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In Erwartung eines Glücks
Ich weiß gar nicht so recht, wie ich dieses Buch bewerten soll – es ist leise, nachdenklich und wunderschön geschrieben, aber gleichzeitig auch sehr ruhig und unspektakulär im Geschehen. Sylvie Schenk hat eine unglaublich feine Sprache, die zwischen Zärtlichkeit und Klarheit schwebt. Jeder Satz wirkt bedacht, jedes Wort sitzt, als wäre es mit einem Skalpell aus dem Leben geschnitten. Die Autorin führt uns in die Gedankenwelt einer älteren Schriftstellerin, die nach einem Krankenhausaufenthalt ihr Leben, ihre Liebe und ihre Verluste Revue passieren lässt. Dabei entstehen eindrucksvolle Beobachtungen über Alter, Erinnerung und Würde – manchmal melancholisch, manchmal fast heiter. Trotz all der sprachlichen Schönheit hatte ich zwischendurch das Gefühl, ein wenig Abstand zu den Figuren zu behalten. Die Handlung bleibt sehr verhalten, und nicht immer war es leicht, emotional ganz einzutauchen – vielleicht gerade, weil vieles in Reflexionen und Andeutungen bleibt. Das ist auch der Grund für meinen kleinen Punktabzug: 🌿 Ein großartiges Buch zum Nachdenken, aber kein Buch, das mitreißt. Es berührt, aber eher leise – wie ein Gespräch, das mehr zwischen den Zeilen stattfindet als im Lauten. --- 🌸 Für wen geeignet: ✨ Für alle, die ruhige, sprachlich starke Romane lieben ✨ Für Leser*innen, die sich für Alter, Erinnerung und Lebensrückblick interessieren ✨ Für Fans von poetischer, feinfühliger Sprache 🌧️ Für wen nicht geeignet: 💤 Für alle, die Spannung oder viel Handlung erwarten 💔 Für Leser*innen, die sich emotional stark mitreißen lassen möchten 📚 Für alle, die mit stillen, introspektiven Erzählungen wenig anfangen können

Nov 10, 2025
In Erwartung eines Glücks
Ich weiß gar nicht so recht, wie ich dieses Buch bewerten soll – es ist leise, nachdenklich und wunderschön geschrieben, aber gleichzeitig auch sehr ruhig und unspektakulär im Geschehen. Sylvie Schenk hat eine unglaublich feine Sprache, die zwischen Zärtlichkeit und Klarheit schwebt. Jeder Satz wirkt bedacht, jedes Wort sitzt, als wäre es mit einem Skalpell aus dem Leben geschnitten. Die Autorin führt uns in die Gedankenwelt einer älteren Schriftstellerin, die nach einem Krankenhausaufenthalt ihr Leben, ihre Liebe und ihre Verluste Revue passieren lässt. Dabei entstehen eindrucksvolle Beobachtungen über Alter, Erinnerung und Würde – manchmal melancholisch, manchmal fast heiter. Trotz all der sprachlichen Schönheit hatte ich zwischendurch das Gefühl, ein wenig Abstand zu den Figuren zu behalten. Die Handlung bleibt sehr verhalten, und nicht immer war es leicht, emotional ganz einzutauchen – vielleicht gerade, weil vieles in Reflexionen und Andeutungen bleibt. Das ist auch der Grund für meinen kleinen Punktabzug: 🌿 Ein großartiges Buch zum Nachdenken, aber kein Buch, das mitreißt. Es berührt, aber eher leise – wie ein Gespräch, das mehr zwischen den Zeilen stattfindet als im Lauten. --- 🌸 Für wen geeignet: ✨ Für alle, die ruhige, sprachlich starke Romane lieben ✨ Für Leser*innen, die sich für Alter, Erinnerung und Lebensrückblick interessieren ✨ Für Fans von poetischer, feinfühliger Sprache 🌧️ Für wen nicht geeignet: 💤 Für alle, die Spannung oder viel Handlung erwarten 💔 Für Leser*innen, die sich emotional stark mitreißen lassen möchten 📚 Für alle, die mit stillen, introspektiven Erzählungen wenig anfangen können
Nov 10, 2025







