Heimsuchung
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Deutschlektüre
ja, ich musste das Buch lesen, damit ich es demnächst in meinem Deutschkurs behandeln kann. Ansonsten hätte ich es mir wohl nicht ausgesucht. Gefallen hat es mir trotzdem, auch wenn es natürlich nicht die Spannung bietet, die ich sonst in Romanen suche. Es ist die Geschichte eines Hauses und dessen wechselnder Bewohner im Laufe der Zeit. Jedes Kapitel ist einem dieser Bewohner gewidmet, unterbrochen immer von einem Kapitel über den Gärtner. Hier wird deutsche Geschichte sehr metaphernreich und symbolträchtig angerissen, beispielsweise der Nationalsozialismus, die Besatzung durch die Rote Armee oder die beiden deutschen Staaten.
Es fällt mir schwer dieses Buch zusammenzufassen. Ich glaube zu verstehen, was die Autorin mit diesen Buch sagen bzw. aufzeigen will. Die deutsche Geschichte von der Weimarer Republik bis nach dem Mauerfall - inkl. den ungeschönten, brutalen , verstörenden Facetten, aber auch mit Situationen, die nicht zwingend nur auf die deutsche Geschichte angewendet werden kann. Ich empfand es als schwer in das Buch reinzukommen, weil zu Beginn mit keiner Jahreszahl und sehr selten mit Namen gearbeitet wurde. Historische Fakten haben irgendwann einen Aufschluss gegeben. Die einzelne Kapitel passen sich sprachlich der jeweiligen Zeit an. Das ist eine starke Leistung. Auch sonst hat die Autorin sehr viel inhaltlich zu bieten. Aber an dieser Stelle ist eine Triggerwarnung notwendig. An zwei Stellen wird eine Vergewaltigung beschrieben-teils sehr ausführlich. Auch der Mord an einen Kind ist Thema. Ich musste Stellenweise das Buch zur Seite legen, weil das echt heftige Szenen sind. Das dieses Buch aufgrund der oben beschriebenen Szene als Abi Lektüre genutzt wird, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Ein Haus am See in einem Kurort erlebt deutsche Geschichte!
Das Buch ist nicht leicht zu Lesen aufgrund des besonderen Erzählstils von Jenny Erpenbeck und dennoch lohnt sich jede Seite. Eine durch einen NS-Architekten entworfene Villa in einem brandenburgischen Kurort (ich vermute Bad Saarow) beherbergt im Laufe ihres Daseins viele verschiedene Bewohner*innen und Gäste. Jenny Erpenbeck schildert an ihnen schonungslos die bewegende deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts. Das macht sie zum einen auf eine sehr subtile Art und Weise, andere Male findet sie sehr klare Worte für die Schrecklichkeiten dieses Jahrhunderts. Das Buch ist nicht leicht zu Lesen und fordert von den Lesenden eine Portion Konzentration. Aber es lohnt sich in jedem Fall dran zu bleiben und sich auf diese Wortgewalt einzulassen. Triggerwarnung: sexuelle Gewalt, Verfolgung und Vernichtung jüdischen Lebens
Nicht meins
Ich musste das Buch als Schullektüre lesen. Anfangs habe ich mich sogar gefreut, da es nicht schon wieder ein Drama ist, sondern ein relativ zeitgenössischer Roman. Ich fand auch, dass der Inhalt vielversprechend klang. Im Mittelpunkt steht ein Haus in Brandenburg.🏡 Über ein Jahrhundert hinweg – vom Kaiserreich über die NS-Zeit bis hin zur Nachwendezeit – suchen 11 verschiedene Menschen dort nach einem Zuhause. Aber alle werden von ihren Schicksalen heimgesucht.👻 Aus jedem Leben sieht man nur einen kleinen Ausschnitt, und es geht darum, wie gesellschaftliche Strukturen und politische Verhältnisse das Leben eines Menschen prägen. (Die Autorin hat in diesem Haus, über das sie schreibt, selbst gelebt, musste es aber verlassen. Mit dem Buch versucht sie, von ihrem Zuhause Abschied zu nehmen. Die Figur der „unberechtigten Eigenbesitzerin“ ist von ihr selbst inspiriert, und die Figur der „Schriftstellerin“ von ihrer Großmutter.) Anhand des Klappentextes hätte ich mir das Buch vielleicht sogar selbst gekauft, da ich den historischen Aspekt total interessant finde und auch selbst aus Brandenburg komme. Aber mit dem Prolog und spätestens mit dem Anfang des ersten Kapitels hätte ich den Roman abgebrochen und mich über mein verlorenes Geld geärgert.💸🗑 Ich konnte es aber nicht abbrechen. Also bin ich auf das Hörbuch umgestiegen. Anders hätte ich mir das wirklich nicht geben können.😩 Und selbst beim Hören hatte ich unglaublich Schwierigkeiten, der Geschichte zu folgen und nicht mit den Gedanken abzuschweifen.🥱 Mein Problem war der Schreibstil und generell die Umsetzung. Es wurde extrem viel beschrieben, vieles davon fühlte sich überflüssig und unnötig an. Oft wurde keine konkrete Handlung verfolgt, sondern nur die Gedanken der Figuren. Dadurch war es oft ziemlich langweilig. Außerdem gab es viele Zeitsprünge nach kurzen Absätzen, was es schwierig machte, der Geschichte zu folgen. Zudem blieb vieles ungesagt. Man musste sich oft seinen Teil selbst denken. Eigentlich ein interessantes Konzept. Aber bei diesem Buch war ich mir nie sicher, ob ich einfach zu blöd war, um es zu verstehen, oder ob es gar nicht erklärt wurde. Es war einfach frustrierend.🥲 Selbst mein Deutschlehrer meinte, dass er nach jedem Kapitel erst einmal auf seinem Balkon tief durchatmen und eine Pause machen musste.😅 Trotz meiner Kritik würde ich nicht sagen, dass es ein schlechtes Buch ist – im Gegenteil. Ich denke, es spricht viele wichtige Themen und Geschehnisse der deutschen Geschichte an, wie z. B. die Unterdrückung von Frauen oder den Holocaust. Und objektiv gesehen sind diese Aspekte auch gut umgesetzt. Die Autorin hat auf jeden Fall sehr viel Recherchearbeit geleistet!📝 Nur mir geht es beim Lesen um Spaß und Unterhaltung. Ich möchte mich einfach in einer spannenden Geschichte verlieren, ohne groß mein Hirn anstrengen zu müssen, mit offenen Fragen zurückgelassen zu werden oder ständig verwirrt oder gelangweilt zu sein.😴 Hier mal ein paar Rankings der einzelnen Kapitel: Top langweilig🥱 1. DER PROLOG!!! 2. alle Kapitel des Gärtners👨🌾 3. die unberechtigte Eigenbesitzerin 4. die Schriftstellerin 5. eigentlich alle(🫠) Top verwirrend 😵💫 1. der Tuchfabrikant 2. der Großbauer (was zur Hölle ist zwischen dem Fischer und Klara passiert?????) Top verstörend 🤕 1. der Rotarmist (wtf?!?! Ich habe mich nach dem Kapitel so angeekelt gefühlt) 2. der Kinderfreund (die eine Szene hat mich mit einem sehr unguten und verstörten Gefühl zurückgelassen.) "Lieblingskapitel" (😃) 1. der Großbauer (hat mich etwas an ein trauriges Märchen erinnert.) 2. der Kinderfreund (bis auf die eine Szene hat sich das Kapitel nostalgisch angefühlt) Um jetzt zum Ende dieser wahrscheinlich ellenlangen Rezi zu kommen: Heimsuchung von Jenny Erpenbeck ist kein schlechtes Buch, sondern sehr schwere Kost. Das entspricht einfach nicht meinem Buchgeschmack und dem was ich lesen möchte. Wenn man meine Kritikpunkte nicht abschreckend findet und sich von der Thematik des Romans angesprochen fühlt, dem kann ich das Buch weiterempfehlen. Aber ich würde trotzdem gerne auf die Triggerwarnungen aufmerksam machen, da man die schwere Thematik dem Buch nicht ansieht. Es gibt zwei Vergewaltigungsszenen. In beiden sind Minderjährige involviert, und eine wird relativ detailliert beschrieben und ist wirklich sehr verstörend. Tipp: An alle, die das Buch auch als Schullektüre lesen müssen: "Heimsuchung verstehen" (das blaue Buch im Bild) kann ich euch ans Herz legen. Es hat echt geholfen, da die einzelnen Kapitel hier ausführlich interpretiert werden. Charakterisierungen gibt es auch. Online findet man dazu eher wenig. 🏡⛵👨🌾☠️⚰️🪖

Kein Wunder, dass es Schullektüre ist
Das Buch ist stark. Man kann daran auf die gut abgehangene Pädagogen Art einiges deutlich machen. Vor allem das episodenhafte daran fand ich stark.Von den drei Büchern, die ich von Erpenbeck kenne, ist es aber das schwächste. Die Figuren sind mir etwas zu funktional auf Geschichts-Drama geschrieben. Sie hat schon viel lebendigere Figuren geschaffen. Hier kommen sie etwas kurz. Aber dennoch muss man erstmal so einen Roman hinbekommen. Das zeugt schon von großer Kraft.
Literarisch beeindruckend, als Schullektüre herausfordernd bis ungeeignet
„Die Heimsuchung“ von Jenny Erpenbeck erzählt die Geschichte eines Hauses an einem märkischen See und der Menschen, die es im Laufe des 20. Jahrhunderts bewohnen. Von den 1920er Jahren bis in die Nachwendezeit spiegeln sich die politischen Umbrüche und historischen Ereignisse in den Schicksalen seiner Bewohner wider. Erpenbeck schildert eindringlich die verschiedenen Epochen – von der Weimarer Republik über das Dritte Reich und die DDR bis hin zur Zeit nach der Wende – und verleiht jedem dieser Schicksale eine eigene literarische Form. Der Roman ist keine leichte Kost. Erpenbeck verlangt von ihren Lesern, sich intensiv mit der deutschen Geschichte und den damit verbundenen Emotionen auseinanderzusetzen. Ohne ein solides Maß an historischem Wissen wird es schwer, dem Roman zu folgen, denn Erpenbeck lässt viele Leerstellen und Wechsel in der Erzählperspektive, die der Leser selbst füllen muss. Diese narrative Komplexität ist jedoch auch das, was den Roman so besonders macht – man wird gefordert, sich aktiv auf die Geschichte einzulassen und die Zusammenhänge selbst herzustellen. Erpenbecks Schreibstil ist anspruchsvoll: verschachtelte Sätze, Wiederholungen und plötzliche Perspektivwechsel prägen den Text. Man wird in Kapitel hineingeworfen, ohne sofort zu wissen, wer gerade erzählt oder welche Zeit beschrieben wird. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache und kann auf den ersten Blick wie typische „Germanisten-Prosa“ wirken. Doch je weiter ich las, desto mehr wuchs mir das Buch ans Herz – es entwickelt eine ganz eigene Sogwirkung, wenn man sich darauf einlässt. Was dieses Buch so stark macht, sind die tiefen Emotionen, die es vermittelt, und die Art, wie es die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte behandelt. Besonders erschütternd ist das Kapitel der jüdischen Nachbarin, die als Zwölfjährige deportiert wird. Aber auch das Schicksal des Rotarmisten oder des Architekten, der nach dem Krieg alles verliert, bleibt lange im Gedächtnis. Die überraschende Enthüllung am Ende, dass es sich bei diesem Architekten um Albert Speer handelt, verleiht der Geschichte eine bittere Ironie und beleuchtet auf eindrucksvolle Weise die moralische Ambivalenz dieser Figur. Diese Verknüpfung von Geschichte und individuellen Schicksalen regt zum Nachdenken an – genau das, was gute Literatur tun sollte. Sie sollte uns mit unserer eigenen Geschichte konfrontieren, Irritationen schaffen und die Fragen stellen, die uns sonst vielleicht nicht einfallen würden. Trotz dieser Stärken sehe ich als Deutschlehrerin das Buch als Schullektüre durchaus kritisch. Obwohl ich der Meinung bin, dass solche anspruchsvollen Texte ihren Platz in der Oberstufe haben, bleibt die Frage, ob im eng getakteten Schulalltag genügend Zeit ist, um ein derart vielschichtiges Werk angemessen zu behandeln. Viele der historischen Bezüge und erzählerischen Feinheiten setzen eine enge Verzahnung von Deutsch- und Geschichtsunterricht voraus – und genau dafür fehlt oft die Zeit. Schüler, die sich auf solch ein Werk einlassen müssen, brauchen Raum, um die Tiefe der Handlung zu begreifen, und diesen Raum sehe ich im normalen Unterrichtsalltag kaum gegeben. Ein solches Buch „abzuarbeiten“ würde weder unserer Geschichte, noch dem literarischen Werk gerecht werden und könnte für viele Schüler frustrierend, demotivierend und einfach ätzend wirken. Das soll es ja gerade nicht sein! Abschließende Gedanken: „Die Heimsuchung“ ist ein herausragendes literarisches Werk, das tief berührt und Fragen aufwirft, die uns alle betreffen. Aber die zentrale Frage bleibt, ob es im Rahmen der Schulliteratur wirklich die richtige Wahl ist – zumindest, wenn man nicht genug Zeit und Raum hat, um es sachgemäß und adäquat zu erschließen. Dafür ist der Lehrplan der Oberstufe aktuell einfach viel zu überladen. An der Stelle muss unbedingt nachgebessert werden, denn so macht man wirklich niemanden glücklich. ⭐️⭐️⭐️⭐️½
Schwierig...
Einerseits meinen hier Manche was für ein Meisterwerk dieses Buch ist, Andere widerum schreiben, dass sie gerne 0 Sterne gegeben hätten, wenn das auf reado möglich wäre. Boah...und ehrlich? Ich verstehe beide Sichtweisen. Dadurch, dass so viele Zeiten, Geschichten, neue Kapitel aufgeschlagen werden erlebt man diese Nähe zu dieser Zeit. Erpenbeck ist da auch ziemlich knallhart bzw. brutal dabei. Es gibt keine Triggerwarnungen (die hab ich glücklicherweise von meiner Lehrerin gesagt bekommen), Fehlgeburten, Vergewaltigungen und andere Verstörtes Zeugs sind zentrales Thema. Man muss aber leider auch sagen, dass das damals Realität war. Die Judenverfolgung oder das sich Verstecken und hoffen, dass man einen nicht findet, immer auf der Flucht sein bis diese Erlebnisse einen in den Wahnsinn treiben... Daher verstehe ich was die Autorin bezwecken wollte und die Grundidee ist auch toll, aber ... Ja jetzt kommt das Große Aber. Für Leute, die sowas nicht in der Freizeit lesen ist es einfach total anstrengend mitzukommen. Ein Satz geht mal 2 Seiten lang mit Haufen Kommatas. Viele müssen es für's Abi lesen (inklusive ich) und lesen lieber andere Genres wie Romance, Fantasy, Thriller... usw. Das heißt ja: ich bin ein Mensch, der viel liest. Ich bin motiviert, lerne gerne dazu, aber dieses Buch war einfach zu viel. Auch wenn ich mich angestrengt habe alles zu verstehen... Neben den ganzen Stress, die man als 12. Klässer so hat, ist es schwer nochmal sowas Intensives aufgetischt zu bekommen und dann zu erwarten es zu verstehen. Leider gab es auch keine richtige Verbindung zu den verschiedenen Figuren. Vieles wurde einfach wiederholt oder aufgezählt, sodass man sich verliert. Muss leider zugeben habe mich da durchgquält. So leid es mir tut manchmal bin ich auch daneben eingeschlafen. Dieses Buch erfordert einfach viel Konzentration, die ich nicht immer erbringen kann und dieses Langwirige war umsonst. Man hätte es echt kürzer fassen können. Mir hat besonders gut das Ende mit dem Aufräumen gefallen oder die Kapitel des Gärtners sowie die des Mädchen (Doris Kaplan, an sie ist das Buch auch gerichtet, oben Foto) sind mir sehr Nahe gegangen. Der Rotarmist war sehr verstörend... musste das Buch für 2 Tage beiseite legen. Ja liebe Leute, deswegen sage ich mal so 2- 2,5 Sterne ✨️(?) Ich verstehe, was sie bezwecken will, aber es war mir zu komplex.

Wann redet Booktok über Erpenbeck?
Bisschen funny, aber auch sad, finde ich die schlechten Bewertungen und Rezensionen von all den Schüler:innen, die das Buch offenbar in Deutsch lesen mussten und offenbar gehasst haben. Tut mir leid ! Ich kannte die Autorin tatsächlich auch aus dem Deutsch Grundkurs, wo wir „Geschichte vom alten Kind“ gelesen hatten, was ich damals auch schon cool fand. Habe mich auch schon oft gefragt, als ich in eine neue Wohnung gezogen bin, wer wohl schon alles da gewohnt hat und was passiert ist. Das Haus und alle ihre Bewohner:innen an den wesentlichen Meilensteinen deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts zu begleiten, fand ich echt spannend. Und an manchen Stellen auch überraschend krass und schockierend. Das Buch ist kompliziert geschrieben und die langen Satzkonstruktionen empfand ich anfangs auch als anstrengend, bin aber irgendwann reingekommen. Trotzdem ist die Sprache wirklich beeindruckend. Soweit ich das in einer Speed-Recherche überblicken konnte, wird die Autorin vor allem auch international für ihre Arbeit geschätzt. Bei Booktok ist mir das noch nie aufgefallen. Warum eigentlich? Zusammengefasst: Fand ich cool, is nix für zwischendurch gemütlich 🫰
Ein außergewöhnlicher Roman, außergewöhnlich fordernd, für manchen vielleicht sperrig, gar nicht eingängig und doch von solcher Intensität und Kraft, die nachhaltig bewegt. Ein Abriss durch die Geschichte unseres Landes erzählt entlang der Lebensgeschichten der Bewohner eines Hauses an einem märkischen See. Auf nicht einmal 200 Seiten entfaltet Erpenbeck eine poetische Wucht, die ihresgleichen sucht.
Überhaupt nicht mein Fall
Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass es ein Schulbuch ist und wir gezwungen waren, das zu lesen, oder am Buch selbst. Aber für mich war das Buch einfach nur komisch, verwirrend und ich hab überhaupt nicht durch geblickt. Ich musste das Buch wirklich öfters lesen, um die Geschichte in irgendeinem Teil zu verstehen. Deshalb kann ich dem Buch auch nur zwei Sterne geben, aber ich verstehe auch wenn jemand dahinter eine unglaubliche Geschichte und ein gutgeschrieben das Buch sieht. Für mich hat es einfach nur nicht gepasst.
Literarisch und historisch sehr komplex
Das positive zuerst: Der Roman gibt einen guten Einblick in die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts. Wobei es weniger lehrt als bereits vorhandenes Wissen voraussetzt. Eine gute historische Kenntnis ist also wichtig um dem Geschehen besser folgen zu können! Allerdings sollte „Heimsuchung" meiner Meinung nach nicht als Pflichtlektüre fürs Abitur im Unterricht behandelt werden. Denn 1. es ist an einigen Stellen sehr verstörend und evtl. triggernd (v.a. die Kapitel „Das Mädchen" und „Der Rotarmist"). 2. es ist wirklich komplex geschrieben, teilweise sehr unverständlich, durch unnötige Beschreibungen in die Länge gezogen und durch häufige Auflistung von Namen und nüchternen Fakten liefert der Roman wenig Grundlage, sich in die unterschiedlichen Figuren hineinzuversetzen. 3. Man muss sehr genau und zwischen den Zeilen lesen, was ein hoher Zeitaufwand ist und viele Sus durch den schulischen Stress vermutlich wenig Zeit und Muße aufbringen, sich in der Komplexitat mit der Geschichte auseinanderzusetzen, die eigentlich gefordert ist, um den wahren Sinn zu verstehen.

Für mich als Leser okay, als Deutschlehrer grauenhaft
Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Das Lesen des Buches war okay, aber viel hat mich nicht angesprochen. Selbst ich musste immer wieder überlegen, wann gewissen Kapitel spielen und mein geschichtliches Hintergrundwissen benutzen, um Vorgänge zu verstehen. Nur haben die Schüler, die dieses Buch fürs Abi lesen müssen, dieses Wissen noch nicht. Ich frage mich wirklich, wie ich dieses Buch im Unterricht einsetzen soll.
Es ist sehr gut geschrieben und interessant, aber durch die anspruchsvolle Sprache und den besonderen Aufbau nicht immer leicht zu verstehen.
Als ich Heimsuchung gelesen habe, fand ich das Buch sehr eindrucksvoll und ungewöhnlich aufgebaut. Es erzählt die Geschichte eines Hauses und der Menschen, die dort im Laufe der Zeit leben. Dadurch bekommt man einen Einblick in verschiedene Schicksale und historische Ereignisse in Deutschland. Ich fand besonders spannend, dass jedes Kapitel aus einer anderen Perspektive erzählt wird und man sieht, wie sich die Zeiten ändern. Das Haus bleibt gleich, aber die Menschen und ihre Probleme verändern sich. Dadurch wird Geschichte sehr persönlich und emotional dargestellt. Die Sprache ist teilweise poetisch und anspruchsvoll, weshalb ich das Buch nicht immer leicht zu lesen fand. Manche Kapitel waren traurig und haben mich nachdenklich gemacht, weil sie von Verlust, Krieg und Veränderungen im Leben handeln. Insgesamt ist Heimsuchung ein tiefgründiges und literarisch anspruchsvolles Buch, das zeigt, wie eng persönliche Schicksale mit der Geschichte verbunden sind.
Für manche Buchkritiker ist dies ein literarisches Meisterwerk, doch in meinen Augen ist diese Bezeichnung weit von der Realität entfernt. Noch nie habe ich ein derart verwirrendes und kompliziertes Buch gelesen. Die einzelnen Kapitel waren nicht verständlich. Ich konnte selten Zusammenhänge erschließen, weshalb auch keine Lesequalität entstanden ist. Die ständigen Wiederholungen von Fakten und Zahlen haben genervt. Gegen Ende hin habe ich selbst nicht mehr verstanden, welcher Charakter welche Vorgeschichte hatte und im welchen Zusammenhang mit dem Haus stand. Und zuletzt stirbt die einzige Konstante weg: Der Gärtner.
Meiner Meinung nach hat die Autorin hier viel zu viel gewollt. Für mich sind die Handlungsstränge zu stark konstruiert, auf Krampf wurden Leitmotive eingebaut, usw. Hab mich ziemlich durch die Lektüre gequält. Einzig das Kapitel mit dem Mädchen Doris hat mich abgeholt und emotional wirklich berührt. Da hat man gespürt, wie wichtig der Autorin das war. Daher noch 1,5 Sterne.
Liebe Frau Erpenbeck....das war wirklich nichts.
Ich habe schon wirklich viele Bücher gelesen. Davon auch einige Schullektüren, wie dieses Buch. Ob ich diese Bücher selbst gelesen hätte? Wahrscheinlich nicht. Aber waren sie trotzdem verständlich und ich habe den Sinn gesehen warum wir es im Unterricht behandelt haben? Ja. Bei diesem Buch hätte ich am liebsten nach 2 Kapiteln aufgehört zu lesen. Es war eine absolute Qual. Und ich lese viel. Und nicht alle Bücher waren gut, aber das hier war wirklich unterirdisch. Wie so etwas als Literatur bezeichnet werden kann ist mir ein Rätsel. Ich hoffe ich muss nie wieder etwas von Ihnen lesen. Dieses Buch war verstörender als alles was ich bisher gelesen habe und das ganze alles ohne eine Triggerwarnung. Abartig. Da lese ich lieber noch 5 Mal Woyzeck oder Maria Stuart als nochmal etwas von Ihnen. Dieses Buch ist eine reine Heimsuchung.
Warum ist es nicht möglich einmal ein normales, halbwegs gutes Buch in der Schule zu lesen? Also ich fands einfach nur scheiße. Weil ich es echt nicht lesen konnte hab ich es mir angehört. Und die Autorin liest das so unglaublich monoton und langsam vor. Kein Spaß ich hab das auf doppelter Geschwindigkeit gehört. Also es gab vielleicht zwei gute Stellen. Der ganze Rest, insbesondere die Vergewaltigungen die einfach mal nie aufgearbeitet werden, war echt nicht gut.
Dieser Roman hat mich in den letzten Wochen heimgesucht…
Heimsuchung von Jenny Erpenbeck. Ich musste diesen Roman lesen, da er als Pflichtlektüre für das diesjährige Abitur festgelegt worden ist. Dementsprechend habe ich mich sehr ausführlich mit Inhalt, Sprache und Form des Buches beschäftigt. Da diese Bewertung kein Deutschaufsatz werden soll, versuche ich mich kurz zu halten… Heimsuchung handelt von einem Grundstück an einem See in Brandenburg, auf dem von einem Architekten ein Haus gebaut wird. Die 22 Kapitel wechseln stets zwischen einer von 11 Figuren und dem Gärtner ab. Das bedeutet, dass der Leser keine Chance hat einen „Protagonisten“ wirklich näher kennenzulernen, da jede Figur nur in einem Kapitel auftritt. Gerade zu Beginn war das sehr verwirrend, da ich versucht habe mir die vielen Namen der Personen zu merken, bis sich herausstellte, dass diese vollkommen irrelevant sind. Das Buch umfasst den Zeitraum des gesamten 19. Jahrhunderts und zeigt an den Schicksalen der verschiedenen Figuren, die das Haus am See bewohnen, die deutsche Geschichte dieser Zeit auf. Der Roman, welcher von einigen Stimmen als literarisches Meisterwerk bezeichnet worden ist, konnte bei mir in keiner Weise ähnliche Begeisterung auslösen. Viele Kapitel wirkten völlig an den Haaren herbei gezogen, der Schreibstil machte es dem Leser unsagbar schwer am Ball zu bleiben, und der nicht chronologische Aufbau des Buches war teilweise so schwer nachzuvollziehen, dass ich ohne Sekundärliteratur verloren gewesen wäre. Selbst hätte ich mir diesen Episodenroman in keiner Welt ans Bein gebunden. Allerdings war es auf eine Art schön, ein Buch als wirkliches Projekt anzusehen. Meiner Meinung nach wollte die Autorin zu viele komplexe Themen abdecken. Spätestens nach der zweiten Vergewaltigungsszene, in der Minderjährige Charaktere beteiligt waren, musste ich das Buch kurzzeitig schließen und tief durchatmen. Nicht zuletzt weil ich nicht begreifen konnte, wie es dieser Roman geschafft hat als Abiturlektüre für junge Erwachsene herzuhalten, die für das Lesen oftmals sowieso wenig empfänglich sind. Mein Fazit: Diese Lektüre hat mich einige Nerven gekostet und ich bin der Meinung, dass die Themen aufgrund ihrer Bandbreite, der nüchternen Ausformulierung und der jeweils kurzweiligen Thematisierung nicht würdig behandelt worden sind. Vielleicht hat die Autorin etwas zu viel von ihrem Roman gewollt…
Heimatsuche und Heimsuchung
Vorab: Das Buch ist vielleicht eher etwas für geübte LeserInnen, denn liest sich möglicherweise sperrig. Wenn man jedoch einen Zugang finde kann, entfaltet sich ein toll konstruierter Roman um ein Haus an einem See, an dem die Geschichte des 20. Jahrhundert erzählt wird. Es gibt mehrere Kapitel, in denen die Perspektive eines Bewohners oder einer Person, die mit dem Haus in Verbindung steht, gezeigt wird, da gibt es z.B. das Kapitel des Architekten des Hauses, der zur Gruppe Albert Speer gehörte, des jüdischen Nachbarn oder der DDR- Schriftstellerin. Der Gärtner verbindet die Kapitel mit seinen Episoden. Diese verschiedenen Perspektiven sind handwerklich sehr gut miteinander verwoben und ergänzen ihre Blickwinkel auf die Geschichte (des Hauses). Dabei geht vor allem um Heimat, aber auch Verlust der Heimat, Heimsuchung durch die Geschichte, Erinnerung und den Zusammenhang zwischen Mensch und Natur. Am Ende schließt sich der Kreis und der Leser das Buch, das aber noch lange nachhallt und besser wird, je langer man darüber nachdenkt.
Zerstörerische Wirkung der Geschichte oder doch zerstörerische Wirkung des Menschen auf sich selbst?
Heimsuchung von Jenny Erpenbeck hat mich überrascht. Nach etwa 20–30 Seiten hätte ich den Roman fast beiseitegelegt und nicht zu Ende gelesen, da mir der Prolog, die Figur des Gärtners und auch Teile der Erzählung zunächst eher verwirrend als zusammenhängend erschienen. Umso froher bin ich, dass ich es nicht getan habe. Als Mensch, der sich generell für Geschichte interessiert, war ich bereits vom Klappentext angesprochen, und nach und nach entfaltet sich im Roman eine grausame, schonungslose und ehrliche Darstellung von knapp 200 Jahren deutscher Geschichte. Im Mittelpunkt steht dabei nicht eine einzelne Person oder gar eine Familie, sondern ein Grundstück mit zwei Häusern sowie die Schicksale der jeweiligen und ehemaligen Bewohner. Besonders der zu Beginn verwirrende Gärtner wird im Verlauf des Romans immer mehr zu einem Pol stoischer Gelassenheit. Er lässt sich weder durch Regimewechsel noch durch den ständigen Wechsel der Hausbesitzer aus der Ruhe bringen und kommt ausschließlich seiner Arbeit als Gärtner nach. Die Natur bestärkt diese Haltung, da sowohl sie als auch der Gärtner ihren eigenen Routinen folgen – losgelöst von den Zielen eines politischen Systems und weitgehend unabhängig vom jeweiligen Besitzer des Hauses. Veränderungen zeigen sich höchstens in Kleinigkeiten, etwa durch neu gepflanzte Obstbäume, nicht jedoch im grundlegenden Fortbestand des Ortes. Dennoch sei vorweggegriffen: Das Buch spricht viele verschiedene mögliche Triggerpunkte an. Zentral sind immer wieder die Themen Vertreibung, Tod, die Grauen des Krieges, kulturelle Veränderung und Flucht. Die Grauen der Geschichte werden auch sprachlich unterstrichen, etwa durch die häufige Verwendung von Motiven wie Urin und Exkrementen, die eine besonders drastische, körperliche Ebene der Gewalt eröffnen. Erschreckend deutlich wird dargestellt, dass Gewalt, Macht, Brutalität und das damit verbundene Gefälle nicht nur in der großen Geschichte stattfinden, sondern ebenso in privaten und familiären Strukturen – auch heute noch. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies im Kapitel „Kindheitsfreund“. Sinnbildlich stehen dafür die zwei in völlig unterschiedlichen Kontexten stattfindenden Vergewaltigungen. In der Fluchtsymbolik, die aufgrund der zahlreichen Vertreibungen aus Deutschland und nach Deutschland eine zentrale Rolle spielt, wird eindrucksvoll gezeigt, dass mit jeder Fluchtetappe immer mehr Besitz und Statussymbole verloren gehen. Gleichzeitig bleiben immaterielle Dinge – jene, die den Menschen wirklich ausmachen – zumindest teilweise erhalten. Das zentrale Beispiel hierfür ist die Musik. Zusätzlich wird aufgegriffen, dass Flucht nicht ausschließlich aus Verfolgung heraus entsteht, sondern teilweise auch aus ideologischer Überzeugung, etwa wenn politische Systeme wie der Kommunismus von den Flüchtenden bewusst bevorzugt wurden. Auch wird – selbst von der Schriftstellerin innerhalb des Romans, die für sich einen Wahrheitsanspruch erhebt – deutlich, dass Teile der eigenen Biografie, insbesondere jene, die unangenehm oder belastend sind, im von ihr verfassten fiktiven Roman verschwiegen werden. Generell verschwimmen im Werk die Grenzen zwischen Schuld und Verantwortung, da viele zentrale Unglücke von den beteiligten oder umstehenden Personen totgeschwiegen oder verdrängt werden. Die Verworrenheit der dargestellten Ereignisse lässt dabei nicht immer einen klaren Schuldigen ausmachen. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies in der Szene mit dem Rotarmisten, in der bewusst offenbleibt, wer eindeutig als Täter und wer als Opfer zu verstehen ist. Auch im Kapitel „Kindheitsfreund“ wird die Frage aufgeworfen, ob es so etwas wie Schicksal gibt und ob der Kindheitsfreund und die spätere Hausherrin auch ohne den prägenden Einfluss ihrer Väter eine derart enge Verbindung zueinander entwickelt hätten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Buch mit jedem Kapitel fesselnder wird. Besonders hervorheben möchte ich den Schreib- und Erzählstil in den Kapiteln „Das Mädchen“ und „Der Rotarmist“, die beide auf ihre jeweilige Art zugleich fesselnd und abstoßend erzählt sind und den Leser intensiv in das Geschehen sowie die Emotionen der Figuren hineinziehen. Als Kritikpunkt kann ich lediglich anmerken, dass mir manche Themen dadurch, dass jedes Kapitel einen anderen Erzähler besitzt, stellenweise zu kurz kamen – etwa die Familientrennung durch Flucht und Vertreibung im Kapitel „Unterpächter“. P.S.: An die Abiturientinnen und Abiturienten: Verlasst euch nicht zu sehr auf meine Interpretation – Deutsch war schulisch eher nicht meine größte Stärke 😉
Was soll ich dazu sagen?
Ich glaube, bei der Lektüre des Jahrhundertromans kommt es sehr auf Erwartungshaltung und den Leseanlass drauf an. „Heimsuchung“ ist derzeit in einigen Bundesländern Abiturlektüre und wenn man sich intensiv mit der Ganzschrift beschäftigt, kann man ihr einiges abgewinnen und zahlreiche Aspekte an ihr besprechen und abhandeln. Die Sprache ist sehr deskriptiv, teilweise kühl. Jedes Kapitel erzählt eine eigene Geschichte, diese sind durch ein Grundstück am Scharmützelsee untrennbar miteinander verbunden. Wer sich darauf einlässt, wird belohnt, allerdings empfinde ich das Werk für Schüler*innen als nicht gerade dankbar. Es ist viel Recherche sowie auch Kontextwissen notwendig, wenn man es wirklich begreifen möchte.
Was ist das für eine scheise?!
Ich habe es für die Schule gelesen, aber abgesehen davon ar es trotzdem kacke. Die Sätze gehen teilweise über 2 Seiten und am Ende weiß ich nicht mehr was am Anfang stand. Ganze Zeite werden Leute vergewaltigt, umgebracht oder begehen Selbstmord und Fehlgeburten musste man natürlich auch erwähnen. Von einer Frau ein Buch zu lesen, mit so herabschaunder Sprache gegenüber Frauen finde ich schlimm. Zudem wird sehr viel über Fäkalien geschrieben und die Wortwahl ist extrem harsch. Ich nehme absolut nichts aus diesem Buch mit! (aber wie auch wenn ich den Zusammenhang von den einzelnen Kapiteln nicht mal verstehe) Das dieses Buch eine Pflichtlektüre ist und ich darüber eine Arbeit schrieben muss, finde ich verrückt. Warum kann man denn keine guten literarische Werke nehmen?
Gemischt
„Heimsuchung“ von Jenny Erpenbeck ist für die nächsten Jahre Bestandteil des Deutschabiturs in NRW. Ich habe eine gemischte Meinung zu diesem Roman. Positiv ist hervorzuheben, dass es sich dabei um ein literarisch anspruchsvolles Werk handelt, dass durch die Thematik des 2. Weltkrieges und der Nachkriegszeit einen wichtigen Beitrag zu Aufarbeitung und Erinnerungskultur in der Schule leisten kann. Leider muss ich aber sagen, dass ich nur sehr schwer in den Roman reingefunden habe und mich häufig zum Weiterlesen zwingen musste. Ich denke, dass es dabei vor allem an einem fehlenden Spannungsbogen und einer sehr nüchternen Erzählweise liegt. Dieser besondere Stil stellt vermutlich insbesondere im Deutschunterricht eine Herausforderung für Lehrkräfte und Schüler:innen dar.
Ich habe das Buch lediglich ausgewählt, weil es in NRW eine Pflichtlektüre in der Oberstufe ist und ich wissen wollte, mit was sich die SuS momentan auseinandersetzen müssen. Zuerst dachte ich, es handelt sich um eine Horrorgeschichte und es viel mir schwer, ins Buch zu finden. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Genial fand ich die Idee. Wer fragt sich nicht, was vor einem war und was nach einem folgen wird? Die Idee in einem Buch zu verarbeiten und sich dann noch an der deutschen Geschichte entlang zu hangeln fand ich einfach genial. Dabei habe ich mich gerade am Anfang und ab und zu mitten drin gefragt, was mir die Autorin sagen will.
Wir mussten Heimsuchung für die Schule lesen und ich fand es extrem schwierig die Geschichte zu verstehen. Der Schreibstil ist SEHR gewöhnungsbedürftig (sehr lange und verwirrende Sätze) und die Kapitel sind in sich abgeschlossen und zusammhangslos. Die ständigen, unklaren Zeitsprünge machen den Lesefluss nicht einfacher und allgemein las es sich extrem langsam. Wenn man die Story, bzw. das Prinzip der Handlung und des Aufbaus verstanden hat, war es nicht mehr allzu schlimm. Für den Deutschunterricht war es auf alle Fälle ein geeignetes Buch zum interpretieren- in meiner Freizeit hätte ich es jedoch niemals gelesen.
Das Haus lebt
Was kann in einem Haus am See wohl über ein Jahrhundert so passieren? Eine ganze Menge, zeigt Jenny Erpenbeck literarisch hochwertig aber auch ein wenig unbefriedigend. Qualitativ heraus sticht definitiv die Erzählweise, welche dem Haus am See Leben einhaucht und durch kleine Details Verbindungen zwischen den Generationen herstellt. Gerade das Stille, Nebensächliche, was die Sprache vermittelt und was den Roman auf eine besondere Art melancholisch macht, besticht und schreckt gleichzeitig ab. Denn obwohl sich teilweise wirklich schockierende Szenen abspielen, hat man doch das Gefühl, dass irgendwie doch gar nichts passiert. Das plötzliche Ende von Schicksalen, die dann im Raum der Erzählung verhallen, war manchmal sehr unbefriedigend aber auf der andere Seite auch eine intelligente gestalterische Entscheidung. Ich konnte den Text also für seine absolut gekonnte Struktur würdigen und hatte auch einige Sogmomente. Inhaltlich hat mir aber noch irgendeine Möglichkeit der Identifikation gefehlt, die durch die recht anonymen Figuren und die oft nüchterne Sprache verhindert wurde. Überrascht hat mich außerdem, dass dieser Text als Abiturlektüre für einige Bundesländer ausgewählt wurde. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass er Jugendliche in den Bann ziehen und für Literatur begeistern kann.
Für dieses Buch muss es unbedingt Triggerwarnungen geben. Leider fehlen sie bisher. TW: Selbstmord, psychische Erkrankungen, Ableismus, Vergewaltigung, Quälerei in Form von Greultaten der Nazis, Verlust, Lüge, Gewalt, Flucht. Ich habe dieses Buch an 2 Tagen gelesen, es hat etwas soghaftes. Das Buch wird mich in Gedanken noch einige Zeit begleiten. Es schnürte mir teilweise den Atem ab.
Kurz: ist es gut, so mittelmäßig. Würde ich es weiter empfehlen, eher nicht. Ist es die schlimmste aller schullektüren, nein, es gibt schlimmere.
Entweder man gibt diesem buch 1-2 Sterne oder 4-5 Sterne. Ich hab mich da relativ in der Mitte positioniert. Auch ich musste dieses Buch für die schule lesen, es war jetzt nicht das schlimmste von allen aber man musste sich da schon echt rein denken und überlegen was es eigentlich bedeutet um zu verstehen was passiert. Mir hilft es bücher die ich für die schule lesen muss zu anotoeren, trotzdem denke ich mir dann ich hab besseres mit meiner zeit zu tun. Ich mochte ihren schreibstiel einfach nicht.

Es ist sehr intensiv und komplex. Ich brauchte einen Moment, um in die verschiedenen Charaktere und Schreibstile reinzukommen. Insgesamt ist es sehr tiefgründig. Als Schullektüre kann ich es mir nicht vorstellen, obwohl es wirklich wichtig wäre, die geschichtlichen Hintergründe nach 12 bzw. 13 Schuljahren zu kennen.
Sprachlich super und enthält wichtige historische Inhalte
Ich bin leider nicht so ein Fan von historischen Romanen. Ich glaube, dass wird sich nochmal ändern, aber gerade habe ich durchgehend in der Schule historische Lektüren oder einfach nur Geschichte. Jeder der sprachlich begabt ist und gerne rumknobeln will woher dieser Charakter nochmal kommt ist bei Jenny Erpenbeck genau richtig. Viel Spaß mit dem Buch!

Keine leichte Kost, viel Tiefgang. Kein Buch für nebenbei, aber es lohnt sich.
Ein Buch über ein Haus am See und dessen Bewohner*innen über die lange Zeit von der Weimarer Republik bis heute. Jeder Person wird hierbei ein Kapitel gewidmet und alles wird von Anfang bis Ende vom Leben des Gärtners umflochten, der mit dem Haus als junger Mann ankommt und kurz vor dem Abriss des Hauses verschwindet. All die Leben im Haus, die auf den ersten Blick nicht immer direkten Bezug zueinander haben, werden durch das Haus und die Heimsuchung durch ihre und die Vorgeschichte des Hauses verbunden. So werden beispielsweise immer wieder Gegenstände vergraben und von nachfolgenden Generationen ans Licht geholt, aber auch Veränderungen an Haus, Garten und Grundstücksgrenze vorgenommen. Schwere Kost und ein Verständnis für die Deutsche Geschichte ist zwingend notwendig, um die Verbindung zwischen den einzelnen Kapiteln Menschen und teilweise auch den einzelnen Absätzen zu finden. Der Schreibstil ist ebenfalls ungewöhnlich. Lücken, Wiederholungen, Muster und wiederkehrende Themen durchziehen den Text. Ich habe das Buch gerne gelesen, kann aber jede Kritik von Schüler*innen und Lehrenden verstehen, die dieses Buch als Schullektüre in Frage stellen. Besonders interessant fand ich die Abhandlungen, wie genau Trauungen und Beerdigungen stattzufinden haben. Manches habe ich noch nie gehört.
Nicht sehr gelungen
Für mich wahr der Klappentext zunächst sehr ansprechend. Die Idee dahinter ist auch sehr interessant, ein Haus und dessen Vergangenheit zu zeigen. Aber für mich war (fast) jedes Kapitel sehr langweilig. Aber zuerst etwas positives. Manche Charaktere (vorallem die Frauen) empfand ich als gut charakterisiert. Es war an manchen Stellen sogar aufregend, deren Schicksal zu erlesen. Jedoch ,durch die schwierige Sprache, fiel es mir schwer mitzuhalten und mal ehrlich mich interessiert auch nicht, wie jeder Baum gewachsen ist im Garten. In dieser Zeit ist das Buch als Schulkektüre sehr unpassend. Der Trend geht weg von Büchern und hin zu Sozialen Medien. Dieses Buch verschlimmert die Lage und bringt jeden dazu, der ein Buch pro Jahr liest, gar keine Bücher mehr zu lesen.
Ich habe das Gefühl, dieses Buch sucht mich gleich heim…
…denn so verloren, wie ich mich beim Anhören gefühlt habe, könnte man meinen, der Titel ist Programm. „Heimsuchung“ von Jenny Erpenbeck mag für manche Kritiker ein literarisches Meisterwerk sein – für mich war es in erster Linie ein einziges Chaos. Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich derart verwirrt und gleichzeitig genervt hat. Der Schreibstil ist zweifellos anspruchsvoll, was per se nichts Schlechtes sein muss – aber wenn die Sprache so verkopft und verschachtelt daherkommt, dass man am Ende eines Satzes nicht mehr weiß, wo der Anfang war, wird Lesen zur Tortur. Ganze Kapitel wirkten auf mich wie Puzzles ohne Randteile. Ich konnte keine klare Linie erkennen, keine nachvollziehbare Struktur. Figuren tauchen auf, verschwinden wieder, bleiben blass – und ihre Verbindungen zueinander? Ein Buch mit vielen Leerstellen – leider nicht auf die gute Weise. Als Deutschlehrerin frage ich mich ernsthaft, wie Schüler*innen in der Oberstufe mit so einem Text arbeiten sollen. Es fehlt schlichtweg die Zeit (und oft auch die Nerven), um sich durch dieses stilistische Dickicht zu kämpfen. Ein Werk, das man erstmal dreifach entschlüsseln muss, bevor überhaupt ein Zugang entstehen kann, eignet sich meiner Meinung nach nicht als Pflichtlektüre – zumindest nicht in einem schulischen Kontext, der ohnehin schon überladen ist. Statt Lernmotivation entstehen hier Frust und Ablehnung gegenüber Literatur. Natürlich berührt das Buch große Themen: Heimat, Erinnerung, Verlust. Doch diese emotionalen Tiefen erreichen mich als Leserin kaum, weil sie hinter der sprachlichen Schwere fast verschwinden. Mein Fazit: Anspruch und Wirrwarr allein machen noch keine gute Schullektüre. Für mich war Heimsuchung leider ein literarischer Albtraum – und mit 0,5 Sternen bewertet, weil ich es immerhin durchgelesen habe.
Oha. Jenny Erpenbecks Buch wird wohl das anspruchsvollste im gesamten Abiturkanon sein. Ich habe es einfach so weggelesen, fand es unglaublich fesselnd. Das Kommen und Gehen der einzelnen Charaktere sowie ihre Schicksale und Geschichten sind in ihrer Darstellung schon herausfordernd, aber doch greifbar, sie sammeln sich um das Haus als eigentlichen Protagonisten des Buches, neben dem Gärtner als Konstante. Die Schicksale selbst sind oft harter Tobak. Geschichtliches Hintergrundwissen, zumindest grob, sollte vorhanden sein, um die gesamte Tragweite spüren zu können. Für Schüler sicher echt nicht einfach und eine Herausforderung, an der man aber sicher wachsen kann.
Anspruchsvoll, verwirrend und trotzdem unverzichtbar
Ja, man sollte schon dranbleiben, wenn man diesen Roman lesen möchte. Es tauchen so viele Figuren in verschiedenen Zeitebenen auf, dass eine zu lange Lesepause mich total rausgebracht hätte. Anhand der Geschichte eines Hauses durch die Zeitgeschichte zu wandern, ist durchaus eine geniale Idee und das ist Jenny Erbenbeck auch gut gelungen, aber ich bin an einigen Stellen fast an der Sprache verzweifelt. Viele Sätze bzw. Halbsätze und Worte werden immer wieder wiederholt, die indirekte Rede war auch nicht ganz so mein Ding. Inhaltlich fand ich es jedoch sehr wertvoll, obwohl es für mich nicht einfach zu lesen war.
Langweilig
Ich musste das Buch lesen, da es Thema im Abitur ist. Es ist teilweise interessant und man möchte gerne weiter lesen, aber zum Großteil ist es langweilig und zieht sich total in die Länge. Außerdem sollten definitiv Triggerwarnungen ausgesprochen werden bevor man beginnt das Buch zu lesen.
Schrecklich
Dieses Buch ist schrecklich geschrieben. Dass die Kapitel nicht in der chronologischen Reihenfolge sind, ist nicht das nervigste, aber diese ganzen Wiederholungen, vor allem bei dem Architekten, sind einfach nur extrem nervig. Die ganzen Charaktere kommen mir Schizophren vor, genau wie die Autorin. Das Buch ist von der Sprache her überhaupt nicht für Schüler geeignet. Es macht keinen spaß zum lesen und ist einfach nur extrem nervig und kompliziert. Leider ein Griff ins Klo. ( Das ist schade, da die Geschichte sehr spannend und informativ hätte sein können)
Description
Book Information
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Deutschlektüre
ja, ich musste das Buch lesen, damit ich es demnächst in meinem Deutschkurs behandeln kann. Ansonsten hätte ich es mir wohl nicht ausgesucht. Gefallen hat es mir trotzdem, auch wenn es natürlich nicht die Spannung bietet, die ich sonst in Romanen suche. Es ist die Geschichte eines Hauses und dessen wechselnder Bewohner im Laufe der Zeit. Jedes Kapitel ist einem dieser Bewohner gewidmet, unterbrochen immer von einem Kapitel über den Gärtner. Hier wird deutsche Geschichte sehr metaphernreich und symbolträchtig angerissen, beispielsweise der Nationalsozialismus, die Besatzung durch die Rote Armee oder die beiden deutschen Staaten.
Es fällt mir schwer dieses Buch zusammenzufassen. Ich glaube zu verstehen, was die Autorin mit diesen Buch sagen bzw. aufzeigen will. Die deutsche Geschichte von der Weimarer Republik bis nach dem Mauerfall - inkl. den ungeschönten, brutalen , verstörenden Facetten, aber auch mit Situationen, die nicht zwingend nur auf die deutsche Geschichte angewendet werden kann. Ich empfand es als schwer in das Buch reinzukommen, weil zu Beginn mit keiner Jahreszahl und sehr selten mit Namen gearbeitet wurde. Historische Fakten haben irgendwann einen Aufschluss gegeben. Die einzelne Kapitel passen sich sprachlich der jeweiligen Zeit an. Das ist eine starke Leistung. Auch sonst hat die Autorin sehr viel inhaltlich zu bieten. Aber an dieser Stelle ist eine Triggerwarnung notwendig. An zwei Stellen wird eine Vergewaltigung beschrieben-teils sehr ausführlich. Auch der Mord an einen Kind ist Thema. Ich musste Stellenweise das Buch zur Seite legen, weil das echt heftige Szenen sind. Das dieses Buch aufgrund der oben beschriebenen Szene als Abi Lektüre genutzt wird, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Ein Haus am See in einem Kurort erlebt deutsche Geschichte!
Das Buch ist nicht leicht zu Lesen aufgrund des besonderen Erzählstils von Jenny Erpenbeck und dennoch lohnt sich jede Seite. Eine durch einen NS-Architekten entworfene Villa in einem brandenburgischen Kurort (ich vermute Bad Saarow) beherbergt im Laufe ihres Daseins viele verschiedene Bewohner*innen und Gäste. Jenny Erpenbeck schildert an ihnen schonungslos die bewegende deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts. Das macht sie zum einen auf eine sehr subtile Art und Weise, andere Male findet sie sehr klare Worte für die Schrecklichkeiten dieses Jahrhunderts. Das Buch ist nicht leicht zu Lesen und fordert von den Lesenden eine Portion Konzentration. Aber es lohnt sich in jedem Fall dran zu bleiben und sich auf diese Wortgewalt einzulassen. Triggerwarnung: sexuelle Gewalt, Verfolgung und Vernichtung jüdischen Lebens
Nicht meins
Ich musste das Buch als Schullektüre lesen. Anfangs habe ich mich sogar gefreut, da es nicht schon wieder ein Drama ist, sondern ein relativ zeitgenössischer Roman. Ich fand auch, dass der Inhalt vielversprechend klang. Im Mittelpunkt steht ein Haus in Brandenburg.🏡 Über ein Jahrhundert hinweg – vom Kaiserreich über die NS-Zeit bis hin zur Nachwendezeit – suchen 11 verschiedene Menschen dort nach einem Zuhause. Aber alle werden von ihren Schicksalen heimgesucht.👻 Aus jedem Leben sieht man nur einen kleinen Ausschnitt, und es geht darum, wie gesellschaftliche Strukturen und politische Verhältnisse das Leben eines Menschen prägen. (Die Autorin hat in diesem Haus, über das sie schreibt, selbst gelebt, musste es aber verlassen. Mit dem Buch versucht sie, von ihrem Zuhause Abschied zu nehmen. Die Figur der „unberechtigten Eigenbesitzerin“ ist von ihr selbst inspiriert, und die Figur der „Schriftstellerin“ von ihrer Großmutter.) Anhand des Klappentextes hätte ich mir das Buch vielleicht sogar selbst gekauft, da ich den historischen Aspekt total interessant finde und auch selbst aus Brandenburg komme. Aber mit dem Prolog und spätestens mit dem Anfang des ersten Kapitels hätte ich den Roman abgebrochen und mich über mein verlorenes Geld geärgert.💸🗑 Ich konnte es aber nicht abbrechen. Also bin ich auf das Hörbuch umgestiegen. Anders hätte ich mir das wirklich nicht geben können.😩 Und selbst beim Hören hatte ich unglaublich Schwierigkeiten, der Geschichte zu folgen und nicht mit den Gedanken abzuschweifen.🥱 Mein Problem war der Schreibstil und generell die Umsetzung. Es wurde extrem viel beschrieben, vieles davon fühlte sich überflüssig und unnötig an. Oft wurde keine konkrete Handlung verfolgt, sondern nur die Gedanken der Figuren. Dadurch war es oft ziemlich langweilig. Außerdem gab es viele Zeitsprünge nach kurzen Absätzen, was es schwierig machte, der Geschichte zu folgen. Zudem blieb vieles ungesagt. Man musste sich oft seinen Teil selbst denken. Eigentlich ein interessantes Konzept. Aber bei diesem Buch war ich mir nie sicher, ob ich einfach zu blöd war, um es zu verstehen, oder ob es gar nicht erklärt wurde. Es war einfach frustrierend.🥲 Selbst mein Deutschlehrer meinte, dass er nach jedem Kapitel erst einmal auf seinem Balkon tief durchatmen und eine Pause machen musste.😅 Trotz meiner Kritik würde ich nicht sagen, dass es ein schlechtes Buch ist – im Gegenteil. Ich denke, es spricht viele wichtige Themen und Geschehnisse der deutschen Geschichte an, wie z. B. die Unterdrückung von Frauen oder den Holocaust. Und objektiv gesehen sind diese Aspekte auch gut umgesetzt. Die Autorin hat auf jeden Fall sehr viel Recherchearbeit geleistet!📝 Nur mir geht es beim Lesen um Spaß und Unterhaltung. Ich möchte mich einfach in einer spannenden Geschichte verlieren, ohne groß mein Hirn anstrengen zu müssen, mit offenen Fragen zurückgelassen zu werden oder ständig verwirrt oder gelangweilt zu sein.😴 Hier mal ein paar Rankings der einzelnen Kapitel: Top langweilig🥱 1. DER PROLOG!!! 2. alle Kapitel des Gärtners👨🌾 3. die unberechtigte Eigenbesitzerin 4. die Schriftstellerin 5. eigentlich alle(🫠) Top verwirrend 😵💫 1. der Tuchfabrikant 2. der Großbauer (was zur Hölle ist zwischen dem Fischer und Klara passiert?????) Top verstörend 🤕 1. der Rotarmist (wtf?!?! Ich habe mich nach dem Kapitel so angeekelt gefühlt) 2. der Kinderfreund (die eine Szene hat mich mit einem sehr unguten und verstörten Gefühl zurückgelassen.) "Lieblingskapitel" (😃) 1. der Großbauer (hat mich etwas an ein trauriges Märchen erinnert.) 2. der Kinderfreund (bis auf die eine Szene hat sich das Kapitel nostalgisch angefühlt) Um jetzt zum Ende dieser wahrscheinlich ellenlangen Rezi zu kommen: Heimsuchung von Jenny Erpenbeck ist kein schlechtes Buch, sondern sehr schwere Kost. Das entspricht einfach nicht meinem Buchgeschmack und dem was ich lesen möchte. Wenn man meine Kritikpunkte nicht abschreckend findet und sich von der Thematik des Romans angesprochen fühlt, dem kann ich das Buch weiterempfehlen. Aber ich würde trotzdem gerne auf die Triggerwarnungen aufmerksam machen, da man die schwere Thematik dem Buch nicht ansieht. Es gibt zwei Vergewaltigungsszenen. In beiden sind Minderjährige involviert, und eine wird relativ detailliert beschrieben und ist wirklich sehr verstörend. Tipp: An alle, die das Buch auch als Schullektüre lesen müssen: "Heimsuchung verstehen" (das blaue Buch im Bild) kann ich euch ans Herz legen. Es hat echt geholfen, da die einzelnen Kapitel hier ausführlich interpretiert werden. Charakterisierungen gibt es auch. Online findet man dazu eher wenig. 🏡⛵👨🌾☠️⚰️🪖

Kein Wunder, dass es Schullektüre ist
Das Buch ist stark. Man kann daran auf die gut abgehangene Pädagogen Art einiges deutlich machen. Vor allem das episodenhafte daran fand ich stark.Von den drei Büchern, die ich von Erpenbeck kenne, ist es aber das schwächste. Die Figuren sind mir etwas zu funktional auf Geschichts-Drama geschrieben. Sie hat schon viel lebendigere Figuren geschaffen. Hier kommen sie etwas kurz. Aber dennoch muss man erstmal so einen Roman hinbekommen. Das zeugt schon von großer Kraft.
Literarisch beeindruckend, als Schullektüre herausfordernd bis ungeeignet
„Die Heimsuchung“ von Jenny Erpenbeck erzählt die Geschichte eines Hauses an einem märkischen See und der Menschen, die es im Laufe des 20. Jahrhunderts bewohnen. Von den 1920er Jahren bis in die Nachwendezeit spiegeln sich die politischen Umbrüche und historischen Ereignisse in den Schicksalen seiner Bewohner wider. Erpenbeck schildert eindringlich die verschiedenen Epochen – von der Weimarer Republik über das Dritte Reich und die DDR bis hin zur Zeit nach der Wende – und verleiht jedem dieser Schicksale eine eigene literarische Form. Der Roman ist keine leichte Kost. Erpenbeck verlangt von ihren Lesern, sich intensiv mit der deutschen Geschichte und den damit verbundenen Emotionen auseinanderzusetzen. Ohne ein solides Maß an historischem Wissen wird es schwer, dem Roman zu folgen, denn Erpenbeck lässt viele Leerstellen und Wechsel in der Erzählperspektive, die der Leser selbst füllen muss. Diese narrative Komplexität ist jedoch auch das, was den Roman so besonders macht – man wird gefordert, sich aktiv auf die Geschichte einzulassen und die Zusammenhänge selbst herzustellen. Erpenbecks Schreibstil ist anspruchsvoll: verschachtelte Sätze, Wiederholungen und plötzliche Perspektivwechsel prägen den Text. Man wird in Kapitel hineingeworfen, ohne sofort zu wissen, wer gerade erzählt oder welche Zeit beschrieben wird. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache und kann auf den ersten Blick wie typische „Germanisten-Prosa“ wirken. Doch je weiter ich las, desto mehr wuchs mir das Buch ans Herz – es entwickelt eine ganz eigene Sogwirkung, wenn man sich darauf einlässt. Was dieses Buch so stark macht, sind die tiefen Emotionen, die es vermittelt, und die Art, wie es die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte behandelt. Besonders erschütternd ist das Kapitel der jüdischen Nachbarin, die als Zwölfjährige deportiert wird. Aber auch das Schicksal des Rotarmisten oder des Architekten, der nach dem Krieg alles verliert, bleibt lange im Gedächtnis. Die überraschende Enthüllung am Ende, dass es sich bei diesem Architekten um Albert Speer handelt, verleiht der Geschichte eine bittere Ironie und beleuchtet auf eindrucksvolle Weise die moralische Ambivalenz dieser Figur. Diese Verknüpfung von Geschichte und individuellen Schicksalen regt zum Nachdenken an – genau das, was gute Literatur tun sollte. Sie sollte uns mit unserer eigenen Geschichte konfrontieren, Irritationen schaffen und die Fragen stellen, die uns sonst vielleicht nicht einfallen würden. Trotz dieser Stärken sehe ich als Deutschlehrerin das Buch als Schullektüre durchaus kritisch. Obwohl ich der Meinung bin, dass solche anspruchsvollen Texte ihren Platz in der Oberstufe haben, bleibt die Frage, ob im eng getakteten Schulalltag genügend Zeit ist, um ein derart vielschichtiges Werk angemessen zu behandeln. Viele der historischen Bezüge und erzählerischen Feinheiten setzen eine enge Verzahnung von Deutsch- und Geschichtsunterricht voraus – und genau dafür fehlt oft die Zeit. Schüler, die sich auf solch ein Werk einlassen müssen, brauchen Raum, um die Tiefe der Handlung zu begreifen, und diesen Raum sehe ich im normalen Unterrichtsalltag kaum gegeben. Ein solches Buch „abzuarbeiten“ würde weder unserer Geschichte, noch dem literarischen Werk gerecht werden und könnte für viele Schüler frustrierend, demotivierend und einfach ätzend wirken. Das soll es ja gerade nicht sein! Abschließende Gedanken: „Die Heimsuchung“ ist ein herausragendes literarisches Werk, das tief berührt und Fragen aufwirft, die uns alle betreffen. Aber die zentrale Frage bleibt, ob es im Rahmen der Schulliteratur wirklich die richtige Wahl ist – zumindest, wenn man nicht genug Zeit und Raum hat, um es sachgemäß und adäquat zu erschließen. Dafür ist der Lehrplan der Oberstufe aktuell einfach viel zu überladen. An der Stelle muss unbedingt nachgebessert werden, denn so macht man wirklich niemanden glücklich. ⭐️⭐️⭐️⭐️½
Schwierig...
Einerseits meinen hier Manche was für ein Meisterwerk dieses Buch ist, Andere widerum schreiben, dass sie gerne 0 Sterne gegeben hätten, wenn das auf reado möglich wäre. Boah...und ehrlich? Ich verstehe beide Sichtweisen. Dadurch, dass so viele Zeiten, Geschichten, neue Kapitel aufgeschlagen werden erlebt man diese Nähe zu dieser Zeit. Erpenbeck ist da auch ziemlich knallhart bzw. brutal dabei. Es gibt keine Triggerwarnungen (die hab ich glücklicherweise von meiner Lehrerin gesagt bekommen), Fehlgeburten, Vergewaltigungen und andere Verstörtes Zeugs sind zentrales Thema. Man muss aber leider auch sagen, dass das damals Realität war. Die Judenverfolgung oder das sich Verstecken und hoffen, dass man einen nicht findet, immer auf der Flucht sein bis diese Erlebnisse einen in den Wahnsinn treiben... Daher verstehe ich was die Autorin bezwecken wollte und die Grundidee ist auch toll, aber ... Ja jetzt kommt das Große Aber. Für Leute, die sowas nicht in der Freizeit lesen ist es einfach total anstrengend mitzukommen. Ein Satz geht mal 2 Seiten lang mit Haufen Kommatas. Viele müssen es für's Abi lesen (inklusive ich) und lesen lieber andere Genres wie Romance, Fantasy, Thriller... usw. Das heißt ja: ich bin ein Mensch, der viel liest. Ich bin motiviert, lerne gerne dazu, aber dieses Buch war einfach zu viel. Auch wenn ich mich angestrengt habe alles zu verstehen... Neben den ganzen Stress, die man als 12. Klässer so hat, ist es schwer nochmal sowas Intensives aufgetischt zu bekommen und dann zu erwarten es zu verstehen. Leider gab es auch keine richtige Verbindung zu den verschiedenen Figuren. Vieles wurde einfach wiederholt oder aufgezählt, sodass man sich verliert. Muss leider zugeben habe mich da durchgquält. So leid es mir tut manchmal bin ich auch daneben eingeschlafen. Dieses Buch erfordert einfach viel Konzentration, die ich nicht immer erbringen kann und dieses Langwirige war umsonst. Man hätte es echt kürzer fassen können. Mir hat besonders gut das Ende mit dem Aufräumen gefallen oder die Kapitel des Gärtners sowie die des Mädchen (Doris Kaplan, an sie ist das Buch auch gerichtet, oben Foto) sind mir sehr Nahe gegangen. Der Rotarmist war sehr verstörend... musste das Buch für 2 Tage beiseite legen. Ja liebe Leute, deswegen sage ich mal so 2- 2,5 Sterne ✨️(?) Ich verstehe, was sie bezwecken will, aber es war mir zu komplex.

Wann redet Booktok über Erpenbeck?
Bisschen funny, aber auch sad, finde ich die schlechten Bewertungen und Rezensionen von all den Schüler:innen, die das Buch offenbar in Deutsch lesen mussten und offenbar gehasst haben. Tut mir leid ! Ich kannte die Autorin tatsächlich auch aus dem Deutsch Grundkurs, wo wir „Geschichte vom alten Kind“ gelesen hatten, was ich damals auch schon cool fand. Habe mich auch schon oft gefragt, als ich in eine neue Wohnung gezogen bin, wer wohl schon alles da gewohnt hat und was passiert ist. Das Haus und alle ihre Bewohner:innen an den wesentlichen Meilensteinen deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts zu begleiten, fand ich echt spannend. Und an manchen Stellen auch überraschend krass und schockierend. Das Buch ist kompliziert geschrieben und die langen Satzkonstruktionen empfand ich anfangs auch als anstrengend, bin aber irgendwann reingekommen. Trotzdem ist die Sprache wirklich beeindruckend. Soweit ich das in einer Speed-Recherche überblicken konnte, wird die Autorin vor allem auch international für ihre Arbeit geschätzt. Bei Booktok ist mir das noch nie aufgefallen. Warum eigentlich? Zusammengefasst: Fand ich cool, is nix für zwischendurch gemütlich 🫰
Ein außergewöhnlicher Roman, außergewöhnlich fordernd, für manchen vielleicht sperrig, gar nicht eingängig und doch von solcher Intensität und Kraft, die nachhaltig bewegt. Ein Abriss durch die Geschichte unseres Landes erzählt entlang der Lebensgeschichten der Bewohner eines Hauses an einem märkischen See. Auf nicht einmal 200 Seiten entfaltet Erpenbeck eine poetische Wucht, die ihresgleichen sucht.
Überhaupt nicht mein Fall
Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass es ein Schulbuch ist und wir gezwungen waren, das zu lesen, oder am Buch selbst. Aber für mich war das Buch einfach nur komisch, verwirrend und ich hab überhaupt nicht durch geblickt. Ich musste das Buch wirklich öfters lesen, um die Geschichte in irgendeinem Teil zu verstehen. Deshalb kann ich dem Buch auch nur zwei Sterne geben, aber ich verstehe auch wenn jemand dahinter eine unglaubliche Geschichte und ein gutgeschrieben das Buch sieht. Für mich hat es einfach nur nicht gepasst.
Literarisch und historisch sehr komplex
Das positive zuerst: Der Roman gibt einen guten Einblick in die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts. Wobei es weniger lehrt als bereits vorhandenes Wissen voraussetzt. Eine gute historische Kenntnis ist also wichtig um dem Geschehen besser folgen zu können! Allerdings sollte „Heimsuchung" meiner Meinung nach nicht als Pflichtlektüre fürs Abitur im Unterricht behandelt werden. Denn 1. es ist an einigen Stellen sehr verstörend und evtl. triggernd (v.a. die Kapitel „Das Mädchen" und „Der Rotarmist"). 2. es ist wirklich komplex geschrieben, teilweise sehr unverständlich, durch unnötige Beschreibungen in die Länge gezogen und durch häufige Auflistung von Namen und nüchternen Fakten liefert der Roman wenig Grundlage, sich in die unterschiedlichen Figuren hineinzuversetzen. 3. Man muss sehr genau und zwischen den Zeilen lesen, was ein hoher Zeitaufwand ist und viele Sus durch den schulischen Stress vermutlich wenig Zeit und Muße aufbringen, sich in der Komplexitat mit der Geschichte auseinanderzusetzen, die eigentlich gefordert ist, um den wahren Sinn zu verstehen.

Für mich als Leser okay, als Deutschlehrer grauenhaft
Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Das Lesen des Buches war okay, aber viel hat mich nicht angesprochen. Selbst ich musste immer wieder überlegen, wann gewissen Kapitel spielen und mein geschichtliches Hintergrundwissen benutzen, um Vorgänge zu verstehen. Nur haben die Schüler, die dieses Buch fürs Abi lesen müssen, dieses Wissen noch nicht. Ich frage mich wirklich, wie ich dieses Buch im Unterricht einsetzen soll.
Es ist sehr gut geschrieben und interessant, aber durch die anspruchsvolle Sprache und den besonderen Aufbau nicht immer leicht zu verstehen.
Als ich Heimsuchung gelesen habe, fand ich das Buch sehr eindrucksvoll und ungewöhnlich aufgebaut. Es erzählt die Geschichte eines Hauses und der Menschen, die dort im Laufe der Zeit leben. Dadurch bekommt man einen Einblick in verschiedene Schicksale und historische Ereignisse in Deutschland. Ich fand besonders spannend, dass jedes Kapitel aus einer anderen Perspektive erzählt wird und man sieht, wie sich die Zeiten ändern. Das Haus bleibt gleich, aber die Menschen und ihre Probleme verändern sich. Dadurch wird Geschichte sehr persönlich und emotional dargestellt. Die Sprache ist teilweise poetisch und anspruchsvoll, weshalb ich das Buch nicht immer leicht zu lesen fand. Manche Kapitel waren traurig und haben mich nachdenklich gemacht, weil sie von Verlust, Krieg und Veränderungen im Leben handeln. Insgesamt ist Heimsuchung ein tiefgründiges und literarisch anspruchsvolles Buch, das zeigt, wie eng persönliche Schicksale mit der Geschichte verbunden sind.
Für manche Buchkritiker ist dies ein literarisches Meisterwerk, doch in meinen Augen ist diese Bezeichnung weit von der Realität entfernt. Noch nie habe ich ein derart verwirrendes und kompliziertes Buch gelesen. Die einzelnen Kapitel waren nicht verständlich. Ich konnte selten Zusammenhänge erschließen, weshalb auch keine Lesequalität entstanden ist. Die ständigen Wiederholungen von Fakten und Zahlen haben genervt. Gegen Ende hin habe ich selbst nicht mehr verstanden, welcher Charakter welche Vorgeschichte hatte und im welchen Zusammenhang mit dem Haus stand. Und zuletzt stirbt die einzige Konstante weg: Der Gärtner.
Meiner Meinung nach hat die Autorin hier viel zu viel gewollt. Für mich sind die Handlungsstränge zu stark konstruiert, auf Krampf wurden Leitmotive eingebaut, usw. Hab mich ziemlich durch die Lektüre gequält. Einzig das Kapitel mit dem Mädchen Doris hat mich abgeholt und emotional wirklich berührt. Da hat man gespürt, wie wichtig der Autorin das war. Daher noch 1,5 Sterne.
Liebe Frau Erpenbeck....das war wirklich nichts.
Ich habe schon wirklich viele Bücher gelesen. Davon auch einige Schullektüren, wie dieses Buch. Ob ich diese Bücher selbst gelesen hätte? Wahrscheinlich nicht. Aber waren sie trotzdem verständlich und ich habe den Sinn gesehen warum wir es im Unterricht behandelt haben? Ja. Bei diesem Buch hätte ich am liebsten nach 2 Kapiteln aufgehört zu lesen. Es war eine absolute Qual. Und ich lese viel. Und nicht alle Bücher waren gut, aber das hier war wirklich unterirdisch. Wie so etwas als Literatur bezeichnet werden kann ist mir ein Rätsel. Ich hoffe ich muss nie wieder etwas von Ihnen lesen. Dieses Buch war verstörender als alles was ich bisher gelesen habe und das ganze alles ohne eine Triggerwarnung. Abartig. Da lese ich lieber noch 5 Mal Woyzeck oder Maria Stuart als nochmal etwas von Ihnen. Dieses Buch ist eine reine Heimsuchung.
Warum ist es nicht möglich einmal ein normales, halbwegs gutes Buch in der Schule zu lesen? Also ich fands einfach nur scheiße. Weil ich es echt nicht lesen konnte hab ich es mir angehört. Und die Autorin liest das so unglaublich monoton und langsam vor. Kein Spaß ich hab das auf doppelter Geschwindigkeit gehört. Also es gab vielleicht zwei gute Stellen. Der ganze Rest, insbesondere die Vergewaltigungen die einfach mal nie aufgearbeitet werden, war echt nicht gut.
Dieser Roman hat mich in den letzten Wochen heimgesucht…
Heimsuchung von Jenny Erpenbeck. Ich musste diesen Roman lesen, da er als Pflichtlektüre für das diesjährige Abitur festgelegt worden ist. Dementsprechend habe ich mich sehr ausführlich mit Inhalt, Sprache und Form des Buches beschäftigt. Da diese Bewertung kein Deutschaufsatz werden soll, versuche ich mich kurz zu halten… Heimsuchung handelt von einem Grundstück an einem See in Brandenburg, auf dem von einem Architekten ein Haus gebaut wird. Die 22 Kapitel wechseln stets zwischen einer von 11 Figuren und dem Gärtner ab. Das bedeutet, dass der Leser keine Chance hat einen „Protagonisten“ wirklich näher kennenzulernen, da jede Figur nur in einem Kapitel auftritt. Gerade zu Beginn war das sehr verwirrend, da ich versucht habe mir die vielen Namen der Personen zu merken, bis sich herausstellte, dass diese vollkommen irrelevant sind. Das Buch umfasst den Zeitraum des gesamten 19. Jahrhunderts und zeigt an den Schicksalen der verschiedenen Figuren, die das Haus am See bewohnen, die deutsche Geschichte dieser Zeit auf. Der Roman, welcher von einigen Stimmen als literarisches Meisterwerk bezeichnet worden ist, konnte bei mir in keiner Weise ähnliche Begeisterung auslösen. Viele Kapitel wirkten völlig an den Haaren herbei gezogen, der Schreibstil machte es dem Leser unsagbar schwer am Ball zu bleiben, und der nicht chronologische Aufbau des Buches war teilweise so schwer nachzuvollziehen, dass ich ohne Sekundärliteratur verloren gewesen wäre. Selbst hätte ich mir diesen Episodenroman in keiner Welt ans Bein gebunden. Allerdings war es auf eine Art schön, ein Buch als wirkliches Projekt anzusehen. Meiner Meinung nach wollte die Autorin zu viele komplexe Themen abdecken. Spätestens nach der zweiten Vergewaltigungsszene, in der Minderjährige Charaktere beteiligt waren, musste ich das Buch kurzzeitig schließen und tief durchatmen. Nicht zuletzt weil ich nicht begreifen konnte, wie es dieser Roman geschafft hat als Abiturlektüre für junge Erwachsene herzuhalten, die für das Lesen oftmals sowieso wenig empfänglich sind. Mein Fazit: Diese Lektüre hat mich einige Nerven gekostet und ich bin der Meinung, dass die Themen aufgrund ihrer Bandbreite, der nüchternen Ausformulierung und der jeweils kurzweiligen Thematisierung nicht würdig behandelt worden sind. Vielleicht hat die Autorin etwas zu viel von ihrem Roman gewollt…
Heimatsuche und Heimsuchung
Vorab: Das Buch ist vielleicht eher etwas für geübte LeserInnen, denn liest sich möglicherweise sperrig. Wenn man jedoch einen Zugang finde kann, entfaltet sich ein toll konstruierter Roman um ein Haus an einem See, an dem die Geschichte des 20. Jahrhundert erzählt wird. Es gibt mehrere Kapitel, in denen die Perspektive eines Bewohners oder einer Person, die mit dem Haus in Verbindung steht, gezeigt wird, da gibt es z.B. das Kapitel des Architekten des Hauses, der zur Gruppe Albert Speer gehörte, des jüdischen Nachbarn oder der DDR- Schriftstellerin. Der Gärtner verbindet die Kapitel mit seinen Episoden. Diese verschiedenen Perspektiven sind handwerklich sehr gut miteinander verwoben und ergänzen ihre Blickwinkel auf die Geschichte (des Hauses). Dabei geht vor allem um Heimat, aber auch Verlust der Heimat, Heimsuchung durch die Geschichte, Erinnerung und den Zusammenhang zwischen Mensch und Natur. Am Ende schließt sich der Kreis und der Leser das Buch, das aber noch lange nachhallt und besser wird, je langer man darüber nachdenkt.
Zerstörerische Wirkung der Geschichte oder doch zerstörerische Wirkung des Menschen auf sich selbst?
Heimsuchung von Jenny Erpenbeck hat mich überrascht. Nach etwa 20–30 Seiten hätte ich den Roman fast beiseitegelegt und nicht zu Ende gelesen, da mir der Prolog, die Figur des Gärtners und auch Teile der Erzählung zunächst eher verwirrend als zusammenhängend erschienen. Umso froher bin ich, dass ich es nicht getan habe. Als Mensch, der sich generell für Geschichte interessiert, war ich bereits vom Klappentext angesprochen, und nach und nach entfaltet sich im Roman eine grausame, schonungslose und ehrliche Darstellung von knapp 200 Jahren deutscher Geschichte. Im Mittelpunkt steht dabei nicht eine einzelne Person oder gar eine Familie, sondern ein Grundstück mit zwei Häusern sowie die Schicksale der jeweiligen und ehemaligen Bewohner. Besonders der zu Beginn verwirrende Gärtner wird im Verlauf des Romans immer mehr zu einem Pol stoischer Gelassenheit. Er lässt sich weder durch Regimewechsel noch durch den ständigen Wechsel der Hausbesitzer aus der Ruhe bringen und kommt ausschließlich seiner Arbeit als Gärtner nach. Die Natur bestärkt diese Haltung, da sowohl sie als auch der Gärtner ihren eigenen Routinen folgen – losgelöst von den Zielen eines politischen Systems und weitgehend unabhängig vom jeweiligen Besitzer des Hauses. Veränderungen zeigen sich höchstens in Kleinigkeiten, etwa durch neu gepflanzte Obstbäume, nicht jedoch im grundlegenden Fortbestand des Ortes. Dennoch sei vorweggegriffen: Das Buch spricht viele verschiedene mögliche Triggerpunkte an. Zentral sind immer wieder die Themen Vertreibung, Tod, die Grauen des Krieges, kulturelle Veränderung und Flucht. Die Grauen der Geschichte werden auch sprachlich unterstrichen, etwa durch die häufige Verwendung von Motiven wie Urin und Exkrementen, die eine besonders drastische, körperliche Ebene der Gewalt eröffnen. Erschreckend deutlich wird dargestellt, dass Gewalt, Macht, Brutalität und das damit verbundene Gefälle nicht nur in der großen Geschichte stattfinden, sondern ebenso in privaten und familiären Strukturen – auch heute noch. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies im Kapitel „Kindheitsfreund“. Sinnbildlich stehen dafür die zwei in völlig unterschiedlichen Kontexten stattfindenden Vergewaltigungen. In der Fluchtsymbolik, die aufgrund der zahlreichen Vertreibungen aus Deutschland und nach Deutschland eine zentrale Rolle spielt, wird eindrucksvoll gezeigt, dass mit jeder Fluchtetappe immer mehr Besitz und Statussymbole verloren gehen. Gleichzeitig bleiben immaterielle Dinge – jene, die den Menschen wirklich ausmachen – zumindest teilweise erhalten. Das zentrale Beispiel hierfür ist die Musik. Zusätzlich wird aufgegriffen, dass Flucht nicht ausschließlich aus Verfolgung heraus entsteht, sondern teilweise auch aus ideologischer Überzeugung, etwa wenn politische Systeme wie der Kommunismus von den Flüchtenden bewusst bevorzugt wurden. Auch wird – selbst von der Schriftstellerin innerhalb des Romans, die für sich einen Wahrheitsanspruch erhebt – deutlich, dass Teile der eigenen Biografie, insbesondere jene, die unangenehm oder belastend sind, im von ihr verfassten fiktiven Roman verschwiegen werden. Generell verschwimmen im Werk die Grenzen zwischen Schuld und Verantwortung, da viele zentrale Unglücke von den beteiligten oder umstehenden Personen totgeschwiegen oder verdrängt werden. Die Verworrenheit der dargestellten Ereignisse lässt dabei nicht immer einen klaren Schuldigen ausmachen. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies in der Szene mit dem Rotarmisten, in der bewusst offenbleibt, wer eindeutig als Täter und wer als Opfer zu verstehen ist. Auch im Kapitel „Kindheitsfreund“ wird die Frage aufgeworfen, ob es so etwas wie Schicksal gibt und ob der Kindheitsfreund und die spätere Hausherrin auch ohne den prägenden Einfluss ihrer Väter eine derart enge Verbindung zueinander entwickelt hätten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Buch mit jedem Kapitel fesselnder wird. Besonders hervorheben möchte ich den Schreib- und Erzählstil in den Kapiteln „Das Mädchen“ und „Der Rotarmist“, die beide auf ihre jeweilige Art zugleich fesselnd und abstoßend erzählt sind und den Leser intensiv in das Geschehen sowie die Emotionen der Figuren hineinziehen. Als Kritikpunkt kann ich lediglich anmerken, dass mir manche Themen dadurch, dass jedes Kapitel einen anderen Erzähler besitzt, stellenweise zu kurz kamen – etwa die Familientrennung durch Flucht und Vertreibung im Kapitel „Unterpächter“. P.S.: An die Abiturientinnen und Abiturienten: Verlasst euch nicht zu sehr auf meine Interpretation – Deutsch war schulisch eher nicht meine größte Stärke 😉
Was soll ich dazu sagen?
Ich glaube, bei der Lektüre des Jahrhundertromans kommt es sehr auf Erwartungshaltung und den Leseanlass drauf an. „Heimsuchung“ ist derzeit in einigen Bundesländern Abiturlektüre und wenn man sich intensiv mit der Ganzschrift beschäftigt, kann man ihr einiges abgewinnen und zahlreiche Aspekte an ihr besprechen und abhandeln. Die Sprache ist sehr deskriptiv, teilweise kühl. Jedes Kapitel erzählt eine eigene Geschichte, diese sind durch ein Grundstück am Scharmützelsee untrennbar miteinander verbunden. Wer sich darauf einlässt, wird belohnt, allerdings empfinde ich das Werk für Schüler*innen als nicht gerade dankbar. Es ist viel Recherche sowie auch Kontextwissen notwendig, wenn man es wirklich begreifen möchte.
Was ist das für eine scheise?!
Ich habe es für die Schule gelesen, aber abgesehen davon ar es trotzdem kacke. Die Sätze gehen teilweise über 2 Seiten und am Ende weiß ich nicht mehr was am Anfang stand. Ganze Zeite werden Leute vergewaltigt, umgebracht oder begehen Selbstmord und Fehlgeburten musste man natürlich auch erwähnen. Von einer Frau ein Buch zu lesen, mit so herabschaunder Sprache gegenüber Frauen finde ich schlimm. Zudem wird sehr viel über Fäkalien geschrieben und die Wortwahl ist extrem harsch. Ich nehme absolut nichts aus diesem Buch mit! (aber wie auch wenn ich den Zusammenhang von den einzelnen Kapiteln nicht mal verstehe) Das dieses Buch eine Pflichtlektüre ist und ich darüber eine Arbeit schrieben muss, finde ich verrückt. Warum kann man denn keine guten literarische Werke nehmen?
Gemischt
„Heimsuchung“ von Jenny Erpenbeck ist für die nächsten Jahre Bestandteil des Deutschabiturs in NRW. Ich habe eine gemischte Meinung zu diesem Roman. Positiv ist hervorzuheben, dass es sich dabei um ein literarisch anspruchsvolles Werk handelt, dass durch die Thematik des 2. Weltkrieges und der Nachkriegszeit einen wichtigen Beitrag zu Aufarbeitung und Erinnerungskultur in der Schule leisten kann. Leider muss ich aber sagen, dass ich nur sehr schwer in den Roman reingefunden habe und mich häufig zum Weiterlesen zwingen musste. Ich denke, dass es dabei vor allem an einem fehlenden Spannungsbogen und einer sehr nüchternen Erzählweise liegt. Dieser besondere Stil stellt vermutlich insbesondere im Deutschunterricht eine Herausforderung für Lehrkräfte und Schüler:innen dar.
Ich habe das Buch lediglich ausgewählt, weil es in NRW eine Pflichtlektüre in der Oberstufe ist und ich wissen wollte, mit was sich die SuS momentan auseinandersetzen müssen. Zuerst dachte ich, es handelt sich um eine Horrorgeschichte und es viel mir schwer, ins Buch zu finden. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Genial fand ich die Idee. Wer fragt sich nicht, was vor einem war und was nach einem folgen wird? Die Idee in einem Buch zu verarbeiten und sich dann noch an der deutschen Geschichte entlang zu hangeln fand ich einfach genial. Dabei habe ich mich gerade am Anfang und ab und zu mitten drin gefragt, was mir die Autorin sagen will.
Wir mussten Heimsuchung für die Schule lesen und ich fand es extrem schwierig die Geschichte zu verstehen. Der Schreibstil ist SEHR gewöhnungsbedürftig (sehr lange und verwirrende Sätze) und die Kapitel sind in sich abgeschlossen und zusammhangslos. Die ständigen, unklaren Zeitsprünge machen den Lesefluss nicht einfacher und allgemein las es sich extrem langsam. Wenn man die Story, bzw. das Prinzip der Handlung und des Aufbaus verstanden hat, war es nicht mehr allzu schlimm. Für den Deutschunterricht war es auf alle Fälle ein geeignetes Buch zum interpretieren- in meiner Freizeit hätte ich es jedoch niemals gelesen.
Das Haus lebt
Was kann in einem Haus am See wohl über ein Jahrhundert so passieren? Eine ganze Menge, zeigt Jenny Erpenbeck literarisch hochwertig aber auch ein wenig unbefriedigend. Qualitativ heraus sticht definitiv die Erzählweise, welche dem Haus am See Leben einhaucht und durch kleine Details Verbindungen zwischen den Generationen herstellt. Gerade das Stille, Nebensächliche, was die Sprache vermittelt und was den Roman auf eine besondere Art melancholisch macht, besticht und schreckt gleichzeitig ab. Denn obwohl sich teilweise wirklich schockierende Szenen abspielen, hat man doch das Gefühl, dass irgendwie doch gar nichts passiert. Das plötzliche Ende von Schicksalen, die dann im Raum der Erzählung verhallen, war manchmal sehr unbefriedigend aber auf der andere Seite auch eine intelligente gestalterische Entscheidung. Ich konnte den Text also für seine absolut gekonnte Struktur würdigen und hatte auch einige Sogmomente. Inhaltlich hat mir aber noch irgendeine Möglichkeit der Identifikation gefehlt, die durch die recht anonymen Figuren und die oft nüchterne Sprache verhindert wurde. Überrascht hat mich außerdem, dass dieser Text als Abiturlektüre für einige Bundesländer ausgewählt wurde. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass er Jugendliche in den Bann ziehen und für Literatur begeistern kann.
Für dieses Buch muss es unbedingt Triggerwarnungen geben. Leider fehlen sie bisher. TW: Selbstmord, psychische Erkrankungen, Ableismus, Vergewaltigung, Quälerei in Form von Greultaten der Nazis, Verlust, Lüge, Gewalt, Flucht. Ich habe dieses Buch an 2 Tagen gelesen, es hat etwas soghaftes. Das Buch wird mich in Gedanken noch einige Zeit begleiten. Es schnürte mir teilweise den Atem ab.
Kurz: ist es gut, so mittelmäßig. Würde ich es weiter empfehlen, eher nicht. Ist es die schlimmste aller schullektüren, nein, es gibt schlimmere.
Entweder man gibt diesem buch 1-2 Sterne oder 4-5 Sterne. Ich hab mich da relativ in der Mitte positioniert. Auch ich musste dieses Buch für die schule lesen, es war jetzt nicht das schlimmste von allen aber man musste sich da schon echt rein denken und überlegen was es eigentlich bedeutet um zu verstehen was passiert. Mir hilft es bücher die ich für die schule lesen muss zu anotoeren, trotzdem denke ich mir dann ich hab besseres mit meiner zeit zu tun. Ich mochte ihren schreibstiel einfach nicht.

Es ist sehr intensiv und komplex. Ich brauchte einen Moment, um in die verschiedenen Charaktere und Schreibstile reinzukommen. Insgesamt ist es sehr tiefgründig. Als Schullektüre kann ich es mir nicht vorstellen, obwohl es wirklich wichtig wäre, die geschichtlichen Hintergründe nach 12 bzw. 13 Schuljahren zu kennen.
Sprachlich super und enthält wichtige historische Inhalte
Ich bin leider nicht so ein Fan von historischen Romanen. Ich glaube, dass wird sich nochmal ändern, aber gerade habe ich durchgehend in der Schule historische Lektüren oder einfach nur Geschichte. Jeder der sprachlich begabt ist und gerne rumknobeln will woher dieser Charakter nochmal kommt ist bei Jenny Erpenbeck genau richtig. Viel Spaß mit dem Buch!

Keine leichte Kost, viel Tiefgang. Kein Buch für nebenbei, aber es lohnt sich.
Ein Buch über ein Haus am See und dessen Bewohner*innen über die lange Zeit von der Weimarer Republik bis heute. Jeder Person wird hierbei ein Kapitel gewidmet und alles wird von Anfang bis Ende vom Leben des Gärtners umflochten, der mit dem Haus als junger Mann ankommt und kurz vor dem Abriss des Hauses verschwindet. All die Leben im Haus, die auf den ersten Blick nicht immer direkten Bezug zueinander haben, werden durch das Haus und die Heimsuchung durch ihre und die Vorgeschichte des Hauses verbunden. So werden beispielsweise immer wieder Gegenstände vergraben und von nachfolgenden Generationen ans Licht geholt, aber auch Veränderungen an Haus, Garten und Grundstücksgrenze vorgenommen. Schwere Kost und ein Verständnis für die Deutsche Geschichte ist zwingend notwendig, um die Verbindung zwischen den einzelnen Kapiteln Menschen und teilweise auch den einzelnen Absätzen zu finden. Der Schreibstil ist ebenfalls ungewöhnlich. Lücken, Wiederholungen, Muster und wiederkehrende Themen durchziehen den Text. Ich habe das Buch gerne gelesen, kann aber jede Kritik von Schüler*innen und Lehrenden verstehen, die dieses Buch als Schullektüre in Frage stellen. Besonders interessant fand ich die Abhandlungen, wie genau Trauungen und Beerdigungen stattzufinden haben. Manches habe ich noch nie gehört.
Nicht sehr gelungen
Für mich wahr der Klappentext zunächst sehr ansprechend. Die Idee dahinter ist auch sehr interessant, ein Haus und dessen Vergangenheit zu zeigen. Aber für mich war (fast) jedes Kapitel sehr langweilig. Aber zuerst etwas positives. Manche Charaktere (vorallem die Frauen) empfand ich als gut charakterisiert. Es war an manchen Stellen sogar aufregend, deren Schicksal zu erlesen. Jedoch ,durch die schwierige Sprache, fiel es mir schwer mitzuhalten und mal ehrlich mich interessiert auch nicht, wie jeder Baum gewachsen ist im Garten. In dieser Zeit ist das Buch als Schulkektüre sehr unpassend. Der Trend geht weg von Büchern und hin zu Sozialen Medien. Dieses Buch verschlimmert die Lage und bringt jeden dazu, der ein Buch pro Jahr liest, gar keine Bücher mehr zu lesen.
Ich habe das Gefühl, dieses Buch sucht mich gleich heim…
…denn so verloren, wie ich mich beim Anhören gefühlt habe, könnte man meinen, der Titel ist Programm. „Heimsuchung“ von Jenny Erpenbeck mag für manche Kritiker ein literarisches Meisterwerk sein – für mich war es in erster Linie ein einziges Chaos. Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich derart verwirrt und gleichzeitig genervt hat. Der Schreibstil ist zweifellos anspruchsvoll, was per se nichts Schlechtes sein muss – aber wenn die Sprache so verkopft und verschachtelt daherkommt, dass man am Ende eines Satzes nicht mehr weiß, wo der Anfang war, wird Lesen zur Tortur. Ganze Kapitel wirkten auf mich wie Puzzles ohne Randteile. Ich konnte keine klare Linie erkennen, keine nachvollziehbare Struktur. Figuren tauchen auf, verschwinden wieder, bleiben blass – und ihre Verbindungen zueinander? Ein Buch mit vielen Leerstellen – leider nicht auf die gute Weise. Als Deutschlehrerin frage ich mich ernsthaft, wie Schüler*innen in der Oberstufe mit so einem Text arbeiten sollen. Es fehlt schlichtweg die Zeit (und oft auch die Nerven), um sich durch dieses stilistische Dickicht zu kämpfen. Ein Werk, das man erstmal dreifach entschlüsseln muss, bevor überhaupt ein Zugang entstehen kann, eignet sich meiner Meinung nach nicht als Pflichtlektüre – zumindest nicht in einem schulischen Kontext, der ohnehin schon überladen ist. Statt Lernmotivation entstehen hier Frust und Ablehnung gegenüber Literatur. Natürlich berührt das Buch große Themen: Heimat, Erinnerung, Verlust. Doch diese emotionalen Tiefen erreichen mich als Leserin kaum, weil sie hinter der sprachlichen Schwere fast verschwinden. Mein Fazit: Anspruch und Wirrwarr allein machen noch keine gute Schullektüre. Für mich war Heimsuchung leider ein literarischer Albtraum – und mit 0,5 Sternen bewertet, weil ich es immerhin durchgelesen habe.
Oha. Jenny Erpenbecks Buch wird wohl das anspruchsvollste im gesamten Abiturkanon sein. Ich habe es einfach so weggelesen, fand es unglaublich fesselnd. Das Kommen und Gehen der einzelnen Charaktere sowie ihre Schicksale und Geschichten sind in ihrer Darstellung schon herausfordernd, aber doch greifbar, sie sammeln sich um das Haus als eigentlichen Protagonisten des Buches, neben dem Gärtner als Konstante. Die Schicksale selbst sind oft harter Tobak. Geschichtliches Hintergrundwissen, zumindest grob, sollte vorhanden sein, um die gesamte Tragweite spüren zu können. Für Schüler sicher echt nicht einfach und eine Herausforderung, an der man aber sicher wachsen kann.
Anspruchsvoll, verwirrend und trotzdem unverzichtbar
Ja, man sollte schon dranbleiben, wenn man diesen Roman lesen möchte. Es tauchen so viele Figuren in verschiedenen Zeitebenen auf, dass eine zu lange Lesepause mich total rausgebracht hätte. Anhand der Geschichte eines Hauses durch die Zeitgeschichte zu wandern, ist durchaus eine geniale Idee und das ist Jenny Erbenbeck auch gut gelungen, aber ich bin an einigen Stellen fast an der Sprache verzweifelt. Viele Sätze bzw. Halbsätze und Worte werden immer wieder wiederholt, die indirekte Rede war auch nicht ganz so mein Ding. Inhaltlich fand ich es jedoch sehr wertvoll, obwohl es für mich nicht einfach zu lesen war.
Langweilig
Ich musste das Buch lesen, da es Thema im Abitur ist. Es ist teilweise interessant und man möchte gerne weiter lesen, aber zum Großteil ist es langweilig und zieht sich total in die Länge. Außerdem sollten definitiv Triggerwarnungen ausgesprochen werden bevor man beginnt das Buch zu lesen.
Schrecklich
Dieses Buch ist schrecklich geschrieben. Dass die Kapitel nicht in der chronologischen Reihenfolge sind, ist nicht das nervigste, aber diese ganzen Wiederholungen, vor allem bei dem Architekten, sind einfach nur extrem nervig. Die ganzen Charaktere kommen mir Schizophren vor, genau wie die Autorin. Das Buch ist von der Sprache her überhaupt nicht für Schüler geeignet. Es macht keinen spaß zum lesen und ist einfach nur extrem nervig und kompliziert. Leider ein Griff ins Klo. ( Das ist schade, da die Geschichte sehr spannend und informativ hätte sein können)






















































