Großartige Dystopie!
Nachdem ich das Buch “Marjola” der Autorin schon toll fand, hat mich dieses noch heftiger gepackt. Schon auf den ersten Seiten wird eine unfassbar beklemmende Stimmung aufgebaut, sodass ich schnell wusste: Das Buch wird heftig! Und so war es auch. Es handelt sich hier um eine fantastische Dystopie, in der die Menschen in Dörfern leben und versuchen, zwischen den Pflanzen zu überleben. Dafür müssen sie jedoch ihre Gefühle - ihren Sensus - kontrollieren. Gelingt dies nicht, färben sich die Blätter der Pflanzen und es werden menschenfressende Pflanzen angelockt. Zeigt man Gefühle, machen sich die Pflanzen auf die Jagd. Wer im Dorf seine Gefühle nicht unter Kontrolle hat, wird von den Kontrolleuren bestraft oder entfernt. Ein Leben in der Gesellschaft ist nicht viel wert. Der Schreibstil hat mich total gepackt. Es war sehr intensiv und ich konnte mit Valerie, der Hauptprota, so gut mitfühlen. Auch der Nebenstrang mit Valeries Bruder, der zum Kontrolleur ausgebildet wird, war sehr heftig. Das Thema der unterdrückten Gefühle fand ich sehr heftig (und gut). Valerie Verzweiflung, wenn sie das nicht schaffte, hat mich geschafft. Der Wald muss weiß bleiben, sonst wirst du gejagt und gefressen. Und doch wird ein so schönes Bild eines bunten Waldes gezeichnet, als mehrere Menschen ihre Gefühle zulassen. Dass sich die Natur den Lebensraum irgendwann wieder holt, ist ein tolles Thema. Eventuell habe ich jetzt etwas Angst vor meiner Monstera. Das Ende des Buches war sehr temporeich und spannend und mich würde brennend interessieren, was Valerie dann findet! Ganz klare Leseempfehlung!!!!


