15. Mai
Rating:3

Es fällt mir schwer dieses Buch zusammenzufassen. Ich glaube zu verstehen, was die Autorin mit diesen Buch sagen bzw. aufzeigen will. Die deutsche Geschichte von der Weimarer Republik bis nach dem Mauerfall - inkl. den ungeschönten, brutalen , verstörenden Facetten, aber auch mit Situationen, die nicht zwingend nur auf die deutsche Geschichte angewendet werden kann. Ich empfand es als schwer in das Buch reinzukommen, weil zu Beginn mit keiner Jahreszahl und sehr selten mit Namen gearbeitet wurde. Historische Fakten haben irgendwann einen Aufschluss gegeben. Die einzelne Kapitel passen sich sprachlich der jeweiligen Zeit an. Das ist eine starke Leistung. Auch sonst hat die Autorin sehr viel inhaltlich zu bieten. Aber an dieser Stelle ist eine Triggerwarnung notwendig. An zwei Stellen wird eine Vergewaltigung beschrieben-teils sehr ausführlich. Auch der Mord an einen Kind ist Thema. Ich musste Stellenweise das Buch zur Seite legen, weil das echt heftige Szenen sind. Das dieses Buch aufgrund der oben beschriebenen Szene als Abi Lektüre genutzt wird, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
28. Apr.
Rating:2

Dieser Roman hat mich in den letzten Wochen heimgesucht…

Heimsuchung von Jenny Erpenbeck. Ich musste diesen Roman lesen, da er als Pflichtlektüre für das diesjährige Abitur festgelegt worden ist. Dementsprechend habe ich mich sehr ausführlich mit Inhalt, Sprache und Form des Buches beschäftigt. Da diese Bewertung kein Deutschaufsatz werden soll, versuche ich mich kurz zu halten… Heimsuchung handelt von einem Grundstück an einem See in Brandenburg, auf dem von einem Architekten ein Haus gebaut wird. Die 22 Kapitel wechseln stets zwischen einer von 11 Figuren und dem Gärtner ab. Das bedeutet, dass der Leser keine Chance hat einen „Protagonisten“ wirklich näher kennenzulernen, da jede Figur nur in einem Kapitel auftritt. Gerade zu Beginn war das sehr verwirrend, da ich versucht habe mir die vielen Namen der Personen zu merken, bis sich herausstellte, dass diese vollkommen irrelevant sind. Das Buch umfasst den Zeitraum des gesamten 19. Jahrhunderts und zeigt an den Schicksalen der verschiedenen Figuren, die das Haus am See bewohnen, die deutsche Geschichte dieser Zeit auf. Der Roman, welcher von einigen Stimmen als literarisches Meisterwerk bezeichnet worden ist, konnte bei mir in keiner Weise ähnliche Begeisterung auslösen. Viele Kapitel wirkten völlig an den Haaren herbei gezogen, der Schreibstil machte es dem Leser unsagbar schwer am Ball zu bleiben, und der nicht chronologische Aufbau des Buches war teilweise so schwer nachzuvollziehen, dass ich ohne Sekundärliteratur verloren gewesen wäre. Selbst hätte ich mir diesen Episodenroman in keiner Welt ans Bein gebunden. Allerdings war es auf eine Art schön, ein Buch als wirkliches Projekt anzusehen. Meiner Meinung nach wollte die Autorin zu viele komplexe Themen abdecken. Spätestens nach der zweiten Vergewaltigungsszene, in der Minderjährige Charaktere beteiligt waren, musste ich das Buch kurzzeitig schließen und tief durchatmen. Nicht zuletzt weil ich nicht begreifen konnte, wie es dieser Roman geschafft hat als Abiturlektüre für junge Erwachsene herzuhalten, die für das Lesen oftmals sowieso wenig empfänglich sind. Mein Fazit: Diese Lektüre hat mich einige Nerven gekostet und ich bin der Meinung, dass die Themen aufgrund ihrer Bandbreite, der nüchternen Ausformulierung und der jeweils kurzweiligen Thematisierung nicht würdig behandelt worden sind. Vielleicht hat die Autorin etwas zu viel von ihrem Roman gewollt…

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
28. Apr.
Rating:4

Kein Wunder, dass es Schullektüre ist

Das Buch ist stark. Man kann daran auf die gut abgehangene Pädagogen Art einiges deutlich machen. Vor allem das episodenhafte daran fand ich stark.Von den drei Büchern, die ich von Erpenbeck kenne, ist es aber das schwächste. Die Figuren sind mir etwas zu funktional auf Geschichts-Drama geschrieben. Sie hat schon viel lebendigere Figuren geschaffen. Hier kommen sie etwas kurz. Aber dennoch muss man erstmal so einen Roman hinbekommen. Das zeugt schon von großer Kraft.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
12. Apr.
Rating:1.5

Wie wurde das zur Pflichtlektüre? Die Inhalte bzw. die Grundidee des Romans ist sehr gut. Ich finde, dass das kontinuierliche Motiv vom Haus interessant und die Darlegung der gesamten Lebzeiten der einzelnen Charaktere besonders ist, da dies für mich die Tiefe bringt, die es vom emotionalen braucht. WARUM musste jedoch Erpenbeck diesen Roman schreiben? Selbst wenn man nach ein paar Seiten in ihren Schreibstil etwas reingekommen ist, war es unerträglich zu lesen und man wollte sich gar nicht erst mit beschäftigen. Es hat den vermeintlich wichtigen, historischen Fokus komplett übertönt. Mit den grafischen Szenen ist es als Schullektüre auch schrecklich aufzuarbeiten.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
30. März
Rating:2.5

Gemischt

„Heimsuchung“ von Jenny Erpenbeck ist für die nächsten Jahre Bestandteil des Deutschabiturs in NRW. Ich habe eine gemischte Meinung zu diesem Roman. Positiv ist hervorzuheben, dass es sich dabei um ein literarisch anspruchsvolles Werk handelt, dass durch die Thematik des 2. Weltkrieges und der Nachkriegszeit einen wichtigen Beitrag zu Aufarbeitung und Erinnerungskultur in der Schule leisten kann. Leider muss ich aber sagen, dass ich nur sehr schwer in den Roman reingefunden habe und mich häufig zum Weiterlesen zwingen musste. Ich denke, dass es dabei vor allem an einem fehlenden Spannungsbogen und einer sehr nüchternen Erzählweise liegt. Dieser besondere Stil stellt vermutlich insbesondere im Deutschunterricht eine Herausforderung für Lehrkräfte und Schüler:innen dar.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
28. März
Rating:2.5

Am Anfang war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch, aber am Ende fand ich das Buch doch ziemlich interessant. Besonders das Thema Heimatverlust fand ich wichtig und auch irgendwie bewegend. Privat hätte ich das Buch wahrscheinlich nie gelesen, weil es einfach nicht meinem üblichen Geschmack entspricht. Wird es eines meiner Lieblingsbücher? Eher nicht. Trotzdem war es ganz schön, mal ein Schulbuch zu lesen, durch das man sich nicht komplett durchquälen musste. Auch wenn der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig war, ist das Thema auf jeden Fall relevant.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
25. März
Rating:3

Kein Schulroman, sondern ein Forschungsroman

Ob das Buch wirklich für Schüler zumutbar ist fragwürdig — es ist komplex, aber sicherlich auch interessant, wenn man dem Werk Zeit gibt. Zeit, die jedoch kein Kurs hat, weshalb einzelne Passagen nicht gewürdigt werden. Insgesamt aber sicherlich ein interessantes Buch, gerade für historisch gebildete und interessierte. Wer jedoch erwartet durch tragische deutsche Schicksale emotional an seine Grenzen zu stoßen, der wird hier enttäuscht. Klarer Pluspunkt ist meiner Meinung nach das Kapitel „Der Rotarmist“, da dieses mir persönlich, nicht wegen der sexuellen Sachen, etwas angetan hat und zu einer interessanten Theorie geführt hat. Sollte ich mein Literwissenschaftsstudium antreten, so komme ich sicherlich noch hierher zurück und werde intensiver untersuchen, ob der Rotarmist von seiner Mutter vergewaltigt wurde und dies nun auf die Frau des Architekten projiziert und inwiefern die deutsche Geschichte der Antagonist des gesamten Romans ist.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
10. März
Rating:2

Was soll ich dazu sagen?

Ich glaube, bei der Lektüre des Jahrhundertromans kommt es sehr auf Erwartungshaltung und den Leseanlass drauf an. „Heimsuchung“ ist derzeit in einigen Bundesländern Abiturlektüre und wenn man sich intensiv mit der Ganzschrift beschäftigt, kann man ihr einiges abgewinnen und zahlreiche Aspekte an ihr besprechen und abhandeln. Die Sprache ist sehr deskriptiv, teilweise kühl. Jedes Kapitel erzählt eine eigene Geschichte, diese sind durch ein Grundstück am Scharmützelsee untrennbar miteinander verbunden. Wer sich darauf einlässt, wird belohnt, allerdings empfinde ich das Werk für Schüler*innen als nicht gerade dankbar. Es ist viel Recherche sowie auch Kontextwissen notwendig, wenn man es wirklich begreifen möchte.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
27. Feb.
Rating:3.5

Keine leichte Kost, viel Tiefgang. Kein Buch für nebenbei, aber es lohnt sich.

Ein Buch über ein Haus am See und dessen Bewohner*innen über die lange Zeit von der Weimarer Republik bis heute. Jeder Person wird hierbei ein Kapitel gewidmet und alles wird von Anfang bis Ende vom Leben des Gärtners umflochten, der mit dem Haus als junger Mann ankommt und kurz vor dem Abriss des Hauses verschwindet. All die Leben im Haus, die auf den ersten Blick nicht immer direkten Bezug zueinander haben, werden durch das Haus und die Heimsuchung durch ihre und die Vorgeschichte des Hauses verbunden. So werden beispielsweise immer wieder Gegenstände vergraben und von nachfolgenden Generationen ans Licht geholt, aber auch Veränderungen an Haus, Garten und Grundstücksgrenze vorgenommen. Schwere Kost und ein Verständnis für die Deutsche Geschichte ist zwingend notwendig, um die Verbindung zwischen den einzelnen Kapiteln Menschen und teilweise auch den einzelnen Absätzen zu finden. Der Schreibstil ist ebenfalls ungewöhnlich. Lücken, Wiederholungen, Muster und wiederkehrende Themen durchziehen den Text. Ich habe das Buch gerne gelesen, kann aber jede Kritik von Schüler*innen und Lehrenden verstehen, die dieses Buch als Schullektüre in Frage stellen. Besonders interessant fand ich die Abhandlungen, wie genau Trauungen und Beerdigungen stattzufinden haben. Manches habe ich noch nie gehört.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
20. Feb.
Kurz: ist es gut, so mittelmäßig. Würde ich es weiter empfehlen, eher nicht. Ist es die schlimmste aller schullektüren, nein, es gibt schlimmere.
Rating:3

Kurz: ist es gut, so mittelmäßig. Würde ich es weiter empfehlen, eher nicht. Ist es die schlimmste aller schullektüren, nein, es gibt schlimmere.

Entweder man gibt diesem buch 1-2 Sterne oder 4-5 Sterne. Ich hab mich da relativ in der Mitte positioniert. Auch ich musste dieses Buch für die schule lesen, es war jetzt nicht das schlimmste von allen aber man musste sich da schon echt rein denken und überlegen was es eigentlich bedeutet um zu verstehen was passiert. Mir hilft es bücher die ich für die schule lesen muss zu anotoeren, trotzdem denke ich mir dann ich hab besseres mit meiner zeit zu tun. Ich mochte ihren schreibstiel einfach nicht.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
19. Feb.
Rating:2

Nicht sehr gelungen

Für mich wahr der Klappentext zunächst sehr ansprechend. Die Idee dahinter ist auch sehr interessant, ein Haus und dessen Vergangenheit zu zeigen. Aber für mich war (fast) jedes Kapitel sehr langweilig. Aber zuerst etwas positives. Manche Charaktere (vorallem die Frauen) empfand ich als gut charakterisiert. Es war an manchen Stellen sogar aufregend, deren Schicksal zu erlesen. Jedoch ,durch die schwierige Sprache, fiel es mir schwer mitzuhalten und mal ehrlich mich interessiert auch nicht, wie jeder Baum gewachsen ist im Garten. In dieser Zeit ist das Buch als Schulkektüre sehr unpassend. Der Trend geht weg von Büchern und hin zu Sozialen Medien. Dieses Buch verschlimmert die Lage und bringt jeden dazu, der ein Buch pro Jahr liest, gar keine Bücher mehr zu lesen.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
11. Feb.
Rating:4

Es ist sehr gut geschrieben und interessant, aber durch die anspruchsvolle Sprache und den besonderen Aufbau nicht immer leicht zu verstehen.

Als ich Heimsuchung gelesen habe, fand ich das Buch sehr eindrucksvoll und ungewöhnlich aufgebaut. Es erzählt die Geschichte eines Hauses und der Menschen, die dort im Laufe der Zeit leben. Dadurch bekommt man einen Einblick in verschiedene Schicksale und historische Ereignisse in Deutschland. Ich fand besonders spannend, dass jedes Kapitel aus einer anderen Perspektive erzählt wird und man sieht, wie sich die Zeiten ändern. Das Haus bleibt gleich, aber die Menschen und ihre Probleme verändern sich. Dadurch wird Geschichte sehr persönlich und emotional dargestellt. Die Sprache ist teilweise poetisch und anspruchsvoll, weshalb ich das Buch nicht immer leicht zu lesen fand. Manche Kapitel waren traurig und haben mich nachdenklich gemacht, weil sie von Verlust, Krieg und Veränderungen im Leben handeln. Insgesamt ist Heimsuchung ein tiefgründiges und literarisch anspruchsvolles Buch, das zeigt, wie eng persönliche Schicksale mit der Geschichte verbunden sind.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
31. Jan.
Nicht meins
Rating:1.5

Nicht meins

Ich musste das Buch als Schullektüre lesen. Anfangs habe ich mich sogar gefreut, da es nicht schon wieder ein Drama ist, sondern ein relativ zeitgenössischer Roman. Ich fand auch, dass der Inhalt vielversprechend klang. Im Mittelpunkt steht ein Haus in Brandenburg.🏡 Über ein Jahrhundert hinweg – vom Kaiserreich über die NS-Zeit bis hin zur Nachwendezeit – suchen 11 verschiedene Menschen dort nach einem Zuhause. Aber alle werden von ihren Schicksalen heimgesucht.👻 Aus jedem Leben sieht man nur einen kleinen Ausschnitt, und es geht darum, wie gesellschaftliche Strukturen und politische Verhältnisse das Leben eines Menschen prägen. (Die Autorin hat in diesem Haus, über das sie schreibt, selbst gelebt, musste es aber verlassen. Mit dem Buch versucht sie, von ihrem Zuhause Abschied zu nehmen. Die Figur der „unberechtigten Eigenbesitzerin“ ist von ihr selbst inspiriert, und die Figur der „Schriftstellerin“ von ihrer Großmutter.) Anhand des Klappentextes hätte ich mir das Buch vielleicht sogar selbst gekauft, da ich den historischen Aspekt total interessant finde und auch selbst aus Brandenburg komme. Aber mit dem Prolog und spätestens mit dem Anfang des ersten Kapitels hätte ich den Roman abgebrochen und mich über mein verlorenes Geld geärgert.💸🗑 Ich konnte es aber nicht abbrechen. Also bin ich auf das Hörbuch umgestiegen. Anders hätte ich mir das wirklich nicht geben können.😩 Und selbst beim Hören hatte ich unglaublich Schwierigkeiten, der Geschichte zu folgen und nicht mit den Gedanken abzuschweifen.🥱 Mein Problem war der Schreibstil und generell die Umsetzung. Es wurde extrem viel beschrieben, vieles davon fühlte sich überflüssig und unnötig an. Oft wurde keine konkrete Handlung verfolgt, sondern nur die Gedanken der Figuren. Dadurch war es oft ziemlich langweilig. Außerdem gab es viele Zeitsprünge nach kurzen Absätzen, was es schwierig machte, der Geschichte zu folgen. Zudem blieb vieles ungesagt. Man musste sich oft seinen Teil selbst denken. Eigentlich ein interessantes Konzept. Aber bei diesem Buch war ich mir nie sicher, ob ich einfach zu blöd war, um es zu verstehen, oder ob es gar nicht erklärt wurde. Es war einfach frustrierend.🥲 Selbst mein Deutschlehrer meinte, dass er nach jedem Kapitel erst einmal auf seinem Balkon tief durchatmen und eine Pause machen musste.😅 Trotz meiner Kritik würde ich nicht sagen, dass es ein schlechtes Buch ist – im Gegenteil. Ich denke, es spricht viele wichtige Themen und Geschehnisse der deutschen Geschichte an, wie z. B. die Unterdrückung von Frauen oder den Holocaust. Und objektiv gesehen sind diese Aspekte auch gut umgesetzt. Die Autorin hat auf jeden Fall sehr viel Recherchearbeit geleistet!📝 Nur mir geht es beim Lesen um Spaß und Unterhaltung. Ich möchte mich einfach in einer spannenden Geschichte verlieren, ohne groß mein Hirn anstrengen zu müssen, mit offenen Fragen zurückgelassen zu werden oder ständig verwirrt oder gelangweilt zu sein.😴 Hier mal ein paar Rankings der einzelnen Kapitel: Top langweilig🥱 1. DER PROLOG!!! 2. alle Kapitel des Gärtners👨‍🌾 3. die unberechtigte Eigenbesitzerin 4. die Schriftstellerin 5. eigentlich alle(🫠) Top verwirrend 😵‍💫 1. der Tuchfabrikant 2. der Großbauer (was zur Hölle ist zwischen dem Fischer und Klara passiert?????) Top verstörend 🤕 1. der Rotarmist (wtf?!?! Ich habe mich nach dem Kapitel so angeekelt gefühlt) 2. der Kinderfreund (die eine Szene hat mich mit einem sehr unguten und verstörten Gefühl zurückgelassen.) "Lieblingskapitel" (😃) 1. der Großbauer (hat mich etwas an ein trauriges Märchen erinnert.) 2. der Kinderfreund (bis auf die eine Szene hat sich das Kapitel nostalgisch angefühlt) Um jetzt zum Ende dieser wahrscheinlich ellenlangen Rezi zu kommen: Heimsuchung von Jenny Erpenbeck ist kein schlechtes Buch, sondern sehr schwere Kost. Das entspricht einfach nicht meinem Buchgeschmack und dem was ich lesen möchte. Wenn man meine Kritikpunkte nicht abschreckend findet und sich von der Thematik des Romans angesprochen fühlt, dem kann ich das Buch weiterempfehlen. Aber ich würde trotzdem gerne auf die Triggerwarnungen aufmerksam machen, da man die schwere Thematik dem Buch nicht ansieht. Es gibt zwei Vergewaltigungsszenen. In beiden sind Minderjährige involviert, und eine wird relativ detailliert beschrieben und ist wirklich sehr verstörend. Tipp: An alle, die das Buch auch als Schullektüre lesen müssen: "Heimsuchung verstehen" (das blaue Buch im Bild) kann ich euch ans Herz legen. Es hat echt geholfen, da die einzelnen Kapitel hier ausführlich interpretiert werden. Charakterisierungen gibt es auch. Online findet man dazu eher wenig. 🏡⛵👨‍🌾☠️⚰️🪖

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
26. Jan.
Rating:3.5

Ungeeignete Schullektüre, aber ein schnelles Urteil ist fehl am Platz

Jenny Erpenbeck liefert wohl keinen einfachen Roman, der Geduld erfordert, um verstanden zu werden. Die fehlende Chronologie, das Ausbleiben eines Roman-typischen Handlungsaufbaus, sowie die Spannung zwischen zeitgebundenen und zeitenthobenen Figuren, machen es dem Leser nicht leicht. Gleichzeitig entsteht hier jedoch wichtige Erinnerungskultur, welche die NS-Geschichte anhand einzelner Figuren aufarbeitet, Brandenburg als historischen Schauplatz der DDR thematisiert und die Orientierungskrisen im 20. Jh. darstellt. Dadurch hat der Roman als "Bildungsroman" meiner Meinung nach durchaus eine Daseinsberechtigung. Am inhaltlich und formal spannendsten bleibt aber letztendlich wohl der Gärtner. Ob man ihn jedoch als reale Person oder stellvertretende Symbolfigur sieht, bleibt jedem selbst überlassen.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
10. Jan.
Rating:3.5

Hätte ich dieses Buch gekauft, hätte es nicht für das Abitur auf dem Plan gestanden? Eher nicht. Wobei, vielleicht, denn es klingt eigentlich ganz vielversprechend. Aber es ist für die Schule. Deswegen habe ich es gekauft und gelesen. Und darüber hinaus auch immer wieder besprochen. In Pausen, nach dem Unterricht, im Smalltalk. Wir haben geredet über eine Vergewaltigung, die Frage der Schuld, den komplexen historischen Hintergrund der Schüler überfordern wird. Jedoch hängt das Buch nicht nur auf diesem Wege mit der Schule zusammen. Das zweite Semester der Oberstufe rückt näher, hat sogar offiziell schon angefangen und damit muss ich mir die Frage stellen, wie ich die Schüler motivieren kann, schließlich gab es kollektives Augenrollen, als ich über die Themen gesprochen habe. Ich möchte ihnen die Literatur irgendwie schmackhaft machen, darüber sprechen, was sie verändern kann, vielleicht „What will your Verse be“ zeigen und sagen, dass man durch die Literatur der Vergangenheit auch immer etwas über diese Zeit lernt. Literatur ist Der Spiegel der Gesellschaft. Diesen Satz hatte ich noch irgendwo in meinem Kopf, als ich Heimsuchung beendet habe. Das Buch ist von 2007, vergleichbar jung und spiegelt damit uns heute wieder. Wir heutzutage tragen ziemlich viel Geschichte mit uns herum, gerade als Deutsche. Sachen, die wir heutzutage sehen, sind Teile der Vergangenheit, wir können sie vielleicht erkennen, doch nicht immer einordnen, zu sehr liegen sie in der Geschichte, sind eventuell in ihrer Bedeutung sogar doppelt und dreifach besetzt. 
Heimsuchung ist genau dies. Die Handlung ist geschichtet, wie eben unsere Geschichte, beginnt in der Weimarer Republik und zieht sich bis ins heutige Millennium. Und im letzten Kapitel fühlte ich mich als Leser ein wenig wie ich selbst. Ein seltsamer Satz, doch lasst mich erklären: Ich wurde noch einmal durch das Haus geführt, sah ein paar mir bekannte Gegenstände, hörte zum Beispiel die zweite, die fünfzehnte und die vorletzte Stufe knarren, konnte es aber nicht genau einordnen. Dunkle Erinnerungen von vergangenen Figuren. Manche haben mich gelangweilt, bei manchen bin ich eingeschlafen, andere Thematiken habe ich für mich als hoch spannend bewertet. Allein schon der Titel: Ist es eine Suche nach einem Heim oder das Heimgesucht werden? Ist das Finden von Zuhause überhaupt etwas Gutes, wenn man „baut[,] […] sein Leben an die Erde [klebt]“? Im Buch finden Leute ihr Zuhause und verlieren es, sie versuchen sich „irgendeinen Boden unter die Füße [zu] ziehen“ und scheitern, für diejenigen, die anderen Heime bauen, wird das eigene zur Falle. Sie müssen sich fragen ob „Wenn man angekommen ist, […] die Flucht dann immer noch Flucht [heißt]? Und wenn man auf der Flucht ist, […] man dann jemals an[kommt]?“
Heimsuchung erzählt keine Geschichten, es wären auch zu viele. Es erzählt Themen, Themen die, je länger ich darüber nachdenke, immer interessanter zu finden beginne. Es ist kein leichtes Buch, kein besonders spannendes und man sollte auf Spurensuche gehen, doch dies werde ich ohnehin müssen, deswegen freue ich mich darauf. Der Lesemoment war kein sonderlich schöner, der Nachdenkmoment umso mehr. Ich wollte es mit dreieinhalb Sternen bewerten, einfach damit ich es beim nächsten lesen höher setzen könnte. Sobald ich alles verstanden hätte und nicht nur die Namen kenne, sondern ihre Geschichte. Jetzt habe ich lange gerungen, ob ich nicht vielleicht sogar vier gebe, doch ich bleibe bei meinem ersten Eindruck. Ich darf das hier in wohl knapp einem Jahr ein zweites Mal schreiben. Dah

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
10. Jan.
Rating:5

Heimatsuche und Heimsuchung

Vorab: Das Buch ist vielleicht eher etwas für geübte LeserInnen, denn liest sich möglicherweise sperrig. Wenn man jedoch einen Zugang finde kann, entfaltet sich ein toll konstruierter Roman um ein Haus an einem See, an dem die Geschichte des 20. Jahrhundert erzählt wird. Es gibt mehrere Kapitel, in denen die Perspektive eines Bewohners oder einer Person, die mit dem Haus in Verbindung steht, gezeigt wird, da gibt es z.B. das Kapitel des Architekten des Hauses, der zur Gruppe Albert Speer gehörte, des jüdischen Nachbarn oder der DDR- Schriftstellerin. Der Gärtner verbindet die Kapitel mit seinen Episoden. Diese verschiedenen Perspektiven sind handwerklich sehr gut miteinander verwoben und ergänzen ihre Blickwinkel auf die Geschichte (des Hauses). Dabei geht vor allem um Heimat, aber auch Verlust der Heimat, Heimsuchung durch die Geschichte, Erinnerung und den Zusammenhang zwischen Mensch und Natur. Am Ende schließt sich der Kreis und der Leser das Buch, das aber noch lange nachhallt und besser wird, je langer man darüber nachdenkt.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
3. Jan.
Rating:5

Zerstörerische Wirkung der Geschichte oder doch zerstörerische Wirkung des Menschen auf sich selbst?

Heimsuchung von Jenny Erpenbeck hat mich überrascht. Nach etwa 20–30 Seiten hätte ich den Roman fast beiseitegelegt und nicht zu Ende gelesen, da mir der Prolog, die Figur des Gärtners und auch Teile der Erzählung zunächst eher verwirrend als zusammenhängend erschienen. Umso froher bin ich, dass ich es nicht getan habe. Als Mensch, der sich generell für Geschichte interessiert, war ich bereits vom Klappentext angesprochen, und nach und nach entfaltet sich im Roman eine grausame, schonungslose und ehrliche Darstellung von knapp 200 Jahren deutscher Geschichte. Im Mittelpunkt steht dabei nicht eine einzelne Person oder gar eine Familie, sondern ein Grundstück mit zwei Häusern sowie die Schicksale der jeweiligen und ehemaligen Bewohner. Besonders der zu Beginn verwirrende Gärtner wird im Verlauf des Romans immer mehr zu einem Pol stoischer Gelassenheit. Er lässt sich weder durch Regimewechsel noch durch den ständigen Wechsel der Hausbesitzer aus der Ruhe bringen und kommt ausschließlich seiner Arbeit als Gärtner nach. Die Natur bestärkt diese Haltung, da sowohl sie als auch der Gärtner ihren eigenen Routinen folgen – losgelöst von den Zielen eines politischen Systems und weitgehend unabhängig vom jeweiligen Besitzer des Hauses. Veränderungen zeigen sich höchstens in Kleinigkeiten, etwa durch neu gepflanzte Obstbäume, nicht jedoch im grundlegenden Fortbestand des Ortes. Dennoch sei vorweggegriffen: Das Buch spricht viele verschiedene mögliche Triggerpunkte an. Zentral sind immer wieder die Themen Vertreibung, Tod, die Grauen des Krieges, kulturelle Veränderung und Flucht. Die Grauen der Geschichte werden auch sprachlich unterstrichen, etwa durch die häufige Verwendung von Motiven wie Urin und Exkrementen, die eine besonders drastische, körperliche Ebene der Gewalt eröffnen. Erschreckend deutlich wird dargestellt, dass Gewalt, Macht, Brutalität und das damit verbundene Gefälle nicht nur in der großen Geschichte stattfinden, sondern ebenso in privaten und familiären Strukturen – auch heute noch. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies im Kapitel „Kindheitsfreund“. Sinnbildlich stehen dafür die zwei in völlig unterschiedlichen Kontexten stattfindenden Vergewaltigungen. In der Fluchtsymbolik, die aufgrund der zahlreichen Vertreibungen aus Deutschland und nach Deutschland eine zentrale Rolle spielt, wird eindrucksvoll gezeigt, dass mit jeder Fluchtetappe immer mehr Besitz und Statussymbole verloren gehen. Gleichzeitig bleiben immaterielle Dinge – jene, die den Menschen wirklich ausmachen – zumindest teilweise erhalten. Das zentrale Beispiel hierfür ist die Musik. Zusätzlich wird aufgegriffen, dass Flucht nicht ausschließlich aus Verfolgung heraus entsteht, sondern teilweise auch aus ideologischer Überzeugung, etwa wenn politische Systeme wie der Kommunismus von den Flüchtenden bewusst bevorzugt wurden. Auch wird – selbst von der Schriftstellerin innerhalb des Romans, die für sich einen Wahrheitsanspruch erhebt – deutlich, dass Teile der eigenen Biografie, insbesondere jene, die unangenehm oder belastend sind, im von ihr verfassten fiktiven Roman verschwiegen werden. Generell verschwimmen im Werk die Grenzen zwischen Schuld und Verantwortung, da viele zentrale Unglücke von den beteiligten oder umstehenden Personen totgeschwiegen oder verdrängt werden. Die Verworrenheit der dargestellten Ereignisse lässt dabei nicht immer einen klaren Schuldigen ausmachen. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies in der Szene mit dem Rotarmisten, in der bewusst offenbleibt, wer eindeutig als Täter und wer als Opfer zu verstehen ist. Auch im Kapitel „Kindheitsfreund“ wird die Frage aufgeworfen, ob es so etwas wie Schicksal gibt und ob der Kindheitsfreund und die spätere Hausherrin auch ohne den prägenden Einfluss ihrer Väter eine derart enge Verbindung zueinander entwickelt hätten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Buch mit jedem Kapitel fesselnder wird. Besonders hervorheben möchte ich den Schreib- und Erzählstil in den Kapiteln „Das Mädchen“ und „Der Rotarmist“, die beide auf ihre jeweilige Art zugleich fesselnd und abstoßend erzählt sind und den Leser intensiv in das Geschehen sowie die Emotionen der Figuren hineinziehen. Als Kritikpunkt kann ich lediglich anmerken, dass mir manche Themen dadurch, dass jedes Kapitel einen anderen Erzähler besitzt, stellenweise zu kurz kamen – etwa die Familientrennung durch Flucht und Vertreibung im Kapitel „Unterpächter“. P.S.: An die Abiturientinnen und Abiturienten: Verlasst euch nicht zu sehr auf meine Interpretation – Deutsch war schulisch eher nicht meine größte Stärke 😉

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
2. Jan.
Schwierig...
Rating:2.5

Schwierig...

Einerseits meinen hier Manche was für ein Meisterwerk dieses Buch ist, Andere widerum schreiben, dass sie gerne 0 Sterne gegeben hätten, wenn das auf reado möglich wäre. Boah...und ehrlich? Ich verstehe beide Sichtweisen. Dadurch, dass so viele Zeiten, Geschichten, neue Kapitel aufgeschlagen werden erlebt man diese Nähe zu dieser Zeit. Erpenbeck ist da auch ziemlich knallhart bzw. brutal dabei. Es gibt keine Triggerwarnungen (die hab ich glücklicherweise von meiner Lehrerin gesagt bekommen), Fehlgeburten, Vergewaltigungen und andere Verstörtes Zeugs sind zentrales Thema. Man muss aber leider auch sagen, dass das damals Realität war. Die Judenverfolgung oder das sich Verstecken und hoffen, dass man einen nicht findet, immer auf der Flucht sein bis diese Erlebnisse einen in den Wahnsinn treiben... Daher verstehe ich was die Autorin bezwecken wollte und die Grundidee ist auch toll, aber ... Ja jetzt kommt das Große Aber. Für Leute, die sowas nicht in der Freizeit lesen ist es einfach total anstrengend mitzukommen. Ein Satz geht mal 2 Seiten lang mit Haufen Kommatas. Viele müssen es für's Abi lesen (inklusive ich) und lesen lieber andere Genres wie Romance, Fantasy, Thriller... usw. Das heißt ja: ich bin ein Mensch, der viel liest. Ich bin motiviert, lerne gerne dazu, aber dieses Buch war einfach zu viel. Auch wenn ich mich angestrengt habe alles zu verstehen... Neben den ganzen Stress, die man als 12. Klässer so hat, ist es schwer nochmal sowas Intensives aufgetischt zu bekommen und dann zu erwarten es zu verstehen. Leider gab es auch keine richtige Verbindung zu den verschiedenen Figuren. Vieles wurde einfach wiederholt oder aufgezählt, sodass man sich verliert. Muss leider zugeben habe mich da durchgquält. So leid es mir tut manchmal bin ich auch daneben eingeschlafen. Dieses Buch erfordert einfach viel Konzentration, die ich nicht immer erbringen kann und dieses Langwirige war umsonst. Man hätte es echt kürzer fassen können. Mir hat besonders gut das Ende mit dem Aufräumen gefallen oder die Kapitel des Gärtners sowie die des Mädchen (Doris Kaplan, an sie ist das Buch auch gerichtet, oben Foto) sind mir sehr Nahe gegangen. Der Rotarmist war sehr verstörend... musste das Buch für 2 Tage beiseite legen. Ja liebe Leute, deswegen sage ich mal so 2- 2,5 Sterne ✨️(?) Ich verstehe, was sie bezwecken will, aber es war mir zu komplex.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
2. Jan.
Rating:2

Überhaupt nicht mein Fall

Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass es ein Schulbuch ist und wir gezwungen waren, das zu lesen, oder am Buch selbst. Aber für mich war das Buch einfach nur komisch, verwirrend und ich hab überhaupt nicht durch geblickt. Ich musste das Buch wirklich öfters lesen, um die Geschichte in irgendeinem Teil zu verstehen. Deshalb kann ich dem Buch auch nur zwei Sterne geben, aber ich verstehe auch wenn jemand dahinter eine unglaubliche Geschichte und ein gutgeschrieben das Buch sieht. Für mich hat es einfach nur nicht gepasst.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
31. Dez.
Rating:1.5

Meiner Meinung nach hat die Autorin hier viel zu viel gewollt. Für mich sind die Handlungsstränge zu stark konstruiert, auf Krampf wurden Leitmotive eingebaut, usw. Hab mich ziemlich durch die Lektüre gequält. Einzig das Kapitel mit dem Mädchen Doris hat mich abgeholt und emotional wirklich berührt. Da hat man gespürt, wie wichtig der Autorin das war. Daher noch 1,5 Sterne.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
30. Dez.
Sprachlich super und enthält wichtige historische Inhalte
Rating:3.5

Sprachlich super und enthält wichtige historische Inhalte

Ich bin leider nicht so ein Fan von historischen Romanen. Ich glaube, dass wird sich nochmal ändern, aber gerade habe ich durchgehend in der Schule historische Lektüren oder einfach nur Geschichte. Jeder der sprachlich begabt ist und gerne rumknobeln will woher dieser Charakter nochmal kommt ist bei Jenny Erpenbeck genau richtig. Viel Spaß mit dem Buch!

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
28. Dez.
Rating:4

Geschichte verdichtet!

Weil dieses Buch wohl in den meisten deutschen Gymnasien gelesen und sehr gelobt wird, wollte ich mir selbst ein Bild davon machen. Und dieses hat sich ergeben: Geschichte verdichtet, unemotional, Erinnerung(en) bekommen Raum. Oder halt ein Heim. Es ist also die Geschichte eines Hauses und seiner Bewohner von den 1930er Jahren bis nach der Wende. Die verschiedenen Bedeutungen von und Erlebnisse mit Heim/Heimat empfinde ich als grandios ausgebreitet. Durch Geschichte und Politik werden die handelnden Personen aus dem, was Heimat ist oder sein könnte, vertrieben. Und diese Einzelschicksale fügen sich in das sich unfassbar oft und schnell verändernde Deutschland des 20. Jahrhunderts ein; nicht immer chronologisch, aber stringent. Wenn ich etwas kritisieren muss, dann am ehesten den Umstand, dass geschichtliches Wissen in hohem Maß vorausgesetzt wird. Ganz ohne wird's vermutlich undurchdringbar und dann auch stellenweise uninteressant. Auch einzelne Längen sind drin, aber die sprachliche Finesse lässt kaum zu, dass man sie überhaupt störend wahrnimmt. Alles in allem eine Empfehlung meinerseits und definitiv als Schullektüre geeignet!

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
19. Dez.
Rating:4

Es ist sehr intensiv und komplex. Ich brauchte einen Moment, um in die verschiedenen Charaktere und Schreibstile reinzukommen. Insgesamt ist es sehr tiefgründig. Als Schullektüre kann ich es mir nicht vorstellen, obwohl es wirklich wichtig wäre, die geschichtlichen Hintergründe nach 12 bzw. 13 Schuljahren zu kennen.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
18. Dez.
Rating:3

Wir mussten Heimsuchung für die Schule lesen und ich fand es extrem schwierig die Geschichte zu verstehen. Der Schreibstil ist SEHR gewöhnungsbedürftig (sehr lange und verwirrende Sätze) und die Kapitel sind in sich abgeschlossen und zusammhangslos. Die ständigen, unklaren Zeitsprünge machen den Lesefluss nicht einfacher und allgemein las es sich extrem langsam. Wenn man die Story, bzw. das Prinzip der Handlung und des Aufbaus verstanden hat, war es nicht mehr allzu schlimm. Für den Deutschunterricht war es auf alle Fälle ein geeignetes Buch zum interpretieren- in meiner Freizeit hätte ich es jedoch niemals gelesen.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
15. Dez.
Rating:3

Meine Schullektüre aus der 12. Klasse

Als Schullektüre ganz gut. Ich hätte es nicht als privates Buch gelesen. Viele wichtige Themen wurden angesprochen und ausgiebig diskutiert. Dennoch hätte ich mir gewünscht von den Charakteren mehr zu erfahren... Danke!

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
23. Nov.
Rating:3

ich kam nicht über das erdgeschoss hinaus

hauptprotagonist des buches ist das haus, die bewohner und ihre geschichten nebendarsteller. das habe ich verstanden und genau das hat mich bewogen, dass buch zu kaufen. alles weitere, was mein literarisch eher ungebildetes hirn begreifen konnte, waren eben nur brüchstücke und einige peeks. eben so, wie ich gedanklich um das haus herumlaufen konnte und in einzelne fenster spähen konnte, fehlten mir am ende leiter und schlüssel um mehr sehen, mehr begreifen zu können. bereuen, das buch bis zum schluss gelesen zu haben tue ich nicht. denn den see, den ausblick, die atmosphere, wollte/will ich nicht missen.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
20. Nov.
Rating:5

Ein außergewöhnlicher Roman, außergewöhnlich fordernd, für manchen vielleicht sperrig, gar nicht eingängig und doch von solcher Intensität und Kraft, die nachhaltig bewegt. Ein Abriss durch die Geschichte unseres Landes erzählt entlang der Lebensgeschichten der Bewohner eines Hauses an einem märkischen See. Auf nicht einmal 200 Seiten entfaltet Erpenbeck eine poetische Wucht, die ihresgleichen sucht.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
18. Nov.
Rating:4.5

Wann redet Booktok über Erpenbeck?

Bisschen funny, aber auch sad, finde ich die schlechten Bewertungen und Rezensionen von all den Schüler:innen, die das Buch offenbar in Deutsch lesen mussten und offenbar gehasst haben. Tut mir leid ! Ich kannte die Autorin tatsächlich auch aus dem Deutsch Grundkurs, wo wir „Geschichte vom alten Kind“ gelesen hatten, was ich damals auch schon cool fand. Habe mich auch schon oft gefragt, als ich in eine neue Wohnung gezogen bin, wer wohl schon alles da gewohnt hat und was passiert ist. Das Haus und alle ihre Bewohner:innen an den wesentlichen Meilensteinen deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts zu begleiten, fand ich echt spannend. Und an manchen Stellen auch überraschend krass und schockierend. Das Buch ist kompliziert geschrieben und die langen Satzkonstruktionen empfand ich anfangs auch als anstrengend, bin aber irgendwann reingekommen. Trotzdem ist die Sprache wirklich beeindruckend. Soweit ich das in einer Speed-Recherche überblicken konnte, wird die Autorin vor allem auch international für ihre Arbeit geschätzt. Bei Booktok ist mir das noch nie aufgefallen. Warum eigentlich? Zusammengefasst: Fand ich cool, is nix für zwischendurch gemütlich 🫰

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
8. Nov.
Rating:5

Schauplatz ist ein Stück Land an einem See, in der Nähe von Berlin. Ein Haus wird gebaut, die Menschen kommen und gehen, weggetragen von den Zeitläuften. Einzig der Gärtner bleibt, mit den den immer gleichen Handgriffen… Die Erzählweise tastend, heranpirschend. Die Personen, ohne Konturen, wirken wie Platzhalter, damit eine Geschichte erzählt werden kann. Aber was ist eigentlich die Geschichte? Heimsuchung, mit all seinen Bedeutungen. Auch beim zweiten Mal lesen hat mir das Buch sehr gut gefallen.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
4. Nov.
Rating:4.5

Ich habe das Buch lediglich ausgewählt, weil es in NRW eine Pflichtlektüre in der Oberstufe ist und ich wissen wollte, mit was sich die SuS momentan auseinandersetzen müssen. Zuerst dachte ich, es handelt sich um eine Horrorgeschichte und es viel mir schwer, ins Buch zu finden. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Genial fand ich die Idee. Wer fragt sich nicht, was vor einem war und was nach einem folgen wird? Die Idee in einem Buch zu verarbeiten und sich dann noch an der deutschen Geschichte entlang zu hangeln fand ich einfach genial. Dabei habe ich mich gerade am Anfang und ab und zu mitten drin gefragt, was mir die Autorin sagen will.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
3. Nov.
Rating:2

Grundsätzlich ist es eine sehr interessante Geschichte, vor allem der Aufbau des Buches ist einzigartig. Als Schullektüre für das Abitur ist es jedoch äußerst ungeeignet. Zudem fehlen meiner Meinung nach einige Triggerwarnungen, beispielsweise für den Rotarmisten oder den Kinderfreund.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
3. Nov.
Rating:2

Unaushaltbar

Als Schullektüre nur teils brauchbar. Der Text ist unfassbar verdichtet dass man den Inhalt kaum versteht. Zu viele Stilmittel zu wenig Story. Komplett nicht-linear und ich hab es nicht weiter ausgehalten. Unmötig grotesk und einfach absolut unpassend und unfassbar respektlos gegenüber Doris.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
2. Nov.
Rating:0.5

Warum ist es nicht möglich einmal ein normales, halbwegs gutes Buch in der Schule zu lesen? Also ich fands einfach nur scheiße. Weil ich es echt nicht lesen konnte hab ich es mir angehört. Und die Autorin liest das so unglaublich monoton und langsam vor. Kein Spaß ich hab das auf doppelter Geschwindigkeit gehört. Also es gab vielleicht zwei gute Stellen. Der ganze Rest, insbesondere die Vergewaltigungen die einfach mal nie aufgearbeitet werden, war echt nicht gut.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
24. Okt.
Rating:2

Das Buch von dem jeder denkt „oh wie spannend bestimmt mit übernatürlichem Zeug“ oder „da ist ein Spuk Haus“ ganz und gar nicht 🙈 ich verstehe gerne Bücher und um dieses zu verstehen muss man es zweimal lesen weil es null chronologisch ist und völlig zerrissen. Die Figuren bleiben zudem nur kurz behandelt wobei ihre Gefühle völlig aussenvor gelassen werden. Lieber 5 Figuren weniger und dafür mehr Input. Man konnte sich so leider garnicht einfühlen. An sich sehr gute Idee aber schlechte Umsetzung. Trotzdem historisch lehrreich

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
18. Okt.
Rating:2

Naja…

Negativ: Literarisch sehr komplex. Viele sehr lange Sätze und ungebräuchliche Wörter, die nicht erklärt werden. Es wird auch oft gar nicht erst versucht etwas zu erklären, der Leser wird verwirrt zurückgelassen. Außerdem viele Wiederholungen, die das Lesen unnötig in die Länge ziehen. Beschreibungen werden mit unnötigen Details versehen. Am Anfang ist vieles einfach nur absolut verwirrend. Als Pflichtlektüre fürs Abi vollkommen unverständlich aufgrund mehrerer Vergewaltigungen und Ähnliches. Positiv: Wenn man sich nach Ewigkeiten an den Schreibstil gewöhnt hat, ist es ganz okay. Teilweise auch schöne Beschreibungen dabei. Sehr vielseitige Charaktere. Am Ende ergibt alles halbwegs Sinn, wenn die einzelnen Kapitel anfangen ineinander zu greifen. Ansich schöne Idee, aber absolut nicht für alle Menschen zugänglich.

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Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
10. Sept.
Rating:4

Deutschlektüre

ja, ich musste das Buch lesen, damit ich es demnächst in meinem Deutschkurs behandeln kann. Ansonsten hätte ich es mir wohl nicht ausgesucht. Gefallen hat es mir trotzdem, auch wenn es natürlich nicht die Spannung bietet, die ich sonst in Romanen suche. Es ist die Geschichte eines Hauses und dessen wechselnder Bewohner im Laufe der Zeit. Jedes Kapitel ist einem dieser Bewohner gewidmet, unterbrochen immer von einem Kapitel über den Gärtner. Hier wird deutsche Geschichte sehr metaphernreich und symbolträchtig angerissen, beispielsweise der Nationalsozialismus, die Besatzung durch die Rote Armee oder die beiden deutschen Staaten.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
30. Juli
Rating:5

Jenny Erpenbeck glänzt wieder mit ihrem einzigartigen Schreibstil, welcher die einzelnen Geschichten zusammenführt und in einer Tiefgründigkeit die Bedeutung eines Hauses für unterschiedliche Generationen und einer Leitfigur darstellt. Es ist vielleicht nicht die leichte Kost für jeden, aber dennoch einfach lesenswert!

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
24. Juli
Rating:1.5

Schullektüre: Unfassbar Zäh

Das Buch hat mir von der Handlung gar nicht zugesagt, aber es war auch eine Schullektüre - aus eigener Wahl hätte ich niemals dieses Buch gelesen. Aber fangen wir mit etwas Positivem an: Mir gefiel die Verbindung zwischen den Kapiteln, sodass man fast detektivisch mitdenken musste, wer zu wem gehört. Einen halben Stern gibt es dazu noch für das Kapitel des Rotarmisten - das einzige wirklich spannende Kapitel (meiner Meinung nach). Alles andere hat mir gar nicht gefallen. Die unschlüssigen, wenig ausgebauten Charaktere, seltsame und belanglose Hintergrundinformationen und sehr zähe Kapitel. Auch: Warum wurde soviel wiederholt? Und überhaupt: bei vielen Passagen habe ich den Kern dann verstanden, aber warum die Sätze so verschachteln? Das macht alles unfassbar langatmig und langweilig. Innerhalb von zwei Tagen habe ich mich durch dieses Buch gequält und ja, ich habe es geschafft, kann mir selbst leider wenig daraus nehmen. Für den Aufwand, leider gar nichts. Für mich ein äußerst wenig gelungenes Werk.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn
22. Juni
Literarisch und historisch sehr komplex
Rating:1

Literarisch und historisch sehr komplex

Das positive zuerst: Der Roman gibt einen guten Einblick in die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts. Wobei es weniger lehrt als bereits vorhandenes Wissen voraussetzt. Eine gute historische Kenntnis ist also wichtig um dem Geschehen besser folgen zu können! Allerdings sollte „Heimsuchung" meiner Meinung nach nicht als Pflichtlektüre fürs Abitur im Unterricht behandelt werden. Denn 1. es ist an einigen Stellen sehr verstörend und evtl. triggernd (v.a. die Kapitel „Das Mädchen" und „Der Rotarmist"). 2. es ist wirklich komplex geschrieben, teilweise sehr unverständlich, durch unnötige Beschreibungen in die Länge gezogen und durch häufige Auflistung von Namen und nüchternen Fakten liefert der Roman wenig Grundlage, sich in die unterschiedlichen Figuren hineinzuversetzen. 3. Man muss sehr genau und zwischen den Zeilen lesen, was ein hoher Zeitaufwand ist und viele Sus durch den schulischen Stress vermutlich wenig Zeit und Muße aufbringen, sich in der Komplexitat mit der Geschichte auseinanderzusetzen, die eigentlich gefordert ist, um den wahren Sinn zu verstehen.

Heimsuchung
Heimsuchungby Jenny ErpenbeckEichborn