Das Haus der Fugger

Das Haus der Fugger

Softcover
3.717
Historischer RomanFuggereiHistorischer KriminalromanFugger

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Description

Ein Schwur, ein Fluch – und eine Stadt, in der Armut tödlicher sein kann als jede Krankheit. Augsburg 1523: Wer hilft, wird zum Ausgestoßenen. Augsburg im Jahr 1523. Die Straßen brodeln, das Geld regiert – und wer zu tief fällt, landet im Schatten der Fugger. Eva, Zimmerersfrau und Mutter, kämpft verzweifelt um das Leben ihres Mannes Joss. Als sie einen Pakt mit dem verhassten Scharfrichter eingeht, ahnt sie nicht, dass sie damit ihre ganze Familie ins soziale Abseits stößt. Ein Fluch liegt über ihnen, das Gerede in den Gassen wird zu Steinen, die fliegen. Die Zunft verweigert jede Hilfe, die Nachbarn wenden sich ab. Doch als Jakob Fugger, der mächtigste Kaufmann der Stadt, eine Siedlung für die Verarmten errichtet, öffnet sich eine letzte Tür. Hoffnung? Oder nur ein goldener Käfig? Zwischen Pest, Intrigen und den dunklen Seiten der Reformation ringen Eva und Joss um Würde, Liebe – und ums Überleben. Wer ist Freund, wer Feind? In den engen Gassen lauert Verrat, hinter jeder Tür ein neuer Abgrund. Peter Dempf entfaltet ein pralles, atmosphärisch dichtes Bild der Renaissance-Stadt, so packend und lebendig wie bei Iny Lorentz. Wer historische Romane liebt, in denen das Elend der kleinen Leute auf das Machtspiel der Großen trifft, wird diesen Roman nicht mehr aus der Hand legen wollen. Die Fuggerei – ein Ort der Hoffnung, aber auch der Gefahr.

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Historical
Format
Softcover
Pages
496
Price
14.40 €

Author Description

Peter Dempf, 1959 in Augsburg geboren, studierte Germanistik und Geschichte und unterrichtet heute an einem Gymnasium. Der mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnete Autor schreibt neben Romanen und Sachbüchern auch Theaterstücke, Drehbücher, Rundfunkbeiträge und Erzählungen. Bekannt aber wurde er durch seine Historischen Romane, die häufig in Augsburg angesiedelt sind, wo Peter Dempf lebt.

Posts

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Das Haus der Fugger dreht sich um die Gründung der Fuggerei in Augsburg. Eine Siedlung die Jakob Fugger gegründet hat. Aber nichts bleibt ohne Intrigen, so auch nicht die Fuggerei. Im Holzhaus sollen die ehemaligen ausgestoßenen Joss und Eva die Kranken mit Guajak Holz behandeln Diese wirkt aber nicht gegen die Franzosenkrankheit. Gleichzeitig ist das Marx Kollinger der die beiden hasst, weil er ihnen allein die Schuld an seinem Elend gibt. Er bringt Menschen um, um an sein Ziel zukommen. Dann begeht er Verrat und schafft es so einige Zeit Joss und Eva in Verruf zu bringen. Eva gibt aber nicht auf. Als sie die Lügen aufdeckt bringt Marx Tochter ihn und sich um. Am Anfang hatte ich ein paar Schwierigkeiten in die Geschichte rein zukommen, aber nach und nach gelang es mir besser. Ich habe einige Charaktere gehasst und anderen misstraut. Am Ende hat der Tod meiner Meinung nach die richtigen getroffen. Zwischen historisch belegbaren Fakten und Fiktion spielt diese gute Geschichte.

4.5

Solide und spannende Geschichte Anfang des 16. Jhd. Dabei geht es mehr um das Einzelschicksal einer in Not geratenen Familie und weniger um Einblicke in das Leben der Fugger selbst. Dafür schafft es der Autor gut das soziale und auch schwierige Miteinander innerhalb der Armensiedlung, der sogenannten Fuggerei, wiederzugeben, in der sozial benachteiligten und teils von der Gesellschaft ausgestoßenen Menschen ein Dach über dem Kopf ermöglicht wurde. Allerdings wird auch die Kehrseite der Medaille angeschnitten und zwar die wirtschaftliche und auch eigennützige Motivation des Jakob Fuggers eine solche Stiftung zu gründen. Auch spielt der in dieser Zeit aufkeimende Protestantismus in der nur Katholiken vorbehaltenen Siedlung eine Rolle in dieser Handlung.

5

Das war mal wieder ein historischer Roman ganz nach meinem Geschmack. Im Mittelpunkt stehen diesmal nicht Adlige und Kriege, sondern einfache Menschen und die Fuggerei in Augsburg. Die Figuren und die Wohnsituation und der Hintergrund der Fuggerei sind interessant geschildert und ihre Handlungen für mich nachvollziehbar. Mit Personenregister, einigen Begriffserklärungen im Anhang und einem Nachwort, in dem der Autor seine Gedanken zum Thema schildert und einige Entscheidungen, die er in Hinblick auf historisch verbürgte Personen getroffen hat, erklärt, enthält dieses Buch alles, was ich mir von einem historischen Roman wünsche.

5

Guter historischer Roman

Ein sehr gut geschriebener Roman der fiktive Elemente in historische Tatsachen einbettet.

3

Die Anfänge der Augsburger Fuggerei Augsburg im Jahre 1523 - Joss Neher ist Zimmerer und liegt im Sterben als seine Frau Eva keinen anderen Ausweg sieht, als den Scharfrichter hinzuzuziehen. Als Gegenleistung für die Hilfe zur Gesundung ihres Mannes verlangt dieser, dass Eva und Joss ihn in geweihter Erde beerdigen mögen. Das Ehepaar Neher sieht sich diesem Versprechen verpflichtet und kommt der Bitte nach. Doch Eva und Joss’ Handlung bleibt nicht verborgen. Das ist der Beginn einer Serie an Unglücken, die den Beiden und ihren Kindern widerfährt. Ein Hoffnungsschimmer zeigt sich, als sie in die „Fuggerei“ ziehen dürfen, doch dieser ist nicht von Dauer. Das Buchcover und die Anfänge der drei großen Teile sind wunderschön gestaltet. Ebenso finde ich es gut, dass zu Beginn eine Übersicht über die handelnden Personen und ihre Rollen gegeben wird, genauso wie ein Inhaltsverzeichnis. Der Schreibstil von Peter Dempf war nachvollziehbar, allerdings hatte ich so meine Schwierigkeiten mit den Charakteren. Der Autor hob immer wieder die niedrige Stellung der Frauen im 16. Jahrhundert hervor. Dazu passten allerdings für mich nicht die Charaktere der Eva, Els und auch nicht der Sybilla Fugger. Alle drei sind selbstbewusste Frauen, denen immer wieder Gehör geschenkt wird. Bei Sybilla Fugger konnte ich das nachvollziehen, jedoch ist mir Eva für die damalige Zeit manchmal zu selbstbewusst gewesen und wurde es wurde ihr zu viel Beachtung geschenkt. Das an sich ist kein Problem, im Gegenteil, jedoch zweifle ich dies vor dem historischen Kontext des 16. Jahrhunderts schwer an. Auch ihr Mann Joss wirkte mehr, als würde er im Schatten seiner Frau stehen. Das wiederum passt nicht so wirklich zu seiner Stellung. Ich empfand die Geschichte manchmal auch etwas zu langatmig. Die Intrigen des Marx Köllin gingen wirklich sehr weit und waren mir zum Schluss doch etwas zu viel (von der Menge her). Es wirkte für mich sogar mehr wie ein Krimi. Auch war ich gerade zum Ende hin irritiert über die Darstellung des Juden Anton. Els Verdacht wird bis zum Ende nicht wirklich aufgelöst. Dem Leser*in war es ersichtlich, aber der aufgekommene Verdacht wird in der Geschichte nicht aufgelöst, was ich schade finde, da dadurch Klischees bedient werden. Sehr interessant fand ich das vermittelte Wissen über die Fuggerei, das Aufkommen des Protestantismus und auch das Nachwort mit dem Einfluss des Wirkens Jakob Fuggers bis in die heutige Zeit. Alles in allem ein interessanter historischer Roman, ich würde sogar fast sagen, ein Krimi. Vor allem empfehlenswert für alle, die Augsburg und die Fuggerei kennen oder gerne mehr über deren Geschichte erfahren möchten.

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