Grauwacht
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Description
Book Information
Author Description
Robert Corvus, 1972 geboren, lebt in Köln. Der Diplom-Wirtschaftsinformatiker war in verschiedenen internationalen Konzernen als Strategieberater und Projektleiter tätig. Corvus ist Metalhead, Kinofan und Tänzer. Er veröffentlichte zahlreiche Romane in den Reihen »Das schwarze Auge« und »Battletech« sowie einen apokalyptischen Vampirthriller. Mit der Trilogie »Die Schattenherren« und dem Einzelroman »Schattenkult« etablierte er sich auf der dunklen Seite der Fantasy. Zuletzt erschienen sein Science-Fantasy-Roman »Grauwacht« sowie sein High-Fantasy-Epos »Drachenmahr«. Die »Schwertfeuer-Saga« ist seine neuste epische Fantasyserie.
Posts
Auf Bisola leben Menschen und Sasseks (amphibische Wesen) ohne sich zu begegnen. Erstere leben in eisiger Nacht, während letztere kochend heisse Tage zu ihrem Daheim erklären. Für die Nichtbegegnung der beiden Spezien sort die Grauwacht, eine Elite-Garde mit fantastischen Fähigkeiten. Das Leben verläuft in Harmonie, bis ein mysteriöses, blaues Licht, das natürliche Gleichgeweicht von Bisola ins Wanken bringt. Eine raffiniert ausgeklügelte Welt, eine poetische Sprache mit mannigfaltigen Methapern, jede Menge Aktion und versteckte Hinweise, die auf das Geheimnis des blauen Lichts hindeuten. "Grauwacht" war mein erster Fantasy-Roman seit zwanzig Jahren und mein erster Roman von Robert Corvus - aber bestimmt nicht mein Letzter. Mit Robert Corvus habe ich einen Autor entdeckt, dessen Geschichten ich gerne entdecken möchte. Mehr zum Buch: https://youtu.be/_07LoqBNWjY
Auf dem Planeten Bisola gibt es nur zwei Seiten: Tag und Nacht. So scheint es zumindest. Doch es kommt plötzlich eine Bedrohung hinzu: Ein seltsames, unerklärliches blaues Licht. Bei dessen Erforschung wird klar, dass dies bei weitem nicht das Bedrohlichste auf Bisola zu sein scheint. Ich muss zugeben, dass es mir bei "GrauWacht" besonders schwer fällt, eine Rezension zu schreiben. Dies liegt nicht nur daran, dass ich bereits "Feuer der Leere" von Robert Corvus gelesen habe, welches mir wirklich gut gefallen hat, sondern auch daran, dass ich es schwer finde, das, was das Buch in mir ausgelöst hat und welche Probleme ich damit habe, in Worte zu fassen. Am Grundkonzept und an der Sprache liegt es nicht. Detailreich und bildgewaltig beschreibt Robert Corvus die Welt von Bisola, die so geregelt ist, dass ein Tag-Nacht-Wechsel ein Menschenleben dauert und es per Pakt gesetzlich vorgeschrieben ist, dass die Menschen in der Nacht leben und die amphibienartigen Sasseks im Tag. Diese Grundstimmung macht neugierig auf das Buch. Wo liegt also meine Kritik? Ein Grundproblem sind für mich die Charaktere. Die Anzahl derer, die ich wirklich unsympathisch fand, war bei "GrauWacht" nämlich ungewohnt hoch. Zunächst dachte ich, dass diese ruppige Art und die meines Erachtens auch unreflektierte und einseitige Denkweise vieler Charaktere auch die düstere und feindselige Grundstimmung des Buches auffasst. Denn die Nacht präsentiert sich als Eiswüste, wohingegen es im Tag so heiß ist, dass die Meere kochen. Das ist ja noch nicht weiter schlimm, wenn nicht der Punkt käme, an dem bei mir die unsympathische Haltung der Charaktere penetrant wurde. Und zumindest in diesem Fall ist ein penetrant unsympathischer Charakter durchaus mit einem nervigen gleichzusetzen. Dies zeigte sich bei mir besonders deutlich in einer recht makaberen Todesszene eines dieser Charaktere, bei der ich nicht etwa Ekel oder Entsetzen empfand, sondern eine Genugtuung und innere Befriedigung, die eigentlich vollkommen unangebracht sein sollte. Das größte Problem ist aber mein Zugang zu diesem Buch. Wäre "GrauWacht" ein Videospiel, würde ich sagen, dass ich den Eindruck hatte, gespielt zu werden, statt aktiv zu spielen. Das heißt, dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, in die Handlung hineingezogen zu werden und Teil von ihr zu sein. Ich fühlte mich als stummer Beobachter und Betrachter einer Handlung, der es egal zu sein scheint, von mir beachtet zu werden, oder nicht. So sollte man wohl merken, dass ich bei diesem Buch zwiegespalten bin. Setting und Grundkonzept des Buches sind hervorragend durchdacht und gerade die Szenen, in denen die Welt in all ihrer Feindseligkeit, aber auch Schönheit beschrieben werden, sehe ich als die stärksten des Buches. Leider haben mich aber die Charaktere und vor allem die auf mich distanziert wirkende Handlung im Vergleich dazu eher abgeschreckt.
Eine schier ewig währende frostige Nacht auf der einen und kochende Ozean im Licht der Sonne auf der anderen Seite? Klingt für mich, als würde ich mir einen Platz im Zwielicht der auf- oder untergehenden Sonne suchen. Doch was, wenn die Sonne nicht mehr gelb scheint, sondern zunehmend ins Blau abdriftet. Die Grauwacht als Wächterinstanz zwischen den in der Nacht lebenden Menschen und den reptilienartigen Sasseks, die sich in der Hitze des Tages wohl fühlen. Doch es existiert noch einen dritte intelligente Spezies auf dem Planeten, die das blaue Licht benötigen, um zum Leben zu erwachen. High-Fantasy, Dark-Fantasy, Scifi? Was hab ich eigentlich gelesen? Von allem ein wenig und das aus meiner Sicht hervorragend inszeniert und dargeboten. Am Ende gibt es für alles, was während der Geschichte mit Fragezeichen versehen war, ein Ausrufezeichen. Für mich eine runde Sache und eine fantastische Geschichte, die ich gerne weiterempfehle.
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Robert Corvus, 1972 geboren, lebt in Köln. Der Diplom-Wirtschaftsinformatiker war in verschiedenen internationalen Konzernen als Strategieberater und Projektleiter tätig. Corvus ist Metalhead, Kinofan und Tänzer. Er veröffentlichte zahlreiche Romane in den Reihen »Das schwarze Auge« und »Battletech« sowie einen apokalyptischen Vampirthriller. Mit der Trilogie »Die Schattenherren« und dem Einzelroman »Schattenkult« etablierte er sich auf der dunklen Seite der Fantasy. Zuletzt erschienen sein Science-Fantasy-Roman »Grauwacht« sowie sein High-Fantasy-Epos »Drachenmahr«. Die »Schwertfeuer-Saga« ist seine neuste epische Fantasyserie.
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Auf Bisola leben Menschen und Sasseks (amphibische Wesen) ohne sich zu begegnen. Erstere leben in eisiger Nacht, während letztere kochend heisse Tage zu ihrem Daheim erklären. Für die Nichtbegegnung der beiden Spezien sort die Grauwacht, eine Elite-Garde mit fantastischen Fähigkeiten. Das Leben verläuft in Harmonie, bis ein mysteriöses, blaues Licht, das natürliche Gleichgeweicht von Bisola ins Wanken bringt. Eine raffiniert ausgeklügelte Welt, eine poetische Sprache mit mannigfaltigen Methapern, jede Menge Aktion und versteckte Hinweise, die auf das Geheimnis des blauen Lichts hindeuten. "Grauwacht" war mein erster Fantasy-Roman seit zwanzig Jahren und mein erster Roman von Robert Corvus - aber bestimmt nicht mein Letzter. Mit Robert Corvus habe ich einen Autor entdeckt, dessen Geschichten ich gerne entdecken möchte. Mehr zum Buch: https://youtu.be/_07LoqBNWjY
Auf dem Planeten Bisola gibt es nur zwei Seiten: Tag und Nacht. So scheint es zumindest. Doch es kommt plötzlich eine Bedrohung hinzu: Ein seltsames, unerklärliches blaues Licht. Bei dessen Erforschung wird klar, dass dies bei weitem nicht das Bedrohlichste auf Bisola zu sein scheint. Ich muss zugeben, dass es mir bei "GrauWacht" besonders schwer fällt, eine Rezension zu schreiben. Dies liegt nicht nur daran, dass ich bereits "Feuer der Leere" von Robert Corvus gelesen habe, welches mir wirklich gut gefallen hat, sondern auch daran, dass ich es schwer finde, das, was das Buch in mir ausgelöst hat und welche Probleme ich damit habe, in Worte zu fassen. Am Grundkonzept und an der Sprache liegt es nicht. Detailreich und bildgewaltig beschreibt Robert Corvus die Welt von Bisola, die so geregelt ist, dass ein Tag-Nacht-Wechsel ein Menschenleben dauert und es per Pakt gesetzlich vorgeschrieben ist, dass die Menschen in der Nacht leben und die amphibienartigen Sasseks im Tag. Diese Grundstimmung macht neugierig auf das Buch. Wo liegt also meine Kritik? Ein Grundproblem sind für mich die Charaktere. Die Anzahl derer, die ich wirklich unsympathisch fand, war bei "GrauWacht" nämlich ungewohnt hoch. Zunächst dachte ich, dass diese ruppige Art und die meines Erachtens auch unreflektierte und einseitige Denkweise vieler Charaktere auch die düstere und feindselige Grundstimmung des Buches auffasst. Denn die Nacht präsentiert sich als Eiswüste, wohingegen es im Tag so heiß ist, dass die Meere kochen. Das ist ja noch nicht weiter schlimm, wenn nicht der Punkt käme, an dem bei mir die unsympathische Haltung der Charaktere penetrant wurde. Und zumindest in diesem Fall ist ein penetrant unsympathischer Charakter durchaus mit einem nervigen gleichzusetzen. Dies zeigte sich bei mir besonders deutlich in einer recht makaberen Todesszene eines dieser Charaktere, bei der ich nicht etwa Ekel oder Entsetzen empfand, sondern eine Genugtuung und innere Befriedigung, die eigentlich vollkommen unangebracht sein sollte. Das größte Problem ist aber mein Zugang zu diesem Buch. Wäre "GrauWacht" ein Videospiel, würde ich sagen, dass ich den Eindruck hatte, gespielt zu werden, statt aktiv zu spielen. Das heißt, dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, in die Handlung hineingezogen zu werden und Teil von ihr zu sein. Ich fühlte mich als stummer Beobachter und Betrachter einer Handlung, der es egal zu sein scheint, von mir beachtet zu werden, oder nicht. So sollte man wohl merken, dass ich bei diesem Buch zwiegespalten bin. Setting und Grundkonzept des Buches sind hervorragend durchdacht und gerade die Szenen, in denen die Welt in all ihrer Feindseligkeit, aber auch Schönheit beschrieben werden, sehe ich als die stärksten des Buches. Leider haben mich aber die Charaktere und vor allem die auf mich distanziert wirkende Handlung im Vergleich dazu eher abgeschreckt.
Eine schier ewig währende frostige Nacht auf der einen und kochende Ozean im Licht der Sonne auf der anderen Seite? Klingt für mich, als würde ich mir einen Platz im Zwielicht der auf- oder untergehenden Sonne suchen. Doch was, wenn die Sonne nicht mehr gelb scheint, sondern zunehmend ins Blau abdriftet. Die Grauwacht als Wächterinstanz zwischen den in der Nacht lebenden Menschen und den reptilienartigen Sasseks, die sich in der Hitze des Tages wohl fühlen. Doch es existiert noch einen dritte intelligente Spezies auf dem Planeten, die das blaue Licht benötigen, um zum Leben zu erwachen. High-Fantasy, Dark-Fantasy, Scifi? Was hab ich eigentlich gelesen? Von allem ein wenig und das aus meiner Sicht hervorragend inszeniert und dargeboten. Am Ende gibt es für alles, was während der Geschichte mit Fragezeichen versehen war, ein Ausrufezeichen. Für mich eine runde Sache und eine fantastische Geschichte, die ich gerne weiterempfehle.






