In einer Nacht, woanders

In einer Nacht, woanders

Softcover
3.38

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Mascha ist Mitte dreißig, Lehrerin und in einer unglücklichen Beziehung zu Mira. Ein Anruf aus Bykovo, dem Ort ihrer Kindheit, reißt sie aus ihrem Alltag. Sie soll das Haus ihrer verstorbenen Großmutter ausräumen und verkaufen. Dort lebt immer noch der geheimnisvolle Pjotr. Die Begegnung bringt ein Karussell der Erinnerung in Gang: Welche Geheimnisse verbarg die Großmutter, die eine Raumfahrtingenieurin in sowjetischen Diensten war? Wovon war die Mutter getrieben, die mit der Wirklichkeit nie zurechtkam, ein wildes Kind war und mit siebzehn Jahren schwanger wurde? Welche Rolle spielte Pjotr, den die Mutter aus Eifersucht auf die Großmutter verführte? »In einer Nacht, woanders«, der Debütroman von Katerina Poladjan, ist ein dichtes Gewebe von Realität, Traumsequenzen, Splittern der Vergangenheit – ein surreales Eintauchen in die Untiefen einer Kindheit.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
176
Price
13.40 €

Author Description

Katerina Poladjan wurde in Moskau geboren, wuchs in Rom und Wien auf und lebt heute in Berlin. Sie schreibt Theatertexte und Essays, auf ihr Prosadebüt »In einer Nacht, woanders« folgte »Vielleicht Marseille« und gemeinsam mit Henning Fritsch schrieb sie den literarischen Reisebericht »Hinter Sibirien«. Sie war für den Alfred-Döblin-Preis nominiert wie auch für den European Prize of Literature und nahm 2015 bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt teil. Für »Hier sind Löwen« erhielt sie Stipendien des Deutschen Literaturfonds, des Berliner Senats und von der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. 2021 wurde sie mit dem Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund ausgezeichnet. Mit »Zukunftsmusik« stand Katerina Poladjan auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2022 und wurde mit dem Rheingau Literatur Preis 2022 ausgezeichnet. Katerina Poladjan wurde 2025 mit dem »Großen Preis des Deutschen Literaturfonds« geehrt. Zuletzt erschien ihr Roman »Goldstrand«, der mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2026 ausgezeichnet wurde.Literaturpreise:- Preis der Leipziger Buchmesse 2026 für »Goldstrand«- Marie-Luise-Kaschnitz-Preis 2026- Großer Preis des Deutschen Literaturfonds 2025- Trophée Littéraire des Nouvelles d'Arménie 2023 (für die französischsprachige Ausgabe von »Hier sind Löwen«)- Rheingau Literatur Preis 2022- Chamisso-Preis Dresden 2022- Nelly-Sachs-Preis 2021- Alfred-Döblin-Stipendium 2019- Stipendium Deutscher Literaturfonds 2016/2017- Residenzstipendium Kulturakademie Tarabya Istanbul 2016- Stipendium der Stiftung Preussische Seehandlung 2016- Shortlist für den European Union Prize for Literature 2016- Nominierung für den Alfred-Döblin-Preis 2015- Literaturpreis »Der kleine Hai« der Buchhandlung Wist, Potsdam 2015- Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2015- Senatsstipendium der Stadt Berlin 2015- Alfred-Döblin-Stipendium 2014- Grenzgänger Stipendium der Robert Bosch Stiftung 2014- Stipendium der Neuen Gesellschaft für Literatur 2003

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
76%
N/A
4%
N/A
N/A
N/A
75%
79%
8%
4%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
65%
64%
54%
80%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate0%
Variable100%

Writing Style

Simple0%
Complex100%
Moderate0%
Außergewöhnlich (100%)

Posts

3
All
3

Sprachlich toll, inhaltlich schwierig

Also scheinbar brauche ich Kapitel, weil meine innere Leserin möchte immer mal einen Abschluss haben. Eine Möglichkeit über einen Absatz zu reflektieren. Aber hier in diesem Buch gibt es sowas leider nicht und so verschwimmt die Geschichte manchmal sehr. Die Sprache war für mich sehr poetisch, teils wie ein Gedicht. Aber irgendwie hat mich der Inhalt dadurch manchmal so verloren, dass ich leicht aus der Geschichte gefallen bin. Am Ende bin ich froh schon vorher „Zukunftsmusik“ von der Autorin gelesen zu haben, sonst hätte ich mich glaub nicht mehr an eines ihrer Bücher gewagt.

3.5

"Für Russen gibt es keine Krankheit, die man nicht mit Tabletten oder Hühnersuppe behandeln kann, und für alles, was unerklärbar ist, werden die Dämonen bemüht. Katerina Poladjans Sprache ist schnell, stakkatohaft, ohne Pausen, ohne Absätze. Sie gibt ihrem Leser keine Zeit, um das Gelesene zu verdauen, um darüber nachzudenken, um Informationen sacken zu lassen. Ich fühlte mich von der Autorin geradezu durch die Geschichte gehetzt. Die bedrückende Atmosphäre und die finsteren Abgründe, die sich vor der Protagonistin im dunklen Russland auftun, machen aus 'In einer Nacht woanders' nicht gerade einen Wohlfühlroman. Dennoch ist die Geschichte auch irgendwie mitreißend und spannend.

1

Überstürzt macht Mascha sich auf den Weg nach Russland. Ihre Oma ist gestorben und nun soll ihr Häuschen verkauft werden. Bei Nacht und Nebel kommt sie in Bykovo an und muss sich ihrer Vergangenheit stellen. Ihrer Kindheit in Russland, die sie bei ihrer Großmutter verbracht hat und aus der sie je herausgerissen wurde, als ihre Eltern den Umzug nach Berlin beschlossen. Doch die Vergangenheit lässt sich so leicht nicht in die Gegenwart umwandeln, was bleibt ist die Entscheidung für ein Leben in Russland oder die Heimkehr zu ihrer kranken Mutter und ihrem verhassten Beruf in Berlin. Das Buch war einfach nicht meins. Fand ich den Schreibstil der Autorin am Anfang noch innovativ und künstlerisch gewagt, fiel es mir zunehmend schwer mich in die Geschichte einzulesen und Grenzen zu ziehen zwischen Traum und Wirklichkeit, Erinnerungen und Gegenwart. Mit Mascha bin ich auch nicht richtig warm geworden. Das ganze Buch ist sie eigentlich nur am jammern und am liebsten suhlt sie sich in ihrem Selbstmitleid. Träume wie sie ohne Füße in der Hütte ihr Leben fristet, weil sie die verkehrten Schühchen trägt, sind nur ein Beispiel dafür. Die Angst vor ihren Schülern, die sie als Ratten bezeichnet und ihre Freundin, die sie in häufigen Telefonanrufen hysterisch zur Ordnung ruft, machen die ganze Geschichte nicht besser. Dem einzigen dem ich etwas abgewinnen konnte, war der Wolf, der sie auf ihrem Weg zur Hütte beschützt hat und den sie dann die Nacht in klirrender Kälte draußen verbringen ließ. Bisher habe ich den Figuren in den Büchern immer noch etwas abgewinnen können, aber Mascha war mir bis jetzt die unsympathischste. Vielleicht weiß ein anderer Leser ja den Stil der Autorin mehr zu schätzen, ich habe es nur zu Ende gelesen, weil ich es zum einen hier gewonnen hatte und weil der ganze Spuk sich auf 175 Seiten in Grenzen hält, obwohl ich am Ende versucht war das Buch frustriert an die Wand zu werfen. Dieses Buch war mein Flop für dieses Jahr.

Create Post