Bad Feminist
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Description
Book Information
Author Description
Roxane Gay, geboren 1974, ist Autorin, Professorin für Literatur und eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen und literarischen Stimmen ihrer Zeit. Sie schreibt u.a. für die New York Times und den Guardian, sie ist Mitautorin des Marvel-Comics »World of Wakanda«, Vorlage für den hochgelobten Actionfilm »Black Panther« (2018), dem dritterfolgreichsten Film aller Zeiten in den USA. Roxane Gay ist Gewinnerin des PEN Center USA Freedom to Write Award. Sie lebt in Indiana und Los Angeles.
Posts
Meh - bin mit falschen Erwartungen dran gegangen 🥲
Roxane Gay vereint in Bad Feminist persönliche Erlebnisse, gesellschaftskritische Analysen und kulturelle Reflexionen. Der Fokus liegt jedoch stärker auf autobiografischen Aspekten als auf einer durchgehenden feministischen Argumentation,. Anhand des Klappentextes hatte ich einen feministischeren Ansatz erwartet, weshalb ich etwas enttäuscht bin. Die Essays wirken oft unzusammenhängend, obwohl sie in sich schlüssig sind. Diese Struktur kann stellenweise verwirrend sein. Sie beleuchtet Themen wie Misogynie, Rassismus und strukturelle Ungleichheit, ohne dabei den Anspruch zu erheben, den perfekten Feminismus zu repräsentieren – ein Ansatz, der ebenso erfrischend wie zugänglich ist. Einige Themen sind jedoch sehr interessant und regen einen zum Nachdenken an. Besonders beeindruckend ist, wie erschreckend aktuell viele der 2014 beschriebenen Probleme heute noch sind: Die Debatte über Frauenrechte und LGBTQ+-Diskriminierung ist mit Ereignissen wie der Amtszeit Trumps bedrückender denn je. Trotz seiner Stärken enttäuschte das Buch meine anfänglichen Erwartungen. Die fehlende Struktur und die manchmal losen Verbindungen zwischen den Essays ließen es „meh“ wirken. Nice Zitate: - "Fifty Shades verhält sich zu BDSM wie McDonalds zu richtigem essen." - "Der Feminismus hat die Überzeugung in mir gestärkt, das meine Stimme zählt. Selbst in unserer heutigen Welt, in der so viele Stimmen danach verlangen, gehört zu werden" Neue Wörter die ich gegoogelt und gelernt habe: - polemisieren - Delinquenz - Inferiorität - Parität - Katharsis - Virulent - Taxonomien
Fand ich richtig cool! Teilweise gibt's Stellen oder Essays die sich ein bisschen ziehen oder eben nicht so spannend für mich waren, aber grade auch ihre - ich möchte sagen - "Zerlegungen" der Popkultur fand ich sehr interessant. Und auch sonst enthalten die Essays viele kluge Gedanken und Argumente einer eindrucksvollen Frau.
„Bad Feminist“ ist eine Leseempfehlung für alle, die Lust auf feministische Essays haben. Die Texte haben sich alle leicht lesen lassen und mir hat sehr gut gefallen, dass sich die Texte größtenteils mit Popkultur auseinandersetzen. Ich muss aber zugeben, dass sich mir aus dem Beginn und dem Ende zwar erschließt, warum Roxane Gay sich als schlechte Feministin bezeichnet, auch wenn ich das nicht gerechtfertigt finde, aber die Essays zwischendrin unterstreichen dies für mich nicht.
+++ENGLISH+++ Yes, the title "Bad Feminist" might be misleading because not all essays are about feminism. Roxane Gay also talks about race, culture, pop culture and more. Her style of writing is so engaging that even her ramblings about Scrabble kept me hooked!! +++GERMAN+++ Auch wenn das Buch "Bad Feminist" heißt, geht es hier nicht nur um feministische Themen. Da mich aber auch Themen wie Kultur, Pop culture oder race interessieren, hat mich das nicht gestört. Roxane Gay schreibt so anregend, dass ich selbst die Kapitel über die Scrabble Wettbewerbe spannend fand!
Wie ich in einem Blogbeitrag schon einmal erklärt habe, finde ich zu einigen Themen einfach keinen Zugang. Dazu gehört u.a. der Feminismus. Dennoch möchte ich ihn gern verstehen, möchte begreifen, warum die Dinge sind, wie sie sind und vielleicht einen Weg finden, meinen Teil zu einem besseren Gelingen beizutragen. Von Roxane Gay, einer amerikanischen Professorin und Autorin, hatte ich mir viel erhofft, beherrscht sie doch Sprache und – so dachte ich – Argumentation. Doch ich fand nicht, was ich suchte. Die Autorin beginnt mit Essays über ihre eigene Geschichte, die nicht uninteressant war, aber auch nicht zu vielen Einsichten verhalf. Der Rest des Buches ist zwar nach Themen unterteilt (z.B. „Gender & Sexualitiy“, „Race & Entertainment“,…“, doch in allen Abhandlungen drehte sich viel um sie selbst, ihr traumatisches Erlebnis in ihrer Jugend und ihre Erfahrungen als „woman of color“ in einer überwiegend weißen Umgebung. Für mich boten diese Artikel zu wenig Struktur, mir fehlten Thesen, Argumente, Gegenargumente, oft verlor ich beim Lesen den roten Faden und die meiste Zeit hab ich mich gefragt „was will sie damit sagen?“. Eigentlich ist der Titel unpassend gewählt. Er ist eher auf die Zielgruppe, der man dieses Buch verkaufen möchte, ausgerichtet als auf den Inhalt. Irgendwem muss man diese sehr persönlichen Beiträge schmackhaft machen, also entscheidet man sich für „Bad Feminist“ und setzt auf eine weibliche, einigermaßen gebildete Leserschaft. Doch allein die Tatsache, dass eine Akademikerin sich zu Frauenthemen und Rassenproblemen äußert, macht das Buch nicht zu einem feministischen Werk. Es fehlt an Substanz, an Schlussfolgerungen und Ideen, den unerwünschten Zustand zu optimieren. Teilweise ließt es sich stark nach einem „Rant“, Gay schwadroniert ein wenig vor sich hin… Ich denke, dem Buch hätte es besser getan, hätte man weniger, dafür substanzvollere Essays gewählt. Es gibt gute Gedanken in „Bad Feminist“, wichtige Einsichten und starke Ansätze. Allerdings gehen sie in der Masse an strukturlosen Gedanken unter. Ich möchte dem Buch keine Bewertung geben, aber eine Empfehlung kann ich nicht aussprechen. Das Thema „Feminismus“ bleibt mir so fremd wie zuvor.
Man merkt deutlich, dass die Essays nicht für eine Sammlung geschrieben wurden, sondern in verschiedenen Zeitschriften erschienen sind. Während einige mir richtig, richtig gut gefallen und mir wichtigen Input gegeben haben, wirken andere eher wie eine Buch- oder Filmrezension und geben mehr den Inhalt des Mediums wieder als irgendwelche weitreichenderen Gedanken zu enthalten. Wären diese nicht enthalten gewesen, fiele meine Meinung hier positiver aus, da ich mit diesen überhaupt nichts anfangen konnte und irgendwann angefangen habe, sie nur noch zu überfliegen und später zu überblättern. Die übrigen gefielen mir aber richtig gut und mir gefällt auch der titelgebende Gedanke, lieber eine schlechte Feministin zu sein als gar keine. Der Autorin geht es dabei darum, dass sie auch unfeministische Dinge tut und zum Beispiel gerne problematische Musik hört, aber es gibt auch Statements bei denen ich gemerkt habe, dass sie und ich noch unterschiedliche Meinungen darüber haben, was eine Feministin ausmacht. An einer Stelle am Ende schreibt sie, wenn sie wirklich gegen unrealistische Schönheitsideale wäre, dürfe sie keine Kleider mögen und wenn sie wirklich so selbstständig wäre, würde sie sich mit Autos auskennen - das sind für mich Punkte gewesen, bei denen ich mit dem Kopf schütteln musste. Alles in Allem habe ich mir aber trotzdem viele Stellen markiert und werde das Buch sicher noch einige Male in die Hand nehmen, um sie mir anzuschauen. Kurzer Kommentar am Rande: Die Originalausgabe ist von 2014 und damit nicht ganz aktuell, was einige Themen betrifft. So gibt es zum Beispiel Zitate wie "nur Frauen werden schwanger" und auch wenn ich nicht weiß, wie die Autorin heute dazu steht, ist es binär und cisnormativ geschrieben.
Diese Rezension ist auch auf meinem Blog "Miras Bücherwelt" erschienen! Das war eine schwere Geburt, wirklich! Zwischendurch habe ich immer wieder Pausen eingelegt und habe sogar mit einem Abbruch geliebäugelt. Ich habe es dann aber doch fertig gelesen, weil das hier eben ein Rezensionsexemplar ist. Fand ich total schade, denn in dieses Buch habe ich sehr große Hoffnungen gesetzt. Überall habe ich nur Lob dazu gelesen! "Bad Feminist" ist eine Essaysammlung zu verschiedenen Themen des Feminismus. Gegliedert ist das ganze nach verschiedenen Themenbereichen, zum Beispiel die Repräsentation von "Race" in der Unterhaltungsbranche. Viele der Themen waren im Grunde genommen spannend, andere waren wiederum belanglos, vieles habe ich nur überflogen, um ganz ehrlich zu sein. Gerade die ersten hundert Seiten fand ich einfach nur langweilig und brachten mich fast zur Weißglut. Anstatt die Chance zu nützen und sich als Feministin vorzustellen und kurz zu beschreiben, warum sie eine schlechte Feministin sein soll, schreibt sie seitenweise über Scrabble. Es freut mich ja für die Autorin, dass sie Scrabble so gerne mag, dass sie sogar an Wettbewerben teilnimmt, aber daraus ein ewig langes Essay zu gestalten und dieses an den Anfang eines Buches über Feminismus zu stellen? Ich weiß nicht, fand ich jetzt nicht wirklich relevant. Genauso wenig passend fand ich den Artikel darüber, wie ihrer Meinung nach Studenten sein sollen. Teilweise hatte die Autorin ganz interessante Ideen und Ansichten und bot neue Sichtweisen an, auf die ich als weiße, sehr privilegierte Frau aus Europa wohl nie gekommen wäre. Gerade über Themen wie fehlende Repräsentation von farbigen Frauen in Filmen und Büchern habe ich bisher, um ehrlich zu sein, nie wirklich viel nachgedacht. Klar, das Thema hat mich gestreift, aber wirklich befasst habe ich mich damit nie. Nicht alle der Filme und Bücher, die die Autorin als Beispiel nannte, kannte ich. Okay, eigentlich kannte ich nur den Film "12 Years a Slave" und das Buch "Fifty Shades of Grey" (Nein, das werde ich hier auf keinen Fall rezensieren und nein, auch nicht diskutieren!) und auch ein paar Lieder. Aber die Autorin lieferte Gott sei Dank Szenenbeschreibungen und Textausschnitte mit, sodass ihre Argumentation nachvollziehbar wurde. Das Cover störte mich. Hier sieht man ja nur die Vorderseite, weil die Vorderseite vom Verlag zur Verfügung gestellt wird und die Rückseite natürlich nicht. Ist ja klar - normalerweise ist ja auch die Rückseite total irrelevant, weil dort nur der Inhalt steht und vielleicht ein paar Lesermeinungen. Hier nicht. Hier ist plötzlich überhaupt kein Rosa mehr und auch sonst nichts typisches. Stattdessen ist hier plötzlich ein riesiges Portraitfoto der Autorin. Das passte meiner Meinung nach nicht wirklich.
Radically vulnerable
The author is very vulnerably speaking about her experiences regarding race and gender as a black feminist woman. Some essays carried rather hard truths or stories which made it impossible for me to read this book in one go. But the eassays were very informative, interesting and in good portions. I'm thankful for the authors honesty and the peak into her point of view.
Some essays I absolutely loved. Most of them, however, were rather tedious and mediocre. Maybe I expected too much after having read so many good reviews. I honestly wanted to like this book but overall it was a bit of a disappointment to me. Essay collections have become one of my favourite literary genres but this one just couldn't live up to my expectations. Sorry!
10 Jahre alte Essays, die in ihrer Zeit vermutlich mehr Relevanz hatten, aber diese noch nicht verloren haben
Roxane Gay spricht neben vielen kleinen Themen zwei Sachen besonders an. Natürlich wie es ist eine Frau zu sein, aber auch wie es als POC ist. Um darüber zu reden nutzt sie auf der einen Seite Populärkultur(Musik, Filme, Serien) aber auch aktuelle Ereignisse, wie der Vergleich des Attentäters des Boston Marathons behandelt wird im Vergleich zum erschossenen Teenager Trevor Martin oder einen Artikel über eine Vergewaltigung in dem es um die Täter geht und die fast bemitleidet werden. Vieles von dem was in dem Buch geschrieben wurde, ist heute viel mehr im Fokus(das Feminismus und Antirassismus leider nicht immer Hand in Hand gehen, einige Filme wie Django relativ schlecht gealtert sind usw.), aber vermutlich nahm es hier seinen Anfang. Und für mich als weißer schon älter werdender Mann ist es vermutlich eh immer sinnvoll mich daran zu erinnern, was für Privilegien ich habe und wie diese bei Frauen und POC immer noch erkämpft werden müssen. Ich glaube für Männer sind feministische Bücher eh immer ein super Denkanstoß, egal wie aufgeklärt man ist.
Essays with a heavy focus on pop culture that sometimes loses the focus of what the collection is about. I had to skip over pages and whole essay parts because there was no real content (for me) in them. Strong opinionated writer (which I like) but no real differentiation of topics. I somehow expected more from the title, but maybe that's my fault.
Ab und zu finde ich es total interessant Essays bzw. Sachtexte über bestimmte Themen zu lesen, die mich sehr interessieren. Umso mehr habe ich mich also auf dieses Buch gefreut und hatte hohe Erwartungen. Das Buch hat wirklich gut angefangen und ich mochte die Einleitung, in der Roxane Gay erklärt, was einen "Bad Feminist" ausmacht total. Und zwar das ein "Bad Feminist" eine nicht perfekte Frau ist, in einer Welt in der von Frauen erwartet wird, dass sie nach unerreichbarer Perfektion streben. Allerdings hatten nur wenige Essays wirklich etwas mit dem Feminismus zutun, was mich sehr enttäuscht hat. Gegliedert ist das ganze Buch in verschiedene Themenbereiche, die einerseits teilweise sehr spannend waren, aber andererseits gab es auch Themen, die meiner Meinung nach nicht zu dem Buch gepasst haben und ausgelassen werden könnten, da sie nichts mit dem eigentlichen Thema zutun haben. In dem Buch werden auch viele Serien, Filme und Bücher der Popkultur angesprochen und wenn man diese nicht kennt, ist man total aufgeschmissen und versteht nicht worum es nun eigentlich geht. Für mich wirkte das Buch, als wäre es noch nicht fertig.. Es werden so viele Themen aufgegriffen, die inhaltlich nichts mit den anderen Themen zutun haben, dass ich teilweise verwirrt war, worauf die Autorin hinaus will. Dadurch fand ich auch leider das der Titel falsch gewählt wurde, denn das Buch handelt von vielen verschiedenen Themen, wie z.B. Rassismus, Übergewicht, Gewalt und Vergewaltigung. Der Feminismus kam mir hier leider viel zu kurz. Leider, hatte ich bei diesem Buch mit etwas ganz anderem gerechnet. Die Autorin spricht viele wichtige Themen an, die durchaus interessant waren, allerdings nicht viel mit dem Feminismus zutun hatten und nur kurz aufgegriffen wurden, wodurch das Buch unfertig wirkte
This was a revelatory read to me. The essays got better and better and I gained so many insights I didn't know I needed and was given a book to point people towards where certain frustrations I feel are so very well articulated. From the essay on women in publishing onwards I loved every. single. page. Many of the media analysed are obviously not as up to date anymore and some may not be as accessible to non-American readers, but the points Gay makes are always clearly and concisely put! I read the audiobook, which Bahni Turpin amazingly narrated and am planning on getting a physical copy too!
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Author Description
Roxane Gay, geboren 1974, ist Autorin, Professorin für Literatur und eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen und literarischen Stimmen ihrer Zeit. Sie schreibt u.a. für die New York Times und den Guardian, sie ist Mitautorin des Marvel-Comics »World of Wakanda«, Vorlage für den hochgelobten Actionfilm »Black Panther« (2018), dem dritterfolgreichsten Film aller Zeiten in den USA. Roxane Gay ist Gewinnerin des PEN Center USA Freedom to Write Award. Sie lebt in Indiana und Los Angeles.
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Meh - bin mit falschen Erwartungen dran gegangen 🥲
Roxane Gay vereint in Bad Feminist persönliche Erlebnisse, gesellschaftskritische Analysen und kulturelle Reflexionen. Der Fokus liegt jedoch stärker auf autobiografischen Aspekten als auf einer durchgehenden feministischen Argumentation,. Anhand des Klappentextes hatte ich einen feministischeren Ansatz erwartet, weshalb ich etwas enttäuscht bin. Die Essays wirken oft unzusammenhängend, obwohl sie in sich schlüssig sind. Diese Struktur kann stellenweise verwirrend sein. Sie beleuchtet Themen wie Misogynie, Rassismus und strukturelle Ungleichheit, ohne dabei den Anspruch zu erheben, den perfekten Feminismus zu repräsentieren – ein Ansatz, der ebenso erfrischend wie zugänglich ist. Einige Themen sind jedoch sehr interessant und regen einen zum Nachdenken an. Besonders beeindruckend ist, wie erschreckend aktuell viele der 2014 beschriebenen Probleme heute noch sind: Die Debatte über Frauenrechte und LGBTQ+-Diskriminierung ist mit Ereignissen wie der Amtszeit Trumps bedrückender denn je. Trotz seiner Stärken enttäuschte das Buch meine anfänglichen Erwartungen. Die fehlende Struktur und die manchmal losen Verbindungen zwischen den Essays ließen es „meh“ wirken. Nice Zitate: - "Fifty Shades verhält sich zu BDSM wie McDonalds zu richtigem essen." - "Der Feminismus hat die Überzeugung in mir gestärkt, das meine Stimme zählt. Selbst in unserer heutigen Welt, in der so viele Stimmen danach verlangen, gehört zu werden" Neue Wörter die ich gegoogelt und gelernt habe: - polemisieren - Delinquenz - Inferiorität - Parität - Katharsis - Virulent - Taxonomien
Fand ich richtig cool! Teilweise gibt's Stellen oder Essays die sich ein bisschen ziehen oder eben nicht so spannend für mich waren, aber grade auch ihre - ich möchte sagen - "Zerlegungen" der Popkultur fand ich sehr interessant. Und auch sonst enthalten die Essays viele kluge Gedanken und Argumente einer eindrucksvollen Frau.
„Bad Feminist“ ist eine Leseempfehlung für alle, die Lust auf feministische Essays haben. Die Texte haben sich alle leicht lesen lassen und mir hat sehr gut gefallen, dass sich die Texte größtenteils mit Popkultur auseinandersetzen. Ich muss aber zugeben, dass sich mir aus dem Beginn und dem Ende zwar erschließt, warum Roxane Gay sich als schlechte Feministin bezeichnet, auch wenn ich das nicht gerechtfertigt finde, aber die Essays zwischendrin unterstreichen dies für mich nicht.
+++ENGLISH+++ Yes, the title "Bad Feminist" might be misleading because not all essays are about feminism. Roxane Gay also talks about race, culture, pop culture and more. Her style of writing is so engaging that even her ramblings about Scrabble kept me hooked!! +++GERMAN+++ Auch wenn das Buch "Bad Feminist" heißt, geht es hier nicht nur um feministische Themen. Da mich aber auch Themen wie Kultur, Pop culture oder race interessieren, hat mich das nicht gestört. Roxane Gay schreibt so anregend, dass ich selbst die Kapitel über die Scrabble Wettbewerbe spannend fand!
Wie ich in einem Blogbeitrag schon einmal erklärt habe, finde ich zu einigen Themen einfach keinen Zugang. Dazu gehört u.a. der Feminismus. Dennoch möchte ich ihn gern verstehen, möchte begreifen, warum die Dinge sind, wie sie sind und vielleicht einen Weg finden, meinen Teil zu einem besseren Gelingen beizutragen. Von Roxane Gay, einer amerikanischen Professorin und Autorin, hatte ich mir viel erhofft, beherrscht sie doch Sprache und – so dachte ich – Argumentation. Doch ich fand nicht, was ich suchte. Die Autorin beginnt mit Essays über ihre eigene Geschichte, die nicht uninteressant war, aber auch nicht zu vielen Einsichten verhalf. Der Rest des Buches ist zwar nach Themen unterteilt (z.B. „Gender & Sexualitiy“, „Race & Entertainment“,…“, doch in allen Abhandlungen drehte sich viel um sie selbst, ihr traumatisches Erlebnis in ihrer Jugend und ihre Erfahrungen als „woman of color“ in einer überwiegend weißen Umgebung. Für mich boten diese Artikel zu wenig Struktur, mir fehlten Thesen, Argumente, Gegenargumente, oft verlor ich beim Lesen den roten Faden und die meiste Zeit hab ich mich gefragt „was will sie damit sagen?“. Eigentlich ist der Titel unpassend gewählt. Er ist eher auf die Zielgruppe, der man dieses Buch verkaufen möchte, ausgerichtet als auf den Inhalt. Irgendwem muss man diese sehr persönlichen Beiträge schmackhaft machen, also entscheidet man sich für „Bad Feminist“ und setzt auf eine weibliche, einigermaßen gebildete Leserschaft. Doch allein die Tatsache, dass eine Akademikerin sich zu Frauenthemen und Rassenproblemen äußert, macht das Buch nicht zu einem feministischen Werk. Es fehlt an Substanz, an Schlussfolgerungen und Ideen, den unerwünschten Zustand zu optimieren. Teilweise ließt es sich stark nach einem „Rant“, Gay schwadroniert ein wenig vor sich hin… Ich denke, dem Buch hätte es besser getan, hätte man weniger, dafür substanzvollere Essays gewählt. Es gibt gute Gedanken in „Bad Feminist“, wichtige Einsichten und starke Ansätze. Allerdings gehen sie in der Masse an strukturlosen Gedanken unter. Ich möchte dem Buch keine Bewertung geben, aber eine Empfehlung kann ich nicht aussprechen. Das Thema „Feminismus“ bleibt mir so fremd wie zuvor.
Man merkt deutlich, dass die Essays nicht für eine Sammlung geschrieben wurden, sondern in verschiedenen Zeitschriften erschienen sind. Während einige mir richtig, richtig gut gefallen und mir wichtigen Input gegeben haben, wirken andere eher wie eine Buch- oder Filmrezension und geben mehr den Inhalt des Mediums wieder als irgendwelche weitreichenderen Gedanken zu enthalten. Wären diese nicht enthalten gewesen, fiele meine Meinung hier positiver aus, da ich mit diesen überhaupt nichts anfangen konnte und irgendwann angefangen habe, sie nur noch zu überfliegen und später zu überblättern. Die übrigen gefielen mir aber richtig gut und mir gefällt auch der titelgebende Gedanke, lieber eine schlechte Feministin zu sein als gar keine. Der Autorin geht es dabei darum, dass sie auch unfeministische Dinge tut und zum Beispiel gerne problematische Musik hört, aber es gibt auch Statements bei denen ich gemerkt habe, dass sie und ich noch unterschiedliche Meinungen darüber haben, was eine Feministin ausmacht. An einer Stelle am Ende schreibt sie, wenn sie wirklich gegen unrealistische Schönheitsideale wäre, dürfe sie keine Kleider mögen und wenn sie wirklich so selbstständig wäre, würde sie sich mit Autos auskennen - das sind für mich Punkte gewesen, bei denen ich mit dem Kopf schütteln musste. Alles in Allem habe ich mir aber trotzdem viele Stellen markiert und werde das Buch sicher noch einige Male in die Hand nehmen, um sie mir anzuschauen. Kurzer Kommentar am Rande: Die Originalausgabe ist von 2014 und damit nicht ganz aktuell, was einige Themen betrifft. So gibt es zum Beispiel Zitate wie "nur Frauen werden schwanger" und auch wenn ich nicht weiß, wie die Autorin heute dazu steht, ist es binär und cisnormativ geschrieben.
Diese Rezension ist auch auf meinem Blog "Miras Bücherwelt" erschienen! Das war eine schwere Geburt, wirklich! Zwischendurch habe ich immer wieder Pausen eingelegt und habe sogar mit einem Abbruch geliebäugelt. Ich habe es dann aber doch fertig gelesen, weil das hier eben ein Rezensionsexemplar ist. Fand ich total schade, denn in dieses Buch habe ich sehr große Hoffnungen gesetzt. Überall habe ich nur Lob dazu gelesen! "Bad Feminist" ist eine Essaysammlung zu verschiedenen Themen des Feminismus. Gegliedert ist das ganze nach verschiedenen Themenbereichen, zum Beispiel die Repräsentation von "Race" in der Unterhaltungsbranche. Viele der Themen waren im Grunde genommen spannend, andere waren wiederum belanglos, vieles habe ich nur überflogen, um ganz ehrlich zu sein. Gerade die ersten hundert Seiten fand ich einfach nur langweilig und brachten mich fast zur Weißglut. Anstatt die Chance zu nützen und sich als Feministin vorzustellen und kurz zu beschreiben, warum sie eine schlechte Feministin sein soll, schreibt sie seitenweise über Scrabble. Es freut mich ja für die Autorin, dass sie Scrabble so gerne mag, dass sie sogar an Wettbewerben teilnimmt, aber daraus ein ewig langes Essay zu gestalten und dieses an den Anfang eines Buches über Feminismus zu stellen? Ich weiß nicht, fand ich jetzt nicht wirklich relevant. Genauso wenig passend fand ich den Artikel darüber, wie ihrer Meinung nach Studenten sein sollen. Teilweise hatte die Autorin ganz interessante Ideen und Ansichten und bot neue Sichtweisen an, auf die ich als weiße, sehr privilegierte Frau aus Europa wohl nie gekommen wäre. Gerade über Themen wie fehlende Repräsentation von farbigen Frauen in Filmen und Büchern habe ich bisher, um ehrlich zu sein, nie wirklich viel nachgedacht. Klar, das Thema hat mich gestreift, aber wirklich befasst habe ich mich damit nie. Nicht alle der Filme und Bücher, die die Autorin als Beispiel nannte, kannte ich. Okay, eigentlich kannte ich nur den Film "12 Years a Slave" und das Buch "Fifty Shades of Grey" (Nein, das werde ich hier auf keinen Fall rezensieren und nein, auch nicht diskutieren!) und auch ein paar Lieder. Aber die Autorin lieferte Gott sei Dank Szenenbeschreibungen und Textausschnitte mit, sodass ihre Argumentation nachvollziehbar wurde. Das Cover störte mich. Hier sieht man ja nur die Vorderseite, weil die Vorderseite vom Verlag zur Verfügung gestellt wird und die Rückseite natürlich nicht. Ist ja klar - normalerweise ist ja auch die Rückseite total irrelevant, weil dort nur der Inhalt steht und vielleicht ein paar Lesermeinungen. Hier nicht. Hier ist plötzlich überhaupt kein Rosa mehr und auch sonst nichts typisches. Stattdessen ist hier plötzlich ein riesiges Portraitfoto der Autorin. Das passte meiner Meinung nach nicht wirklich.
Radically vulnerable
The author is very vulnerably speaking about her experiences regarding race and gender as a black feminist woman. Some essays carried rather hard truths or stories which made it impossible for me to read this book in one go. But the eassays were very informative, interesting and in good portions. I'm thankful for the authors honesty and the peak into her point of view.
Some essays I absolutely loved. Most of them, however, were rather tedious and mediocre. Maybe I expected too much after having read so many good reviews. I honestly wanted to like this book but overall it was a bit of a disappointment to me. Essay collections have become one of my favourite literary genres but this one just couldn't live up to my expectations. Sorry!
10 Jahre alte Essays, die in ihrer Zeit vermutlich mehr Relevanz hatten, aber diese noch nicht verloren haben
Roxane Gay spricht neben vielen kleinen Themen zwei Sachen besonders an. Natürlich wie es ist eine Frau zu sein, aber auch wie es als POC ist. Um darüber zu reden nutzt sie auf der einen Seite Populärkultur(Musik, Filme, Serien) aber auch aktuelle Ereignisse, wie der Vergleich des Attentäters des Boston Marathons behandelt wird im Vergleich zum erschossenen Teenager Trevor Martin oder einen Artikel über eine Vergewaltigung in dem es um die Täter geht und die fast bemitleidet werden. Vieles von dem was in dem Buch geschrieben wurde, ist heute viel mehr im Fokus(das Feminismus und Antirassismus leider nicht immer Hand in Hand gehen, einige Filme wie Django relativ schlecht gealtert sind usw.), aber vermutlich nahm es hier seinen Anfang. Und für mich als weißer schon älter werdender Mann ist es vermutlich eh immer sinnvoll mich daran zu erinnern, was für Privilegien ich habe und wie diese bei Frauen und POC immer noch erkämpft werden müssen. Ich glaube für Männer sind feministische Bücher eh immer ein super Denkanstoß, egal wie aufgeklärt man ist.
Essays with a heavy focus on pop culture that sometimes loses the focus of what the collection is about. I had to skip over pages and whole essay parts because there was no real content (for me) in them. Strong opinionated writer (which I like) but no real differentiation of topics. I somehow expected more from the title, but maybe that's my fault.
Ab und zu finde ich es total interessant Essays bzw. Sachtexte über bestimmte Themen zu lesen, die mich sehr interessieren. Umso mehr habe ich mich also auf dieses Buch gefreut und hatte hohe Erwartungen. Das Buch hat wirklich gut angefangen und ich mochte die Einleitung, in der Roxane Gay erklärt, was einen "Bad Feminist" ausmacht total. Und zwar das ein "Bad Feminist" eine nicht perfekte Frau ist, in einer Welt in der von Frauen erwartet wird, dass sie nach unerreichbarer Perfektion streben. Allerdings hatten nur wenige Essays wirklich etwas mit dem Feminismus zutun, was mich sehr enttäuscht hat. Gegliedert ist das ganze Buch in verschiedene Themenbereiche, die einerseits teilweise sehr spannend waren, aber andererseits gab es auch Themen, die meiner Meinung nach nicht zu dem Buch gepasst haben und ausgelassen werden könnten, da sie nichts mit dem eigentlichen Thema zutun haben. In dem Buch werden auch viele Serien, Filme und Bücher der Popkultur angesprochen und wenn man diese nicht kennt, ist man total aufgeschmissen und versteht nicht worum es nun eigentlich geht. Für mich wirkte das Buch, als wäre es noch nicht fertig.. Es werden so viele Themen aufgegriffen, die inhaltlich nichts mit den anderen Themen zutun haben, dass ich teilweise verwirrt war, worauf die Autorin hinaus will. Dadurch fand ich auch leider das der Titel falsch gewählt wurde, denn das Buch handelt von vielen verschiedenen Themen, wie z.B. Rassismus, Übergewicht, Gewalt und Vergewaltigung. Der Feminismus kam mir hier leider viel zu kurz. Leider, hatte ich bei diesem Buch mit etwas ganz anderem gerechnet. Die Autorin spricht viele wichtige Themen an, die durchaus interessant waren, allerdings nicht viel mit dem Feminismus zutun hatten und nur kurz aufgegriffen wurden, wodurch das Buch unfertig wirkte
This was a revelatory read to me. The essays got better and better and I gained so many insights I didn't know I needed and was given a book to point people towards where certain frustrations I feel are so very well articulated. From the essay on women in publishing onwards I loved every. single. page. Many of the media analysed are obviously not as up to date anymore and some may not be as accessible to non-American readers, but the points Gay makes are always clearly and concisely put! I read the audiobook, which Bahni Turpin amazingly narrated and am planning on getting a physical copy too!





















