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Vor dir schwebt ein leichtes Kuvert, von rotem Siegelwachs verwahrt. Im Innern raschelts aufgeregt, sobald dein inneres Feuer rosig wird: Alltagsmagie. Bequemes Sesselglück, dein Hut voller Anziehungskraft, eine Teetasse, die sich selbst nachfüllt, ein Buch, das mit seinen Seiten fächelt, wenn der Sommer ans Fenster tritt. Rote und weiße Tulpen warten auf deinen Blick – da kommen die Farben zurück. Schwinden nicht mit einem Wusch, schenkst ihnen Flügel und Glieder, so verletzlich, doch mächtig. Ein kleines Licht, das unter einem kupfernen Kessel brennt, während draußen der Wind die Welt durcheinanderfegt. Wird mein Körper nachts zur verschlafenen Flamme, schleicht der Geist unermüdlich durchs Zimmer, kreuz und quer und vor und zurück. Betrete verbotene Areale, tiefschwarzweiß und nebularot. Blicke mit blaugrauen Glaskugelaugen: Wo ist mein Sinn für magische Kisten? Kann ich den Kaffee so herbeibereiten, wie du ihn magst? Meister mystischer Bedeutungstheorien, nur ein Konpeito pro Tag – schwimme langsam in der Luft mit einer Laterne zwischen den Zähnen. Einmal herunterbrennen, auf deiner Schulter einschlafen und tief im Körper hören, wie das Herz den kleinen Kessel anfeuert. Wenn es um Zauberei geht, darf es chaotisch und skurril sein. Lass die Haare nur zu Berge steigen, Stäbe und Pinsel in den Schubladen der Unterwelt tanzen. Ob wir Vogelscheuchen verlebendigen, ob du mir mit einem Spruch die Zunge verhext, ganz versehentlich, sodass nur noch Reime aus meinem Mund stolpern: Durch welche Tür muss ich gehen, um dein Schloss zu finden, das über den Wolken wandert? Fliege so spät durch Nacht und Wind und hämmere an der Tür: Tock, tock, tock – die Putzkolonne ist da, dann rumpeln Schritte durch den Flur, bis die Treppe herabsinkt. "Der kleine Topf kocht auf dem Feuer, der große Topf kocht über, und die Katze..."
Jul 17, 2026
Vor dir schwebt ein leichtes Kuvert, von rotem Siegelwachs verwahrt. Im Innern raschelts aufgeregt, sobald dein inneres Feuer rosig wird: Alltagsmagie. Bequemes Sesselglück, dein Hut voller Anziehungskraft, eine Teetasse, die sich selbst nachfüllt, ein Buch, das mit seinen Seiten fächelt, wenn der Sommer ans Fenster tritt. Rote und weiße Tulpen warten auf deinen Blick – da kommen die Farben zurück. Schwinden nicht mit einem Wusch, schenkst ihnen Flügel und Glieder, so verletzlich, doch mächtig. Ein kleines Licht, das unter einem kupfernen Kessel brennt, während draußen der Wind die Welt durcheinanderfegt. Wird mein Körper nachts zur verschlafenen Flamme, schleicht der Geist unermüdlich durchs Zimmer, kreuz und quer und vor und zurück. Betrete verbotene Areale, tiefschwarzweiß und nebularot. Blicke mit blaugrauen Glaskugelaugen: Wo ist mein Sinn für magische Kisten? Kann ich den Kaffee so herbeibereiten, wie du ihn magst? Meister mystischer Bedeutungstheorien, nur ein Konpeito pro Tag – schwimme langsam in der Luft mit einer Laterne zwischen den Zähnen. Einmal herunterbrennen, auf deiner Schulter einschlafen und tief im Körper hören, wie das Herz den kleinen Kessel anfeuert. Wenn es um Zauberei geht, darf es chaotisch und skurril sein. Lass die Haare nur zu Berge steigen, Stäbe und Pinsel in den Schubladen der Unterwelt tanzen. Ob wir Vogelscheuchen verlebendigen, ob du mir mit einem Spruch die Zunge verhext, ganz versehentlich, sodass nur noch Reime aus meinem Mund stolpern: Durch welche Tür muss ich gehen, um dein Schloss zu finden, das über den Wolken wandert? Fliege so spät durch Nacht und Wind und hämmere an der Tür: Tock, tock, tock – die Putzkolonne ist da, dann rumpeln Schritte durch den Flur, bis die Treppe herabsinkt. "Der kleine Topf kocht auf dem Feuer, der große Topf kocht über, und die Katze..."
Jul 17, 2026








