Im Fallen lernt die Feder fliegen

Im Fallen lernt die Feder fliegen

Hardback
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SchuleMigrationFluchtHeimat

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Description

Die irakischstämmige Aida verleugnet ihre Herkunft, was immer wieder zu Streit mit ihrem Freund führt. In ihrer Not setzt sie sich hin und beginnt aufzuschreiben, was sie nicht sagen kann. Geboren in einem iranischen Flüchtlingslager, kam sie mit ihren Eltern und der älteren Schwester in die Schweiz. Die Mädchen gehen zur Schule, aber ihre Eltern kommen mit dem westlichen Alltag nicht zurecht und verklären mehr und mehr ihre Heimat. Der Vater, ein konservativer Theologe, beschliesst schliesslich, mit der ganzen Familie in den Irak zurückzukehren. Aber was für die Eltern die Heimat ist, die sie einst verlassen haben, ist für die beiden Schwestern ein fremdes Land. Als die Ältere verheiratet werden soll, fliehen sie nun ihrerseits und gelangen als unbegleitete Minderjährige in die Schweiz. Aber auch sie lässt die Vergangenheit nicht los. Wieder gelingt es Usama Al Shahmani, vielschichtig von der grossen inneren Anstrengung von Flüchtlingen bei ihren Integrationsbemühungen zu erzählen und dabei immer ein Fenster zur Hoffnung offenzulassen. Und nicht zuletzt überwindet er selbst die Mühsal des Exils durch das Verschmelzen der arabischen mit der westlichen Kultur im Erzählen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
240
Price
24.70 €

Author Description

Usama Al Shahmani, geboren 1971 in Bagdad und aufgewachsen in Qalat Sukar (Al Nasiriyah), hat arabische Sprache und moderne arabische Literatur studiert, er publizierte drei Bücher über arabische Literatur, bevor er 2002 als Flüchtling in die Schweiz kam. Er arbeitet heute als Dolmetscher und Kulturvermittelter und übersetzt ins Arabische, u. a. «Fräulein Stark» von Thomas Hürlimann, «Der Islam» von Peter Heine und «Über die Religion» von Friedrich Schleiermacher. Usama Al Shahmani lebt mit seiner Familie in Frauenfeld. Sein erster Roman «In der Fremde sprechen die Bäume arabisch» wurde mehrfach ausgezeichnet und war u. a. für das «Lieblingsbuch des Deutschschweizer Buchhandels» nominiert.

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Ein Buch, das vor allem durch seine Sprache lebt. Eine exotische Kombination aus Arabisch und Deutsch macht dieses Werk so besonders, so bilderreich. Das ist man sich vom trockenen Deutsch eigentlich gar nicht gewohnt, aber wenn Al Shamani seine Aida erzählen lässt, wird die Sprache bunt, lebendig, anders. Dazu passt auch die Länge des Buches ausgezeichnet. Auch zum schweren und bedrückenden Thema der Flucht. Mehr Seiten hätten den Zauber neutralisiert. Man hätte sich daran gewöhnt und es wäre nichts Spezielles mehr gewesen. Aber so passt es herovrragend und der Leser erhält einen tiefen Einblick, in eine von der Flucht gezeichneten Seele.

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