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Horst Evers war bisher ein mir unbekannter Autor und da mir zudem das Cover des Hörbuchs gefiel, wollte ich gern diesen Krimi, der in Berlin spielt, kennenlernen. Kommissarin Joanna, mit Sirenenphobie, ist Mitte dreißig. Früher hat sie Kampfsport für Olympia trainiert. Da die Polizei ihr dieses Training ermöglicht hatte, blieb sie danach bei der Polizei. Auch ihre Kollegen haben alle besondere Talente. Als sie zu einer Leiche gerufen werden, beginnen die Ermittlungen mit einigen lustig erzählten Ungeschicklichkeiten. Zusätzlich ist noch ein Video von ihr im Netz aufgetaucht, das ihre berufliche Stellung nicht verbessert. Der Fall entwickelt sich leicht chaotisch, aber mit System. Es ist leicht, ihm zu folgen. Und immerzu kann man schmunzeln und wird mit einer ansteigenden Spannung hineingezogen. Die Charaktere sind liebevoll und ausreichend beschrieben. Sie haben Stärken und Schwächen, wie im echten Leben. Auch die Dynamik zwischen den Protagonisten ist angenehm, mal angespannt, mal humorvoll, mal professionell. Und wenn es ein wenig unrealistisch erschien, passte selbst das ins Gesamtkonzept. Schreibstil ist flüssig, witzig, moderne Sprache, flotte Dialoge und Anspielungen auf aktuelle Ereignisse aus Sport, Politik und Kunst. Die Berliner Polizei ist zeitaktuell, harmonisch, lustig, leicht, klug, schlagfertig. Der Autor liest dieses Buch selbst. Er spricht deutlich und flüssig und bemüht sich sehr, auch die Dialoge abwechslungsreich zu sprechen. Gefühle und Emotionen werden manchmal leicht überzogen betont. Mir fehlte etwas der Berliner Dialekt, dafür spricht der Autor "nordisch". Das höre ich gern, zumal der Autor ja selbst spricht, passte aber hier nicht ganz. Trotzdem habe ich gern zugehört. Ein angenehmer, gut hörbarer, cozy Krimi. Aktuell, lustig und auch spannend. Wer Kluftinger oder Ebenhofer mag, ist hier genau richtig.
May 15, 2026
Horst Evers war bisher ein mir unbekannter Autor und da mir zudem das Cover des Hörbuchs gefiel, wollte ich gern diesen Krimi, der in Berlin spielt, kennenlernen. Kommissarin Joanna, mit Sirenenphobie, ist Mitte dreißig. Früher hat sie Kampfsport für Olympia trainiert. Da die Polizei ihr dieses Training ermöglicht hatte, blieb sie danach bei der Polizei. Auch ihre Kollegen haben alle besondere Talente. Als sie zu einer Leiche gerufen werden, beginnen die Ermittlungen mit einigen lustig erzählten Ungeschicklichkeiten. Zusätzlich ist noch ein Video von ihr im Netz aufgetaucht, das ihre berufliche Stellung nicht verbessert. Der Fall entwickelt sich leicht chaotisch, aber mit System. Es ist leicht, ihm zu folgen. Und immerzu kann man schmunzeln und wird mit einer ansteigenden Spannung hineingezogen. Die Charaktere sind liebevoll und ausreichend beschrieben. Sie haben Stärken und Schwächen, wie im echten Leben. Auch die Dynamik zwischen den Protagonisten ist angenehm, mal angespannt, mal humorvoll, mal professionell. Und wenn es ein wenig unrealistisch erschien, passte selbst das ins Gesamtkonzept. Schreibstil ist flüssig, witzig, moderne Sprache, flotte Dialoge und Anspielungen auf aktuelle Ereignisse aus Sport, Politik und Kunst. Die Berliner Polizei ist zeitaktuell, harmonisch, lustig, leicht, klug, schlagfertig. Der Autor liest dieses Buch selbst. Er spricht deutlich und flüssig und bemüht sich sehr, auch die Dialoge abwechslungsreich zu sprechen. Gefühle und Emotionen werden manchmal leicht überzogen betont. Mir fehlte etwas der Berliner Dialekt, dafür spricht der Autor "nordisch". Das höre ich gern, zumal der Autor ja selbst spricht, passte aber hier nicht ganz. Trotzdem habe ich gern zugehört. Ein angenehmer, gut hörbarer, cozy Krimi. Aktuell, lustig und auch spannend. Wer Kluftinger oder Ebenhofer mag, ist hier genau richtig.
May 15, 2026







