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Eine tote Reiterin und eine umgehungsstraße, ist das wirklich das Problem?
Das war nun also mein vierter Fall mit Pia Korittki – und ich muss sagen: diesmal war er für mich ein kleines Stück verzwickter. Schon die Ausgangslage hat mich gepackt: Eine junge Reiterin, die in den frühen Morgenstunden ums Leben kommt, weil jemand ein dünnes Stahlseil zwischen zwei Bäumen gespannt hat. Und als ob das nicht grausam genug wäre, reicht dem Täter die perfide Falle allein nicht – er muss am Ende noch selbst Hand anlegen. Da lief mir beim Lesen schon ein Schauer über den Rücken. Und dann diese Frage, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht: Wer ist es? Verdächtige gibt es wahrlich genug, jeder mit einem möglichen Motiv, jeder mit einer eigenen kleinen Schattenseite. Genau das macht den Fall so spannend, aber auch so vertrackt. Ich muss gestehen: ich war von Anfang an wohl auf der richtigen Spur. Ob das nun daran lag, dass ich wirklich die richtigen Schlüsse gezogen habe, oder ob es eher eine Portion Bauchgefühl war – das sei dahingestellt. Aber für mich zählt: ich habe den Täter erkannt, bevor Pia ihn entlarvt hat. Ein kleiner Triumph für den Leser in mir. Was mir diesmal besonders gefallen hat: Das Buch hatte für mich eine klare Botschaft. Eine, die über den reinen Krimi hinausgeht. Es geht um Aufopferung, um Abhängigkeit in Beziehungen – und darum, dass wahre Liebe niemals bedeutet, sich selbst kleinzumachen oder zu verlieren. Man sollte immer auf Augenhöhe agieren, egal ob in einer Ehe, Partnerschaft oder Freundschaft. Denn wer sich aufopfert, wer sich verpflichtet fühlt, verliert irgendwann den Kern dessen, was Liebe eigentlich ist. Genau da hat mich das Buch persönlich berührt. Denn ich liebe meine Frau auch über alles – aber wir begegnen uns immer auf Augenhöhe. Keiner muss sich dem anderen unterwerfen oder ein schlechtes Gewissen haben, wenn er seine eigenen Wege geht. Und ich bin fest davon überzeugt: erst das ist wahre Liebe. Alles andere wäre nur ein Gefängnis. Grablichter war für mich also nicht nur ein spannender, clever aufgebauter Krimi, sondern auch ein Buch, das mich zum Nachdenken gebracht hat. Und genau das ist es, was ich an Eva Almstädts Geschichten so schätze: Sie sind mehr als Mord und Ermittlungen. Sie tragen eine Botschaft in sich.
Sep 15, 2025
Eine tote Reiterin und eine umgehungsstraße, ist das wirklich das Problem?
Das war nun also mein vierter Fall mit Pia Korittki – und ich muss sagen: diesmal war er für mich ein kleines Stück verzwickter. Schon die Ausgangslage hat mich gepackt: Eine junge Reiterin, die in den frühen Morgenstunden ums Leben kommt, weil jemand ein dünnes Stahlseil zwischen zwei Bäumen gespannt hat. Und als ob das nicht grausam genug wäre, reicht dem Täter die perfide Falle allein nicht – er muss am Ende noch selbst Hand anlegen. Da lief mir beim Lesen schon ein Schauer über den Rücken. Und dann diese Frage, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht: Wer ist es? Verdächtige gibt es wahrlich genug, jeder mit einem möglichen Motiv, jeder mit einer eigenen kleinen Schattenseite. Genau das macht den Fall so spannend, aber auch so vertrackt. Ich muss gestehen: ich war von Anfang an wohl auf der richtigen Spur. Ob das nun daran lag, dass ich wirklich die richtigen Schlüsse gezogen habe, oder ob es eher eine Portion Bauchgefühl war – das sei dahingestellt. Aber für mich zählt: ich habe den Täter erkannt, bevor Pia ihn entlarvt hat. Ein kleiner Triumph für den Leser in mir. Was mir diesmal besonders gefallen hat: Das Buch hatte für mich eine klare Botschaft. Eine, die über den reinen Krimi hinausgeht. Es geht um Aufopferung, um Abhängigkeit in Beziehungen – und darum, dass wahre Liebe niemals bedeutet, sich selbst kleinzumachen oder zu verlieren. Man sollte immer auf Augenhöhe agieren, egal ob in einer Ehe, Partnerschaft oder Freundschaft. Denn wer sich aufopfert, wer sich verpflichtet fühlt, verliert irgendwann den Kern dessen, was Liebe eigentlich ist. Genau da hat mich das Buch persönlich berührt. Denn ich liebe meine Frau auch über alles – aber wir begegnen uns immer auf Augenhöhe. Keiner muss sich dem anderen unterwerfen oder ein schlechtes Gewissen haben, wenn er seine eigenen Wege geht. Und ich bin fest davon überzeugt: erst das ist wahre Liebe. Alles andere wäre nur ein Gefängnis. Grablichter war für mich also nicht nur ein spannender, clever aufgebauter Krimi, sondern auch ein Buch, das mich zum Nachdenken gebracht hat. Und genau das ist es, was ich an Eva Almstädts Geschichten so schätze: Sie sind mehr als Mord und Ermittlungen. Sie tragen eine Botschaft in sich.
Sep 15, 2025







