Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen

Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen

Softcover
3.67

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Intrigen, Macht und Rache im Zeitalter der Fugger

1505. Im Heiligen Römischen Reich pulsiert das Leben. Im Zentrum: Jakob Fugger, der einflussreichste Finanzier Europas. Doch wer reich und erfolgreich ist, hat auch Feinde. Aus gutem Grund beschäftigt das Oberhaupt der Fugger zwei ungewöhnliche Privatermittler: die Diebin Afra und den Boten Herwart. Von Fugger nach Venedig geschickt, stoßen die beiden bei einem Maskenball im Fondaco dei Tedeschi rasch auf erste Hinweise einer Verschwörung. Die Spuren führen zurück nach Augsburg, zu konkurrierenden Händlerfamilien, Fuhrleuten, Agenten des Papstes und einem Rosengarten. Erst in letzter Minute erkennen sie: Ein Fest soll zur tödlichen Falle werden ...

Ein packender Historischer Roman vor sorgfältig recherchiertem Hintergrund, mit vielschichtigen Figuren und einem brillanten Gespür für die Zeit

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Adventure
Format
Softcover
Pages
576
Price
14.40 €

Author Description

Peter Dempf, 1959 in Augsburg geboren, studierte Germanistik und Geschichte. Der mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnete Autor schreibt neben Romanen und Sachbüchern auch Theaterstücke, Drehbücher, Rundfunkbeiträge und Erzählungen. Bekannt aber wurde er durch seine Historischen Romane, die häufig in Augsburg angesiedelt sind, wo Peter Dempf lebt.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
25%
24%
36%
8%
56%
19%
35%
30%
31%
36%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
44%
31%
28%
21%

Pace

Fast50%
Slow0%
Moderate50%
Variable0%

Writing Style

Simple50%
Complex0%
Moderate50%
Bildhaft (50%)Minimalistisch (50%)

Posts

6
All
4

Rache und viele Intrigen bei den Fuggers Der Autor zieht einen direkt in diesen sehr spannenden historischen Roman hinein. Es liest sich von Anbeginn an sehr flüssig und fast wie ein Kriminalroman, denn Dempf versteht es Spannung aufzubauen und durch den Roman auch zu halten. Es passiert eigentlich immer etwas. In diesem zweiten Roman um Fugger, Afra und Herwart entspannt sich ein Bogen voller Anschläge, Gerüchte und Geheimnisse. Afra und Herwart kommen aus Venedig, in dem der Kontor Fuggers abgebrannt ist, nach Augsburg zurück. Es werden die Boten Fuggers umgebracht und die Kontoren von Fugger bedroht. Die Transporte sind unterwegs nicht mehr sicher und werden überfallen. Dies führt dazu, dass Fugger‘s Leumund stark leidet und keiner mehr Transporte für ihn übernehmen möchte. Hier spielt die Witwe eines vergifteten Konkurrenten eine Rolle und auch Zeno, der Erzfeind von Afra -hat er im vorherigen Band Afra‘s Mutter umgebracht- taucht auf und spielt ein undurchsichtiges Spiel mit den Beteiligten. Afra und Herwart stolpern in so einige Fallen und werden von Jacob Fugger mit der Lösung verschiedener Aufgaben betraut. Dieses liest sich dann auch sehr kurzweilig und hat mir Spaß bereitet. Auch wenn dabei Afra und Herwart so einige Male sehr unbedarft erscheinen und hier auch Fugger, den Hund und Namensvetter von Jacob Fugger, als Unterstützung brauchen. Trotz der vielen Romanseiten hat mich die viele Action durch den Roman getragen. Den Vorgängerband brauchte ich nicht zu kennen, Vorgängerwissen wird also nicht unbedingt benötigt, ich kam auch so gut durch das Buch. Besonders gefallen hat mir das Glossar am Ende des Buches und das Nachwort. Der Autor erzählt hier, welche Ereignisse überliefert sind und was seiner schriftstellerischen Freiheit entsprungen ist. Für mich ein gelungener Roman, den ich gerne historisch interessierten Leser empfehle, die viel Action mögen und in einen historischen Roman mit einer lebendigen Sprache eintauchen möchten.

4

Attentate und Intrigen in Zeiten der Fugger

Nach langer Zeit war es der erste historische Roman und das erste Buch des Autors, daß ich gelesen habe. Der Schreibstil ist in der erzählform geschrieben. Die Kapiteln sind sehr kurz, so das man auch eins beenden kann, wenn man weniger Zeit hat. Vorne ist ein Personen Verzeichnis so dass man immer nach schauen kann, falls man mal nicht weiß wer wer ist. Ich selber habe es nicht gebraucht. Hinten im Buch werden die Fachbegriffe erklärt, jemand der schon einige Historische Geschichte gelesen hat benötigt dies auch nicht. Das alles hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ist der 2 Teil, ich hatte aber überhaupt keine Probleme in die Geschichte ab zu tauchen, obwohl ich den ersten Teil nicht kenne. In der ganzen Geschichte begleiten wir Afra und Herwart , die in den Diensten von Jakob Fugger stehen. Von Venedig, nach Augsburg, Füssen und wieder Augsburg verfolgen wir sie. Dabei entkommen sie mehreren Anschlägen, mit mehr Glück als Verstand. Was und wer dahinter steckt will ich nicht verraten. Ich habe mich auf jeden Fall gut unterhalten gefühlt und Langeweile kam niemals auf.

3

Ich mag gute historische (Kriminal-) Romane und so habe ich mich sehr auf "Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen" von Peter Dempf gefreut. Der Roman ist der zweite Teil einer Reihe. Es ist sicherlich hilfreich, den ersten Teil gelesen zu haben, aber ich habe auch gut in den zweiten Teil reingefunden, ohne den Vorgängerband gekannt zu haben. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings doch mehr Details zu vorangegangenen Ereignissen gewünscht, statt vager Andeutungen. Der Roman beginnt rasant: Die Ex-Diebin Afra und der Bote Herwart - beide handeln im Auftrag Jakob Fuggers - stoßen in Venedig auf eine Verschwörung. Und schon geht es los mit einer actiongeladenen Geschichte, die ich anfangs angenehm rasant fand. Dempf hat einen angenehmen Schreibstil, der es mir leicht machte, immer weiterzulesen. Auch die historischen Details, die Dempf immer wieder einstreut, sind beeindruckend und haben mich bei der Stange gehalten. Das hat richtig Spaß gemacht. Problematisch waren für mich angesichts der Länge des Romans allerdings die vielen Actionsequenzen - und zwar nicht wegen deren Häufung, sondern wegen des immer gleichen Musters. Dadurch ergab sich eine Vorhersehbarkeit, die ich recht schnell als langweilig empfand. Tatsächlich graute mir irgendwann vor der nächsten vorhersehbaren Actionsequenz. Die Häufung führte dazu, dass die Story an sich unnötig in die Länge gezogen wurde. Der Roman hätte locker 100 Seiten kürzer sein können und hätte dadurch meiner Meinung nach wenig verloren, dafür viel gewonnen. Dass das Ermittlerpaar Afra-Herwart offenbar nicht fähig ist, selbst offensichtlichen Gefahren wenigstens versuchsweise aus dem Weg zu gehen oder gar dazuzulernen und stattdessen permanent von einem Hund namens Fugger gerettet werden muss, hat meinerseits auch nicht gerade zu Begeisterungsausbrüchen geführt. Das Ende kam mir persönlich etwas zu plötzlich - vor allem wenn man bedenkt, dass der Roman vorher meiner Meinung nach künstlich aufgebläht worden ist. Ich empfand es als unbefriedigend. Gut fand ich das Personenregister am Anfang sowie das Glossar am Ende des Romans. Das Nachwort fand ich auch gelungen, weil es noch einmal Realität und Fiktion erläutert. Fazit: Ein alles in allem durchwachsenes Werk, das tolle historische Details bietet, im Verlauf aber viel Faszination einbüßt, weil zu viel der immer gleichen Action geboten wird. Schade.

2

Eine gute Idee im starken historischen Setting – aber erzählt in einer Schleife, die Spannung und Figuren am Ende aufreibt

Manchmal liest man ein Buch nicht, weil es einen packt – sondern weil man irgendwann wissen will, ob da noch was kommt. Genau so ging es mir hier. Die Ausgangsidee hat eigentlich Charme: Die Fugger als belletristisches Spielfeld, Machtspiele, Intrigen, Renaissance-Flair – Stoff für einen richtig guten historischen Pageturner. Nur: Für mich bleibt es am Ende vor allem eins: vorhersehbar, redundant und unerquicklich gestreckt. Was mich am meisten ausgebremst hat Der Roman arbeitet über weite Strecken nach einem Muster, das sich so häufig wiederholt, dass es jede Spannung zersetzt: neue Kulisse Afra & Herwart geraten (oft naiv) in Gefahr Rettung/Reset – weiter zum nächsten Schauplatz Dazu kommt ein „Superhund“-Faktor, der sich für mich zu oft wie ein narrativer Notausgang anfühlt: Wenn Bedrohung regelmäßig entschärft wird, bevor sie Konsequenzen haben kann, bleibt keine Fallhöhe. Und wenn Figuren ständig Entscheidungen treffen, die weniger aus Charakterlogik entstehen als aus Plot-Notwendigkeit, wird es irgendwann nicht mehr „Abenteuer“, sondern konstruiertes Stolpern. Was trotzdem funktioniert Das Buch hat einen klaren Pluspunkt: Setting und historische Anmutung. Die Idee, den Fuggern literarisch Leben einzuhauchen, trägt – zumindest so weit, dass ich dran geblieben bin. Aber die Umsetzung verschenkt aus meiner Sicht viel Potenzial: Zu wenig Überraschung. Zu wenig Entwicklung. Zu wenig Konsequenz. Fazit „Teufelsreigen“ hätte für mich deutlich gewonnen, wenn man ihn radikal gestrafft hätte – weniger Wiederholung, mehr Zuspitzung, mehr echte Wendungen. So bleibt es ein historisches Bühnenbild mit zu vielen Szenen, die sich anfühlen wie Varianten derselben Vorlage. Für Leser, die … ✅ historische Kulissen rund um Augsburg, Macht und Handel mögen ✅ die Fugger als Thema spannend finden und darüber hinwegsehen können, wenn es plottechnisch „bequem“ wird Eher nicht für Leser, die … ❌ Überraschungen, Twists und Konsequenzen erwarten ❌ empfindlich reagieren, wenn Figuren wiederholt naiv agieren müssen, damit die Handlung läuft Mein Zeile zum Buch: „Eine gute Idee im starken historischen Setting – aber erzählt in einer Schleife, die Spannung und Figuren am Ende aufreibt.“

Eine gute Idee im starken historischen Setting – aber erzählt in einer Schleife, die Spannung und Figuren am Ende aufreibt
4

Neue Herausforderungen für Afra und Herwart Nach wie vor herrschen Machtkämpfe unter den Kaufleuten Augsburgs. Doch auch weiterhin steht Jakob Fugger im Mittelpunkt dieser Machtkämpfe. Als vermehrt seine Transporte und seine Boten überfallen werden, wird Fugger misstrauisch und schickt Afra und Herwart auf zur Ursachenerforschung. „Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen“ ist and 2 der Reihe „Historische Abenteuer um Jakob Fugger“ des Augsburger Schriftstellers Peter Dempf. Ich lese Peter Dempfs Romane sehr gerne, da ich die Stadt Augsburg und ihre Geschichte sehr spannend finde. Deswegen finde ich es auch in diesem Roman wieder gelungen, wie er es schafft, seine Leser in das historische Augsburg zu entführen und dabei auch immer mal interessante historische Gegebenheiten einflechtet. Kamen mir Afra und Herwarth im ersten Teil noch etwas distanziert vor, bin ich in diesem Band umso besser mit ihnen klargekommen und mochte ihre Abenteuer und vor allem wie sie sich gegenseitig ergänzen. Auch den Umgang, den sie mit der Familie Fugger verbinden, finde ich sehr interessant dargestellt. Hier spiegelt sich eine Mischung aus auf Augenhöhe und respektierter Distanziertheit wider. Was ich auch in diesem Band wieder etwas anstrengend fand, war die Tatsache, dass die beiden wirklich von einer Bedrohung in die nächste stolpern. Hier hätte ein bisschen weniger der Geschichte sicher keinen Abbruch getan. Abwechslungsreich fand ich die Figur der kleinen Sibylle. Ich gebe zu, dass ich bis zum Schluss ihre Rolle nicht so richtig identifizieren konnte, besonders auf den letzten Seiten war ich etwas verwirrt. Auch Zenos Rolle war wirklich sehr undurchsichtig und hat mich so manches Mal zum Rätseln gebracht. Gerade die Story um ihn ist m.E. noch nicht zu Ende erzählt. Daher könnte ich mir vorstellen, dass es vielleicht noch einen weiteren Band geben kann. Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen und Herwart und Afra bilden ein spannendes Duo, dem nicht langweilig wird. Auf jeden Fall ein interessanter historischer Roman, bei dem manchmal weniger etwas mehr wäre. Wer jedoch historische Romane und die Stadt Augsburg mag, ist hier gut aufgehoben.

3

Ich mag gute historische (Kriminal-) Romane und so habe ich mich sehr auf "Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen" von Peter Dempf gefreut. Der Roman ist der zweite Teil einer Reihe. Es ist sicherlich hilfreich, den ersten Teil gelesen zu haben, aber ich habe auch gut in den zweiten Teil reingefunden, ohne den Vorgängerband gekannt zu haben. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings doch mehr Details zu vorangegangenen Ereignissen gewünscht, statt vager Andeutungen. Der Roman beginnt rasant: Die Ex-Diebin Afra und der Bote Herwart - beide handeln im Auftrag Jakob Fuggers - stoßen in Venedig auf eine Verschwörung. Und schon geht es los mit einer actiongeladenen Geschichte, die ich anfangs angenehm rasant fand. Dempf hat einen angenehmen Schreibstil, der es mir leicht machte, immer weiterzulesen. Auch die historischen Details, die Dempf immer wieder einstreut, sind beeindruckend und haben mich bei der Stange gehalten. Das hat richtig Spaß gemacht. Problematisch waren für mich angesichts der Länge des Romans allerdings die vielen Actionsequenzen - und zwar nicht wegen deren Häufung, sondern wegen des immer gleichen Musters. Dadurch ergab sich eine Vorhersehbarkeit, die ich recht schnell als langweilig empfand. Tatsächlich graute mir irgendwann vor der nächsten vorhersehbaren Actionsequenz. Die Häufung führte dazu, dass die Story an sich unnötig in die Länge gezogen wurde. Der Roman hätte locker 100 Seiten kürzer sein können und hätte dadurch meiner Meinung nach wenig verloren, dafür viel gewonnen. Dass das Ermittlerpaar Afra-Herwart offenbar nicht fähig ist, selbst offensichtlichen Gefahren wenigstens versuchsweise aus dem Weg zu gehen oder gar dazuzulernen und stattdessen permanent von einem Hund namens Fugger gerettet werden muss, hat meinerseits auch nicht gerade zu Begeisterungsausbrüchen geführt. Das Ende kam mir persönlich etwas zu plötzlich - vor allem wenn man bedenkt, dass der Roman vorher meiner Meinung nach künstlich aufgebläht worden ist. Ich empfand es als unbefriedigend. Gut fand ich das Personenregister am Anfang sowie das Glossar am Ende des Romans. Das Nachwort fand ich auch gelungen, weil es noch einmal Realität und Fiktion erläutert. Fazit: Ein alles in allem durchwachsenes Werk, das tolle historische Details bietet, im Verlauf aber viel Faszination einbüßt, weil zu viel der immer gleichen Action geboten wird. Schade.

Create Post