetze ändern. Man muss das Denken der Menschen ändern.“ Das klingt erstmal hart, vielleicht sogar übertrieben – aber genau das ist der Punkt. Dieses Buch rüttelt wach. Es ist unbequem, manchmal fast schon provokant, aber genau deshalb so wichtig. Für mich ist Ismael kein Buch, das man einfach liest und dann ins Regal stellt. Es bleibt im Kopf… und irgendwie auch im Gewissen!

Der Protagonist unterhält sich mit dem Gorilla Ismael über den Zustand der Welt. Wie ist der Mensch an diesen Punkt gelangt, an dem er sich selbst zu zerstören droht? So viel sei verraten: Einen entscheidenden Wendepunkt beschreibt die biblische Geschichte von Kain und Abel. Auch andere mythologische Geschichten werden aufgegriffen, wie beispielsweise der Sündenfall. Spannend konstruiert vom Autor! Das Buch hinterlässt mich allerdings zwiegespalten. Es gibt viele großartige Impulse mit, ist aufrüttelnd und beschreibt tatsächlich ein riesiges Problem, vor dem die Menschheit steht. Allerdings bekommt man oft das Gefühl, dass der Protagonist (und damit der Leser) für ziemlich dumm gehalten wird. Oft wird er von Ismael darauf hingewiesen, dass er nicht richtig zuhöre. Alles wird haarklein hergeleitet und oft wiederholt. Zudem ist das Menschenbild des (modernen) Menschen schon sehr negativ mit nur mäßigem Lösungsansatz. Aber für die im Buch präsentierten Ideen hat sich das Lesen definitiv gelohnt. Vielleicht hätte es mir als reines Sachbuch aber noch besser gefallen.











