
Es fällt mir recht schwer, Laurie Pennys Fleischmarkt zu bewerten. Das liegt zum einen am Erscheinungsjahr: Ein Text von 2012 reiht sich im Bereich feministischer Fachliteratur hinter einigen aktuelleren Werken ein. Zum anderen sind viele der im Text ausgeführten Gedanken nicht ganz neu für mich, da mich die angesprochenen Themen schon länger begleiten. Das sagt allerdings nichts über die Qualität des Textes selbst aus: Penny liefert einen guten Überblick über verschiedene Bereiche des Feminismus und Sexismus und schlägt dabei eine entscheidende Brücke zum Kapitalismus. Ihre Gedanken und auch ihre Wut sind auch 15 Jahre später noch relevant. Ich kann mir vorstellen, dass der Text weniger zugänglich für die Personen ist, die nicht an seinen akademischen Schreibstil gewöhnt sind - hier kann ich nur empfehlen: lasst euch davon nicht abschrecken. Wenn euch Laurie Pennys Arbeit inhaltlich interessiert, gebt euch ein paar Seiten Zeit, um euch an die Sprache zu gewöhnen.









