Herzmuschelsommer
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Book Information
Author Description
Julie Leuze, geboren 1974, näherte sich dem Bücherschreiben über den Umweg des Journalismus an: Nach dem Studium der Neueren Geschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Konstanz und Tübingen absolvierte sie eine Ausbildung zur Fachjournalistin (DFJS). Einige Jahre lang arbeitete sie freiberuflich für eine Tageszeitung und verschiedene Zeitschriften. Mittlerweile widmet sie sich ganz dem Schreiben von Romanen. Die Themen, die Julie Leuze in ihren Büchern aufgreift, sind sehr unterschiedlich, eines aber ist ihr immer wichtig: eine starke, berührende Liebesgeschichte. Ihr erstes Jugendbuch, "Der Geschmack von Sommerregen", gewann im Jahr 2014 den Literaturpreis für den besten deutschsprachigen Liebesroman, die "Delia". Julie Leuze lebt mit ihrer Familie in Stuttgart.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Großartiges Buch für den Sommer
Es hat sich super schnell und angenehm gelesen. Außerdem fand ich den Inhalt sehr ansprechend. Deshalb hätte ich mir einige Dinge noch ein bisschen detaillierter beschrieben gewünscht. Vor allem zum Schluss ging auf einmal alles viel zu schnell. Aber trotzdem hat es mir sehr gut gefallen. Eine süße Lovestory, die aber trotzdem viele wichtige Themen anspricht.
3.5 Ich bin unglaublich schwer in das Buch reingekommen. Ich kann gar nicht mal erklären woran es gelegen hat, aber die Geschichte konnte mich einfach nicht packen. Außerdem fand ich Kim's Situation zunächst sehr verwirrend. Ich hatte zwar eine Ahnung, aber ich fand auch, dass es erst relativ spät aufgelöst wurde. Mir hätte es besser gefallen, wenn dies gleich zu Beginn kurz erklärt worden wäre. In diesem Zusammenhang ist mir Kim in der ersten Hälfte sehr auf die Nerven gegangen. Ja, zu erfahren, dass man eigentlich mit den falschen Eltern aufgewachsen ist, muss schlimm sein, besonders in ihrem Alter. Dennoch fand ich ihr Verhalten manchmal einfach zu zickig und unfreundlich. Im Verlaufe der Geschichte erlebt man jedoch ihre Entwicklung und die Suche nach sich selbst. Die zweite Hälfte des Buches hat mir dann deutlich besser gefallen und ich bin auch viel schneller vorangekommen. Die Liebesgeschichte war mir zwar stellenweise etwas zu sehr instalove, aber ok, es ist im Urlaub, da machen die Gefühle was sie wollen. Dennoch gab es einige wirklich schöne und berührende Momente zwischen den beiden, die einem als Leser definitiv ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat. Der Schreibstil der Autorin war wieder sehr angenehm zu lesen, denn dieser ist sehr bildhaft und auch sehr gefühlvoll. Besonders schön beschrieben fand ich auch die sommerliche Atmosphäre in der Bretagne sowie die Verknüpfung mit Sagen der Region. Insgesamt ist dieses Buch ein schönes Buch für den Sommer.
Das Buch beschäftigt sich mit einer interessanten Thematik, zumindest habe ich zuvor kein Buch gelesen, dass sich mit dem versehentlichen Tausch von Kindern im Krankenhaus beschäftigt. Der sich daraus ergebene Konflikt zwischen den Eltern, mit denen man aufgewachsen ist, und den leiblichen wird hier sehr anschaulich dargestellt. Kim fährt in die Bretagne, um ihre leiblichen Eltern kennenzulernen, die sich als offen und freundlich herausstellen, und die sehr bemüht sind. Ich bin trotzdem nicht ganz mit ihnen klargekommen, was daran liegt, dass sie mir ein bisschen zu bemüht waren. Das ist jedoch kein Kritikpunkt, sondern reine Sympathiesache und störte auch nicht den Lesefluss. Das Buch ließ sich sehr flüssig lesen, sodass die Seiten quasi an mir vorbeiflogen und es mich irgendwann in seinen Bann zog. Dazu trägt auch bei, dass es sehr locker und humorvoll geschrieben ist. Zudem muss ich an dieser Stelle den Schreibstil hervorheben, der Bilder vor meinem inneren Auge beschwörte. Bilder von der malerischen Kulisse der Bretagne, den abgelegenen, naturbelassenen Wäldern, Steilküsten und Stränden sowie dem unberechenbaren, tosenden Meer und den alten Dörfern. Zudem bindet die Autorin auch bretonische Sagen ein, die dem Ganzen dann etwas Mystisches verleihen - und die auch eine gewisse Spannung schüren. Eine mystische, manchmal leicht unheilvolle Atmosphäre ist auf jeden Fall gegeben. Zu Beginn wird man direkt in die Geschichte hineingeworfen, sodass einerseits keine Längen auftreten, andererseits die Informationen aber auch erst nach und nach gegeben werden. Manche Zusammenhänge werden auch in knappen Rückblicken erklärt, gegen Ende teilweise auch aus einer anderen Perspektive mit dem Er-Erzähler im Präteritum, was sich dann zudem aufgrund der Kursivsetzung von der üblichen Erzählweise im Präsens und aus der Ich-Perspektive abhebt. Allerdings waren einige Aspekte nicht direkt neu und oft relativ vorhersehbar. Zum Beispiel wäre da die Tatsache, dass Kim eine Beziehung mit einem gut aussehenden, reichen Typen hat, mit dem aber nicht mehr so wirklich auf einer Wellenlänge ist. In der Bretagne lernt sie dann Padrig kennen und allmählich entwickelt sich zwischen den beiden etwas, was recht süß ist und sich mitverfolgen lässt. Kim hat außerdem eine Leidenschaft fürs Zeichnen, die in die Geschichte eingebettet wird und teilweise durch die Seiten spürbar wird. Sie gibt sich ihren leiblichen Eltern gegenüber Mühe, verschließt sich jedoch gegenüber der Frau, die sie aufgezogen hat, was angesichts der Umstände auch wieder nachvollziehbar ist. Obwohl der Leser ihre Freundin Mia nur als Skypegesprächspartner kennenlernt, hat sie doch eine nicht unwichtige Rolle und ich fand es schön, dass dieser Freundschaft Platz eingeräumt wurde, weil dies authentisch ist. Was alle Charaktere gemeinsam haben, ist, dass sie unglaublich vielschichtig sind und eine Schwarz-Weiß-Einteilung konsequent vermieden wird. Jeder Charakter hat positive wie negative Seiten und viele sind für eine Überraschung gut. Bei jedem wird nach Hintergründe für sein Verhalten gesucht, was ihnen Authentizität verleiht. Fazit: Eine flüssig zu lesende, süße Liebes- und teils vorhersehbare Selbstfindungsgeschichte inmitten eines inneren Konfliktes in der Bretagne mit sehr vielschichtigen Charakteren, beschrieben mit einem Schreibstil, der Bilder vor dem inneren Auge und eine mystische, teils unheilvolle Atmosphäre erweckt
Kim erfährt von ihrer Mutter, dass sie als Baby im Krankenhaus vertauscht worden ist. Mit dieser Information bricht Kims Welt zusammen. Sie redet sich ein, dass ihre Mutter sie gar nicht liebt, dass sie viel lieber ihre leibliche Tochter hätte. So entscheidet sie sich, den Sommer bei ihren genetischen Eltern in der Bretagne zu verbringen. Dies wäre ja schon genügend Stoff für eine interessante Geschichte, doch dann lernt Kim den nachdenklichen Padrig kennen, der sehr viel Zeit auf der Klippe am Meer verbringt. Die zwei beginnen, die Zeit gemeinsam zu verbringen und schnell realisiert man, dass sich beide von etwas ablenken wollen. Kim ist eine sympathische Protagonistin, die plötzlich in eine Identifikationskrise stürzt. Sind ihre 'Eltern' nun noch ihre Eltern? Hätte ihre Mutter nicht lieber ihre leibliche Tochter? Zu wem und wohin gehört sie nun? In dieser schwierigen Situation lernt sie Padrig kennen, der ihr die Gegend zeigt und mit dem sie reden kann. Auch Padrig ist mir schnell ans Herz gewachsen, denn man spürt, dass er ein grundgütiger Mensch ist, aber einen Schicksalsschlag erleben musste, der ihn einfach nicht mehr loslässt. Ich habe "Herzmuschelsommer" geliebt. Mit meinen Eltern bin ich früher beinahe jedes Jahr in die Bretagne gefahren und mir gefällt die Region wahnsinnig gut. Julie Leuze hat viel Hintergrundwissen und einige Sagen der Bretagne einfliessen lassen, so dass eine dichte, zum Teil sogar mystische Atmosphäre geschaffen hat. Obwohl "Herzmuschelsommer" eine ruhige Geschichte ist, konnte sie mich völlig in ihren Bann ziehen. Geschickt zieht die Autorin den Spannungsbogen an und lässt alles in einem dramatischen Ende zusammenkommen. Nicht alle Reaktionen und Handlungen von Kim waren für mich nachvollziehbar, aber in der Pubertät agiert man nicht immer so, wie das Erwachsene tun würden und dann kommt auch noch ihre schwierige Situation hinzu. Julie Leuzes Schreibstil ist wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen. Sie erzählt ihre Geschichte aus der ich-Perspektive von Kim, so dass man sich wirklich gut in die Protagonistin hineinversetzen und so ihre Gedankengänge besser nachvollziehen kann. Fazit: Einmal mehr ist es Julie Leuze gelungen, in "Herzmuschelsommer" ein kritisches Thema berührend, aber vor allem auch authentisch aufzuarbeiten. Eine feinfühlige Liebesgeschichte und die sagenumwobene Bretagne runden die Geschichte perfekt ab und haben mir fesselnde Lesestunden beschert. "Herzmuschelsommer" und die Bretagne sind definitiv eine (Lese-)Reise wert!
Ich habe dieses Buch im Sale gekauft und wollte es dann auch schnell lesen. Nachdem ich mein eBook beendet hatte, habe ich mit dem Buch angefangen. Den Anfang fand ich spannend wusste aber nicht so ganz genau was mich erwarten wird. An manchen Stellen fand ich es schön und spannend und an andere stellen langweilig und auch minimal gruselig. Ich weiß nicht wie ich die Charaktere fand. An manchen Stellen fand ich das Verhalten von ihnen echt unmöglich und konnte mich zudem auch garnicht richtig in Kim hineinversetzen. Das Ende war dann doch in Ordnung aber ich hätte gerne detailliert Parigs Freunde und Verwandten kennengelernt und auch mehr von dem zusammen leben mit Kim und ihren beiden Familien. Das Buch war jetzt nicht schlecht und ich bin trotz allem froh es gelesen zu haben und würde jedem empfehlen sich eine eigene Meinung zum Buch zu machen. (Sorry für die Rechtschreibung für mich geht es hier aber nur um das Buch)
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
Julie Leuze, geboren 1974, näherte sich dem Bücherschreiben über den Umweg des Journalismus an: Nach dem Studium der Neueren Geschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Konstanz und Tübingen absolvierte sie eine Ausbildung zur Fachjournalistin (DFJS). Einige Jahre lang arbeitete sie freiberuflich für eine Tageszeitung und verschiedene Zeitschriften. Mittlerweile widmet sie sich ganz dem Schreiben von Romanen. Die Themen, die Julie Leuze in ihren Büchern aufgreift, sind sehr unterschiedlich, eines aber ist ihr immer wichtig: eine starke, berührende Liebesgeschichte. Ihr erstes Jugendbuch, "Der Geschmack von Sommerregen", gewann im Jahr 2014 den Literaturpreis für den besten deutschsprachigen Liebesroman, die "Delia". Julie Leuze lebt mit ihrer Familie in Stuttgart.
Posts
Großartiges Buch für den Sommer
Es hat sich super schnell und angenehm gelesen. Außerdem fand ich den Inhalt sehr ansprechend. Deshalb hätte ich mir einige Dinge noch ein bisschen detaillierter beschrieben gewünscht. Vor allem zum Schluss ging auf einmal alles viel zu schnell. Aber trotzdem hat es mir sehr gut gefallen. Eine süße Lovestory, die aber trotzdem viele wichtige Themen anspricht.
3.5 Ich bin unglaublich schwer in das Buch reingekommen. Ich kann gar nicht mal erklären woran es gelegen hat, aber die Geschichte konnte mich einfach nicht packen. Außerdem fand ich Kim's Situation zunächst sehr verwirrend. Ich hatte zwar eine Ahnung, aber ich fand auch, dass es erst relativ spät aufgelöst wurde. Mir hätte es besser gefallen, wenn dies gleich zu Beginn kurz erklärt worden wäre. In diesem Zusammenhang ist mir Kim in der ersten Hälfte sehr auf die Nerven gegangen. Ja, zu erfahren, dass man eigentlich mit den falschen Eltern aufgewachsen ist, muss schlimm sein, besonders in ihrem Alter. Dennoch fand ich ihr Verhalten manchmal einfach zu zickig und unfreundlich. Im Verlaufe der Geschichte erlebt man jedoch ihre Entwicklung und die Suche nach sich selbst. Die zweite Hälfte des Buches hat mir dann deutlich besser gefallen und ich bin auch viel schneller vorangekommen. Die Liebesgeschichte war mir zwar stellenweise etwas zu sehr instalove, aber ok, es ist im Urlaub, da machen die Gefühle was sie wollen. Dennoch gab es einige wirklich schöne und berührende Momente zwischen den beiden, die einem als Leser definitiv ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat. Der Schreibstil der Autorin war wieder sehr angenehm zu lesen, denn dieser ist sehr bildhaft und auch sehr gefühlvoll. Besonders schön beschrieben fand ich auch die sommerliche Atmosphäre in der Bretagne sowie die Verknüpfung mit Sagen der Region. Insgesamt ist dieses Buch ein schönes Buch für den Sommer.
Das Buch beschäftigt sich mit einer interessanten Thematik, zumindest habe ich zuvor kein Buch gelesen, dass sich mit dem versehentlichen Tausch von Kindern im Krankenhaus beschäftigt. Der sich daraus ergebene Konflikt zwischen den Eltern, mit denen man aufgewachsen ist, und den leiblichen wird hier sehr anschaulich dargestellt. Kim fährt in die Bretagne, um ihre leiblichen Eltern kennenzulernen, die sich als offen und freundlich herausstellen, und die sehr bemüht sind. Ich bin trotzdem nicht ganz mit ihnen klargekommen, was daran liegt, dass sie mir ein bisschen zu bemüht waren. Das ist jedoch kein Kritikpunkt, sondern reine Sympathiesache und störte auch nicht den Lesefluss. Das Buch ließ sich sehr flüssig lesen, sodass die Seiten quasi an mir vorbeiflogen und es mich irgendwann in seinen Bann zog. Dazu trägt auch bei, dass es sehr locker und humorvoll geschrieben ist. Zudem muss ich an dieser Stelle den Schreibstil hervorheben, der Bilder vor meinem inneren Auge beschwörte. Bilder von der malerischen Kulisse der Bretagne, den abgelegenen, naturbelassenen Wäldern, Steilküsten und Stränden sowie dem unberechenbaren, tosenden Meer und den alten Dörfern. Zudem bindet die Autorin auch bretonische Sagen ein, die dem Ganzen dann etwas Mystisches verleihen - und die auch eine gewisse Spannung schüren. Eine mystische, manchmal leicht unheilvolle Atmosphäre ist auf jeden Fall gegeben. Zu Beginn wird man direkt in die Geschichte hineingeworfen, sodass einerseits keine Längen auftreten, andererseits die Informationen aber auch erst nach und nach gegeben werden. Manche Zusammenhänge werden auch in knappen Rückblicken erklärt, gegen Ende teilweise auch aus einer anderen Perspektive mit dem Er-Erzähler im Präteritum, was sich dann zudem aufgrund der Kursivsetzung von der üblichen Erzählweise im Präsens und aus der Ich-Perspektive abhebt. Allerdings waren einige Aspekte nicht direkt neu und oft relativ vorhersehbar. Zum Beispiel wäre da die Tatsache, dass Kim eine Beziehung mit einem gut aussehenden, reichen Typen hat, mit dem aber nicht mehr so wirklich auf einer Wellenlänge ist. In der Bretagne lernt sie dann Padrig kennen und allmählich entwickelt sich zwischen den beiden etwas, was recht süß ist und sich mitverfolgen lässt. Kim hat außerdem eine Leidenschaft fürs Zeichnen, die in die Geschichte eingebettet wird und teilweise durch die Seiten spürbar wird. Sie gibt sich ihren leiblichen Eltern gegenüber Mühe, verschließt sich jedoch gegenüber der Frau, die sie aufgezogen hat, was angesichts der Umstände auch wieder nachvollziehbar ist. Obwohl der Leser ihre Freundin Mia nur als Skypegesprächspartner kennenlernt, hat sie doch eine nicht unwichtige Rolle und ich fand es schön, dass dieser Freundschaft Platz eingeräumt wurde, weil dies authentisch ist. Was alle Charaktere gemeinsam haben, ist, dass sie unglaublich vielschichtig sind und eine Schwarz-Weiß-Einteilung konsequent vermieden wird. Jeder Charakter hat positive wie negative Seiten und viele sind für eine Überraschung gut. Bei jedem wird nach Hintergründe für sein Verhalten gesucht, was ihnen Authentizität verleiht. Fazit: Eine flüssig zu lesende, süße Liebes- und teils vorhersehbare Selbstfindungsgeschichte inmitten eines inneren Konfliktes in der Bretagne mit sehr vielschichtigen Charakteren, beschrieben mit einem Schreibstil, der Bilder vor dem inneren Auge und eine mystische, teils unheilvolle Atmosphäre erweckt
Kim erfährt von ihrer Mutter, dass sie als Baby im Krankenhaus vertauscht worden ist. Mit dieser Information bricht Kims Welt zusammen. Sie redet sich ein, dass ihre Mutter sie gar nicht liebt, dass sie viel lieber ihre leibliche Tochter hätte. So entscheidet sie sich, den Sommer bei ihren genetischen Eltern in der Bretagne zu verbringen. Dies wäre ja schon genügend Stoff für eine interessante Geschichte, doch dann lernt Kim den nachdenklichen Padrig kennen, der sehr viel Zeit auf der Klippe am Meer verbringt. Die zwei beginnen, die Zeit gemeinsam zu verbringen und schnell realisiert man, dass sich beide von etwas ablenken wollen. Kim ist eine sympathische Protagonistin, die plötzlich in eine Identifikationskrise stürzt. Sind ihre 'Eltern' nun noch ihre Eltern? Hätte ihre Mutter nicht lieber ihre leibliche Tochter? Zu wem und wohin gehört sie nun? In dieser schwierigen Situation lernt sie Padrig kennen, der ihr die Gegend zeigt und mit dem sie reden kann. Auch Padrig ist mir schnell ans Herz gewachsen, denn man spürt, dass er ein grundgütiger Mensch ist, aber einen Schicksalsschlag erleben musste, der ihn einfach nicht mehr loslässt. Ich habe "Herzmuschelsommer" geliebt. Mit meinen Eltern bin ich früher beinahe jedes Jahr in die Bretagne gefahren und mir gefällt die Region wahnsinnig gut. Julie Leuze hat viel Hintergrundwissen und einige Sagen der Bretagne einfliessen lassen, so dass eine dichte, zum Teil sogar mystische Atmosphäre geschaffen hat. Obwohl "Herzmuschelsommer" eine ruhige Geschichte ist, konnte sie mich völlig in ihren Bann ziehen. Geschickt zieht die Autorin den Spannungsbogen an und lässt alles in einem dramatischen Ende zusammenkommen. Nicht alle Reaktionen und Handlungen von Kim waren für mich nachvollziehbar, aber in der Pubertät agiert man nicht immer so, wie das Erwachsene tun würden und dann kommt auch noch ihre schwierige Situation hinzu. Julie Leuzes Schreibstil ist wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen. Sie erzählt ihre Geschichte aus der ich-Perspektive von Kim, so dass man sich wirklich gut in die Protagonistin hineinversetzen und so ihre Gedankengänge besser nachvollziehen kann. Fazit: Einmal mehr ist es Julie Leuze gelungen, in "Herzmuschelsommer" ein kritisches Thema berührend, aber vor allem auch authentisch aufzuarbeiten. Eine feinfühlige Liebesgeschichte und die sagenumwobene Bretagne runden die Geschichte perfekt ab und haben mir fesselnde Lesestunden beschert. "Herzmuschelsommer" und die Bretagne sind definitiv eine (Lese-)Reise wert!
Ich habe dieses Buch im Sale gekauft und wollte es dann auch schnell lesen. Nachdem ich mein eBook beendet hatte, habe ich mit dem Buch angefangen. Den Anfang fand ich spannend wusste aber nicht so ganz genau was mich erwarten wird. An manchen Stellen fand ich es schön und spannend und an andere stellen langweilig und auch minimal gruselig. Ich weiß nicht wie ich die Charaktere fand. An manchen Stellen fand ich das Verhalten von ihnen echt unmöglich und konnte mich zudem auch garnicht richtig in Kim hineinversetzen. Das Ende war dann doch in Ordnung aber ich hätte gerne detailliert Parigs Freunde und Verwandten kennengelernt und auch mehr von dem zusammen leben mit Kim und ihren beiden Familien. Das Buch war jetzt nicht schlecht und ich bin trotz allem froh es gelesen zu haben und würde jedem empfehlen sich eine eigene Meinung zum Buch zu machen. (Sorry für die Rechtschreibung für mich geht es hier aber nur um das Buch)









