Feuer der Leere

Feuer der Leere

Paperback
4.44
RomanticEnterpriseSchattenherrenAdmiralität

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Description

Zwischen den Sternen tobt ein Krieg um tote Welten. Die letzten Menschen fliehen auf Großraumschiffen durch die Galaxis, gejagt von einem erbarmungslosen Feind. Um Nahrungsmittel aufzunehmen, muss die Flotte auf Cochada zwischenlanden, einem Planeten, der überraschende Ähnlichkeit zur Erde aufweist. Doch was bedeutet dieser Kontakt für die Bewohner des Planeten – ihren Untergang oder eine Blüte ihrer Zivilisation? Und während die Menschen um ihre Existenzsicherung kämpfen, ereignet sich auf der SQUID, dem einzigen außerirdischen Raumschiff der menschlichen Flotte, Unglaubliches. Denn die SQUID ist eine riesige Lebensform und Ugrôn, ein Besatzungsmitglied und Priester des Void, lauscht auf den Gesang des Schiffes in seinem Fleisch. Er betritt einen Pfad, den niemals zuvor ein Mensch beschritten hat.

Book Information

Main Genre
Sci-Fi
Sub Genre
N/A
Format
Paperback
Pages
496
Price
17.50 €

Author Description

Robert Corvus, 1972 geboren, lebt in Köln. Der Diplom-Wirtschaftsinformatiker war in verschiedenen internationalen Konzernen als Strategieberater und Projektleiter tätig. Corvus ist Metalhead, Kinofan und Tänzer. Er veröffentlichte zahlreiche Romane in den Reihen »Das schwarze Auge« und »Battletech« sowie einen apokalyptischen Vampirthriller. Mit der Trilogie »Die Schattenherren« und dem Einzelroman »Schattenkult« etablierte er sich auf der dunklen Seite der Fantasy. Zuletzt erschienen sein Science-Fiction-Roman »Das Imago-Projekt« sowie sein High-Fantasy-Epos »Berg der Macht«.

Posts

3
All
4.5

Science Fiction, wie ich sie liebe!🪐

Wer von uns Menschen erzählt, erzählt unweigerlich auch von unserem Heimatplaneten. Von dieser wunderschönen blauen Erde, die unser Leben überhaupt erst möglich gemacht hat. Einem Ort, der uns geprägt hat, den wir geformt haben und dessen Wert wir oft erst erkennen, wenn wir ihn verlieren. Doch wie würde eine Menschheit aussehen, die keinen Heimatplaneten mehr besitzt? Für die die Erde nur noch eine ferne Erinnerung ist, eine Legende aus längst vergangenen Generationen? Genau dieses Schicksal erwartet die Menschheit in Robert Corvus' »Feuer der Leere«. Die Erde wurde von den Giftatmern, den Giats, vernichtet. Die letzten Überlebenden ziehen in gewaltigen Raumschiffen durch die Galaxis und sind ständig auf der Flucht, immer auf der Suche nach den Ressourcen, die ihr Überleben sichern. Dabei gleicht keines dieser Schiffe dem anderen. Durch die enormen Entfernungen und die schwierige Logistik gibt es kaum noch direkten »echten« Kontakt zwischen den einzelnen Menschengruppen. Über Generationen hinweg entwickeln sich die Besatzungen auf faszinierend unterschiedliche Weise kulturell, gesellschaftlich und sogar in ihrem Verständnis davon, was Menschsein überhaupt bedeutet. Als die Raumpilotin Rila während eines Gefechts mit den Giats in Lebensgefahr gerät, wird sie an Bord der SQUID aufgenommen. Ein Schiff, das sie nie zuvor betreten hat. Schon bald wird ihr klar, dass die Bezeichnung »Raumschiff« eigentlich nicht zutrifft. Denn die SQUID lebt… Robert Corvus gelingt hier etwas, das nur wenigen Science-Fiction-Autoren gelingt: Er stößt Türen zu tiefgründigen philosophischen Fragen auf, ohne dabei jemals die Spannung aus den Augen zu verlieren oder kitschig zu werden. »Feuer der Leere« regt dazu an, über Heimat, Identität, Bewusstsein und unseren Platz im Universum nachzudenken, über die Grenzen menschlicher Erkenntnis, und darüber, dass manche Gedankenpfade vielleicht zu groß sind, als dass unser Verstand ihnen bis zum Ende folgen könnte. Eine kleine Warnung möchte ich dennoch aussprechen: Der Roman startet mit einer Vielzahl technischer Begriffe und Erklärungen. Alles ist schlüssig, logisch und sorgfältig durchdacht, kann aber zu Beginn etwas fordernd wirken. Mein Rat: Bleibt unbedingt dran! Der Techno-Talk tritt im weiteren Verlauf deutlich in den Hintergrund, und diese Geschichte verdient es unbedingt, bis zur letzten Seite gelesen zu werden. Für mich steht jedenfalls als Nächstes »Das IMAGO-Projekt« an, ebenfalls von Robert Corvus. Der Roman spielt im selben Universum, und nach »Feuer der Leere« kann ich es kaum erwarten, dorthin zurückzukehren. Adnan Turan

Science Fiction, wie ich sie liebe!🪐
4

Die Zukunft im Weltraum scheint dystopisch zu sein. Jedenfalls im Roman "Feuer der Leere" von Robert Corvus. Die Menschen, die die Angriffe ihrer Feinde, der Giats, überlebt haben, leben auf 30 Großraumschiffen im All verteilt. Die Handlung des Romans kreist um einige Protagonisten, wie etwa der Soldatin Rila und ihrem Bruder, dem Xenofarmer Starn, der aufgrund eines Schicksalsschlages seine Soldatenlaufbahn beendete. Auf der SQUID, die eher ein gigantisches Lebewesen, als ein Raumschiff zu sein scheint, lebt Ugrôn, ein Priester der Kirche des Void, die die Leere als zentrales Element ihrer Religion ausmacht. Sie alle werden durch diverse Handlungsstränge miteinander verbunden. Robert Corvus schreibt mit "Feuer der Leere" einen Science Fiction-Roman, der durch eine detailverliebte und mitunter sehr poetische Sprache zu glänzen weiß. Dennoch muss man mit diesem Roman vorsichtig sein. Einerseits kann einen diese Detailverliebtheit aber auch zu schaffen machen. Gerade der Einstieg fällt hier recht schwer, da mit technischen und militärischen Fachbegriffen nicht gegeizt wird. Man wird sich auch als Neuling oder Unerfahrener auf dem Gebiet der Science Fiction dennoch in diesen Roman einarbeiten können, allerdings würde ich hier ein vorheriges Probelesen dringend empfehlen um zu sehen, ob man mit diesem Stil klar kommt. Zudem erhält dieser Roman eine hohe philosophische und soziologische Komponente. Die zentrale Frage der philosophischen Aufklärung, was denn der Mensch ist und was ihn ausmacht, schwebt als grundlegende Frage über "Feuer der Leere". Damit sollte auch klar sein, dass es sich hierbei nicht um einfach gestrickte Unterhaltungsliteratur handelt, sondern um ein komplexes Werk, das das Mitdenken des Lesers nicht nur fördert, sondern meist auch fordert. Wem das nicht liegt, sollte sich eingestehen, dass "Feuer der Leere" wohl nicht der richtige Roman für ihn ist. Wer jedoch mit diesen beiden "Hürden" des Romans klar kommt, findet eine sehr schöne Science Fiction-Geschichte vor, die zum Nachdenken und selbstkritischen Hinterfragen anregt.

5

Die Menschheit ist nicht mehr als ein Augenzwinkern in der Weite des Universums. Die Idee, dass wir alleine sind, ist absurd. Ebenso, wie die Hoffnung, den Status quo auf unserem Planeten aufrecht zu erhalten. Doch sind es immer die anderen Spezies, die ihre Ressourcen auf fremden Planeten auffüllen? Dass dem nicht so ist, zeigt Robert Corvus uns in diesem Buch. Wer den interstellaren Krieg gegen die Giats begonnen hat, wird nicht tiefergehend thematisiert. Ist vermutlich auch unerheblich. Anfangs hat mich das fachliche Vokabular beim Lesen gefordert, aber es rundet das Bild der Geschichte unglaublich ab. Denn die Story ist klasse und hat mich überzeugt, Fernweh geweckt und mir die Kleingeistigkeit der Menschheit erneut vor Augen geführt. Und doch bleibt eine Geschichte über den Kampf der Menschheit ums Überleben in der Weite des Weltalls immer nur ein Augenzwinkern, ein Blick, der am Ende immer zu kurz war. Das bedeutet nichts anderes als: Ich hätte gerne weitergelesen!

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