Gegen Morgen
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Description
Deniz Utlu erzählt in Gegen Morgen von einer tiefen Erschütterung und fragt, was uns ausmacht: das, was wir zurückgelassen haben, oder das, was vor uns liegt. In flirrenden Bildern spürt er den Versäumnissen und Potentialen eines Lebens nach sowie der Menschlichkeit, die da beginnt, wo wir nicht auf uns selbst, sondern auf andere achten.
Book Information
Author Description
Deniz Utlu, geboren 1983 in Hannover, studierte Volkswirtschaftslehre in Berlin und Paris. Von 2003 bis 2014 gab er das Kultur- und Gesellschaftsmagazin freitext heraus. Sein Debütroman, Die Ungehaltenen, erschien 2014 und wurde 2015 im Maxim Gorki Theater für die Bühne adaptiert. Von 2017 bis 2019 schrieb er für den Tagesspiegel die Kolumne Einträge ins Logbuch. 2019 erschien sein zweiter Roman Gegen Morgen. Außerdem hat er Theaterstücke, Lyrik und Essays verfasst (u. a. für Tagesspiegel, Der Freitag und weitere überregionale Tageszeitungen). Er forscht am Deutschen Institut für Menschenrechte und veranstaltet am Maxim Gorki Theater die Literaturreihe Prosa der Verhältnisse. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Alfred-Döblin-Preis und dem Literaturpreis der Landeshauptstadt Hannover.
Posts
"Es muss eine Formel für falsch getroffene Entscheidungen geben. Eine Formel gegen Sinnlosigkeit."
Ein Unwetterflug stürzt den Protagonisten in eine Sinnkrise, er vermischt Gegenwärtliches mit Auszügen aus seiner Vergangenheit. Alte Bekannte und neue Unbekannte tauchen immer wieder auf und ab. Er begibt sich auf eine größtenteils wirre Sinnsuche zwischen volkswirtschaftlicher Risikoabwägung und existenziellem Chaos . Insgesamt ein Buch, das zwar zum Nachdenken anregt, allerdings langsam und mühsam zu lesen ist. Muss man wollen.
"Ich habe immer Angst, ein Leben zu leben, das nicht meins ist." Der Mensch ist ein berechnendes Wesen. Bevor er jemandem hilft, überlegt er erst einmal, was kostet mich das? Habe ich überhaupt einen Nutzen davon?In Deniz Utlus neuem Roman geht es um Freundschaft, darum, wie wir miteinander umgehen und wie wir auf uns achten. Oder achtet jeder sowieso nur auf sich selbst? "Wusstest du, dass sich nichts jemals bis in s Letzte nachholen lässt, weil alles, was du tust, das Wesen der Person bestimmt, die du wirst und die du jetzt bist? [...] Jede Entscheidung für etwas ist eine Entscheidung gegen etwas anderes, das Individuum wird diese Kosten des Verzichts schmerzlich tragen müssen." Der Hauptprotagonist Kara berechnet die Kosten ein Lebens, die Kosten des Verzichtes. Gleichzeitig kam ihm plötzlich ein alter Freund in den Sinn. Aber war es überhaupt ein Freund? Wir begleiten Kara sowohl in Rückblicken durch seine Vergangenheit als auch auf der Suche nach Anworten durch die Gegenwart.Deniz Utlu hat so eine wunderschöne poetische Sprache, das ist unglaublich. Die Gleichungen im Buch könnten beinahe kleine Gedichte sein. Er kann Gefühle, Situationen, Klänge wie kein anderer beschreiben."Gitarren setzten ein, die eine spielte ein violettes Tremolo in Mol, und die andere streute wasserfarbenrote Obertöne ein, wie Möwenstimmen aus der Ferne.""Er [...] sagte Elea, dass er auf ihrem Konzert gewesen sei [...] und ihre Stimme gesehen habe, ein blauer Nebel, den er einatmete, und seitdem atmete er anders." Und auch, wenn die Freundschaft das vordergründige Thema ist, spielen unterschwellig doch immer auch politische Themen eine Rolle - wie? Das müsste ihr schon selbst lesen.Ich kann es nur aus vollem Herzen empfehlen.
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Deniz Utlu erzählt in Gegen Morgen von einer tiefen Erschütterung und fragt, was uns ausmacht: das, was wir zurückgelassen haben, oder das, was vor uns liegt. In flirrenden Bildern spürt er den Versäumnissen und Potentialen eines Lebens nach sowie der Menschlichkeit, die da beginnt, wo wir nicht auf uns selbst, sondern auf andere achten.
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Deniz Utlu, geboren 1983 in Hannover, studierte Volkswirtschaftslehre in Berlin und Paris. Von 2003 bis 2014 gab er das Kultur- und Gesellschaftsmagazin freitext heraus. Sein Debütroman, Die Ungehaltenen, erschien 2014 und wurde 2015 im Maxim Gorki Theater für die Bühne adaptiert. Von 2017 bis 2019 schrieb er für den Tagesspiegel die Kolumne Einträge ins Logbuch. 2019 erschien sein zweiter Roman Gegen Morgen. Außerdem hat er Theaterstücke, Lyrik und Essays verfasst (u. a. für Tagesspiegel, Der Freitag und weitere überregionale Tageszeitungen). Er forscht am Deutschen Institut für Menschenrechte und veranstaltet am Maxim Gorki Theater die Literaturreihe Prosa der Verhältnisse. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Alfred-Döblin-Preis und dem Literaturpreis der Landeshauptstadt Hannover.
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"Es muss eine Formel für falsch getroffene Entscheidungen geben. Eine Formel gegen Sinnlosigkeit."
Ein Unwetterflug stürzt den Protagonisten in eine Sinnkrise, er vermischt Gegenwärtliches mit Auszügen aus seiner Vergangenheit. Alte Bekannte und neue Unbekannte tauchen immer wieder auf und ab. Er begibt sich auf eine größtenteils wirre Sinnsuche zwischen volkswirtschaftlicher Risikoabwägung und existenziellem Chaos . Insgesamt ein Buch, das zwar zum Nachdenken anregt, allerdings langsam und mühsam zu lesen ist. Muss man wollen.
"Ich habe immer Angst, ein Leben zu leben, das nicht meins ist." Der Mensch ist ein berechnendes Wesen. Bevor er jemandem hilft, überlegt er erst einmal, was kostet mich das? Habe ich überhaupt einen Nutzen davon?In Deniz Utlus neuem Roman geht es um Freundschaft, darum, wie wir miteinander umgehen und wie wir auf uns achten. Oder achtet jeder sowieso nur auf sich selbst? "Wusstest du, dass sich nichts jemals bis in s Letzte nachholen lässt, weil alles, was du tust, das Wesen der Person bestimmt, die du wirst und die du jetzt bist? [...] Jede Entscheidung für etwas ist eine Entscheidung gegen etwas anderes, das Individuum wird diese Kosten des Verzichts schmerzlich tragen müssen." Der Hauptprotagonist Kara berechnet die Kosten ein Lebens, die Kosten des Verzichtes. Gleichzeitig kam ihm plötzlich ein alter Freund in den Sinn. Aber war es überhaupt ein Freund? Wir begleiten Kara sowohl in Rückblicken durch seine Vergangenheit als auch auf der Suche nach Anworten durch die Gegenwart.Deniz Utlu hat so eine wunderschöne poetische Sprache, das ist unglaublich. Die Gleichungen im Buch könnten beinahe kleine Gedichte sein. Er kann Gefühle, Situationen, Klänge wie kein anderer beschreiben."Gitarren setzten ein, die eine spielte ein violettes Tremolo in Mol, und die andere streute wasserfarbenrote Obertöne ein, wie Möwenstimmen aus der Ferne.""Er [...] sagte Elea, dass er auf ihrem Konzert gewesen sei [...] und ihre Stimme gesehen habe, ein blauer Nebel, den er einatmete, und seitdem atmete er anders." Und auch, wenn die Freundschaft das vordergründige Thema ist, spielen unterschwellig doch immer auch politische Themen eine Rolle - wie? Das müsste ihr schon selbst lesen.Ich kann es nur aus vollem Herzen empfehlen.






