Heaven
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Description
'Mieko Kawakami is always ceaselessly growing and evolving' - Haruki Murakami, author of Norwegian Wood
Shortlisted for the International Booker Prize.
TIME's 100 Must-Read Books of the Year.
A fourteen-year-old boy is tormented for having a lazy eye. Instead of resisting, he chooses to suffer in silence. The only person who understands what he is going through is a female classmate, Kojima, who experiences similar treatment at the hands of her bullies.
Providing each other with immeasurable consolation at a time in their lives when they need it most, the two young friends grow closer than ever. But what, ultimately, is the nature of a friendship when your shared bond is terror?
Unflinching yet tender, sharply observed, intimate and multi-layered, this simple yet profound novel stands as yet another dazzling testament to Mieko Kawakami's uncontainable talent.
'Mieko Kawakami is a genius' - Naoise Dolan, author of Exciting Times
'An expertly told, deeply unsettling tale of adolescent violence' - Vogue
Translated from the Japanese by Sam Bett and David Boyd.
Book Information
Characteristics
4 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Zwischen Schmerz und Hoffnung – wenn Nähe im Dunkeln entsteht
"Heaven" ist ein stilles, aber erschütterndes Buch über Schmerz, Einsamkeit und die Suche nach Bedeutung in einer grausamen Welt. Im Mittelpunkt stehen zwei Jugendliche, die beide auf ihre eigene Weise Außenseiter sind und durch ihre Verletzlichkeit miteinander verbunden werden. Besonders eindrücklich ist, wie schonungslos Mieko Kawakami das Thema Mobbing darstellt – ohne zu beschönigen, ohne einfache Antworten zu liefern. Was mich am meisten beschäftigt hat, ist die Frage, die das Buch immer wieder aufwirft: Muss Leid einen Sinn haben? Oder existiert es einfach – roh und ungerecht? Diese philosophische Tiefe macht die Geschichte so intensiv. Trotz der Härte liegt in den leisen Momenten zwischen den Figuren etwas Zartes, fast Hoffnungsvolles. Genau dieser Kontrast macht das Buch so besonders. Ein Roman, der weh tut – und gerade deshalb so wichtig ist.

„Sie denken nicht. Sie denken einfach nicht. Laufen einfach irgendwem nach und tun, was er tut, ohne sich jemals zu fragen, warum oder wozu, und wir sind ihr Ventil.“ S. 75
Mobbing ist leider ein Thema, welches viele Menschen tagtäglich in allen Altersgruppen betrifft. „Heaven“ stellt die Grausamkeiten und Grenzüberschreitungen in der Schule dar. Mir fiel es teilweise sehr schwer das Buch zu lesen, weil die Szenarien so brutal waren. Dennoch ist es wichtig, sich mit der Thematik zu beschäftigen und auch andere zu sensibilisieren. Eine absolute Empfehlung!
Fesselndes Buch
Ein Buch was einen schnell in seinen Bann zieht. Das Thema ist nicht grade einfach. An einigen Stellen brauchte ich ne kurze Pause. Die Unterhaltung mit Momose hat mich so wütend gemacht. Am liebsten wäre ich ins Buch getaucht und hätte ihn erwürgt. Das Ende ist sehr abrupt. Ich hätte mir irgendwie etwas anderes gewünscht. Es war etwas unbefriedigend. Kojima war interessant aber ich konnte ihre Gedanken nicht ganz verstehen.
Unglaublich 😦
Ich habe von diesem Buch nichts erwartet doch alles gekriegt. Es war traurig schön Bemitleidenswert zugleich. Die Ansichten der verschiedenen Personen (zmb Momose) waren sehr interessant und egal wie oberflächlich sie waren sie haben dem Buch tiefe gegeben. Kirojima liebe ich einfach. Und das Ende tat weh. Bitte Lest es.

In dem kurzen Roman Heaven begleiten wir einen namenlosen Ich-Erzähler und das Mädchen Koijama. Beide werden von ihren Mitschülern auf schmerzhafte Weise drangsaliert und ausgegrenzt. Trotz ihres Kontakts gehen sie sehr unterschiedlich mit dieser Gewalt um. Während ich mich in die Gedankenwelt des Erzählers gut hineinversetzen konnte, fiel mir das bei Koijama schwerer – vermutlich, weil ich selbst nie eine vergleichbare Erfahrung gemacht habe. Kawakami's Art zu Schreiben konnte mich auch in diesem Roman völlig umhauen - sie hat eine nachdenklich, poetisch und zarte Weise zu schreiben. Und das bei einen solchen gewaltvollen Thema. Leider hat mich die Antwort auf die Frage: "Warum werden wir zum "Mobbing-Opfer?" und das Ende selbst sehr unbefriedigt zurück gelassen, sodass ich dem Buch nicht mehr Sterne geben konnte.
Sehr wichtige Themen- und Situationsdarstellung!
Das Buch hat mich so krass mitgenommen, eben weil es so unglaublich wichtige Themen anspricht. Man merkt wie wichtig Freunde/ Unterstützung in solch brutalen Situationen sind. Einen Anker im Leben zu haben ist nötig. Das Buch hat in mir viele Gefühle geweckt, womit ich niemals gerechnet hatte. Ein sehr gut geschriebener und emotional rübergebrachter Roman.
Heaven ist ein kurzer Roman, der es aber in sich hat. Es geht um Mobbing und derem Auswirkungen. Aber auch um Familie. Der Ich- Erzähler ist 14 Jahre alt und lebt ein einsames Leben mit seiner Stiefmutter. Sein Vater ist immer Abwesend. Er findet eines Tages Nachrichten von seiner Mitschülerin Kojima die auch Mobbing erlebt . So finden die beiden Trost in der Gesellschaft des anderen. Man konnte die Angst und Gewalt ziemlich gut in den Zeilen spüren. Gerade auch bei den körperlichen Angriffen. Mit dem Ende bin ich etwas zwiegespalten, da es rüber kommt ob das Schielen der Grund von alles ist. Dabei kam an einen andere Stelle auf das die Täter immer einen Grund für Mobbing finden. Wobei auf der andererseite, wäre damit ein Angriffspunkt weniger der ihn belastet.
Mobbing, Zerfall und Aufstieg
Sehr wichtiges Thema was hier äußerst bildhaft umschrieben wird. Hier erwartet ein: Mobbing, psychische Erkrankungen, Scheidungskinder, Gewalt, Freundschaft, Abhängigkeitsverhältnis und Verlust Ein Buch was zum nachdenken anregt und ein paar offene Fragen hinterlässt - das macht es gut und irgendwo aber auch unfertig zu gleich. Eines der wenigen Bücher was wirklich schockt, Aufatmen lässt und zugleich traurig und schön ist. Daher ist es nahezu schon künstlerisch. Mir hat die Aufklärung gefehlt, einiges fand ich zu oberflächlich oder zu ähnlich woraus ich nicht schlau geworden bin. Daher nur 3 Sterne
Schwermütig und schwer zu ertragen.
Der Ich-Erzähler ist in der Schule grausamsten Mobbing-Attacken ausgesetzt. Tag für Tag versucht er gefühlt einfach nur zu überleben bis er einen Brief erhält und sich daraus eine Art Freundschaft entwickelt. Ob diese Freundschaft zu Kojima auch entstanden wäre, wenn nicht beide Außenseiter und Mobbing-Opfer wären, sei dahin gestellt. Es ist aber unheimlich bedrückend ihnen durch dieses Buch zu folgen, weil es so wenig Hoffnung und Freude im Leben der beiden zu geben scheint. Es ist sehr bewegend, schwermütig und voller Einsamkeit.
•“Then it hit me. Dying is just like sleeping“•
Personally, I love love loved this book. I jumped into it without reading the back and therefore not knowing what it even was about. All I knew was that it was contemporary fiction so I didn't have many expectations. But wow. I read this book in one sitting because I just could not close it. To be fair I had to sometimes and stare into the good old invisible camera when I read some scenes ( gym scene 🤫). I don't know how Mieko Kawakami does it but she portrayed everything so well that I felt so pulled in. This book is definitly not for the faint-hearted. Also- The amount of annotations I made in this book is crazy. But I just needed to because this will 100% be a re-read sometime. Now, I complimented this book like crazy so you might wonder why I didn't rate it 5 stars then. Well, the answer to that is the ending. I was genuinely confused. Maybe it's because English is not my mother tongue and it was pretty late at night but still I did not 100% get it. I've read a review that said it's to portray the main character's growth and I think this is a solid explanation but I still wasn't completely fond of it. But this is definitly a book I would recommend to everyone!!

Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven.
Inhalt: In Heaven geht es um zwei 14 Jährige Schüler*innen die täglich gemobbt, schikaniert und von ihren anderen Mitschülern misshandelt werden. Eines Tages erhält der namenlose Ich-Erzähler versteckte Briefe von seiner Klassenkameradin Kojima, die dieselben Erfahrungen durchlebt. So nähern sich die beiden langsam an und es entsteht eine Freundschaft in der beide Parteien ein grausames Leid teilen. Rezension: Die Autorin Mieko Kawakami schafft es mit ihrer Erzählweise einen hinterfragenden Blick auf die Gesellschaft Japans zu schaffen, bei der die meisten ihre Gefühle zurückhalten um niemanden mit ihren Problemen zu belasten. Dies führt jedoch dazu, dass schreckliche Dinge wie Mobbing einen festen Platz in den Alltag junger Schüler*innen erhalten und es erheblich schwerer ist eine langfristige Lösung für das Problem zu finden. Auf philosophische Weise gibt es ebenfalls Szenen in dem Buch, in der einer der Mobber auf verdrehte Weise die Begründung seiner Taten erklärt und es mich sehr zum nachdenken gebracht hat. Ich habe mich selbst dabei ertappt wie ich gedanklich mit mir selbst gerungen habe und versucht habe die Gespräche und das geschehende zu verstehen. Das Buch hat mich echt überrascht und ich würde gerne mehr dieser aufklärenden und zum nachdenken gebrachte Lektüre lesen. Zusätzlich würde ich ebenfalls erwähnen, dass hier Triggerwarnungen fehlen, da teilweise sehr brutale Szenen beschrieben werden und viele verstörende Gedanken bei den Protagonist*innen auftauchen.
This book hits so hard in the worst but best way possible. Mieko kawakami literally never disappoints. The way her books are never glorifying anything and are always so real and raw. I think the character momose was a really interesting and well written one because seeing his point of view really did something to me. Like the reality of bullying and evil in this world. Ofc he was a horrible person but you get what i mean… I can see why some people didn’t like the ending but for me i think it was just perfect. Mieko kawakamis endings are all kind of the same: sad (but kind of in a good way) and unexpected, but that’s what i love about her. The only thing that still haunts me is that the main character never got a name and i refuse to call him eyes :( (and ofc what happened to kojima)
Hart zu lesen
"It's kind of stupid. Human beings are the only ones talking all the time and making problems and everything." Das Buch war so hart zu lesen. Bei dem Mobbing teilen war es teilweise sehr detailliert, dass ich manchmal Angst hatte weiter zu lesen ehrlich gesagt. Die Gespräche zwischen Kojima und "Eyes" waren oft spannend und schön, weil sie sich einander als einzige verstanden, auch wie sie sich gefunden haben, genauer gesagt wie Kojima ihn bemerkt hat. Kojima hat etwas Philosophisches an sich und ist mutiger als er. Gegen Ende wurde es sehr, sehr heftig, aber das Ende generell war verwirrend, hab es ehrlich gesagt nicht verstanden, was da los war. Auch als ich die Bewertungen gelesen habe, gab es niemanden, der es richtig erklärt hat. Das Ende hätte besser sein können.
Sich ergeben
Der namenlose Ich-Erzähler freundet sich mit deiner Mitschülerin Kojima an. Beide haben gemeinsam, dass sie Außenseiter an ihrer Schule sind und gemobbt werden - Zusammen gehen sie nun auf Sinnsuche und gelangen dabei an unterschiedliche Grenzen. Vor allem die Schilderungen der Gewalt, die auf den Ich-Erzähler ausgeübt wird, sind wirklich schwere Kost. Ungeschönt zeigt Mieko Kawakami die unterschiedlichen Ebenen der Angst, die Opfer von Mobbing durchlaufen. Der Einblick in die Gedanken und inneren Konflikte des Erzählers geben auch Einblick in die Frage, warum Opfer sich oft nicht wehren oder aktiv Hilfe suchen. Diese Auseinandersetzung mit der eigenen Selbstwirksamkeit war äußerst stark, zumal Kojima und der Ich-Erzähler sehr unterschiedlich auf ihre Rolle schauen. Einige Szenen könnte man als recht verstörend beschreiben, ich fand sie aber vor allem herzzerreißend, da sie die Ohnmacht und den Wunsch nach einer Form der Selbstermächtigung illustrieren. Abstoßend aber auch besonders interessant fand ich, dass Kawakami sich in einer Szene auch konkret den Beweggründen der Täterseite widmet. Auch wenn es mich als Leser nur mit Unverständnis zurückgelassen hat, kamen mir die absurden Begründungsansätze eines Mittäters erschreckend erwartbar vor. Dabei gibt es keine Logik in den Gedankengängen von Tätern, die sich selbst in eine selbstgerechte Begründungsschleife begeben. Ich bin froh, dass es Mieko Kawakami am Ende nicht zum Äußersten gebracht hat, was jedoch nicht bedeutet, dass es ein versöhnliches Ende gibt - zumindest nicht für Kojima und den Ich-Erzähler.
Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Ich mochte den Schreibstil unheimlich gerne, sowie den Kontrast zwischen der brutalen Tyrannei und der philosophischen Gespräche zwischen Kojima und dem Erzähler. Für mich hätte das Buch allerdings, gerade zum Ende hin, mehr Seiten benötigt. Trotzdessen ein wirklich gutes Buch!
📚📖 Kitap / Book: ヘヴン / Heaven / Cennet — Mieko Kawakami, 2009 🔮 Tür / Genre: Psikolojik roman, çağdaş edebiyat Psychological fiction, contemporary literature 📅 Dönem / Period: Contemporary Japanese Literature – Japan Çağdaş Japon edebiyatı – Japonya 📝 Kısa Özet / Short Summary: 🇹🇷 Heaven, okulda zorbalığa maruz kalan iki gencin kurduğu sıra dışı bağ üzerinden acı, dayanıklılık ve insanın dünyayı algılama biçimini sorgular. 🇬🇧 Heaven explores pain, resilience, and perception through the connection between two students who are victims of bullying. 💬 Yorum / Review: 🇹🇷 Bu kitapla ilk defa bir insanın mentalitesi ve bakış açısının ne kadar belirleyici ve sarsıcı olabileceğini fark ettim. Bizim için bariz görünen şeylerin, başkaları tarafından tamamen farklı algılanabileceğini güçlü bir şekilde gösteriyor. Kitaptaki bir tartışma, şimdiye kadar okuduğum en etkileyici diyaloglardan biriydi. Hayatın ne kadar bireysel yaşandığını ve bakış açımızın kaçınılmaz şekilde dünyamızı şekillendirdiğini çok derin bir biçimde hissettiriyor. 🇬🇧 This book made me realize for the first time how profound and decisive one’s mindset and perspective can be. Things that seem obvious to us can be perceived entirely differently by others. One particular discussion in the book is among the most impactful dialogues I’ve ever read. It powerfully conveys how individual life truly is and how inevitably our perspective shapes our reality. #Heaven #MiekoKawakami #JapaneseLiterature
Mieko Kawakami achieved a great portraition of bullying.
Overall, it's a great book. It was an easy read, though the topics sometimes made me stare blankly at the wall for a few minutes. I loved the writing style. The story developed wonderfully, with greatly written characters but the end was more than disappointing. I'm a fan of open endings, but here it just seems like the story isn't complete. Then there are also the very unnecessary parts that don't add to the story and "heaven" that has barely been mentioned at all.
„Wir sind von derselben Sorte.“ Mit dieser Zettelbotschaft initiiert Kojima die Freundschaft mit dem namenlosen Ich-Erzähler. Was sie damit meint: Sie sind beide Mobbingopfer. Wobei Kojima es wohl anders ausdrücken würde: Sie sind beide Meister im Erdulden. Obwohl das Buch mit nicht mal 200 Seiten vergleichsweise kurz ist, hab ich ziemlich lange gebraucht, um es zu beenden. Das lag vor allem an den schonungslosen Schilderungen der Mobbingszenen, die einen an der Menschheit zweifeln lassen und schwer zu ertragen sind. Die nüchterne Sprache des Erzählers trägt dazu bei. Es wirkt, als habe er seine Gefühle abgeschaltet, um durch die Tage zu kommen oder aber er weiß einfach um die Unbeschreiblichkeit seiner Gefühle. Vielleicht zeigt sie auch seine Fügsamkeit, indem er nichts entgegensetzt. In einem Punkt sind Kojima und der Erzähler dann nämlich doch nicht von derselben Sorte: während er immer passiv ertragen hat und dies als Schwäche empfunden hat, beschreibt Kojima die Tatsache, dass sie sich nicht wehren als aktives Unterlassen- als bewusste Entscheidung. Kojima könnte ihrem Mobbing vielleicht sogar ein Ende setzen, wenn sie wollte. Als „Hommage“ an ihren Vater duscht sie mit Absicht nicht und läuft mit dreckigen Kleidern rum- sie nennt es ihr Zeichen. Der Erzähler kann an seinem schielenden Auge vorerst nicht so leicht etwas ändern. Kojima hat starke Überzeugungen, für die sie konsequent und aufopferungsvoll einsteht. Eine Stärke, die der Erzähler und Leser nur bewundern kann. Und gleichzeitig stellt sie eine harte Probe für die Freundschaft der beiden dar, denn es ist viel, was Kojima vom Erzähler verlangt. Kojimas Ansichten haben mich auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht. Vor allem, weil es einem Mieko Kawakami nicht abnimmt- sie beschreibt einfach nur. Dadurch bleiben bei mir am Ende aber auch vor allem die Grausamkeiten von diesem Buch in Erinnerung
This was such an interesting read!
The book is really worth a read, I think it could change your perspective on how you treat and perceive others. While I was sad about the open ending it still was so brilliant. I think you need to read the book to understand and I def recommend reading it. Some scenes might be disturbing, heartbreaking and maddening but at the end you feel fulfilled but at the same time not. It def made an impression on me!!

"Tief im Innern wurde mir bewusst, dass [Selbstmord] nichts war, was irgendjemand beging, sondern etwas, was auch ich begehen konnte, wenn ich wollte." (S. 119)
"Heaven" ist ein eindringlicher und erschütternder Roman über Mobbing und dessen Folgen. Über das Andersein und das Nicht-Akzeptiertwerden ebendiesens. Es trifft nicht nur einmal sehr tief; manche Passagen schmerzen einfach durchgehend. Leider ist mir das Ende ein klein wenig zu offen, was die Charaktere (abgesehen von dem Ich-Erzähler) betrifft ... Absolut lesenswert!
!["Tief im Innern wurde mir bewusst, dass [Selbstmord] nichts war, was irgendjemand beging, sondern etwas, was auch ich begehen konnte, wenn ich wollte." (S. 119)](https://social-cdn.read-o.com/images/1694360500076-71.jpg)
»Wenn wir es schaffen würden, egal, was man mit uns macht, nichts zu sagen, für den Rest unseres Lebens zu schweigen, könnten wir dann irgendwann zu Dingen werden?"
Hartes Buch. Der Ich-Erzähler wird gemobbt und das auf eine schreckliche Art und Weise, das es beim Lesen schmerzt. Es ist dennoch so schön geschrieben, das ich es weiterempfehlen würde.

Was war das für ein Ende? Ich habe so viele Fragen.
„Heaven“ von Mieko Kawakami ist ein leiser, eindringlicher Roman über Gewalt, Ausgrenzung und die Suche nach menschlicher Verbindung. Erzählt wird aus der Perspektive eines 14-jährigen Jungen, der aufgrund seines Schielens regelmäßig Opfer brutaler Mobbingattacken wird. Erst durch eine heimlich geschriebene Nachricht seiner Mitschülerin Kojima (die ebenfalls ausgegrenzt wird) entsteht zwischen den beiden eine fragile, aber tiefgehende Beziehung. Die Stärke des Romans liegt in seiner Schonungslosigkeit: Kawakami beschreibt psychische wie physische Gewalt mit sprachlicher Nüchternheit, die beklemmend wirkt, dabei aber nie ins bloßstellende abgleitet. Gleichzeitig wirft sie existenzielle Fragen auf: nach Leidensfähigkeit, Gerechtigkeit, Selbstwert und den Ursachen menschlicher Grausamkeit. Kawakamis Stil ist präzise, fast zurückhaltend. Die Sprache bleibt ruhig, fast kühl, was der emotionalen Wucht der Geschichte jedoch keinen Abbruch tut. Im Gegenteil: Gerade durch die sachliche Darstellung wirken viele Szenen umso intensiver. Die Dialoge zwischen dem Ich-Erzähler und Kojima sind schlicht, aber vielschichtig. Immer wieder öffnen sich kurze Fenster zu tiefen philosophischen Gedanken, ohne dass der Text belehrend wirkt. Was „Heaven“ nicht ist: eine klassische Überwindungs- oder Heilungsgeschichte. Es gibt keine einfache Lösung, keine klare Auflösung. Das kann je nach Leseerwartung als Stärke oder Schwäche empfunden werden. Der Roman lässt bewusst vieles offen und fordert Leser:innen heraus, eigene Antworten auf das Gelesene zu finden. Kritisch sehe ich vor allem, dass die Entwicklung einiger Nebenfiguren oberflächlich bleibt, viele Konstellationen wirken eher symbolisch als lebendig. Besonders schade fand ich jedoch, dass Kojimas Handlungsstrang gegen Ende nicht weitergeführt wird. Nach der Szene im Wald verliert sich ihre Figur fast vollständig, obwohl sie zuvor eine zentrale Rolle im Roman eingenommen hat. Gerade weil Kojima als starker, komplexer Charakter dargestellt wird, hätte ich gerne erfahren, wie es mit ihr weitergeht. Ihr Verschwinden wirkt schmerzlich abrupt und hinterlässt eine inhaltliche wie emotionale Leerstelle, die der Roman nicht mehr füllt. Heaven ist ein eindrucksvoller Roman, der viel Stärke ausstrahlt, sprachlich überzeugt und wichtige Themen verhandelt. Vor allem aber zeigt er schonungslos, wie grausam Jugendliche einander begegnen können und wie einsam es ist, wenn kein Ausweg in Sicht ist. 4 von 5 Sternen.
Stark angefangen und stark nachgelassen
Zu allererst ist wichtig zu wissen, dass dieses Buch trotz fehlender Contentwarnung wirklich explizit und graphisch Mobbinghandlungen beschreibt! Für mich hat „Heaven“ wirklich stark angefangen, ich war interessiert an der Beziehung bzw. Freundschaft des Ich-Erzählers und Kojima. Am Ende haben mir aber einige Erklärungen zu den Charakteren gefehlt und auch das Ende fand ich wirklich schwach…
unpleasant reality
The book was interesting to read. It has shown you the ugly reality in a society. How often people look away and how everyone somehow lives in their own world with their own norms and values. An emotional ride. The hard time the characters go through in school is hard to read. Seeing detailed bullying described and knowing that something like this really happens makes you really doubt humanity. As you can see, the book makes you think haha. I definitely thought it was good to read
Personally, I love love loved this book. I jumped into it without reading the back and therefore not knowing what it even was about. All I knew was that it was contemporary fiction so I didn't have many expectations. But wow. I read this book in one sitting because I just could not close it. To be fair I had to sometimes and stare into the good old invisible camera when I read some scenes ( gym scene
Harter Tobak. Es viel mir schwer, vieles nachzuvollziehen, wahrscheinlich weil ich es selbst nicht erlebt habe aber ich habe versucht mich in alle Charaktere hineinzuversetzen. Ich habe sehr gehofft, dass mal irgendeine Erwachsenen Person etwas mit kriegt und gleichzeitig wollte ich selbst für den Namenlosen-Ich Erzähler da sein. Die Reaktion von der Mutter am Ende, fand ich ziemlich schwach. Ich glaube als Mutter, egal ob leiblich oder nicht, würde man noch schokierter auf so etwas reagieren aber jeder ist da ja anders. Das Buch endete unerwartet und hat ziemlich viel offen gelassen, was ich aber sehr gelungen finde. So kann sich jeder sein eigenes Ende ausmalen, es bleibt viel Interpretation und das finde ich das schöne daran.
I am at complete loss of words. This book is definitely something. It’s definitely a good book since it made me incredibly upset and uncomfortable at times. It’s disturbing and unsettling. The end was beautiful. Abrupt but beautiful. The only criticism I have is the sexual aspect of it. It might add to the story for some people but I found it incredibly unnecessary.
3,5 ☆
In Heaven erzählt Mieko Kawakami die Geschichte eines 14-jährigen Jungen, der aufgrund seines Schielens zum Ziel von Mobbing wird. Der Protagonist bleibt über das gesamte Buch hinweg namenlos, womit ich mich lange schwergetan habe. Es entsteht eine leise, zerbrechliche (Brief-)Freundschaft mit Kojima, einem Mädchen, das ein ähnliches Schicksal erleidet. Beide sind Außenseiter, verbunden durch Schmerz, Einsamkeit und den Versuch, ihrer Situation irgendeinen Sinn abzuringen. Der Einstieg fiel mir nicht leicht. Ich empfand das Buch zunächst als schleppend, der Schreibstil war nicht zu 100 % meiner und gerade die Namenslosigkeit des Protagonisten brachte für mich eher Distanz als Nähe. Was ich jedoch besonders kritisch sehe: Die Triggerwarnung hat gefehlt! Das Mobbing wird sehr klar, detailliert und schonungslos beschrieben, ebenso werden Suizidgedanken offen thematisiert. Trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) ist Heaven ein ungewöhnliches, schmerzhaftes und bewegendes Buch. Besonders das Gespräch mit einem der Täter hat mich wütend zurückgelassen. Kojimas Gedanken konnte ich nicht immer nachvollziehen; oft hatte ich Fragezeichen im Kopf. Doch auch das scheint Teil der Erzählung zu sein: Nicht alles Leid lässt sich logisch erklären oder einordnen. Das Ende empfand ich als sehr abrupt und fast ernüchternd. Nach all der emotionalen Intensität hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht, etwas mehr Raum zum Atmen und zum Verarbeiten. Eine klare Empfehlung auszusprechen, fällt mir schwer. Heaven ist kein Buch, das man „gern“ liest. Und doch bin ich trotz aller Kritik sehr froh, es gelesen zu haben. Es bleibt im Kopf, es schmerzt, es fordert heraus.

Zweifel an der Menschheit
Das Buch hat mich die letzten Tage aufgewühlt, wütend gemacht und lässt mich mit Zweifeln an der Menschheit zurück. Leider ist das Thema Mobbing in Japan noch einmal deutlich grausamer und unmenschlicher, als bei uns in Deutschland. Es ist einfach beklemmend zu wissen, dass sowas wirklich täglich passiert. Ich frage mich immer wieder, wie Menschen mit so einer Schuld leben können. Schade, dass das Ende des Buches etwas überstürzt wirkte und ich nicht wusste, wie ich es interpretieren sollte. Zitat: "Einmal gerufen, nahm dieser Selbstmord jedoch merkwürdigerweise nach und nach Gestalt an. Tief im Inneren wurde mir bewusst, dass es nichts war, was irgendjemand beging, sondern etwas, was auch ich begehen konnte, wenn ich wollte."
Characteristics
4 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
'Mieko Kawakami is always ceaselessly growing and evolving' - Haruki Murakami, author of Norwegian Wood
Shortlisted for the International Booker Prize.
TIME's 100 Must-Read Books of the Year.
A fourteen-year-old boy is tormented for having a lazy eye. Instead of resisting, he chooses to suffer in silence. The only person who understands what he is going through is a female classmate, Kojima, who experiences similar treatment at the hands of her bullies.
Providing each other with immeasurable consolation at a time in their lives when they need it most, the two young friends grow closer than ever. But what, ultimately, is the nature of a friendship when your shared bond is terror?
Unflinching yet tender, sharply observed, intimate and multi-layered, this simple yet profound novel stands as yet another dazzling testament to Mieko Kawakami's uncontainable talent.
'Mieko Kawakami is a genius' - Naoise Dolan, author of Exciting Times
'An expertly told, deeply unsettling tale of adolescent violence' - Vogue
Translated from the Japanese by Sam Bett and David Boyd.
Book Information
Posts
Zwischen Schmerz und Hoffnung – wenn Nähe im Dunkeln entsteht
"Heaven" ist ein stilles, aber erschütterndes Buch über Schmerz, Einsamkeit und die Suche nach Bedeutung in einer grausamen Welt. Im Mittelpunkt stehen zwei Jugendliche, die beide auf ihre eigene Weise Außenseiter sind und durch ihre Verletzlichkeit miteinander verbunden werden. Besonders eindrücklich ist, wie schonungslos Mieko Kawakami das Thema Mobbing darstellt – ohne zu beschönigen, ohne einfache Antworten zu liefern. Was mich am meisten beschäftigt hat, ist die Frage, die das Buch immer wieder aufwirft: Muss Leid einen Sinn haben? Oder existiert es einfach – roh und ungerecht? Diese philosophische Tiefe macht die Geschichte so intensiv. Trotz der Härte liegt in den leisen Momenten zwischen den Figuren etwas Zartes, fast Hoffnungsvolles. Genau dieser Kontrast macht das Buch so besonders. Ein Roman, der weh tut – und gerade deshalb so wichtig ist.

„Sie denken nicht. Sie denken einfach nicht. Laufen einfach irgendwem nach und tun, was er tut, ohne sich jemals zu fragen, warum oder wozu, und wir sind ihr Ventil.“ S. 75
Mobbing ist leider ein Thema, welches viele Menschen tagtäglich in allen Altersgruppen betrifft. „Heaven“ stellt die Grausamkeiten und Grenzüberschreitungen in der Schule dar. Mir fiel es teilweise sehr schwer das Buch zu lesen, weil die Szenarien so brutal waren. Dennoch ist es wichtig, sich mit der Thematik zu beschäftigen und auch andere zu sensibilisieren. Eine absolute Empfehlung!
Fesselndes Buch
Ein Buch was einen schnell in seinen Bann zieht. Das Thema ist nicht grade einfach. An einigen Stellen brauchte ich ne kurze Pause. Die Unterhaltung mit Momose hat mich so wütend gemacht. Am liebsten wäre ich ins Buch getaucht und hätte ihn erwürgt. Das Ende ist sehr abrupt. Ich hätte mir irgendwie etwas anderes gewünscht. Es war etwas unbefriedigend. Kojima war interessant aber ich konnte ihre Gedanken nicht ganz verstehen.
Unglaublich 😦
Ich habe von diesem Buch nichts erwartet doch alles gekriegt. Es war traurig schön Bemitleidenswert zugleich. Die Ansichten der verschiedenen Personen (zmb Momose) waren sehr interessant und egal wie oberflächlich sie waren sie haben dem Buch tiefe gegeben. Kirojima liebe ich einfach. Und das Ende tat weh. Bitte Lest es.

In dem kurzen Roman Heaven begleiten wir einen namenlosen Ich-Erzähler und das Mädchen Koijama. Beide werden von ihren Mitschülern auf schmerzhafte Weise drangsaliert und ausgegrenzt. Trotz ihres Kontakts gehen sie sehr unterschiedlich mit dieser Gewalt um. Während ich mich in die Gedankenwelt des Erzählers gut hineinversetzen konnte, fiel mir das bei Koijama schwerer – vermutlich, weil ich selbst nie eine vergleichbare Erfahrung gemacht habe. Kawakami's Art zu Schreiben konnte mich auch in diesem Roman völlig umhauen - sie hat eine nachdenklich, poetisch und zarte Weise zu schreiben. Und das bei einen solchen gewaltvollen Thema. Leider hat mich die Antwort auf die Frage: "Warum werden wir zum "Mobbing-Opfer?" und das Ende selbst sehr unbefriedigt zurück gelassen, sodass ich dem Buch nicht mehr Sterne geben konnte.
Sehr wichtige Themen- und Situationsdarstellung!
Das Buch hat mich so krass mitgenommen, eben weil es so unglaublich wichtige Themen anspricht. Man merkt wie wichtig Freunde/ Unterstützung in solch brutalen Situationen sind. Einen Anker im Leben zu haben ist nötig. Das Buch hat in mir viele Gefühle geweckt, womit ich niemals gerechnet hatte. Ein sehr gut geschriebener und emotional rübergebrachter Roman.
Heaven ist ein kurzer Roman, der es aber in sich hat. Es geht um Mobbing und derem Auswirkungen. Aber auch um Familie. Der Ich- Erzähler ist 14 Jahre alt und lebt ein einsames Leben mit seiner Stiefmutter. Sein Vater ist immer Abwesend. Er findet eines Tages Nachrichten von seiner Mitschülerin Kojima die auch Mobbing erlebt . So finden die beiden Trost in der Gesellschaft des anderen. Man konnte die Angst und Gewalt ziemlich gut in den Zeilen spüren. Gerade auch bei den körperlichen Angriffen. Mit dem Ende bin ich etwas zwiegespalten, da es rüber kommt ob das Schielen der Grund von alles ist. Dabei kam an einen andere Stelle auf das die Täter immer einen Grund für Mobbing finden. Wobei auf der andererseite, wäre damit ein Angriffspunkt weniger der ihn belastet.
Mobbing, Zerfall und Aufstieg
Sehr wichtiges Thema was hier äußerst bildhaft umschrieben wird. Hier erwartet ein: Mobbing, psychische Erkrankungen, Scheidungskinder, Gewalt, Freundschaft, Abhängigkeitsverhältnis und Verlust Ein Buch was zum nachdenken anregt und ein paar offene Fragen hinterlässt - das macht es gut und irgendwo aber auch unfertig zu gleich. Eines der wenigen Bücher was wirklich schockt, Aufatmen lässt und zugleich traurig und schön ist. Daher ist es nahezu schon künstlerisch. Mir hat die Aufklärung gefehlt, einiges fand ich zu oberflächlich oder zu ähnlich woraus ich nicht schlau geworden bin. Daher nur 3 Sterne
Schwermütig und schwer zu ertragen.
Der Ich-Erzähler ist in der Schule grausamsten Mobbing-Attacken ausgesetzt. Tag für Tag versucht er gefühlt einfach nur zu überleben bis er einen Brief erhält und sich daraus eine Art Freundschaft entwickelt. Ob diese Freundschaft zu Kojima auch entstanden wäre, wenn nicht beide Außenseiter und Mobbing-Opfer wären, sei dahin gestellt. Es ist aber unheimlich bedrückend ihnen durch dieses Buch zu folgen, weil es so wenig Hoffnung und Freude im Leben der beiden zu geben scheint. Es ist sehr bewegend, schwermütig und voller Einsamkeit.
•“Then it hit me. Dying is just like sleeping“•
Personally, I love love loved this book. I jumped into it without reading the back and therefore not knowing what it even was about. All I knew was that it was contemporary fiction so I didn't have many expectations. But wow. I read this book in one sitting because I just could not close it. To be fair I had to sometimes and stare into the good old invisible camera when I read some scenes ( gym scene 🤫). I don't know how Mieko Kawakami does it but she portrayed everything so well that I felt so pulled in. This book is definitly not for the faint-hearted. Also- The amount of annotations I made in this book is crazy. But I just needed to because this will 100% be a re-read sometime. Now, I complimented this book like crazy so you might wonder why I didn't rate it 5 stars then. Well, the answer to that is the ending. I was genuinely confused. Maybe it's because English is not my mother tongue and it was pretty late at night but still I did not 100% get it. I've read a review that said it's to portray the main character's growth and I think this is a solid explanation but I still wasn't completely fond of it. But this is definitly a book I would recommend to everyone!!

Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven.
Inhalt: In Heaven geht es um zwei 14 Jährige Schüler*innen die täglich gemobbt, schikaniert und von ihren anderen Mitschülern misshandelt werden. Eines Tages erhält der namenlose Ich-Erzähler versteckte Briefe von seiner Klassenkameradin Kojima, die dieselben Erfahrungen durchlebt. So nähern sich die beiden langsam an und es entsteht eine Freundschaft in der beide Parteien ein grausames Leid teilen. Rezension: Die Autorin Mieko Kawakami schafft es mit ihrer Erzählweise einen hinterfragenden Blick auf die Gesellschaft Japans zu schaffen, bei der die meisten ihre Gefühle zurückhalten um niemanden mit ihren Problemen zu belasten. Dies führt jedoch dazu, dass schreckliche Dinge wie Mobbing einen festen Platz in den Alltag junger Schüler*innen erhalten und es erheblich schwerer ist eine langfristige Lösung für das Problem zu finden. Auf philosophische Weise gibt es ebenfalls Szenen in dem Buch, in der einer der Mobber auf verdrehte Weise die Begründung seiner Taten erklärt und es mich sehr zum nachdenken gebracht hat. Ich habe mich selbst dabei ertappt wie ich gedanklich mit mir selbst gerungen habe und versucht habe die Gespräche und das geschehende zu verstehen. Das Buch hat mich echt überrascht und ich würde gerne mehr dieser aufklärenden und zum nachdenken gebrachte Lektüre lesen. Zusätzlich würde ich ebenfalls erwähnen, dass hier Triggerwarnungen fehlen, da teilweise sehr brutale Szenen beschrieben werden und viele verstörende Gedanken bei den Protagonist*innen auftauchen.
This book hits so hard in the worst but best way possible. Mieko kawakami literally never disappoints. The way her books are never glorifying anything and are always so real and raw. I think the character momose was a really interesting and well written one because seeing his point of view really did something to me. Like the reality of bullying and evil in this world. Ofc he was a horrible person but you get what i mean… I can see why some people didn’t like the ending but for me i think it was just perfect. Mieko kawakamis endings are all kind of the same: sad (but kind of in a good way) and unexpected, but that’s what i love about her. The only thing that still haunts me is that the main character never got a name and i refuse to call him eyes :( (and ofc what happened to kojima)
Hart zu lesen
"It's kind of stupid. Human beings are the only ones talking all the time and making problems and everything." Das Buch war so hart zu lesen. Bei dem Mobbing teilen war es teilweise sehr detailliert, dass ich manchmal Angst hatte weiter zu lesen ehrlich gesagt. Die Gespräche zwischen Kojima und "Eyes" waren oft spannend und schön, weil sie sich einander als einzige verstanden, auch wie sie sich gefunden haben, genauer gesagt wie Kojima ihn bemerkt hat. Kojima hat etwas Philosophisches an sich und ist mutiger als er. Gegen Ende wurde es sehr, sehr heftig, aber das Ende generell war verwirrend, hab es ehrlich gesagt nicht verstanden, was da los war. Auch als ich die Bewertungen gelesen habe, gab es niemanden, der es richtig erklärt hat. Das Ende hätte besser sein können.
Sich ergeben
Der namenlose Ich-Erzähler freundet sich mit deiner Mitschülerin Kojima an. Beide haben gemeinsam, dass sie Außenseiter an ihrer Schule sind und gemobbt werden - Zusammen gehen sie nun auf Sinnsuche und gelangen dabei an unterschiedliche Grenzen. Vor allem die Schilderungen der Gewalt, die auf den Ich-Erzähler ausgeübt wird, sind wirklich schwere Kost. Ungeschönt zeigt Mieko Kawakami die unterschiedlichen Ebenen der Angst, die Opfer von Mobbing durchlaufen. Der Einblick in die Gedanken und inneren Konflikte des Erzählers geben auch Einblick in die Frage, warum Opfer sich oft nicht wehren oder aktiv Hilfe suchen. Diese Auseinandersetzung mit der eigenen Selbstwirksamkeit war äußerst stark, zumal Kojima und der Ich-Erzähler sehr unterschiedlich auf ihre Rolle schauen. Einige Szenen könnte man als recht verstörend beschreiben, ich fand sie aber vor allem herzzerreißend, da sie die Ohnmacht und den Wunsch nach einer Form der Selbstermächtigung illustrieren. Abstoßend aber auch besonders interessant fand ich, dass Kawakami sich in einer Szene auch konkret den Beweggründen der Täterseite widmet. Auch wenn es mich als Leser nur mit Unverständnis zurückgelassen hat, kamen mir die absurden Begründungsansätze eines Mittäters erschreckend erwartbar vor. Dabei gibt es keine Logik in den Gedankengängen von Tätern, die sich selbst in eine selbstgerechte Begründungsschleife begeben. Ich bin froh, dass es Mieko Kawakami am Ende nicht zum Äußersten gebracht hat, was jedoch nicht bedeutet, dass es ein versöhnliches Ende gibt - zumindest nicht für Kojima und den Ich-Erzähler.
Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Ich mochte den Schreibstil unheimlich gerne, sowie den Kontrast zwischen der brutalen Tyrannei und der philosophischen Gespräche zwischen Kojima und dem Erzähler. Für mich hätte das Buch allerdings, gerade zum Ende hin, mehr Seiten benötigt. Trotzdessen ein wirklich gutes Buch!
📚📖 Kitap / Book: ヘヴン / Heaven / Cennet — Mieko Kawakami, 2009 🔮 Tür / Genre: Psikolojik roman, çağdaş edebiyat Psychological fiction, contemporary literature 📅 Dönem / Period: Contemporary Japanese Literature – Japan Çağdaş Japon edebiyatı – Japonya 📝 Kısa Özet / Short Summary: 🇹🇷 Heaven, okulda zorbalığa maruz kalan iki gencin kurduğu sıra dışı bağ üzerinden acı, dayanıklılık ve insanın dünyayı algılama biçimini sorgular. 🇬🇧 Heaven explores pain, resilience, and perception through the connection between two students who are victims of bullying. 💬 Yorum / Review: 🇹🇷 Bu kitapla ilk defa bir insanın mentalitesi ve bakış açısının ne kadar belirleyici ve sarsıcı olabileceğini fark ettim. Bizim için bariz görünen şeylerin, başkaları tarafından tamamen farklı algılanabileceğini güçlü bir şekilde gösteriyor. Kitaptaki bir tartışma, şimdiye kadar okuduğum en etkileyici diyaloglardan biriydi. Hayatın ne kadar bireysel yaşandığını ve bakış açımızın kaçınılmaz şekilde dünyamızı şekillendirdiğini çok derin bir biçimde hissettiriyor. 🇬🇧 This book made me realize for the first time how profound and decisive one’s mindset and perspective can be. Things that seem obvious to us can be perceived entirely differently by others. One particular discussion in the book is among the most impactful dialogues I’ve ever read. It powerfully conveys how individual life truly is and how inevitably our perspective shapes our reality. #Heaven #MiekoKawakami #JapaneseLiterature
Mieko Kawakami achieved a great portraition of bullying.
Overall, it's a great book. It was an easy read, though the topics sometimes made me stare blankly at the wall for a few minutes. I loved the writing style. The story developed wonderfully, with greatly written characters but the end was more than disappointing. I'm a fan of open endings, but here it just seems like the story isn't complete. Then there are also the very unnecessary parts that don't add to the story and "heaven" that has barely been mentioned at all.
„Wir sind von derselben Sorte.“ Mit dieser Zettelbotschaft initiiert Kojima die Freundschaft mit dem namenlosen Ich-Erzähler. Was sie damit meint: Sie sind beide Mobbingopfer. Wobei Kojima es wohl anders ausdrücken würde: Sie sind beide Meister im Erdulden. Obwohl das Buch mit nicht mal 200 Seiten vergleichsweise kurz ist, hab ich ziemlich lange gebraucht, um es zu beenden. Das lag vor allem an den schonungslosen Schilderungen der Mobbingszenen, die einen an der Menschheit zweifeln lassen und schwer zu ertragen sind. Die nüchterne Sprache des Erzählers trägt dazu bei. Es wirkt, als habe er seine Gefühle abgeschaltet, um durch die Tage zu kommen oder aber er weiß einfach um die Unbeschreiblichkeit seiner Gefühle. Vielleicht zeigt sie auch seine Fügsamkeit, indem er nichts entgegensetzt. In einem Punkt sind Kojima und der Erzähler dann nämlich doch nicht von derselben Sorte: während er immer passiv ertragen hat und dies als Schwäche empfunden hat, beschreibt Kojima die Tatsache, dass sie sich nicht wehren als aktives Unterlassen- als bewusste Entscheidung. Kojima könnte ihrem Mobbing vielleicht sogar ein Ende setzen, wenn sie wollte. Als „Hommage“ an ihren Vater duscht sie mit Absicht nicht und läuft mit dreckigen Kleidern rum- sie nennt es ihr Zeichen. Der Erzähler kann an seinem schielenden Auge vorerst nicht so leicht etwas ändern. Kojima hat starke Überzeugungen, für die sie konsequent und aufopferungsvoll einsteht. Eine Stärke, die der Erzähler und Leser nur bewundern kann. Und gleichzeitig stellt sie eine harte Probe für die Freundschaft der beiden dar, denn es ist viel, was Kojima vom Erzähler verlangt. Kojimas Ansichten haben mich auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht. Vor allem, weil es einem Mieko Kawakami nicht abnimmt- sie beschreibt einfach nur. Dadurch bleiben bei mir am Ende aber auch vor allem die Grausamkeiten von diesem Buch in Erinnerung
This was such an interesting read!
The book is really worth a read, I think it could change your perspective on how you treat and perceive others. While I was sad about the open ending it still was so brilliant. I think you need to read the book to understand and I def recommend reading it. Some scenes might be disturbing, heartbreaking and maddening but at the end you feel fulfilled but at the same time not. It def made an impression on me!!

"Tief im Innern wurde mir bewusst, dass [Selbstmord] nichts war, was irgendjemand beging, sondern etwas, was auch ich begehen konnte, wenn ich wollte." (S. 119)
"Heaven" ist ein eindringlicher und erschütternder Roman über Mobbing und dessen Folgen. Über das Andersein und das Nicht-Akzeptiertwerden ebendiesens. Es trifft nicht nur einmal sehr tief; manche Passagen schmerzen einfach durchgehend. Leider ist mir das Ende ein klein wenig zu offen, was die Charaktere (abgesehen von dem Ich-Erzähler) betrifft ... Absolut lesenswert!
!["Tief im Innern wurde mir bewusst, dass [Selbstmord] nichts war, was irgendjemand beging, sondern etwas, was auch ich begehen konnte, wenn ich wollte." (S. 119)](https://social-cdn.read-o.com/images/1694360500076-71.jpg)
»Wenn wir es schaffen würden, egal, was man mit uns macht, nichts zu sagen, für den Rest unseres Lebens zu schweigen, könnten wir dann irgendwann zu Dingen werden?"
Hartes Buch. Der Ich-Erzähler wird gemobbt und das auf eine schreckliche Art und Weise, das es beim Lesen schmerzt. Es ist dennoch so schön geschrieben, das ich es weiterempfehlen würde.

Was war das für ein Ende? Ich habe so viele Fragen.
„Heaven“ von Mieko Kawakami ist ein leiser, eindringlicher Roman über Gewalt, Ausgrenzung und die Suche nach menschlicher Verbindung. Erzählt wird aus der Perspektive eines 14-jährigen Jungen, der aufgrund seines Schielens regelmäßig Opfer brutaler Mobbingattacken wird. Erst durch eine heimlich geschriebene Nachricht seiner Mitschülerin Kojima (die ebenfalls ausgegrenzt wird) entsteht zwischen den beiden eine fragile, aber tiefgehende Beziehung. Die Stärke des Romans liegt in seiner Schonungslosigkeit: Kawakami beschreibt psychische wie physische Gewalt mit sprachlicher Nüchternheit, die beklemmend wirkt, dabei aber nie ins bloßstellende abgleitet. Gleichzeitig wirft sie existenzielle Fragen auf: nach Leidensfähigkeit, Gerechtigkeit, Selbstwert und den Ursachen menschlicher Grausamkeit. Kawakamis Stil ist präzise, fast zurückhaltend. Die Sprache bleibt ruhig, fast kühl, was der emotionalen Wucht der Geschichte jedoch keinen Abbruch tut. Im Gegenteil: Gerade durch die sachliche Darstellung wirken viele Szenen umso intensiver. Die Dialoge zwischen dem Ich-Erzähler und Kojima sind schlicht, aber vielschichtig. Immer wieder öffnen sich kurze Fenster zu tiefen philosophischen Gedanken, ohne dass der Text belehrend wirkt. Was „Heaven“ nicht ist: eine klassische Überwindungs- oder Heilungsgeschichte. Es gibt keine einfache Lösung, keine klare Auflösung. Das kann je nach Leseerwartung als Stärke oder Schwäche empfunden werden. Der Roman lässt bewusst vieles offen und fordert Leser:innen heraus, eigene Antworten auf das Gelesene zu finden. Kritisch sehe ich vor allem, dass die Entwicklung einiger Nebenfiguren oberflächlich bleibt, viele Konstellationen wirken eher symbolisch als lebendig. Besonders schade fand ich jedoch, dass Kojimas Handlungsstrang gegen Ende nicht weitergeführt wird. Nach der Szene im Wald verliert sich ihre Figur fast vollständig, obwohl sie zuvor eine zentrale Rolle im Roman eingenommen hat. Gerade weil Kojima als starker, komplexer Charakter dargestellt wird, hätte ich gerne erfahren, wie es mit ihr weitergeht. Ihr Verschwinden wirkt schmerzlich abrupt und hinterlässt eine inhaltliche wie emotionale Leerstelle, die der Roman nicht mehr füllt. Heaven ist ein eindrucksvoller Roman, der viel Stärke ausstrahlt, sprachlich überzeugt und wichtige Themen verhandelt. Vor allem aber zeigt er schonungslos, wie grausam Jugendliche einander begegnen können und wie einsam es ist, wenn kein Ausweg in Sicht ist. 4 von 5 Sternen.
Stark angefangen und stark nachgelassen
Zu allererst ist wichtig zu wissen, dass dieses Buch trotz fehlender Contentwarnung wirklich explizit und graphisch Mobbinghandlungen beschreibt! Für mich hat „Heaven“ wirklich stark angefangen, ich war interessiert an der Beziehung bzw. Freundschaft des Ich-Erzählers und Kojima. Am Ende haben mir aber einige Erklärungen zu den Charakteren gefehlt und auch das Ende fand ich wirklich schwach…
unpleasant reality
The book was interesting to read. It has shown you the ugly reality in a society. How often people look away and how everyone somehow lives in their own world with their own norms and values. An emotional ride. The hard time the characters go through in school is hard to read. Seeing detailed bullying described and knowing that something like this really happens makes you really doubt humanity. As you can see, the book makes you think haha. I definitely thought it was good to read
Personally, I love love loved this book. I jumped into it without reading the back and therefore not knowing what it even was about. All I knew was that it was contemporary fiction so I didn't have many expectations. But wow. I read this book in one sitting because I just could not close it. To be fair I had to sometimes and stare into the good old invisible camera when I read some scenes ( gym scene
Harter Tobak. Es viel mir schwer, vieles nachzuvollziehen, wahrscheinlich weil ich es selbst nicht erlebt habe aber ich habe versucht mich in alle Charaktere hineinzuversetzen. Ich habe sehr gehofft, dass mal irgendeine Erwachsenen Person etwas mit kriegt und gleichzeitig wollte ich selbst für den Namenlosen-Ich Erzähler da sein. Die Reaktion von der Mutter am Ende, fand ich ziemlich schwach. Ich glaube als Mutter, egal ob leiblich oder nicht, würde man noch schokierter auf so etwas reagieren aber jeder ist da ja anders. Das Buch endete unerwartet und hat ziemlich viel offen gelassen, was ich aber sehr gelungen finde. So kann sich jeder sein eigenes Ende ausmalen, es bleibt viel Interpretation und das finde ich das schöne daran.
I am at complete loss of words. This book is definitely something. It’s definitely a good book since it made me incredibly upset and uncomfortable at times. It’s disturbing and unsettling. The end was beautiful. Abrupt but beautiful. The only criticism I have is the sexual aspect of it. It might add to the story for some people but I found it incredibly unnecessary.
3,5 ☆
In Heaven erzählt Mieko Kawakami die Geschichte eines 14-jährigen Jungen, der aufgrund seines Schielens zum Ziel von Mobbing wird. Der Protagonist bleibt über das gesamte Buch hinweg namenlos, womit ich mich lange schwergetan habe. Es entsteht eine leise, zerbrechliche (Brief-)Freundschaft mit Kojima, einem Mädchen, das ein ähnliches Schicksal erleidet. Beide sind Außenseiter, verbunden durch Schmerz, Einsamkeit und den Versuch, ihrer Situation irgendeinen Sinn abzuringen. Der Einstieg fiel mir nicht leicht. Ich empfand das Buch zunächst als schleppend, der Schreibstil war nicht zu 100 % meiner und gerade die Namenslosigkeit des Protagonisten brachte für mich eher Distanz als Nähe. Was ich jedoch besonders kritisch sehe: Die Triggerwarnung hat gefehlt! Das Mobbing wird sehr klar, detailliert und schonungslos beschrieben, ebenso werden Suizidgedanken offen thematisiert. Trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) ist Heaven ein ungewöhnliches, schmerzhaftes und bewegendes Buch. Besonders das Gespräch mit einem der Täter hat mich wütend zurückgelassen. Kojimas Gedanken konnte ich nicht immer nachvollziehen; oft hatte ich Fragezeichen im Kopf. Doch auch das scheint Teil der Erzählung zu sein: Nicht alles Leid lässt sich logisch erklären oder einordnen. Das Ende empfand ich als sehr abrupt und fast ernüchternd. Nach all der emotionalen Intensität hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht, etwas mehr Raum zum Atmen und zum Verarbeiten. Eine klare Empfehlung auszusprechen, fällt mir schwer. Heaven ist kein Buch, das man „gern“ liest. Und doch bin ich trotz aller Kritik sehr froh, es gelesen zu haben. Es bleibt im Kopf, es schmerzt, es fordert heraus.

Zweifel an der Menschheit
Das Buch hat mich die letzten Tage aufgewühlt, wütend gemacht und lässt mich mit Zweifeln an der Menschheit zurück. Leider ist das Thema Mobbing in Japan noch einmal deutlich grausamer und unmenschlicher, als bei uns in Deutschland. Es ist einfach beklemmend zu wissen, dass sowas wirklich täglich passiert. Ich frage mich immer wieder, wie Menschen mit so einer Schuld leben können. Schade, dass das Ende des Buches etwas überstürzt wirkte und ich nicht wusste, wie ich es interpretieren sollte. Zitat: "Einmal gerufen, nahm dieser Selbstmord jedoch merkwürdigerweise nach und nach Gestalt an. Tief im Inneren wurde mir bewusst, dass es nichts war, was irgendjemand beging, sondern etwas, was auch ich begehen konnte, wenn ich wollte."

























































