Gesamtausgabe. 4 Abteilungen / 1. Abt: Veröffentlichte Schriften / Kant und das Problem der Metaphysik

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Description

Der Band ist text- und seitenidentisch mit der 5., vermehrten Auflage der Einzelausgabe. Wie diese enthält der Band 3 der Gesamtausgabe zahlreiche Randbemerkungen aus Heideggers Handexemplar und einen erheblich vermehrten Anhang. Dieser ist bereichert durch Heideggers `Aufzeichnungen zum Kantbuch´ sowie durch drei Texte, die Heideggers philosophische Auseinandersetzung mit Ernst Cassirer und dem Marburger Neukantianismus über das bisher im Anhang Veröffentlichte hinaus beträchtlich erweitern. Zu diesen neuen Texten gehören Heideggers Besprechung von Ernst Cassirers "Philosophie der symbolischen Formen. 2. Teil: Das mythische Denken", ferner Aufzeichnungen `Zu Odebrechts und Cassirers Kritik des Kantbuches´ und schließlich der Aufsatz `Zur Geschichte des philosophischen Lehrstuhles seit 1866´, in dem Heidegger eine prägnante Darstellung der Geschichte des Marburger Neukantianismus von Hermann Cohen über Paul Natorp bis hin zu Ernst Cassirer und Nicolai Hartmann gibt. Auch viele der Randbemerkungen zum Kantbuch gehören in die Auseinandersetzungen Heideggers mit dem Marburger Neukantianismus und sind Antworten auf die von Cassirer und Odebrecht vorgebrachte Kritik des Kantbuches. In "Kant und das Problem der Metaphysik" gibt Heidegger - im Gegenzug gegen die neukantianische Interpretation von Kants "Kritik der reinen Vernunft" als einer Erkenntnistheorie und Theorie der Erfahrung - eine Auslegung dieses ersten Hauptwerkes von Kant als eine Grundlegung der Metaphysik, deren ursprünglichere Wiederholung die Fundamentalontologie als Metaphysik des Daseins in "Sein und Zeit" ist. "Kant und das Problem der Metaphysik" versteht sich daher auch als eine "geschichtliche Einleitung" in die in "Sein und Zeit" behandelte Problematik. Und auch in den "Beiträgen zur Philosophie" - der nicht mehr fundamentalontologischen, sondern seinsgeschichtlichen Ausarbeitung der Seinsfrage - sieht Heidegger in Kant "eine geschichtlich einzigartige Grundstellung, an der trotz aller wesentlichen Unterschiede" der "Bezug von Da-sein und Seyn den Heutigen aus dem Bisherigen erstmals näher gebracht werden kann". Dieses "ist versucht im `Kantbuch´; was aber nur dadurch möglich wurde, daß gegen Kant Gewalt gebraucht wurde in der Richtung einer ursprünglicheren Fassung eben des transzendentalen Entwurfs in seiner Einheitlichkeit, Herausstellung der transzendentalen Einbildungskraft. Diese Kantauslegung ist `historisch´ unrichtig, gewiß, aber sie ist geschichtlich, d. h. auf die Vorbereitung des künftigen Denkens und nur darauf bezogen".

Book Information

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Format
Hardback
Pages
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Price
39.10 €