Himmel, der nirgendwo endet

Himmel, der nirgendwo endet

Hardback
4.120

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Description

Marlen Haushofer hat ihren Roman Himmel, der nirgendwo endet als Autobiographie ihrer Kindheit bezeichnet. Unsentimental, trotzdem einfühlsam und phantasievoll erzählt sie dicht ineinander verwobene Ereignisse und Eindrücke, eigene und erfundene Erinnerungen aus jenem Reich, dem Reich der Kindheit, dessen Himmel nirgendwo endet. Sie beschreibt die entscheidenden Jahre, die das heranwachsende Mädchen prägen, in denen die ganze Welt auf Meta einstürmt und sich als großes Durcheinander offenbart, das sie in Ordnung bringen muss: "Steinchen für Steinchen setzt sie zusammen, aber selten wird etwas Rundes daraus…" Aus der kindlich-neugierigen Perspektive stellt der Roman philosophische Fragen und regt dazu an, uns wieder auf das große Durcheinander einzulassen. "In Himmel, der nirgendwo endet wird die kleine und unendliche, in den meisten Menschen verschüttete Welt der Kindheit zauberhaft eingefangen." Neue Zürcher Zeitung

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
176
Price
35.00 €

Author Description

Marlen Haushofer wurde am 11. April 1920 im Forsthaus des Weilers Effertsbach in der Nähe von Frauenstein in Oberösterreich geboren. Sie studierte Germanistik in Wien und Graz und lebte später mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Steyr. Marlen Haushofer starb am 21. März 1970 in Wien. Sie wird zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen Österreichs gezählt. Obwohl sie unter anderem 1968 mit dem Österreichischen Staatspreis für Literatur ausgezeichnet wurde, hatten ihre Bücher erst nach ihrem Tod großen Erfolg, als die Frauenbewegung sie für sich entdeckte.

Posts

5
All
4.5

Die (autobiografisch und feministisch angehauchte) fragmentarische Kindheit eines Mädchens und ihrer Familie in einer österreicher Forsthütte. Wunderschöne Sprachbilder aus wundervollen Worten. Die Perspektive eines Kindes, durch Fantasie und einer Art Ammoralität sehr authentisch und vereinnahmend (zumindest für Leser und Leserinnen, die nicht in Großstädten aufgewachsen sind) erzählt. Inhaltlich gibt es keinen roten Faden, aber welche Kindheit besitzt solch einen schon? Eine Ansammlung an Gedanken, Freuden, Ängste, Freunde, Familie, Fremde, Feinde und vielen, vielen (Tag-) Träumen.

5

Eine große Seligkeit

"Ihre Sohlen fangen an zu jucken vor Verlangen nach der rauen Rinde. Sehnsüchtig starrt sie in die Astgabeln, dort, wo man im grünen Schatten sitzt, verborgen wie ein Vogel. Wenn jetzt niemand eingreift, ist es um sie geschehen, und sie sitzt schon auf dem Baum. Und wie sich die Bäume freuen, wenn sie zu ihnen kommt! Es ist eine große Seligkeit, man weiß nicht wo der Baum aufhört und Meta anfängt." Diese Mischung aus kindlicher Fantasie, sinnlicher Eindrücke und lebendiger Umwelt war eine große Seligkeit für mich. Intensivere Schilderungen von kindlichen Eindrücken habe ich noch nie gelesen. Die kleine Meta lässt Pflanzen, Bäume, Tiere und das Haus lebendig werden. Lässt den Leser teilhaben an der Verwirrung über die Erwachsenenwelt. Es ist eine fragmentarische Erzählung und das mag eventuell nicht jeder. Vielleicht fühlt es sich aber noch wertvoller an, wenn man sich die autobiographische Natur des Buches klar macht. Marlen Haushofer beschrieb immer wieder eine Wand, die sie von anderen Menschen trennt. Durch dieses Buch kann man dies besser nachfühlen.

5

Ruhige und nachdenkliche Geschichte 😌

Das Buch hatte für mich eine ruhige und nachdenkliche Geschichte über Kindheit, Familie und das Erwachsenwerden. Die Autorin beschreibt Gefühle und Gedanken sehr einfühlsam und realistisch. Obwohl die Handlung eher ruhig verläuft, hat mich das Buch emotional abgeholt und zum Nachdenken gebracht.

Ruhige und nachdenkliche Geschichte 😌
5

Kindheit

Eine tolle einfühlsame Reise durch die Kindheit mitreißend erzählt. Marlen Haushofer hat einen besonderes Talent den Leser in die Geschicht zu ziehen.

3

Marlen Haushofers Kindheitsroman

Der „Himmel der nirgendwo endet“ ist die komplexe Erwachsenenwelt, die sich der kleinen Meta erst überfordernd entgegenstellt und die sie dann mit zunehmendem Alter in sich aufnimmt. Mit ihren sehr unterschiedlichen Eltern und dem kleinen Bruder wächst sie in einem österreichischen Forsthaus mitten im Nirgendwo auf. Meta ist höchst sensibel, nimmt ihre Umgebung sehr genau wahr. Dabei ist sie von vielem überfordert und abgestoßen und wiederum von vielem eingenommen und angezogen. Mit ihrer Mutter wird sie so gar nicht warm, was auf Gegenseitigkeit beruht. Der Vater hingegen bereichert sie ungemein mit seinen eigenen Geschichten, die er ihr erzählt, aber auch den literarischen Klassikern, mit denen er sie versorgt. Meta versucht die Erwachsenenwelt zu verstehen, scheitert aber oft daran, und sucht die heilsame Klarheit der Naturerfahrungen. Inmitten dieser Irrungen und Wirrungen bildet sich schließlich eine jugendliche Identität heraus. Marlen Haushofer gelingt, wie auch in „Die Wand“, eine Atmosphäre, die maßgeblich von der Nähe zur Natur geprägt wird. Der Plot mäandert auch hier unstrukturiert und weitestgehend höhepunktlos vor sich hin. Hin und wieder schafft Haushofer eine authentische Emotionalität zwischen den Welten Kindheit und Erwachsensein, die allen Leser*innen Anknüpfungspunkte an das eigene Leben liefern kann. Im Großen und Ganzen fehlten mir aber die starken Motive, die großartigen Zitate, die wirklich bewegenden Momente.

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