FLORA
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Description
Der neue Roman der Tolino media Newcomer Preisträgerin 2021
Der Foresta –; ein weißer Regenwald, der die unterschiedlichsten Pflanzen beherbergt. Wunderschön sind sie, doch genauso tödlich. Zeigen Menschen in ihrer Gegenwart Emotionen, verfärben sie sich; und locken fleischfressende Pflanzenmonster an.
Das Leben der sechzehnjährigen Valerie wird von den Regeln der Götter bestimmt. Die Gemeinschaft steht über dem Individuum. Wer seine Gefühle nicht unterdrückt, gefährdet das Dorf. Als bei ihrem Bruder die Magie erwacht und er zum Kontrolleur erhoben wird, wird sie von ihren Emotionen überwältigt und anschließend verbannt. Nach sieben Tagen in der Wildnis darf sie zurückkehren. Doch niemand überlebt allein im Foresta, denn hier herrschen die Pflanzen. Angezogen von ihren Gefühlen, machen sie Jagd auf Valerie. Wird sie den Kampf ums überleben gewinnen und in ihr altes Leben zurückfinden?
Eine fantastische Dystopie. Düster. Beklemmend. Herausfordernd.
Book Information
Posts
Spannende Dystopie
»Die Gier der Menschen zerstörte den Planeten. Die Wut der Menschen zerstörte sie selbst. Die Menschen sind gefährlich. Selbst die Liebe - dieses Gefühl, auf welches die Menschen in ihrem Untergang schworen - konnte sie nicht retten.« (S. 247) Die alte Welt liegt in Ruinen und ist nahezu vollständig vom Foresta überwachsen. In diesem Regenwald überlebt nur, wer seine Emotionen ausschalten kann. Gefühle wie Angst, Freude oder Zuneigung lassen den sonst weißen Wald farbig erstrahlen und locken gefährliche, menschenfressende Pflanzenwesen an. Emotionale Menschen stellen daher eine Gefahr für die verstreut lebenden Dorfgemeinschaften dar und werden ausgestoßen oder entfernt. All das weiß die 16-jährige Valerie, die in einem Dorf im Foresta aufgewachsen ist. Und doch gibt es immer wieder Situationen, in denen sie ihre Gefühle nur schwer kontrollieren kann - zum Beispiel als eine Dorfbewohnerin bei der gemeinsamen Nahrungssuche stirbt. Als dann noch ihr Bruder Jarlan aufgrund seiner erwachenden Magie für eine Ausbildung zum Kontrolleur ausgewählt wird, verliert Valerie vollständig den Boden unter den Füßen… und muss sich plötzlich allein im Foresta zurechtfinden. Wird ein emotionaler Mensch wie sie ohne den Schutz der Gemeinschaft überleben? Das Buch gliedert sich in 70 Kapitel mit Prolog und Epilog. Die Geschichte wird überwiegend aus Valeries Perspektive erzählt und nimmt mit jedem Kapitel an Intensität zu. Durch die personale Erzählweise weiß man als Leser*in nie mehr als Valerie und fiebert Seite um Seite mit. Nur einzelne Kapitel begleiten Jarlan und liefern damit einen weiteren Blickwinkel auf das Geschehen und die Welt. Anfangs empfand ich es als ziemlich beklemmend, in Valeries Angst- und Gedankenspiralen gefangen zu sein und die feindlich wirkende Umwelt mit einem Tunnelblick wahrzunehmen. In dem Maß, in dem sich Valerie Wege außerhalb der eingeübten Verhaltensmuster eröffnen, macht die Angst jedoch anderen Gefühlen Platz und die Wahrnehmung weitet sich aus. Sukzessive gewinnt man ein tieferes Verständnis für die Welt und ihre Mechanismen und kann sich ausgehend vom Text mit verschiedenen individuellen und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen. Insgesamt hat mir „Flora“ wirklich gut gefallen. Für die Auflösung, weshalb die Welt so ist, wie sie ist, musste ich zwar etwas Geduld aufbringen - aber für mich hat es sich gelohnt. Wer also immer schon mal eine Dystopie lesen wollte, in der die Pflanzen (quasi) gewonnen haben, wird mit dieser Geschichte viel Freude haben.
Großartige Dystopie!
Nachdem ich das Buch “Marjola” der Autorin schon toll fand, hat mich dieses noch heftiger gepackt. Schon auf den ersten Seiten wird eine unfassbar beklemmende Stimmung aufgebaut, sodass ich schnell wusste: Das Buch wird heftig! Und so war es auch. Es handelt sich hier um eine fantastische Dystopie, in der die Menschen in Dörfern leben und versuchen, zwischen den Pflanzen zu überleben. Dafür müssen sie jedoch ihre Gefühle - ihren Sensus - kontrollieren. Gelingt dies nicht, färben sich die Blätter der Pflanzen und es werden menschenfressende Pflanzen angelockt. Zeigt man Gefühle, machen sich die Pflanzen auf die Jagd. Wer im Dorf seine Gefühle nicht unter Kontrolle hat, wird von den Kontrolleuren bestraft oder entfernt. Ein Leben in der Gesellschaft ist nicht viel wert. Der Schreibstil hat mich total gepackt. Es war sehr intensiv und ich konnte mit Valerie, der Hauptprota, so gut mitfühlen. Auch der Nebenstrang mit Valeries Bruder, der zum Kontrolleur ausgebildet wird, war sehr heftig. Das Thema der unterdrückten Gefühle fand ich sehr heftig (und gut). Valerie Verzweiflung, wenn sie das nicht schaffte, hat mich geschafft. Der Wald muss weiß bleiben, sonst wirst du gejagt und gefressen. Und doch wird ein so schönes Bild eines bunten Waldes gezeichnet, als mehrere Menschen ihre Gefühle zulassen. Dass sich die Natur den Lebensraum irgendwann wieder holt, ist ein tolles Thema. Eventuell habe ich jetzt etwas Angst vor meiner Monstera. Das Ende des Buches war sehr temporeich und spannend und mich würde brennend interessieren, was Valerie dann findet! Ganz klare Leseempfehlung!!!!
Erfrischend anders!
"Flora" ist anders als alle Bücher, die ich bisher gelesen habe. Es liegt vielleicht daran, dass ich nicht häufig Dystopien lese, doch das Setting war für mich so unverbraucht und frisch, dass es mit eine Freude war. Dabei ist die Geschichte alles andere als erbaulich: Die Menschheit ist am Ende. Weißblättrige Pflanzen haben die Herrschaft übernommen und machen Jagd auf alles. Gefühle locken sie an. Daher haben die Bewohner des riesigen Regenwaldes gelernt, diese zu unterdrücken. Nur so können sie überleben. Doch die 16-jährige Valerie verliert die Kontrolle und wird aus dem Dorf verstoßen. Nun ist die allein im Foresta und kämpft einen Kampf, den sie nicht gewinnen kann. Ja, das Buch ist so düster, wie es klingt. Ich habe nicht mitgezählt, aber die Sterblichkeitsrate unter den Nebencharakteren ist erschreckend hoch. Das macht das Ganze aber nur umso realistischer. Ich habe es genossen, Valerie dabei zuzusehen, wie sie sich langsam in dieser gefährlichen Welt zurechtfindet und über sich hinauswächst. Am faszinierendsten fand ich die Strategien, mit denen die Menschen gelernt haben, in diesem Wald zu überleben (oder eben nicht). Die Gesellschaft, welche die Autorin beschreibt, ist stimmig und gleichzeitig faszinierend düster. Der Plot lässt dem Leser kaum eine Verschnaufpause. Es geht eigentlich permanent bergab. Ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, ob es am Ende ein Happy End geben würde. Und nein, ich verrate euch nicht, wie das Ganze ausgeht. Dafür müsst ihr das Buch schon selber lesen.
Description
Der neue Roman der Tolino media Newcomer Preisträgerin 2021
Der Foresta –; ein weißer Regenwald, der die unterschiedlichsten Pflanzen beherbergt. Wunderschön sind sie, doch genauso tödlich. Zeigen Menschen in ihrer Gegenwart Emotionen, verfärben sie sich; und locken fleischfressende Pflanzenmonster an.
Das Leben der sechzehnjährigen Valerie wird von den Regeln der Götter bestimmt. Die Gemeinschaft steht über dem Individuum. Wer seine Gefühle nicht unterdrückt, gefährdet das Dorf. Als bei ihrem Bruder die Magie erwacht und er zum Kontrolleur erhoben wird, wird sie von ihren Emotionen überwältigt und anschließend verbannt. Nach sieben Tagen in der Wildnis darf sie zurückkehren. Doch niemand überlebt allein im Foresta, denn hier herrschen die Pflanzen. Angezogen von ihren Gefühlen, machen sie Jagd auf Valerie. Wird sie den Kampf ums überleben gewinnen und in ihr altes Leben zurückfinden?
Eine fantastische Dystopie. Düster. Beklemmend. Herausfordernd.
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Spannende Dystopie
»Die Gier der Menschen zerstörte den Planeten. Die Wut der Menschen zerstörte sie selbst. Die Menschen sind gefährlich. Selbst die Liebe - dieses Gefühl, auf welches die Menschen in ihrem Untergang schworen - konnte sie nicht retten.« (S. 247) Die alte Welt liegt in Ruinen und ist nahezu vollständig vom Foresta überwachsen. In diesem Regenwald überlebt nur, wer seine Emotionen ausschalten kann. Gefühle wie Angst, Freude oder Zuneigung lassen den sonst weißen Wald farbig erstrahlen und locken gefährliche, menschenfressende Pflanzenwesen an. Emotionale Menschen stellen daher eine Gefahr für die verstreut lebenden Dorfgemeinschaften dar und werden ausgestoßen oder entfernt. All das weiß die 16-jährige Valerie, die in einem Dorf im Foresta aufgewachsen ist. Und doch gibt es immer wieder Situationen, in denen sie ihre Gefühle nur schwer kontrollieren kann - zum Beispiel als eine Dorfbewohnerin bei der gemeinsamen Nahrungssuche stirbt. Als dann noch ihr Bruder Jarlan aufgrund seiner erwachenden Magie für eine Ausbildung zum Kontrolleur ausgewählt wird, verliert Valerie vollständig den Boden unter den Füßen… und muss sich plötzlich allein im Foresta zurechtfinden. Wird ein emotionaler Mensch wie sie ohne den Schutz der Gemeinschaft überleben? Das Buch gliedert sich in 70 Kapitel mit Prolog und Epilog. Die Geschichte wird überwiegend aus Valeries Perspektive erzählt und nimmt mit jedem Kapitel an Intensität zu. Durch die personale Erzählweise weiß man als Leser*in nie mehr als Valerie und fiebert Seite um Seite mit. Nur einzelne Kapitel begleiten Jarlan und liefern damit einen weiteren Blickwinkel auf das Geschehen und die Welt. Anfangs empfand ich es als ziemlich beklemmend, in Valeries Angst- und Gedankenspiralen gefangen zu sein und die feindlich wirkende Umwelt mit einem Tunnelblick wahrzunehmen. In dem Maß, in dem sich Valerie Wege außerhalb der eingeübten Verhaltensmuster eröffnen, macht die Angst jedoch anderen Gefühlen Platz und die Wahrnehmung weitet sich aus. Sukzessive gewinnt man ein tieferes Verständnis für die Welt und ihre Mechanismen und kann sich ausgehend vom Text mit verschiedenen individuellen und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen. Insgesamt hat mir „Flora“ wirklich gut gefallen. Für die Auflösung, weshalb die Welt so ist, wie sie ist, musste ich zwar etwas Geduld aufbringen - aber für mich hat es sich gelohnt. Wer also immer schon mal eine Dystopie lesen wollte, in der die Pflanzen (quasi) gewonnen haben, wird mit dieser Geschichte viel Freude haben.
Großartige Dystopie!
Nachdem ich das Buch “Marjola” der Autorin schon toll fand, hat mich dieses noch heftiger gepackt. Schon auf den ersten Seiten wird eine unfassbar beklemmende Stimmung aufgebaut, sodass ich schnell wusste: Das Buch wird heftig! Und so war es auch. Es handelt sich hier um eine fantastische Dystopie, in der die Menschen in Dörfern leben und versuchen, zwischen den Pflanzen zu überleben. Dafür müssen sie jedoch ihre Gefühle - ihren Sensus - kontrollieren. Gelingt dies nicht, färben sich die Blätter der Pflanzen und es werden menschenfressende Pflanzen angelockt. Zeigt man Gefühle, machen sich die Pflanzen auf die Jagd. Wer im Dorf seine Gefühle nicht unter Kontrolle hat, wird von den Kontrolleuren bestraft oder entfernt. Ein Leben in der Gesellschaft ist nicht viel wert. Der Schreibstil hat mich total gepackt. Es war sehr intensiv und ich konnte mit Valerie, der Hauptprota, so gut mitfühlen. Auch der Nebenstrang mit Valeries Bruder, der zum Kontrolleur ausgebildet wird, war sehr heftig. Das Thema der unterdrückten Gefühle fand ich sehr heftig (und gut). Valerie Verzweiflung, wenn sie das nicht schaffte, hat mich geschafft. Der Wald muss weiß bleiben, sonst wirst du gejagt und gefressen. Und doch wird ein so schönes Bild eines bunten Waldes gezeichnet, als mehrere Menschen ihre Gefühle zulassen. Dass sich die Natur den Lebensraum irgendwann wieder holt, ist ein tolles Thema. Eventuell habe ich jetzt etwas Angst vor meiner Monstera. Das Ende des Buches war sehr temporeich und spannend und mich würde brennend interessieren, was Valerie dann findet! Ganz klare Leseempfehlung!!!!
Erfrischend anders!
"Flora" ist anders als alle Bücher, die ich bisher gelesen habe. Es liegt vielleicht daran, dass ich nicht häufig Dystopien lese, doch das Setting war für mich so unverbraucht und frisch, dass es mit eine Freude war. Dabei ist die Geschichte alles andere als erbaulich: Die Menschheit ist am Ende. Weißblättrige Pflanzen haben die Herrschaft übernommen und machen Jagd auf alles. Gefühle locken sie an. Daher haben die Bewohner des riesigen Regenwaldes gelernt, diese zu unterdrücken. Nur so können sie überleben. Doch die 16-jährige Valerie verliert die Kontrolle und wird aus dem Dorf verstoßen. Nun ist die allein im Foresta und kämpft einen Kampf, den sie nicht gewinnen kann. Ja, das Buch ist so düster, wie es klingt. Ich habe nicht mitgezählt, aber die Sterblichkeitsrate unter den Nebencharakteren ist erschreckend hoch. Das macht das Ganze aber nur umso realistischer. Ich habe es genossen, Valerie dabei zuzusehen, wie sie sich langsam in dieser gefährlichen Welt zurechtfindet und über sich hinauswächst. Am faszinierendsten fand ich die Strategien, mit denen die Menschen gelernt haben, in diesem Wald zu überleben (oder eben nicht). Die Gesellschaft, welche die Autorin beschreibt, ist stimmig und gleichzeitig faszinierend düster. Der Plot lässt dem Leser kaum eine Verschnaufpause. Es geht eigentlich permanent bergab. Ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, ob es am Ende ein Happy End geben würde. Und nein, ich verrate euch nicht, wie das Ganze ausgeht. Dafür müsst ihr das Buch schon selber lesen.






