Hunger

Hunger

Softcover
4.181
Traumatische ErfahrungSchmerzZwangsverhalten"Schwierige Frauen"

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Description

"Lesen! Lesen! Lesen!" Elle - Über Körperideale und Traumata. Der New-York-Times-Bestseller.

Sie schreibt die Geschichte ihres Hungers. Sie schreibt die Geschichte ihres Körpers. Es ist keine Geschichte des Triumphs. Es ist die eines Lebens, das in zwei Hälften geteilt ist. Es gibt das Vorher und das Nachher. Bevor sie zunahm und danach. Bevor sie vergewaltigt wurde und danach. Roxane Gay, eine der brillantesten, klügsten und aufregendsten Autorinnen der USA, erzählt eine Geschichte, die so noch nie geschrieben wurde: schonungslos offen, verstörend ehrlich und entwaffnend zart spricht sie über ihren »wilden und undisziplinierten« Körper, über Schmerz und Angst, über zwanghaftes Verlangen, zerstörende Verleugnung und Scham - »Ich war zerbrochen, und um den Schmerz dieser Zerbrochenheit zu betäuben, aß ich und aß und aß.«

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Memoirs
Format
Softcover
Pages
320
Price
11.40 €

Author Description

Roxane Gay, geboren 1974, ist Autorin, Professorin für Literatur und eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen und literarischen Stimmen ihrer Zeit. Sie schreibt u.a. für die New York Times und den Guardian, sie ist Mitautorin des Marvel-Comics »World of Wakanda«, Vorlage für den hochgelobten Actionfilm »Black Panther« (2018), dem dritterfolgreichsten Film aller Zeiten in den USA. Roxane Gay ist Gewinnerin des PEN Center USA Freedom to Write Award. Sie lebt in Indiana und Los Angeles.

Posts

19
All
5

Ehrlich, klug und voller Empfindsamkeit.

Roxane Gay spricht über ihr Dasein als fette Frau. Sie spricht darüber, warum sie ihren Körper zu einem Schutzschild umfunktioniert hat und warum genau diese Gründe in der Außenbetrachtung von anderen nicht berücksichtig werden. Vorurteile werden aufgebrochen und eine feministische Lektüre des Lebens dargelegt. Ein kraftvolles Buch voller persönlicher Erfahrungen und der politischen Schlagkraft, die der Feminismus noch immer benötigt. Bis wir eine feministische Welt haben. Bis wir eine Welt haben, die keine Menschen ausgrenzt. Nicht wegen der Hautfarbe, der Kultur oder der körperlichen Form. Kampf den Körpernormen, nicht den Körperformen.

3

Grandioser Start, wichtiges Thema, zu viele Wiederholungen für meinen Geschmack

5

Roxane Gay beschreibt in diesem Buch die Geschichte von ihrem Leben und von ihrem Körper. Sie beschreibt in was für einem Auf und Ab sie gelebt hat und wie es dazu kam, dass sie einiges an Gewicht zugenommen hat. Roxane Gay erzählt von einem grausamen Schicksalsschlag in ihrem Leben, der dafür sorgt, dass sie Hunger bekam. Hunger, damit sie diesen Schmerz füllen kann. Sie beschreibt, wie sie mit dieser Krankheit lebt und das sie endlich dagegen ankämpfen möchte. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich selber unter Binge-Eating leide, was dafür sorgt, dass ich ebenfalls Hunger habe. Ich habe ständig Hunger danach, dass Loch in meinem Leben zu füllen. Und ich glaube, so geht es Roxane Gay auch. Ich wollte mich gerne mit diesem Thema ein wenig näher auseinandersetzen und ich fand, dass dieses Buch genau das richtige dafür ist. Also auch für alle anderen. Mit 12 Jahren wird Roxane Gay vergewaltigt, von einem Jungen, den sie geliebt hat. Dieser hat sie nur ausgenutzt, damit er sich an ihr vergehen kann. Das sorgt dafür, dass sie sich ein Gewicht von 261 Kilo angefuttert hat. In diesem Buch gibt es glaube ich keine Trigger Warnung, von daher würde ich gerne eine aussprechen. Es handelt sich hierbei um sexuelle Gewalt und Essstörungen. All das sind Themen, die bei einem negative Erinnerungen hervorrufen können. Also achtet beim Lesen auf euch. Dieses Buch ist wirklich keine leichte Kost. Diese Biografie beschreibt davon wie es ist, sich in einem Körper zu befinden, der einen schützen soll. Ein Körper, der für sie ein eigenes Gefängnis wird. Die Autorin beschreibt jede wirklich noch so kleine Kleinigkeit, damit wir als Leser*innen ihre Geschichte verstehen. Und ich will wirklich nicht zu viel verraten, aber diese Geschichte hat mich total mitgenommen. Sie hat mich berührt und dafür gesorgt, dass ich sehr viel Wut auf die Menschheit hatte. Ich glaube auch, dass nicht nur ich diesen Kampf mit dem Körper kenne. Jeder hat bestimmt irgendwas an seinem Körper, dass er nicht in Ordnung findet. Und ich glaube, dass man daher genau deshalb Roxane Gay sehr gut verstehen kann. In den Medien sehen wir überall diese ,,perfekten Körper und ich könnte ehrlich gesagt kotzen, wenn ich so was sehe. Warum vermittelt man Menschen so etwas? Warum vermittelt man den Menschen, dass sie unbedingt ,,perfekt‘‘ sein müssen? Der Schreibstil von Roxane Gay war für mich neu, da ich bis dahin noch gar kein Buch von ihr gelesen hatte. Jedoch hat sie es geschafft mich mit diesem Buch sofort in ihren Bann zu ziehen. Sie beschreibt schonungslos ehrlich, wie ihr Leben verlaufen ist. Außerdem schreibt sie flüssig und fesselnd, weshalb man gut durch das Buch kommt. Die Themen sind wirklich hart, aber genau deshalb, ist man so an das Buch gefesselt. Auch der Lesefluss wird hierbei in keiner Weise gestört. ,,Hunger ist eine Geschichte, die ich euch unbedingt empfehlen kann. Am Ende des Buches war ich total schockiert, berührt und irgendwie auch durcheinander. Ich war wütend, traurig, entsetzt und habe eine richtige Achterbahnfahrt der Gefühle durchlebt. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sich all das für die Autorin angefühlt haben muss. Ich bin so unglaublich glücklich darüber, dass sie es trotzdem geschafft hat, sich ein Leben aufzubauen und eine Familie zu gründen, die sie unterstützt.

4

“As a woman, as a fat woman, I am not supposed to take up space. And yet, as a feminist, I am encouraged to believe I can take up space. I live in a contradictory space where I should try to take up space but not too much of it, and not in the wrong way, where the wrong way is any way where my body is concerned.”

5

One of the best books I‘ve read in a really, really long time. Wow. It‘s brutally honest, real, and still do beautiful. I just live Roxane Gay‘s writing…already thinking about which one to buy next.

3.5

Definitiv ein ehrliches Werk.

Ich empfinde es auf jeden Fall als lesenswertes und sehr ehrliches Buch. Es werden harte Themen wie sexuelle Gewalt, Esstörung, Selbsthass etc. und auch die wirklich lebenslangen Auswirkungen von Traumata beschreiben. Ich denke das sollte man vielleicht vorher wissen und die Autorin macht dies meiner Meinung nach sehr eindrücklich, was das Lesen oft auch schmerzhaft gemacht hat. Zumal ich den Eindruck hatte, dass vor allem Hilfe von außen egal ob professionelle oder anderweitig lange Zeit überhaupt keine Option für die Autorin war bzw. vielleicht noch immer ist aufgrund ihrer erfahrenen Traumata. Dieser Aspekt machte mich beim Lesen immer wieder traurig. Im Mittelteil kommt das Thema body positivity vermehrt zum Tragen. Hier konnte ich der Autorin nicht immer vorbehaltlos zustimmen. Jedoch konnte man aufgrund ihrer Argumentation verstehen woher Ihr Standpunkt kommen mag. Im Internet hab ich immer wieder als Kritik gelesen, es gäbe zu viele Wiederholungen im Buch. Es gibt Wiederholungen, das stimmt. Jedoch haben diese für mich eher die Spirale aus Schuld, Scham, Hilflosigkeit und Zwiespältigkeit widergespiegelt, in der sich die Autorin ihr Leben lang befand. Daher hab ich das nicht unbedingt als kritikwürdig empfunden. Ich würde 3,5 Sterne vergeben.

5

Wundervolles Buch. Zugegeben am Anfang hat es mich direkt sehr mitgenommen. Ich wusste nicht, dass es um sexuelle Gewalt gehen wird. Für den Teil hätte ich gerne eine Triggerwarnung gehabt. Aber wahrscheinlich hätte ich dann dieses großartige Buch nie gelesen. Ich habe selbst die meiste Zeit meines Lebens mit Essstörungen gekämpft. Ich kann so viele Gefühle so gut nachvollziehen. Aber für mich war dieses Buch so heilsam. Zum einen hat es mir vor Augen geführt, was für ein Glück ich habe und zum anderen hat es mich in vielen Dingen zum nachdenken angeregt. Ich glaube dass dieses Buch ein wichtiger Schritt für mich war um Freundschaft mit meinem Körper zu schließen. Ich mag den Schreibstil sehr. Ich liebe es auch, dass die meisten Kapitel sehr kurz sind. Fazit: Ich denke es hatte einen Grund, warum ich dieses Buch gewählt habe und gelesen habe. Ich fand es großartig. Ehrlich, direkt und ungeschönt. Aber auch emotional, emphatisch und echt.

5

„Hier bin ich, die ich mich endlich selbst befreie, um verletzlich und schrecklich menschlich zu sein.“ – Roxane Gay – Diese Verletzbarkeit, Offenheit auszuhalten ist zum Teil schwer, erschütternd.

5

Eine wahre Geschichte über die Beziehung zum Essen, aus der Sicht der Autorin.

Dieses Buch beinhaltet eine wahre Geschichte und ist wirklich sehr sehr gut geschrieben. Ich bin nur durch die Seiten geflogen und kann wirklich nachvollziehen, warum Roxane so gehandelt hat. Und vor allem was dazugehört hatte. Danke für deinem Mut! Ist eine sehr gut geschriebene autobiographische Erzählungen.

5

Hat mir total entsprochen

Die Biografie von Roxane Gay hat mich total gefesselt und berührt! Was die Autorin in ihren jungen Jahen schon alles erleben musste, finde ich wirklich schlimm... und trotzdem wurde sie zu einer unabhängigen und selbstbewusst wirkenden Frau. Ihr Schreibstil war locker, obwohl das beim Thema gar nicht so war. Eine sehr berührende und gleichzeitig mutmachende Geschichte!! Kann ich wirklich allen empfehlen, ob selbst von einer ES betroffen oder nicht.

3

Wer kennt es nicht, man schaut in den Spiegel und fühlt sich nicht wohl und wäre lieber jemand anderes? Wie dürfte die Geschichte dann aussehnen wenn man über 250 Kilo wiegt? In diesem Buch geht es um die Lebensgeschichte von Roxane Gay, davon das ihre Welt nach der Vergewaltigung nicht mehr die selbe war und grausam prägenden Jahre danach. Ich muss sagen die ersten 150 Seiten haben mir wirklich sehr gut gefallen (wenn man das überhaupt bei so einer tragischen Geschichte sagen kann), ich musste einfach wissen wie und ob sie ihr Leben in den Griff bekommt. Alleine wenn man nachdenkt das die Autorin von ihren 250 Kilo los geworden ist, wie sie versucht einen besseren Umgangston mit dickeren Menschen zu erlangen,ist eine beeindruckende Sache. Aber nun kommen die "Leider's". Leider hat sich die Geschichte für mich etwas im Kreis gedreht, mir ist bewusst, dass wenn einem so etwas Schreckliches in Jungen Alter passiert, dass man dies nicht vergessen kann und trotzdem finde ich hätte Roxane anders weitermachen sollen (vor allem sich öffnen). Mich hat es jedoch gestört, das sie versucht hat ihren ungesunden Körper immer zu verharmlosen (auch wenn sie sich im gleichen Satz runter gemacht hat), denn ich finde wenn man so krankhaft dick ist, muss man leider akzeptieren, dass man nicht immer positive Erfahrungen machen wird. Definitiv stehe ich hinter Body Positivity ,aber leider endet das für mich bei 250 Kilo, denn das ist nicht ein Gewicht was man verharmlosen sollte, aber wie dem auch sei.. Dazu kam das sie viele Soziale Probleme viel zu dramatisch dargestellt hat (schwarze Frauen im 21 Jahundert oder das nur Frauen schön sind die Size 0 haben, schon einmal von Curvy Models gehört?) Letztendlich war es für mich ein spannendes Buch welches leider ab der Hälfte nur noch eine Tortur für mich war, deshalb nur 3 Sterne. Dazu möchte ich sagen, das ich der Autrin alles Glück der Welt wünsche und das sie hoffentlich mit ihrer Vergangenheit abschließen kann.

4

Es fällt mir schwer für dieses Buch Worte zu finden. Zum einen, weil es einfach so wahnsinnig viel sagt, zum anderen weil ich Angst habe etwas falsches zu schreiben und auch weil es mich persönlich sehr aufgewühlt hat. In „Hunger“ beschreibt die Autorin Roxane Gay die Geschichte ihres Körpers. Sie erzählt von einem davor und einem danach. Sie spricht über Körperwahrnehmung, BodyShaming, ihren Hunger auf Leben, die Hintergründe ihrer Gewichtszunahme, den ständigen Kampf mit sich selbst, Vorurteile, gesundheitliche Aspekte, Selbsthass und Verurteilung. Bis zum Alter von 12 Jahren war sie ein eher zierliches Mädchen. Aufgewachsen in einer Familie, in der viel Wert auf eine schlanke Erscheinung gelegt wird, avanciert sie schnell zum „Problemfall“, als sie beginnt zuzunehmen. In eben diesem Alter wird sie von mehreren Jungen vergewaltigt, gibt sich selbst die Schuld dafür und fängt an große Mengen Nahrung zu sich zu nehmen. Zum einen da Essen ihr Trost spendet, zum anderen um sich zu schützen. Sie will aus ihrem Körper eine Festung machen, sich selbst so verwandeln, wie sie denkt, dass sie so für Männer nicht mehr attraktiv ist, dass ihr niemand mehr weh tun kann. Aus anfänglich „ein paar Kilo zuviel“, wird später hohes Übergewicht, was sie in den nächsten Teufelskreis zieht. Sie lässt sich von ihren Beziehungspersonen schlecht behandeln, nimmt alles hin, weil sie der Überzeugung ist, dass sie es nicht anders verdient hat und jemand einen Menschen mit ihrem Körper nicht lieben kann. Sie ist so voller Zweifel und Hass, dass sie sich selbst nicht zugestehen kann, dass ihr auch gutes widerfahren darf. Durch diverse Diäten nimmt sie regelmäßig ab, fühlt sich aber schnell ungeschützt und nimmt daraufhin genauso schnell wieder zu. Erst viel später beginnt sie einen wohlwollenderen Blick auf sich selbst zu entwickeln und auch zu verstehen, dass das, was ihr passiert ist, nicht ihre Schuld war. Roxane Gay schreibt offen und ehrlich darüber vor was für Herausforderungen man steht, wenn man in unserer Gesellschaft nicht normschlank ist und um wie viel es nochmal schwerer wird, wenn man starkes Übergewicht hat. Die Klarheit hat mich stark beeindruckt und auch, dass sie schreibt, dass es vollkommen ok ist, wenn man mit seinem Körper unzufrieden ist. Ebenso geht sie auf gesellschaftliche Aspekte ein, auf Sozialisierung und darauf, was Medien für einen Einfluss auf die Prägung der Wahrnehmung von weiblichen Körpern haben. Wir leben in einer Gesellschaft in der normschlank als normal gilt und Menschen die diesem „Ideal“ nicht entsprechen, ausgegrenzt werden. Wenn nicht offensichtlich und vorsätzlich, dann doch unterschwellig, da sie einfach nicht mitgedacht werden. Dies fängt bspw. schon in der Bestuhlung von Restaurants an und zieht sich wie ein roter Faden, wenn man einmal seinen Fokus darauf richtet. Es werden auch noch viele andere Themen, wie bspw. die Sprache und die negative Belegung von Worten betrachtet, aber es würde hier einfach den Rahmen sprengen, wenn ich darauf noch eingehen würde. Als Resümee kann ich nur sagen: es ist ein interessantes, komplexes Thema und auch wenn man meinen sollte, dass das eigene Gewicht eine sehr persönliche Sache ist, so gibt es doch immer wieder Menschen, die meinen, dass es ok ist zu bewerten, zu verurteilen und zu beleidigen. Diesen würde ich dieses Buch ganz besonders ans Herz legen. Allen anderen natürlich auch, denn es ist einfach gut.

4

Normalerweise spielt der Körper von Autor*innen in Autobiografien keine große Rolle. Doch die amerikanische Autorin und Collegeprofessorin Roxane Gay hatte zum Zeitpunkt des Erscheinens einen BMI von mehr als 50 und galt somit als „super morbidly obese“, extrem krankhaft fettleibig. Ein normales Leben ist für sie damit schwierig. Zunächst schildert Gay, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Vor ihrem 12. Lebensjahr hatte die junge Roxane nämlich keine Gewichtsprobleme. Das 12. Lebensjahr war eine Zäsur für sie, denn in diesem Alter wurde sie von einem Jungen, den sie für ihren Freund hielt, und mehreren von dessen Freunden in einer Waldhütte vergewaltigt. Die Schuld suchte sie bei sich selbst, sie schämte sich und erzählte es niemandem. Aber die Jungen taten es – und das zerstörte nicht deren Ruf an der Schule sondern den von Roxane. Roxane begann, ihren Körper in einen Schutzwall zu verwandeln, sich unattraktiv für Männer zu machen. Sie begann, Unmengen zu essen. Gays Schilderungen ihres Schicksals sind schonungslos ehrlich. Und ihre weitere Entwicklung absolut nachvollziehbar. Ich will sie an dieser Stelle nicht nacherzählen, schließlich sollt ihr das Buch ja selber lesen. Sie erzählt von ihrem Werdegang, den Versuchen ihrer Familie, sie zum Abnehmen zu bewegen, den Widrigkeiten, denen man mit einem fettleibigen Körper ausgesetzt ist. Ich will auf eine häufige Kritik an dem Buch eingehen. Wenn man auf Goodreads mal in die 1- und 2-Sterne-Rezensionen hineinschaut, liest man häufig, Teile des Buches seien ein einziger Rant, eine Tirade von Beschwerden, dass die Gesellschaft ihr mit allem das Leben so schwer mache, wie mit Stühlen mit Armlehnen, unzureichenden Bauchgurten für Flugzeuge etc. So habe ich das nicht empfunden. Dass Hörbuch ist hierbei natürlich hilfreich, denn schon Gays Tonfall zeigt, dass es ihr nicht darum geht. Ja, sie zählt viele Dinge auf, die ihr kaum oder gar nicht möglich sind, aber für mein Dafürhalten will sie damit eher erklären, wie es Fettleibigen wie ihr geht, wie beschwerlich vieles für sie ist, wie demütigend, und dass der Leidensdruck daher sehr hoch ist. Bemühungen von außen, Hinweise auf ihre Gesundheit, sind unnötig und schaden nur, sogenanntes „Fat-Shaming“ natürlich erst recht. Fettleibige Menschen wissen selbst, wie ungesund ihr Zustand ist. Ich kann daher auch gut verstehen, warum sie auf radikale Operationen wie der Herstellung eines Schlauchmagens setzen, etwas, das Roxane Gay wohl inzwischen selbst hat vornehmen lassen. Ich halte das Buch nicht für einen Katalog an Beschwerden und Vorwürfen an eine von Schlankheit besessene Gesellschaft. Es geht darum, Verständnis zu erzeugen, zu erklären und auf die Ursachen, die Fettleibigkeit haben kann, hinzuweisen.

5

Unique and vulnerable

Unlike anything I have read before, including the description and connection of various difficult and tabooed topics. At times hard to read, but absolutely captivatingly written and a definite recommendation

4

One will never fully understand what other people go through, what they think and how they feel. It's so easy to just judge based on what you see. This book if nothing else will hopefully make one more empathetic for other people's struggles.

5

I was unaware. I was unaware of the struggles of other people. I read the book because I am struggling with my body and the judgement of others. But this is different and it changed me. I wish more people can read this. I am speechless. I hope it helps me to judge less, others and myself. I hope it makes the world a bit more compassionate. Read it. Please.

0

Idk if it's okay for me personally to rate this book, but it broke me and healed a lil bit of me at the same time

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