Hero

Hero

Hardback
3.2146

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Description

Kann man lieben und trotzdem frei sein?

Sie ist Kellnerin, er ist Chefkoch. Früher waren sie befreundet, aber jetzt sind sie verliebt und leben zusammen in einem kleinen Appartement. Als er sie bittet, ihn zu heiraten, gerät Hero in Panik. Denn eines will sie auf keinen Fall sein: die Frau von. Daher nimmt sie sich sieben Tage Bedenkzeit, in denen sie sich schonungslos befragt: Wer ist sie, und was will sie?

HERO ist eine Geschichte darüber, was es für Frauen bedeutet, Nebenfiguren in einer von Männern geschriebenen Welt zu sein. Wie ist es möglich, man selbst zu sein, wenn man das Produkt der Fantasie anderer ist?

Ein intensiver, poetischer Roman über Selbstbestimmung und Liebe

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
224
Price
22.70 €

Author Description

Katie Buckley, in Cornwall geboren, wuchs in Kanada und Großbritannien auf. Sie studierte Kreatives Schreiben an der Londoner Royal Holloway University und erhielt 2021 ein Stipendium als Principal’s Master Scholar. 2021/22 war sie Stipendiatin des Emerging Writer-Programms der London Library.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
68%
10%
15%
27%
53%
57%
92%
100%
43%
71%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
62%
81%
83%
94%

Pace

Fast0%
Slow100%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex100%
Moderate0%
Bildhaft (100%)Poetisch (100%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

35
All
2

Selten konnte ich mit einem Roman so wenig anfangen.Das Grundthema ist interessant, die Umsetzung war nichts für mich.

2

Verwirrt

Der Klappentext versprach meiner Meinung nach einen anderen Inhalt. Die Geschichte war geprägt von übermäßigen Rückblenden und unerklärten Zeitsprüngen, die mich verwirrt zurückließen. Das Ende passte trotz der Kritik gut.

4.5

Ich habs geliebt!

Ich habe erst gedacht, dass ich die Art des Erzählens nicht mag, aber es hat mich total überzeugt. Das Bucb hat viele sehr schöne, tiefgreifende Sätze, viel Ehrlichkeit und beschreibt treffend, was es heißt, als Frau in einer Welt, die auf Männer ausgerichtet ist, sozialisiert zu werden.

4

Hero ist angehende Schriftstellerin und Kellnerin. Ihr Freund fragt sie ob sie ihn heiraten will aber sie zweifelt, nimmt sich Bedenkzeit. Sie hat Angst davor ob sie das überhaupt kann, wer sie dann sein wird. Sie reflektiert die letzten Jahre, ihre Erfahrung mit den Männern. Hier werden stereotype Frauen infrage gestellt und patriarchale Strukturen hinterfragt. Die Frage in dem Buch finde ich richtig interessant. Wie kann eine glückliche Beziehung gelingen und man trotzdem noch komplett bei sich bleiben, bleiben wie man ist? Hero hat eine sehr große Anzahl an Männern, mit denen sie uns hier ihre Erfahrung teilt. Oft sind sie nicht so gut, teilweise verstörend aber trotzdem hat sie sich weiter mit ihnen getroffen. Schon ihre Mutter hatte immer einen Mann an ihrer Seite, konnte nicht allein sein. Der Roman ist witzig und erfrischend geschrieben, mutig und ehrlich. Es werden zwischendurch auch ein paar Geschichten erzählt, die zum Thema passen. Manchmal wurde es fast poetisch und zart aber dann ganz schnell wieder roh. Für mich blieb der Roman leider zu sehr an der Oberfläche und auch die Protagonistin war für mich oft nicht greifbar. Gern hätte ich sie mal geschüttelt. Vielleicht bin ich aber einfach auch nicht mehr Zielgruppe 😉. Ich empfehle den Roman besonders den jungen Leserinnen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen und auf der Suche danach sind, wie sie leben wollen.

4.5

Mal was anderes! Großartiges Buch über das Frau sein!

Ich fand es von der ersten Seite super interessant und spannend. Der Schreibstil ist toll, hat mir wirklich gut gefallen. Sehr realistisch und feministisch geschrieben, kann ich jeder Frau an das Herz legen dieses Buch zu lesen! „Dies ist eine Fiktion. Ich bin ein Mythos. Was ist eine Frau wenn nicht das Produkt fremder Vorstellungen?“ „Es ist eine Falle, sagte meine Mutter. Du glaubst, du bist frei, und dann heiratest du. Dann glaubst du, es ist aushaltbar, und bekommst ein Baby. Und dann - sie breitete die Arme aus - ist es vorbei.“

3

✨ Rezension ✨ Hero | Katie Buckley | Pola Verlag | 225 Seiten | Übersetzt von Sonia Bonné | ⭐️⭐️⭐️

Hero von Katie Buckley ist ein Roman über die Liebe und die Selbstbestimmung. Hero bekommt einen Antrag und sie kann nicht direkt Ja sagen. 7 Tage Bedenkzeit sollen ihr zum Nachdenken genügen und in dieser Zeit reflektiert sie ihre Rolle als Frau, in Beziehungen, in der Gesellschaft und auch die Beziehungen von Eltern und Freunden. Im Grunde hätte das eine tolle Story ergeben können und es waren auch Passagen dabei, die sehr tiefgreifend und eindrücklich die Erfahrungen von Frauen wiederspiegeln, in einer Männergemachten Welt, in der Frau oft als Nebenfigur endet. Aber muss es auch für Hero so enden, wenn sie die Ehe eingeht? Die einzelnen Rückblicke sind durchaus interessant, aber der Stil war sehr schwierig. Das Buch ist in Tage unterteilt, was aber keinen großen Einfluss auf die Struktur hat. Von einem Absatz in den nächsten ist man plötzlich an anderen Orten, Zeiten und mit anderen Protagonisten. Sehr oft war ich vollkommen verwirrt, wo wir uns grade befinden. In Heros Vergangenheit? In der ihrer Eltern und Freunde? Wie alt ist sie grade und mit wem zusammen? Ich war wirklich vollkommen irritiert am Ende des Buches und hab mich gefühlt als hätte ich einen großen Knoten im Gehirn. Es war unglaublich anstrengend zu lesen. Nachdem Cover und Klappe mir so gut gefallen haben und es durchaus gute Momente hatte, kann ich am Ende aber leider nicht mehr als gute gemeinte 3 Sterne vergeben und empfehle das Buch nur eingeschränkt. ❓Welches Buch hat dich zuletzt nicht ganz überzeugt❓

✨ Rezension ✨ 

Hero | Katie Buckley | Pola Verlag | 225 Seiten | Übersetzt von Sonia Bonné | ⭐️⭐️⭐️
4

Mal ein ganz anderer Liebesroman! Ich hab’s gemocht :)

Wer sich anhand der Beschreibung auf dem Cover „eine Liebesgeschichte“ eine klassische Romanze erhofft, wird enttäuscht! Vielmehr teilt Hero mit uns ihre Erfahrungen, welche sie mit einer sehr großen Anzahl an Männern gemacht hat. Diese sind meist nicht positiv, sondern gar verstörend, trotzdem hat sie immer jemanden bei sich, weil sie, wie auch ihre Mutter, einfach nicht allein sein kann. Die Erzählweise wechselt zwischen eigenen Erfahrungen, kleinen Anekdoten und Gespräche mit anderen, der Schreibstil ist hierbei teils poetisch, teilweise aber auch sehr roh und vulgär gewählt. Durch das ständige Wechseln fiel es mir zunächst schwer in die Geschichte reinzukommen. Als ich dann aber die Struktur „durchschaut“ habe, lies es sich gut lesen. Die Hauptthematik des Buch, wie eine Beziehung gelingen kann und man trotzdem noch man selbst bleibt, wird aus mehreren Perspektiven beleuchtet, sodass sich der Leser trotzdem noch seine eigene Meinung, Anhang selbstgemachte Erfahrungen, bilden kann. ⭐️ F A Z I T Ein toller, erfrischender Roman über Selbstbestimmung und das Infragestellen der patriarchalischen Strukturen mit einem ganz besonders poetischen Schreibstil, der zum Nachdenken anregt. Ich hab’s sehr gemocht und deshalb gibt’s von mir 4 ⭐️ !

Mal ein ganz anderer Liebesroman! Ich hab’s gemocht :)
2.5

Zu Glück war es ein kurzes Buch 🙈

Hero bekommt einen Antrag von ihrem Freund, doch braucht sie erstmal Bedenkzeit. Sie reflektiert viele Situationen und die letzten Jahre um zu einer Entscheidung zu kommen. Leider kam ich mit dem Schreibstil nicht zurecht. Es wurde zu oft in Zeit und Ort gesprungen, sodass ich sehr verwirrt war. Die Rückblicke fand ich am interessantesten, aber durch den Stil der Geschichte kam bei mir kein Lesefluss zustande und ich verlor dann auch das Interesse an der Geschichte. Die Protagonistin war für mich zu unnahbar und ich wurde nicht warm mit ihr. Die Message dahinter war gut. Patriarchale Strukturen werden thematisiert und toxische Beziehungen in Heros Vergangenheit aufgerollt. Das hat mir wirklich gut gefallen und hat mich beim lesen auch sehr beschäftigt. Das Buch hat ein tolles Potenzial und für manche sicher großartig, leider nicht für mich.

3

Hero - Eine Protagonistin, die in ziemlich vielen Hinsichten ganz anders ist und denkt als ich. Dennoch habe ich versucht, sie zu spüren und zu verstehen. Es ist mir bis zum Ende hin schwergefallen, aber das ist etwas Persönliches. Das Buch an sich ist gut geschrieben, man bleibt dran und hört zu, macht sich Gedanken über das Gehörte und stellt gesellschaftliche Konzepte infrage. Was am Ende bleibt? Ich glaube, das wird bei jeder Leserin und jedem Leser anders sein. Probiert es selbst.

4.5

Heldin ihrer eigenen Geschichte

Ich muss sagen, Hero hat mich wirklich überrascht. Nicht im Sinne von: „Oh, das hat mir gefallen“ – ich hatte schon erwartet, dass es gut sein könnte –, sondern eher in der Art, wie es geschrieben ist. Es liest sich nicht wie ein klassischer Roman, sondern eher wie ein Tagebuch, ein Gedankenstrom. Man ist ganz nah dran an der Hauptfigur, an ihren inneren Monologen, ihren Erinnerungen, Zweifeln und Beobachtungen. Im Zentrum steht die Entscheidung: Soll sie heiraten oder nicht? Ihr Partner, der im Buch nicht namentlich genannt wird – macht ihr einen Antrag, aber sie ist sich unsicher. Weil das für ihn unverständlich ist, zieht er sich für eine Woche zurück und gibt ihr Zeit zum Nachdenken. Und genau diese Woche begleiten wir. Das Buch ist sehr gedankenfokussiert, fast sprunghaft. Man springt mit ihr von einer Erinnerung zur nächsten, von Beziehung zu Beziehung, von der Gegenwart in die Vergangenheit und schweift dabei auch zu märchenhaften oder mythologischen Einschüben ab. Diese kleinen Geschichten, die dazwischen gestreut sind, haben mir wirklich gut gefallen – sie geben dem Ganzen noch einmal eine andere, tiefere Ebene. Insgesamt würde ich Hero weniger als Liebesgeschichte bezeichnen, sondern eher als einen feministischen Gedankentext. Es geht stark um Weiblichkeit, um patriarchale Strukturen, um die Frage: Kann ich mich binden, ohne mein Selbst zu verlieren? Kann ich Kinder bekommen und trotzdem ich selbst bleiben? Man merkt, dass die Hauptfigur durch viele Erfahrungen geprägt ist – leider auch durch sehr negative: Übergriffigkeit, Objektifizierung, besonders in jungen Jahren. Das zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben und beeinflusst natürlich auch ihr Verhältnis zu Nähe und Bindung. Gerade weil sie sehr attraktiv ist, bekommt sie viel Aufmerksamkeit, erlebt aber auch viel Projektion – und das ist oft alles andere als positiv. Was ich spannend fand: Es geht nicht nur um sie selbst, sondern auch um die Beziehungen ihrer Freundinnen, ihrer Mutter – und darum, wie unterschiedlich Frauen lieben, verletzt werden, sich anpassen oder eben nicht. Das Buch regt sehr zum Nachdenken an. Warum soll ich als Frau eigentlich heiraten? Will ich das wirklich – oder erwartet es einfach die Gesellschaft? Bedeutet Partnerschaft die Aufgabe des Ichs? Ich finde, diese Fragen spiegeln auch stark den heutigen Zeitgeist wider. Ich würde sagen, Hero ist kein Buch, das man mal eben nebenbei liest. Es fordert Konzentration und auch emotionale Offenheit. Aber es lohnt sich. Ich habe mir viele Stellen markiert und möchte das Buch auf jeden Fall irgendwann noch einmal lesen – allein, um zu sehen, ob ich beim zweiten Mal noch tiefer eintauchen kann. Das Ende ist offen – das muss man mögen. Aber ich fand es passend. Das Buch will keine einfachen Antworten geben, sondern einen zum Denken bringen. Und genau das hat es bei mir getan. Mein erstes Buch aus dem Pola Verlag – aber definitiv nicht mein letztes. *Unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar

3

Ein Buch das um die Rolle der Frau geht. Im Leben oder in einer Beziehung.

Also ein Buch das sich flüssig liest und ich hatte das Gefühl im Kopf unserer Protagonistin zu hocken. So wie die Geschichte verläuft, vor allem für das Sprunghafte, las es sich für mich so. Das was auf ein Klappentext steht, passt auch, nur das ich während dem Lesen manchmal den Sinn nicht ganz verstanden hab. War für mich nicht ganz greifbar war.

3.5

Sehr gut geschrieben und ein wichtiges Thema. Leider zu langatmig.

4

,,Dies ist eine Fiktion. Ich bin ein Mythos. Was ist eine Frau, wenn nicht das Produkt fremder Vorstellungen?“

Zu diesem Buch gibt es viele negative Rezessionen. Was ich nicht wirklich verstehen kann. Was ich verstehen kann das du lyrische Sprache nicht für jeden ist. Es ist schwer zu lesen, ich hab für knappe 200 Seiten ein paar Tage gebraucht und musst oft innehalten und über das Felsen nachdenken bzw. überlegen wie die Autorin das meint, was will sie damit sagen? Trotzdem fand ich das schön zu lesen, mal etwas anderes. Sehr Ausdrucksstark. Und die Story rund um Hero, jap das ist tatsächlich der Name der Hauptprotagonistin 😅, ich musste am Anfang ziemlich oft schmunzeln, ich mein wer nennt mit seine Tochter Hero? Aber naja über Geschmack lässt sich ja oft sehr gut streite…zur Story nochmal… Hero bekommt einem Heiratsantrag von der Leeb ihres Lebens aber kann ihn erstmal nicht annehmen. Ihr Freund gibt ihr eine Woche Zeit über ihre gemeinsame Geschichte nachzudenken und ihn dann eine Antwort geben ob sie eine Zukunft mit ihm haben will. Hero erzählt ihre eigene Geschichte darüber eine junge Frau im 21 Jahrhundert, laut Uhr ist es kaum anders als im 15 Jahrhundert. Denn es gibt immer noch zu viele Mädchen, junge Frauen, erwachsene Frauen die auch hunderte Jahre später genau so abwertend und sexualisiert von Männern Betrachtet und behandelt werden. Das diese Form der Macht den Frauen gegenüber immer noch die Männer verseucht. Anders kann ich das nicht beschreiben. Sie erzählt ihre und die Geschichte all der Frauen in ihren Leben, wie schnell eine Frau sich aufgrund von ethnischen, kulturellen und auch finanziellen sich um 100 Grad drehen kann. Für die Liebe eines Mannes, für seine Aufmerksamkeit, für das gesehen werden auch wenn es heißt sich komplett zu verlieren. Und verloren haben viele so einiges damit der Mann an ihrer Seite bleibt. Vor allem sich selbst. Sie erzählt wie schnell schon die jüngsten sexualisiert werden und das die größte Gefahr für ein Mädchen, für eine Frau nicht die Straßen sind sondern die eigenen vier Wände. Ich hatte oft geschluckt beim lesen, mit dem Kopf genickt, weil mir einiges zu bekannt vorkam. Ich hatte manchmal Gänsehaut und auch Sorge das sich all das NIEMALS ändern wird. Das die Welt für immer ein Gefährlicher Ort für Mädchen/Frauen bleiben wird in der sie immer gezwungen sind sich zu verbiegen und aufzugeben nur ein kleines Gefühl der Sicherheit zu haben welches nur ein Faden kurz vorm zerreißen ist. Ein sehr starkes Buch, eine sehr starke Story mit starker Sprache. ❤️ ,,Du magst es nicht, bloßgestellt zu werden, und du hast das Recht auf autonome Entscheidungen. Aber das selbe gilt auch für mich. Wenn wir bei der Autonomiefrage aneinandergeraten, sollte ich nicht aus Prinzip nachgeben müssen“

4

Es ist schon lange her, dass ich so viel Mehrwert für mich aus einem Roman ziehen konnte. Ich markiere grundsätzlich nie Zitate etc. in Büchern - würde ich es aber machen, wäre »Hero« kunterbunt geworden. But first things first, ich habe mir mit der Geschichte und dem Erzählstil wahnsinnig schwer getan. Ich habe gelesen, aber nicht verstanden. Heros Gedanken und Erzählungen waren sehr fragmentarisch, durcheinander, wirr - und da konnte ich mich bis zum Schluss einfach nicht einfinden. Ich wäre gerne mit ihr auf einer Wellenlänge gewesen, habe mir aber schon früh eingestehen müssen, dass es nichts wird. Und trotzdem habe ich Seite um Seite gebannt gelesen. Katie Buckley hat meine eigenen Beobachtungen und mein eigenes Empfinden so oft in einfache, aber in zu 100 % passende Worte verpackt, sodass ich mich wirklich gesehen gefühlt habe. Das war für mich eine krasse Erfahrung. »Hero« war sehr poetisch, stellenweise schmerzhaft, aber auch hoffnungsvoll und selbstbestimmt. Toxische Beziehungen wurden durchbrochen und das weibliche Rollenbild in einer männergemachten Gesellschaft wurde genaustens seziert - und diese Gedanken habe ich aufgesaugt wie ein Schwamm. Mir hat »Hero« gut getan, obwohl ich noch immer nicht weiß, was Hero in den sieben Tagen, in die der Roman aufgeteilt ist, wirklich gemacht hat oder an welchen Stellen nur eine Erinnerung mit dem Leser geteilt wurde. Aber eins weiß ich dennoch: »Hero« hinterfragt, analysiert und gibt Antworten. Und ich will es unbedingt noch einmal lesen.

Post image
5

Anders, Eindringlich, Packend

Hero hat mich echt überrascht – vor allem mit diesem besonderen Schreibstil! Buckley erzählt in der zweiten Person und spricht durchgehend ein „Du“ an. Das schafft eine ganz eigene Nähe, fast so, als würde sie direkt mit einem reden. Keine Namen, keine klare Ich-Stimme – und trotzdem total intensiv. Die Erzählungen sind eher wie kleine Episoden aufgebaut: Erinnerungen, Erfahrungen und Gedanken, die zusammen ein starkes Bild davon zeichnen, was es heißt, als Frau in einer von Männern geprägten Welt zu leben. Mal realistisch, mal märchenhaft – und genau dieser Mix macht das Buch so besonders. Ich mochte, dass Hero keine einfachen Antworten liefert. Es stellt Fragen, regt zum Nachdenken an und verknüpft persönliche Erlebnisse mit Themen wie Macht, Selbstbestimmung und gesellschaftlichem Druck. Alles auf eine ehrliche, verletzliche und gleichzeitig starke Art. Am Ende hatte ich richtig Gänsehaut. Hero ist kein Buch, das man einfach wegliest – es bleibt hängen. Poetisch, emotional und einfach anders.

4

Ein sehr nachdenklicher Roman

Wir begleitet die Protagonistin Hero, die sich mit einem Heiratsantrag auseinandersetzen muss und dadurch beginnt, ihre eigenen Vorstellungen von Identität und Freiheit zu hinterfragen. Die Kapitel sind in Tage aufgeteilt, weil sie eine Woche Zeit hat, ihre Entscheidung zu treffen. Dieses Konzept passt für mich gut zur Geschichte, auch wenn die Erzählung insgesamt ziemlich sprunghaft ist. Die vielen Wechsel zwischen Erinnerungen, aktuellen Gedanken und kleinen Szenen haben mich manchmal irritiert. Was mich allerdings sehr angesprochen hat, war die Art, wie das Buch mit den Themen Selbstbild und Fremdbild umgeht. Die Frage, wie viel von uns wirklich „eigen“ ist und wie viel von Erwartungen anderer geprägt wird, fand ich super interessant. An einigen Stellen habe ich mich selbst ertappt gefühlt, weil solche Gedanken im Alltag ja durchaus auftreten. Gut gefallen hat mir auch, dass Freiheit hier nicht als völlige Unabhängigkeit dargestellt wird. Für mich wirkte es eher wie eine Einladung, darüber nachzudenken, wie man in einer Beziehung bei sich bleiben kann, ohne sich zurückzuziehen. Der Schreibstil ist ruhig und sehr reflektierend. Einige Passagen sind etwas lang, aber sie passen zu der inneren Zerrissenheit der Hauptfigur. Ich würde Hero allen empfehlen, die gern ruhige, charakterzentrierte Romane mögen und Freude daran haben, einer Figur beim Denken zuzusehen.

4

Neue Art zu schreiben, find ich

So schöne Sätze zum Teil.

3

Schwierig zu lesen

Normalerweise fällt mir das Lesen auch schwieriger Texte nicht schwer, bei "Hero" von Katie Buckley war das vollkommen anders.... Als Kellnerin lebt sie mit ihrem Kollegen, dem Chefkoch, zusammen. Eines Tages fragt er sie, ob sie ihn heiraten will. Eine eindeutiges Ja oder Nein fällt ihr schwer , sie braucht Bedenkzeit. Zeit, darüber nachzudenken, wer sie ist und was sie will. Will sie die Frau an seiner Seite sein? Traditionellen Mustern folgen? Mich hat der Klappentext gereizt zu diesem Buch zu greifen. Ich hatte etwas anderes erwartet. Die Auseinandersetzung mit sich selbst, ihrer Vergangenheit und möglicher Zukunft hat stattgefunden, aber vollkommen anders als erwartet. Der Schreibstil der Autorin ist ungewohnt. Es geht nicht chronologisch von Punkt zu Punkt. Die Chronologie findet nur in den Überschriften der Kapitel statt, in denen die Tage nach dem Antrag genannt werden. Innerhalb der Kapitel erfahren wir viel über Hero, ihr Verhältnis zu ihren Eltern, die vielen Männer in ihrem Leben und ihre Empfindungen. Allerdings liest sich die im Klappentext angekündigte Liebesgeschichte eher wie eine Aneinanderreihung von Gedankensplittern im Kopf , Eben unstrukturiert und durcheinander. Mir hat sich z.B. immer wieder die Frage gestellt, von wem Hero gerade berichtet. Ist es Gegenwart oder Vergangenheit? Manchmal klar erkennbar, manchmal eher nicht... Aber auf der anderen Seite spiegelt genau das die innere Zerrissenheit der Protagonistin wieder. Die anderen Personen sind namenlos, eine wörtliche Rede findet nicht statt. Das alles hat meinen Lesefluss nicht gefördert. Die Auseinandersetzung mit der Situation der Frau in der heutigen Gesellschaft und dem Patriarchat ist zu spüren, Aber für mich nicht genug, was aber wohl auch am bereits erwähnten Schreibstil lag. Ich bin mit Hero einfach nicht warm geworden, auch wenn ich sie in Teilbereichen verstehen konnte, in den Splittern ihrer Gedanken. Vielleicht muss ich den Roman noch einmal lesen? Der Grundgedanke des Romans hat seine Berechtigung, die Umsetzung hat mir weniger gefallen. Ich hatte mehr erwartet. Aus den oben genannten Punkten leider nur wohlwollende 3 Sterne von mir!

4

Katie Buckley erzählt fragmentarisch, anekdotisch und fast schon ein bisschen märchenhaft die Geschichte einer Frau. Hero bekommt einen Heiratsantrag von ihrem Freund. Und plötzlich weiß sie gar nichts mehr. Er fragt sie ob sie ihn nicht genug liebt um ja zu sagen. Hero weiß es nicht. Sie hat sieben Tage Zeit um es herauszufinden. In diesen Tagen erzählt uns Hero ihre Geschichte. von den Männern in ihrem Leben. Von ihrer Mutter. Sie erzählt uns Legenden und Märchen über Frauen und Männer. Über Gräueltaten aber auch über die Liebe. Anfangs war ich sehr verwirrt, da Heros Geschichte sehr gestückelt erzählt wird. Doch irgendwann haben mich die verschieden Erzähltöne wirklich begeistert und gut durch den Fluss der Geschichte geführt. Mit "Hero" stellt Katie Buckley ein paar entscheidende Fragen zum Thema Liebe und Beziehung. Kann man frei sein und gleichzeitig lieben? Verliere ich mich selber, wenn ich Teil von jemand anderen bin? Sind Männer alle gleich? Sind sie grausam? Sind wir Frauen grausam? Was ist falsch mit mir oder den Anderen? Dieses Buch hat mich ein bisschen sprachlos und gleichzeitig zum Nachdenken gebracht. Es ist schockierend was Frauen alles durchmachen müssen und auch beeindruckend was wir alles überleben können. Feministisch, klug und bestechend. Unbedingt lesen!

2

Von Hero von Katie Buckley hatte ich mir einen berührenden Roman über Selbstbestimmung und Liebe erhofft, schließlich geht es um Themen, die mich persönlich ansprechen und gerade für meine Altersgruppe eine große Rolle spielen. Umso frustrierender war es bereits, dass mir der Einstieg ins Buch merklich schwerfiel. Ein Lesefluss wollte einfach nicht entstehen. Der Schreibstil wirkte auf mich eher schwerfällig als flüssig und besonders das völlige Fehlen wörtlicher Rede sowie die ständigen Sprünge haben mich immer wieder aus dem Geschehen gerissen. Das war leider eine große Enttäuschung. Auch mit der Protagonistin Hero konnte ich nicht warm werden. Eine echte Verbindung ist für mich nicht entstanden, wodurch es mir schwerfiel, ihre Entwicklung nachzuvollziehen oder mich in ihre Gefühlswelt hineinzuversetzen. Gerade bei einem Roman, der so stark von persönlicher Orientierung und Zukunftsentscheidungen lebt, ist das ein entscheidender Punkt für mich. Unter dem Strich blieb leider zu viel Distanz. Dabei finde ich die Grundthematik des Buches eigentlich sehr spannend. Die Fragen nach Lebenswegen, Selbstbestimmung und Zukunftsentscheidungen sind absolut relevant und hätten großes Potenzial gehabt, mich emotional abzuholen. Insgesamt konnte mich Hero leider nicht überzeugen. Zwei Sterne vergebe ich dennoch: einen für die wichtige Thematik, die im Kern des Romans steckt und einen für das ausdrucksstarke Cover, das sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat.

3.5

ein interessantes buch mit einem, für mich, etwas gewöhnungsbedürftigem schreibstil. als ich im schreibstil drinnen war, fand ich ihn aber sehr sehr schön.

2

Möchte Hero ihren Freund wirklich heiraten? 👰‍♀️ 7 Tage hat sie Zeit, um sich dessen im Klaren zu sein. Sie reflektiert ihr Leben, sich selbst und die toxischen Beziehungen, die sie bereits hinter sich gebracht hat. Die Themen, die aufgerissen werden, waren super spannend und interessant. Sehr gesellschaftskritisch, feministisch und empowernd. 💪🏼 Der Schreibstil, muss ich sagen, hat es mir allerdings wirklich unglaublich schwer gemacht. Sehr poetisch und gleichzeitig super sprunghaft, wie ein Gedankenfluss, dem man nicht richtig folgen konnte. Auch die Protagonistin war nicht wirklich greifbar, und alles wurde gefühlt nur oberflächlich angekratzt. 🤷🏻‍♀️ Ein Buch mit viel Potenzial, das meiner Meinung nach durch den Schreibstil leider etwas zunichtegemacht wird. 🥲

1

Ähm… hä?

Ich habe nach dem Hören viele Fragezeichen. Konnte mit der Protagonistin so gar nicht sympathisieren und finde alles ganz wirr. Vielleicht lag es am Hören und es wäre im Lesen besser, aber so habe ich ehrlicherweise nichts mitnehmen können.

3

Ein Roman über die Liebe und Selbstbestimmung- nachdem Hero einen Heiratsantrag von ihrem Partner erhält, benötigt sie erst einmal Bedenkzeit. Wir begleiten sie dabei, während sie ihre Vergangenheit erneut aufleben lässt, über ihre gemachten Erfahrungen mit Männern berichtet und dabei ihre Rolle als Frau, ihre Beziehung(-en) und die ihres Umfeldes reflektiert. Einzelne Rückblenden haben mir gut gefallen. Allerdings haben mich die plötzlichen Gedankenabrisse und Sprünge (bezogen auf Personen und Zeiten), überwiegend verwirrt zurück gelassen. Daher fiel es mir auch schwer einen roten Faden zu erkennen. Ein außergewöhnlicher und gewaltiger Schreibstil.

3

Ein sehr außergewöhnlicher Schreibstil, der mir das Hören jedoch nicht leicht gemacht hat. Gedankensprünge und -Abrisse haben mich nur schwer folgen lassen. Vielleicht hätte mir das Buch besser gefallen, wenn ich es gelesen hätte, obwohl es mich auch thematisch nicht vom Hocker gerissen hat.

4

"du darfst glücklich sein, weißt du? Es ist okay geliebt werden zu wollen. Ich weiß, sage ich. Ich will aber auch noch andere Dinge."

Tolles Buch, der Schreibstil ist jedoch etwas gewöhnungsbedürftig.

2

Story mit viel Potenzial ohne wirklichen roten Faden!

Hero nimmt sich eine Woche Zeit, um nach einem Heiratsantrag ihr Leben, ihre Beziehungen und die Muster ihrer Vergangenheit zu hinterfragen. Die Themen sind spannend, gesellschaftskritisch und feministisch – und durch die Rückblenden bekommt man einen guten Einblick in Heros Gedankengänge. Allerdings hatte ich große Probleme mit dem sehr poetischen und sprunghaften Schreibstil, wegen dem ich kurz davor war, das Buch abzubrechen. Ich konnte Hero sehr schwer folgen und einiges hat mich verwirrt. Mir hat hier ein klarer roter Faden gefehlt, an dem ich mich hätte orientieren können. Hero ist ein Buch mit viel Potenzial und wichtigen Ansätzen, das für mich jedoch an der Umsetzung und dem verwirrenden Schreibstil scheitert.

2.5

Hmmm also die Grundidee und die Story fand ich ganz nett, besonders da die Gesellschaftskritik sehr toll eingebaut ist. Auch das Ende fand ich sehr gelungen aber den Schreibstil mochte ich nicht und konnte mich auch nicht wirklich dran gewöhnen. Das Erzählte wird super sprunghaft beschrieben, wir springen in Zeiten, von Personen zu Personen und das alles dauernd und ohne erkennbare Linie. Das Buch hat Potential und wenn man den wirren Stil mag ist es bestimmt großartig, für mich war es daher aber leider nicht das richtige.

1.5

Vielschichtig aber schwer greifbar

Ich hatte an dieses Buch bestimmte Erwartungen, da mich der Klappentext zur Selbstfindung sehr angesprochen hat. Ich habe mit einer zusammenhängenden, vielleicht sogar berührenden Geschichte über Selbstfindung, Beziehungen und persönliches Wachstum gerechnet. Bekommen habe ich jedoch etwas anderes. Schon zu Beginn fiel es mir schwer, in den Text hineinzufinden. Der Schreibstil war ungewohnt. Zwar gewöhnt man sich mit der Zeit daran, aber wirklich „in der Geschichte“ war ich nie. Emotional hat mich die Erzählweise leider eher auf Abstand gehalten. Was sich durch das gesamte Buch zieht, sind häufige, teils sehr abrupte Themenwechsel. Für mich ergab sich daraus kein roter Faden. Viele Szenen oder Abschnitte wirkten wie lose Fragmente, die wenig miteinander verbunden sind. Das machte es für mich schwer, der Geschichte zu folgen oder eine tiefere Bedeutung hinter dem Ganzen zu erkennen. Inhaltlich geht es zwar um Selbstreflexion und die Suche nach sich selbst, doch dieser Aspekt ging für mich unter – zu verworren waren die vielen kleinen Geschichten. Diese mögen für die Protagonistin Hero wichtig und prägend gewesen sein, aber für mich als Leserin waren sie mit der Zeit eher ermüdend. Es fühlte sich oft wie eine Aneinanderreihung von Ereignissen an, ohne echten erzählerischen Fortschritt. Gleichzeitig muss man anerkennen, dass das Buch auf literarischer Ebene ambitioniert ist. Die Sprache und Struktur heben sich deutlich von typischen Jugendromanen ab. Wer literarisch anspruchsvollere, experimentelle Texte schätzt, könnte darin eine Stärke sehen. Auch thematisch ist Hero relevant: Das Buch übt Kritik am Patriarchat und thematisiert gesellschaftliche Zwänge und weibliche Selbstermächtigung – allerdings eher subtil und fragmentarisch als klar und stringent. Für Leser*innen, die fragmentarisches Erzählen und experimentelle Formen mögen, wird dieses Buch interessant sein. Ich persönlich konnte weder emotional noch inhaltlich eintauchen und hatte mir vom Klappentext etwas anderes versprochen.

2

„Hero“ von Katie Buckley hat mich leider nicht so vom Hocker gerissen. Die Beschreiebung des Buches habe ich verstanden als: ein Roman in dem die Protagonistin in der Gastronomie als Kellnerin arbeitet, sich in einen Star-Koch verliebt, der sie heiraten möchte und sie nun abwägt, ob sie für immer in seinem Schatten stehen möchte. Bekommen habe ich: 200 Seiten mit wilden Zeitsprüngen. Eine Aneinanderreihung vieler mehr oder weniger traumatischen Kurzgeschichten in dem die Protagonistin mal mehr mal weniger eine Rolle spielt.. Puh, ich bin mit dem Buch einfach nicht so richtig warm geworden. Bis ich verstanden habe, was da eigentlich alles passiert, habe ich im nächsten Kapitel direkt die nächsten Fragezeichen gehabt. Ich hatte große Hoffnungen, die leider nicht erfüllt wurden.

2.5

schwierig, mir hat leider weder der Schreibstil besonders gefallen noch die Geschichte.

2

Leider hat mich das Buch nicht überzeugt ich konnte bis zum Schluss nicht eintauchen

4

Träumerisch realistische Erzählung, eine Frau zu sein. Hero könnte jede von uns sein. Auf der einen Seite hyper realistisch und gleichzeitig nicht scharf genug, wenn es um die dunkelsten Seiten des Frauseins geht. Spannende Perspektive, zieht einen allerdings nicht so in den Bann, da der Rote Faden hier und da fehlt.

4

Hero wird von ihrem Freund gefragt, ob sie ihn heiraten will – und gerät in Panik. Sie nimmt sich sieben Tage Zeit, um über ihre Beziehung, sich selbst und darüber, was sie eigentlich vom Leben will, nachzudenken. „Hero“ ist eine Reise darüber, wie Frauen oft nur Nebenfiguren in einer von Männern geschriebenen Welt sind – und darüber, was es heißt, frei zu sein, während man gleichzeitig jemanden liebt. Es geht um Verlust und Liebe, darum, herauszufinden, wer man ist, wer man sein will, und darum, große Entscheidungen im Leben zu treffen. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen – eine Art Briefform. Es wird oft zwischen verschiedenen Momenten und Personen hin- und hergesprungen, was verwirrend sein kann – aber die Autorin sagt selbst beim Lesen: Es geht nicht darum, immer genau zu wissen, über wen sie gerade spricht. Der Brief ist eine Art Countdown bis zu dem Tag, an dem sie sich entscheiden muss, ob sie heiraten will. Manchmal benutzt das Buch sehr derbe Worte, um Heros Gefühle noch deutlicher zu machen. Ein sehr starkes Buch – ich bin gespannt, was Katie Buckley in Zukunft noch schreiben wird!

4

Ein feministischer Monolog in literarischer Form Katie Buckleys Debütroman "Hero" fragt: Kann man lieben und trotzdem frei sein? Die Autorin, geboren in Cornwall und aufgewachsen in Kanada und Großbritannien, hat Kreatives Schreiben an der Royal Holloway University in London studiert und wurde 2021/22 mit einem Stipendium der London Library ausgezeichnet. Ihr literarisches Debüt erschien 2024 im S. Fischer Verlag und wurde bereits vielfach als literarisches Ereignis im feministischen Diskurs gewürdigt. Worum geht’s genau? Die Protagonistin Hero lebt mit ihrem Partner zusammen, als dieser ihr einen Heiratsantrag macht. Doch statt in Freude auszubrechen, bittet sie um sieben Tage Bedenkzeit. Diese Woche nutzt sie, um sich mit voller Wucht selbst zu befragen: Wer bin ich, und wer darf ich sein, wenn ich "wir" sage? In einer Mischung aus tagebuchähnlichen Reflexionen, Erinnerungen, Gesprächsszenen und literarischen Einschüben rekonstruiert sie ihr Leben, ihre Beziehungen, ihre Ängste und Verletzungen. In der zweiten Person Singular geschrieben, richtet sich die Erzählung an den Partner, aber auch an sich selbst – und indirekt an uns Leser:innen. Meine Meinung Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Der Gedanke, dass eine Frau sich sieben Tage Zeit nimmt, um über einen Heiratsantrag nachzudenken, schien mir eine spannende und sehr gegenwärtige Idee. Der Einstieg fiel mir jedoch nicht leicht: Die Wahl der zweiten Person Singular im Präteritum war ungewohnt, ja irritierend. Doch bald empfand ich genau diese Perspektive als einen klugen Kunstgriff: Sie schafft Intimität, Direktheit, macht mich zur Verbündeten, Zeugin, Adressatin. Der Roman ist erzähltechnisch anspruchsvoll. Hero springt durch ihre Biografie, durch vergangene Beziehungen, schmerzhafte Erlebnisse und feministische Reflexionen. Erzählt wird fragmentarisch, collageartig, fast wie ein literarischer Flickenteppich. Dadurch fehlt eine klassische narrative Struktur, was anfangs herausfordernd ist, aber zunehmend stimmig erscheint. Denn das Fragmentarische entspricht genau dem Prozess, den Hero durchlebt: Ein Zusammenfügen von Erfahrungen, ein Versuch, sich ein eigenes Bild von sich selbst zu machen. Ein zentraler roter Faden: die Erfahrung von Mädchen und Frauen in patriarchalen Strukturen. Die meisten ihrer vergangenen Beziehungen sind von Übergriffigkeit, Dominanz, Abwertung geprägt. Männer, die sie kontrollieren, kleinhalten, manipulieren. Das zieht sich wie ein durchgehendes Thema durch das Buch. Besonders eindrücklich fand ich das Zitat auf Seite 124: "Wenn du weißt, was gut für dich ist, lächle niemals einem Mann zu [...] Gehorsamkeit ist der Preis fürs Überleben." Ein Satz, der mir lange nachgegangen ist, weil er so viel darüber aussagt, wie viele Frauen gelernt haben, sich selbst zu schützen – durch Anpassung, Schweigen, Selbstzensur. Ähnlich kraftvoll ist die Szene mit ihrer Mutter (S. 126): "Du glaubst, du bist frei, und dann heiratest du [...] Und dann – ist es vorbei." Das sind Worte, die generationsübergreifende Prägungen sichtbar machen. Kein Wunder, dass Hero Angst davor hat, in der Rolle der Ehefrau zu verschwinden. Viele ihrer Männer erscheinen als narzisstisch, intellektuell herablassend oder schlicht emotional unzugänglich. Auf Seite 69 etwa heißt es: "Er wollte im Moment leben, was bedeutete: Sprich niemals über die Zukunft, hinterfrag mich nie, hab keine Wünsche oder Bedürfnisse." Hero lässt uns teilhaben an diesen Momenten der Erniedrigung, aber auch an ihrer Wut, ihrem Zorn, ihrer Sehnsucht nach einem Leben jenseits von Rollen und Erwartungen. Ein weiteres Zitat, das mir sehr naheging, steht auf Seite 128: "Ich will wie ein Mann sein. Ich will alles haben können." Es bringt Heros Wunsch nach Autonomie und Gleichwertigkeit auf den Punkt – und zeigt zugleich, wie tief das Gefühl sitzt, dass Frauen diese Selbstverständlichkeit verweigert wird. Und dennoch ist "Hero" kein Opferroman. Vielmehr zeigt er eine Frau auf der Suche: nach sich selbst, nach einer eigenen Stimme, nach einem eigenen Erzählen. "Fortan du zu sein statt ich, klingt für mich wie ein Todesurteil" (S. 148) – dieser Satz bringt genau das auf den Punkt: Die Angst, sich in einer Beziehung zu verlieren, nicht mehr als eigenständiges Ich zu existieren. Auch die literarischen Einschübe – etwa das feministische Märchen über die Meerjungfrau oder Heros Gedanken über Manets Barfrau (S. 35) – fand ich sehr gelungen. Sie erweitern den Text, bieten Metaebenen, und machen deutlich, wie tief Hero mit Literatur, Kunst, weiblichen Erzliniend verbunden ist. Trotz aller starker Szenen hatte ich aber auch Schwierigkeiten mit dem Buch: Hero bleibt für mich über weite Strecken distanziert. Ich habe sie nicht durchgängig gespürt, konnte manche ihrer inneren Bewegungen nicht ganz nachvollziehen. Und auch wenn ich die Fragmentierung als Stilmittel verstehe, wäre mir an manchen Stellen eine klarere Struktur lieb gewesen. Trotzdem – oder gerade deshalb – finde ich: "Hero" ist ein wichtiges Buch. Es bringt vieles zur Sprache, was sonst zu oft verdrängt wird. Es zeigt, wie komplex, schmerzhaft und widersprüchlich weibliche Lebenswege verlaufen können. Und dass es keine einfachen Antworten gibt. Fazit "Hero" ist ein literarisch anspruchsvolles, kluges und feministisches Debüt. Kein Buch zum schnellen Weglesen, aber eines, das bleibt. Eines, das Fragen stellt, die wichtig sind. Und das die Stimmen von Frauen ernst nimmt. Von mir gibt es dafür 3,5 von 5 Sternen.

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