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Ein psychologisch gut ausgearbeitetes Familien- und Ehedrama, dass seine Höhen und Tiefen hatte. Inhalt: Eines Nachmittags steht eine junge Frau in Professor David Connollys Büro und behauptet, seine Tochter Zoe zu sein. David ist anfangs schockiert, denn er ahnte nichts von dem gemeinsamen Kind mit Linda, Zoes Mutter und seiner einstigen großen Liebe. Doch dann stellt er sie seiner Frau Caroline und seinen Kindern Holly und Robbie vor...und nach und nach wird Zoe zum Bestandteil der Familie, zieht sogar bei den Connollys ein. Doch Zoe hat zwei Gesichter, zeigt sie sich David gegenüber verletzlich und schüchtern, so ist sie in Carolines Nähe abweisend, kühl und berechnend. Und schon bald fragt man sich, wen die Connollys in ihr Leben gelassen haben und welche Absichten Zoe verfolgt... Der Einstieg fiel mir nicht ganz so leicht, ich las ziemlich unkonzentriert und brauchte einen Augenblick um mich auf die langen Sätze/ Abschnitte und den Erzählstil einzulassen. Inhaltlich fand ich es gleich interessant, denn es baute sich von Anfang an eine unterschwellige Spannung und leichtes Unbehagen auf. Das liebe ich in Büchern! Dieses sanfte Kribbeln unter der Haut und im Nacken, die leichte Nervosität, wenn man instinktiv spürt, dass da etwas nicht stimmt oder sich was Größeres im Hintergrund zusammenbraut - nach außen aber alles noch ziemlich normal wirkt. Psychologisch war das Geschehen, die Handlungen und die Personen gut ausgearbeitet. Man wusste nie so richtig, was Wahrheit/Lüge war oder wo das alles hinführen sollte. Dann kam der Punkt, an dem mich das Buch richtig gepackt hat und ich es nicht mehr zur Seite legen wollte und auch das Lesen ganz leicht war. Den Mittelteil empfand ich am stärksten, dabei passierte nicht wirklich viel...es war eher das mulmige Gefühl, dass bei mir ausgelöst wurde und punkten konnte. Im Verlauf des Buches wurde ich immer aufgewühlter und teils wütend und ich fühlte mit einigen Charakteren mit: es ist immer wieder erschreckend zu sehen, wie weit Manipulation gehen kann und was selbst vermeintlich kleine Bemerkungen, Äußerungen und Handlungen anrichten können und wie mühsam es ist, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Das Autoren-Duo packt einen tief im Inneren und man fragt sich selbst, wie man anstelle der unterschiedlichen Personen handeln würde. Das Ende erklärt dann alles, es bleiben keine wichtigen Fragen offen, dennoch hat mir irgendwas gefehlt. Es ging halt einfach zu Ende...ich hatte mehr "Bäm" erwartet. Die Haupt- und Nebencharaktere waren gut und interessant gewählt, David und Caroline lernt man am besten kennen, da alles abwechselnd aus beider Sicht erzählt wird. Die Probleme ihrer Ehe sind ein Thema und das Auftauchen von Zoe lässt die Risse größer werden und verändert die komplette Familiendynamik. Dazu kommen die Auswirkungen auf die Kinder, die Arbeit, den Freundeskreis. Das Buch gliedert sich in 4 Teile und bis auf den letzten Teil sind alle Kapitel aus der jeweiligen Sicht von Caroline bzw David geschrieben. Die Kapitel sind vorwiegend lang, haben volle Seiten und sind viel im Erzählstil gehalten. Dadurch wirkte es stellenweise langatmig und bremste mich manchmal im Lesen. Fazit: Wenn überhaupt, würde ich es als seichten Thriller bezeichnen, es ist eher ein psychologisches Familiendrama mit subtiler Spannung. 4/5⭐️
Jun 7, 2026
Ein psychologisch gut ausgearbeitetes Familien- und Ehedrama, dass seine Höhen und Tiefen hatte. Inhalt: Eines Nachmittags steht eine junge Frau in Professor David Connollys Büro und behauptet, seine Tochter Zoe zu sein. David ist anfangs schockiert, denn er ahnte nichts von dem gemeinsamen Kind mit Linda, Zoes Mutter und seiner einstigen großen Liebe. Doch dann stellt er sie seiner Frau Caroline und seinen Kindern Holly und Robbie vor...und nach und nach wird Zoe zum Bestandteil der Familie, zieht sogar bei den Connollys ein. Doch Zoe hat zwei Gesichter, zeigt sie sich David gegenüber verletzlich und schüchtern, so ist sie in Carolines Nähe abweisend, kühl und berechnend. Und schon bald fragt man sich, wen die Connollys in ihr Leben gelassen haben und welche Absichten Zoe verfolgt... Der Einstieg fiel mir nicht ganz so leicht, ich las ziemlich unkonzentriert und brauchte einen Augenblick um mich auf die langen Sätze/ Abschnitte und den Erzählstil einzulassen. Inhaltlich fand ich es gleich interessant, denn es baute sich von Anfang an eine unterschwellige Spannung und leichtes Unbehagen auf. Das liebe ich in Büchern! Dieses sanfte Kribbeln unter der Haut und im Nacken, die leichte Nervosität, wenn man instinktiv spürt, dass da etwas nicht stimmt oder sich was Größeres im Hintergrund zusammenbraut - nach außen aber alles noch ziemlich normal wirkt. Psychologisch war das Geschehen, die Handlungen und die Personen gut ausgearbeitet. Man wusste nie so richtig, was Wahrheit/Lüge war oder wo das alles hinführen sollte. Dann kam der Punkt, an dem mich das Buch richtig gepackt hat und ich es nicht mehr zur Seite legen wollte und auch das Lesen ganz leicht war. Den Mittelteil empfand ich am stärksten, dabei passierte nicht wirklich viel...es war eher das mulmige Gefühl, dass bei mir ausgelöst wurde und punkten konnte. Im Verlauf des Buches wurde ich immer aufgewühlter und teils wütend und ich fühlte mit einigen Charakteren mit: es ist immer wieder erschreckend zu sehen, wie weit Manipulation gehen kann und was selbst vermeintlich kleine Bemerkungen, Äußerungen und Handlungen anrichten können und wie mühsam es ist, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Das Autoren-Duo packt einen tief im Inneren und man fragt sich selbst, wie man anstelle der unterschiedlichen Personen handeln würde. Das Ende erklärt dann alles, es bleiben keine wichtigen Fragen offen, dennoch hat mir irgendwas gefehlt. Es ging halt einfach zu Ende...ich hatte mehr "Bäm" erwartet. Die Haupt- und Nebencharaktere waren gut und interessant gewählt, David und Caroline lernt man am besten kennen, da alles abwechselnd aus beider Sicht erzählt wird. Die Probleme ihrer Ehe sind ein Thema und das Auftauchen von Zoe lässt die Risse größer werden und verändert die komplette Familiendynamik. Dazu kommen die Auswirkungen auf die Kinder, die Arbeit, den Freundeskreis. Das Buch gliedert sich in 4 Teile und bis auf den letzten Teil sind alle Kapitel aus der jeweiligen Sicht von Caroline bzw David geschrieben. Die Kapitel sind vorwiegend lang, haben volle Seiten und sind viel im Erzählstil gehalten. Dadurch wirkte es stellenweise langatmig und bremste mich manchmal im Lesen. Fazit: Wenn überhaupt, würde ich es als seichten Thriller bezeichnen, es ist eher ein psychologisches Familiendrama mit subtiler Spannung. 4/5⭐️
Jun 7, 2026







