Von Geistern und Schatten
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Description
Voll emotionaler Wucht und in feinfühliger Sprache ergründen diese Stories die Komplexität haitianischer Identität. Sie erzählen von Erschütterndem und Schönem, von Humor und Härte, von Illusion und Realität.
Ein Ehepaar, das mit dem Schiff in die USA entkommen will, bereitet sich darauf vor, Haiti für immer zu verlassen. Eine junge Frau umgarnt mithilfe eines Voodoo-Liebestranks einen Klassenkameraden aus Kindertagen. Eine Mutter nimmt einen Soldaten als Untermieter in ihrem Haus und in ihrem Bett auf. Und eine Frau wird auf der Flucht vor einem schrecklichen Massaker schwanger mit einer Tochter, die ihr Leben lang den Geruch von Blut in der Nase tragen soll.
»Mein Wissen über meine Familiengeschichte ist lückenhaft. Wir sind die Hüterinnen von Geheimnissen. Wir sind selbst ein Geheimnis.«
Book Information
Author Description
Roxane Gay, geboren 1974, ist Autorin, Professorin für Literatur und eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen und literarischen Stimmen ihrer Zeit. Sie schreibt u.a. für die New York Times und den Guardian, sie ist Mitautorin des Marvel-Comics »World of Wakanda«, Vorlage für den hochgelobten Actionfilm »Black Panther« (2018), dem dritterfolgreichsten Film aller Zeiten in den USA. Roxane Gay ist Gewinnerin des PEN Center USA Freedom to Write Award. Sie lebt in Indiana und Los Angeles.
Posts
Tief aus der haitianischen Seele
Witzig und radikal ehrlich schreibt Roxane Gay, so steht auf dem Cover, aber tatsächlich war mir während des Lesens ihrer Kurzgeschichten ganz oft zum Weinen zumute. Es geht um Menschen, die ihre Heimat zurück lassen müssen, weil es dort nicht lebenswert ist, um Probleme in einem neuen Land, dass aber keine Heimat ist, Zerrissenheit, Rassismus, Vorurteile. Immer im Kontext zu Haiti. Und so leicht wie der Erzählstil der Autorin wirkt, so schwer tragen dann im Kontrast ihre Geschichten.
Ich mag die Bücher von Roxane Gay sehr. „Bad Feminist“ und „Hunger“ konnten mich begeistern und auch „Von Geistern und Schatten“ steht dem in Nichts nach. Es handelt sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten rund um haitianische Identität und Lebensweise. Gay schreibt vom Gehen und Bleiben, von Kultur und Bräuchen, von Ausbeutung, Rassismus und Gewalt. Sämtliche Handelnde stehen irgendwie vor großen Fragen, sind auf sich gestellt. Aber auch das Schöne kommt nicht zu kurz. Liebe und Freundschaft, Solidarität und Familie finden ebenso einen Platz in den Erzählungen. Eine klare, teils harte Sprache wohnt Roxane Gays Büchern inne, auch hier bleibt sie ihrem Stil treu und genau das mag ich so an ihr. Es muss nichts schön geredet werden, denn manchmal ist es das einfach nicht, es muss kein HappyEnd geben, da das Leben zeitweise andere Pläne hat… Definitiv eine Leseempfehlung.
Sehr gelungen
"Anscheinend hat die Freiheit ihren Preis. Wir definieren uns über das, was wir nicht sind und nicht haben." Roxane Gay schafft mit ihrer Kurzgeschichtensammlung das Porträt eines ganzen Landes: Haiti. Dabei fügen sich die Geschichten (obwohl einzeln veröffentlicht) zu einem großen Ganzen zusammen. Im Mittelpunkt steht die Sehnsucht nach einem besseren Leben, aber auch der Wunsch nach „der“ Heimat, die Anfeindungen der Priveligierten, der Hass, die Liebe und alles dazwischen. Trotz der Kurzgeschichten kann man sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen, sie sind so zugänglich, dass man den Schmerz und die Hoffnung selbst fühlen kann. Daher ist es auch kein Wunder, dass ich dieses Buch an einem einzigen Nachmittag beendet habe, da es mich so fesselte. Die Autorin hat meiner Meinung nach einen „extremen“ Einblick in die Lebenswelt der Haitianer:innen geschaffen, der so schnell nicht mehr aus dem Kopf geht. Zugegeben, es ist kein einfaches Buch, aber das soll es auch nicht sein. Es ist realitätsnah, echt und erreicht vor allem eines: es regt zum nachdenken an.
“Von Geistern und Schatten” von Roxane Gay handelt von einzelnen Storys über haitianische Menschen, die ein besseres Leben außerhalb der Heimat suchen, diese Heimat verlassen wollen oder haben. Und Menschen die in ihrer Heimat ausharren und versuchen dort zu überleben. Die Autorin erzählt erschütternde und berührende Kurzgeschichten über mit einer Wucht, die mich als Leser:in umwirft, mitreißt und voller Mitgefühl innehalten lässt. Die Erzählungen wurden bereits in verschiedenen Zeitschriften abgedruckt und nun in diesem Buch zusammengeführt. Roxane Gay hat ein unglaubliches Talent, mit wenigen Worten ein wahres Inferno der Emotionen auszulösen. Ihre klaren, ehrlichen und harten Worte, gemixt mit Humor und Tiefsinn ziehen den Leser:in in jede Kurzgeschichte. Es hallt nach und doch wird man magisch von der nächsten Story angezogen. Radikal und ehrlich wird von einer Identität in Haiti erzählt, die hart kämpft und doch keinen Dreck isst, wie oft in der restlichen Welt angenommen wird. Dem Leser werden die Schicksale verschiedenerer Haitianer, deren Liebe und/oder Hass zur Heimat, die Angst im eigenen Land, die Armut und die politische Lage aufgezeigt. Aber auch deren Lebendigkeit, Hoffnung und Liebe wird bildlich beschrieben. In einem Land voller Elend, welches Haitianer, die auswanderten nicht mehr betreten möchten, bleiben andere Menschen und kämpfen für ihre Heimat. Träumen von einer Zukunft, die kaum erreichbar scheint und finden das Glück auch trotz der Situation in ihrem Land. Die Thematik dieser Erzählungen und die aktuelle Situation in Haiti sollen und müssen gehört werden. Roxane Gay gibt den Menschen eine Stimme und rüttelt den Rest der Welt mit ihren starken Texten und Inhalten auf. Ein literarisches Meisterwerk und eine absolute Empfehlung für diese unglaublich talentierte Autorin.
Wenn ihr mal wieder richtig gute Kurzgeschichten lesen wollt: Here you are! Roxane Gay hat mit diesem Buch eine Sammlung geschrieben, in der keine Geschichte der anderen gleicht. Zum einen unterscheiden sie sich stark in der Länge: eine Seite bis 50 Seiten. Auch inhaltlich werden sehr viele unterschiedliche Themen abgehandelt, jedoch ist der Kern bei allen gleich: Haiti! Aus unterschiedlichen Perspektiven heraus wird entweder das Aufwachsen in, das Auswandern aus oder das Zurückfinden nach Haiti thematisiert. Manchmal aus der Sicht sehr armer Erzähler*innen, die keine Perspektiven in Haiti sehen und davon träumen, durch illegale Migration in die USA oder durch Gewalttaten an ein besseres Leben zu kommen. Manchmal aus der Sicht von reichen Expats mit unterschiedlichen Beziehungen zu ihrem Heimatland. Zur USA zeigen die Geschichten ein sehr ambivalentes Verhältnis: als verheißungsvoller Zukunftsort, aber auch als Herkunft einiger sich schlecht benehmender Tourist*innen. In einigen Geschichten geht es um Sexualität: einvernehmliche, queere Sexualität, allerdings auch um sexualisierte Gewalt. Für mich war das das erste Buch von Roxane Gay, und es hat mir große Lust gemacht, mehr von ihr zu lesen. Große Empfehlung für 'Von Geistern und Schatten'! Übersetzt von Eva Bonné. CN: Ras$ismus, s3xuelle Belästigung, Verg3waltigung, G3walt, Entführung, Geburtstrauma, Kr1eg, Gen0zid, Tierm0rd, Hom0feindlichkeit
Erschütternde Kurzgeschichten aus dem Herzen Haitis
**** Worum geht es? **** Es handelt sich hierbei um eine Kurzgeschichtensammmlung der Autorin, die zu unterschiedlichen Zeiten in Zeitschriften abgedruckt wurden. Mithilfe der Zusammenführung bekommen die Erzählungen einen gemeinsamen klang und erzählen von Menschen mit haitianischen Wurzeln. **** Mein Eindruck **** Die einzelnen Geschichten zeigen eine hohe Varianz auf. Manche sind sehr kurz und teilen die Botschaft direkt mit und andere länger und die Bedeutung transportiert sich über die Beschreibungen. Ich habe mich durch diesen Wechsel der Thematik besonders nah fühlen können. Der Schmerz, die Hoffnung und auch das Gefühl von Identität fand ich in jeder Zeile wieder. Starke Texte und ein besonderer Schreibstil transportieren das Menschsein in dem wohl ärmste Land der nördlichen Hemisphäre. Aufgrund der Brisanz und Relevanz der Thematik hätte ich mir einige Texte weniger verschachtelt, die Botschaft klarer ausgesprochen und die Bedürfnisse und Wünsche weniger metaphorisch transportiert gewünscht. Auch wenn diese Wahl natürlich vollkommen nachvollziehbar und anregend ist, hatte ich Probleme damit den direkten Kontext immer zu erfassen, was nicht nur zu Lasten des Verständnis, sondern auch des Mitempfindens ging. Nichtsdestotrotz handelt es sich hierbei um starke Kurzgeschichten, die unter Einbezug eines roten Fadens zusammengeführt wurden. **** Empfehlung? **** Die Kurzgeschichten geben einer Minderheit eine relevante und laute Stimme, die gehört werden sollte. Haitis Geschichte und aktuelle Situation ist viel zu vielen Menschen unbekannt. Literatur kann die Welt verändern, deshalb lest und tragt die Worte raus in die Welt. Von Erzählungen mit tiefgängiger Bedeutung kann es nie genug geben.
Mein erstes Buch von Roxane Gay, eine Sammlung von 15 Kurzgeschichten, die alle auf unterschiedliche Weise mit der haitianischen Diaspora verbunden sind. Die Geschichten sind eindringlich, sie berühren und bleiben hängen. Ich habe das Buch wahrscheinlich etwas zu schnell gelesen (an einem einzigen Tag). Rückblickend hätte ich mir mehr Zeit lassen sollen, um jede einzelne Geschichte richtig wirken zu lassen. So war ich leider oft schon mitten in der nächsten Erzählung, bevor ich die vorherige ganz verarbeiten konnte. Meine Empfehlung deshalb: lesen, aber langsam. :)
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Voll emotionaler Wucht und in feinfühliger Sprache ergründen diese Stories die Komplexität haitianischer Identität. Sie erzählen von Erschütterndem und Schönem, von Humor und Härte, von Illusion und Realität.
Ein Ehepaar, das mit dem Schiff in die USA entkommen will, bereitet sich darauf vor, Haiti für immer zu verlassen. Eine junge Frau umgarnt mithilfe eines Voodoo-Liebestranks einen Klassenkameraden aus Kindertagen. Eine Mutter nimmt einen Soldaten als Untermieter in ihrem Haus und in ihrem Bett auf. Und eine Frau wird auf der Flucht vor einem schrecklichen Massaker schwanger mit einer Tochter, die ihr Leben lang den Geruch von Blut in der Nase tragen soll.
»Mein Wissen über meine Familiengeschichte ist lückenhaft. Wir sind die Hüterinnen von Geheimnissen. Wir sind selbst ein Geheimnis.«
Book Information
Author Description
Roxane Gay, geboren 1974, ist Autorin, Professorin für Literatur und eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen und literarischen Stimmen ihrer Zeit. Sie schreibt u.a. für die New York Times und den Guardian, sie ist Mitautorin des Marvel-Comics »World of Wakanda«, Vorlage für den hochgelobten Actionfilm »Black Panther« (2018), dem dritterfolgreichsten Film aller Zeiten in den USA. Roxane Gay ist Gewinnerin des PEN Center USA Freedom to Write Award. Sie lebt in Indiana und Los Angeles.
Posts
Tief aus der haitianischen Seele
Witzig und radikal ehrlich schreibt Roxane Gay, so steht auf dem Cover, aber tatsächlich war mir während des Lesens ihrer Kurzgeschichten ganz oft zum Weinen zumute. Es geht um Menschen, die ihre Heimat zurück lassen müssen, weil es dort nicht lebenswert ist, um Probleme in einem neuen Land, dass aber keine Heimat ist, Zerrissenheit, Rassismus, Vorurteile. Immer im Kontext zu Haiti. Und so leicht wie der Erzählstil der Autorin wirkt, so schwer tragen dann im Kontrast ihre Geschichten.
Ich mag die Bücher von Roxane Gay sehr. „Bad Feminist“ und „Hunger“ konnten mich begeistern und auch „Von Geistern und Schatten“ steht dem in Nichts nach. Es handelt sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten rund um haitianische Identität und Lebensweise. Gay schreibt vom Gehen und Bleiben, von Kultur und Bräuchen, von Ausbeutung, Rassismus und Gewalt. Sämtliche Handelnde stehen irgendwie vor großen Fragen, sind auf sich gestellt. Aber auch das Schöne kommt nicht zu kurz. Liebe und Freundschaft, Solidarität und Familie finden ebenso einen Platz in den Erzählungen. Eine klare, teils harte Sprache wohnt Roxane Gays Büchern inne, auch hier bleibt sie ihrem Stil treu und genau das mag ich so an ihr. Es muss nichts schön geredet werden, denn manchmal ist es das einfach nicht, es muss kein HappyEnd geben, da das Leben zeitweise andere Pläne hat… Definitiv eine Leseempfehlung.
Sehr gelungen
"Anscheinend hat die Freiheit ihren Preis. Wir definieren uns über das, was wir nicht sind und nicht haben." Roxane Gay schafft mit ihrer Kurzgeschichtensammlung das Porträt eines ganzen Landes: Haiti. Dabei fügen sich die Geschichten (obwohl einzeln veröffentlicht) zu einem großen Ganzen zusammen. Im Mittelpunkt steht die Sehnsucht nach einem besseren Leben, aber auch der Wunsch nach „der“ Heimat, die Anfeindungen der Priveligierten, der Hass, die Liebe und alles dazwischen. Trotz der Kurzgeschichten kann man sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen, sie sind so zugänglich, dass man den Schmerz und die Hoffnung selbst fühlen kann. Daher ist es auch kein Wunder, dass ich dieses Buch an einem einzigen Nachmittag beendet habe, da es mich so fesselte. Die Autorin hat meiner Meinung nach einen „extremen“ Einblick in die Lebenswelt der Haitianer:innen geschaffen, der so schnell nicht mehr aus dem Kopf geht. Zugegeben, es ist kein einfaches Buch, aber das soll es auch nicht sein. Es ist realitätsnah, echt und erreicht vor allem eines: es regt zum nachdenken an.
“Von Geistern und Schatten” von Roxane Gay handelt von einzelnen Storys über haitianische Menschen, die ein besseres Leben außerhalb der Heimat suchen, diese Heimat verlassen wollen oder haben. Und Menschen die in ihrer Heimat ausharren und versuchen dort zu überleben. Die Autorin erzählt erschütternde und berührende Kurzgeschichten über mit einer Wucht, die mich als Leser:in umwirft, mitreißt und voller Mitgefühl innehalten lässt. Die Erzählungen wurden bereits in verschiedenen Zeitschriften abgedruckt und nun in diesem Buch zusammengeführt. Roxane Gay hat ein unglaubliches Talent, mit wenigen Worten ein wahres Inferno der Emotionen auszulösen. Ihre klaren, ehrlichen und harten Worte, gemixt mit Humor und Tiefsinn ziehen den Leser:in in jede Kurzgeschichte. Es hallt nach und doch wird man magisch von der nächsten Story angezogen. Radikal und ehrlich wird von einer Identität in Haiti erzählt, die hart kämpft und doch keinen Dreck isst, wie oft in der restlichen Welt angenommen wird. Dem Leser werden die Schicksale verschiedenerer Haitianer, deren Liebe und/oder Hass zur Heimat, die Angst im eigenen Land, die Armut und die politische Lage aufgezeigt. Aber auch deren Lebendigkeit, Hoffnung und Liebe wird bildlich beschrieben. In einem Land voller Elend, welches Haitianer, die auswanderten nicht mehr betreten möchten, bleiben andere Menschen und kämpfen für ihre Heimat. Träumen von einer Zukunft, die kaum erreichbar scheint und finden das Glück auch trotz der Situation in ihrem Land. Die Thematik dieser Erzählungen und die aktuelle Situation in Haiti sollen und müssen gehört werden. Roxane Gay gibt den Menschen eine Stimme und rüttelt den Rest der Welt mit ihren starken Texten und Inhalten auf. Ein literarisches Meisterwerk und eine absolute Empfehlung für diese unglaublich talentierte Autorin.
Wenn ihr mal wieder richtig gute Kurzgeschichten lesen wollt: Here you are! Roxane Gay hat mit diesem Buch eine Sammlung geschrieben, in der keine Geschichte der anderen gleicht. Zum einen unterscheiden sie sich stark in der Länge: eine Seite bis 50 Seiten. Auch inhaltlich werden sehr viele unterschiedliche Themen abgehandelt, jedoch ist der Kern bei allen gleich: Haiti! Aus unterschiedlichen Perspektiven heraus wird entweder das Aufwachsen in, das Auswandern aus oder das Zurückfinden nach Haiti thematisiert. Manchmal aus der Sicht sehr armer Erzähler*innen, die keine Perspektiven in Haiti sehen und davon träumen, durch illegale Migration in die USA oder durch Gewalttaten an ein besseres Leben zu kommen. Manchmal aus der Sicht von reichen Expats mit unterschiedlichen Beziehungen zu ihrem Heimatland. Zur USA zeigen die Geschichten ein sehr ambivalentes Verhältnis: als verheißungsvoller Zukunftsort, aber auch als Herkunft einiger sich schlecht benehmender Tourist*innen. In einigen Geschichten geht es um Sexualität: einvernehmliche, queere Sexualität, allerdings auch um sexualisierte Gewalt. Für mich war das das erste Buch von Roxane Gay, und es hat mir große Lust gemacht, mehr von ihr zu lesen. Große Empfehlung für 'Von Geistern und Schatten'! Übersetzt von Eva Bonné. CN: Ras$ismus, s3xuelle Belästigung, Verg3waltigung, G3walt, Entführung, Geburtstrauma, Kr1eg, Gen0zid, Tierm0rd, Hom0feindlichkeit
Erschütternde Kurzgeschichten aus dem Herzen Haitis
**** Worum geht es? **** Es handelt sich hierbei um eine Kurzgeschichtensammmlung der Autorin, die zu unterschiedlichen Zeiten in Zeitschriften abgedruckt wurden. Mithilfe der Zusammenführung bekommen die Erzählungen einen gemeinsamen klang und erzählen von Menschen mit haitianischen Wurzeln. **** Mein Eindruck **** Die einzelnen Geschichten zeigen eine hohe Varianz auf. Manche sind sehr kurz und teilen die Botschaft direkt mit und andere länger und die Bedeutung transportiert sich über die Beschreibungen. Ich habe mich durch diesen Wechsel der Thematik besonders nah fühlen können. Der Schmerz, die Hoffnung und auch das Gefühl von Identität fand ich in jeder Zeile wieder. Starke Texte und ein besonderer Schreibstil transportieren das Menschsein in dem wohl ärmste Land der nördlichen Hemisphäre. Aufgrund der Brisanz und Relevanz der Thematik hätte ich mir einige Texte weniger verschachtelt, die Botschaft klarer ausgesprochen und die Bedürfnisse und Wünsche weniger metaphorisch transportiert gewünscht. Auch wenn diese Wahl natürlich vollkommen nachvollziehbar und anregend ist, hatte ich Probleme damit den direkten Kontext immer zu erfassen, was nicht nur zu Lasten des Verständnis, sondern auch des Mitempfindens ging. Nichtsdestotrotz handelt es sich hierbei um starke Kurzgeschichten, die unter Einbezug eines roten Fadens zusammengeführt wurden. **** Empfehlung? **** Die Kurzgeschichten geben einer Minderheit eine relevante und laute Stimme, die gehört werden sollte. Haitis Geschichte und aktuelle Situation ist viel zu vielen Menschen unbekannt. Literatur kann die Welt verändern, deshalb lest und tragt die Worte raus in die Welt. Von Erzählungen mit tiefgängiger Bedeutung kann es nie genug geben.
Mein erstes Buch von Roxane Gay, eine Sammlung von 15 Kurzgeschichten, die alle auf unterschiedliche Weise mit der haitianischen Diaspora verbunden sind. Die Geschichten sind eindringlich, sie berühren und bleiben hängen. Ich habe das Buch wahrscheinlich etwas zu schnell gelesen (an einem einzigen Tag). Rückblickend hätte ich mir mehr Zeit lassen sollen, um jede einzelne Geschichte richtig wirken zu lassen. So war ich leider oft schon mitten in der nächsten Erzählung, bevor ich die vorherige ganz verarbeiten konnte. Meine Empfehlung deshalb: lesen, aber langsam. :)











